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Verdacht auf Landfriedensbruch: Ermittlungen gegen Drygalla-Freund eingestellt
Die Staatsanwaltschaft Rostock ermittelt nicht mehr wegen schweren Landfriedensbruchs gegen Michael Fischer. Der frühere NPD-Landtagskandidat und Freund der Ruderin Nadja Drygalla stand im Verdacht, bei einer NSU-Gedenkveranstaltung Polizisten angegriffen zu haben. Die Staatsanwaltschaft Rostock hat ein Ermittlungsverfahren gegen Michael Fischer eingestellt. Der frühere NPD-Landtagskandidat stand im Verdacht, bei einer Gedenkveranstaltung für ein NSU-Opfer Polizisten angegriffen und schweren Landfriedensbruch begangen zu haben. “Wer die Täter waren, lässt sich nicht nachvollziehen”, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft. Die Angreifer seien vermummt gewesen. Dass Fischer zu der Gruppe gehört habe, lasse sich nicht beweisen. Bei der Veranstaltung Ende Februar waren nach Angaben der Staatsanwaltschaft etwa 20 bis 30 Vermummte aus der rechtsextremistischen Szene aufgetaucht. Fischer war durch seine Verbindung zu der Ruderin Nadja Drygalla während der Olympischen Spiele in den Fokus der Öffentlichkeit geraten.
via spon: Verdacht auf Landfriedensbruch: Ermittlungen gegen Drygalla-Freund eingestellt
siehe auch: Ermittlungen gegen Ex-NPD-Mann Michael Fischer eingestellt. Gegen Michael Fischer, den ehemaligen NPD-Landtagskandidaten und Freund der Olympia-Ruderin Nadja Drygalla war wegen schweren Landfriedensbruchs ermittelt worden. Jetzt wurde das Verfahren eingestellt. Die rechtsextreme Szene feiert indes ob der eingestellten Ermittlungen und spricht von „Lügengeschichten“.
siehe auch: Dossier Nadja Drygalla: Die Ruderin Nadja Drygalla sorgte bei der Olympiade 2012 für besondere Schalgzeilen – sie verließ das Olympische Dorf wegen dem Bekanntwerden von Kontakten in die Neonazi-Szene. Ihr Lebensgefährte soll Michael Fischer sein – 2011 Direktkandidat der NPD für den mecklenburgischen Landtag, Mitglied der Kameradschaft Nationale Sozialisten Rostock und Autor im NPD-nahen Internetportal MUPinfo von David Petereit. Die Vorwürfe sind indes nicht neu – schon im März 2011 waren Meldungen bekannt geworden, dass die Sportlerin mit einem Neonazi aus Rostock liiert sei. Infolge schied Drygalla aus dem Polizeidienst aus, möglicherweise auf Druck der Polizeiführung.
Dossier Drygalla – news: http://bit.ly/drygalla
Ruderverband stützt Drygalla
Zweite Chance für Nadja Drygalla: Die vorzeitig von Olympia 2012 abgereiste Ruderin hat eine Zukunft beim Deutschen Ruderverband (DRV). Drygalla darf zudem auf die Aufnahme in die Sportförderung der Bundeswehr hoffen. Nadja Drygalla hat eine Zukunft in der Ruder-Nationalmannschaft und darf weiter auf eine berufliche Karriere als Sportsoldatin hoffen. Das ergab eine Aussprache am Dienstag, in der sich der Deutsche Ruderverband (DRV) hinter seine vorzeitig von den Olympischen Spielen in London abgereiste Athletin stellte. „In freundschaftlicher, konstruktiver Atmosphäre hat Siegfried Kaidel (DRV-Vorsitzender, Anm. d. Red.) bekräftigt, dass der Verband voll hinter seiner Athletin steht“, hieß es in einer gemeinsamen Pressemitteilung von Verband und Drygallas Anwalt Rainer Cherkeh. (…) Die 23 Jahre Drygalla war während der Sommerspiele nach einem Gespräch mit der deutschen Teamleitung über ihre Beziehung zu dem früheren NPD-Landtagskandidaten Michael Fischer freiwillig abgereist und hatte sich kurz darauf öffentlich von der rechten Szene distanziert.
via fr: Ruderverband stützt Drygalla
siehe auch: Keine Entscheidung über Förderung für Drygalla. Das Bundesministerium der Verteidigung (BMVg) hat im Fall Nadja Drygalla noch nicht über eine Aufnahme der Ruderin in die Sportförderung der Bundeswehr entschieden. “Der Antrag liegt uns mit der Stellungnahme des Deutschen Ruderverbandes (DRV) und des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) vor. Er befindet sich aber noch in der Prüfung”, sagte BMVg-Sprecher Uwe Roth dem SID.
und natürlich: Nadja Drygallas Verehrer. Über die zweifelhaften Unterstützer der Rostocker Ruderin. Ruderin Nadja Drygalla hat kein Glück mit ihren Freunden. Nachdem bekannt geworden war, dass die Olympionikin privat mit einem Neonazi verbandelt ist, schickte man sie aus London nach Hause. Jetzt regen sich immer mehr skurrile Stimmen, die die Rostockerin gegen eine angebliche »Hexenjagd« in Schutz nehmen wollen. (….) Letztlich bleiben zwei Erkenntnisse: 20 Jahre nach dem Rostocker Pogrom hat man immer noch keine Idee, wie man der Präsenz von Nazis im Alltag begegnen soll. Und für Drygalla gilt: Wer solche Verehrer hat, braucht eigentlich keinen Nazi mehr im Haus.
Dossier Drygalla – news: http://bit.ly/drygalla
Nadja Drygalla: Die Mär vom Opfer
Der Wind scheint sich zu drehen im Fall der Olympionikin Nadja Drygalla. “Solidaritätsbekundungen” werden lauter, von “Sippenhaft” ist die Rede und von “medialer Hetzjagd”. Zeit, die Debatte wieder gerade zu rücken und den Blick aufs Wesentliche zu lenken: Verfassungsfeindlichkeit kennt keine Privatsphäre. Die deutsche Ruderin Nadja Drygalla ist Opfer oder vielmehr: Sie wird zum Opfer stilisiert. Zum Opfer von vermeintlich erbarmungsloser Öffentlichkeitsschelte und rigoroser Verfolgungshysterie. Und natürlich – wie so oft – sind die bösen Medien schuld. Verteidigungsminister De Maiziere (wieso eigentlich der?) meint voll sorgetriefender Solidaritätsbekundung, eine Grenze sei überschritten worden. Eine derartige Überprüfung von Freunden von Sportlern sei nicht geboten. Es ist eine skandalöse Einschätzung, die De Maiziere da zum besten gibt. Ein Mitglied der Regierung Merkel macht damit klar, dass er den Kern der Debatte nicht erfasst hat: Den Umgang mit rechtsextremem Gedankengut in unserer Gesellschaft. Schließlich geht es im Fall Drygalla nicht um irgendwelche Petitessen im ausschließlich privaten Umfeld der Vorzeigeathletin, es geht auch nicht um die Frage, mit wem eine deutsche Spitzensportlerin es sich kuschelig macht wie uns einige Kommentatoren weis machen wollen, es geht vielmehr um die rechtsextreme Gesinnung ihres Freundes, der sie sogar mit nach Olympia begleitete. Es geht um einen Mann, der bis zuletzt mit grob rassistischen Parolen auf sich aufmerksam machte und einer Partei als Funktionär angehört(e), die so mancher angesichts ihrer menschenverachtenden und verfassungsfeindlichen Ideologie am liebsten verbieten würde. Es geht um einen Mann, der als Anführer einer militanten sprich gewaltbereiten Kameradschaft reüssiert(e) und gegen den derzeit die Staatsanwaltschaft wegen Landfriedensbruchs ermittelt. Und schließlich geht es um eine Ideologie, die nicht mit den Grundsätzen des deutschen Rechtsstaates zu vereinbaren ist. Und so geht es in letzter Konsequenz nicht zuletzt auch um die Frage der Wehrhaftigkeit unserer Demokratie. (…) Nun soll ein Fall von politischer Tragweite schlicht zur Privatsache erklärt werden. Der Nazi im Bett einer Sportlerin, die Deutschland in der Welt repräsentiert, ist demnach eine ganz normale Sache. Heile heile Segen. (…) Ganz nebenbei: Wer soll die Mär von der urplötzlichen Läuterung des stramm rechten Recken glauben, wo bis zuletzt seine hetzerischen Äußerungen im Internet kursierten – auch nach dem so medienwirksam verkündeten Parteiaustritt? Ende Februar soll er nach Erkenntnis von Ermittlern mit anderen bewaffneten Neonazis noch bei einer Gedenkfeier für ein Mordopfer des Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU) grölend Teilnehmer und Polizisten angegriffen haben. Und nun alles vorbei? Als ob sich geistiger Rechtsextremismus so einfach abstreifen ließe wie ein verschwitztes Landser-Hemd. Im Verfassungsschutzbericht 2010 aus Mecklenburg-Vorpommern heißt es über die „Nationalen Sozialisten Rostock“: Die verbreiteten Texte ließen auf eine verfestigte neonazistische Ausrichtung der Mitglieder schließen. Aussteiger sind herzlich willkommen, dafür aber, dass Drygallas Freund tatsächlich mit dem Rechtsextremismus gebrochen hat, fehlt bis zur Stunde der schlüssige Beweis.
