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Selbstentleibung bei #safehogesa – Betreiber nehmen #HoGeSa -Forum vom Netz

Unter dem Namen “safehogesa” firmierte das aus der HoGeSa-Seite ausgeliederte Forum. Hier waren innerhalb der kurzen Zeit über 1.600 User registriert und gab es eine Vielzahl von Beiträgen. Unter anderem war dort ein Anti-Antifa-Bereich integriert, über den “Gegner” mit allen erhältlichen persönlichen Informationen geoutet wurden, um Druck auf sie auszuüben und zu weiteren Aktionen anzustacheln.

screenshot safehogesa

 

Seit Freitag Nachmittag ist das Forum abgeschaltet – die Betreiber selbst haben es aus dem Netz genommen. Die angeblich “sachkundigen Anhängern der neuen Bewegung”, so Szene-Mitteilungen, die es als “sicheres und anonymes Forum auf einem ausländischen Server eingerichtet” hatten, zieht sich nach eigener Darstellung wegen “internen Gründen, Unstimmigkeiten” zurück und will nicht mehr “für die Verwaltung von Forum/Server, … für HoGeSa verantwortlich sein. Wir übergeben das Forum, Datenbank,… direkt an HoGeSa”. Maßgebliche Moderatoren des Forums waren Neonazis, so dass hier, ähnlich wie im Saarland mit der Sagesa, ein weiterer Konflikt aufgrund der engen Vwrzahnung mit der rechtsextremen Szene möglich scheint.

Thiazi-Prozess: „Junge Menschen sollten für die rechte Szene rekrutiert werden“

Nach der Razzia 2012 wurde Thiazi – das bis dahin größte Neonazi-Forum Deutschlands – abgeschaltet. Seit Freitag müssen sich vier mutmaßlich Hauptverantwortliche nun wegen Bildung einer kriminellen Vereinigung und Volksverhetzung vor Gericht verantworten. Es wird ein Mammutprozess werden, der Verfahrensumfang beträgt über 67.000 Seiten. Klaus-Werner R., Daniela W., Denny S. und Dominik S. sind die Namen der vier mutmaßlichen Admins des ehemaligen Neonazi-Portals Thiazi, die sich ab Freitag vor dem Landgericht Rostock verantworten müssen. Die drei Männer und einer Frau agierten vor allem im Schutz der Anonymität, im Umfeld der vier Angeklagten wusste kaum jemand über deren rechtsextreme Online-Aktivitäten Bescheid. (…) Die Anklagepunkte der Staatsanwaltschaft beziehen sich auf den Zeitraum von 2009 bis 2012, in dem sich die vier Personen in jeweils über 100 Fällen strafbar gemacht hätten. Laut Staatsanwaltschaft seien dabei R. und W. die „Rädelsführer“ des Thiazi-Forums gewesen. Während der 33-jährige R. vor allem als eine Art Verwalter aufgetreten sei, hätte W. die Foren-Software programmiert und sich um technische Belange gekümmert. Die Vorgehensweise sei dabei hierarchisch aufgebaut gewesen, es hätten strenge Regeln geherrscht. Es bestanden offenbar klare Handlungsleitlinien, Unterstützern seien konkrete Funktionen zugeteilt worden. So hätte es laut Staatsanwaltschaft Betreuer, Bereichsbetreuer und auch Archivisten gegeben, die sich jeweils um bestimmte Sektionen des Forums kümmerten. Über 1.000 Alben zum Download angeboten Vor allem der Musik-Bereich hätte eine gewichtige Rolle gespielt, weit über 1.000 Alben – größtenteils aus dem Rechtsrock-Segment – wären auf dem Portal zum Download angeboten worden. Durch Spenden hätte man Zugang zu den Downloads bekommen. Je größer die Spende, desto mehr rechtsextreme Musik konnten Nutzer seinerzeit herunterladen.

via endstation rechts: Thiazi-Prozess: „Junge Menschen sollten für die rechte Szene rekrutiert werden“

