Category Archives: Internet

Jacky S. gibt auf: Wirtin des “City Train” übernimmt Piraterie doch nicht

Das Gastronomieschiff unterhalb des Staatstheaters in Saarbrücken wird doch nicht zum 1. September von der Wirtin des auch als Treffpunkt der rechten Szene geltenden “City Train” übernommen. Die Stadtverwaltung soll Druck auf den Besitzer des Schiffs ausgeübt haben. Jacky S. beklagt eine “Hetzjagd” gegen sie. Die Wirtin des auch als Treffpunkt der rechten Szene geltenden “City Train” am Saarbrücker Hauptbahnhof, Jacky S., gibt ihren Plan auf, zum 1. September das Gastronomieschiff unterhalb des Staatstheaters zu übernehmen. Sie hat heute Morgen auf ihrer Facebookseite mitgeteilt, dass die “Piraterie – jedenfalls unter meiner Flagge – nun doch nicht in Saar stechen kann”.  Der Besitzer des Schiffs habe sie gebeten, einer Auflösung des Pachtvertrags zuzustimmen, nachdem die Stadtverwaltung den Druck auf ihn erhöht hat. Die Stadtverwaltung hatte dem Eigentümer mitgeteilt, dass “das Schiff, nach einschlägiger Rechtssprechung, eine bauliche Anlage im Sinne des Paragrafen 2 der Landesbauordnung des Saarlandes” sei. Das widerum habe zur Folge, dass es für das Schiff eine Baugenehmigung geben muss. Die wurde aber nie erteilt. Deshalb hat die Stadtverwaltung ein “bauordnungsrechtliches Verfahren” eingeleitet.

via saarbrücker zeitung: Jacky S. gibt auf: Wirtin des “City Train” übernimmt Piraterie doch nicht

anm dokmz: Screenshot aus FB-Profil Jacky Süßdorf hier: https://archive.today/16PL5

Die Trolle von der Polizei

Die Polizeigewerkschaft Bund Deutscher Kriminalbeamter ist Spezialist für Panik-PR. Immer, wenn irgendwo etwas passiert, fordert sie mehr Überwachung. Trolle gibt es nicht nur im Internet, sondern leider auch in der Politik. Der BDK ist einer davon, der Bund Deutscher Kriminalbeamter. Immer, wenn irgendwo im Land ein Verbrechen passiert oder vor Gericht verhandelt wird, das öffentliche Aufmerksamkeit auf sich zieht, fordert der BDK kurz darauf Zugriff auf mehr Daten und mehr Überwachungstechnik für die Polizei. Gerade wird in Würzburg einem Lkw-Fahrer der Prozess gemacht, der aus seiner Fahrerkabine heraus auf andere Autofahrer geschossen haben soll. Der Mann wurde gefasst. Was aber verlangt der BDK? Er will Mautdaten für Fahndungs- und Ermittlungszwecke nutzen. Zitat aus der Mitteilung der kleinsten Polizeigewerkschaft – die wortgleich im November 2013 schon einmal verschickt wurde: “Nicht zuletzt der Fall des ‘Lkw-Schützen’ (…) macht mehr als deutlich, dass die Strafverfolgungsbehörden einen gesetzlich geregelten und unter Richtervorbehalt stehenden Zugriff auf die ohnehin erhobenen Mautdaten der Bundesfernstraßen benötigen.” Nein, den benötigen sie nicht. Der Zugriff auf Mautdaten ist illegal. Im entsprechenden Gesetz ist eindeutig geregelt, dass diese Daten nicht für die Überwachung des Autoverkehrs genutzt werden dürfen – denn das ist mit ihnen möglich. Genau wie bei der Vorratsdatenspeicherung ließe sich mit ihnen noch nach Monaten feststellen, wer wann wo und mit wem in seinem Auto herumgefahren ist. Überwachung, Bewegungsprofile, Ende der Privatsphäre.(…) Den BDK ficht das nicht an und er nutzt dabei in Trollmanier gern abwegige Argumente. Zitat aus der Mitteilung: “Im November 2005 wurde ein Parkplatzwärter in Baden-Württemberg von einem Lkw überfahren und tödlich verletzt. Obwohl das Tatfahrzeug durch mehrere Mautkontrollstellen gefahren sein muss und dort Daten angefallen sind, war der Polizei eine Rekonstruktion des Fluchtweges nicht möglich. Die Polizei durfte nicht auf die sowieso erfassten und vorhandenen Daten zugreifen. Fragen Sie bitte mal die Angehörigen des Opfers, was diese davon halten”, so BDK-Chef Andre Schulz. Nein, Opfer von Verbrechen und deren Angehörige werden aus gutem Grund nicht gefragt, wie die Täter ermittelt und bestraft werden sollen. Würde das getan, würden reihenweise Verdächtige gefoltert und Täter hingerichtet. Auge um Auge wäre das Prinzip, und das Ergebnis wären Rache und Gewalt. Deswegen gibt es Gesetze und Gerichte, die nüchtern abwägen. Und die haben entschieden, Mautdaten nicht zu verwenden, da der Preis, den die Gesellschaft dafür zahlen müsste, zu hoch ist. Apropos Lkw-Fahrer. Der Mann, der nun vor Gericht steht, wurde mit einem bereits ziemlich umstrittenen Ermittlungsinstrument gefunden, mit der automatischen Kennzeichenerfassung. Das Bundeskriminalamt hatte 2013 während der Fahndung nach ihm an sieben Autobahnabschnitten Lesegeräte aufgestellt, die alle Autonummern der Vorbeifahrenden speicherten – Mautdaten light sozusagen.

