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Hooligans und Neonazis #hogesa #nohogesa

Hooligans haben bis vor kurzem vorzugsweise andere Hooligans bzw. Polizisten verprügelt. Die erste Besonderheit an den Aktivitäten von HoGeSa ist, dass hier mehr oder minder alle Hooligans unter einem Ziel angesprochen wurden. Die zweite ist, dass die organisierte Neonazi-Szene und rechtsextreme Gruppen zwar dabei sind und mitmischen, aber nicht die Fäden ziehen. Das ist in Österreich nicht anders. Die geschlossene Gruppe „HoGeSa Reisegemeinschaft Österreich“ hat in den Tagen nach der Kölner Demo mächtigen Auftrieb erhalten. Hat es bis zu diesem Zeitpunkt so ausgesehen, als ob die Gruppe ihren Stand von rund 70 bis 80 Mitgliedern nur dadurch halten könnte, dass vermehrt Mitglieder aus Deutschland rekrutiert wurden, so hat sich die Situation seit dem Sonntag grundlegend verändert: die Gruppe ist auf 160 Mitglieder angewachsen und plant auch konkrete Aktionen (dazu noch später). In Erwartung vermehrter Aktivitäten wurden die Administratoren aufgestockt: neben Michael van Temel administrieren jetzt auch Philipp B. und Stefan E.. Mobilisierungswerbung für Hooligans Aus der Steiermark wurde faktisch die gesamte Hooligan-Truppe des GAK in die geschlossene Gruppe aufgenommen; rund 30 Personen! Klar, dass da Richard P., der steirische Administrator von alpen-donau.info und rechtskräftig verurteilte Neonazi, und einige andere aus der Fan-Gemeinschaft von alpen-donau (alt und neu)mit dabei sind. Werner Königshofer alias „Königstiger“, der aus der FPÖ ausgeschlossene Parlamentarier, der öffentlich erklärte, dass er gerne in Köln dabei gewesen wäre, ist auch bei einer anderen Gruppe dabei. „ Hooligans gegen Salafisten Österreich“ nennt sie sich und „“Sportgemeinschaft“, was angesichts ihres Zwecks doch ziemlich daneben ist. In den wenigen Tagen seit ihrer Gründung hat diese FB-Gruppe mehr als 4.000 Likes erreicht. Einige der „Likes“ und Postings kommen auch hier aus dem eindeutig neonazistischen Bereich: frühere und verurteilte Funktionäre der Nationalen Volkspartei (NVP), bei der die Wiederb elebungsversuche nicht sehr erfolgreich verlaufen.

via stopptdierechten.at: Hooligans und Neonazis

Auch in Österreich formieren sich die rechten Hools #hogesa #nohogesa

Nach den rechtsextremen Krawallen in Köln wird bereits für die nächsten Kundgebungen mobilisiert: für Hamburg und Berlin sind im November Demonstrationen angemeldet worden. Auch in Österreich formiert sich die Hooligan-Szene in den sozialen Netzwerken und ruft nach Aktionen. Immer mit dabei: Neonazis. Sie sprießen wie die Schwammerln aus dem braunen Boden – die diversen Hooligan-Gruppen gegen Salafisten in den sozialen Netzwerken erleben rasanten Zuwachs. In der BRD wird nach der Krawall-Demo von Köln am Sonntag bereits für die nächsten Aufmärsche mobilisiert: am 9. November soll in Berlin und am 15. November in Hamburg demonstriert werden. Die Hooligans sind euphorisiert durch die Berichterstattung und das öffentliche bzw. mediale Interesse und stürmen zunächst einmal die diversen Fanseiten in den sozialen Netzwerken. Auch in Österreich ist das Interesse an Aktivitäten deutlich gestiegen. War zunächst nur die Gruppe „HogeSa Demo Köln – Anreise Wien/Österreich“ aktiv , so buhlen derzeit schon mehrere Gruppen um das Interesse der österreichischen Hools. Ihr gemeinsamer Nenner : überall sind Neonazis und Nazi-Hooligans dabei. Bisher war ein Gutteil der Hooligan-Szene durchaus eher unpolitisch. Tendenziell zwar rechts orientiert und gewaltbereit, aber mit den Neonazis wollten viele Hools doch eher nichts zu tun haben. Das ändert sich durch die derzeitige Mobilisierung und Aktivierung gewaltig. In der expandierenden Szene der Hooligan-Gruppen gegen Salafisten sind die neonazistisch orientierten Gruppen wie „Unsterblich“ bzw. „EisernWien“ (das Bindeglied zu rechten Rapid-Hools) über einzelne Personen gut vertreten. Etliche „Unsterblich“ – Aktivisten sind in der Vergangenheit durch neonazistische Provokationen und Aktivitäten aufgefallen – nicht nur im Stadion der Wiener „Austria“, wo sie als Fanklub gesperrt worden sind und sie Hausverbot haben. „Unsterblich“-Aktivisten stehen derzeit in Wien wegen des Angriffs auf das Ernst Kirchweger Haus (EKH) vor Gericht (die Verhandlung wurde vertagt). Einer der Angeklagten ist Michael K. – eigentlich ist er das Herz von „Ultras Sur Wien“, einer Mini-Fangruppe, die zumeist im Gefolge bzw. Umfeld von „Unsterblich“ agiert hat. „Ultras Sur Wien“ haben es geschafft, von Anders Behring Breivik wahrgenommmen zu werden – die Mailadresse war in dem Verteiler, über den Breivik sein Hetzmanifest verschickt hat.

via stoppt die rechten: Auch in Österreich formieren sich die rechten Hools

#Spyware – Wie Polizeibehörden weltweit #Rechner überwachen

Der Sicherheitsexperte Morgan Marquis-Boire veröffentlicht Bedienungsanleitung von geheimer Software In den USA tobt momentan ein “Crypto-Krieg”. So nennen zumindest die Bürgerrechtler von der Electronic Frontier Foundation (EFF) jene Debatte über die Legitimation von Verschlüsselungsmaßnahmen, über die IT-Konzerne und Strafbehörden wie das FBI derzeit streiten. So will die US-Bundespolizei ein “Verschlüsselungsverbot” durchsetzen, um Apple und Googles Pläne für mehr Datensicherheit ihrer Nutzer zu durchkreuzen. Die alarmistische Argumentation des FBI sei aber nur Show, so der Sicherheitsexperte Morgan Marquis-Boire auf The Intercept. Denn tatsächlich verfügt die Behörde bereits jetzt über zahlreiche Tools, mit denen sich verschlüsselte Nachrichten knacken lassen. Ein wichtiger Hersteller solcher “privater, kommerzieller Spyware” ist der italienische Konzern “Hacking Team”. Nun sind erstmals Bedienungsanleitungen für dessen “Remote Control System” aufgetaucht. Zahlreiche Fertigkeiten Sie offenbaren, welche vielfältigen Überwachungsoptionen Polizisten durch den Einsatz der Software erhalten. So können Webcams aktiviert, Emails extrahiert und Skype-Anrufe aufgenommen werden. Einen Rechner mit dem Tool zu infizieren, sei äußerst einfach, analysiert Marquis-Boire weiter: Dazu genüge es, ins WLAN einzudringen oder per USB-Stick physischen Kontakt herzustellen. Raffinierte staatliche Hacker können die Malware sogar in YouTube-Videos verstecken. Helfer für Repression? Das Programm kommt weltweit zum Einsatz – und zwar nicht nur in parlamentarischen Demokratien.

via derstandard: Spyware: Wie Polizeibehörden weltweit Rechner überwachen

siehe auch: Secret Manuals Show the Spyware Sold to Despots and Cops Worldwide. When Apple and Google unveiled new encryption schemes last month, law enforcement officials complained that they wouldn’t be able to unlock evidence on criminals’ digital devices. What they didn’t say is that there are already methods to bypass encryption, thanks to off-the-shelf digital implants readily available to the smallest national agencies and the largest city police forces — easy-to-use software that takes over and monitors digital devices in real time, according to documents obtained by The Intercept. We’re publishing in full, for the first time, manuals explaining the prominent commercial implant software “Remote Control System,” manufactured by the Italian company Hacking Team. Despite FBI director James Comey’s dire warnings about the impact of widespread data scrambling — “criminals and terrorists would like nothing more,” he declared — Hacking Team explicitly promises on its website that its software can “defeat encryption.” The manuals describe Hacking Team’s software for government technicians and analysts, showing how it can activate cameras, exfiltrate emails, record Skype calls, log typing, and collect passwords on targeted devices. They also catalog a range of pre-bottled techniques for infecting those devices using wifi networks, USB sticks, streaming video, and email attachments to deliver viral installers. With a few clicks of a mouse, even a lightly trained technician can build a software agent that can infect and monitor a device, then upload captured data at unobtrusive times using a stealthy network of proxy servers, all without leaving a trace. That, at least, is what Hacking Team’s manuals claim as the company tries to distinguish its offerings in the global marketplace for government hacking software.

