Umstrittener Lehrer soll nie wieder unterrichten
Gegen den Steglitzer Lehrer, der wegen rassistischer Beleidigung einer Schülerin angezeigt wurde, will die Schulverwaltung disziplinarrechtliche Schritte einleiten. Der 63-jährige wird sich wohl juristisch wehren – nicht zum ersten Mal. Die Schulverwaltung reagiert kompromisslos, sie will Lehrer Karl-Heinz Sch. nie wieder unterrichten lassen. Am Montag ist der 63-Jährige von der Behörde zur Befragung „einbestellt“ worden. Wie berichtet, soll Sch. am Montag vergangener Woche in der Steglitzer Friedrich-Bayer-Sekundarschule gegenüber einem dunkelhäutigen 16-jährigen Mädchen im Unterricht der 10d das Wort „Nigger“ benutzt haben. Als die 16-Jährige sich das verbat, habe er das Schimpfwort groß an die Tafel geschrieben, teilte das Präsidium mit. Der polizeiliche Staatsschutz ermittelt wegen Volksverhetzung. Neben dieser Strafanzeige will auch die Schulverwaltung disziplinarrechtliche Schritte gegen Sch. einleiten, hieß es am Sonnabend. Darin hat die Behörde viel Erfahrung. Gegen keinen Lehrer hat das Land so ausgiebig prozessiert wie gegen diesen Geschichtslehrer. Im Jahr 2000 war ihm an seinem damaligen Arbeitsplatz, dem Gymnasium Steglitz, vorgeworfen worden, seit Jahren NS-Verbrechen verharmlost zu haben. Es folgten massive Proteste von Schülern, Eltern und Lehrern, in der Protestinitiative engagierte sich auch TV-Moderator Günther Jauch, dessen Tochter damals das Gymnasium besuchte. Ende 2000 wurde Sch. vom Unterricht suspendiert, es folgten sieben Jahre Streit vor verschiedenen Gerichten – den Sch. weitgehend gewann. 2007 musste er wieder zum Unterricht zugelassen werden.
via tagespiegel: Umstrittener Lehrer soll nie wieder unterrichten
Posted on 10.09.2012, in Dienste, holocaust, Rechtsextremismus, Revisionismus. Bookmark the permalink. Leave a Comment.







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