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Drygalla verteidigt Beziehung zu Ex-NPDler Fischer
In einem Interview erklärt die Olympia-Ruderin, warum sie weiter zu ihrem Freund hält, der für die NPD aktiv war. Er habe versprochen, aus der Szene auszusteigen. Die Ruderin Nadja Drygalla hat sich erstmals ausführlich zu den Vorwürfen gegen sie und ihre Beziehung zum früheren NPD-Mitglied Michael Fischer geäußert. “Ich habe ihm oft gesagt, dass ich seine politischen Vorstellungen ablehne”, sagte Drygalla dem stern. “Es hat viel Streit gegeben deswegen.” Aber er habe sich “schon geändert”, sagte die Ruderin. Die Wende bei ihrem Freund habe es bereits vor Olympia gegeben. “Da ist er aus der Partei ausgetreten und wollte aus diesem Umfeld raus” sagte Drygalla dem Magazin. “Wir haben besprochen, dass er aussteigt. Und das ist für mich ein Versprechen.” Als sie 2007 ein Paar geworden seien, sei die Politik für Fischer kein Thema gewesen. “Es fing erst an, als er mit dem Leistungssport aufhören musste.” (…) Inzwischen ermittelt die Staatsanwaltschaft Rostock gegen Fischer wegen des Verdachts des besonders schweren Landfriedensbruchs. Der 24-Jährige hatte mit zwölf weiteren Personen im Februar eine Gedenkveranstaltung für Mehmet Turgut, eines der Mordopfer der Zwickauer Terrorgruppe NSU, gestört. Fischer posierte grölend inmitten eines Mobs schwarz vermummter Neonazis, die versuchten, die Teilnehmer anzugreifen. Mit seiner Kamera machte Fischer Aufnahmen von der Gedenkfeier.
via zeit: Drygalla verteidigt Beziehung zu Ex-NPDler Fischer
siehe auch: “Es ist meine Entscheidung, zu ihm zu stehen”. Nadja Drygalla hat in einem Interview erklärt, sie halte weiter zu ihrem Freund, dem ehemaligen NPD-Mitglied Michael Fischer. Er habe ihr versprochen, aus der rechten Szene auszusteigen, sagte die Ruderin dem “Stern”. (…) Fischer war im Vorjahr in Rostock als Direktkandidat der rechtsextremen NPD zur Landtagswahl angetreten. Die Athletin war aus dem olympischen Dorf abgereist, nachdem eine linke Gruppe das Medieninteresse an Drygallas Beziehung zu Fischer geweckt hatte. Danach war zudem bekannt geworden, dass die Rostocker Staatsanwaltschaft gegen Fischer wegen Landfriedensbruch ermittelt. Geprüft wird, ob Fischer Teil einer Gruppe war, die bei einer Gedenkveranstaltung für ein Opfer der NSU Polizisten angegriffen hat; Schon ab 1. September Soldatin? Drygalla will weitermachen. Ihre Beziehung kostet Nadja Drygalla die Sportförderung und sorgt dafür, dass sie die Olympischen Spiele beinahe fluchtartig verlässt. Doch Drygalla hält an ihrem Freund, dem früheren NPD-Mann Fischer, fest. Und auch das mit der Sportförderung könnte sich wieder einrenken. (…) Erneut unterstrich sie, dass sich von der rechtsextremen Szene distanziere und nichts mit diesem Umfeld zu tun haben wolle. “Ich habe nie einen von seinen Freunden zu Hause empfangen. Ich würde lügen, wenn ich sagen würde, ich kenne keinen von denen. Aber ich wollte mit denen nichts zu tun haben”, sagte Drygalla. Sie habe Fischer “oft gesagt, dass ich seine politischen Vorstellungen ablehne”, sagte sie. Es habe viel Streit deswegen gegeben. “Aber ich zeige nicht mit dem Finger auf ihn und sage: Das ist alles deine Schuld.” Sie habe immer und immer wieder mit Fischer gesprochen und gesagt, “dass ich seine Aktivitäten nicht dulde”.
anm dokmz: 1. September und deutsche Armee – da war doch noch etwas….
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Drygalla ist nicht das arme Mädchen
Abschied von Olympia: Der Fall Drygalla wird den Deutschen Olympischen Sportbund weiter beschäftigen. Niemand kann Sportlern vorschreiben, mit wem sie eine Beziehung eingehen. Doch Verbindungen ins rechtsextreme Milieu haben Konsequenzen – auch für den Sport. Liebe ist eine private Angelegenheit. Niemand hat das Recht, der Ruderin Nadja Drygalla zu verbieten, eine Beziehung mit dem Rechtsextremen Michael Fischer zu führen. Trotzdem sind die mittlerweile lauten Mitleidsbekundungen für die deutsche Sportlerin, die vorzeitig aus London abreisen musste, unangebracht. Drygalla werde für die Einstellung ihres Freundes in »Sippenhaft« genommen, kritisieren Politiker und Journalisten. Der Begriff hat seinen Platz in der deutschen Geschichte. Im Nationalsozialismus wurden Angehörige von Widerstandskämpfern in Konzentrationslager gesperrt. Jetzt von einer »Sippenhaft« gegen eine Sportlerin zu sprechen, die das olympische Dorf wegen ihrer Beziehung zu einem Neonazi verlassen musste, ist vor diesem Hintergrund geschichtsvergessen. (…) Hört man Stimmen wie diese, könnte man den Eindruck gewinnen, die Gesellschaft sei übersensibilisiert, was Rechtsextremismus betrifft. Und genau dieser Eindruck ist grundsätzlich falsch und gefährlich. Die Studie »Die Mitte in der Krise« der Friedrich-Ebert-Stiftung von 2010 zeigt, dass es gerade in der Mitte der Gesellschaft immer mehr Akzeptanz für rechte Einstellungen gibt. Wenn die Kommentatoren jetzt eine »Gesinnungsschnüffelei« erkennen, wie etwa Bettina Vestring im Onlineauftritt der Frankfurter Rundschau, vergessen sie, dass Rechtsextremismus keine Gesinnung oder Meinung ist wie jede andere. Rechtsextremismus ist gelebte Menschenverachtung. Er ist ein Verbrechen. (…) Mit wem Nadja Drygalla eine Beziehung eingeht, ist und bleibt, wie gesagt, ihre private Entscheidung. Allerdings bleibt so eine Entscheidung nicht ohne Konsequenzen. Rechtsextremismus bedeutet auch immer Totalitarismus. Er beansprucht, zu allen Bereichen des Lebens zu gehören. Es ist unmöglich, eine so umfassende und totalitäre Einstellung aus einer Beziehung herauszuhalten.