siehe auch: Betreiber des rechtsextremistischen Thiazi-Forums vor Gericht. Das Thiazi-Forum war über drei Jahre hinweg die bedeutendste rechtsextremistische Internetplattform in deutscher Sprache. 2012 wurde es geschlossen. Nun beginnt die juristische Aufarbeitung. Vor dem Landgericht Rostock müssen sich vom heutigen Freitag an vier Betreiber der früheren rechtsextremistischen Internetplattform “Thiazi-Forum” verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft den drei Männern und einer Frau die Bildung einer kriminellen Vereinigung und gemeinschaftlich begangene Volksverhetzung in mehreren hundert Fällen im Zeitraum zwischen Januar 2009 und Juni 2012 vor. Die Anklageschrift umfasst nach Angaben des Gerichts 342 Seiten. Die Verlesung dürfte die ersten beiden Verhandlungstage in Anspruch nehmen. In dem seit 2012 geschlossenen “Thiazi-Forum”, das sich als “germanische Weltnetz-Gemeinschaft” bezeichnete, waren mehr als 30.000 Benutzer organisiert, es sollen mehr als 1,5 Millionen Beiträge abrufbar gewesen sein. Es war damit laut Anklage das zum bedeutendste rechtsextremistische Forum in deutscher Sprache. Dort soll laut Bundeskriminalamt in etlichen Liedern zum Hass gegen Ausländer und Juden aufgestachelt und zu gewalttätigen Übergriffen aufgerufen worden sein; Rechtsextremes Forum Thiazi.net  – Virtuelle Hetze mit juristischen Folgen. In Rostock beginnt das Verfahren gegen Betreiber des ehemals größten rechtsextremem Szeneportals. Die Anklage umfasst 342 Seiten. Im Hort „Villa Kunterbunt“ waren das Entsetzen groß. Vor zwei Jahren erfuhren die Mitarbeiter des städtischen Kinderhorts in Barth, dass ihr Kollege Werner R. einer der Hauptbetreiber des rechtsextremen Internetportals Thiazi.net war. Am Freitagvormittag beginnt vor dem Landgericht Rostock das Verfahren gegen den Erzieher sowie gegen zwei weitere Mitstreiter und eine Mitstreiterin. Die Staatsanwaltschaft wirft den Beschuldigten die Bildung einer kriminellen Vereinigung in Tateinheit mit gemeinschaftlich begangener Volksverhetzung in mehreren hundert Fällen vor. (…) Bis zu dem staatlichen Eingreifen war Thiazi mit mehr als 30.000 registrierten Personen das größte Szeneportal. Fast 1,5 Mio. Beiträge seien entstanden, so Mack. In verschiedenen Rubriken konnten sich die User über Szeneveranstaltungen von Rechtsrockkonzerten bis NPD-Veranstaltungen austauschen, auch Schnittmuster für Hakenkreuzfahnen und Backanleitungen für SS-Torten finden oder sich über Szenethemen von Feindbeschreibungen bis Strategiedebatten unterhalten. Seit 2007 wurden hier auch in erheblichem Umfang Schriften und Tonträger mit strafrechtlich relevantem Inhalt veröffentlicht. Auf dem Portal kam es in den Jahren immer wieder zu Gesetzesverstößen. Da der Server aber im Ausland lag, blieb es jahrelang ohne rechtliche Folgen; Prozess um Neonazi-Seite thiazi.net / Ein Forum voller Hass. Holocaust-Leugnung, Ausländerhass und Handel mit verbotener Musik: Zehntausende nutzten das Neonazi-Forum thiazi.net bis zu seiner Schließung. Heute beginnt in Rostock der Prozess gegen mutmaßliche Strippenzieher der rechtsradikalen Plattform. Frühmorgens stürmte eine GSG9-Truppe die kleine Wohnung von Klaus R., bis dato ein scheinbar unbescholtener Erzieher in Barth nahe der Ostseeküste. Er soll das Thiazi-Netzwerk mutmaßlich als Administrator aufgebaut und jahrelang betrieben haben. Thiazi, das war bis zur Razzia im Sommer 2012 die größte deutschsprachige Online-Plattform für Neonazis, benannt nach einem Sturmriesen aus der germanischen Mythologie. 30.000 angemeldete Nutzer Thiazi hatte in der Szene laut Experten eine große Bedeutung, zählte über 30.000 angemeldete Nutzer. Das Forum diente zum Austausch von rechtsradikalem Gedankengut oder auch zur Mobilisierung der Szene. Dort wurde außerdem in großem Stil mit verbotener Nazi-Musik gehandelt. In den Texten der Lieder wird zu Hass gegen Ausländer, Juden und Muslimen angestachelt.In Thiazi-Nutzerkommentaren wurde der Holocaust geleugnet und die nationalsozialistische Gewalt und Willkürherrschaft verherrlicht. Zur Mordserie des NSU fanden sich Tausende Posts, die unter anderem den Terror bezweifelten oder die Gewalttaten guthießen. Mutmaßlich diente das Forum teilweise auch zum Einstieg in die rechte Szene.

Angeblich tausende Teilnehmer – Demo gegen Ausländer in Halle angemeldet

In Halle ist laut Polizei für den kommenden Freitag eine Demonstration unter dem Motto „Asylflut stoppen“ angemeldet. Angeblich sollen 2.000 bis 3.000 Personen teilnehmen. Die Initiative „Halle gegen Rechts – Bündnis für Zivilcourage“ hat bereits eine Gegendemo angemeldet. In Halle soll laut Polizei am Freitag kommender Woche eine Demonstration unter dem Motto „Asylflut stoppen“ stattfinden. Der Anmelder der Versammlung soll nach MZ-Informationen einen Bezug zur „Brigade Halle“ haben, die seit geraumer Zeit versucht, gegen 40 im Stadtteil Silberhöhe wohnende Roma-Familien Stimmung zu machen. Der Anmelder selbst hat laut Polizei eine Teilnehmerzahl von 2.000 bis 3.000 Personen angegeben. Die Initiative „Halle gegen Rechts – Bündnis für Zivilcourage“ hat dazu bereits eine Gegendemo mit bis zu 500 Teilnehmern angemeldet.

via mz-web: Angeblich tausende Teilnehmer Demo gegen Ausländer in Halle angemeldet

siehe auch: Flagge gegen Rechtsextremismus: zwei Demos gegen Nazi-Aufmarsch angemeldet. Gegen die für den 5. Dezember geplante Kundgebung von Rechtsextremisten im Stadtteil Silberhöhe sind bereits zwei Gegendemonstrationen angekündigt. So will das Bündnis “Halle gegen Rechts – Bündnis für Zivilcourage” Flagge gegen Rechtsextremisten zeigen. Dem Bündnis gehören beispielsweise das Arabische Haus, die Islamische Gemeinde, die Parteien Linke, Grüne und SPD sowie Gewerkschaften, Vereine und Initiativen an. “Wir treten Nazis und Rassisten entgegen und lassen sie ihre Parolen und Hetze nicht ungestört verbreiten”, sagt die Landtagsabgeordnete Henriette Quade (Die Linke). Und die Front Deutscher Äpfel ruft ebenso zum Widerstand auf; Chronik Silberhöhe. Hier eine Chronik der Vorkommnisse im halleschen Stadtteil Silberhöhe. Die Artikel sind, wenn nicht anders gekennzeichnet, dem hallespektrum entnommen. Der Punkt zur “Brigade Halle/Saale” entspringt eigener Recherche. Dieser Beitrag dient der Übersicht und Dokumentation und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Um Ergänzungen wird gebeten.