Nazi-Aktivist macht auf freier Journalist – Infos sammeln für die Hetze

Er ist ein vorbestrafter Schläger und „Stützpunktleiter Ostbayern“ für die Neonazi-Partei „Der III. Weg“. Neuerdings gibt Walter Strohmeier sich aber als freier Journalist aus, um bei Behörden Informationen über Flüchtlingsunterkünfte abzugreifen. Auf Internetseiten, von denen sich ein Zusammenhang mit dem 27jährigen herstellen lässt, werden bereits seit geraumer Zeit Hetze und Halbwahrheiten verbreitet, um Vorurteile und Ängste zu schüren. Es sei eine recht seltsame Anfrage gewesen, sagt uns ein Sprecher der Stadt Regensburg. Ein „freier Journalist“ habe wissen wollen, wo genau in Regensburg wie viele Flüchtlinge untergebracht seien. Da die E-Mail weder Adresse noch Telefonnummer, dafür aber „einige orthographische Fehler“ enthalten habe, habe man rückgefragt, für welche Redaktion der Herr denn das wissen wolle. „Da kam dann keine Antwort mehr.“ Von wem die Anfrage in Regensburg kam, ist zunächst nicht zu erfahren, aber es ist nicht die einzige Kommune, bei der besagter freier Journalist sein Anliegen vorgebracht hat. Mehrere Landratsämter in Niederbayern und der Oberpfalz erhielten die wortgleiche E-Mail eines Walter Strohmeier. Zwischenzeitlich haben sich die Behörden abgestimmt – die Anfragen werden nicht beantwortet. Darüber hinaus wurde die Kripo eingeschaltet. Walter Strohmeier ist nämlich kein Unbekannter, sondern ein einschlägig vorbestrafter, gewalttätiger Schläger und überzeugter Neonazi. Mann brutal zusammengeschlagen Vor drei Jahren fiel der damals 24jährige zusammen mit einem Kumpel über einen Mann her. Strohmeier schlug dem 33jährigen mehrfach mit der Faust ins Gesicht. Als dieser am Boden lag, soll er ihm mehr als 20 Tritte, hauptsächlich gegen den Kopf, verpasst haben. (…) Im Bayerischen Wald etwa machte das Onlinemagazin Hogn vor einigen Tagen eine Facebook-Seite namens „Bürger stehen auf“ öffentlich, die unter dem Motto „Guter Zweck“ dafür plädierte: „Unsere Heimat soll so bleiben wie sie ist“. Mit Halbwahrheiten und der Behauptung, man sei „weder links noch rechts“ und „völlig unpolitisch“ erreichte man nicht nur offene Anhänger der extremen Rechten, sondern vor allem auch die bürgerliche Mitte. Die Spuren führen zu Strohmeier Mittlerweile ermittelt die Kripo gegen mehrere Kommentatoren auf der Seite, die unter anderem mit Forderungen wie „Ab nach Dachau mit denen. Ich heiz den Ofen schon mal vor.“ oder „Abfackeln sollen die Mistviecher.“ offen zu Gewalt aufgerufen hatten. Auf einer weiteren Facebook-Seite namens „Asylflut stoppen – auch in Niederbayern“ wird sich angesichts dieser Ermittlungen nun darüber beklagt, dass in Deutschland offenbar keine Meinungsfreiheit gelte, man also nicht straflos zu Mord und Brandstiftung aufrufen darf. Darüber hinaus wird für eine Petition unter dem Titel „Asylmissbrauch im Landkreis Freyung-Grafenau Ja/ Nein“ geworben. Online gestellt wurden all diese Seiten und die Petition zwar anonym, doch es werden immer wieder Fotos von „Der III. Weg“ verwendet, ebenso von Aufmärschen, die Walter Strohmeier organisiert hat. Wer schließlich weiterführende Links verfolgt landet bei einer Domain, die auf den Namen des 27jährigen angemeldet ist. Es scheint also auf der Hand zu liegen, dass Strohmeier, der selbstverständlich zu den Fans aller hier angesprochenen Facebook-Seiten zählt, auch zu deren Initiatoren gehört.

via regensburg digital_: Nazi-Aktivist macht auf freier Journalist – Infos sammeln für die Hetze