via zeit: Die Trolle von der Polizei

Weißt du noch, wie es früher war????

Politician ousted after beggar ‘parasite’ post

A local politician representing the governing Moderate Party has been removed from his posts after describing Roma beggars as “parasites”. “Damn you parasites …,” was how Joacim Benes described beggars he had had an altercation with in a post on Facebook, according to a report in the Smålandsposten daily.  “They are a disgrace to their country and mess it up for those who actually need help,” he added.  Benes, who is a Moderate municipal councillor in Växjö and chairman of the Swedish Federation for Lesbian, Gay, Bisexual and Transgender Rights (RFSL) in Kronoberg, defended his comments when the newspaper called.  “It describes a single individual, not the whole group,” he said.  Benes is also reported to have written on Facebook that he had not had “very positive experiences of Roma who think they can take advantage of your generosity”.

via thelocal.se: Politician ousted after beggar ‘parasite’ post

Gratis-Software macht Drohnen zu WLAN-Schnüfflern

Das Hacker-Tool Snoopy-NG erfasst und visualisiert alle möglichen Datentypen, auch WLAN-Probes von Mobilgeräten. Daraus lassen sich Bewegungs- und Kontaktprofile erstellen. Läuft die Software auf einer Drohne, klappt das auch über größere Entfernungen. Während seines Vortrags auf der Hackerkonferenz Defcon 22 demonstrierte Glenn Wilkinson die neueste Version der Open-Source-Software Snoopy-NG. Über Python-Plugins nimmt sie Signale aus Quellen wie WLAN, Bluetooth, GSM, NFC, RFID und ZigBee von tragbaren Endgeräten wie Kameras, Smartphones, Tablets und Wearables entgegen und korreliert sie auf Wunsch. Um die Reichweite zu erhöhen, lässt Snoopy-NG sich laut Wilkinson auch von einer kleinen Drohne aus nutzen: Auf einem BeagleBoard Black oder einem Raspberry Pi installiert, wird die Hardware zur leichten, batteriebetriebenen Lauschstation. Anhand eines theoretischen Beispiels erläuterte Wilkinson, was sich mit der Software alles anstellen lässt: Ein unauffällig am Flughafen in London platziertes Gespann aus Raspberry Pi und Snoopy-NG fängt WLAN-Probes auf, die das mobile Endgerät einer zu überwachenden Person regelmäßig von sich gibt. Aus diesen Probes geht hervor, mit welchen Netz-SSIDs das Gerät schon einmal verbunden war. Die so ermittelten MAC-Adressen der Access-Points schickt Snoopy-NG an die Wardriver-Datenbank wigle.net und erfährt so, wo das Gerät am häufigsten verwendet wird. Außerdem baut das Tool selbst Netzwerke mit den gesuchten Namen auf und lockt die Geräte, die sich ja automatisch mit bekannten SSIDs verbinden, in die Falle: Ein Proxy schneidet alle Daten mit und kann durch in Webseiten injiziertes JavaScript auch exakte Profile der Geräte erstellen. Auf Wunsch übergibt Snoopy-NG die gesammelten Daten automatisch an die Analyse- und Forensiksoftware Maltego. Damit verknüpfen findige Zeitgenossen die protokollierten Datensätze: Welche Personen beziehungsweise mobilen Endgeräte sind oft in den gleichen Netzen eingebucht und kennen einander somit wahrscheinlich?

