“Wir wissen buchstäblich nichts”
NSU-Helfer, V-Männer – und wo sind eigentlich die ganzen Akten? Nach der jüngsten Ermittlungspanne zeigen sich die Mitglieder des NSU-Untersuchungsausschusses frustriert. Unions-Obmann Binninger beklagt gar eine mangelnde Sensibilität der Behörden. Bayerns Innenminister Herrmann nimmt die Geheimdienste dagegen in Schutz. Eine Panne jagt die nächste: Die Liste der Ermittlungsfehler zum rechten Terror-Trio Nationalsozialistischer Untergrund (NSU) wird beinahe täglich länger. Nun kam heraus: Ein mutmaßlicher NSU-Helfer soll mehr als zehn Jahre lang für das Berliner Landeskriminalamt (LKA) als V-Mann gearbeitet haben. Der NSU-Untersuchungsausschuss des Bundestages wirft der Berliner Landesverwaltung vor, wichtige Unterlagen nicht herausgegeben zu haben. Angesichts der Enthüllungen fordern die Grünen die Herausgabe sämtlicher Akten darüber von Berlin. Noch lägen jedoch keine Dokumente vor, sagte der Obmann der Grünen im Bundestags-Untersuchungsausschuss, Wolfgang Wieland, im RBB-Inforadio. “Wir wissen buchstäblich nichts. Was hat das Berliner Landeskriminalamt gemacht? Das wird Aufgabe des Berliner Innensenators Frank Henkel sein, dies nachvollziehbar schriftlich und möglicherweise auch mündlich im Untersuchungsausschuss zu erklären”, echauffierte sich Wieland weiter.
via sz: “Wir wissen buchstäblich nichts”
Dossier Rechtsterrorismus / articles about right-wing terrorism: Nationalsozialistischer Untergrund – Uwe Böhnhardt, Uwe Mundlos, Beate Zschäpe. Polizistinnenmord, Dönermord, Rohrbombe, Thüringer Heimatschutz (THS) – Dossier: Kategorie NSU – http://bit.ly/ths-nsu
Posted on 14.09.2012, in Dienste, Gewalt, Kameradschaft, nsu, Rechtsextremismus. Bookmark the permalink. Leave a Comment.







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