„Patriotisches Menschenmaterial“ – #hogesa #nohogesa

Analyse und Hintergründe der extrem rechten Facebook-Gruppe „Weil Deutsche sich’s noch trau’n!“. Wenn sich Salafisten in der Öffentlichkeit präsentieren, rufen nicht selten verschiedene Strömungen der rechten Szene zu Protesten auf: Sogenannte „rechtspopulistische“ Parteien wie Pro Deutschland, die völkische Identitäre Bewegung (IB), die Islamfeinde von der German Defence League (GDL) und manchmal auch die NPD. Zuletzt traten bei solchen Anlässen auch rechte und neonazistische Fußball-Hooligans in Erscheinung. Diese vernetzten sich über die Facebook-Gruppe „Weil Deutsche sich’s noch trau’n!“. Die genaue Betrachtung dieser Gruppe und ihrer Exponenten bietet einen Einblick in die Verfasstheit und Organisierung rechter Hooligans. (…) Ähnlich wie bei den rassistischen Mobilisierungen gegen Flüchtlingsunterkünfte spielen soziale Netzwerke wie Facebook auch bei diesen Mobilisierungen eine große Rolle. Unter dem Motto „Weil Deutsche sich’s noch traun!“ sammelten sich von Februar bis April 2014 knapp 320 extrem rechte Hooligans und Neonazi-Aktivisten aus ganz Deutschland in einer geschlossenen, heute nicht mehr existenten Facebook-Gruppe. Initiator war der 35-jährige Marc H. aus Remchingen bei Karlsruhe. Am 15. Februar schrieb er: „Hallo Jungs … auf Wunsch habe ich jetzt mal eine Gruppe gegründet in der wir uns vielleicht besser über gemeinsame politische Interessen unterhalten können wie z.B. ein Treffen in Gladbach […] In diesem Sinne-Alles für Deutschland!.“  (…) Bereits unter den ersten Administratoren waren bekannte Neonazis wie der Mannheimer Neonaziskinhead Christian Hehl, seit den Kommunalwahlen NPD-Abgeordneter im Gemeinderat von Mannheim. Rasch ging es im Schneeball-System weiter. Der Mönchengladbacher Hooligan George von E. stieß zum Kreis der Administratoren und exponierte sich in der Folgezeit als rassistischer Scharfmacher. Die Blaupausen dafür, was kommen sollte, lieferten Youtube-Videos von Angriffen englischer Hooligans und Aktivisten der English Defense League (EDL) auf Versammlungen von „Isla­misten“ in verschiedenen englischen Städten. George von E. gab die Parole „Getrennt in den Farben, vereint in der Sache — Alles für Deutschland!“ aus und erklärte: „ziel muesste es sein,eine aehnlich druckvolle bewegung wie die edl zu schaf­fen…obwohl die gegebenheiten sich hier und auf der insel wesentlich unterscheiden..weiter muss ziel sein,eine art organisierte gegenwehr parat zu haben wenn die zeiten haerter werden…und das werden sie ganz sicher“. Sein Anliegen fasste er in einem weiteren Posting zusammen: „sehr positiv das sich hier leute aus den unterschiedlichsten schichten und bewegungen befinden.es geht um dinge die hoeher sind als eitelkeiten…wir fussball leute haben es geschafft, nach fast 30 jahren hooliganismus und teilweise erbitterter feindschaft. also egal ob german defence,hooligan,normalo,identitaer ,pro nrw oder npd….wir haben die gleichen ideale und ziele (…) der anfang ist gemacht….patriotisches menschenmaterial mit ehre ,mut und kampfgeist…“ (…) Das Beispiel Mannheim, wo die bisher größte rechte Hooligan-Mobilisierung gegen eine Pierre-Vogel-Kundgebung auf die Beine gestellt werden konnte, verdeutlicht die brisante Zusammensetzung der Islam-Hasser. Aus dem Mannheimer Nahbereich fanden sich im Forum Personen der neonazistischen Hammerskins, ein Protagonist der neonazistischen Anti-Antifa, der NPD-Kandidat Christian Hehl, Mitglieder der Mannheimer Hooligangruppe „The Firm“ und Personen aus dem örtlichen Rocker-Milieu. Einige Teilnehmer der Gruppe gehörten bereits dem Netzwerk Blood & Honour (B&H) an, das in Deutschland im Jahr 2000 verboten wurde: Christian Hehl, Ralf Schütthelm und der Hamburger Thorsten de Vries, der später im Vorstand der Hamburger NPD und im Milieu des regionalen Hells Angels MC landete. Oder auch Markus Frntic aus Kirchheim am Neckar. Letzterer war Führungsperson der Blood & Honour-Sektion Württemberg und gründete 1999 aus B&H heraus die Neonazi-Gruppe „Furchtlos und Treu“. Bei der Gruppe wurden 2004 im Rahmen eines Ermittlungsverfahrens wegen des Verdachts des Verstoßes gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz unter anderem 2.500 Schuss Munition, 500 g formbare Sprengmasse und eine Sprengschnur sichergestellt. Tatsächlich machten bekannte Exponenten von NPD und Kameradschaften in der Facebook-Gruppe kaum mehr als ein Dutzend Personen aus. Mitglieder und Anhänger anderer Gruppen waren hingegen weitaus zahlreicher vertreten, beispielsweise von der Identitären Bewegung und aus dem Kreis des Rockerclubs Gremium MC. (…) Die Bochumer in der Facebook-Gruppe sind dominiert von dem sich nach Außen „unpolitisch“ gebenden Fanclub Brigade Bochum, der mit zwei Dutzend Personen zudem die mitgliedsstärkste Gruppe in dieser Facebook-Gruppe stellte. Aus den Fankreisen des 1. FC Kaiserslautern waren knapp 20 Personen, größtenteils aus dem Kreis der Rot-Front-Hooligans, zu finden. Andere Vereine waren mit knapp zehn Personen vertreten: VFB Stuttgart (Hooligans und Neonazis der Gruppen Neckar-Fils und Legion Süd), Karlsruher SC, Waldhof Mannheim, Borussia Dortmund. Die neuen Bundesländer waren stark unterrepräsentiert, neonazistische Hooligans des BFC Dynamo Berlin bildeten die stärkste Gruppe im „Osten“, kleinere Personenzusammenhänge kamen aus Jena, Dresden, Cottbus, Zwickau. Die GnuHonnters Einen nicht zu unterschätzenden Einfluss auf das Forum übten Angehörige des Hooligan-Netzwerkes GnuHonnters aus. Mindestens ein Dutzend Personen des Forums sind eindeutig den GnuHonnters zuzurechnen, etliche andere demonstrieren ihre Nähe zu der Gruppe. Auch der Scharfmacher der Gruppe, der Mönchengladbacher George von E., gehörte bis Anfang 2014 den GnuHonnters an, verließ diese aber mittlerweile. Die GnuHonnters, abgeleitet von „New Hunters“ (Neue Jäger), wurden 2012 gegründet. Mittlerweile sollen ihnen 300 Personen angehören. Die GnuHonnters setzten das Signal: Es geht doch, wir können uns vereinsübergreifend organisieren. Mit festen Mitgliedschaften und Aufnahmekriterien sammeln sie seitdem Hooligans von Vereinen aus ganz Deutschland. Mit einer Ausnahme: Schalker dürfen auf Betreiben der GnuHonnters aus der Dortmunder Borussenfront nicht mitmachen. Credo des Netzwerkes ist die „Herstellung alter Werte, keine Antifa im Stadion und Meinungsfreiheit zurückgewinnen.“ Auch wenn ihre Sprache hier schon deutlich nach rechts ausschlägt: Eine homogene extrem rechte oder gar neonazistische Gruppe sind die GnuHonnters nicht. Anders als das Forum „Weil Deutsche sich’s noch traun’n“, das sich explizit als politische Plattform verstand, funktionieren die GnuHonnters als sozialer Zusammenschluss, in dem die Politik nicht (immer) im Vordergrund steht und der auch bewährten Hooligan-Kameraden offensteht, die mit Politik nicht viel am Hut haben wollen. Die GnuHonnters wehren sich dagegen, als rechte Gruppe dargestellt zu werden und verweisen darauf, dass ihnen auch „Türken“ und „Libanesen“ angehören. Tatsächlich finden sich in ihren Reihen auch zwei Hooligans mit türkischen und libanesischen Migrationshintergrund (aus Duisburg und Bochum). Tonangebend im Netzwerk der GnuHonnters sind Hooligans aus Dortmund, Kassel und Stuttgart. Die Dortmunder werden repräsentiert von „Alten“ der Borussenfront, unter anderem von Sascha Rudloff, der bis November 2013 Bezirksvertretungsabgeordneter der NPD im Dortmunder Stadtteil Evingen war, dann zur Neonazi-Partei „Die Rechte“ übertrat und für diese bei der Kommunalwahl im Frühjahr 2014 erfolglos kandidierte. Die starke Stuttgarter GnuHonnters-Fraktion wird von Personen von „Neckar-Fils“ und „Legion Süd“ gestellt. Neckar-Fils, eine Hooligantruppe des VFB Stuttgart, wurde 1979 gegründet und war bis Mitte der 1990er Jahre personell stark identisch mit der neonazistischen Stuttgarter Skinheadszene. Diese differenzierte sich um 1995 aus: Die einen organisierten sich zunehmend politisch und gingen zum Teil in der örtlichen Blood & Honour-Struktur auf, die anderen fokussierten sich auf Fußball und Neckar-Fils. Doch es blieben viele Schnittstellen bestehen. Neckar-Fils gelang es in den vergangenen Jahren, eine jüngere Generation von rechten Fans, zum Teil bekennenden Neonazis, zu integrieren. Diese profilierten sich durch Provokationen und Drohungen gegenüber antirassistischen Fans, bei denen sich die „Alten“ meist beobachtend im Hintergrund hielten. Schließlich trat auch der Führungskreis von „Neckar-Fils“ um den heute 47-jährigen Stuttgarter Andreas L., einem exponierten Neonaziskinhead der frühen 1990er Jahre, wieder eindeutig neonazistisch auf — im Forum „Weil Deutsche sich’s noch trau’n“, innerhalb der GnuHonnters, am Rande von Neonazi-Aufmärschen und durch massive Drohungen gegenüber als links angefeindeten Stuttgarter Fans. Wie in Aachen und Braunschweig (und Kaiserslautern, Duisburg, Karlsruhe, Mannheim etc.) nahm ausgehend von Neckar-Fils der Druck auf nicht-rechte Fans auch beim VFB Stuttgart zu. Am 3. Mai griffen zwei Dutzend Rechte und Neonazis von Neckar-Fils auf einer Party in Stuttgart ohne Vorwarnung Personen einer nichtrechten Stuttgarter Ultragruppe an. Die Ultras wehr­ten sich und die Neckar-Fils-Schläger wurden von der Party und aus dem Stadtteil vertrieben.

via aib: „Patriotisches Menschenmaterial“

Innenbehörde revidiert Hooligan-Aussage

Die gewaltsame Kundgebung von Köln ist nicht von einem Bremer Hooligan angemeldet worden. Das teilte die Innenbehörde am Mittwoch mit und revidierte damit ihre gegenüber dem WESER-KURIER gemachten Angaben vom Dienstag. In einer Presseerklärung heißt es, ein Bremer Hooligan, der nach Erkenntnissen des Bremer Verfassungsschutzes als Leiter der „Hooligans gegen Salafisten – Region Nord“ auftritt, habe zwar in sozialen Netzwerken zum Aufmarsch in Köln aufgerufen. Die Anmeldung bei der Versammlungsbehörde selbst sei jedoch nicht durch diese Person erfolgt.