via heise.de: Gratis-Software macht Drohnen zu WLAN-Schnüfflern

FBI informant led cyberattacks on Turkey’s government

After Federal Bureau of Investigation agents raided Hector Xavier Monsegur’s Manhattan apartment in June 2011, the FBI gave him a choice: Help take down the international hacktivist collective Anonymous, or go to prison for the rest of your life. He promptly flipped. What followed was a high-profile hacking spree that included attacks on Strategic Forecasting, Inc. (Stratfor), the Arizona Department of Public Safety, and the FBI’s own Virtual Academy, among others. Monsegur, better known by his alias Sabu, helped ensnare eight of the world’s top hackers in the process.
Monsegur’s exact role, however, and the FBI’s implicit involvement in the attacks have come under serious scrutiny in recent months. The Daily Dot previously revealed that, contrary to official reports, Monsegur, 30, orchestrated the devastating attack on Stratfor in December 2011. The breach caused an estimated $3.78 million in damages and left thousands of customers vulnerable to fraud. For the first time, The Kernel can now confirm Monsegur also led cyberattacks on Turkey’s government. The revelation further calls into question the role of federal investigators and their apparent willingness to exploit both hackers and major security flaws. A cache of sealed court documents—roughly 3 gigabytes of chatroom logs and assorted surveillance records acquired by the Daily Dot and withheld from the public by order of a New York federal judge—show precisely how Monsegur orchestrated the campaign against Turkey, and how he engineered an alliance between his own group, AntiSec, and RedHack, an infamous team of politically motivated Turkish hackers.  As with the Stratfor attack, Monsegur recruited then-26-year-old Jeremy Hammond, a deft hacker who sat atop the FBI cyber unit’s list of most-wanted criminals. While Hammond, now 29, performed a crucial role in the hacks, documents reveal Monsegur, who was under the FBI’s direct supervision, served as the operation’s ringleader.

via dailydot: FBI informant led cyberattacks on Turkey’s government

How to Weaponize your Cat to Hack Your Neighbours’ Wi-Fi Passwords

What do you expect from your cat to come back with?? Perhaps with a mouse or a bird – none of your use. But what if she come back with your neighbours’ wifi details? Really Interesting! A creative security researcher has found a way to use his pet cat mapping dozens of vulnerable Wi-Fi networks in his neighborhood. Gene Bransfield, a security researcher with Tenacity, managed to turn his wife’s grandmother’s pet cat Coco into a roaming detector for free Wifi networks by just using a custom-built collar, which was made from a Wi-Fi card, GPS module, Spark Core chip, battery and some fetching leopard print fabric. Bransfield dubbed his experiment “Warkitteh” – on the concept of “Wardriving”, where hackers used unsecured Wi-Fi connections from a parked car. He decided to turn his cat into a hacker because he found the idea amusing, and also because cats are the one that consumes as much as 15 per cent of internet traffic, with the popularity among the internet users. Bransfield explained his experiment “Warkitteh” at DefCon, a hacker conference that is taking place this weekend in Las Vegas, in his talk titled “How to Weaponize your Pets”. (…) During a three hour trip through the neighbourhood, his pet cat Coco mapped 23 unique wifi networks, including four routers that used an old, easily-broken encryption and four routers that were left unprotected entirely and could be easily broken.

via thehackernews: How to Weaponize your Cat to Hack Your Neighbours’ Wi-Fi Passwords

Russische Zensurversuche im Ausland

Reporter ohne Grenzen ist empört, dass die russische Medienaufsichtsbehörde Roskomnadsor eine ukrainische Nachrichtenwebseite zensieren will und sich in diesem Zusammenhang mit der Aufforderung nach Löschung unliebsamer Informationen auch an den Host in Deutschland gewandt hat. Roskomnadsor beanstandet einen Artikel, der die Frage nach einer stärkeren föderalen Eigenständigkeit Sibiriens zum Thema hat. „Die russische Medienaufsichtsbehörde Roskomnadsor versucht einmal mehr, unliebsame Inhalte zu unterdrücken. Es ist unerhört, dass sich Roskomnadsor sogar über internationale Grenzen hinweg mit einem klar formulierten Zensurwunsch an einen deutschen Webseitenhost wendet“, sagt ROG-Vorstandssprecherin Astrid Frohloff in Berlin: „Ausländische Unternehmen dürfen sich nicht zum Werkzeug der russischen Zensurpolitik machen lassen.“ Die Nachrichtenseite http://www.Glavcom.ua, eines der führenden Onlinenachrichtenportale in der Ukraine, hat am Dienstag einen Artikel veröffentlicht, in dem es um einen für 17. August in Novosibirsk geplanten Marsch „Für eine Föderalisierung Sibiriens“ geht. Der Artikel wirft unter anderem die Frage nach mehr Eigenständigkeit der sibirischen Region auf. Von der russischen Medienaufsichtsbehörde Roskomnadsor erhielt glavcom.ua daraufhin einen Brief mit der Aufforderung, die Informationen über den geplanten Marsch von der Seite zu nehmen. Parallel dazu forderte Roskomnadsor auch den deutschen Host von glavcom.ua, das Gunzenhausener Unternehmen Hetzner Online auf, Glavcom zur Entfernung der Informationen zu bewegen. Wie aus einem am 6. August von glavcom veröffentlichten Schreiben hervorgeht, hat eine Mitarbeiterin von Hetzner Online, glavcom in einer E-Mail nicht nur zur entsprechenden Löschung der Informationen aufgefordert, sondern auch mit einer möglichen Sperrung der Seite gedroht, sollte glavcom der Aufforderung nicht innerhalb von 24 Stunden nachkommen. Als Begründung hieß es, glavcom verstoße gegen Punkt 6 der Hetzner-AGBs. Gemeint ist dabei offenbar Punkt 6.2 der AGBs, in dem es heißt: „Der Kunde verpflichtet sich, keine Inhalte zu veröffentlichen, welche Dritte in ihren Rechten verletzen oder sonst gegen geltendes Recht verstoßen”. Hetzner Online hat auf bislang nicht auf eine Anfrage von Reporter ohne Grenzen reagiert.