via pubik-forum.de: Drygalla ist nicht das arme Mädchen
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Erst zu viel akzeptieren, dann zu hektisch handeln: Die Affäre um Ruderin Drygalla
Was derzeit der deutschen Ruderin Nadja Drygalla widerfährt, ist ein Lehrstück in unüberlegtem Umgang mit rechtem Lifestyle: Weil das Thema unbequem ist, viel unbequemer noch als der Umgang mit offen Rechtsextremen, haben zuerst etliche Menschen die Augen zugemacht – und dann plötzlich viele hingeguckt und vor Empörung wiederum unüberlegt reagiert. Aus einer Aktzeptanzkultur des Wegsehens wurde so eine Handlungshysterie, die auch keinem nutzt. Vor allem nicht einer demokratischen Alltagskultur, die wir uns wünschen. Einen Autonomen Nationalisten lieben Wie soll man umgehen mit einer Frau wie Nadja Drygalla? Offensichtlich ist die 23-Jährige seit Jahren mit einem ausgesprochen aktiven Neonazi liiert. Dabei wiegt schwerer als Michael Fischers NPD-Mitgliedschaft, dass er lange Jahre ein Teil der Rostocker Szene der “Autonomen Nationalist*innen” (AN) ist (oder nach eigener Aussage, die zunächst zu bezweifeln ist, war). Wer in dieser Szene unterwegs ist, der denkt nicht nur rechtsextrem – der lebt die Ideologie auch. Rechtsextremer Lifestyle, das heißt unter anderem: Einschlägige Musik hören, einschlägige Label tragen, an Veranstaltungen teilnehmen, die Propaganda in die Welt tragen. Michael Fischer tat all dies als Kopf der “Nationalen Sozialisten Rostock”. Und das nicht einmal ungeschickt, denn bei Straf- und Gewalttaten, die der für die Öffentlichkeit unangenehmste Teil des rechtsextremen Lifestyles ist, ließ er sich nicht erwischen. Zumindest ist dies nicht öffentlich bekannt. Was allerdings einfach nachzuvollziehen ist: Der Mann brannte für die rechtsextreme Ideologie, so sehr, dass er sich als ihr Öffentlichkeitsarbeiter verstand: Als Anti-Antifa-Fotograf dokumentierte er Menschen, die er als politische Gegner*innen wahrnahm – wohl wissend, was aus solchen Fotos in der rechtsextremen Szene, gerade Mecklenburg-Vorpommerns, oft wird: Gewalt gegen die Abgebildeten. (…) Wer mit einem AN zusammen ist, kann selbst beim besten Bemühen die rechtsextreme Gesinnung des Lebenspartners nicht ignorieren. Auch Nadja Drygalla ist das nicht gelungen. Wie es zu diesem Thema aber in ihrem Kopf aussieht, ob sie selbst Rassistin ist oder gegen “Kinderschänder” die Todesstrafe fordern würde, weiß die Sportlerin bislang nur allein – denn öffentlicht geäußert hat sie sich dazu offensichtlich zumindest nicht nachweisbar. Das einzige, was bekannt ist, sind ihre Handlungen: Wenn, was selten genug der Fall war, die Sprache auf die Gesinnung ihres Freundes kam, lief sie weg. Verabschiedete sich offenbar ohne Wimpernzucken von Polizeikarriere und Sportförderung. Oder verließ nun das Olympische Dorf, nachdem plötzlich Aufmerksamkeit auf ihr Nazi-Umfeld fiel. Damit ist klar: Das einzige, auf das sie offenbar nicht bereit ist zu verzichten in ihrem Leben, ist der rechtsextreme Freund. In der Mediendebatte dieser Tage ist viel zu lesen davon, dass dies wahre Liebe sei. Es könnte natürlich auch ein Festhalten an der rechtsextremen Ideologie sein. Oder eine Art von psychischer Abhängigkeit. Vielleicht sogar Angst? Man weiß es nicht.
via ngn: Erst zu viel akzeptieren, dann zu hektisch handeln: Die Affäre um Ruderin Drygalla

siehe auch: Kein Mitleid mit Drygalla. Nadja Drygalla verließ wegen ihres Freundes, einem ehemaligen NPD-Mitglied, die Olympischen Spiele. Viele empfinden Mitleid mit der 23-jährigen – und vergessen wer die effektivsten Helfer der Neonazis sind: die Untätigen. (…) Beziehungen sollen Privatsache sein. Wer allerdings Neonazis in seinem Umfeld, Freundeskreis oder seiner Familie akzeptiert, unterstützt die rechte Szene mit seinem Wegsehen. Ob die betroffene Person das nun will oder nicht. Nicht umsonst gibt es die Initiative: Kein Sex für Nazis. Sie zielt auf einen konkreten Punkt bei der Bekämpfung von Neonazis ab – deren akuter Frauenmangel. Für junge Männer wird eine politische Einstellung nun mal unattraktiv, wenn sie ihnen den Zugang zum anderen Geschlecht verwehrt. Denn bei aller Kameradschaft – ganz unter sich wollen die Nazis dann doch nicht bleiben. „Wo die Liebe hinfällt“, zitieren viele nun schmachtend alte Binsenweisheiten. Eine solche kindliche Bevormundung wird einer erwachsenen Sportlerin nicht gerecht. Schon gar nicht, wenn sie sich zwar die Verantwortung zutraut ganz Deutschland zu vertreten, sich aber bei der Wahl ihres Partners teenagerhaft schicksalsergeben gibt. Sie hat ja nichts getan, lautet eines der beliebtesten Argumente ihrer zahlreichen Verteidiger. „Alles, was für den Triumph des Bösen notwendig ist, ist dass gute Menschen nichts tun“. Das Zitat das Edmund Burke zugeschrieben wird, trifft den Kern. Als Michael Fischer Anfang des Jahres auf einer Trauerkundgebung für eines der NSU-Opfer seine Hassparolen grölte. Als er versuchte die trauernden Familienmitglieder einzuschüchtern und von der Kundgebung Videos drehte. Als er von dieser Veranstaltung als einer „Ausländerlobby“ in den Foren der Nazis schrieb – wo war Drygalla da? Saß sie in Ruhe zu Hause, bei Kaffee und Kuchen? Hatte sie wirklich keine Ahnung was der Mann mit dem sie lebt da tat? Rätselhafte Abkehr vom Extremismus. Rechte Internet-Seite stellt Ausstieg des Lebensgefährten von Ruderin Nadja Drygalla aus der Szene infrage (…) Noch am 30. Juni hatte er einen Beitrag auf der rechten Internetseite “MUPINFO” veröffentlicht. Nun erschien auf der Seite ein Beitrag über den Ausstieg Michael Fischers aus der rechten Szene. Das Wort Ausstieg setzten die Autoren allerdings in Anführungszeichen. Warum? Ist er also doch nicht ausgestiegen? Sind seine öffentlichen Aussagen allein taktisch motiviert? Der Inhalt des Textes könnte diesen Schluss nahelegen. Von ihm scheint das Signal auszugehen, Fischer gehöre – zumindest im Geiste – noch dazu. “Ein Kameradenschwein oder Verräter ist Fischer deshalb noch lange nicht. Vielmehr hat er vor der erdrückenden Übermacht des Gegners kapituliert, seine politischen Aktivitäten eingestellt und sich ins Privatleben zurückgezogen. Das ist zwar traurig, aber sollte und muss dennoch respektiert werden”, heißt es dort.
news about Nadja Drygalla: bit.ly/drygalla
Langjähriger Neonazi Michael Fischer: Drygalla-Freund droht Gefängnisstrafe
Für den früheren NPD-Kandidaten Michael Fischer hat die Attacke auf eine Gedenkveranstaltung ein juristisches Nachspiel. Wie die Rostocker Staatsanwaltschaft Süddeutsche.de bestätigte, ermittelt sie gegen den 24-Jährigen und weitere Neonazis. Bei einer Verurteilung sieht das Gesetz eine harte Strafe vor. Der langjährige Neonazi Michael Fischer muss mit einem Strafprozess und – bei Verurteilung – mit einer Haftstrafe rechnen. Die Staatsanwaltschaft Rostock ermittelt gegen den Freund der Ruderin Nadja Drygalla, wie die Behörde auf Anfrage von Süddeutsche.de bestätigte. Der Verdacht laute “schwerer Landfriedensbruch”, sagte Staatsanwältin Maureen Wiechmann. (…) Auch mögliche Schlagwaffen spielen eine Rolle bei den Ermittlungen gegen Fischer und seine Kumpane: “Die Angreifer sollen Holzlatten, Knüppel und Eisenstangen mit sich geführt haben”, sagte Wiechmann. Eine Eisenstange wurde angeblich in Richtung eines Polizeibeamten geschleudert. Damals war ein Polizist am Knie verletzt worden. Die Staatsanwaltschaft ließ offen, wann die Ermittlungen (Az.: 418 Js 5340/12) abgeschlossen werden. (…) Fakt ist: Die bisherige Neonazi-Gruppe Fischers ist eine von 16 rechtsextremen Kameradschaften, die der Verfassungsschutz Mecklenburg-Vorpommerns in seinem Jahresbericht 2010 auflistet. Darin heißt es, die NSR präge die Aktivitäten der Neonazi-Szene in der Region “maßgeblich” und zähle sich selbst offenbar zum Kreis der “autonomen Nationalisten”. Die Texte auf der Internetseite der NSR ließen auf eine “verfestigte neonazistische Ausrichtung der Mitglieder” schließen. (…) Der Internet-Auftritt bietet Links zu Portalen, die unter anderem von den NPD-Landtagsabgeordneten Tino Müller und David Petereit verantwortet werden. Fischer publizierte mehrere Artikel auf dem von Petereit betriebenen Portal MUPinfo, den letzten im Juni. Im vergangenen Jahr kandidierte er bei der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern für die NPD und steht Petereit nahe, der als stellvertrender NPD-Landeschef fungiert. Petereit bestätigte auch, dass Fischer die NPD im Mai verlassen hat. Petereit betreibt nebenher einen Versand, in dem CDs mit Titeln wie “Kanaken zerhacken” vertrieben werden.