„All Cops Are Bastards“ – Polizei Mettmann blamiert sich mit ACAB-Nummernschild

Diese Buchstabenkombination lesen Polizisten eigentlich gar nicht gerne: ACAB. Sie steht in gewissen Kreisen nämlich für „All Cops Are Bastards“. Dumm nur, dass die Polizei Mettmann für eine Pressemitteilung ein Symbolfoto mit dem Nummernschild „AC – AB 381“ wählte. (…) ACAB gilt nämlich weltweit als Abkürzung für die Polizistenhasser-Parole „All Cops Are Bastards“ („Alle Polizisten sind Bastarde“). Warum der Mann auf dem Foto das Kürzel nutzt, ist unbekannt. Sicher ist jedoch, dass die Polizei Mettmann sich ziemlich blamiert hat, indem sie ein Foto von eben diesem Auto und Nummernschild für eine Pressemitteilung nutzte.

via focus: „All Cops Are Bastards“ – Polizei Mettmann blamiert sich mit ACAB-Nummernschild

PS: Ein Screenshot des Originalfotos ist zB beim Kraftfuttermischwerk abrufbar. Davon haben wir eine Kopie unter https://archive.today/KChfa gemacht ;-)

Das schnelle Ende eines heftigen Shitstorms: Das vorbildliche Krisenmanagement der Reformhäuser

Marketing Ein Fall für die Krisenkommunikations-Lehrbücher. Am gestrigen Dienstag sah es lange so aus, als ob die Reformhäuser, bzw. der Verband der Reformhäuser, in richtig schwere Shitstorm-See geraten würden. Ein heftig homophober Text in der Reform Rundschau, einem Magazin, dass in den Bio- und Gesundheits-Läden ausliegt, brachte den Verband in höchste Kommunikations-Not. Doch mit einem konsequenten Manöver gelang den Refomhäusern die Wende. Bereits wenige Stunden, nachdem die Kritikwelle so richtig Fahrt aufgenommen hatte, steuerten die Vorstände des Reformhaus-Verbandes, Rainer Plum  und Carsten Greve, effektiv dagegen. In einem Statement “distanzierten” sie sich sofort “klar und eindeutig”. “Vorstand und Aufsichtsrat der Reformhaus eG weisen die diffamierenden und diskriminierenden Äußerungen gegenüber Homosexuellen im Artikel von Dr. von Rosen in der Reformrundschau 11/14 komplett zurück”. (…) Die Lehrbücher für Krisenmanagement schlagen in solch einem Fall ein klares Vorgehen vor: Entschuldigen, Distanzieren und dann klare Konsequenzen ziehen. Genau nach diesem Schema handelten die Reformhäuser dann auch. Neben der klaren Distanzierung schrieben die beiden Vorsitzenden weiter, “dass bereits mehrere hundert Reformhäuser nach unserer Information die aktuelle Auflage der Zeitschrift „Reformrundschau“ 11/14 aus ihren Geschäften entfernt und vernichtet haben und diese Reformhausbetreiber den Bezug dieses Magazins mit sofortiger Wirkung gekündigt haben.“ Das kann man durchaus als klare Konsequenzen bezeichnen.

via meedia: Das schnelle Ende eines heftigen Shitstorms: Das vorbildliche Krisenmanagement der Reformhäuser

siehe auch: Reformhaus-Magazin: Homosexualität ist gegen die Natur – upd 2220 – inkl Erklärung Reformhaus. In deutsche Reformhäusern erhält man nicht nur Vollkorndinkel und Amaranth, sondern auch esoterisch verbrämten Homo-Hass. Mehr als 1.300 Reformhäuser in Deutschland verstehen sich als Impulsgeber für eine gesunde und natürliche Lebensweise. Daher liegen in vielen Filialen jeden Monat hunderttausende Exemplare der “Reform Rundschau” aus. Das Magazin wirbt seit 1925 für Vollwertkost, Grüntee und Co. – hat aber auch eine andere Agenda: In der neuesten Ausgabe empört sich das Magazin über die Gleichbehandlung von Homosexuellen – und erklärt triumphierend, dass sich die Natur bald den unnatürlichen Schwulen und Lesben annehmen würde.

