“Wilde Division” gegen das “Wostok-Bataillon”

Machtkampf unter den Separatisten in Ukraine. Russlands Feinde sind unsere Feinde”, rufen Männer in Tarnjacken, das Gesicht mit Wollmasken verhüllt. Die Kalaschnikow im Anschlag, führen sie Reporter der Zeitung “Ukrainska Prawda” durch ihr Waldlager nahe dem Botanischen Garten in Donezk. Sie seien aus Tschetschenien, Ossetien und Russland in die Ostukraine gekommen, erzählt Mamai, einer der Kämpfer. Dann zeigt der Ossete seinen “Schatz”: Zwischen den Sträuchern steht auf einer Lafette ein 12,7-mm-MG – das größte Kaliber, dass es bei einem Maschinengewehr gibt. Die Kämpfer aus dem Kaukasus haben sich im Wostok-Bataillon zusammengeschlossen. Die Truppe will unter den Separatisten für Ordnung sorgen und greift nach der Macht in der Ostukraine. Aufseiten Kiews ziehen neben der Armee auch Söldner, Freiwilligenbrigaden und Neonazis in den Kampf. Etliche Separatistengruppen operieren in der Ostukraine, darunter Oplot, ein Verband prorussischer Nationalisten aus Charkow. Freischärler aus dem Kaukasus haben sich in der Wilden Division vereint und attackierten Ende Mai den Flughafen in Donezk. “Die Bürger haben uns gerufen, und wir sind gekommen”, sagt Zelimhan, ein 33-jähriger Tschetschene, der Nachrichtenseite “Vice News”. Angst verbreitet eine Kampftruppe mit dem Namen Dämon. Ihr Kommandant Igor Bezler stellte ein Video ins Netz, das zeigt, wie zwei Gefangene von hinten erschossen werden. Es soll sich um einen Aktivisten und den Chef einer Ortsabteilung des ukrainischen Geheimdienstes SBU handeln. Ob das Video echt ist oder Dämon nur blufft, ließ sich bisher nicht feststellen. Die Regierung in Kiew schickte rund 50.000 Soldaten der Armee und Nationalgarde in den Kampf. Am Wochenende lieferten sich diese nach eigenen Angaben mit Separatisten Gefechte um den internationalen Flughafen von Lugansk – einen der wenigen in der Region, den die ukrainischen Streitkräfte noch kontrollieren. Kremltreue Medien behaupten, die Nationalgarde sei ein Auffangbecken für Neonazis. Tatsächlich dienen dort meist ehemalige Maidan-Kämpfer ohne rechtsradikalen Hintergrund. Dennoch kämpfen auch Neonazis in der Ostukraine. Ende Mai griff eine Einheit des Rechten Sektors, ein Dachverband rechter Splittergruppen, einen Rebellenposten nahe Karlowka an. Nahe Kiew trainieren weitere irreguläre Brigaden und selbst ernannte Partisanen. Sie finanzieren sich aus eigener Tasche oder werden von Geschäftsleuten gesponsert. Firmen wollen sich vor Plünderern schützen und rüsten die Minibataillone mit automatischen Waffen, Schutzwesten und Geländewagen aus.

via welt: “Wilde Division” gegen das “Wostok-Bataillon”

About these ads

Posted on 11.06.2014, in Dienste, Gewalt, Kameradschaft, Rechtsextremismus. Bookmark the permalink. Leave a comment.

Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out / Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out / Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out / Change )

Google+ photo

You are commenting using your Google+ account. Log Out / Change )

Connecting to %s

Follow

Get every new post delivered to your Inbox.

Join 795 other followers