via ndr: Innenbehörde revidiert Hooligan-Aussage

Freyung: Rechte Hetze gegen Flüchtlinge auf Facebook – Anzeige

Die Kriminalpolizei Passau ermittelt gegen zwei Personen aus dem Landkreis Freyung-Grafenau wegen Volksverhetzung. Die von Kommunalpolitikern Angezeigten stehen unter dem Verdacht, im Internet rechtsradikale Hetzparolen gegen Asylbewerber im Bayerwald verbreitet zu haben. Im sozialen Netzwerk Facebook finden sich mehrere Seiten, die Stimmung gegen Flüchtlinge machen und somit ein Podium für Neonazis bieten. Auf ihnen werden Internet-Auftritte rechter Organisationen geteilt und gegen Ausländer gehetzt − unter dem Deckmantel des Asylbewerber-Zustroms. Unter einem Eintrag der Facebook-Seite “BSA-Freyung-Grafenau” heißt es etwa: “Ab nach Dachau mit denen. Ich heiz den Ofen schon mal vor.” Laut Angaben auf der Facebook-Seite steht die Abkürzung “BSA” für “Bürger stehen auf”.

via pnp: Freyung: Rechte Hetze gegen Flüchtlinge auf Facebook – Anzeige

#nohogesa #hogesa Krawalle in Köln Chronik eines angekündigten Exzesses

Auf den Gewaltexzess von Hooligans aus ganz Deutschland am vergangenen Sonntag war die Polizei nicht ausreichend vorbereitet. Sie hat die radikale Szene unterschätzt – und Hinweise auf Ausschreitungen offenbar ignoriert. (…) Schon seit längerer Zeit hatten sich die aus ganz Deutschland angereisten Hooligans über das Internet organisiert – mit dem Ziel, „etwas gegen Salafisten zu tun“. Zunächst geschah dies in einem nichtöffentlichen Internetforum mit dem Titel: „Deutsche, die sich was trauen“. Rund 120 Teilnehmer hetzten dort unter Ausschluss der Öffentlichkeit gegen alles Muslimische in Deutschland. Als das Internetforum Anfang des Jahres von Unbekannten gehackt und Inhalte daraus veröffentlicht wurden, flogen die Initiatoren der Gruppe auf: Sie kamen aus dem Hooliganmilieu in Baden-Württemberg, von wo aus am Sonntag viele Gewalttäter nach Köln gereist waren. Die Polizei nahm Online-Hinweise nicht ernst Erst nachdem das Hooligan-Netzwerk öffentlich wurde, entschlossen sich deren Teilnehmer als Initiative „Hooligans gegen Salafisten“ auf die Straße zu gehen – in Essen, Mannheim und Frankfurt. In Dortmund demonstrierten Ende September schließlich 350 Hooligans und wurden von der Polizei eher mit Gelassenheit beobachtet. Für die Hooligans waren die Treffen eine Form der Selbstvergewisserung – eine Antwort auf die Frage, ob die Zusammenkunft von gewaltgeneigten Fans aus ursprünglich verfeindeten Lagern gelingen kann. Schon bei diesen Treffen war klar, dass die Hooligans mehr wollten. Das sprachen einige der Hooligans in Dortmund laut aus, später auch im Internet, für jedermann lesbar. Bis zu den Ausschreitungen in Köln bekannten sich allein in dem sozialen Netzwerk Facebook rund 40.000 Nutzer zu der Initiative, 7000 Nutzer zeigten Interesse, an der Demonstration in Köln teilzunehmen. Am Donnerstag vor der Demonstration wurde die Gruppe von Facebook geschlossen. Über interne Foren läuft die Kommunikation seither trotzdem weiter. Die für gewöhnlich gut informierten Antifa-Gruppen warnten, dass Köln vor dem seit Jahren größten Aufmarsch von Rechtsextremen in Westdeutschland stehe. Die Polizei verwies diese Hinweise in das Reich der Propaganda und bereitete sich auf eine Demonstration mit 1000 bis 1500 Teilnehmern vor – mit ebenso vielen Polizisten. Zur gleichen Zeit ging die Polizei in Nordrhein-Westfalen noch davon aus, dass es bundesweit nur vierhundert rechtsextreme und gewaltbereite Fußballfans gebe, wie ein Mitte Oktober von der zentralen Informationsstelle Sporteinsätze CIS in Düsseldorf veröffentlichter Bericht festgestellt hatte. Dieser Wert hatte sich aus der CIS-Datei der bundesweit polizeilich erfassten Rechtsextremen ergeben.

via faz: Krawalle in Köln Chronik eines angekündigten Exzesses

Fotogalerie: Hooligan-Demonstration in Köln

Beiträge zu #HoGeSa / #NoHoGeSa unter http://bit.ly/nohogesa

siehe auch: “Hooligans gegen Salafisten” in Köln #hogesa #nohogesa. „Hier sind nicht nur Nazis!“ – über die rechtsradikalen Hooligan-Ausschreitungen in Köln. Es deutete sich bereits im Vorfeld an, dass die Demonstration der „Hooligans gegen Salafisten“ (HoGeSa), einem losen, vereinsüberschreitenden Zusammenschluss von Hooligans und Fußballfans sowie verschiedenen rechten Akteur_innen, nicht einfach nur eine Veranstaltung „gegen Salafismus“ werden sollte. Auf Facebook kündigten über 7000 Personen ihr Kommen an, rund 5000 waren es dann tatsächlich – was wohl etwas mehr als erwartet, aber dann doch nicht vom Himmel gefallen war. Die Polizei hingegen ging von etwa 1500 Personen aus und richtete ihr Konzept, wie auch immer das aussah, nach dieser Personenzahl aus. Dass diese Demonstration in offener Gewalt und der wohl größten Machtdemonstration der extremen Rechten der letzten Jahre endete, war zumindest ein Stück weit vorhersehbar. Bereits Stunden vor Veranstaltungsbeginn zeichnete sich ein erschreckendes Bild: große Gruppen von aggressiven und aufgedrehten Hooligans und Neonazis liefen ohne sichtbare Polizeipräsenz ungestört im Bahnhofsgebäude herum. Reisende, darunter viele Migrant_innen oder als links Identifizierte, wurden beleidigt, bedroht und bedrängt. Dass es nicht bereits hier zu schlimmeren Vorfällen kam, scheint purer Zufall zu sein.: Sicherheitsbehörden versagen gegen rechte Gewalt. “Trotz aller Warnungen haben die Sicherheitsbehörden das Gewaltpotential und die rechtsextreme Orientierung der Hooligans vollkommen unterschätzt. Das ist ein weiteres Kapital in der Geschichte des staatlichen Versagens beim Kampf gegen Neonazis”, kommentiert Ulla Jelpke (MdB Die Linke und VVN-BdA-Aktivistin) die Ausschreitungen am Rande der Demonstration der Gruppierung “Hooligans gegen Salafismus” am Wochenende. Jelpke weiter: “Seit den 80er Jahren sind die engen Verbindungen zwischen der Hooligan-Szene und dem gewaltbereiten Rechtsextremismus bekannt. Auch in den vergangenen Jahren gab es von engagierten Journalisten und antifaschistischen Initiativen immer wieder Warnungen vor Neonazis in der Hooligan-Szene. Doch statt auf diese Erkenntnisse zu vertrauen, hat sich der Innenminister von Nordrhein-Westfalen durch Beschwichtigungen der Hooligans im Vorfeld der Demonstration in die Irre führen lassen. Bund, Länder und Vereine sind nun gefordert, ihre Anstrengungen hinsichtlich der Prävention rechtsextremer Mobilisierung im Umfeld des Fußballs zu erhöhen, um der rechtsextremen Hooligan-Szene den Nährboden zu entziehen.”

