Category Archives: Internet

Neonazis ziehen vor Gericht

Einen Monat nach dem Verbot des bayerischen Neonazi-Netzwerks „Freies Netz Süd“ will die Szene jetzt die Verbotsverfügung des Innenministeriums juristisch anfechten lassen. Mehr als ein Jahr nach der Razzia gegen das „Freie Netz Süd“ (FNS) hat das bayerische Innenministerium die Neonazi-Vereinigung am 23. Juli dieses Jahres als Nachfolgeorganisation der 2004 verbotenen Fränkischen Aktionsfront (FAF) auflösen lassen. (bnr.de berichtete) Im Zuge dieser Maßnahme wurde aber nicht nur die Vereinigung verboten und ihr gesamtes Vermögen beschlagnahmt, sondern auch der „Final Resistance“-Versand und die Immobilie in Oberprex im Landkreis Hof „zugunsten des Freistaates Bayern eingezogen“. Nach Ansicht des Ministeriums habe das FNS seit seiner Gründung Ende 2008/Anfang 2009 vor allem die „aggressiv-kämpferischen verfassungsfeindlichen Bestrebungen“ der FAF fortgeführt und eine „klare Wesensverwandtschaft zum historischen Nationalsozialismus“ aufgewiesen. Außerdem sei bei der Auswertung der internen Konzeptpapiere des größten bayerischen Neonazi-Netzwerks auch eine „tief im Nationalsozialismus verwurzelte Ideologie und gewaltbereite Ausrichtung des ‚Freien Netz’ Süd’ und seiner Anhänger“ deutlich geworden. Rund einen Monat später kündigt die Szene jetzt ein juristisches Vorgehen gegen die Verbotsverfügung an. Auf dem rechtsextremen Internet-Portal „Altermedia“ teilte der Neonazi Roy Asmuß im Namen der „Klägergruppe“ mit, dass gegen die „unrechtsstaatlichen Maßnahmen, Zwangsenteignungen und Beschlagnahmungen vor den zuständigen Gerichten“ geklagt werden solle. Denn „der neueste negative Höhepunkt der Verbotsmaschinerie gegen alles Nationale“, heißt es dort, werde „nicht unbeantwortet bleiben“.

via bnr: Neonazis ziehen vor Gericht

Christian Schmidt: Mit Joseph Goebbels und Alfred Rosenberg Demokraten zum Teufel jagen

