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Polizei in Essen stuft die “Hooligans gegen Salafisten” als Gewalttäter ein

Bei der Randale am Sonntagabend in der Essener Innenstadt, die einen Großeinsatz der Polizei auslöste, mischten auch einschlägig bekannte Personen aus der Essener Fußball-Fan-Szene mit. Beim Marsch durch die Innenstadt provozierten und bedrohten die “Hooligans gegen Salafisten” die Einsatzkräfte. Am Tag nach der bizarren Hooligan-Randale in der Essener Innenstadt bemühten sich Polizei und Staatsschutz, die Hintergründe dieses Protestes zu erhellen. Fest steht: Bei den genannten „Hooligans gegen Salafisten“ handelt es sich um ein neuartiges Phänomen. „Es ist das erste Mal, dass sie hier in dieser Form aufgetreten sind“, bestätigt ein Polizeisprecher. Und fügt hinzu: „Einige gehören zur Essener Hooligan-Szene und sind einschlägig bekannt.“ Der martialische Aufmarsch der in Schwarz gekleideten und zum Teil vermummten Randalierer beschert Essen nach der Anti-Israel-Demo im Juli abermals eine zweifelhafte bundesweite Aufmerksamkeit. Denn es handelt sich um einen Personenkreis, dessen Nähe zu Rechtspopulisten und Neonazis unübersehbar ist. „Insgesamt zeigten sich die 15- bis 48-Jährigen extrem aggressiv. Ein Großteil ist als Gewalttäter aus der Fußballszene bekannt“, so die Polizei.

via derwesten: Polizei in Essen stuft die “Hooligans gegen Salafisten” als Gewalttäter ein

Verbotene “Kameradschaft Aachener Land” weiter aktiv?

Eine in diesem Fall offenkundig völlig fehlgeschlagene Strategie im Innenministerium von Nordrhein-Westfalen hat indirekt dazu beigetragen, dass sich die inzwischen verbotene „Kameradschaft Aachener Land“ (KAL) über Jahre weiter radikalisieren konnte. Und: Zwei Jahre nach dem Verbot hat der harte Kern der Neonazi-Bande neue Strukturen aufgebaut, so dass die Vermutung nahe liegt, dass diese Gruppe weiter aktiv ist.  Schon zwei Tage nach dem KAL-Verbot im August 2012 hatte der nunmehr seines Amtes enthobene „Kameradschaftsführer“ René Laube (Vettweiß) bei einer Kundgebung in Richtung der Verbotsbehörde gestänkert: „Trotz Verbot sind wir nicht tot!“. Eine Losung, die Laube wiederholt nutzte, etwa im September 2013 in Aachen, als die Neonazis auf einem Transparent ebenso bekundeten, der „Aachener Widerstand“ sei „immer noch da.“ Besagtes Transparent nutzten ehemalige Mitglieder der KAL auch bei anderen Aufmärschen. Dass besonders gefestigte Kader nach dem Verbot schon bald auch organisatorisch wieder aktiv waren, zeigte auch das Verbreiten eines Flyers, der zu einer Geburtstagsfeier für eine Seniorin, die bis zum Verbot die Kasse der KAL geführt haben soll, Anfang Dezember 2012 einlud. Die Rentnerin aus Eschweiler wurde auf dem Flyer, der in seiner Optik und in Textpassagen früheren KAL-Flyern ähnelte, als „Mutter der Kompanie“ bezeichnet. Als Ort für die konspirativ vorbereitete Feier wurde das „Aachener Land“ angegeben. Selbst nach dem Verbot sollen bei solchen Treffen noch Rechtsrock-CDs mit dem KAL-Logo verteilt worden sein.  Am 2. Februar 2013 fand dann eine Gründungsfeier der Kreisverbände Aachen und Heinsberg der Neonazi-Partei „Die Rechte“ (DR) in Nörvenich-Frauwüllesheim statt, unter den Teilnehmern befanden sich zahlreiche ehemalige KAL-Mitglieder und -Kader. Der Landesverfassungsschutz wertet die Splitterpartei DR denn auch als Auffangbecken verbotener, militanter „Kameradschaften“, geschützt nun jedoch durch das Parteienprivileg.

via lap-aachen: Verbotene “Kameradschaft Aachener Land” weiter aktiv?

