Web-Seite Kreuz.net: Lichtscheu und anonym
Reaktionärer Katholizismus: Unter dem Bildnis des gekreuzigten Jesus veröffentlicht die Website kreuz.net anonyme Hetzartikel – fundamentalistisch, aggressiv und beleidigend. Als der Holocaustleugner Richard Williamson Anfang 2009 Schlagzeilen machte, da tat sich der Internetdienst kreuz.net negativ hervor, indem er Williamson als “Märtyrerbischof” und als “Heldenbischof” verherrlichte. Die Web-Seite trägt zwar den Untertitel “Katholische Nachrichten”, wäre aber selbst mit der Zuspitzung “erzkonservativ” noch freundlich beschrieben. In Wahrheit ist der Ton, den kreuz.net anschlägt, häufig fundamentalistisch, aggressiv und beleidigend. (…) Dementsprechend geben sich die Betreiber der Seite lichtscheu und anonym. Laut Impressum ist kreuz.net eine “Initiative einer privaten Gruppe von Katholiken in Europa und Übersee, die hauptberuflich im kirchlichen Dienst tätig sind”. Bekannt ist nur, dass der Server von Kalifornien aus betrieben wird. Von dort aus können Verleumdungen anonym und straffrei veröffentlicht werden. Der Theologe David Berger vermutete während der Williamson-Debatte, dass der Umkreis der Pius-Bruderschaft dahinterstecken könnte, was diese aber zurückwies. Im Impressum wird der Name “Sodalitium for Religion and Information” genannt, der an die von Papst Pius X. geduldete Priestervereinigung “Sodalitium Pianum” erinnert. Organisiert als Spitzelsystem, kämpfte diese von 1909 an gegen modernistische Abweichler und denunzierte Theologen und Priester, die des Modernismus verdächtig waren, bei der römischen Kurie. Umberto Benigni, der Sodalitium gegründet hatte, organisierte anschließend den Geheimdienst des Faschistenführers Mussolini.
via sz: Web-Seite Kreuz.net: Lichtscheu und anonym
siehe auch: “Jetzt brennt er in der Homo-Hölle”: Empörung über kreuz.net. Die ultrakatholische Website kreuz.net sorgt für einen Sturm der Empörung. Das Portal hetzt mit üblen Worten gegen den gestorbenen Komiker Dirk Bach und seine Homosexualität. Kreuz.net ist ein deutschsprachiges Portal katholischer Fundamentalisten – und schon lange im Blick des Verfassungsschutzes. „Sowohl die Artikel als auch die Kommentare auf dieser Internetpräsenz sind häufig gekennzeichnet durch homophobe, muslimfeindliche und antisemitische Äußerungen“, notierte erst im Frühjahr der damalige Verfassungsschutzpräsident Heinz Fromm; Fanatische Katholiken diffamieren Dirk Bach. Christliche Fundamentalisten hetzen auf dem Internetportal kreuz.net gegen den gestorbenen Komiker Dirk Bach – wegen seiner Homosexualität. Nicht nur die Empörung im Web ist groß. Die Deutsche Bischofskonferenz distanzierte sich von der Seite.
Posted on 05.10.2012, in Dienste, Gewalt, Internet, Kameradschaft, Rechtsextremismus. Bookmark the permalink. 1 Comment.







http://pastebin.com/e7AhJpXy … do it.