Lange Zeit war es nicht ganz klar, ob es überhaupt einen real existierenden NPD-Kreisverband gibt. Die Pankower NPD-Webseite lief (und läuft) unter der presserechtlichen Verantwortung des einstigen Landesvorsitzenden Uwe Meesen, und von etwaigen lokalen Parteimandatsträgern war seitens der NPD nirgends etwas zu hören oder zu lesen. Das hat sich nun geändert. Auf der NPD-Kundgebung gegen Flüchlingheime am vergangenen Sonnabend wurde der 1989 geborene Christian Schmidt als Vorsitzender des NPD-Kreisverbandes Pankow vorgestellt. Auf dem Titelbild seines Facebook-Auftritts prangt eine düstere Grafik mit der skurrilen Aufschrift DIE DEMOKRATEN BRINGEN UNS DEN VOLKSTOD! Was für sich genommen wie ein Ausschnitt aus dem Satiremagazin “Titanic” erscheint, ist tatsächlich die Parole “Widerstandsbewegung in Südbrandenburg”, einer Nazivereinigung, die 2012 verboten wurde, als sie sich daran machte, eine militärisch organisierte “Sturmabteilung” aufzubauen. Brandenburgs damaliger Innenminister Dietmar Woidke erklärte seinerzeit dazu: “Sie haben an einer neuen SA gearbeitet”. Und: “Sie riefen zum Widerstand gegen die Demokratie auf und priesen einen nationalen Sozialismus, der sich an der Ideologie der NSDAP orientiert.” Widerstand gegen die Demokratie und Orientierung an der Ideologie der NSDAP – damit ist auch Christian Schmidt ziemlich treffend charakterisiert. Bei einem Blick auf seiner Facebookseite wird schnell klar, wer seine Heroen sind. Da finden sich zum Beispiel Zitate von Hitlers Propagandaminister Joseph Goebbels, natürlich stets zustimmend kommentiert. Noch mehr aber hat es ihm offenbar Alfred Rosenberg angetan. Rosenberg, der nicht nur der Chefideologe der NSDAP war, sondern als “Reichsminister für die besetzten Ostgebiete” einer der Hauptverantwortlichen für die Ghettoisierung der osteuropäischen Juden und deren systematische Ermordung war, taucht bei Schmidt immer wieder auf. Nicht nur mit zum Teil ellenlangen Zitaten – auch das Foto einer Seite aus dem von Rosenberg herausgegebenen und kommentierten Parteiprogramm der NSDAP hat wird von Schmidt stolz auf seinem Facebookaccount präsentiert.  Aktiv bei “Freien Nationalisten Berlin Mitte” und „Natio­naler Wider­stand Berlin“ Nachweisbar sind Schmidts Aktivitäten in der organisierten Nazi-Szene spätestens seit 2010, da machte er mehrfach als Angehöriger der “Freien Nationalisten Berlin Mitte” auf sich aufmerksam: Etwa im Mai 2010 bei einem Übergriff auf eine Gruppe Jugendlicher an Bahnhof Friedrichstraße. Im Juni des selben Jahres ist er dabei, als die Polizei mehrere Personen stoppte, die mit Teleskopschlagstöcken, Pfefferspray, und zwei Teppichmesser bewaffnet offenbar auf dem Weg ins alternative Kulturzentrum KUBIZ waren. Nach der Selbstauflösung der Gruppe wechselte Schmidt in das Na­zi­netz­werk „Natio­naler Wider­stand Berlin“ (NW-Berlin) über – einer führenden Köpfe dort war der heutige NPD-Landesvorsitzende Sebastian Schmidtke.

via prenzlberger stimme: Christian Schmidt: Mit Joseph Goebbels und Alfred Rosenberg Demokraten zum Teufel jagen

Facebook takes down anti-Semitic group’s page after flyer outrage

Facebook has taken down the page of a white-power group responsible for anti-Semitic flyers distributed in Sydney after members of the public petitioned the social media site to act. Outraged members of the public have successfully campaigned for the Facebook page of white-power group Squadron 88 to be removed after the group caused outrage by distributing anti-Semitic flyers in Sydney. Sydney resident Josh Grimm first heard about the flyers after reading an SBS report on the issue this week. He found the group responsible for the flyers, Squadron 88, on Facebook, and was horrified. ‘When I saw the sort of material being posted on the Facebook page and that they had around 270 ‘likes’, I felt offended that their strong opposition to homosexuality, cultural and racial diversity and a particular hatred for the Jewish community was able to be pushed on to young impressionable minds over the social network,” he told SBS. (…) But despite the complaints, Facebook refused to take the page down. “Thank you for taking the time to report something that you feel may violate our community standards,” the website responded. ‘We reviewed the page you reported for containing hate speech or symbols and found it doesn’t violate our community standards.” (…) Both he and Ms Kubowicz encouraged more friends got on board and complain to Facebook about the page. As of yesterday (Wednesday) evening, it had been taken down. A spokesperson for Facebook today confirmed to SBS that the page had been removed for promoting hate speech and violating the site’s community standards. Ms Kubowicz said she was happy the page had been taken down and proud that a small amount of people could effect change. “I know it not a huge success because it doesn’t stop the offending but it does call it out,” she said. “I think it’s important to call out hatred and bigotry.” ‘Wake up white Australia’ The flyers, which called for action from “white Australia,” were delivered to mail boxes on a predominantly Jewish street in Bondi earlier this week. They stated that “Jews have been kicked out of countries 109 times throughout history” and called for Australians to “take a stand”.