via sz: Langjähriger Neonazi Michael Fischer: Drygalla-Freund droht Gefängnisstrafe
siehe auch: Warum Fischers Ausstieg bislang keiner ist. Michael Fischer, Lebensgefährte der Ruderin Nadja Drygalla, droht laut Medienberichten eine Anklage wegen besonders schweren Landfriedensbruchs. Hintergrund ist der Angriff auf eine Gedenkveranstaltung für ein NSU-Opfer in Rostock im Februar 2012. Fischer hatte sich zuletzt als vermeintlicher Aussteiger der Öffentlichkeit präsentiert – Publikative.org zeigt, warum Fischers Ausstieg bislang keiner ist. (…) Schaut man sich auf Facebook in Fischers Umgebung um, wird deutlich, dass er weiterhin Kontakte in die Neonazi-Szene pflegt. Zu seinen Freunden gehört beispielsweise eine bekannte Neonazistin aus Westmecklenburg, mit der er im Juni noch ein Fotoshooting veranstaltete. Die Fotos stellte Jennifer W., die regelmäßig an Aufmärschen teilnimmt, auf ihre Facebook-Seite – dort kommentierte Fischer Ende Juni, er habe das Treffen “in vollen Zügen genossen”, Jennifer W. entgegnete, sie ebenfalls, worauf “Aussteiger” Fischer der Neonazistin versprach: “Jederzeit gerne wieder.” Der Drygalla-Freund lässt sich auf den Freundeslisten anderer bekannter Neonazis finden – nicht nur aus dem Nordosten, sondern beispielsweise auch aus Berlin. Dies deutet auf eine überregionale Vernetzung hin – die bis heute offenkundig nicht gekappt wurde. Das NPD-Portal “MUPinfo”, bei dem Fischer noch am 16. Juni – also Wochen nach seinem Parteiaustritt – einen Artikel veröffentlicht hatte, interpretierte den vermeintlichen Ausstieg des Drygalla-Freunds ebenfalls lediglich als taktischen Rückzug. (…) Der schwierigste Teil einer Distanzierung – und auch deren Kern – ist aber die Auseinandersetzung mit der eigenen rechtsextremen Ideologie: eine Reflexion der eigenen Weltanschauung, die über Jahre Basis des politischen und oft privaten Handelns war. Genau hier setzt auch die Definition der Aussteigerhilfe „Exit“ an, die einen Ausstieg erst dann als erfolgreich ansieht, „wenn die den bisherigen Handlungen zugrunde liegende und richtungsweisende Ideologie überwunden ist“. “Zukunft nicht verbauen” Fischer setzt sich mit der rechtsextremen Ideologie offenkundig nicht auseinander, er benennt das Motiv für seinen Rückzug offen: “Deshalb habe ich mich entschieden, aus der Partei auszutreten und meine Aktivitäten einzustellen. Ich wollte mir und anderen Leuten die Zukunft nicht verbauen.” Der Rassismus und Antisemitismus in der Szene, die Gewaltbereitschaft, die NS-Glorifizierung – nichts davon scheint Fischer gestört zu haben, es geht nur um seine und Drygallas Zukunft. Der Umgang mit echten und vermeintlichen Aussteigern ist für die Gesellschaft eine Gratwanderung, denn es muss einen Weg zurückgeben, aus der Szene in die offene Gesellschaft. Ex-Neonazis dürfen nicht isoliert werden, wenn sie sich glaubhaft von Ex-Kameraden und Ideologie distanzieren. Die Öffentlichkeit muss sich von vermeintlichen Aussteigern aber nicht für dumm verkaufen lassen; Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Drygalla-Freund. Die Staatsanwaltschaft Rostock ermittelt wegen des Verdachts auf Landfriedensbruch gegen den Freund von Olympia-Ruderin Nadja Drygalla: Michael Fischer soll Mitglied einer Gruppe von Rechtsextremisten gewesen sein, die bei einer Gedenkveranstaltung für ein NSU-Opfer Polizisten angegriffen haben.
news about Nadja Drygalla: bit.ly/drygalla
Fall Drygalla läuft aus dem Ruder
Der Streit im Ruderverband über die Informationspannen im Fall Nadja Drygalla spitzt sich zu. Der Landesverband Mecklenburg-Vorpommern gab bekannt, dass er den Deutschen Ruderverband (DRV) frühzeitig über das rechtsradikale Umfeld der Athletin in Kenntnis gesetzt habe – was dieser bislang immer bestritten hat. Derweil nahm das Bundesinnenministerium nach heftigen Protesten Abstand von der Einführung einer so genannten Demokratieerklärung von Spitzenathleten. “Ich habe während der Kleinbootüberprüfung des Deutschen Ruderverbandes im April 2012 das Gespräch mit dem DRV-Sportdirektor Mario Woldt gesucht, um mit ihm die soziale Situation Nadja Drygallas zu erörtern. Dabei habe ich auch über die Hintergründe für deren Ausscheiden aus der Sportfördergruppe der Landespolizei Mecklenburg-Vorpommern gesprochen”, sagte MV-Landesruderchef Hans Sennewald dem SID.
via welt: Fall Drygalla läuft aus dem Ruder
Fall Drygalla: Ein echter NPD-Ausstieg sieht anders aus
Die Ruderin Drygalla und ihr Freund Fischer haben sich öffentlich von der Neonazi-Szene distanziert. Szenekenner zweifeln an der Glaubwürdigkeit Fischers. Für den Deutschen Olympischen Sportbund muss es wie das glückliche Ende eines bösen Alptraums klingen. Ihr Freund habe “persönlich mit dieser ganzen Sache gebrochen und sich verabschiedet”, versicherte die Ruderin Nadja Drygalla am Sonntag. Die “Sache”, von der sie spricht, ist das jahrelange Engagement ihres Partners, Michael Fischer, in der NPD und der militanten Neonazi-Szene Rostocks. Einen Tag später meldete dieser sich selbst zu Wort. Er sei vor den Olympischen Spielen in London “den Schritt gegangen, mit der Sache abzuschließen, dass ich Neonazi bin. Ich bin aus der Partei ausgetreten und hatte auch so keinen großartigen Kontakt mehr zu Leuten, die damit zu tun hatten”, sagte der 24-Jährige der Deutschen Presse-Agentur. (…) Ist es trotzdem denkbar, dass Fischer sich in den folgenden Monaten glaubhaft von der rechtsextremen Ideologie abgewandt hat? Szenekenner bezweifeln das. Für einen tatsächlichen Ausstieg Fischers aus der Szene spricht nur wenig, dagegen jedoch viel. (…) Der neueste Mupinfo-Artikel ist vom Montagvormittag. Voll Häme wird über “erneuten Steinschlag” bei dem Linkspolitiker Torsten Koplin berichtet. Schon zum zweiten Mal innerhalb kürzester Zeit haben Neonazis seine Scheiben zerstört. Unter der Überschrift “Sippenhaft gegen Oppositionelle” wurde Fischer noch am 3. August als lobend als “Rostocker Nationalist” bezeichnet. Ein schleichender Prozess Der letzte Artikel, der unter Michael Fischers Namen erschien, ist nur wenige Wochen alt. Am 16. Juni, also zwei Wochen nach Fischers angeblichem Ausstieg, ging der Text online. Darin wird ganz offen gegen die “linke Ausländerlobby”, “Asylbetrüger” und “Linksextremisten” gewettert.
via zeit: Fall Drygalla: Ein echter NPD-Ausstieg sieht anders aus
siehe auch: Zweifel an Ausstieg von Drygalla-Freund. Der Lebensgefährte der Olympia-Teilnehmerin Nadja Drygalla ist offenbar kein Mitglied der rechtsextremen NPD mehr. Die NPD bestätigte dies von offizieller Seite. Experten bezweifeln trotzdem, dass Fischer sich von Neonazis und der rechten Szene abgewendet hat. Im Netz pflegte er auch nach seinem angeblichen Austritt Kontakt zu Rechtsextremen; Die verlorene Privatsphäre der Nadja Drygalla. Minister de Maizière mahnt im Fall der Ruderin Nadja Drygalla mehr Zurückhaltung an. Ihr Freund beteuert jetzt, sich von rechtsextremem Gedankengut abgewandt zu haben – doch Experten haben Zweifel (…) Antifa-Kreise hingegen schenken solchen Beteuerungen wenig Glauben. Immerhin sei Fischer in der Vergangenheit eine zentrale Figur der “Nationalen Sozialisten Rostocks” gewesen. Er soll sogar gewaltbereit gewesen sein. Zu Beginn des Jahres habe er eine Gruppe vermummter Rechtsextremisten angeführt, die Teilnehmer einer Gedenkfeier für die Mordopfer der Gruppe “Nationalsozialistischer Untergrund” angegriffen hätten. Auch Landesinnenminister Lorenz Caffier (CDU) liegen nach Informationen von “Welt Online” keine “bestätigten Erkenntnisse” vor, dass Michael Fischer sich wirklich vom Rechtsextremismus losgesagt hat. Im immer noch aktuellen Verfassungsschutzbericht 2010 des Landes heißt es über die “Nationalen Sozialisten Rostock”, sie prägten “die Aktivitäten der neonazistischen Szene in Rostock maßgeblich.