Ein gruseliges Bild mentaler Verwahrlosung

Ein Zeuge im NSU-Prozess erzählt von wilden Kleinkriminellen-Zeiten im Jeaner Milieu Anfang der Neunziger – und seinen Begegnungen mit dem späteren NSU-Terroristen Uwe Böhnhardt. Der große, schwere Mann schlurft in den Gerichtssaal und redet mit klagender Stimme. Er ist erst 37 und sieht deutlich älter aus, derzeit unterzieht er sich der Behandlung in einer Suchtklinik. Möglicherweise sind das die Spätfolgen einer brachialen Jugend. Was der Zeuge am Montag im NSU-Prozess am Oberlandesgericht München berichtet, erschreckt. Die Aussage zeichnet ein gruseliges Bild von der mentalen Verwahrlosung junger Ostdeutscher in den ersten Jahren nach der Wiedervereinigung. „Wir waren ’ne Clique“, sagt der Mann, „wir haben gemeinsam verschiedene Straftaten begangen, Autodiebstähle, Einbrüche“. Der Zeuge hatte sich im Jenaer Plattenbauviertel Winzerla einer trinkenden, prügelnden, autoknackenden Jugendgang angeschlossen, die in engem Kontakt zu einem ähnlichen Trupp im Stadtteil Lobeda stand. „Wenn ich nachts nach Lobeda gegangen bin und sah ein Auto, das mir gefiel, habe ich es genommen, fertig“, sagt er. Und er berichtet von illegalen Rennen. Kriminalität, Alkohol, Gewalt waren die Koordinaten im Leben des Zeugen und weiterer junger Männer, die für den NSU-Prozess von besonderer Bedeutung sind. Einer der Kumpel aus Lobeda war damals Uwe Böhnhardt, der später zum rechtsextremen Terroristen und Mörder mutierte (…) Eine weitere Figur aus der Jenaer Doppelclique war Enrico T. Ihn verdächtigt die Bundesanwaltschaft, er sei an der Beschaffung der Pistole Ceska 83 beteiligt gewesen. Mit der Waffe töteten Böhnhardt und Mundlos die neun Migranten. Damals in Jena sei ihm Enrico T. merkwürdig vorgekommen, sagt der Zeuge, „seine Art war so schleimig, übernett, überfreundlich“. Und er habe bei ihm Waffen gesehen, „da lagen Revolver“ auf einem Tisch, zwei oder drei Stück.

via tagesspiegel: Ein gruseliges Bild mentaler Verwahrlosung

Dossier / Beiträge zu Rechts-Anwältin (RA) Nicole Schneiders: http://goo.gl/cbPp0


Dossier Rechtsterrorismus / articles about right-wing terrorism:
Nationalsozialistischer Untergrund – Uwe Böhnhardt, Uwe Mundlos, Beate Zschäpe. Polizistinnenmord, Rohrbombe, Thüringer Heimatschutz (THS)
Dossier: Kategorie NSUhttp://bit.ly/ths-nsu

Die AfD ist keine Alternative für Gelsenkirchen

Bei den letzten Landtagswahlen eilte die Alternative für Deutschland von Erfolg zu Erfolg. Auch bei der Kommunalwahl 2014 in Gelsenkirchen schaffte sie auf Anhieb den Einzug in den Rat der Stadt. Als viertstärkste Kraft. Seither aber paktiert sie mit der rechtspopulistischen Bewegung Pro NRW. (…) Die demokratischen Parteien im Rat beobachteten in den ersten Wochen nach der Wahl sehr genau, wie sich diese Gelsenkirchener Alternative politisch verhalten würde. Eine Einschätzung vorab wollte niemand treffen. Erahnten viele ein Bündnis, beförderte die Ratssitzung am 3. Juli, der Wahlmarathon für die Bildung der Gremien, es ans Licht: Die AfD-Stadtverordneten Hartmut Preuß, Martin Jansen und Dietmar Dillhardt bildeten eine Abstimmungsgemeinschaft mit Pro NRW, einer Partei, die als verfassungsfeindlich eingestuft und beobachtet wird. Im Land, in Gelsenkirchen politisch beste Freunde mit Rechtspopulisten. Entspricht das tatsächlich dem Charakter der AfD? Es mehren sich die Hinweise dafür.