Gewalt­be­reit und Ter­ror­affin – Die Bürgerbewegung Hellersdorf

In der Nacht vom 13. zum 14. März wurden nach Angaben der Betrof­fenen zwei Geflüch­tete von einem Mob von ca. 15 Per­sonen am U-Bahnhof Cott­busser Platz atta­ckiert und durch den Hel­lers­dorfer Kiez gehetzt [1]. Ihnen wurden Fla­schen nach­ge­worfen, die auch das Gebäude der Unter­kunft trafen, und nur mit Mühe konnten sie zusammen mit dem Sicher­heits­per­sonal sechs der Angreifer daran hin­dern, die Flücht­lings­un­ter­kunft in der Maxie-Wander-Straße, in der neben den Betrof­fenen noch unge­fähr 200 wei­tere Geflüch­tete leben, zu stürmen. Diese erschre­ckende Hetz­jagd ist ein wei­terer trau­riger Höhe­punkt einer Serie von Atta­cken auf die Unter­kunft, die sich seit dem Jah­res­be­ginn ent­wi­ckelt hat. Zuvor gab es gezielte Anschläge mit modi­fi­zierten Böl­lern, Schmie­re­reien und ras­sis­ti­sche Flug­blätter. Die Polizei ist mit dem latenten Gewalt­po­ten­tial im Kiez um die Unter­kunft über­for­dert, brauchte sie doch 20 Minuten, bis sie den Not­rufen der Geflüch­teten folgte. Gefeiert wird jede dieser Aktionen auf der Facebook-Seite der „Bür­ger­be­we­gung Hel­lers­dorf“, ein Ersatz-Label für die soge­nannte „Bür­ger­in­itia­tive Marzahn-Hellersdorf“ [2]. Die Bür­ger­in­itia­tive hatte im ver­gan­genen Jahr die Platt­form für orga­ni­sierte, streng nazis­tisch ori­en­tierte Rechte und ras­sis­ti­sche Anwohner_innen gebildet, auf der sie ihrer Hetze freien Lauf lassen und auch straf­recht­lich rele­vante Inhalte ver­breiten konnten. Sie betrieben einer­seits Anti-Antifa-Arbeit und foto­gra­fierten ande­rer­seits Flücht­linge im All­tags­leben gezielt ab. Mit Falsch­in­for­ma­tionen ver­su­chen sie weiter — nachdem durch anti­ras­sis­ti­sche Inter­ven­tionen zumin­dest ein Teil der all­tags­ras­sis­ti­schen Anwohner_innen zur Räson gebracht wurde — eine Stim­mung gegen Geflüch­tete und als Migrant_innen wahr­ge­nom­mene Men­schen zu schüren. Nachdem die Seite mehr­mals von Face­book gesperrt wurde, aber keine straf­recht­li­chen Reak­tionen von den Ber­liner Ermitt­lungs­be­hörden erfolgten, wech­selte die Bür­ger­in­itia­tive ihren Namen und ist seitdem als „Bür­ger­be­we­gung Hel­lers­dorf“ aktiv. Warum es seit Monaten keine Ermitt­lungs­er­geb­nisse und ent­spre­chende Ver­fahren gibt, ist voll­kommen unklar — sind doch alle Akteur_innen bekannt. Nachdem sich André Kiebis [3] wei­test­ge­hend von der Bür­ger­in­itia­tive dis­tan­ziert hatte, sich aber dem Anspruch der Auf­klä­rung um die Struktur und per­so­nellen Ver­knüp­fungen ver­wei­gert und auch inzwi­schen mit ras­sis­ti­schen Aus­sagen sehr vor­sichtig ist, und die lokale NPD — nachdem Mat­thias Wich­mann und Thomas Crull schon früh als Akteure der Mobi­li­sie­rung gegen die Unter­kunft benannt wurden — sich wei­terhin wie in den ver­gan­genen fünf Jahren inaktiv und bedeckt hält, wurden im August 2013 zwei der zen­tralen Per­sonen hinter der Bür­ger­in­itia­tive / Bür­ger­be­we­gung öffent­lich benannt: Die Mahls­dor­ferin Daniela Fröh­lich und der Hel­lers­dorfer Marcel Rockel. Ihnen zur Seite stehen der bis­lang uner­wähnte im Kiez um die Unter­kunft woh­nende Kai Schuster und wei­tere ein­ge­ses­sene Nazis und Rassist_innen. (…) Die Bür­ger­be­we­gung Hel­lers­dorf wird orga­ni­sa­to­risch durch den Lan­des­ver­band der NPD und ihrer Jugend­or­ga­ni­sa­tion, der JN, unter­stützt. Maß­geb­lich werden hier die Kon­takte des „NW-Berlin“-Aktivisten Rockel sein. Inten­siver aber sieht die Zusam­men­ar­beit mit dem Lan­des­ver­band der Partei „Die Rechte“ aus, zu dem Daniela Fröh­lich gute Kon­takte pflegt. Am 19. August 2013 fand sich neben Fröh­lich, Rockel und Schuster auch ein wei­terer Gast im „Viwa“-Imbiss, der mit Bier­krügen warf: Patrick Krüger. Patrick Krüger, geboren 1975 oder 1976, ist der stell­ver­tre­tende Lan­des­vor­sit­zende der Partei „Die Rechte“ und hat eine jahr­zehn­te­lange NS-Biografie, die sich auch in seinen omni­prä­senten NS-bezogenen Tat­toos auf seinem Körper und Kopf wider­spie­gelt. Der Vater von zwei Kin­dern tritt zumin­dest vir­tuell als Füh­rungs­per­sön­lich­keit einer Gruppe mit dem groß­spurig rassistisch-militanten Namen „Aryan Strike­force / Combat 18“ auf und posiert auf Fotos mit Hit­ler­grüßen. Mit anderen Ber­liner Naziskin­heads wie Maik Graf oder Jes­sica Riedel prä­sen­tiert er sich als glü­hender Ver­ehrer der ras­sis­ti­schen Ter­ror­gruppe „Combat 18″.  (…) Sowohl die Prot­ago­nisten der Bür­ger­be­we­gung als auch „Die Rechte“ in Berlin orga­ni­sieren sich seit den ‚90er Jahren in per­sön­li­chen Freun­des­kreisen — nicht immer öffent­lich, nicht immer in greif­baren und benenn­baren Orga­ni­sa­ti­ons­formen, aber wei­test­ge­hend strin­gent. Mit Krüger und Fröh­lich gibt es zwei Per­sonen mit min­des­tens indi­rektem NSU– oder „Combat 18″-Bezug, den sie auch bis heute nicht abge­legt haben. Hinzu kommt, dass schon 2003 bei einer Woh­nungs­durch­su­chung beim Mili­ta­riahändler Thomas Koeppen, Jahr­gang 1980, im Zusam­men­hang mit der Spreng­stoff­quelle der „Kame­rad­schaft Süd“, die ihrer­seits mit dem NSU in Kon­takt stand [13], in der Maxie-Wander-Straße vier Hand­feu­er­waffen gefunden wurden [14]. Seine engen Kon­takte zum Bran­den­burger Andreas Joa­chim ließen Koeppen in das Visier der Ermittler geraten, Joa­chim sei­ner­seits steht in enger Ver­bin­dung zu Martin Wiese, der sich durch Joa­chims Waf­fen­ar­senal hoch­rüsten ließ [15]. In der Gegend um die Hel­lers­dorfer Unter­kunft ver­mi­schen sich bis heute gewalt­be­reite und ter­ror­af­fine Nazis der alten Schule, gut aus­ge­stat­tete Rocker und ein inten­sives BFC-Hooligan-Milieu zu einer im wahrsten Sinne des Wortes explo­siven Mischung. Fröh­lich und die Anti-Antifa-Berlin — ein Exkurs in die ‚90er Hinzu kommt, dass ins­be­son­dere die Ver­gan­gen­heit Daniela Fröh­lichs auf die ernste Gefahr, die diese Frau dar­stellt, hin­weist. In den ‚90er Jahren war Fröh­lich eine Prot­ago­nistin bun­des­weiter nazis­ti­scher Anti-Antifa-Bestrebungen.