VIA REPORTER OHNE GRENZEN. Russische Zensurversuche im Ausland

siehe auch: Webhoster Hetzner: Deutsche Firma hilft russischer Medienaufsicht bei Zensur. Der deutsche Serverbetreiber Hetzner droht einer ukrainischen Nachrichtenseite, sie vom Netz zu nehmen. Offenbar auf Wunsch der russischen Medienaufsicht. Reporter ohne Grenzen ist empört. Russlands Behörden bemühen sich derzeit, die Medienlandschaft den Wünschen der Regierung Putin anzupassen. Ein besonders kurioser Fall zeigt, wie die Medienaufsicht dabei vorgeht – und dass sie sogar in Deutschland willige Helfer für ihre Zensurbemühungen findet. (…) Die russischen Behörden aber haben nicht nur eine Demonstration unter dem Motto “Für eine Föderalisierung Sibiriens” verboten, die Mitte August in Nowosibirsk stattfinden sollte, sondern blockieren seitdem alle Seiten im Internet, die auf die Demonstration aufmerksam machen, darunter die Seite der Gruppe auf “Vkontakte”, dem russischen Pendant zu Facebook. Der russischsprachigen Seite der BBC drohte die Medienaufsicht nach der Veröffentlichung eines Interviews mit dem Demo-Organisator damit, sie zu blockieren. Mit einigen Änderungen konnte die BBC die Blockade im letzten Moment verhindern. Auch gegen “Glavcom” zog die russische Medienaufsicht Roskomnadsor wegen des Artikels zu Felde. Auf ihre Forderung hin wurde dann der große deutsche Serverbetreiber Hetzner aktiv und fordert “Glavcom” seitdem dazu auf, den Artikel zu löschen – andernfalls werde man die gesamte Seite vom Server nehmen. “Glavcom”, eine der zehn bekanntesten ukrainischen News-Seiten liegt auf Hetzner-Servern. “Klar formulierter Zensurwunsch an deutschen Webseitenhost” Die bei Hetzner zuständige Mitarbeiterin forderte “Glavcom”-Chef Shlinchak am 4. August, kurz nachdem Roskomnadsor seine Warnbriefe an Hetzner verschickt hatte, erstmals dazu auf, den Text zu entfernen. SPIEGEL ONLINE liegt der entsprechende Briefwechsel vor. Dabei verweist Hetzner nicht auf die russische Beschwerde, sondern auf die eigenen Geschäftsbedingungen, den der Inhalt des Artikels angeblich verletze. Dort steht Folgendes: “Der Kunde verpflichtet sich, keine Inhalte zu veröffentlichen, welche Dritte in ihren Rechten verletzen oder sonst gegen geltendes Recht verstoßen.” Das gelte für “erotische, pornografische, extremistische oder gegen die guten Sitten verstoßende Inhalte”. Von Journalismus ist dort nicht die Rede.

anm dokmz: Problemlos bei Hetzner werden dagegen – mit Wissen des Providers – gehostet: die menschenverachtene Nürnberger Bürgerinitiative Ausländerstopp, eine Vielzahl von NPD-Seiten, Websites der militanten Kameradschaftsszene…