via derwesten: Die AfD ist keine Alternative für Gelsenkirchen

Propagandaschlacht auf Facebook: Kiews Verteidigungsminister erntet Spott für Bericht über Atomschlag

Das war dann doch zu viel der Propaganda: Der ukrainische Verteidigungsminister behauptete, Luhansk sei von russischen Atomgranaten getroffen worden. Auch aus den eigenen Reihen musste er sich Belehrungen über Waffentechnik gefallen lassen. “Der ukrainische Verteidigungsminister ist scheinbar nicht mehr bei Sinnen”, schreibt der Moskauer Außenpolitiker Alexej Puschkow auf Facebook. Moskaus Verteidigungsministerium wettert, der ukrainische Verteidigungsminister leide unter “Verfolgungswahn”. Der Grund für die heftige Reaktion: Minister Walerij Geletej hatte laut einem Bericht der Nachrichtenagentur dpa über einen mutmaßlichen Angriff im Konfliktgebiet Luhansk gesprochen. Dabei seien russische Atomwaffen eingesetzt worden. Konkret hatte Geletej im Gespräch mit Journalisten behauptet, der Flughafen der ostukrainischen Stadt sei möglicherweise mit nuklearen Gefechtsköpfen von einem Granatwerfer des Typs “2S4 Tjulpan” beschossen worden. Nicht nur in Russland, auch im eigenen Land wurde er dafür scharf kritisiert: Ein Mitarbeiter des Kiewer Innenministeriums, Anton Geraschtschenko, machte sich öffentlich Sorgen, dass sich die Ukraine vor aller Welt lächerlich mache.

via spon: Propagandaschlacht auf Facebook: Kiews Verteidigungsminister erntet Spott für Bericht über Atomschlag

Als Professor macht Bernd Lucke nicht viel her

AfD-Chef Bernd Lucke wirbt gerne mit seinem ökonomischen Sachverstand. Doch seine wissenschaftlichen Verdienste als Professor sind überschaubar – helfen aber beim Marketing für seine Partei. Zu Beginn seiner Vorlesung im Europarlament hängen die Hände des Professors Bernd Lucke noch ruhig herunter, sein Blick ist gesenkt. Seit Juli sitzt er hier als Abgeordneter der Alternative für Deutschland (AfD), seine Körpersprache wirkt so, als sei er deprimiert von der um ihn herum versammelten Inkompetenz. Er sei erschüttert, sagt Lucke mit pastoraler Mine. Und während er die Gründe dafür erklärt, wedeln seine Hände immer höher, spricht er immer schneller. Grund seiner Empörung: Der finnische EU-Kommissar Jyrki Katainen hat sich bei der Plenartagung am vergangenen Mittwoch zu Wirtschaftsfragen geäußert. Katainen ist als Vizepräsident der EU-Kommission zuständig für Arbeitsplätze, Wachstum, Investitionen und Wettbewerbsfähigkeit. Allerdings hat er bloß Sozialwissenschaften studiert. Für Lucke ein Anlass, seine wirtschaftswissenschaftliche Kompetenz gegen Katainen auszuspielen. (…) Der Chef der AfD gibt gerne den großen Erklärer. Als Professor für Makroökonomie, einem zentralen Zweig der Volkswirtschaftslehre (VWL), hat er sich an der Universität Hamburg zugunsten seiner Politkarriere beurlauben lassen. Aber der versammelte volkswirtschaftliche Sachverstand ist so etwas wie der Gründungsmythos der Protestbewegung, die zuletzt bei den Wahlen in Sachsen, Thüringen und Brandenburg in teilweise zweistelliger Prozenthöhe in die Landtage stürmte. (…) Doch wie groß sind Luckes wissenschaftliche Verdienste tatsächlich? Laut Rüdiger Bachmann, Professor an der US-Eliteuniversität Notre Dame, ist Lucke ein solider Ökonom, der seine Daten und seine Methoden sehr gut kennt. “Seine Forschung ist zeitgemäß, allerdings nicht sehr bedeutsam oder herausragend – große Bretter hat er nicht gebohrt: Bis auf einen Artikel halten sich seine Zitationszahlen in Grenzen. Lucke ist mehr ein Rezipient von ökonomischer Forschung als ein Produzent.” Deutlich schärfer fällt das Urteil eines anderen Kollegen aus, der seinen Namen lieber nicht in der Zeitung lesen möchte, um sich vor Gegenangriffen aus dem Lager der AfD zu schützen: “Lucke ist als Forscher zwar nicht völlig klinisch tot, aber eine kleine Nummer.” Mit nur wenigen Veröffentlichungen in eher mittelmäßigen bis unbedeutenden Journals sei er ein typischer deutscher Ordinarius, der ab einem bestimmten Zeitpunkt seiner Karriere die Leistung verweigert habe. “Das ist schon komisch für jemanden, der selbst immer das Leistungsprinzip predigt”, so der Forscher.