via antifa-berlin: Gewalt­be­reit und Ter­ror­affin – Die Bürgerbewegung Hellersdorf

Geplante Demonstration von “ #KAGIDA ” am 1. Dezember 2014 – #hogesa #nohogesa

Montag, 1. Dezember 2014: Den Aufmarsch unter dem Motto “Kassel Gegen Islamisierung Des Abendlandes” verhindern! Gegenaktivitäten geplant! Am Montag, den 1. Dezember 2014 soll in Kassel eine Demonstration von “Kassel Gegen Islamisierung Des Abendlandes” (KAGIDA) stattfinden. Diese wird derzeit auf Facebook von einer gleichnamigen Seite beworben und soll um 18:30 Uhr vor dem Hauptbahnhof beginnen und anschließend durch die Kasseler Innenstadt führen. Ob und von wem tatsächlich eine Anmeldung vorliegt, ist bisher nicht bekannt. Offensichtliches Vorbild sind Initiativen wie HoGeSa (Hooligans gegen Salafisten) und PEGIDA (Patriotische Europäer Gegen die Islamisierung des Abendlandes). Während versucht wird, sich von den Hooligans abzugrenzen, wird sich explizit auf die Zusammenarbeit mit PEGIDA aus Dresden bezogen. Auffällig ist, dass die Organisatoren sich offensichtlich nicht einmal Mühe geben, das eigene Weltbild zu kaschieren. Waren die Initiatoren von HoGeSa noch darum bemüht, es so aussehen zu lassen, als sei nicht prinzipiell der Islam das Feindbild sondern der vermeintlich “radikale Salafismus”, halluzinieren Inititiativen wie KADIGA gleich eine drohende Islamisierung des “Abendlandes” herbei. Der aufgebrachte Mob, der sich gern auch als “Das Volk” verstanden wissen will, konstruiert mit seinem kulturrassistischen Islamhass eine Bedrohung, die so faktisch nicht existiert und schafft einen gesellschaftlichen Diskurs, der jede progressive Religionskritik unmöglich macht. Auch an weiteren Feindbildern mangelt es nicht: Bei der HoGeSa-Demonstration in Köln wurden nicht nur Journalist_innen gejagt und zusammengeschlagen. Auch Menschen, die aufgrund ihres Erscheinungsbildes irgendwie verdächtig nicht-weiß-uneuropäisch aussehen, wurden im Bahnhof und anschließend in den Zügen angegriffen. Nachdem durch die massive Polizeipräsenz bei der HoGeSa-Kundgebung in Hannover Szenen wie in Köln verhindert wurden, wird versucht, sich als friedliebende Opfer “linksextremistischer Gewalt” zu inszenieren als habe es die Ausschreitungen in Köln nicht gegeben. Zum Anlass wird eine Auseinandersetzung zwischen Antifaschist_innen und HoGeSa-Teilnehmern in Hannover genommen, die mit dem Krankenhausaufenthalt der Hooligans endete. Seit dies bekannt wurde, sprießen Facebook-Seiten in feinster Redwatch-Manier aus dem virtuellen Boden und outen willkürlich Personen, die irgendwie links sind oder für links gehalten werden.