via sbs.com.au: Facebook takes down anti-Semitic group’s page after flyer outrage

U.S. Military Bans The Intercept

The U.S. military is banning and blocking employees from visiting The Intercept in an apparent effort to censor news reports that contain leaked government secrets. According to multiple military sources, a notice has been circulated to units within the Army, Navy, Air Force, and Marine Corps warning staff that they are prohibited from reading stories published by The Intercept on the grounds that they may contain classified information. The ban appears to apply to all employees—including those with top-secret security clearance—and is aimed at preventing classified information from being viewed on unclassified computer networks, even if it is freely available on the internet. Similar military-wide bans have been directed against news outlets in the past after leaks of classified information. A directive issued to military staff at one location last week, obtained by The Intercept, threatens that any employees caught viewing classified material in the public domain will face “long term security issues.” It suggests that the call to prohibit employees from viewing the website was made by senior officials over concerns about a “potential new leaker” of secret documents.

via intercept: U.S. Military Bans The Intercept

AfD Sachsen und Graf Zahl

Der Versuch der AfD Sachsen ihr Wahlprogramm mit römischen Zahlen durchzunummerieren hat nicht so hingehauen. Das Bildungsprogramm steht vermutlich unter dem Motto: Hilfe zur Selbsthilfe.

via extra3: AfD Sachsen und Graf Zahl

screenshot afd sachsen wahlprogramm 2014 - archive.today/IsMDB

screenshot afd sachsen wahlprogramm 2014 – archive.today/IsMDB

das sollten wir noch mal üben, was?

Rumäniens extreme Rechte

Rechtsextreme und vor allem antiziganistische, antisemitische und homophobe Einstellungen finden in Rumänien breite Zustimmung. Ein Überblick über die wichtigsten Parteien, ihre politischen Konzepte und Kampagnenthemen. Die extreme Rechte in Rumänien besteht vor allem aus drei Parteien und Organisationen. Erstens ist die „Großrumänienpartei“ (Partidul România Mare, PRM) mit ihrem bis Mitte 2013 amtierenden Vorsitzenden Corneliu Vadim Tudor zu nennen, die bei Wahlen sehr erfolgreich und in Teilen der rumänischen Bevölkerung fest verankert ist (…) Die PRM betreibt eine systematische Hetze gegen Roma und Ungar_innen, die größten Minderheiten des Landes. Sie agitiert gegen die EU, die fortschreitende Globalisierung und äußert sich antisemitisch. (…) Die Noua Dreapta („Neue Rechte“ ND) wurde 1999 in Bukarest gegründet und hat in größeren Städten Rumäniens mehrere Ortsgruppen. Ihr ideologisches Vorbild ist Corneliu Zelea Codreanu, der Gründer der ultranationalistischen Legionärsbewegung „Schwert des Erzengels Michael“. Das Symbol der ND ist das keltische Kreuz in der Regel auf einem grünen Hintergrund, was an die Insignien der Eisernen Garde Codreanus erinnert. (…) Programmatisch geht bei der ND rumänisch-orthodoxe Religionsmystik einher mit Rassismus vor allem gegen Roma und die ungarische Minderheit, Homophobie und Antiglobalisierung. Eine der zentralen Forderungen der ND ist die Zwangsabtreibung für Romni und die Schaffung von „Reservaten“, in denen Roma getrennt von der übrigen Bevölkerung wie während der Apartheid in Südafrika leben sollten. (…) Der „Partei der nationalen Vereinigung Rumäniens“ (PUNR) geht es vor allem um die Errichtung eines „Großrumäniens“ und die hegemoniale Stellung des Landes in Südosteuropa. Die PUNR ist eher als nationalistische Splitterpartei zu betrachten, da sie nicht die Akzeptanz der ND oder der PRM in Teilen der Bevölkerung besitzt. Organisierte neonazistische Gruppen außerhalb der oben beschriebenen Parteien wie zum Beispiel in der BRD die „Freien Kameradschaften“ oder rechte Skinheads spielen zwar zahlenmäßig eine geringe Rolle, stellen aber immer ein Bedrohungsszenario für Roma oder andere Minderheiten dar. Ende Juli 1993 gründete sich in der südrumänischen Stadt Ploiesti die „Organisation für den Kampf gegen die Zigeuner“ (OLIT).