via welt: Als Professor macht Bernd Lucke nicht viel her

siehe auch: Top-Ökonomen zur AfD: “Lucke hat keinerlei Expertise in Volkswirtschaft”. Bernd Lucke inszeniert sich ja gerne als Politiker mit Intellekt. Er, der Hochschul-Professor, der über Volkswirtschaft besser bescheid weiß als die meisten anderen seiner Polit-Kollegen. Wer dem AfD-Chef bei öffentlichen Auftritten zuhört, der weiß: Das ist das Bild, das er am liebsten von sich zeichnet. Lucke, der Gebildete gegen den Rest der ahnungslosen Welt. Nun, es ist eine sehr subjektive Sicht der Dinge. Denn in Kreisen, in denen Menschen ungefähr dasselbe Bildungsniveau haben, gilt Lucke als kleine Leuchte – egal ob als Volkswirtschaftler oder als Vorsitzende einer konservativen Partei. „Offensichtlich keine Expertise“ Die Rede ist von der Riege nationaler und internationaler Top-Ökonomen. Jener Berufsgruppe also, zu der sich auch Lucke zählt. Aus diesem erlesenen Kreis erhält der Wirtschaftsmann Lucke, den es aus der Wissenschaft in die Politik gezogen hat, jetzt volle verbale Breitseite. Ein namentlich nicht genannter Ökonom sagte der „Welt am Sonntag“: „Wenn Lucke von dem geordneten Austritt aus einer Währungsunion spricht, ist das wie die Forderung nach einer geordneten Explosion einer Atombombe. Er hat offensichtlich keine Expertise.“ Hintergrund der harschen Kritik ist ein offenkundiger Makel in Luckes Vita: Als AfD-Chef zerreißt er die europäische Währungspolitik öffentlich in Stücken, wünscht den Euro zum Teufel und zetert auch ansonsten in sämtlichen fiskalpolitischen Angelegenheiten herum.

Sweden: Neo-Nazis double their gains compared to last election

Parliamentary elections were held in Sweden recently and their outcome is evidently the end to the eight-year-long government by the center-right coalition led by Prime Mnister Fredrik Reinfeldt. Almost one-third of the votes were won by the opposition Swedish Social Democratic Party. Local media have reported the main surprise as being the significant strengthening of the ultra-right base of Swedish neo-Nazis. Compared to previous elections, ultra-right candidates more than doubled their gains. Even prior to the elections, the strengthening of the populist, radical, strongly anti-immigrant Swedish Democrats, a party whose roots are in the neo-Nazi movement, was the most discussed outcome (and not only in Sweden), The party won 12.9 % of the vote, becoming the third-strongest group in parliament; it has been doing its best recently to distance itself from its extremist past, but one of its female candidates in a local race was captured in recently published photographs wearing a swastika on her clothing. While in the elections four years ago the party won 5.7 % of the vote, it has now won 12.9 % and 49 seats. The Financial Times has reported that the party does not have much of a chance politically, because (as in most of Europe) none of the main political parties are willing to collaborate with the ultra-right.