via noblogs: Geplante Demonstration von “KAGIDA” am 1. Dezember 2014

Beatrix von Storch – AfD-Europaabgeordnete im Zwielicht

Eine Studie erhebt schwere Vorwürfe gegen Beatrix von Storch. Die AfD-Politikerin soll eine Hetzkampagne gegen einen „Sexualausbildungsleitfaden“ für Kinder und Jugendliche forciert haben. Von Storch streitet das ab. Konservative Vertreter der Alternative für Deutschland (AfD) sympathisieren offenbar mit aggressiven Kampagnen gegen Wissenschaftler, die sich mit Themen der Geschlechter- oder Sexualitätsforschung beschäftigen. Zu diesem Schluss kommt eine dem Handelsblatt (Online-Ausgabe) vorliegende noch unveröffentlichte Studie des Soziologen Andreas Kemper im Auftrag der SPD-nahen Friedrich-Ebert-Stiftung. Im Fokus steht dabei auch die AfD-Europaabgeordnete Beatrix von Storch. Ihr Kampagnen-Netzwerk „Zivile Koalition“ sei während einer von dem Bestseller-Autor Akif Pirincci angestoßenen „Hetzkampagne“ gegen die Kasseler Universitätsprofessorin Elisabeth Tuider durchgehend als „Multiplikator“ aufgetreten. So sei in der zum Von-Storch-Netzwerk zählenden Internet-Zeitung „Freie Welt“ oder den Internet-Präsenzen „Familien-schutz.de“ und „Abgeordneten-Check.de“ entsprechende Beiträge „gespiegelt und verlinkt“ worden. „Hier fanden auch entsprechende Verharmlosungen statt“, heißt es in der Untersuchung mit dem Titel „Keimzelle der Nation. Zur Geschlechterpolitik der AfD nach der Europawahl 2014“.

via handelsblatt: Beatrix von Storch – AfD-Europaabgeordnete im Zwielicht

Flop für #HoGeSa -Abklatsch im Saarland – #nohogesa #sagesa

Die NPD-lastige „SaGeSa“-Demonstration am Samstag im saarländischen Völklingen endet für die Organisatoren als peinliches Debakel – zahlreiche Teilnehmer haben die Veranstaltung vorzeitig verlassen. Etwa 250 rechtsgerichtete Demonstranten waren dem Aufruf der SaGeSa (bnr.de berichtete) gefolgt und am Samstag nach Völklingen angereist. Die Gegendemo verzeichnete mehr als 300 Gegendemonstranten, insgesamt waren mehrere hundert Polizisten im Einsatz.
Bereits im Vorfeld hatte sich die HoGeSa von dem von einer lokalen NPD-Größe angemeldeten Völklinger Aufmarsch distanziert. Anfänglich waren nur rund 40 Teilnehmer vor Ort, während sich die Anreise eines Gros der Teilnehmenden verzögert hatte, die Demonstration musste verspätet beginnen. Schon kurze Zeit später offenbarte sich die gesamte Peinlichkeit: alkoholisierte Teilnehmer, Verstöße gegen Versammlungsbedingungen, Hitlergrüße – und das Verlassen der Veranstaltung durch einen Großteil der Personen, denen angeblich erst da auffiel, dass sie auf einer NPD-Veranstaltung gelandet waren. Später sollten Mitglieder der „Berserker Pforzheim“ erklären, die NPD habe die Demo gekapert und der politische Hintergrund sei bei der Anreise nicht bekannt gewesen. Auf dem HoGeSa-Forum wurden diese Beiträge mittlerweile gelöscht, auf diversen Facebook-Profilen sind sie noch immer zu finden. Gegen Mitglieder der „Berserker Pforzheim“ laufen seit den Hooligan-Krawallen Ende Oktober in Köln Ermittlungsverfahren, darunter auch wegen Hitlergrüßen und wegen Angriffen auf Polizeibeamte.

via bnr: Pforzheimer Hooligans distanzieren sich angeblich von NPD-Veranstaltung; Screenshot Twitter

siehe auch: Hooligans gegen Saarländer – Vom Scheitern einer Kundgebung. Auf der Demo des saarländischen Ablegers der „HoGeSa“ kam es zu einem Eklat. Die Teilnehmenden verließen die Veranstaltung vorzeitig, nachdem die NPD versucht hatte, die Kundgebung zu vereinnahmen. Dies ist eine schwere Niederlage sowohl für die NPD als auch die HoGeSa. (…) Als es zum ” Open Mikrofon” kam nahm sich einer der Berserker Pforzheim das Micro und lies seinen Unmut über diese Täuschung freien Lauf und beendete seine Rede mit den Worten: Jeder der zu HoGeSa steht geht jetzt mit uns!!!! Von den anwesenden Demoteilnehmer gingen min. 90% mit! Der Versammlungsleiter der sich nun als NPDler geoutet hat beendete sofort die Demo.“ (Rechtschreibfehler im Original) Diese Beschreibung ist natürlich wohlfeil. So war weit im Vorfeld bekannt, dass die Kundgebung von der NPD organisiert worden war. Nachdem die Facebook-Seite der „Saarländer gegen Salafisten“ abgeschaltet worden war, übernahm die NPD die Mobilisierung unter eigener Flagge und erstellte entsprechende Facebook-Banner. Sollte es den Hooligans nicht aufgefallen sein, dass Szenegrößen aus der NPD diese Veranstaltung maßgeblich vorangetrieben haben, spricht das nur dafür, dass die Szenen inzwischen bis zur Unkenntlichkeit verwoben sind. Entsprechend undurchsichtig verlaufen nun die Konfliktlinien zwischen den Teilnehmenden dieser Demonstration des Scheiterns. Unglaubwürdige Abgrenzung Auch für die NPD war diese Abgrenzung unglaubwürdig. So kommentierte Markus Mang, Landesvorstandsmitglied der NPD Saar: „Vor ein paar Wochen im Zug nach Köln habt ihr Berserker noch das Horst Wessel Lied gesungen, und selbst auf der Veranstaltung habt ihr den rechten Arm nicht hoch genug bekommen.“ Mang schreibt weiter, dass er eine solche „Heuchelei“ selbst bei den abgefucktesten Systempolitikern noch nicht gesehen. Beste Grüße aus Völklingen“ (Rechtschreibfahler im Original) Auch der Anmelder der besagten Kundgebung, Andre H., stieg in die Kritik ein: „Wenn man medien mehr glaubt war nichts rechts das da ein paar anwesend sind ist normal dachte gemeinsam sind wir stark egal welche Farben oder Partei hatt doch auch ein moslem geredet was ist da rechts sorry“ (Rechtschreibfahler im Original)