via ngn: Rumäniens extreme Rechte

Facebook-Hetze gegen Roma: Weiterer Angeklagter verurteilt

Im Zuge des Verhetzungsprozesses rund um Roma-Beschimpfungen auf sozialen Netzwerken rund um Vorfälle in Bischofshofen (Pongau) gab es nun einen weiteren Schuldspruch. Ende Juli wurden bereits sieben Beschuldige verurteilt. Im Verhetzungsprozess wegen rassistischer Kommentare auf Facebook ist am Landesgericht Salzburg am Mittwoch der letzte von insgesamt acht Angeklagten verurteilt worden. Der 24-jährige Mann erhielt drei Monate Haft auf Bewährung. Er war am eigentlichen Prozesstag, dem 30. Juli 2014, nicht vor Gericht erschienen. Damals sind bereits sieben Mitangeklagte zu bedingten Haftstrafen verurteilt worden. Angeklagter erschien ohne Anwalt Laut Gerichtssprecherin Christina Rott nahmen die Staatsanwaltschaft und der Angeklagte das Urteil an. Da der Mann aber ohne Anwalt vor Gericht erschien, könnte er noch drei Tage lang Einspruch gegen den Richterspruch erheben.

via salzburg24: Facebook-Hetze gegen Roma: Weiterer Angeklagter verurteilt

Xavier Naidoo sagt, dass Deutschland “gar kein richtiges Land” ist

Auf der Montagsdemo in Mannheim hat Sänger Xavier Naidoo verschwörungstheoretischen Unsinn von sich gegeben. “Hat Deutschland ‘ne Verfassung?”, fragte er, “ist Deutschland noch besetzt?” Und: “Tut der (die) NSA gar nichts Verbotenes, sondern darf er (sie) das sogar, weil die Deutschen ihm (ihr) das per Gesetz erlauben, weil wir eigentlich gar kein richtiges Land sind und immer noch besetzt?”

via huff: Xavier Naidoo sagt, dass Deutschland “gar kein richtiges Land” ist

siehe auch: Wirres Deutschland – Xavier Naidoo und die Montagsdemos haben sich endlich gefunden. Manchmal fügen sich die Teile des Puzzles einfach zusammen. Da gibt es diese Person, bei der man ob ihrer furchtbaren Musik schon immer eine Ahnung hatte, dass da irgendwas nicht stimmen kann. Und dann sind da diese montäglichen Veranstaltungen, wo sich Deppen treffen, um sich die Welt mit ihren Verschwörungstheorien zu einem James-Bond-Film spannend zu reden. Und irgendwann (nämlich letzten Montag in Mannheim) kommt dann alles zusammen. Xavier Naidoo tritt bei der Montagsmahnwache auf. Endlich könnte man nun sagen, es ist zusammengekommen, was zusammen gehört. Kartoffel-R’n’B mit der Kartoffelverschwörung. Man möchte den Bildschirm anschreien, wenn man dieses Video anschaut. Nur kann man sich nicht entscheiden, warum. Ist es die Musik? Oder sind es die Behauptungen von Xavier? Nein, Xavier, Deutschland ist kein besetztes Land und obwohl über dem Zwei-plus-Vier-Vertrag nicht in Buntstift „Friedensvertrag“ drüber steht, damit auch du es raffst, so ist er doch essentiell genau das: der Friedensvertrag, der die Nachkriegszeit in Deutschland beendet hat. Natürlich ist das nicht das erste Mal, dass Naidoo mit seiner Reichsbürgerideologie auffällt.