via romea.cz: Sweden: Neo-Nazis double their gains compared to last election

EDL stand with neo Nazis for Downing street demo

After last week’s drunken punch up in Rotherham, we were not expecting many EDL members to turn up to their demonstration outside Downing Street and we were correct. Only around three hundred turned up, many of which were shipped in from outside the capital and they seem to have lost interest in who they stand with and a number of known neo Nazis stood with them without so much as a bat of an eye lid. The started the day getting drunk in the Moon under Water Wetherspoons early in the day which resulted in a few punch ups. The day ended up with no sign of the camp Andrew Edge claimed that they were setting up as a last stand before he gets sent to a lengthy spell in prison for his part in the Birmingham demo violence. The highlight of the day seemed to have been a half arsed speech by upper class fascist and political failure, Paul Weston, who is trying to muscle himself in with the EDL. If you were looking to see what type of socially inadequate failures they had invited to bulk up numbers, you need to look no further than this delightful man who has ’14/88′ tattooed on his eye lids and swastikas on his arms. The ’88 stands for Heil Hitler whilst the 14 stands for ‘The Fourteen Words’ written by white supremacist, David Lane, who had an unhealthy obsession with underage girls.

via edlnews: EDL stand with neo Nazis for Downing street demo

Schwedischer Rechtsradikaler „Lasermann“ – Schwedische Spur im NSU-Prozess

Die Morde des schwedischen rechtsradikalen Mörders „Lasermann“ weisen viele Parallelen zu den Morden des NSU auf. War der Schwede womöglich ein Vorbild für Mundlos und Böhnhardt? Zweiundzwanzig Jahre nach dem mysteriösen Mord an einer 68-jährigen Frau in Frankfurt am Main hat die Staatsanwaltschaft den Fall wieder aufgenommen. In den kommenden Tagen werden Ermittler einen in Österaker nördlich von Stockholm in Haft sitzenden tatverdächtigen Schweden vernehmen. Die neuerliche Untersuchung des bislang ungeklärten Mordfalls steht im Zusammenhang mit den Ermittlungen der Bundesanwaltschaft zur rechtsterroristischen Organisation „Nationalsozialistischer Untergrund“ (NSU). Bei dem Verdächtigen handelt es sich um den 61-jährigen John Ausonius. Er hatte zwischen August 1991 und Januar 1992 in Stockholm und Uppsala aus Fremdenhass auf zehn Migranten geschossen. Mehrere von ihnen wurden lebensgefährlich verletzt. Einen 34-jährigen Iraner, der in Schweden lebte, ermordete er mit einem Kopfschuss. Weil Ausonius auf einige seiner Opfer aus sicherer Deckung heraus mit einem Gewehr gefeuert hatte, das über eine Laser-Zieleinrichtung verfügte, nannte ihn die schwedische Presse den „Lasermann“. Parallelen zum NSU Das Bundeskriminalamt stieß 2012 im Zuge der NSU-Ermittlungen auf den Lasermann-Fall und machte Parallelen zwischen dem schwedischen Killer und dem NSU aus: Wie das Terrortrio hatte auch Ausonius im Untergrund gelebt und seine ausländischen Opfer willkürlich ausgewählt. Wie Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt hatte er Banken überfallen und als Fluchtfahrzeug wiederholt ein Fahrrad benutzt. Für die Taten hatte er stets Autos angemietet, auf einige seiner Opfer feuerte er mit einem Revolver mit Schalldämpfer. Der Lasermann aus Schweden könnte daher eine „mögliche Blaupause“ für das Handeln des NSU geliefert haben, mutmaßte das BKA in einer Analyse von 2012. Zumal Ausonius in einem „Field Manual“ der rechtsextremen Organisation Blood&Honour, aus deren Kreisen viele NSU-Unterstützer stammen, als Vorbild für den rechtsterroristischen „führerlosen Widerstand“ in Ländern wie Deutschland ausdrücklich erwähnt wurde. In den Fokus deutscher Ermittler war Ausonius bereits ein Jahr nach seiner Festnahme im Juni 1992 in Stockholm geraten. Es ging damals um den Mord an der Garderobenfrau Blanka Zmigrod im Frankfurter Westend. Sie war in der Nacht auf den 23. Februar 1992 auf ihrem Heimweg von der Arbeit mit einem Kopfschuss getötet worden. Der Täter hatte dem Opfer die Handtasche gestohlen und war mit einem Fahrrad geflohen.

via berliner zeitung: Schwedischer Rechtsradikaler „Lasermann“ – Schwedische Spur im NSU-Prozess

