NSU spähte Terror-Ziele im ganzen Land aus

Ermittler fanden Stadtpläne mit Adressen von Politikern, Parteien, Militärstandorten und jüdischen Einrichtungen, die als mögliche Anschlagsziele von der Zwickauer Zelle ausgespäht wurden. Die rechte Terrorzelle NSU hat in mindestens 14 westdeutschen Großstädten mögliche Anschlagsziele ausgespäht. Diesen Verdacht legen Unterlagen der Bundesanwaltschaft nahe. Demnach fanden sich im Brandschutt der Zwickauer Wohnung Stadtpläne, auf denen fast 400 Adressen von Politikern, Parteien, Militärstandorten und jüdischen Einrichtungen markiert waren. Die Ermittler gehen davon aus, dass nach dem Auffliegen der Zwickauer Zelle keine Anschlagsgefahr mehr besteht. Mehr als 50 Mal haben die drei Neonazis der mutmaßlichen Terrorgruppe Nationalsozialistischer Untergrund (NSU) zwischen den Jahren 2000 und 2011 Wohnmobile angemietet – aber zu welchem Zweck? Das ist eine der zentralen Fragen, denen die Fahnder in den NSU-Ermittlungen nachgehen. Zwar konnte bei einigen der Mordanschläge und Banküberfälle eine zeitliche Übereinstimmung zwischen Fahrzeuganmietung und Tatausführung nachgewiesen werden. Was unternahmen Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos, die meist ohne Beate Zschäpe unterwegs waren, aber an den anderen Terminen? Hinweise im Brandschutt Die Ermittler halten es für möglich, dass Böhnhardt und Mundlos ihre Fahrten mit dem Wohnmobil zur Ausspähung von Anschlagszielen nutzten. Entsprechende Hinweise darauf fanden sich im Brandschutt des Hauses Frühlingsstraße 26 in Zwickau. Hier hatte das Trio von April 2008 bis November 2011 gelebt. Die Ermittler stießen in den Trümmern der abgebrannten Wohnung auf Kartenmaterial mehrerer westdeutscher Städte. Dabei handelte es sich um Ausdrucke von Stadtplänen, die am Computer bearbeitet worden waren. Auf diesen Karten waren Anschriften markiert; zusätzlich fanden sich jeweils Adresslisten von Politikern, Parteibüros und Vereinen ausländischer Mitbürger sowie Militäreinrichtungen. „Privat, guter Fluchtweg“ Zu folgenden Städten fand sich Kartenmaterial mit insgesamt 386 markierten Adressen: Hamburg (112 Adressen), München (78), Dortmund (30), Bielefeld (21), Kiel (19), Hamm (18), Kassel (17), Braunschweig (16), Münster (15), Osnabrück (14), Paderborn (11), Göttingen (9), Stuttgart (9) und Nürnberg (7).

via fr online: NSU spähte Terror-Ziele im ganzen Land aus

Dossier Rechtsterrorismus / articles about right-wing terrorism: Nationalsozialistischer Untergrund – Uwe Böhnhardt, Uwe Mundlos, Beate Zschäpe. Polizistinnenmord,Rohrbombe, Thüringer Heimatschutz (THS) – Dossier: Kategorie NSU – http://bit.ly/ths-nsu

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faschismus ist keine meinung - faschismus ist ein verbrechen fascism is not an opinion - fascism is a crime

Posted on 02.10.2012, in Dienste, Gewalt, Kameradschaft, nsu, Rechtsextremismus. Bookmark the permalink. Leave a comment.

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