Swedes’ blonde only school photo goes viral

A protest school photo by Swedish students to highlight the anti-immigration polices of the Sweden Democrats has generated a storm on social media. Pupils at the Hulebäcks secondary school outside Gothenburg decided to make a statement in their annual class photo. When the time arrived to take the picture only three of 25 strong class showed up. The trio appeared in the shot with a student holding a sign saying ‘Jimmie sent the rest home’ in protest against the nationalist policies advocated by the Sweden Democrats’ leader Jimmie Åkesson. Most of the class come from immigrant backgrounds, so the three blonde haired students appear amidst a row of empty chairs. “We had two serious proposals for the picture. One was that we were going to dress up as Star Wars characters and the second was to do something more drastic, something that would stand out from the crowd,” Patricia Spång Lundahl, who is pictured holding the sign, told Sweden’s Aftonbladet newspaper. The teenager added the class were taking a stand against the Sweden Democrats, which claimed over 800,000 votes in last September’s election. The party is temporarily being led by Parliamentary group leader Mattias Karlsson, while Jimmie Åkesson is on sick leave. How the Sweden Democrats went mainstream “We are not sympathetic to their policies and their way of looking at people. In other words we are against racism and for equality,” said 18-year-old Spång Lundahl

via thelocal.se: Swedes’ blonde only school photo goes viral

Flüchtlingsgegner machen mobil

Der von der extremen Rechten unterstützte Demonstration gegen eine geplante Flüchtlingsunterkunft am Samstag in Berlin-Marzahn ist zwar weit hinter den Erwartungen geblieben – für den heutigen Montabend wird aber schon wieder zu einem erneuten Aufmarsch aufgerufen. „Ein Desaster für Neonazis, Flüchtlingsgegner und besorgte Anwohner“. So wie die „taz“ kommentierten auch zahlreiche andere Medien,  den  Versuch,  die von bekannten Kadern der NPD und der Partei „Die Rechte“ unterstützten  Proteste gegen eine Flüchtlingsunterkunft in Berlin-Marzahn auszuweiten. Nachdem  bei drei Montagsdemonstrationen die Zahl  der Teilnehmer/innen zugenommen hatte  und einige Anwohner sich offen mit den extremen Rechten solidarisierten (BnR berichtete),  sollte  der Protest am 22. November ausgeweitet werden.  Unter dem Motto „Gegen Asylmissbrauch den Mund aufmachen“ wurde  am frühen Samstagnachmittag zu einer Demonstration aufgerufen, die den Anspruch hatte „Bürgerinnen und Bürger aus der Mitte der Gesellschaft“ anzusprechen. Deshalb war auf Parteifahnen  verzichtet worden. Wie bei den drei Montagsdemonstrationen zuvor, waren auch am Samstag Deutschlandfahnen in verschiedenen Größten zu sehen. Doch  in der Diktion des  Aufrufs zeigte sich die extrem rechte Handschrift  deutlich. Die Abrechnung mit einer „asozialen Politik“ wird gefordert und  „Identität und für eine solidarische Gemeinschaft“ dagegen gesetzt. Schon bald zeigte sich allerdings, dass die  Teilnehmerzahl der als „besorgte Bürger“ firmierenden  Gegner der Flüchtlingsunterkunft  mit knapp 800 Menschen hinter ihren Erwartungen  geblieben ist. Zudem hatte ein breites Bündnis aus Politik und Zivilgesellschaft zu  Protesten aufgerufen und Teile der geplanten Marschroute besetzt. Von der  eigentlich acht Kilometer langen Demonstrationsroute blieb am Ende eine kurze Strecke übrig. Die lange Wartezeit führte dazu, dass die rechte Demo auf knapp 200 Menschen schrumpfte. Dafür wurden die Ansprachen am offenen Mikrofon immer aggressiver.

via bnr: Flüchtlingsgegner machen mobil

Drahtzieher rechter Internetseite stehen in Rostock vor Gericht – Tagsüber Kita-Erzieher, abends Neonazi – #thiazi

Den Machern des berüchtigten Thiazi-Forums wird Volksverhetzung vorgeworfen. Der Hauptangeklagte aus Barth führte vor seiner Verhaftung ein unauffälliges Leben. Vier Betreiber der Neonazi-Plattform „Thiazi.net“ müssen sich ab kommenden Freitag (28. November) vor dem Rostocker Landgericht verantworten. Ihnen werden Volksverhetzung und Bildung einer kriminellen Vereinigung vorgeworfen, teilte Gerichtssprecher Michael Mack mit. Die 2012 abgeschaltete Internetseite war mit 30 000 registrierten Nutzern eine der wichtigsten deutschsprachigen Internetplattformen für Rechtsextremisten.
Hauptdrahtzieher ist der ehemalige Kita-Erzieher Klaus-Werner R. (33) aus Barth (Landkreis Vorpommern-Rügen). Mitangeklagt sind Daniela W. (32) und Dominiki S. (33) aus Baden-Württemberg sowie der 28-jährige Denny S. aus Sachsen-Anhalt. Ursprünglich war gegen 35 Beschuldigte ermittelt worden, bei einer bundesweiten Razzia wurde 2012 kistenweise Beweismaterial sichergestellt (…) Die Nutzer des Online-Forums „Thiazi.net“ verherrlichten unter anderem den Nationalsozialismus, leugneten den Holocaust und hetzten gegen Ausländer.

