Wollte Griechenlands Militär putschen?

Regierung dementiert Berichte – vieles deutet aber darauf hin, dass die Armee einen „Verrat“ des Landes verhindern wollte Stand Griechenland im turbulenten Herbst 2011, als die Protestwelle gegen die Sparauflagen immer höher aufbrandete, am Rand eines Militärputsches? Hinweise darauf sieht die Athener Sonntagszeitung „To Vima“. Der griechische Verteidigungsminister dementiert. „Außerhalb jeder Realität“ sei der Bericht der Zeitung „To Vima“, ließ der griechische Verteidigungsminister Panos Panagiotopoulos am Sonntag erklären. Dennoch schlägt der Artikel hohe Wellen. „To Vima“ berichtet unter der Titelschlagzeile „Der Putsch, zu dem es nicht kam“ auf vier Seiten, führende Militärs hätten vor einem Jahr Pläne für einen Staatsstreich gegen die damalige Regierung des sozialistischen Ministerpräsidenten Giorgos Papandreou geschmiedet. Papandreou sei von Teilen der damaligen Militärführung als Verräter gesehen worden, der das Land mit seiner Zustimmung zu den Sparauflagen der EU und des Internationalen Währungsfonds zu einem Protektorat ausländischer Mächte gemacht habe. Mit einem Staatsstreich hätten „ultranationalistisch-patriotische Offiziere“ die Ehre Griechenlands wiederherstellen und das Land vor drohenden inneren Unruhen bewahren wollen, schreibt „To Vima“. Das knappe Dementi des Verteidigungsministeriums klingt kategorisch. Allerdings erinnert man sich: Völlig überraschend hatte am 1. November 2011 der damalige sozialistische Verteidigungsminister Panos Beglitis die Oberkommandierenden der drei Waffengattungen entlassen, darunter auch den Chef der Marine, Konteradmiral Dimitrios Elefsiniotis, der pikanterweise von der neuen, konservativ geführten Regierung in Juni zum Vize-Verteidigungsminister berufen wurde. Für die Ablösung der Militärführung gab der damalige Verteidigungsminister keine einleuchtende Erklärung.

via pnn: Wollte Griechenlands Militär putschen?

siehe auch: Griffen die Generäle nach der Macht? Vor einem Jahr planten griechische Militärs einen Putsch. Das berichtet eine angesehene Athener Zeitung. Die Regierung dementiert (…) Der Entlassung waren turbulente Ereignisse vorausgegangen: Am 26. und 27. Oktober hatte Ministerpräsident Papandreou beim EU-Gipfel den Auflagen des zweiten Griechenland-Rettungspakets zugestimmt – ein “Verrat”, wie manche Medien schrieben. In einigen Städten wurden die Nationalfeiertagsfeiern von Protesten gegen Politiker überschattet. Die Zeitung “To Vima” berichtet, bereits im Vorfeld habe ein pensionierter Offizier einen “Politiker aus dem rechtsnationalistischen Spektrum” gefragt, ob er bei einer vom Militär gebildeten “Übergangsregierung” mitmachen wolle. Der griechische Geheimdienst habe die Regierung über die Konspiration unterrichtet, was den Verteidigungsminister bewogen habe, die Militärführung zu entlassen. Regime der Obristen Die Schilderungen wecken Erinnerungen an das Jahr 1967: Nach monatelangen innenpolitischen Wirren putschte am 21. April das Militär, um den erwarteten Wahlsieg des Linkssozialisten Andreas Papandreou, des Vaters von Giorgos Papandreou, zu verhindern. Die Militärdiktatur dauerte sieben bittere Jahre.

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About rudolf kleinschmidt

faschismus ist keine meinung - faschismus ist ein verbrechen fascism is not an opinion - fascism is a crime

Posted on 30.09.2012, in Dienste, Gewalt, Kameradschaft, Rechtsextremismus. Bookmark the permalink. Leave a comment.

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