CDU: Polizei wusste früh von den 4000 Randalierern in Köln. Hat die Polizei im Umgang mit der Hooligan-Gewalt am Sonntag in Köln alles richtig gemacht? Die Opposition im Landtag sagt, das Aufgebot an Beamten sei “leichtfertig gering” gewesen. Wie viele Randalierer kommen würden, habe die Polizei schon am Donnerstag gewusst. Nach den gewalttätigen Krawallen von Hooligans in Köln hat die CDU-Opposition schwere Vorwürfe gegen Innenminister Ralf Jäger (SPD) erhoben. „Trotz 49 verletzten Polizisten gab es nur 17 Festnahmen. Das ist ein klares Missverhältnis“, kritisierte der CDU-Innenexperte Peter Biesenbach gegenüber dieser Zeitung die aus seiner Sicht zu geringe Polizeistärke. Nach Informationen Biesenbachs wusste die Polizeiführung durch die Beobachtung der sozialen Netzwerke bereits am Donnerstagabend, dass rund 4000 Hooligans nach Köln zur Demonstration gegen den Salafismus kommen würden; Nach Hooligans-Ausschreitungen in Köln: Polizei gesteht Fehler ein. Nach den Ausschreitungen von Hooligans in Köln räumte die Bundespolizei am Dienstag (28.10.2014) auf WDR-Nachfrage ein, dass sie personell nicht in der Lage war, die Hooligans auf ihrer Rückreise in den Zügen zu begleiten um andere Reisende zu schützen. Dabei ist die Begleitung von Hooligans nach einem Bundesligafußballspiel Standard für die Polizei. So aber reisten die Hooligans in Gruppen zwischen 30, 50 oder sogar 100 Personen nach den Krawallen am Sonntag (26.10.2014) in Köln unbewacht nach Hause. Zeugen berichten vor allem aus den Fern- und Regionalzügen über schwere Randale, Pöbeleien und Angriffe auf ausländische Mitbürger. (…) Ein junger Polizist, der anonym bleiben möchte, sagte dem WDR jedoch, dass die Lage am Sonntag völlig eskaliert sei. Die Kollegen hätten sich schlicht überfordert gefühlt. “Wir waren absolut überrascht von dem Ansturm. Es herrschte das reinste Chaos”, sagt er. “Wir waren absolut in Unterzahl, das war ein Beamter auf drei Demonstranten, das war definitiv zu wenig.” Die Sicherheit der Bürger “war zu keinem Zeitpunkt wirklich gewährleistet.”; Hooligan-Krawalle: Neonazis im Propaganda-Rausch. Hooligan-Demo in Köln: Neue “Volksfront”. Die rechtsextreme Szene feiert die gewaltsamen Anti-Salafisten-Proteste von Köln als Machtdemonstration. Schwächelnde Neonazi-Parteien wie “Die Rechte” hoffen auf neuen Zulauf. Weitere Aufmärsche sind geplant. Mancher scheint noch immer wie im Rausch. Von einem “Fanal des Aufbruchs” ist auf einer einschlägigen Internetplattform die Rede. Endlich hätten “echte Männer Gesicht für unser deutsches Vaterland gezeigt”, heißt es an anderer Stelle. Und einer prophezeit: “Köln war nicht das Ende, Köln war der Anfang!”. Die rechtsextreme Szene feiert die Gewaltproteste von Köln als Machtdemonstration. Fast 5000 Menschen waren am Sonntag auf der Straße – es ist lange her, dass sich in Deutschland ein Mob dieser Stärke durch eine Metropole bewegen und dabei offen rassistische Parolen grölen, Polizisten, Journalisten und politische Gegner angreifen konnte. Für viele braune Aktivisten muss das wie ein Befreiungsschlag wirken (…) Die Sicherheitsbehörden gehen davon aus, dass unter den Teilnehmern des aus der Fußball-Hooligan-Szene initiierten Bündnisses der Gewalt rund 500 bekannte Rechtsextremisten waren. Dass sich eine so große Zahl zusammenfindet, ist an sich schon ungewöhnlich. Dass sie aber unbehelligt in einer viel größeren Gruppe mitmarschieren können, noch viel ungewöhnlicher. Rechtsextreme Gruppierungen haben nun eine Hoffnung: Die Proteste von Köln, der angebliche Kampf gegen gewaltbereite Salafisten sollen ihnen aus der Isolation und damit auch aus der politischen Bedeutungslosigkeit helfen – und neuen Zulauf verschaffen. Besonders eine rechtsextreme Truppe, die frische Kräfte gut gebrauchen kann, tat sich als wohlwollender Begleiter der Kölner Proteste hervor: Die vor zwei Jahren gegründete Partei “Die Rechte” des Hamburger Neonazis Christian Worch war laut Beobachtern mit etlichen Mitgliedern und Sympathisanten vor Ort. Vorneweg Siegfried Borchardt, genannt “SS-Siggi”, “Rechte”-Vorsitzender in Dortmund und Ex-Stadtrat, auch der wegen Körperverletzung verurteilte Matthias Drewer wurde gesichtet, Kreischef in Wuppertal, genauso NRW-Landesvize Michael Brück. In dessen Versandhandel “Antisem” gibt es alles, was der gemeine Neonazi so braucht: Zwille, Stahlkugeln, Reizgas, Sturmhaube; “SS-Siggi” und Alt-Hooligans haben großen Einfluss. Lange war es ruhig um die Hooliganszene, aber 2012 führte ein Treffen zu einem Wiedererstarken der gewaltbereiten Schläger. Die Demonstration am Sonntag in Köln könnte erst der Anfang gewesen sein. Besoffene Schläger, die Nazi-Parolen brüllen und nur auf Randale mit der Polizei aus sind, die Ausländer anpöbeln und auf Journalisten einprügeln. So präsentierten sich sogenannte Fußballfans am Wochenende in Köln. Die Demonstration von Hooligans gegen Salafisten zeichnete ein düsteres Bild der Fanszenen. (…) Während die Ultras sich zum allergrößten Teil innerhalb demokratischer Normzusammenhänge bewegen, schaffen Hooligans sich ganz bewusst rechtsfreie Räume, in denen sie ohne Zugriff der Polizei agieren können und in denen nur noch das Recht des Stärkeren regiert. Ihr Highlight ist nicht die stimmungsvolle Choreografie in der Kurve, sondern die verabredete Massenkeilerei auf der “grünen Wiese”. Ihre Trophäen sind die Narben am eigenen und die Verwüstungen am Körper des Gegners. Und stets ist jemand dabei, der das blutige Spektakel mit der Kamera dokumentiert, um den Erfolg der eigenen Gruppe im Internet zu verbreiten. Bereits Anfang der Achtziger traten die Hooligans erstmals in Erscheinung. Ihren kommerzialisierungskritischen Fanatismus trugen sie schnell außerhalb der Stadien. Sie pflegten einen ausgeprägten Männlichkeitskult und nutzten die Vereinszugehörigkeit nurmehr als Vehikel zur Gewaltanwendung. In den Achtzigern formierten sich die ersten Hooligangruppen mit Verbindungen in die rechtsnationale Szene. Prominentester Vertreter dieser rechten Alt-Hooligans ist der Mitbegründer der Borussenfront, Siegfried Borchardt, in Fachkreisen nur als “SS-Siggi” bekannt.