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Zweifel an Ausstieg von Drygalla-Freund
Der Lebensgefährte der Olympia-Teilnehmerin Nadja Drygalla ist offenbar kein Mitglied der rechtsextremen NPD mehr. Die NPD bestätigte dies von offizieller Seite. Experten bezweifeln trotzdem, dass Fischer sich von Neonazis und der rechten Szene abgewendet hat. Im Netz pflegte er auch nach seinem angeblichen Austritt Kontakt zu Rechtsextremen. Mecklenburg-Vorpommerns Vize-Landeschef David Petereit erklärte, Michael Fischer sei Ende Mai aus der NPD ausgetreten. Zu den Gründen äußerte er sich nicht. Darüber hinaus beantworte er „grundsätzlich keine Fragen zu Angelegenheiten unsere Mitglieder betreffend“, teilte er mit. Die Internetplattform „Endstation Rechts“ äußerte Zweifel, dass Fischer sich vom Rechtsextremismus losgesagt hat. Ein Redakteur der Internetplattform, Oliver Cruzcampo, sagte im dapd-Interview, Fischer sei zwar bereits seit mehreren Wochen nicht mehr öffentlich in Erscheinung getreten. Alle Indizien sprächen aber gegen einen Ausstieg aus der Szene. So sei Drygallas Lebensgefährte noch am 1. Mai bei einer Demonstration als Fotograf aufgetreten und habe Gegendemonstranten fotografiert. Zudem sei auf der Internetseite Mupinfo, die von Petereit betrieben wird, am 30. Juni der letzte Blogeintrag unter dem Namen Michael Fischer veröffentlicht worden. Unter einem anderen Artikel mit diesem Namen sei sogar ein Foto Fischers abgebildet. In dem Blogeintrag kritisiert der Autor unter anderem öffentliche Zuschüsse für den Bau einer Moschee in Rostock und fordert, dass „Gelder der Stadt umgehend und ausschließlich für deutsche Interessen eingesetzt werden“. (…) Auch der angebliche Abschied von der Kameradschaft Nationale Sozialisten Rostock (NSR) sei schwer zu beurteilen, aber eher unwahrscheinlich, sagte Cruzcampo. Fischer sei der Kopf des aus fünf bis zehn Mitgliedern bestehenden harten Kerns der Organisation. Die NSR habe zudem ein hohes Gewaltpotenzial.
via fr: Zweifel an Ausstieg von Drygalla-Freund
siehe auch: Rätselhafte Athletin aus Rostock. In der Affäre um die Ruderin Nadja Drygalla und ihre Beziehung zu einem vermeintlichen Rechtsextremisten häufen sich die Irritiationen. Die deutschen Sportverbände müssen sich nun unangenehmen Fragen stellen. Haben die Funktionäre womöglich sogar bewusst weggesehen?; „Bin aus der NPD ausgetreten“. Drygalla-Freund Fischer spricht über Neonazi-Zeit – weiter lesen auf FOCUS Online: http://www.focus.de/sport/olympia-2012/neonazi-affaere-beim-ruderverband-drygalla-freund-fischer-bin-aus-der-npd-ausgetreten_aid_794420.html: Drygalla-Freund Fischer spricht über Neonazi-Zeit. Nach Angaben der deutschen Ruderin Nadja Drygalla ist ihr umstrittener Freund Michael Fischer aus der NPD ausgetreten. Der 24-Jährige bestätigt diesen Schritt nun – und versucht, einige andere Ungereimheiten zu erklären. (…) Er sei vor den Olympischen Spielen in London „den Schritt gegangen, mit der Sache abzuschließen, dass ich Neonazi bin. Ich bin aus der Partei ausgetreten und hatte auch so keinen großartigen Kontakt mehr zu Leuten, die damit zu tun hatten“, sagte der 24-Jährige der Deutschen Presse-Agentur. Er war vergangenes Jahr im Landtagswahlkampf als NPD-Kandidat angetreten. (…) Die Kontakte in die rechte Szene waren mit dem Austritt aber nicht vollends abgerissen. (…) „Im Nachhinein sieht das doof aus“, sagte Fischer. „Aber es war ein schleichender Prozess: Ich habe mich ja nicht an einem Tag hingestellt und gesagt: Jungs, ich trete aus der Partei aus, ab jetzt seht ihr mich nicht mehr.“; Sieben Indizien, die gegen einen Ausstieg von Drygallas Freund sprechen. Die Olympionikin Nadja Drygalla hat erklärt, ihr Lebensgefährte Michael Fischer sei aus der Neonazi-Szene ausgestiegen. Im Mai habe er “persönlich mit dieser ganzen Sache gebrochen und sich verabschiedet”. Spuren, die der langjährige Rechtsextremist im Internet hinterlassen hat, lassen an seiner tatsächlichen Läuterung zweifeln. (…) Ist Michael Fischer, 2011 noch NPD-Kandidat für den Landtag von Mecklenburg-Vorpommern und ein Wortführer der “Nationalen Sozialisten Rostock”, tatsächlich aus dem braunen Sumpf ausgestiegen? Hat sich der Student, der noch am 25. Februar 2012 eine Gedenkveranstaltung für ein Rostocker Mordopfer des Nationalsozialistischen Untergrunds störte, von seiner kruden Ideologie abgewandt? Antirassistische Blogs wie Publikative.org haben bereits Zweifel angemeldet. Spuren, die der Mann im Netz hinterlassen hat, werfen zumindest Fragen auf. (…) Der NPD-Landesverband Mecklenburg-Vorpommern motzte in einer Pressemitteilung am 3. August mit Blick auf den Fall Drygalla über eine angebliche “Gesinnungsdiktatur” und nennt Fischer einen “nationalen Aktivisten”. Der langjährige NPD-Chef Udo Voigt regte sich in einem Beitrag für das rechtsextreme Portal Altermedia über den Fall Drygalla auf und wetterte gegen “Systemknechte”. Holger Apfel, der aktuelle NPD-Vorsitzende, beklagte auf Facebook “Sippenhaft”, das sei “nur noch krank”. Nach SZ-Informationen stilisieren Fischers Facebook-Freunde Drygalla in dem sozialen Netzwerk inzwischen zur “Märtyrerin der Freiheit” – wohlgemerkt gegen den Willen der Athletin. Auf MUPinfo, das NPD-Landesvize Petereit betreibt, wird Fischer in einem Bericht vom 3. August über die Causa Drygalla weiterhin als “Rostocker Nationalist” und auch als “sogenannter ‘Neonazi’” bezeichnet.