Russian anti-gay extremist sentenced to five years in penal colony

The leader of the Russian anti-gay vigilante group “Occupy Pedophilia,” who is alleged to have lured LGBT youth to abusive encounters through fake social media profiles, was sentenced Friday to five years in a Russian penal colony. Maxim Sergeyevich Martsinkevich was convicted of inciting and fomenting cases of extremism by posting videos on the “Vkontakte” (VK.com) social network that contained racial slurs and extremist opinions on Russia’s state of the union, reports Interfax. Videos containing anti-gay statements and abuse were not included in the prosecutor’s case against him, however. (…) Amid outrage by international Human Rights groups and the prosecutor’s office in what was then Sevastopol, Ukraine (which sought to arrest him for crimes against a young male adult citizen of Ukraine) Martsinkevich fled to Cuba in December 2013, but was arrested and extradited for breaking Cuban immigration law in January. Meanwhile, other members of “Occupy Paedophilia” are currently awaiting trial for their participation in anti-gay crimes. According to the prosecutor’s office in the Kamensk-Uralsky region, a court on August 8 approved the indictment in a criminal case against nine members of the group. The nine members are accused of “committing crimes under several articles of the Criminal Code,” including organization of an extremist community and membership in an extremist community, beatings and other acts of violence, the threat of murder and causing grievous bodily harm, intentional infliction of moderate bodily harm, torture and robbery.

via lgbtnation: Russian anti-gay extremist sentenced to five years in penal colony

siehe auch: Anti-Gay ‘Occupy Pedophilia’ Group Leader Sentenced To Russian Penal Colony. The good news? Maxim Martsinkevich, the leader of the Russian anti-gay vigilante group “Occupy Pedophilia” who we’ve seen torture gay youth on camera, has been convicted and sentenced. The bad news? He’s only being sentenced to five years in a Russian penal colony and the videos of the abuse weren’t even used by the prosecution in the case; Anti-Gay Neo-Nazi Russian Leader Sentenced to 5 Years. The head of the Russian-based anti-gay/neo-Nazi vigilante group “Occupy Pedophilia,” which reportedly abused LGBT youth after luring them via social media, was sentenced Friday to five years in a Russian penal colony, according to LGBTQ Nation. Maxim Sergeyevich Martsinkevich was found guilty of “inciting and fomenting cases of extremism,” LGBTQ Nation writes, after he posted videos to Russia’s social media site VKontakte (VK.com) that featured racial slurs and extremist opinions on Russia’s state of the union. The news site notes that his videos that had anti-gay rhetoric and abuse were not included in the prosecutor’s case against him. Martsinkevich, also known as “Teask” (Russian for “cleaver”), made headlines in January for fleeing Russia for Cuba after he had been spending months running away from Russian authorities for the crimes charged against him. He initially fled to Ukraine but eventually settled on hiding out in Cuba.

666 – like the beast!

Together with you – we are the number of the beast!

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Islamischer Staat im Netz – Archaisches Leben, moderne Medien

Twitter, Facebook, Instagram: Der Islamische Staat wirbt mit einer globalen Propaganda-Strategie für ein Leben nach brutalen Gesetzen. Eigentlich ist es kein Wunder, dass gerade Vice es geschafft hat, ins Herz der Finsternis vorgelassen zu werden. Das New Yorker Medienunternehmen gilt als cool und zeitgemäß – Attribute, die der Islamische Staat, die unter dem Kürzel IS firmierende Terrorgruppe in Syrien und Irak, gern für sich nutzen würde. Ein Vice-Reporter hat sich von den brutalen Islamisten als embedded journalist einladen lassen. In der Dokumentation „Der Vormarsch des Kalifats“ berichtet er aus dem Herzen des neuen Staatsgebildes und von dessen Front. Dass IS die Gonzo-Journalisten von Vice ausgewählt hat, fügt sich perfekt ein in das Puzzle seiner globalen Medienstrategie. IS ist in den sozialen Netzwerken überall präsent, auf Twitter, Facebook, Instagram, auf Notiz-Diensten wie justpaste.it und natürlich auf Youtube. Die offiziellen Accounts werden von den jeweiligen Plattformen zwar immer wieder gelöscht, erst in der vergangenen Woche hat Twitter Dutzende Nutzerseiten gesperrt. Accounts von IS-Sympathisanten sprießen jedoch überall. Beispiel Instagram: Der User „Aldawlhislam“ verbreitet auf der Foto-Plattform martialische Kampfszenen, die ikonische schwarze Flagge von IS, Bilder von Enthauptungen. Viele der Fotos sind mit schicken Farbfiltern bearbeitet, die kurzen Videos sind kommentiert oder mit Untertiteln versehen.