“Hooligans gegen Salafisten” in Köln #hogesa #nohogesa

„Hier sind nicht nur Nazis!“ – über die rechtsradikalen Hooligan-Ausschreitungen in Köln. Es deutete sich bereits im Vorfeld an, dass die Demonstration der „Hooligans gegen Salafisten“ (HoGeSa), einem losen, vereinsüberschreitenden Zusammenschluss von Hooligans und Fußballfans sowie verschiedenen rechten Akteur_innen, nicht einfach nur eine Veranstaltung „gegen Salafismus“ werden sollte. Auf Facebook kündigten über 7000 Personen ihr Kommen an, rund 5000 waren es dann tatsächlich – was wohl etwas mehr als erwartet, aber dann doch nicht vom Himmel gefallen war. Die Polizei hingegen ging von etwa 1500 Personen aus und richtete ihr Konzept, wie auch immer das aussah, nach dieser Personenzahl aus. Dass diese Demonstration in offener Gewalt und der wohl größten Machtdemonstration der extremen Rechten der letzten Jahre endete, war zumindest ein Stück weit vorhersehbar. Bereits Stunden vor Veranstaltungsbeginn zeichnete sich ein erschreckendes Bild: große Gruppen von aggressiven und aufgedrehten Hooligans und Neonazis liefen ohne sichtbare Polizeipräsenz ungestört im Bahnhofsgebäude herum. Reisende, darunter viele Migrant_innen oder als links Identifizierte, wurden beleidigt, bedroht und bedrängt. Dass es nicht bereits hier zu schlimmeren Vorfällen kam, scheint purer Zufall zu sein. Gegen 15.00 Uhr war dann der Breslauer Platz derart gefüllt, dass die Polizei den Kundgebungsbereich auf die umliegenden Straßen ausweiten musste. Dicht an dicht drängten sich Demonstrant_innen aus den unterschiedlichsten rechten Milieus. Das Spektrum reichte von extrem rechten Hooligan-Gruppen, etwa der „Borussenfront“ und rechtsradikalen Parteien wie der NPD oder „Der 3. Weg“, über neurechte Gruppierungen, wie der Bewegung der „Identitären“ bis hin zu organisierten Neonazis, wie z.B. Mitgliedern der Gruppe „Freies Netz Hessen“. Auch zu sehen waren migrantische Rechte, Zugehörige der Partei „Die Rechte“, wie der unter dem Namen „SS-Siggi“ bekannt gewordene Siegfried Borchhardt, und Mitglieder von Pro-Gruppen. Diese krude Zusammensetzung ignorierend, fühlte sich dennoch jemand berufen von der Bühne verlautbaren zu lassen, dass „hier nicht nur Nazis“ seien. Es folgten einige wahllose Redebeiträge in denen die Sorge vor einer Scharia in Deutschland und Enthauptungen in Europa kundgetan wurden. Dann betrat unter lautstarkem Jubel mit der Rechtsrockband „Kategorie C“ der langersehnte Special Guest die Bühne und gab den eigens für den Anlass gedichteten Song „Hooligans gegen Salafisten“ sowie andere Klassiker, wie „So sind wir“ und „HaHoHe“, inklusive der Zeile „Fußball ist Fußball und Politik bleibt Politik“, zum Besten. Das Letzteres nicht so ganz stimmt wurde dann im weiteren Verlauf deutlich. Einträchtig unter wehenden „Klaget nicht, kämpft“- und Deutschlandfahnen gröhlte das Publikum neben den etwas einfältigen Liedtexten rassistische Parolen und zeigte hier und da auch mal einen Hitlergruß. (…) Die Verschärfung des antimuslimischen Rassismus wird also nicht nur durch das Aufkommen des Salafismus begünstigt, sondern gerade auch durch extrem-rechte Erscheinungen. So wird der Kampf gegen den Islam unter dem Deckmantel des Kampfes gegen den Salafismus zum einenden Band zwischen sich gemäßigt gebenden Rassist_innen, der extremen Rechten und sich sonst möglichst unpolitisch gebenden Fußballfans. Daraus wird vor allem die extreme Rechte deutlich gestärkter hervorgehen, als derzeit vorstellbar ist – genauso wenig, wie die Auswirkungen, die das auf für sie als minderwertig empfundenes Leben haben wird. Wie es mit der HoGeSa weitergeht, ist dahingehend derzeit unklar. Eine Demoankündigung für Hamburg und Berlin, im Rahmen der rechten „Friedensmahnwache“, hat bereits über 3000 Zusagen auf Facebook. Was bereits seit einigen Wochen immer offensichtlicher wurde bestätigte sich in Köln: die „Hooligans gegen Salafisten“ sind eine stramm rechte, rassistische und antimuslimische Mobilisierung, die Neonazis und Hooligans im Kampf um das „deutsche Volk“ vereint. Dass sie damit ein Ergebnis einer durchweg rassistischen Gesellschaft ist, die nicht müde wird ihre Feindschaft mit dem Islam hervorzuheben und muslimische Menschen ausgrenzt, macht die Empörung der bürgerlichen Parteien und Gesellschaft nur noch absurder. Letztendlich ist der Antrieb der „HoGeSa“ kaum ein anderer als derjenige, der durch rassistische Mobilisierung gegen Geflüchtete, gegen den Bau einer Moschee oder den Wahlerfolgen der „Alternative für Deutschland“ seinen Ausdruck findet: Rassismus und Nationalismus.

via aib: “Hooligans gegen Salafisten” in Köln

siehe auch: #Gewalt-Exzesse – Neue „Anti-Salafisten-Demos“ geplant #nohogesa #hogesa. Nach den Krawallen gewaltbereiter Hooligans und Neonazis in Köln fragt sich die Politik, ob ähnliche Veranstaltungen künftig verhindert werden können. Bei Facebook rufen zwei Gruppierungen derweil zu neuen Demos auf. Die Gruppierung „Hooligans gegen Salafisten“, die am Wochenende in Köln durch ihre hohe Gewaltbereitschaft aufgefallen ist, hat für den 15. November eine Kundgebung „gegen den islamistischen Terror“ angemeldet.; Köln: Rechtsstaat kapituliert vor rechtem Mob (Fotos). An die 5000 Menschen, hauptsächlich Neonazis und Hooligans, haben sich in Köln versammelt, um unter dem Motto “Hooligans gegen Salafisten” zu demonstrieren. Aus dem Demonstrationszug wurde schnell ein Gewaltaufmarsch eines rechten Mobs. Polizei, Journalisten und Anwohner wurden immer wieder angegriffen und gejagt. Steine, Flaschen und Fäuste flogen. Die Polizei konnte nur das schlimmste verhindern. Zum Schluss war sie nicht einmal in der Lage oder nicht willens, die Landfriedensbrecher festzusetzen. (…)  Der Rechtsstaat hat vor dem rechten Mob kapituliert; HoGeSa: Die alte Garde meldet sich zurück. Mit ihrer Demonstration in Köln haben rechtsradikale Hooligans ein Comeback in der überraschten Öffentlichkeit gefeiert. Der Innenminister von NRW blamiert sich nach Kräften, während die “Hooligans gegen Salafisten” neue Demos planen. Sie orientieren sich dabei an einem Konzept aus Großbritannien. Die Reaktionen bei den Anhängern der “Hooligans gegen Salafisten” auf die Demonstration in Köln sind geteilt. Einerseits freut man sich über die vielen Teilnehmer und die große Aufmerksamkeit, andererseits fühlen sich viele von den Medien zu Unrecht in die rechte Ecke gestellt. Einige ärgern sich über die Teilnahme vieler Neonazis an dem Aufmarsch unter dem Motto “In den Farben getrennt, in der Sache vereint”. Die “Hooligans gegen Salafisten” sind keine feste und einheitliche Gruppierung – auch nicht politisch. Doch die Organisatoren orientieren sich offenkundig an dem Konzept der English Defense League. Die EDL wurde vor einigen Jahren von Hooligans gegründet und lässt sich ideologisch der rassistischen Islamkritik einordnen, die an verschiedene politische Milieus anknüpfen kann. Ähnlich wie Anders Breivik sieht man das eigene Land in einem Abwehrkampf gegen eine Islamisierung und will nun auch selbst Hand anlegen. Dementsprechend marschierte die EDL beispielsweise vor Geschäften auf, in denen Halal-Produkte angeboten werden. Über die EDL konnten nicht nur ideologische Fanatiker, sondern auch aktionsorientierte Hooligans oder Stammtischrassisten erreicht werden. Das Bemerkenswerte an der EDL und auch an den HoGeSa ist, dass keine feste Organisationsstruktur existiert. Damit ist die Gruppierung kaum zu greifen und schwer einzuschätzen. Die Kommunikation und Mobilisierung läuft über das Netz, auch Verbote von Aktionen könnten so ins Leere laufen. Das Angebot ist sehr niedrigschwellig und damit attraktiv für Leute, die sich nicht kontinuierlich binden wollen (…) Nun sind die alten Hools zurück. Die politische Verortung als rechtsradikal und rassistisch haben die “HoGeSa” durch den Auftritt in Köln nachhaltig bestätigt. Parolen wie “Ausländer raus!” oder “Hier marschiert der Nationale Widerstand” schallten aus dem Demozug, die rechte Hoolband “Kategorie C” liefert den pathetischen Soundtrack. Mehrere Kollegen berichteten von Angriffen und Drohungen gegen Journalisten, so wie sie von Neonazi-Aufmärschen bekannt sind. Die Kundgebung war von einem Funktionär der Partei Pro NRW angemeldet worden. Zudem beteiligten sich wie erwähnt Funktionäre rechtsextremer Parteien aus mehreren Bundesländern an der Demonstration – beispielsweise aus NRW, Hessen, Sachsen-Anhalt oder Thüringen.