News about / Dossier Drygalla: http://bit.ly/drygalla
Fischer ausgestiegen? Zweifel an Drygalla-Aussage
Die Ruderin Nadja Drygalla hat nach eigenen Aussagen keine Kontakte in die Neonazi-Szene, zudem habe ihr Freund mit der rechtsextremen Ideologie gebrochen. Eine Aussage, die Fragen aufwirft, denn nach Informationen von Publikative.org scheint Fischer noch sehr wohl in rechtsextremen Kreisen aktiv zu sein, von einem Ausstieg hat hingegen niemand auch nur gehört. Nadja Drygala sucht nach tagelangem Schweigen die Flucht nach vorn: “Ich habe keine Verbindung in diese Szene gehabt und lehne das absolut ab”, sagte die 23-Jährige aus Rostock der Nachrichtenagentur dpa. Zuvor hatte die „Welt am Sonntag“ berichtet, Drygalla selbst solle eng mit der Szene verbunden gewesen sein; die Zeitung präsentierte als vermeintlichen Beweis ein unscharfes Foto der „Nationalen Sozialisten Rostock“ von einer Neonazi-Aktion in Malchow. Dieses Bild präsentierte die WamS als vermeintlichen Beweis. Die Domain NSRostock.de ist bis heute auf Michael Fischer zugelassen. Darauf ist unter anderem eine blonde Frau zu sehen, die in Größe und Statur Drygalla sein könnte – Szenekenner aus Rostock zeigten sich im Gespräch allerdings verwundert über den Zeitungsbericht, auf dem Bild sei auf keinen Fall eindeutig zu erkennen, wer diese Person sei. Rückenwind für die Ruderin also. Im Gespräch mit der dpa behauptet Drygalla zudem, ihr Freund Michael Fischer, im Jahr 2011 Direktkandidat der NPD, sei seit Mai dieses Jahres kein Parteimitglied mehr. Er habe sich von der rechtsradikalen Szene losgesagt, sagt die Ruderin. Fischer habe “persönlich mit dieser ganzen Sache gebrochen und sich verabschiedet”, beteuert Drygalla. Nichts von einem Ausstieg bekannt Diese Darstellung erscheint allerdings zweifelhaft. Bei Beobachtern ist nichts bekannt über einen Ausstieg Fischers, der Abschied einer Szene-Größe wäre in Rostock sicherlich aufgefallen und Gesprächsthema gewesen. Zudem veröffentliche Fischer noch am 16. Juni 2012 auf einer NPD-nahen Internet-Seite einen Artikel. Auf dem Portal, das von dem NPD-Abgeordneten David Petereit verantwortet wird, wurde Fischer noch vor wenigen Tagen als „Rostocker Nationalist“ bezeichnet – von einem Bruch mit der Szene ist nichts zu lesen, obgleich Aussteiger zumeist höchst aggressiv attackiert werden. Fraglich auch, ob Fischer noch als Redaktionsmitglied geführt würde, hätte er sich aus der Szene verabschiedet. Auch sonst deutet nichts auf einen Ausstieg hin
via publikative: Fischer ausgestiegen? Zweifel an Drygalla-Aussage
siehe auch: Ruderin Drygalla meldet sich zu Wort – Freund Michael Fischer „seit Mai kein Mitglied in der NPD mehr“. Erstmals seit Freitag meldet sich die umstrittene Olympia-Ruderin Nadja Drygalla in einem Interview zu Wort. Die Ereignisse bezeichnete sie als „unfair“, sie selbst habe nichts mit der rechtsextremen Szene zu tun. Ihr Freund Michael Fischer sei kein NPD-Mitglied mehr. Zweifel an ihrer Aussage kommen auf. (…) Das riesige Medieninteresse habe sie sehr überrascht. Insbesondere, weil ihr Freund Michael Fischer seit Mai 2012 kein NPD-Mitglied mehr sei und sich komplett aus der Szene inkl. „Nationale Sozialisten Rostock“ (NSR) zurückgezogen habe. Die jetzt aufgekommenen Vorwürfe seien also schon vor Olympia gegenstandslos gewesen. An der weitreichenden Entscheidung Fischers habe sie als Freundin „einen ziemlichen Anteil“. Aus der rechtsextremen Szene auszusteigen müsse man selber wollen. Dieser Prozess gehe nicht „von heute auf morgen“. Michael Fischers Engagement für die NSR und die NPD habe ihre Beziehung zuvor zeitweise „sehr stark belastet“. In vielen Gesprächen habe Drygalla ihrem Partner klar gemacht, dass sie seine politische Haltung nicht unterstütze. Auch an eine Trennung habe sie gedacht. Dementsprechend zeigte sich Nadja Dragalla zufrieden, noch „vor den Olympischen Spielen“ reinen Tisch gemacht zu haben. Drygallas Aussagen zum mutmaßlichen Ausstieg Fischers lassen einige Zweifel aufkommen. Seit Mai sei er kein NPD-Mitglied mehr, behauptet die Sportlerin. Am 1. Mai begleitete dieser aber noch eine NPD-Demonstration in Neubrandenburg und fotografierte unzählige Gegendemonstranten ab. Auf dem vom NPD-Landtagsabgeordneten David Petereit verantworteten Portal „MUPinfo“ erschien noch am 16. Juni ein Artikel, dessen Autor sich Michael Fischer nennt. In einem weiteren Artikel unter dem Namen taucht sogar ein Foto Fischers auf. Auch der NPD-Landesverband M-V scheint von Fischers Ausstieg nicht viel zu wissen. Am Freitag schrieb der Landesvorsitzende Stefan Köster in einer Stellungnahme noch von einem „nationalen Aktivisten“. Zumindest Köster sollte Kenntnis davon haben, wenn ein NPD-Mitglied, dass ein knappes Jahr zuvor noch für seinen Verband zur Landtagswahl kandidierte, sich mittlerweile von der „Bewegung“ losgesagt haben soll. In ähnlichen Fällen scheut die rechtsextreme Partei nicht davor zurück, nochmal gewaltig nachzutreten; Nadja Drygalla im Interview: “Keine Verbindung in diese Szene gehabt”. Die deutsche Ruderin Nadja Drygalla, die wegen ihres rechtsextremen Lebensgefährten aus London abgereist war, hat sich erstmals öffentlich geäußert – und jede Verbindung zur Nazi-Szene bestritten. Erstmals seit ihrer Olympia-Abreise geht Ruderin Nadja Drygalla an die Öffentlichkeit. Die vergangenen Tage mit dem Wirbel um die Beziehung zum früheren NPD-Direktkandidaten Michael Fischer seien “ziemlich anstrengend” gewesen, sagte die 23-Jährige am Sonntag im Interview. Ihr Freund soll sich nach ihrer Darstellung von der rechten Szene gelöst haben, sie selbst lehne derartiges Gedankengut ab; Drygalla: “Ich lehne die rechte Szene ab“Die vorzeitig von den Olympischen Spielen abgereiste Ruderin Nadja Drygalla hat sich in einem Interview von rechtsextremem Gedankengut distanziert. “Ich habe keine Verbindung in diese Szene gehabt und lehne das absolut ab”, sagte die 23-Jährige aus Rostock am Sonntag der Nachrichtenagentur dpa. Ihr Freund Michael Fischer, früherer Direktkandidat der rechtsextremen NPD, sei zudem seit Mai dieses Jahres kein NPD-Mitglied mehr. Er habe sich von der rechtsradikalen Szene losgesagt, sagte die Ruderin. Fischer habe “persönlich mit dieser ganzen Sache gebrochen und sich verabschiedet”, sagte Drygalla. Und: “Ich habe keine Verbindung in seinen Freundeskreis gehabt.”
siehe auch: Kombinat Fortschritt: Zu den Einlassungen Nadja Drygallas (Update). Die Ruderin hat sich heute in einem Interview zu Wort gemeldet. Dort macht sie geltend, ihr Freund sei mittlerweile aus der rechten Szene ausgestiegen. Außerdem stecke sie nicht so tief im braunen Sumpf wie stellenweise behauptet. Doch zumindest die Behauptung des Szeneausstieges erscheint bei genauerer Betrachtung als wenig plausibel. (…) Während wir also mit einiger Gewissheit sagen können, dass die Meldung der Welt eine Ente ist, sind wir uns mit Blick auf den angeblichen Szeneausstieg von Michael Fischer erheblich unsicherer. Nach Angaben Drygallas soll er bereits im Mai aus der NPD ausgestiegen sein und sich vom rechten Gedankengut distanziert haben, einschließlich der Nationalen Sozialisten Rostock. (…) Update: Die Aussagen Drygallas Michael Fischer sei bereits im Mai aus der NPD ausgetreten, werfen immer mehr Fragen auf. Am 16. Juni 2012, also mindestens zwei Wochen, nach seinem Austritt, findet sich ein Beitrag von Michael Fischer aus dem Portal MuPInfo. Es wäre äußerst ungewöhnlich, wenn ein Aussteiger noch für dieses Portal schreiben dürfte. Wahrscheinlicher ist, dass entweder Frau Drygalla von Michael Fischer angelogen wurde, oder sie selbst gelogen hat.
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Nadja Drygalla
Die Ruderin Nadja Drygalla sorgte bei der Olympiade 2012 für besondere Schalgzeilen – sie verließ das Olympische Dorf wegen dem Bekanntwerden von Kontakten in die Neonazi-Szene. Ihr Lebensgefährte soll Michael Fischer sein – 2011 Direktkandidat der NPD für den mecklenburgischen Landtag, Mitglied der Kameradschaft Nationale Sozialisten Rostock und Autor im NPD-nahen Internetportal MUPinfo von David Petereit. Die Vorwürfe sind indes nicht neu – schon im März 2011 waren Meldungen bekannt geworden, dass die Sportlerin mit einem Neonazi aus Rostock liiert sei. Infolge schied Drygalla aus dem Polizeidienst aus, möglicherweise auf Druck der Polizeiführung.
