Erneuter Strafbefehl gegen Bischof Williamson
Im Fall des Holocaust-Leugners Bischof Richard Williamson wird es voraussichtlich zu einer neuen Gerichtsverhandlung kommen. Das Amtsgericht Regensburg hat erneut Strafbefehl gegen den Piusbruder erlassen. Dessen Verteidigung kündigte Widerspruch an. Das Amtsgericht Regensburg hat gegen den Holocaust-Leugner und erzkonservativen Bischof Richard Williamson erneut einen Strafbefehl wegen Volksverhetzung erlassen. Der Bischof der Piusbruderschaft habe den Mord an Juden während der NS-Diktatur verharmlost, teilte ein Gerichtssprecher mit. Der Strafbefehl sieht eine Geldstrafe in Höhe von 100 Tagessätzen vor. Die Höhe der Strafe wollte der Sprecher nicht bekanntgeben. Der Anwalt Williamsons kündigte an, fristgerecht Widerspruch gegen den Strafbefehl einzulegen. Damit müsste der Prozess gegen den 72-jährigen Bischof neu aufgerollt werden. Es habe keine neuen Ermittlungsergebnisse gegeben, so dass die Verteidigung von einem Freispruch ausgehe, heißt es in einer Mitteilung. Williamson, Bischof der erzkonservativen Piusbruderschaft, hatte im Oktober 2008 im Priesterseminar der Vereinigung bei Regensburg einem schwedischen Fernsehteam ein Interview gegeben. Darin bestritt er die Existenz von Gaskammern und die millionenfache Tötung von Juden durch die Nazis. Das in Schweden ausgestrahlte Interview war auch im Internet veröffentlicht worden.
Posted on 05.10.2012, in Dienste, holocaust, Internet, Kameradschaft, Rechtsextremismus, Revisionismus. Bookmark the permalink. Leave a Comment.







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