via taz: Islamischer Staat im Netz – Archaisches Leben, moderne Medien

„Patriotisches Menschenmaterial“

Analyse und Hintergründe der extrem rechten Facebook-Gruppe „Weil Deutsche sich’s noch trau’n!“. Wenn sich Salafisten in der Öffentlichkeit präsentieren, rufen nicht selten verschiedene Strömungen der rechten Szene zu Protesten auf: Sogenannte „rechtspopulistische“ Parteien wie Pro Deutschland, die völkische Identitäre Bewegung (IB), die Islamfeinde von der German Defence League (GDL) und manchmal auch die NPD. Zuletzt traten bei solchen Anlässen auch rechte und neonazistische Fußball-Hooligans in Erscheinung. Diese vernetzten sich über die Facebook-Gruppe „Weil Deutsche sich’s noch trau’n!“. Die genaue Betrachtung dieser Gruppe und ihrer Exponenten bietet einen Einblick in die Verfasstheit und Organisierung rechter Hooligans. (…) Im März 2014 tauchten rund 200 rechte Hooligans mit der Parole „Deutschland den Deutschen“ in Mannheim auf, um eine Salafisten-Kundgebung zu attackieren. Sie warfen mit Flaschen, Böllern sowie Feuerwerkskörper und versprühten Reizgas. Fünf Polizisten wurden verletzt. Die Polizei nahm vier Hooligans fest, 16 weitere wurden zeit­weilig in Gewahrsam genommen. Die Angreifer waren nach Medienberichten „größtenteils polizeibekannt“ und aus verschiedenen Städten angereist, unter anderem aus Stuttgart, Kaiserslautern und Karlsruhe. PI-News berichtete erfreut, man hätte vor Ort auch Fußballfans aus Frankfurt getroffen.2 (…) Ähnlich wie bei den rassistischen Mobilisierungen gegen Flüchtlingsunterkünfte spielen soziale Netzwerke wie Facebook auch bei diesen Mobilisierungen eine große Rolle. Unter dem Motto „Weil Deutsche sich’s noch traun!“ sammelten sich von Februar bis April 2014 knapp 320 extrem rechte Hooligans und Neonazi-Aktivisten aus ganz Deutschland in einer geschlossenen, heute nicht mehr existenten Facebook-Gruppe. Initiator war der 35-jährige Marc H. aus Remchingen bei Karlsruhe. (…) Bereits unter den ersten Administratoren waren bekannte Neonazis wie der Mannheimer Neonaziskinhead Christian Hehl, seit den Kommunalwahlen NPD-Abgeordneter im Gemeinderat von Mannheim. Rasch ging es im Schneeball-System weiter. Der Mönchengladbacher Hooligan George von E. stieß zum Kreis der Administratoren und exponierte sich in der Folgezeit als rassistischer Scharfmacher. Die Blaupausen dafür, was kommen sollte, lieferten Youtube-Videos von Angriffen englischer Hooligans und Aktivisten der English Defense League (EDL) auf Versammlungen von „Isla­misten“ in verschiedenen englischen Städten.

