Einseitiger Bruker-Nachruf in Öko-Blatt

Schaafheim: Die Februar-Ausgabe der kostenlosen Zeitschrift “Schrot & Korn”, die u.a. in zahlreichen Bioläden ausliegt, wartet mit einem Nachruf auf den “Ernährungspionier Dr. med. Max Otto Bruker” auf, der am 6.Januar dieses Jahres 91-jährig verstarb. Ex-SA-Mitglied Bruker, dem ein Gerichtsurteil bescheinigte, “Scharnierstelle zwischen Ökologie- und Naturkostbewegung auf der einen und Neonazi-Szene auf der anderen” zu sein, wird im Nachruf als Verfechter “ganzheitlicher Lebens- und Ernährunsweise”, Atomkraftgegner und Pazifist glorifiziert. Unerwähnt bleiben dagegen die NPD-Kontakte Brukers, ebenso wie sein Engagement im Weltbund zum Schutz des Lebens (WSL), seine Kandidatur für die freiwirtschaftliche Politsekte Freisoziale Union (FSU) 1969 oder seine Mitgliedschaft im Beirat der rassistischen Gesellschaft für biologische Anthropologie, Eugenik und Verhaltensforschung (GfbAEV) des Hamburger Nazi-Anwalts Jürgen Rieger. Konsequenterweise, weil nicht in das stilisierte Bild passend, fehlt bei “Schrot & Korn”auch der Hinweis auf Brukers Unterschrift unter dem rassistischen “Aufruf der fünfzigtausend. Ausländerstopp jetzt” der NPD-nahen Initiative Ausländerstopp sowie seine mehr als fragwürdigen Auffassungen über die Rolle der Frau in der Gesellschaft.

Rudolf Kleinschmidt, 02-2001

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