via ostseezeitung: Drahtzieher rechter Internetseite stehen in Rostock vor Gericht – Tagsüber Kita-Erzieher, abends Neonazi

bildquelle: linksunten

Dossier thiazi: Das Thiazi-Forum war lange Jahre das größte deutschsprachige Neonazi-Forum – am 14.06.2012 beendete eine bundesweite Razzia sowie mehrere Festnahmen bis auf weiteres dessen braune Hetze.
Unser Dossier biete die bisherigen Artikel / Texte zum Thiazi.forum: Artikel zu / articles about thiazi / thiazi-forum at http://bit.ly/thiazi

It Gets Worse: Russia’s Kremlin Targets LGBT Youth Support

Youth face losing their last online refuge to express what it’s like to be LGBT in Vladimir Putin’s Russia. A Russian communications oversight agency has charged a social media group that connects LGBT teens to one another with violating the country’s draconian ban on so-called gay propaganda. The state agency, Roskomnadzor, has charged Lena Kilmova with “promoting homosexuality to minors,” reports BuzzFeed.  Kilmova is a Russian journalist and the administrator of a page called Children-404, hosted on Facebook and its Russian equivalent Vkontakte, which offers what may be the country’s last online refuge where Russian LGBT teens can speak freely about the struggles they face growing up in an increasingly homophobic society. The group’s name is a reference to the “page not found” prompt that appears online when a URL is entered incorrectly or has been removed from the Internet.

via advocate: It Gets Worse: Russia’s Kremlin Targets LGBT Youth Support

Brauner Mob gegen Roma

Nach Aufmärschen in Köln und Hannover: Neonazis und rechte Hooligans rufen zu rassistischer Großdemo in Halle-Silberhöhe auf. Neonazis haben Roma-Familien in Halle (Sachsen-Anhalt) zum Angriffsziel erklärt. Auf der einschlägigen rechten Internetseite »Hallemax« wird zu einem Aufmarsch mit 3.000 geplanten Teilnehmern im südlichen Stadtviertel Silberhöhe aufgerufen. Demonstriert werden soll »gegen die Islamisierung, die Zigeunerplage und den Asylantenwahnsinn« in der Plattenbausiedlung. Zu den Organisatoren gehörten danach auch Mitglieder des rechten Netzwerks »Hooligans gegen Salafisten« (HoGeSa) und »weiterer Organisationen«. Eine Anmeldung lag bis Freitag nicht vor, wie ein Sprecher der Polizeidirektion Sachsen-Anhalt Süd junge Welt informierte. Betrieben wird das Internetportal »Hallemax« von dem bekennenden Hallenser Neonazi Rolf Brückner. Der macht aus seiner Liebe zu seinen »Kameraden« von der NPD und seinen »Freunden« von HoGeSa keinen Hehl. Seine Fußtruppe in der Saalestadt nennt er »Brigade in Halle«. Täglich hetzt er gegen Antifaschisten, Linke und Asylsuchende, wobei »Zigeuner und Islamisten« ganz oben auf seiner Hassliste stehen. Brückner und seine »Kameraden« heizen seit Monaten einen Mob in der Silberhöhe an. Inzwischen hat sich dort eine »Bürgerwehr gegen Roma« gegründet, »Streifen« wurden mobilisiert. Immer wieder kam es in der Vergangenheit in dem Wohngebiet zu brutalen Übergriffen auf Menschen ausländischer Herkunft. Auch vor Kindern machten rechte Schläger nicht halt. So attackierten Jugendliche Anfang September eine rumänische Mutter und ihren zweijährigen Sohn. Ende Oktober wurde ein zehnjähriges dunkelhäutiges Mädchen von Kindern derart verprügelt, dass es im Krankenhaus behandelt werden musste. Anfang November geriet ein Kleintransporter auf einem Parkplatz in Brand, der einer Roma-Familie gehörte. An dem Fahrzeug fand die Polizei fremdenfeindliche Parolen. Sie geht von Brandstiftung aus, wie sie mitteilte. Bereits mehrfach kam es in der Silberhöhe zu Aufmärschen. Dabei waren bis zu 200 Anwohner und Neonazis hasserfüllte Beschimpfungen brüllend durch das Stadtviertel gezogen.

via jw: Brauner Mob gegen Roma

mimimi #sagesa mimimi #npd

Das war ja nix – Teilnehmer total unpünktlich und betrunken, Hitlergrüße, Auflagen verletzt und dann (uiuiui – ahu…) ohne Schuhe unterwegs, Ende schon nach einer halben Stunde – einfach nur peinlich, oder???

Und dann das Gejammere im HoHeSa-Forum –  die “Unterwanderung durch die NPD” – als sei nicht offensichtlich gewesen, wer da angemeldet hat, Redner wie der “Peniskuchen Peter” (O-Ton), Reden, die selbst für die rechten Hools “Fremdenfeindlich, vollkommen daneben und unangebracht!” waren – und “Irgendwann war plötzlich was von NPD zu hören”. Was für eine Überraschung aber auch – warum nur???

Noch schöner: “NPD? Wer hat die den eingeladen? Niemand! Die haben sich selbst eingeladen und unter dem Deckmantel SaGeSa die Demo angemeldet!!! Ich nenne das eine arglistige Täuschung!” Ja wie jetzt? Wenn die NPD angemeldet hat, dann haben sich wohl die rechten Hooligans zu einer Neomazi-Demo eingeladen. Das ist dann keine arglistige Täuschung, sondernentweder gnadenlose Dummheit, himmelschreiende Ignoranz oder pathologische Gleichgültigkeit. Oder wir nehmen sie ernst und nennen sie einfach beim Namen – heute inVölklingen gab es einen Auflauf von Nazis und Rassisten. Punkt.

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