Dossier / Beiträge zu Rechts-Anwältin (RA) Nicole Schneiders: http://goo.gl/cbPp0


Dossier Rechtsterrorismus / articles about right-wing terrorism:
Nationalsozialistischer Untergrund – Uwe Böhnhardt, Uwe Mundlos, Beate Zschäpe. Polizistinnenmord, Rohrbombe, Thüringer Heimatschutz (THS)
Dossier: Kategorie NSUhttp://bit.ly/ths-nsu

Thilo Sarrazin weist der AfD den rechten Weg

Der Querdenker der SPD hält einen Vortrag bei der Alternative für Deutschland. Thilo Sarrazin provoziert mal wieder. SPD-Chef Sigmar Gabriel musste ihm zuletzt sogar eine Urkunde schicken. 74 Euro sind für den Abend zu berappen, als Speisen werden unter anderem Hirschkeule in Hagebuttensauce und Landschwein-Filet an einer Cognac-Rahmsauce angeboten. Zum Empfang gibt es deutschen Secco. Begrüßung durch den niedersächsischen Landeschef der Alternative für Deutschland (AfD), Armin Paul Hampel, vielen Fernsehzuschauern noch als Südasienkorrespondent der ARD bekannt. Dann hat der Hauptgast das Wort. Ein prominenter SPD-Politiker, der bei der Parteispitze in Berlin in Ungnade gefallen ist. Doch bisher wird sie ihn nicht los. Rund 50 Zuhörer hat Thilo Sarrazin an diesem Abend in Bad Iburg, einem kleinen Kurort in der Nähe von Osnabrück. Manche sitzen im Anzug da, manche sind leger gekleidet, von Ende 30 bis ins Rentenalter. Der im Plauderton vorgetragene Gedankengang des umstrittenen früheren Berliner Finanzsenators und Vorstandsmitglieds der Bundesbank findet freundlichen Applaus. (…) Sarrazin nimmt auch hier beim Iburger Salon kein Blatt vor den Mund. Einige AfD-Landesverbände hätten ein “Chaotenproblem”. Trotz der freundlichen Aufnahme beim AfD-Publikum sieht sich Sarrazin aber nach wie vor als SPD-Mitglied. “Wären wir auf einer FDP-Veranstaltung gewesen, hätte es da auch viele Berührungspunkte gegeben, bei einer CDU-Veranstaltung auch”, sagt der 69-jährige “Querdenker”. Und dann kommt ein kleiner Seitenhieb. Vor wenigen Monaten erst habe er die von Parteichef Sigmar Gabriel unterzeichnete Ehrenurkunde für 40 Jahre Mitgliedschaft in der SPD erhalten, erzählt er. Gabriel war es, der ihn unbedingt aus der Partei haben wollte. 2011 hatte die SPD ein Parteiausschlussverfahren angestrengt, das aber eingestellt werden musste.

via abendblatt: Thilo Sarrazin weist der AfD den rechten Weg

Hooligans wollten in Essen gegen Salafisten demonstrieren

Überraschender Massenauflauf im Essener Stadtzentrum: Rund 80 Fußball-Hooligans haben sich am Sonntagnachmittag versammelt. Nach Polizeiangaben handelte es sich um gewaltbereite Problemfans. Die Polizei war mit starkem Aufgebot vor Ort und sprach Platzverweise aus. Eine große Zahl von Fußballfans hat sich am Sonntagnachmittag im Essener Stadtzentrum versammelt. Die Polizei sprach von rund 80 Personen aus der regionalen und überregionalen “Problemszene”. Das heißt: gewaltbereit. Die Teilnehmer gehören zu einer Gruppe, die sich “Hooligans gegen Salafisten” nennt.