Reich Südtirol

Auf Facebook gibt es seit kurzem die „Süd-Tiroler Reichspartei“. Es ist eine Südtiroler Naziplattform. Stecken alte einschlägige Polizei-Bekannte dahinter? “Die Süd-Tiroler Reichspartei tritt für die Interessen des deutschen Volkes ein. Besonders für die Deutschen in Süd-Tirol“, heißt es in der Kurzinformation (…) Spätestens nach dieser Vorstellung dürfte klar sein, dass man es mit einer Naziplattform zu tun hat. Die Süd-Tiroler Reichspartei hat am 16. Juli auf Facebook eine Seite online gestellt. Es war die Tageszeitung, die vor wenigen Tagen zum ersten Mal darüber berichtet hat. Nur die Provokation einiger Lausbuben? Wohl kaum. Schaut man sich die Seite und deren Inhalte genauer an, so kommt einem schnell das Grauen. Es ist ein Mischung aus schwülstiger Südtiroler Bergromantik, aggressiver Ausländerfeindlichkeit, plumpem Patriotismus, rechtsextremistischer Verschwörungstheorien und offenem Neonazi-Gedankentum. (…) Was an der Süd Tiroler Reichspartei auffällt. Es gibt eine klare Verbindung zur NPD und zum noch radikalerem Flügel „Nationaler Widerstand“. So findet sich auf der Facebook-Seite auch ein Banner mit dem Text „Überfremdung stoppen – Den deutschen Volkstod verhindern!“. Darunter das Logo und der Schriftzug des „Nationalen Widerstand – Bündnis Süd-Tirol“. Dazu die Tiroler Fahne. Gerade diese Verbindungen weisen in eine klare Richtung. „Wir gehen davon aus, dass es sich bei den Betreibern dieser Seite um alte Bekannte handelt“, sagt ein Ermittler zu salto.bz. Vor Jahren wurde in einer Polizeiaktion eine Gruppe von Südtiroler Rechtsextremisten ausgehoben. Sie hatten enge Verbindungen zu Deutschland und Österreich. Der Fachmann geht davon aus, dass einige dieser Gruppe auch hier ihre Finger wieder im Spiel haben. Etwa der österreichische Mittelsmann.

via salto.bz: Reich Südtirol

Alpen-Donau: NGO zeigt zwei Minister und Staatsanwalt an

Auch Verfassungsschutz-Chef Gridling angezeigt – Mehrere Initiativen fordern absolute Anonymität für Hinweisgeber. Die politische Initiative “Resistance for Peace“ hat nach der Datenpanne bei der NS-Meldestelle Anzeige gegen mehrere Amtsträger eingebracht: Betroffen sind Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP), Justizminister Wolfgang Brandstetter (ÖVP) sowie Staatsanwalt Hans-Peter Kronawetter und Peter Gridling, Leiter des Bundesamts für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung. Die Initiative wirft ihnen Strafvereitelung, Amtsmissbrauch und Verletzung des Datenschutzes vor. Informationen nicht geschwärzt Grund für die Anzeige ist die Weitergabe persönlicher Daten zweier Hinweisgeber der NS-Meldestelle, die dem Innenministerium untersteht. Über Akteneinsicht hatten die Betreiber der gemeldeten Seite Alpen-Donau.info Name, Adresse und Telefonnummer der zwei Hinweisgeber erfahren. Staatsanwalt Hans-Peter Kronawetter hatte diese Informationen, die vom Verfassungsschutz an die Staatsanwaltschaft Wien übermittelt worden waren, nicht geschwärzt. Dadurch habe er die zwei Hinweisgeber einer “erheblichen Gefährdung“ ausgesetzt, schreibt “Resistance for Peace“.

via derstandard: Alpen-Donau: NGO zeigt zwei Minister und Staatsanwalt an

Russland gewährt drei Jahre Aufenthalt

US-Whistleblower Edward Snowden kann auf absehbare Zeit in Russland bleiben. Nach Ablauf seines Asyls erhielt er eine mehrjährige Aufenthaltserlaubnis. Russland erlaubt dem früheren NSA-Mitarbeiter Edward Snowden einen mehrjährigen Aufenthalt. Das teilte Snowdens russischer Anwalt Anatoli Kutscherena am Donnerstag in Moskau laut Medienberichten mit. “Am 1. August erhielt er eine dreijährige Aufenthaltserlaubnis”, sagte Kutscherena dem Fernsehsender RT zufolge vor Journalisten. Snowdens einjähriges Asyl war am 31. Juli abgelaufen. Der 31-Jährige könne sich frei in Russland bewegen und jeweils bis zu drei Monate lang ins Ausland reisen, sagte Kutscherena weiter. Snowden habe weder um politisches Asyl gebeten noch die russische Staatsbürgerschaft beantragt. Letzteres sei erst nach fünf Jahren möglich. Snowden wolle demnächst selbst eine Pressekonferenz in Russland geben. Da Snowden bislang von keinem anderen Land Asyl erhalten hat, ist er auf den Aufenthalt in Russland angewiesen.

