Wie man einen Terroristen macht

Wieder einmal wurde ein Jugendlicher in den USA vom FBI “geführt”, einen Terroranschlag mit einer gefakten Autobombe zu begehen, um dann zu sagen, man habe diesen erfolgreich verhindert. Während durch die gezielte Provokation mit dem Anti-Mohammed-Film in vielen muslimischen Ländern die vorhersagbare Reaktion von Fundamentalisten ausgelöst werden konnte und durch die sich bekämpfenden religiösen Extremisten Menschen getötet und verletzt werden, geht die heimische Anti-Terror-Bekämpfung weiter die ausgebahnten Wege. Es wurde viel Geld in Personal und Technik für die Anti-Terror-Programme investiert, daher müssen, so scheint es immer öfter, mögliche Home-Grown-Terroristen, wie sie auch bei uns mitunter genannt werden, von Polizei oder Geheimdiensten verführt und unterstützt werden, um sie dann unter Terrorverdacht zu verhaften. Die Sicherheitsbehörden haben ihre Bedeutung für die Sicherheit bewiesen. Was auch hierzulande bei der Sauerland-Gruppe (Ferngelenkte Terroristen?) oder die GIMF (Terroristen und Sicherheitsbehörden) geschehen ist, wo die verurteilten jungen Täter halb motiviert und halb geschoben worden, scheint in den USA auch wieder einmal (FBI-grown Terrorism?) geschehen zu sein. Am Freitag wurde in Chicago der 18-jährige US-Amerikaner Adel Daoud, dessen Eltern aus Ägypten eingewandert waren, verhaftet, weil er versucht haben soll, eine Autobombe außerhalb einer Bar zu platzieren und zu zünden. Er hatte das Auto vor der Bar geparkt und wollte dann die Sprengladung zünden. Die aber hatte er vom FBI, so dass sie nicht hochging. Wie auch schon in anderen Fällen stand der junge Mann schon seit Monaten unter Beobachtung, d.h. eigentlich, dass er von FBI-Agenten, die sich als Islamisten ausgaben, angesprochen und in seinen vermutlich unausgegorenen Träumen von einem großen Terroranschlag verstärkt wurde, mit dem er der vermeintlichen Sache des Islamismus dienen, vor allem aber sich selbst nach dem Vorbild anderer Terroristen prominent machen wollte. Das FBI hätte durchaus auch intervenieren können, um den Jugendlichen von seinem Vorhaben abzuhalten, aber das wäre dann kein spektakulärer Erfolg gewesen, schließlich will auch die Sicherheitsbehörde entsprechende Medienaufmerksamkeit erlangen. Dass es sich wieder um einen Einzeltäter handelt, der sich leichter “führen” lässt, ist auch auffällig.

via telepolis: Wie man einen Terroristen macht

siehe auch: Anschlagsversuch in Chicago – 18-Jähriger festgenommen. Islamist hatte von verdeckten Ermittlern Autobomben-Attrappe erhalten. Die US-Bundespolizei FBI hat in Chicago einen 18-Jährigen wegen eines Anschlagsversuchs festgenommen. Der Verdächtige habe vor dem Zugriff am Freitag versucht, eine Autobombe vor einer Bar in der Innenstadt zu zünden, teilte die Bundesanwaltschaft in Chicago am Samstag mit. Der junge US-Bürger Abdel Daoud aus einem Vorort Chicagos stand demnach schon länger im Visier der Behörden. Die Ermittler hätten ihm für den Anschlagsversuch am Freitag auch eine Autobomben-Attrappe zugespielt.

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Posted on 17.09.2012, in Dienste, Gewalt. Bookmark the permalink. Leave a comment.

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