Bericht: Drygalla offenbar in rechtsextremer Szene aktiv – Foto von Neonazi-Demo
Die von den Olympischen Spielen in London abgereiste Ruderin Nadja Drygalla ist möglicherweise doch in der rechtsextremen Szene aktiv gewesen. Das berichtet die Welt am Sonntag. Dem Blatt liegen Unterlagen vor, wonach die Ruderin durchaus Sympathien für die Gesinnung ihres Freundes, einem NPD-Funktionär, hegt. Auf einem Foto, das Mitglieder der “Nationalen Sozialisten Rostock” bei einer Demonstration im August 2009 in Malchow zeigt, soll auch Drygalla abgebildet sein, heißt es. Und im sozialen Netzwerk Facebook seien inzwischen einige Einträge gelöscht worden, aus denen deutlich wird, dass Drygalla sich durchaus auf umstrittene Seiten begeben hat. Das Facebookprofil “Fail Better Photography”, ursprünglich von Fischer ins Leben gerufen, zeige zum Beispiel eine unbekannte Frau mit Baseballschläger und einem “White Power”-Aufdruck auf ihrem T-Shirt, auch die als kriminelle Vereinigung verbotene Band “Landser” werde dort gewürdigt.
via lvz-online.de: Bericht: Drygalla offenbar in rechtsextremer Szene aktiv – Foto von Neonazi-Demo
UPDATE 05/08/2012 – 22:30: Die Meldung der Welt ist wahrscheinlich eine “Ente”, die Frau auf dem Bild offenbar nicht Drygalla. Vgl. http://wp.me/ppfm-cC5 – Fischer ausgestiegen? Zweifel an Drygalla-Aussage
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Fischer besuchte Drygalla bei Olympia
Ein Facebook-Foto zeigt Michael Fischer, den Freund der Ruderin Nadja Drygalla, vor der Tower Bridge. Für ihn gab Olympia-Ruderin Nadja Drygalla (23) ihre Polizei-Ausbildung auf, nun kostet der Rostocker Neonazi Michael Fischer (24) seine Freundin auch die sportliche Karriere. Und ein Facebook-Eintrag legt nahe, dass er die Sportlerin sogar in London besucht hat. Im Vordergrund ein fast unauffälliger junger Mann, dahinter die Tower Bridge mit den olympischen Ringen – dieses Foto stellte Michael Fischer ins Internet, bezeichnete sich als „Neonazi-Monster“, das mit der Kamera als „gefährlichste Waffe“ in London unterwegs sei. In einem anderen Eintrag postet der Student, der als ein Kopf der Kameradschaft „Nationale Sozialisten Rostock“ gilt und für die NPD kandidierte: „Ich erfreue mich der Völkerverständigung. Sitze neben Schwarzen und Pakis in der Bahn und helfe Schweizern im Hotel.“
via bz: Fischer besuchte Drygalla bei Olympia
siehe auch: Bundestagsausschuss wird sich mit Olympia-Neonazi-Affäre befassen. Die Neonazi-Affäre um die deutsche Olympia-Ruderin Nadja Drygalla wird auch den Sportausschuss des Bundestags beschäftigen. Das Gremium werde sich “vermutlich noch im September” damit befassen, sagte die Ausschuss-Vorsitzende Dagmar Freitag (SPD) im Deutschlandfunk. Drygalla hatte nach Berichten über Kontakte zur rechtsextremen Szene die Olympischen Spiele in London verlassen. Unklar blieb zunächst, wer schon vor Olympia von diesen Kontakten wusste. Die 23-jährige Sportlerin hatte deshalb bereits 2011 den Polizeidienst quittiert; Ruderin Nadja Drygalla -In Sippenhaft. Die Ruderin Nadja Drygalla hat das deutsche Quartier in London verlassen – weil sie mit ihren privaten Kontakten nicht für Unruhe sorgen wollte. Dabei ist ihre angebliche Beziehung zu einem Mann aus der Neonazi-Szene lange bekannt. Wie politisch darf das Privatleben einer Athletin sein? (…) Zum 30. September 2011 quittierte Drygalla ihren Dienst, vier Monate vor Abschluss der Ausbildung. Nun, ziemlich genau vier Jahre später, reiste sie vor dem Ende der Spiele aus dem Olympia-Quartier ab. Nach Informationen von SPIEGEL ONLINE wusste das Schweriner Innenministerium seit dem Frühjahr 2011, dass Drygalla mit Michael Fischer liiert sein soll. Er gilt als einer der führenden Neonazi-Köpfe in Mecklenburg-Vorpommern, 2011 kandidierte er für die NPD. Innenminister Caffier spricht etwas verklausuliert von Personen in ihrem Bekanntenkreis, die der “offen agierenden rechtsextremistischen Szene zugehörig sind”. Fischer, von Freunden “Fischling” genannt, intensivierte 2011 seine Aktivitäten: Er meldete Demonstrationen an, lud bekannte Neonazis zu Vorträgen ein. Man soll auf Drygalla eingewirkt haben, zum 30. September einen Antrag auf Entlassung zu stellen. (,,,) Dass die 23-Jährige und Fischer seit längerem ein Paar sein sollen, bestätigen mehrere Quellen unabhängig voneinander. Fischer gilt laut vielen Beobachtern, etwa der Opferberatung Lobbi, der Partei Die Linke oder der Organisation Endstation Rechts, als Kopf der Kameradschaft Nationale Sozialisten Rostock und geriert sich als Anführer der Kameradschaftsszene. Im Verfassungsschutzbericht 2010 heißt es, die Nationalen Sozialisten Rostock seien für die Aktivitäten der neonazistischen Szene in Rostock prägend. Bei der Landtagswahl 2011 war Fischer im Wahlkreis Rostock IV Direktkandidat der NPD. Er kam auf 3,9 Prozent der Stimmen. Drygalla und Fischer kennen sich seit Jahren. Auch Fischer betrieb in seiner Jugend Rudern als Leistungssport. Im August 2006 war er bei den Junioren-Weltmeisterschaften in Amsterdam Schlagmann im Achter. An den Wettbewerben nahm auch Drygalla teil, ebenfalls im Achter. Die mutmaßliche Beziehung der beiden wurde 2011 bekannt. Fischer hatte an der Uni Rostock ein Studium “Wirtschaft, Gesellschaft, Recht – Good Governance” begonnen, die Antifa machte seine Kontakte in die rechte Szene öffentlich. Auf einschlägigen rechtsextremen Internetseiten sei die Beziehung kontrovers diskutiert worden, sagt Günther Hoffmann von der Initiative Demokratisches Ostvorpommern, der seit Jahren die rechtsextreme Szene in der Gegend beobachtet. “Man hat Fischer misstraut, weil Drygalla Polizistin war.” Das Titelbild des “Polizei-Journals” soll damals herumgereicht worden sein; Ruderverband wusste von Drygallas Liaison. Ruderin Nadja Drygalla soll rechtsextreme Kontakte pflegen Die Ruder-Kolleginnen wussten Bescheid, der Landesverband, das Ministerium auch – nur der Sportbund bekam nichts mit? Die Neonazi-Affäre um Ruderin Nadja Drygalla wirft viele Fragen auf – und erreicht nun die Politik.