via golem: Russland gewährt drei Jahre Aufenthalt

Neue Facebook-Satire-Seite nimmt NPD- und AfD-Sprüche aufs Korn

Die Zahl der Seiten, die sich auf Facebook mit rechtsextremistischen Parteien, Neonazis oder der AfD kritisch bzw. satirisch auseinandersetzen, ist kaum zu beziffern. Seit wenigen Tagen bereichert ein neues Projekt die Medienlandschaft: Die Facebook-Seite „Rhetorische Perlen von AfD- und NPD-Anhängern“ greift neben offiziellen Parteiverlautbarungen und Plakaten den „ganz normalen“ rassistischen Hass im Netz auf, der in vielen Kommentarspalten zuhause ist. (…) Nur zwei Beispiele, die von der vor wenigen Tagen gegründeten Facebook-Seite „Rhetorische Perlen von AfD- und NPD-Anhängern“ zusammengetragen wurden. Die Aufzählung ließe sich schier unendlich vorsetzen. Die in der vorgeblichen Anonymität des Internets und der Sozialen Netzwerke abgesonderten Kommentare einiger Personen scheinen keine Grenzen zu kennen. „Ziel ist die Dummheit der Szene vorzuführen“ Darauf setzt das neue Satire-Projekt, das innerhalb einer Woche 6.000 „Fans“ hinter sich versammeln konnte. „Ziel ist die Dummheit der Szene vorzuführen. Und auch ein Stück weit vorbeugen, dass Nachwuchs angeworben werden kann, indem wir immer wieder dazu aufrufen, gemeinsam Seiten zu melden, damit Facebook diese löscht“, erklären die Macher ihre Beweggründe in einem Gespräch mit ENDSTATION RECHTS.. „Nazis, NPD und AfD“ seien ihnen schon immer „ein Dorn im Auge gewesen“. Und da man immer wieder über entsprechende Meldungen und Kommentare im Internet gestolpert sei, habe man irgendwann einfach losgelegt. „Wer so doof ist und seine Meinung öffentlich kundtun muss, soll auch mit den Konsequenzen rechnen“, zeigen sich die Seiten-Administratoren überzeugt. Nicht nur Kommentare werden von der Seite aufgegriffen, (Wahl)Plakate und Flyer werden ebenfalls aufs Korn genommen.

via endstation rechts:Neue Facebook-Satire-Seite nimmt NPD- und AfD-Sprüche aufs Korn

Auch Microsoft durchsucht Mail-Konten nach Kinderpornografie

Auf dem OneCloud-Konto eines Mannes wurde ein Foto eines jungen Mädchens gefunden. Der Mann soll zudem versucht haben, zwei illegale Fotos per E-Mail über einen Microsoft-Dienst zu verschicken. Microsoft durchkämmt ebenso wie Konkurrent Google E-Mail-Konten von Nutzern automatisch nach kinderpornografischen Inhalten. Ein Tipp von Microsoft habe im US-Bundesstaat Pennsylvania dazu geführt, dass ein Verdächtiger festgenommen worden sei, berichtete der britische Fernsehsender BBC. Auf dem Konto des Mannes beim Microsoft-Speicherdienst OneDrive sei ein Foto eines jungen Mädchens gefunden worden, berichtete der Sender. Der Mann soll zudem versucht haben, zwei illegale Fotos per E-Mail über einen Microsoft-Dienst zu verschicken. Das gehe aus Gerichtsunterlagen hervor. Ein Beamter der Polizei aus Pennsylvania habe der BBC bestätigt, dass Microsoft die Untersuchung angestoßen habe.

via heise: Auch Microsoft durchsucht Mail-Konten nach Kinderpornografie

Finfisher-Hersteller in großem Stil gehackt

Hinter den jüngsten Veröffentlichungen zur Spähsoftware Finfisher steht offenbar ein umfangreicher Hack. 40 Gigabyte an Daten sind im Netz aufgetaucht, darunter Quellcode von Finfly Web sowie mögliche Belege für die Kooperation mit autoritären Staaten. Ein bislang unbekannter Hacker ist offenbar in einen Server des Spähsoftware-Herstellers Finfisher eingedrungen und hat umfangreiches Material öffentlich gemacht. Dazu gehört unter anderem eine Bittorrent-Datei im Umfang von 40,5 Gigabyte, die anscheinend das komplette Material enthält, das der Hacker kopieren konnte. Der Hacker mit den Pseudonym Phineas Fisher veröffentlichte inzwischen auszugsweise weitere Daten, darunter den Quellcode des Tools Finfly Web auf Github. In mehreren Beiträgen auf Reddit.com bittet er darum, den Torrent zu verteilen sowie die Daten zu analysieren. Zudem verteidigt er sein Vorgehen, das Material zu veröffentlichen. Die Daten stammen möglicherweise von dem Server finsupport.finfisher.com. Darauf deutet ein Tweet auf dem Account von Phineas Fisher hin, in dem es parodistisch heißt: “Wir haben unsere Website auf http://finsupport.finfisher.com vom Netz genommen. Wir gehen Gerüchten nach, dass sie möglicherweise gehackt wurde.” Die Spähsoftware wurde von der deutsch-britischen Firma Gamma Group entwickelt, die Firma Gamma International Sales GmbH in München wurde Ende vergangenen Jahres in Finfisher GmbH umbenannt. Seit 2011 wurden zahlreiche Dokumente über das Spähprogramm veröffentlicht, das nach Recherchen von Medien und Aktivisten auch von autoritären Staaten zur Überwachung von Regimegegnern eingesetzt wird. (…) Es ist schwer abzuschätzen, welche Details aus den 40 Gigabytes noch hervorgehen werden. Der Imageschaden für Finfisher dürfte bereits jetzt beträchtlich sein, nicht bei Menschenrechtsgruppen, von denen das Unternehmen ohnehin kritisch betrachtet wurde, sondern eher bei den zahlungskräftigen Kunden wie den Ermittlungsbehörden, die allein 1,5 Millionen Euro für ein Finfisher-Paket zahlen sollen.

