Category Archives: Internet

Verbreitung gefälschter Informationen

Der britische Geheimdienst GCHQ hat nach Snowden-Leaks Programme entwickelt, um Online-Umfragen oder Pageview-Statistiken zu manipulieren. Der NSA-Untersuchungsausschuss will eventuell zu Schreibmaschinen übergehen, um nicht von der NSA abgehört werden zu können. Die Analogtechnik wird gegenüber der Digitaltechnik wieder interessant, eben weil sie Informationen produziert, die nicht ohne Weiteres kopiert, gespeichert und durchsucht werden können. Plötzlich wird angesichts der globalen Überwachung klar, dass der Fortschritt höchst ambivalent ist und alte Techniken ihre Vorteile besitzen. Inzwischen werden neue Snowden-Leaks von Greenwald bekannt gemacht, die wirklich teuflisch sind, weil sie alles, was auf dem Internet auftaucht, in Misskredit bringen. Auf The Intercept berichtet Greenwald von Dokumenten aus dem Jahr 2012, die belegen, dass der britische Geheimdienst GCHQ Programme entwickelt hat, um auf dem Internet gefälschte Informationen zu verbreiten. Das geht so weit, dass auch die Ergebnisse von Online-Umfragen verändert, die Pageview-Quote von Websites aufgeblasen, Facebook-Einträge manipuliert und angeblich extremistische Videos zensiert werden können. Bislang war bekannt, dass die Joint Threat Research Intelligence Group (JTRIG) falsche Blogeinträge von Opfern, False-Flag-Operationen, Psychomanipulationen von Online-Aktivisten oder die Überwachung von Skype-, YouTube- oder Facebook-Nutzern macht

via tp: Verbreitung gefälschter Informationen

siehe auch: Hacking Online Polls and Other Ways British Spies Seek to Control the Internet. The secretive British spy agency GCHQ has developed covert tools to seed the internet with false information, including the ability to manipulate the results of online polls, artificially inflate pageview counts on web sites, “amplif[y]” sanctioned messages on YouTube, and censor video content judged to be “extremist.” The capabilities, detailed in documents provided by NSA whistleblower Edward Snowden, even include an old standby for pre-adolescent prank callers everywhere: A way to connect two unsuspecting phone users together in a call. The tools were created by GCHQ’s Joint Threat Research Intelligence Group (JTRIG), and constitute some of the most startling methods of propaganda and internet deception contained within the Snowden archive. Previously disclosed documents have detailed JTRIG’s use of “fake victim blog posts,” “false flag operations,” “honey traps” and psychological manipulation to target online activists, monitor visitors to WikiLeaks, and spy on YouTube and Facebook users. (…) The “tools” have been assigned boastful code names. They include invasive methods for online surveillance, as well as some of the very techniques that the U.S. and U.K. have harshly prosecuted young online activists for employing, including “distributed denial of service” attacks and “call bombing.” But they also describe previously unknown tactics for manipulating and distorting online political discourse and disseminating state propaganda, as well as the apparent ability to actively monitor Skype users in real-time—raising further questions about the extent of Microsoft’s cooperation with spy agencies or potential vulnerabilities in its Skype’s encryption.

Bei Amazon und eBay zum „Endsieg“

Der Gewinn der Fußball-Weltmeisterschaft hat in Deutschland nicht nur einen Run auf die Trikots der Nationalmannschaft ausgelöst – im Internet bieten Händler seit Kurzem auch T-Shirts mit makaberer Nazi-Symbolik zum Verkauf an. Darauf abgebildet ist der Reichsadler – das Hakenkreuz wurde durch einen Fußball ersetzt. Daneben Begriffe wie „Endsieg“ oder „Blitzkrieg“. Zu finden sind die Produkte nicht etwa auf einschlägigen Neonazi-Seiten, sondern bei zwei der größten Online-Händlern Deutschlands: Amazon und eBay. (…) Seit Dienstagmittag – und somit nur rund 36 Stunden nach dem Titelgewinn – kann der geneigte Interessent verschiedene Fußball-T-Shirts mit eindeutigen Anspielungen auf die Nazi-Zeit kaufen. In einer Version prangt offenbar als Anspielung auf die in kurzem Zeitabstand erzielten Tore der deutschen Nationalmannschaft gegen Brasilien das Wort „Blitzkrieg“ in Frakturschrift auf einem weißen Trikot. Darüber befindet sich eine Abbildung des Reichsadlers mit Eichenlaubkranz, das Hakenkreuz wurde durch einen Fußball ausgetauscht. Eine weitere Variante zeigt eine ähnliche Darstellung, das Wort „Blitzkrieg“ wurde durch „Endsieg“ ersetzt. Erneut ist der Reichsadler zu sehen, daneben die fallende Christusstatue aus Rio de Janeiro. Angeboten werden die eher geschmacklosen T-Shirt-Motive seit Dienstagmittag bei den Online-Riesen eBay und Amazon. Beim weltweit größten Online-Händler waren vorübergehend beide Varianten über Dritte angeboten worden, doch das „Endsieg“-Trikot wurde nach massiven Kundenbeschwerden relativ schnell entfernt (…)  Bei eBay hingegen kann die von Amazon entfernte „Endsieg“-Variante weiterhin erworben werden. Bereits über 100 registrierte Kunden haben das T-Shirt gekauft, dass als „Fan Party“ beschrieben und von einem Großhändler namens „druck.werk“ angeboten wird. Ein kurzer Blick in das Impressum verrät, dass es sich dabei um ein- und dieselbe Firma handelt: den Inley-Store aus Burg.