via derwesten: Hooligans wollten in Essen gegen Salafisten demonstrieren

siehe auch: Polizei stoppt Hooligan-Demo gegen Salafisten in Essen. Eine Gruppe Hooligans aus ganz NRW wird auf einem Parkplatz in der Nähe des Essener Hauptbahnhofs eingekesselt. Großeinsatz für die Essener Polizei am Sonntagnachmittag: Eine große Gruppe von Hooligans aus dem ganzen Land hatte sich am Essener Hauptbahnhof getroffen, um gegen Salafisten zu demonstrieren. Die Polizei drängte die Gruppe in eine Seitenstraße und löste die Versammlung auf. Wenn ihre Klubs in den Arenen der Bundesliga aufeinandertreffen, sind sie erbitterte Feinde. Doch wenn es gegen Salafisten geht, stehen sie Seite an Seite. „Hooligans gegen Salafisten“ nennt sich eine aggressive Gruppierung, die am Sonntagabend einen spektakulären Großeinsatz der Polizei in der Essener Innenstadt auslöste. Zeugen berichteten, dass drei Dutzend dieser Hooligans vom Limbecker Platz aus durch die Innenstadt zogen. „Wir haben uns über Facebook und andere Kanäle verabredet“, sagte Sarah Genschur, die aus Warendorf nach Essen gekommen war.

Californian Charged With Hate Crime, Illegal Machine Guns

Charges of committing a religious hate crime and manufacturing machine guns have been filed against an oil field worker in the small central California community of Taft. Jack Alfred Dennis, 34, of Taft, posted a $42,500 bond and was released over the weekend after being arrested Sept. 12 by police who went to his place of employment, then served a search warrant at his home. Dennis has been charged with two counts of possessing machine guns, two counts of manufacturing machine guns and a fifth count of committing a religious hate crime, Taft Police Lt. Peter Aranda told Hatewatch this week. Police identified Dennis as a potential suspect after various community fund-raising signs produced by Westside Believers Fellowship, a church based in Taft, were defaced with anti-religious graffiti, Aranda said.” (…) Aranda said police seized two AK-47 assault rifles, illegally modified to fire fully automatic, a bolt-action rifle and multiple “parts and pieces” for various firearms, along with more than 300 rounds of high-powered ammunition.

via splcenter: Californian Charged With Hate Crime, Illegal Machine Guns

Foltervorwürfe gegen Kiew

Ukraine: Leichen Mißhandelter an Standort von Freiwilligenbataillon entdeckt. Waffenruhe vereinbart – und mißachtet. Die Aufständischen im Donbass haben schwere Foltervorwürfe an die Adresse der ukrainischen Freiwilligenbataillone gerichtet. Auf einem ehemaligen Golfplatz bei Lugansk, der in den letzten Monaten als Standort des Bataillons »Aidar« genutzt wurde, seien mehrere Leichen mit Mißhandlungs- und Hinrichtungsspuren entdeckt worden. Ein ins Netz gestelltes Video zeigt Tote, die aus einem kleinen See auf dem Gelände des Golfplatzes geborgen worden seien. Den Leichen, darunter die einer Frau, fehlten Zehen und Finger. Sie waren mit Steinen an den gefesselten Füßen in dem Gewässer versenkt worden. Ob sie zu diesem Zeitpunkt noch lebten, ist unklar. Gegen das Bataillon »Aidar« hatte auch Amnesty International vor einigen Tagen Foltervorwürfe erhoben. Die nördlich von Lugansk eingesetzte Truppe ist auch unter Anwohnern für Plünderungen und Mißhandlungen mutmaßlicher »Separatisten« berüchtigt. Sie hatte die Position im Zuge der erfolgreichen Gegenoffensive der Aufständischen Anfang September räumen müssen. Foltervorwürfe gegen den »Rechten Sektor« erhob unabhängig davon der mehrfache Europameister im Karate und Medaillengewinner für die Ukraine, Pjotr Giljow. Wie der im Zuge eines Gefangenenaustausches freigekommene Giljow dieser Tage russischen Zeitungen berichtete, sei er Ende Juni an einem Kontrollpunkt von Angehörigen dieser faschistischen Miliz aus einem Autobus heraus festgenommen und tagelang verprügelt, getreten und mit Stuhlbeinen und anderen Gegenständen traktiert worden. Angesichts seiner Prominenz habe der Sicherheitsdienst der Ukraine vom »Rechten Sektor« verlangt, ihn herauszugeben. Die Ermittlungsrichterin habe es angesichts seines körperlichen Zustands abgelehnt, ein Verfahren gegen ihn zu eröffnen. Giljow sagte, er habe die Torturen nur überlebt, weil er als professioneller Karatekämpfer gewohnt sei, Schmerz auszuhalten.