via golem: Finfisher-Hersteller in großem Stil gehackt

siehe auch: Gamma FinFisher: Twitter-Account veröffentlicht interne Dokumente über weltweit eingesetzten Staatstrojaner. Die Firma Gamma verlangt mindestens anderthalb Millionen Euro für die Trojaner-Software FinFisher und arbeitet aktiv daran, Antivirenprogramme zu umgehen. Das geht aus anonym veröffentlichten Dokumenten hervor, die wir verifizieren konnten und spiegeln. Die deutsche FinFisher GmbH verweigert jeden Kommentar dazu. Seit ein paar Tagen werden auf dem Twitter-Account @GammaGroupPR interne Dokumente der Trojaner-Produktfamilie FinFisher/FinSpy aus dem Hause Gamma veröffentlicht. (Zur Erinnerung: Das ist die offensive Überwachungstechnologie aus deutsch-schweizerischer Produktion, die in Schurkenstaaten eingesetzt und vom Bundeskriminalamt getestet wird.) (…) Die technischen Dokumente wie Release Notes und Anti-Virus-Tests geben weitere Einblicke in die Arbeits- und Funktionsweise der Spähtechnologie. Jacob Appelbaum, laut Wikipedia “Internetaktivist und Spezialist für Computersicherheit”, sowie Henri-Nannen-Preisträger, kommentiert gegenüber netzpolitik.org: Die veröffentlichten Dokumente zeigen, dass die Institutionen, die für den Schutz unserer Sicherheit zuständig sind, Umgehungsmethoden für häufig beworbene Sicherheitstechnologien kennen. Ein Beispiel ist die Umgehung von Antivirenprogrammen, ein bekanntes Problem, das von Angreifern wie staatlichen Behörden ausgenutzt wird, statt an der Sicherung zu arbeiten. An dieser doppelten Aufgabe, Sicherheitslücken schließen oder sie ausnutzen, scheitern staatliche Behörden, die damit die allgemeine Sicherheit unserer Computer und Netzwerke unterwandern. Diese ausnutzbaren Sicherheitslücken in weit verbreiteter Software – in unseren Telefonen, Computern und in unserer Infrastruktur – sind Probleme, die behoben werden müssen. Doch anstatt die Lücken zu schließen, werden sie ausgenutzt und für jeden Angreifer offen gelassen, unabhängig von Motiv.

Alpen-Donau-Affäre: Innenministerium gibt Daten nicht mehr automatisch weiter

Reaktion auf Kritik – Rechte Homepage veröffentlichte neues Geheimdienst-Dokument. Die Wiederbetätigungs-Meldestelle des Innenministeriums wird künftig Personendaten nicht mehr automatisch an die Staatsanwaltschaft übermitteln, sondern nur mehr auf deren ausdrücklichen Wunsch. Das sagte Innenministeriums-Sprecher Karl-Heinz Grundböck am Mittwoch im Ö1-Radio sowie gegenüber der APA. Grund ist die vom STANDARD berichtete Veröffentlichung von Daten zweier Anzeiger auf der Neonazi-Homepage “Alpen-Donau.info”. Auf “Alpen-Donau.info” waren im Internet Namen, Adressen und Telefonnummern zweier Personen veröffentlicht worden, die die Neonazi-Homepage bei der Wiederbetätigungs-Meldestelle des Innenministeriums angezeigt hatten. Woher die Informationen stammen, war unklar, die Staatsanwaltschaft hatte darauf verwiesen, dass Verfahrensbeteiligter den Akt einsehen und kopieren können. Keine automatische Weitergabe Grundböck sagte nun, bisher sei es üblich gewesen, die Namen an die Staatsanwaltschaft von der Meldestelle automatisch weiterzugeben – außer, der Anzeiger äußerte ausdrücklich den Wunsch nach Vertraulichkeit. In Zukunft werde die Meldestelle die Daten nicht mehr automatisch weiterleiten. Sollte die Meldestelle aber durch die Staatsanwaltschaft zur Daten-Weitergabe aufgefordert werden, dann bestehe “Auskunftspflicht” gegenüber der Behörde. (…) Die Betreiber der Homepage meldeten sich am Mittwoch zu Wort. Sie veröffentlichten ein Dokument, das vom Abwehramt, einem der der beiden Bundesheer-Geheimdienste, stammen soll und sich mit Richard P., seines Zeichens Aktivist von Alpen-Donau-Info, beschäftigt. Darauf finden sich allerdings keine sensiblen Informationen. Auf dem Dokument ist zu lesen, dass es “nach Zweckerfüllung zu vernichten ist”. Das Bundesheer war bisher nicht für eine Stellungnahme erreichbar.