via aib: „Patriotisches Menschenmaterial“

Thüringer Innenministerium prüft rechtliche Schritte gegen NPD-Wahlvideo

Es sind knapp zehn Sekunden in dem aktuellen Wahlwerbevideo der Thüringer NPD, die der Partei noch einmal neuen Ärger einbringen könnten. Darin behauptet ein Partei-Anhänger, die Polizisten des Freistaates würden am 14. September NPD wählen. Eine Aussage, die das Innenministerium nicht auf sich sitzen lassen will. Deshalb wird derzeit in Erfurt geprüft, ob eine weitere Verbreitung des Streifens unterbunden werden kann. Zwei junge Herren und eine Dame stehen in hellblauen Polo-Shirts vor einem Imbiss und unterhalten sich. An ihrem Gürtel sind Schlagstöcke zu sehen, auf dem Bistro-Tisch liegt eine Schirmmütze. Einer erklärt: „Thüringen muss sicher werden. Deshalb wählen Polizisten NPD. Es kann sich etwas ändern.“ Diese Szene ließ im Thüringer Innenministerium bereits vor zwei Wochen die Alarmglocken läuten. In einer gemeinsamen Presseerklärung trat Ressortchef Jörg Geibert gemeinsam mit den Landesvorsitzenden der Gewerkschaft der Polizei, der Deutschen Polizeigewerkschaft und des Bundes Deutscher Kriminalbeamter der Vereinnahmung der Polizei durch die NPD entgegen. „Die Thüringer Polizei steht fest auf dem Boden der freiheitlich demokratischen Grundordnung“, bekräftigte der CDU-Politiker. Da in dem 90 Sekunden langen Video der Eindruck entsteht, bei den drei Personen handele es sich um Polizisten, lässt das Innenministerium derzeit die Möglichkeit einer Unterlassung prüfen. Im Moment sei es aber noch zu früh, eine genaue Erklärung abzugeben. Nach Recherchen des MDR sei der junge Mann, der den Part des Sprechers übernimmt, keinesfalls im Polizeidienst tätig. Details, mit denen sich die NPD nicht aufhält.

via endstation rechts: Thüringer Innenministerium prüft rechtliche Schritte gegen NPD-Wahlvideo

More White lies?

There was somewhat of a surprise and a shock for long term antiracist and antifascist activists in Leeds yesterday. Long time activists were horrified to see on the protest for Gaza the notorious neo-Nazi thug of Redwatch, BNP and C18 infamy Tony White. White was one of the founders of the infamous Redwatch website which targeted innocent individuals including Trade Uninonists, antifascists, and school teachers for violence, harassment and intimidation. White helped fellow Nazi Kevin Watmough set up the website while at the same time running a violent campaign in line with the website’s instructions. White has been jailed three times for his Nazi activities, most recently four years ago. At the peak of White’s activities in Yorkshire, antitacist and antifascist activists lived in fear of theirselves or their homes being attacked. The website regularly publishes photographs and the home details of people- photographs often taken on demonstrations. It was in and around Leeds, where White and Watmough are based where most of the attacks happened. One activist, a member of the Anti Nazi League (ANL) and the Socialist Workers Party (SWP) even had her car firebombed in an attack which was directly linked to the website. White was also a close associate of members of the Aryan Strike Force and British Freedom Fighters. Members of the group were sentenced for terrorist related offences in 2010. One of the men, Mike Heaton was particularly close to White. As was Nazi paedophile Marty Gilleard who was jailed for 16 years in 2008. There’s no denying that White has been one of the most active and violent Nazis on the British scene.

via hope not hate: More White lies?