Fotogalerie: Hooligan-Demonstration in Köln

Beiträge zu #HoGeSa / #NoHoGeSa unter http://bit.ly/nohogesa

Vettelschoß – Nazi-Kampfsport-Veranstaltung am 25. Oktober 2014

Am Samstag, dem 25. Oktober 2014, fand in Vettelschoß (Verbandsgemeinde Linz im Landkreis Neuwied) ein überregionales Neonazi-Kampfsport-Event statt. Angereist waren mindestens 100 Neonazis aus mehreren Bundesländern, unter anderem aus Baden-Württemberg, Hessen, Niedersachsen und NRW. Dies dürfte bereits das zweite Neonazi-Kampfsport-Event in Vettelschoß sein. Der „Ring der Nibelungen“ – eine Veranstaltung von Neonazis für Neonazis Die Veranstaltung wurde im Geheimen organisiert: Auf dem Flyer mit dem Motto Ring der Nibelungen gaben die Veranstalter nicht bekannt, wer sie sind und wo genau das Event stattfindet. Als Veranstaltungsort gaben die Organisatoren nur „Raum Hessen“ an, tatsächlich liegt Vettelschoß in Rheinland-Pfalz an der Landesgrenze zu NRW. Für das Event wurden „Boxen-K1-MMA“ angekündigt. Insbesondere MMA (Mixed Martial Arts, „gemischte Kampfkünste“) sind bei Neonazis in den letzten Jahren sehr beliebt. Die Veranstaltung richtete sich nicht an ein breites Publikum, sondern nur an eine ausgewählte Szene: Der Flyer wurde in Social Networks nicht weit verbreitet. Anmeldungen zur der Veranstaltung waren nur über eine anonyme Email-Adresse möglich. Hammerskins als Veranstalter? Hinter der Veranstaltung dürfte das Chapter Westwall der Hammerskins stecken. Die Hammerskins sind ein neonazistisches Netzwerk, das in Deutschland führende Strukturen im Südwesten aufweist. Exponierte Hammerskins wie beispielsweise Malte Redeker aus Ludwigshafen betreiben Kampfsport. Vor einigen Tagen suchte ein Neonazi aus Ludwigshafen über Facebook noch Boxer für das Event.

via infobüro: Vettelschoß – Nazi-Kampfsport-Veranstaltung am 25. Oktober 2014

Die Einzelfallpartei—Ein AfD-Gründungsmitglied „zieht ihren Hut“ vor den #HoGeSa -Hools #nohogeso

Tatjana Festerling ist Gründungsmitglied der AfD für den Bezirk Hamburg-Mitte. Und natürlich ist sie kein Hooligan. Das hat sie aber nicht daran gehindert, als Beobachterin, wie sie selbst sagt, am vergangenen Sonntag nach Köln zu fahren und an der HoGeSa-Demo teilzunehmen, einer Veranstaltung von „Hooligans“, die angeblich gegen Salafisten demonstrieren wollten, und die sich schnell zu einem dumpf-nationalen gewalttätigen Besäufnis mit rechtsradikalen Parolen (die man genauso auch auf einer NPD-Demo hören kann), Hitlergrüßen und 44 verletzten Polizisten entwickelte.  Davon hat Tatjana Festerling nichts mitbekommen. Sie schreibt (auf einer fragwürdigen Website, auf der Klimaskeptiker und Bildungsplangegner zur Wort kommen und die auf Bannern für die rechtskonservative Preußische Allgemeine wirbt), dass alles ganz anders war als das, was die „Systempresse“ berichtet. Und nicht nur das, Festerling zieht ihren Hut „vor den Hools, vor Euch. Vor dem, was Ihr in sechs Wochen auf die Beine gestellt habt! Für das Überwinden Eurer eigenen Gesetze und des Freund-Feindbildes, für das Gemeinsam-sind-wir-stark gegen den echten Feind der Freiheit, den Salafismus.“ Festerlings Standpunkt ist in dem Punkt ähnlich wie der von Beatrix von Storch, ihrer EU-Abgeordneten, die am Sonntagabend zunächst auf Facebook gefragt hatte, ob sie für die Salafisten sein „müsse”, wenn es um Hooligans gegen Salafisten geht. Von Storch hat ihren Post gestern zwar geändert, aber trotzdem beweisen die beiden Damen hier Unverständnis und Relativierung gegenüber extremistischem Gedankengut. Gegen Salafismus zu sein, bedeutet nicht, dass man für Nazi-Hools ist. Und gewaltbereite Hooligans schlecht zu finden, heißt noch lange nicht, dass man ein Salafist ist. An einigen Stellen ihres Berichts fragt man sich, ob Festerling eine andere Demo besucht hat als alle anderen: „Eure Parolen waren nicht originell, aber schnell zu merken und in keinster Weise rassistisch, rechtsextrem oder Gewalt auffordernd: 1. Wir wollen KEINE – SalafistenSCHWEINE! 2. Wir sind das Volk!“ Was ist mit „Frei! Sozial! National!“ oder „Hier marschiert der Nationale Widerstand“? Der „nationale Widerstand“ marschiert auf NPD-Demos mit genau den gleichen Parolen. Und dann wäre da noch „Heute schächten sie Schafe und Rinder / Morgen vielleicht schon Christenkinder“ aus dem offiziellen „Hooligans gegen Salafismus“-Themesong. Ist Frau Festerling nicht aufgefallen

via vice: Die Einzelfallpartei—Ein AfD-Gründungsmitglied „zieht ihren Hut“ vor den HoGeSa-Hools

Beiträge zu #HoGeSa / #NoHoGeSa unter http://bit.ly/nohogesa

#Gewalt-Exzesse – Neue „Anti-Salafisten-Demos“ geplant #nohogesa #hogesa

Nach den Krawallen gewaltbereiter Hooligans und Neonazis in Köln fragt sich die Politik, ob ähnliche Veranstaltungen künftig verhindert werden können. Bei Facebook rufen zwei Gruppierungen derweil zu neuen Demos auf. Die Gruppierung „Hooligans gegen Salafisten“, die am Wochenende in Köln durch ihre hohe Gewaltbereitschaft aufgefallen ist, hat für den 15. November eine Kundgebung „gegen den islamistischen Terror“ angemeldet. Gestartet werden soll an der Hamburger Sternschanze. Das bestätigte die Polizei am Dienstag. Der Mann, der die Demo angemeldet hat, ist der Polizei bislang nicht bekannt und wird auch nicht der Hooligan-Szene zugerechnet. Bei der Demonstration rechne der Anmelder mit 500 Teilnehmern, so ein Sprecher der Polizei.  Im Internet haben jedoch schon mehrere Tausend Menschen ihre Teilnahme angekündigt: Bei Facebook laden zwei Gruppierungen zu einer Demo unter dem Motto „Gemeinsam sind wir stark“ ein. Rund 5000 Teilnehmer haben bereits zugesagt, weitere 50.000 sind eingeladen. (…) Zu der Demonstration am Sonntag, die sich offiziell gegen radikal-islamische Salafisten richtete, waren rund 4800 Hooligans und Neonazis nach Köln gereist. Bei Straßenschlachten wurden fast 50 Polizisten verletzt und mehrere Polizeiautos demoliert. Anfang November soll in Berlin die nächste Demonstration der Hooligans geplant sein. Für die Veranstaltung zwei Wochen später in Hamburg haben linke Gruppen im Internet bereits Gegenaktionen angekündigt.