via derstandard: Alpen-Donau-Affäre: Innenministerium gibt Daten nicht mehr automatisch weiter

Israel, Gaza, War & Data

social networks and the art of personalizing propaganda. It’s hard to shake away the utterly depressing feeling that comes with news coverage these days. IDF and Hamas are at it again, a vicious cycle of violence, but this time it feels much more intense. While war rages on the ground in Gaza and across Israeli skies, there’s an all-out information war unraveling in social networked spaces.
Not only is there much more media produced, but it is coming at us at a faster pace, from many more sources. As we construct our online profiles based on what we already know, what we’re interested in, and what we’re recommended, social networks are perfectly designed to reinforce our existing beliefs. Personalized spaces, optimized for engagement, prioritize content that is likely to generate more traffic; the more we click, share, like, the higher engagement tracked on the service. Content that makes us uncomfortable, is filtered out. (…) On social network sites … the landscape is much more nuanced, and highly personalized. We construct a representation of our interest by choosing to follow or like specific pages. The more we engage with certain type of content, the more similar content is made visible in our feeds. Recommendation and scoring functions learn from our social connections and our actions online, constructing a model that optimizes for engagement; the more engagement, the more traffic, clicks, likes, shares, and so forth, the higher the company’s supposed value. Our capitalistic markets appreciate a growing value.

via medium.com: Israel, Gaza, War & Data

siehe auch: Study: Haaretz the only news bridge between warring sides. According to a new study of social media behavior, the only news site read by both pro-Israelis and pro-Palestinians is Haaretz.com. Haaretz.com is the only news site that bridges between the global pro-Israel and pro-Palestinian camps in an increasingly polarized online world, according to a new study of how news is shared on social networks. Haaretz is the only major news site that is read by both pro-Israelis and pro-Palestinians and is “clearly positioned well in the network to make an important impact on both sides,” according to the study’s author Gilad Lotan, chief data scientist at the New York startup incubator Betaworks. The study focused on the current conflict in the Gaza Strip, specifically on the dissemination of news about two incidents – the bombings of United Nations schools in Rafah and Beit Hanun – over Facebook, Twitter and Instagram. (…) The key finding of the study is that social networks, rather than providing channels of non-controlled and undifferentiated information, instead reinforce existing beliefs. “As we construct our online profiles based on what we already know, what we’re interested in, and what we’re recommended … content that makes us uncomfortable is filtered out.” “The better we get at modeling user preferences, the more accurately we construct recommendation engines that fully capture user attention. In a way, we are building personalized propaganda engines that feed users content which makes them feel good and throws away the uncomfortable bits.” In other words, rather than seeing different viewpoints, we’re instead seeing a lot more of the same. As Lotan puts it, “We used to be able to hold media accountable for misinforming the public. Now we only have ourselves to blame.”; Israel, Gaza, War & Data – The Art of Personalizing Propaganda. If you’re rooting for Israel, you might have seen videos of rocket launches by Hamas adjacent to Shifa Hospital. Alternatively, if you’re pro-Palestinian, you might have seen the following report on an alleged IDF sniper who admitted on Instagram to murdering 13 Gazan children. While war rages on the ground in Gaza and across Israeli skies, there’s an all-out information war unraveling in social networked spaces. Israelis and their proponents are likely to see IDF videos such as this one detailing arms and tunnels found within mosques passed around in their social media feeds, while Palestinian groups are likely to pass around images displaying the sheer destruction caused by IDF forces to Gazan mosques. One side sees videos of rockets intercepted in the Tel-Aviv skies, and other sees the lethal aftermath of a missile attack on a Gazan neighborhood. The better we get at modeling user preferences, the more accurately we construct recommendation engines that fully capture user attention. In a way, we are building personalized propaganda engines that feeds users content which makes them feel good and throws away the uncomfortable bits.  We used to be able to hold media accountable for misinforming the public. Now we only have ourselves to blame.

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