Die Beziehung der Olympia-Ruderin Nadja Drygalla zu einem mutmaßlichen Rechtsextremisten war ihrem Landesverband nach eigenen Angaben seit Jahren bekannt. Der Vorsitzende des Landesruderverbandes Mecklenburg-Vorpommern, Hans Sennewald, sagte am Samstag, dies sei dem Deutschen Ruderverband zwar nicht offiziell mitgeteilt worden. „Es hat aber Gespräche am Rande gegeben. Wenn der Deutsche Ruderverband jetzt von dem Thema überrascht worden ist, kann ich das nicht kommentieren.“ (…) Die Beziehung der 23-Jährigen zu Michael Fischer, Direktkandidat der rechtsextremen NPD in Rostock zur Landtagswahl 2011, sei „seit vielen Jahren“ bekanntgewesen, sagte Sennewald. „Sie distanziert sich offen. Sie hat immer wieder betont, dass sie die politischen Überzeugungen von Michael Fischer nicht teilt.“ Sennewald ist stellvertretender Vorsitzender im Olympischen Ruderclub Rostock, dem Verein Drygallas; Der braune Sumpf wird immer wieder kleingeredet. In einigen Regionen Deutschlands hält sich hartnäckig ein rechtsextremes Milieu. Dort redet man nicht darüber. Demokratisches Duckmäusertum verschleierte wohl auch die Kontakte der Ruderin Drygalla (…) Ihr Lebensgefährte ist ein ebenso polizei- wie stadtbekannter Nazi in Rostock. Das ist übrigens jene Stadt, in der vor genau 20 Jahren Flüchtlinge um ihr Leben bangen mussten, weil braune Brandstifter Asylunterkünfte im Stadtteil Lichtenhagen anzündeten. Nicht wenige Anwohner klatschten damals Beifall, und dem wiedervereinigten Deutschland wurde klar, dass rechtsextremistische Überzeugungen und Gewalt nicht nur bei Randgruppen zu Hause sind, sondern auch bei ganz normalen Bürgern Anklang finden. Mehr als 180 Menschen sind seitdem in der Bundesrepublik durch Verbrechen ums Leben gekommen, bei denen rechtsextreme Motive der Täter entweder nachgewiesen werden konnten oder naheliegen. 2011 wurde das Land mit der schockierenden Nachricht konfrontiert, dass eine neonazistische Mörderbande zehn Jahre lang unerkannt Einwanderer liquidiert hat; neben den abscheulichen Taten der RAF die schlimmste Terrorserie in der Geschichte der Bundesrepublik. Das alles hat auch mit der Achter-Ruderin Nadja Drygalla zu tun. Sie bewegt sich offenbar seit Jahren in einem Milieu, das unseren Staat hasst, die dunkelsten Stunden der deutschen Geschichte zu seinen hellsten umlügt und in dem Gewalt gegen Demokraten oder Minderheiten allenfalls als taktische Frage gehandelt wird; Ruderin Drygalla selbst in rechte Szene verstrickt. Ruderin Nadja Drygalla reiste von Olympia ab, weil ihr Lebensgefährte der Neonazi-Szene angehört. Sie selbst gab an, keine Sympathien für rechtes Gedankengut zu haben. Ist das wirklich wahr? (…) Und im sozialen Netzwerk Facebook sind inzwischen einige Einträge gelöscht worden, aus denen deutlich wird, dass Drygalla sich durchaus auf umstrittene Seiten begeben hat. Das Facebookprofil “Fail Better Photography”, ursprünglich von Fischer ins Leben gerufen, zeigt zum Beispiel eine unbekannte Frau mit Baseballschläger und einem “White Power”-Aufdruck auf ihrem T-Shirt, auch die als kriminelle Vereinigung verbotene Band “Landser” wird dort gewürdigt. Drygalla hat diese Seiten zumindest gesichtet – obwohl sie laut eigener Auskunft und der der Funktionäre nichts mit rechter Gesinnung am Hut haben soll.
Ruderin Drygalla verlässt Olympiateam wegen NPD-Kontakten
Überraschend hat eine deutsche Athletin das olympische Dorf verlassen. Die Ruderin soll mit einem NPD-Funktionär zusammen sein. Die Vorwürfe sind schon länger bekannt. Die deutsche Ruderin Nadja Drygalla hat am gestrigen Donnerstag überraschend das Olympische Dorf in London verlassen. Anlass der plötzlichen Abreise sind einem Bericht des NDR zufolge Kontakte der Ruderin in die rechtsextreme Szene. Der Lebensgefährte Drygallas soll demnach Michael Fischer sein, der im vergangenen Jahr Direktkandidat der NPD für den mecklenburgischen Landtag war. Er soll Mitglied der Kameradschaft Nationale Sozialisten Rostock sein und regelmäßig für ein NPD-nahes Internetportal schreiben. Besonders heikel: Die Vorwürfe sind nicht neu, berichtet der NDR. Bereits im März 2011 seien Meldungen bekannt geworden, dass die Sportlerin mit einem Neonazi aus Rostock liiert sei. Infolge schied Drygalla aus dem Polizeidienst aus, möglicherweise auf Druck der Polizeiführung, so der Bericht. Auf einer antifaschistischen Internetseite wurden Fotos von der Sportlerin veröffentlicht, die sie in einem rechtsextremistischen Umfeld zeigen.
via zeit: Ruderin Drygalla verlässt Olympiateam wegen NPD-Kontakten
siehe auch: Eklat im deutschen Team – Ruderin Drygalla verlässt olympisches Dorf. Das deutsche Olympia-Team wird von einem Eklat erschüttert: Laut ARD gibt es Hinweise darauf, dass die Ruderin Nadja Drygalla mit einem NPD-Funktionär liiert sein soll. Die 23-Jährige hat das olympische Dorf in London bereits verlassen. Nadja Drygalla ist abgereist. Die Ruderin hat am Donnerstag das olympische Dorf in London verlassen. Dies teilte der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) in der Nacht zum Freitag mit. Über die genauen Hintergründe machte der DOSB keine Angaben. Laut ARD steht die 23-Jährige im Verdacht, mit rechtsextremem Gedankengut zu sympathisieren. Die Ex-Polizistin soll demnach mit einem NPD-Funktionär liiert sein. (…) Die Vorwürfe gegen die Ruderin sind laut NDR allerdings nicht neu. Schon im vergangenen Jahr kursierten demnach Meldungen über ihre Beziehung zu dem Neonazi, der führendes Mitglied der regionalen Kameradschaft “Nationale Sozialisten Rostock” sein soll. Daraufhin habe Drygalla den Polizeidienst quittiert. Sie sei bis dahin Mitglied der Sportfördergruppe der Polizei gewesen; Olympischer Sportbund stellt sich hinter Ruderin Drygalla. Unterhält die deutsche Ruderin Nadja Drygalla Kontakte ins rechtsextreme Milieu? Überraschend hat die Athletin das olympische Dorf in London verlassen. Sie soll mit einem NPD-Funktionär liiert sein. DOSB-Generaldirektor Michael Vesper stellt sich hinter die Sportlerin. Aufregung im deutschen Olympiateam: Ruderin Nadja Drygalla hat das olympische Quartier verlassen. Sie soll laut ARD mit einem Mann aus der rechtsextremen Szene liiert sein. In einem Gespräch mit Michael Vesper, Chef de Mission der deutschen Olympiamannschaft, entschloss sich die 23-Jährige zur Abreise. Um keine Belastung für die Olympiamannschaft entstehen zu lassen, habe sie diesen Schritt von sich aus getroffen, teilte der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) mit; Rechte Kontakte: Olympia-Ruderin reist ab. Gegen die Rostocker Ruderin Nadja Drygalla gibt es schwere Vorwürfe: Die 23-Jährige hat offenbar Kontakte in die rechtsextreme Szene. Die Athletin hat das deutsche Olympia-Team am Donnerstagabend überraschend verlassen und reiste vorzeitig ab. (…) m Internet sind aktuell Fotos von ihr veröffentlicht, die sie im Umfeld von szenetypischen Darstellungen zeigen – andere Frauen posieren dabei mit eindeutig rechtsextremen Motiven. Die Gestaltung dieser Seite wird Drygallas Lebensgefährten zugeschrieben; Mecklenburgische Neonazifreundin bei Olympischen Spielen (Update) (…) Nadja Drygalla ist mit Beginn ihrer Ausbildung bei der Landespolizei MV 2008 Mitglied der Sportfördergruppe geworden, wie das Polizeijournal vom März desselben Jahres berichtet. Dort posiert sie auch mit Mecklenburg-Vorpommerns Innenminister Lorenz Caffier (CDU), ausgewiesener Intimfeind der Neonazi-Szene im Bundesland. Eine junge Vorzeigepolizistin also, und nun bei Olympia in London – zusammen mit ihrem Freund Michael Fischer. Fischer ist Kopf der Kameradschaft ‘Nationale Sozialisten Rostock’ und trat im Landtagswahlkampf vergangenes Jahr für die NPD an. Zuletzt erregte er Aufsehen, als er im Februar als Fotograf einen versuchten Angriff auf eine Gedenkkundgebung für den vom NSU ermordeten Mehmet Turgut in Rostock-Toitenwinkel anführte (1 und 2). Fischer schreibt auch für MupInfo, jenem Propagandaportal der mecklenburgischen Neonazis, dass den Dienstherrn seiner Freundin wiederholt und fortwährend verunglimpft. Zuletzt wurde Caffier in einem Statement Udo Pastörs’ im Zusammenhang mit der Brandstiftung an einem Schweinestall in Viereck als ‘geistiger Brandstifter’ tituliert. Die Aussage fand auch auf MupInfo Verbreitung. Das Michael Fischer und Drygalla noch zusammen sind, legen Fotos von ihr auf dem Facebookprofil ‘Fail Better Photography’ nahe, dass Fischer zugerechnet wird und die aus dem Juni stammen.