via handelsblatt: Gewalt-Exzesse – Neue „Anti-Salafisten-Demos“ geplant

siehe auch: Was #Hooligans und #Neonazis verbindet – #nohogesa #hogesa. Die Kölner Hooligan-Demo brachte dem #Verfassungsschutz zufolge verschiedene Strömungen aus der rechten und der Hooligan-Szene zusammen. Den Ton sollen Hooligans angeben, Rechtsextreme von außerhalb der Szene springen auf. Das Feindbild Salafismus beschert der Szene Experten zufolge eine neue “hohe Mobilisierungsfähigkeit”; Mitorganisator kommt aus Bremen. Einer der führenden Köpfe der Gruppe „Hooligans gegen Salafisten“, die für die Gewaltexzesse in Köln verantwortlich gemacht wird, ist ein Bremer. Nach Informationen des WESER-KURIER war er maßgeblich am bundesweiten Aufruf zur Demonstration in Köln beteiligt. Das hat inzwischen die Innenbehörde bestätigt. Sie kündigte an, die rechtsextreme Hooligan-Vereinigung noch mehr als bisher zu beobachten. Der Verfassungsschutz schließt nicht aus, dass die Gruppe auch eine Demonstration in Bremen plant. In Hamburg ist eine Kundgebung der Vereinigung für November angekündigt. (…) Derweil wird in der Bremer Bürgerschaft über Hooligans und Rechte aus Bremen diskutiert, die Teil des HoGeSa-Netzwerks sind und zu der Demonstration nach Köln gereist sind. Kristina Vogt, Vorsitzende der Fraktion Die Linke in der Bürgerschaft, verlangt Auskunft über die Bremer Beteiligung an der Veranstaltung. “Die Innenminister müssen die Ausschreitungen jetzt schnell gemeinsam reflektieren. Uns interessiert auch die offensichtlich tragende Rolle von Bremer Nazis innerhalb des HoGeSa-Netzwerks”, so Vogt.  Sicher ist, dass die Bremer Band “Kategorie C” an der Veranstaltung teilgenommen hat. Im Internet kursieren zahlreiche Videos eines Auftritts der Gruppe vor den Demonstrationsteilnehmern; Brunotte: HoGeSa mit Strukturen in Niedersachsen – Entschlossen gegen Nazi-Propaganda in Stadien. In Niedersachsen organisieren sich Neo-Nazis und Fußball-Hooligans als rechtsextremistische Gewalt-Gruppe: „Es gibt keinen Zweifel mehr, dass die Gruppe HoGeSa (Hooligans gegen Salafismus), die verantwortlich für die Krawalle von Köln am Sonntagabend ist, auch in unserem Bundesland eine Struktur und sogar einen regional Verantwortlichen hat. Beim gewalttätigen Aufmarsch in Köln am Sonntag wollten sich nach Erkenntnissen des Niedersächsischen Verfassungsschutzes offenbar auch Aktivisten aus Niedersachsen beteiligen”, erklärt der SPD-Landtagsabgeordnete Marco Brunotte, Sprecher der Fraktion für Fragen des Verfassungsschutzes. Auf eine mündliche Anfrage von Brunotte antwortet das Innenministerium des Landes Niedersachsen: „Der niedersächsischen Verfassungsbehörde liegen Erkenntnisse über Vernetzungen niedersächsischer Rechtsextremisten mit Hooligans und der Gruppierung HoGeSa in den sozialen Netzwerken vor.” Die Kommunikation zwischen den Mitgliedern und Aktivisten erfolge insbesondere auch in geschlossenen WhatsApp-Gruppen; Innensenator Henkel will Hooligan-Demo verbieten. Die Gruppierung „Hooligans gegen Salafisten“ (HoGeSa) hat für den 15. November neben Hamburg auch eine Demonstration in Berlin angemeldet. Nach den schweren Krawallen in Köln will Innensenator Frank Henkel (CDU) die geplante Kundgebung verbieten lassen. Am 15. November will die Gruppe „Hooligans gegen Salafisten“ (HoGeSa) auch in Berlin demonstrieren. Das Motto der Demonstration vor dem Brandenburger Tor lautet „Gegen Salafisten, Islamisierung, Flüchtlingspolitik“. Der Veranstalter erwartet nach Angaben der Polizei 1000 Teilnehmer. Nach den Krawallen in Köln am vergangenen Sonntag will Berlins Innensenator Frank Henkel (CDU) ein Verbot der Veranstaltung prüfen lassen. „Jetzt steht fest, dass sich das Zweckbündnis von Hooligans und Rechtsextremisten weitere Ziele ausgesucht hat“, erklärte Henkel am Dienstagvormittag. „Die im Internet verbreitete Drohung, dass Köln erst der Anfang war, nehme ich sehr ernst. Der Rechtsstaat muss alle Mittel ausschöpfen, damit sich die neue Dimension von Straßenmilitanz, die wir in Köln erlebt haben, nicht wiederholt.“

Fotogalerie: Hooligan-Demonstration in Köln

Beiträge zu #HoGeSa / #NoHoGeSa unter http://bit.ly/nohogesa

App-Hilfe gegen Rassismus am Stammtisch – #stammtischapp

Gemeinsames Projekt mehrerer Organisationen. Der Stammtisch ist jener Ort, an dem gerne mit fremdenfeindlichen Klischees gegen “Ausländer” Stimmung gemacht wird. “Sachliche und knackige Argumente” als Konter auf populistische Ansagen liefert nun die “StammtischApp”. Sie ist ein gemeinsames Projekt vom Österreichischen Roten Kreuz, ÖGB und Industriellenvereinigung. “Zu viele andere Sprachen bringen nur Chaos” “Das Boot ist voll” oder “Zu viele andere Sprachen bringen nur Chaos” – das Thema Integration und Zuwanderung bringt die Leute mitunter in Rage Die StammtischApp soll daher beim Diskutieren helfen und mit Vorurteilen aufräumen. Gesucht werden kann in dem Programm etwa nach den “schrägsten Vorurteilen” oder nach Kategorien wie “Asyl und Flüchtlinge” oder “Kriminalität”.

via derstandard: App-Hilfe gegen Rassismus am Stammtisch

siehe auch: Die StammtischApp – für Luftverbesserungen über Österreichs Stammtischen! (App-Store-Links)

‘It’s hard being openly Jewish’

As ‘Hitler’ Twitter account gains more and more followers and Facebook page displays ‘list of Jews,’ Foreign Ministry and EU representatives discuss ways to combat anti-Semitism. “It’s hard being openly Jewish in Europe today,” Gideon Bachar, the Director of the Department for Combating Anti-Semitism and Holocaust Remembrance in the Foreign Ministry, said Monday. An experts’ meeting on the topic of fighting anti-Semitism and racism conducted in Jerusalem today led to various estimates as to the future of the Jewish community in Europe and links between radical Islam and anti-Semitism. “Anti-Semitism is like Ebola,” Bachar said. “It’s a virus. It constantly accumulates mutations. It changes all the time, adapts itself to the situation, and is transnational. The rise in anti-Semitism is a danger to civilization and to democracy in general.” The meeting was attended by Yad Vashem representatives, the State Attorney’s Office, the Association of Israeli Students and European Union representatives. (…) Ido Daniel, Program Director at Israeli Students Combating Anti-Semitism, displayed during the meeting a photo of a French Facebook page with names, pictures and information about Jewish residents, including their place of prayer and the parks where they take their children. He also showed the attendees a faux Adolf Hitler Twitter account, with more than 370,000 followers, that has since been suspended. “The man tweeted a picture of Birkenau and wrote: ‘It’s a great day at work today,'” Daniel read out the sentence

via ynetnews: ‘It’s hard being openly Jewish’

Ermittlungen nach Hooligan-Krawall: “Eine wüste Schlägerei”

Körperverletzung, Verstoß gegen das Vermummungsverbot und Landfriedensbruch: Nach den Kölner Krawallen ermittelt die Polizei gegen Dutzende Gewalttäter. Justizminister Maas droht “mit allen Mitteln des Rechtsstaats”. So eine gewalttätige Nacht hat Köln seit Langem nicht erlebt: Dutzende Polizisten wurden bei Krawallen von Tausenden Hooligans verletzt – jetzt suchen die Behörden mit Hochdruck nach den Randalierern. Bislang seien 57 Strafanzeigen erstattet worden und weitere könnten folgen, sagte ein Sprecher der Kölner Staatsanwaltschaft. Die Polizei richte zudem eine Ermittlungsgruppe ein, um die zahlreichen Videoaufnahmen und Zeugenaussagen auszuwerten. Als Strafvorwürfe kommen demnach gefährliche Körperverletzung, Verstoß gegen das Vermummungsverbot und Landfriedensbruch infrage. In Köln hatten sich am Sonntag mindestens 4000 gewaltbereite Fußballfans gemeinsam mit Rechtsextremen zu einer Demonstration gegen Salafisten versammelt. Die Kundgebung war schon nach kurzer Zeit außer Kontrolle geraten – die Polizei ging daraufhin mit Wasserwerfern, Pfefferspray und Schlagstöcken gegen gewalttätige Randalierer vor. Bei den Ausschreitungen wurden mindestens 44 Beamte von Landes- und Bundespolizei verletzt, 17 mutmaßliche Gewalttäter kamen vorübergehend in Polizeigewahrsam. Organisator war die Vereinigung “Hooligans gegen Salafisten” (HoGeSa). Mindestens 4000 Menschen sollen an der Kundgebung teilgenommen haben – deutlich mehr, als die Veranstalter erwartet hatten. Die Polizei war den Hooligans zahlenmäßig weit unterlegen. Klar ist inzwischen, dass neben Hooligans aus der gewaltaffinen Fußballszene, von denen viele seit geraumer Zeit gegen Salafisten vorgehen, auch das rechtsextreme Milieu in die Auseinandersetzungen verwickelt war: Rechtsextremisten hätten sich der Bewegung angeschlossen, sie aber nicht gesteuert, sagte der Chef des nordrhein-westfälischen Verfassungsschutzes, Burkhard Freier, im WDR. Unter anderem seien Mitglieder der Parteien Die Rechte und NPD beteiligt gewesen.

via spon: Ermittlungen nach Hooligan-Krawall: “Eine wüste Schlägerei”

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