Thüringer offenbar Mitglied im “Ku Klux Klan”

Sie nennen sich selbst “White Knights” – “Weiße Ritter”. Die Kapuzenmänner des “Ku Klux Klan” begreifen sich als Elite im Kampf um eine “weiße, arische Gesellschaft”. Äußerst konspirativ und von der Öffentlichkeit nicht wahrgenommen, hat der Geheimbund ein bundesweites Netz geknüpft. Der aktuell inaktive deutsche Ableger des KKK nannte sich “European White Knights of the Ku Klux Klan – Realm of Germany (EWK KKK)”. Er nutzte dabei Skinhead-Strukturen und rekrutierte im militanten Neonazi-Milieu. Thüringer Mitglied der “White Knights” Bei Beate Zschäpe gefundene Fotos zeigen Neonazis und ein brenndes Holzkreuz in Jena. Ein Eisenacher soll – so der Verfassungsschutz von Baden-Württemberg – zu den 20 Mitgliedern des deutschen Ablegers gehört haben. Zugleich taucht Rene H. immer wieder bei Treffen des Neonazi-Netzwerkes “Blood & Honour” auf. Das geht aus vertraulichen Unterlagen hervor, die MDR THÜRINGEN auszugsweise vorliegen. Ein weiteres Mitglied findet sich in Sachsen-Anhalt. In der vergangenen Woche wurde Thomas R. als mutmaßlicher V-Mann “Corelli” des Bundesamts für Verfassungsschutz enttarnt. Er soll nicht nur über über “Blood & Honour” berichtet haben, sondern auch aus dem streng abgeschotteten “Ku Klux Klan”. Jener Thomas R. taucht auch auf einer anderen Liste auf – einer Telefonliste, die dem Rechtsterroristen Uwe Mundlos zugeordnet wird. Das Papier wurde 1998 bei der Razzia in der Garage des späteren Terror-Trios sichergestellt. Und so scheint es wenig verwunderlich, dass zumindest Uwe Böhnhardt und Beate Zschäpe auch Ideen des rassistischen KKK anhingen. Im Jahr 1996 fanden Beamte der Kripo in Jena Dutzende von Fotos bei der Durchsuchung der Wohnung von Beate Zschäpe. Die Farbbilder zeigen bekannte Köpfe – den Kameradschaftsführer von Jena, die später als Terror-Helfer verdächtigten Ralf Wohlleben und Holger G. sowie Uwe Böhnhardt. Die Neonazis posieren vor einem brennenden Holzkreuz – einem der Symbole des Ku Klux Klans

via mdr: Thüringer offenbar Mitglied im “Ku Klux Klan”

siehe auch: Das Kreuz mit den Neonazis. Ein überdimensionales Holzkreuz in Flammen, die Zündler huldigen Hitler: Fotos belegen, dass Beate Zschäpe, Uwe Böhnhardt und der inhaftierte Ralf Wohlleben an Kreuzverbrennungen in Ku-Klux-Klan-Manier teilnahmen. Was hat es damit auf sich? Ein riesiges Holzkreuz in Flammen erleuchtet die finstere Nacht. Neonazis stehen davor, sie johlen, trinken Bier, erheben die Hand zum Hitlergruß oder salutieren mit dem sogenannten Kühnen-Gruß, einer Abwandlung des Hitlergrußes, bei dem zum ausgestreckten Arm Daumen, Zeige- und Mittelfinger abgespreizt werden. Die Stimmung ist ausgelassen. Im nächtlichen Wind flattert die Reichsflagge. Jemand macht Fotos. Die Meute posiert, Arm in Arm. Mit auf den Bildern: der spätere Rechtsterrorist Uwe Böhnhardt und der derzeit inhaftierte Ralf Wohlleben, der als Unterstützer des “Nationalsozialistischen Untergrunds” (NSU) gilt. Auf einem anderen Foto lächelt Beate Zschäpe in die Kamera. Im Juni 1996 wurden die Fotos bei Beate Zschäpe beschlagnahmt. Auf der Wache wurde sie zu der Verbrennung in Ku-Klux-Klan-Manier befragt – und verpfiff prompt 18 Kameraden. Sie schrieb die Namen mit Kugelschreiber an den Rand der Bilder. Der MDR zeigt die komplette Serie im “Thüringen Journal” am Samstag um 19 Uhr. In der Vernehmung sagte Zschäpe auch, dass eine Kreuzverbrennung in Tschechien stattgefunden habe, betonte aber, sie habe sich nicht strafbar gemacht. “Ich habe keine Hitler- oder Kühnen-Grüße gemacht.” (…) Dem EWK KKK gehörten auch zwei Polizeibeamte aus Baden-Württemberg an, die 2005 bei der Bereitschaftspolizei Böblingen im Dienst waren – zeitgleich mit Michèle Kiesewetter, die 2007 mutmaßlich von Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos in Heilbronn erschossen wurde. Laut Untersuchungsbericht des baden-württembergischen Innenministeriums war einer der Polizisten zudem schwerpunktmäßig an Einsätzen mit “rechtem Hintergrund” beteiligt. Auch in Johanngeorgenstadt im Erzgebirge brannten 1996 Kreuze. Daran sollen Mandy S., André E. und Matthias D., Anführer der “Brigade Ost” in Johanngeorgenstadt, teilgenommen haben. Alle stehen heute im Verdacht, NSU-Helfer gewesen zu sein. Vier Jahre später gründeten sie die Weiße Bruderschaft Erzgebirge (WBE). Ihr Ziel: “Die Reinheit der wundervollsten Rasse”, wie es in der Vereinspostille “The Aryan Law and Order” ein anonymer Autor formulierte. Tschechische Polizeibeamte sollen ihre deutschen Kollegen darauf aufmerksam gemacht haben, dass ein fünf Meter hohes Holzkreuz “auf einem Berg bei Johanngeorgenstadt” lichterloh brannte, so dass man es weit über die Grenze hinaus erkennen konnte.

Dossier Rechtsterrorismus / articles about right-wing terrorism: Nationalsozialistischer Untergrund – Uwe Böhnhardt, Uwe Mundlos, Beate Zschäpe. Polizistinnenmord, Rohrbombe, Thüringer Heimatschutz (THS) – Dossier: Kategorie NSU – http://bit.ly/ths-nsu

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faschismus ist keine meinung - faschismus ist ein verbrechen fascism is not an opinion - fascism is a crime

Posted on 22.09.2012, in Dienste, Gewalt, Kameradschaft, nsu, Rechtsextremismus. Bookmark the permalink. Leave a comment.

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