Dortmunder Neonazis gründen Bürgerwehr in SA-Manier

Mit provokanten Aktionen fordert die Neonazi-Partei Die Rechte weiterhin die Zivilgesellschaft und den Staat heraus. Der Dortmunder Kreisverband stellte eigenen Angaben zufolge eine Partei-nahe Bürgerwehr auf die Beine. Die Aufgabe der entlarvend betitelten Hilfssheriffs sei u. a. die „Unterstützung bei Fahndungen“ oder der „Personen und Objektschutz […] im Umfeld von Asylantenheimen“. „Rechter Stadtschutz Dortmund“. Bereits mit ihrem Namen machen die Initiatoren klar, in welche Richtung die Reise gehen wird. Die, wenn auch nicht offizielle Abkürzung – „SS“ – der selbsternannten „Bürgerwehr“, die laut eigenen Angaben bei „einer besseren Gesellschaft mitwirken und durch praktische Solidarität einen Beitrag zum Gemeinwohl“ leisten möchte, dürfte kaum zufällig gewählt sein. Nur, dass Straßenkämpfer im Jahre 2014 einheitlich in gelben „T-Hemden“ und nicht mehr in schwarzen oder braunen Uniformen durch die Stadt ziehen. Bei dem Zusammenschluss handele es sich eine Arbeitsgruppe, welche die Neonazis Der Rechten „im Rahmen ihrer politischen Öffentlichkeitsarbeit unterstütze“, heißt es in einem von Michael Brück verantworteten Flugblatt. Jurastudent Brück zählte einst zur Führungsclique der wegen ihrer Wesensverwandtschaft mit dem Nationalsozialismus und ihrer Nähe zur SA verbotenen Kameradschaft „Nationaler Widerstand Dortmund“ (NWDO). Der Betreiber des „Antisem.it“-Versandes, in dem u. a. Pfefferspray erworben werden kann, treibt als Landesvize Der Rechten in Nordrhein-Westfalen und Bezirksverordneter im Dortmunder Stadtteil Huckarde den Aufbau einer im wahrsten Sinne des Wortes schlagkräftigen Neonazi-Struktur im bevölkerungsreichsten Bundesland mit Nachdruck voran. Auf einer Partei-nahen Internetseite legen die braunen Hobby-Polizisten großen Wert auf die Feststellung, ihre Handlungen basierten „auf der Grundlage der Rechtsordnung“. Neben unverfänglich erscheinenden „Säuberungsaktionen von Grünanlagen und Kinderspielplätzen“ kündigten die Neonazi-Aktivisten gezielte Besetzungen des öffentlichen Raums an. Ihre Präsenz soll Straftaten verhindern. Außerdem plant die wenig vertrauenswürdige Truppe nach „individuellen Gefahrenprognosen“ – wer immer diese auch erstellen mag – Personen und Objekte zu „schützen“. Auftreten wollen die Hilfssheriffs um den kürzlich für Siegfried „SS-Siggi“ in den Dortmunder Stadtrat nachgerückten Dennis Giemsch und Michael Brück insbesondere im „Umfeld von Asylantenheimen“, wo sie eine hohe Kriminalitätsrate vermuten.

via endstation rechts: Dortmunder Neonazis gründen Bürgerwehr in SA-Manier

siehe auch: Neonazis machen Werbung auf Friedhöfen. Die Neonazis behaupten, mit ihrem selbsternannten “Stadtschutz” für Sicherheit sorgen zu wollen. Für die Polizei sind sie illegal. Neonazis wollen in Dortmund als “Stadtschutz” auftreten. Sie behaupten, auf Friedhöfen, an Brennpunkten und in “Ghettos” für Sicherheit sorgen zu wollen, kündigen “Säuberungsaktionen” an. Die Polizei will gegen den selbsternannten “Stadtschutz” vorgehen. Sie rät den Bürgern, den Notruf zu wählen, so bald man ihm begegnet. Die Neonazis reden auch von “Fahndungen”, “Personen- und Objektschutz”, die sie planen.Ein Mitglied der Bezirksvertretung Huckarde – Michael Brück – zeichnet verantwortlich für ein Flugblatt, das über den Nazi-“Stadtschutz” informiert. Im Internet handelt dieser für die Sicherheit eintretende Michael Brück mit Steinschleudern, Acht-Millimeter-Stahlkugeln, Sturmhauben und Pfefferspray.

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