via jw: Foltervorwürfe gegen Kiew

BMW-Fahrer mit vorgehaltener Waffe gestoppt

Das Ende einer Verfolgungsjagd entlang des Terrassenufers am Donnerstagmorgen klingt wie eine vorweggenommene Szene aus dem neuen Dresden-Tatort. Die möglichen Zusammenhänge mit der „Reichsdeutschen“-Szene sind allerdings alarmierend. Spektakuläre Festnahme eines Autofahrers (51) am Terrassenufer: Mit vorgehaltener Pistole forderte eine Zivilpolizistin einen BMW-Fahrer auf, das Lenkrad endlich loszulassen. Unmittelbar zuvor hatte der Mann gegen 9 Uhr einen Kripo-Beamten mehr als einen Kilometer mitgeschleift. (…) Der 37-jährige Beamte des Operativen Abwehrzentrums (OAZ) erlitt zahlreiche Schürfwunden und Prellungen und musste in eine Klinik gebracht werden. Der 51-Jährige wurde in Polizeigewahrsam genommen. Angeblich prüft die Staatsanwaltschaft, ob sie einen Haftbefehl beantragt. Möglicher Zusammenhang mit sogenannten „Reichsdeutschen“ OAZ-Sprecherin Kathleen Doetsch sagte, die Beamten kontrollierten den 51-jährigen im Zusammenhang eines Ermittlungsverfahrens gegen sogenannte Reichsbürger. Wo genau die Kontrolle stattfand, konnte sie am Nachmittag noch nicht sagen. Nach SZ-Informationen könnte die verhängnisvolle Fahrt im Bereich des Justizzentrums am Sachsenplatz begonnen haben. Dort fand am Vormittag eine Zwangsversteigerung statt, an der auch zahlreiche „Reichsdeutsche“ teilnahmen. Mindestens einer soll dort die Sitzung massiv gestört haben, sodass er das Gerichtsgebäude habe verlassen müssen, berichteten Justizbedienstete vor Ort.

via sz-online: BMW-Fahrer mit vorgehaltener Waffe gestoppt

siehe auch: Reichsbürger muss nicht in U-Haft. Nach der spektakulären Flucht vom Gericht zum „Italienischen Dörfchen“ ermittelt die Polizei gegen den Freitaler BMW-Fahrer. Uwe W. aus Freital hat Glück gehabt, dass der Kripo-Beamte nur leicht verletzt wurde. Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Dresden sagte, aufgrund der geringen Verletzungsfolgen habe die Behörde keinen Haftbefehl gegen den 51-Jährigen beantragt. Gegen W. werde jedoch nun wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr, Körperverletzung und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte ermittelt.

Und so sieht das in der pathologischen Reichsbürgerdarstellung aus: “Raubüberfall der Firma Polizei auf den Staatlichen Selbstverwalter Uwe Wetzig beim Landgericht Dresden- Bild war dabei welch organisierter Zufall” (LoL)

Pathologische Realitätsverzerrung von Reichsbürger-Seite (O-Screen braune Seite)

Pathologische Realitätsverzerrung von Reichsbürger-Seite (O-Screen braune Seite)

Antisemitismus: UEFA ermittelt gegen Partizan

Beim Europa-League-Spiel gegen Tottenham sorgten serbische Fans für einen antisemitischen Eklat. Anhänger des serbischen Fußball-Erstligisten Partizan Belgrad haben in der Europa League für einen Eklat gesorgt. Beim 0:0 gegen den englischen Premier-League-Klub Tottenham Hotspur rollten die Fans der Gastgeber ein Banner mit der Aufschrift “Only Jews And Pussies” aus. Die Europäische Fußball-Union (UEFA) gab am Freitag die Einleitung eines Disziplinarverfahrens gegen den Balkan-Klub bekannt. “Es ist eine Schande”, kommentierte Spurs Trainer Pochettino in britischen Medien nach dem Abpfiff das antisemitische Transparent: “Das war ein massives Problem für uns und inakzeptabel”, sagte der Coach nicht zuletzt mit Blick auf Tottenhams bekannt enge Bindungen zur jüdischen Gemeinde.

via standard: Antisemitismus: UEFA ermittelt gegen Partizan

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