via endstation rechts: Bei Amazon und eBay zum „Endsieg“

Neo-Nazi website owner flees the US

Béla Varga, owner of the extreme right-wing website kuruc.info, registered in the US, has fled to Canada after the FBI issued a warrant for his arrest. Varga, a resident of California, is a Canadian-Hungarian dual citizen. Varga is suspected of harassing and threatening to kill the lawyer who had obtained a subpoena to question him about the website.

via politics.hu: Neo-Nazi website owner flees the US

Ehemalige NPD-Stadtratskandidatin akzeptiert Strafbefehl

Eine ehemalige Kandidatin für den Kaiserslauterer Stadtrat muss dem Staat 1.500 Euro zahlen, weil sie unter anderem Bilder mit Hakenkreuzen im Internet veröffentlicht hatte. Wie ein Sprecher des Amtsgerichts mitteilte, hat die Frau einen Strafbefehl gegen sie akzeptiert. Sie ist damit vorbestraft. (…) Sollte sie die Strafe nicht bezahlen, muss sie 150 Tage ins Gefängnis

via swr: Ehemalige NPD-Stadtratskandidatin akzeptiert Strafbefehl

Übrigens: Wer heute nach den von Ramona Covington geposteten strafbaren Bildern sucht, findet sie noch immer…. siehe https://archive.today/aDpo1

screenshot vk-profil 15.07.2014

screenshot vk-profil 15.07.2014

siehe auch: Arischer Terror vor Gericht – Strafbefehl gegen NPD-Kandidatin. Laut Pressemeldungen hat das Amtsgericht Kaiserslautern einen Strafbefehl gegen Ramona Covington erlassen. Covington hat auf verschiedenen Bildern in sozialen Netzwerken Hakenkreuze und andere strafbare Symbole verbreitet (dokmz berichtete) und damit gegen §86a des Strafgesetzbuches verstoßen.Covington und ihr Anwalt sollen signalisiert haben, dass sie die Geldstrafe annehmen – die Einspruchsfrist läuft aber noch bis zur zweiten Juliwoche; NPD Kaiserslautern: Arischer Terror auf Platz 3 [upd 190514]. Terror-Netzwerk-Propagandistin auf der NPD-Stadtratsliste (eig. Bericht). Mit Ramona Covington als Listendritte kandidiert in Kaiserslautern eine Neonazistin auf der NPD-Stadtratsliste, die sich im Sommer für Propagandadelikte im Internet verantworten muss. Darüber hinaus ist die Listendritte der NPD für die Stadtratswahl in Kaiserslautern in internationalen Neonazistrukturen aktiv, die Hass, Gewalt und Rechtsterrorismus propagieren und praktizieren. So stellt sie sich auf einem ihrer Social-Community-Profile auf der Plattform vk.com als „ATB Womens Division Leader Germany“ dar. ATB steht für „Aryan Terror Brigade“ , ein Netzwerk militanter Neonazis, die auch als „Combat18 International“ oder C18 agiert. Eine umfassende Dokumentation inkl. Fotos zu Covington stellen wir hier zur Verfügung: NPD Kaiserslautern: Arischer Terror auf Platz 3. Terror-Netzwerk-Propagandistin auf der NPD-Stadtratsliste

Spuren des NSU in Mecklenburg-Vorpommern

Seit zwei Jahren fließen in den Verfassungsschutzbericht auch Erkenntnisse zum Nationalsozialistischen Untergrund (NSU) ein. Am Rande der Vorstellung des aktuellen Berichts für 2013 am Dienstag wurden auch Erkenntnisse zu den Verbindungen des NSU nach Mecklenburg-Vorpommern bekannt. Neue Spuren zum NSU führen nach Krakow am See. Durch Zufall fand die Polizei bei einer Razzia im April 2014 eine CD mit der Aufschrift “NSU/NSDAP” – hergestellt vom V-Mann Corelli. (…) Nach Informationen von NDR 1 Radio MV und dem Nordmagazin entdeckten die Beamten dort rein zufällig eine CD mit der Aufschrift NSU/ NSDAP. Auf dem Cover der CD ist unter der Wolfsangel – dem verbotenen Zeichen der Hitler Jugend – eine Waffe vom Typ “Ceska” zu sehen. Mit einer solchen Pistole soll die Zwickauer Terrorzelle um Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos getötet haben, unter anderem auch den 25-jährigen Mehmet Turgut aus Rostock. Vieles deutet daraufhin, dass die CD schon 2003 – zu Zeiten als der NSU schon aktiv war – hergestellt wurde. Maßgeblich daran beteiligt gewesen sein soll Thomas R. aus Sachsen-Anhalt, der unter dem Decknamen Corelli V-Mann des Bundesverfassungsschutzes gewesen sein soll. Bereits enttarnt, sagte er im vergangenen Jahr im Münchner NSU-Prozess aus. Anfang April starb der 39-Jährige dann jedoch unter merkwürdigen Umständen. Eigentlich wollte das Bundesamt für Verfassungsschutz ihn zu der NSU/NSDAP-CD befragen, doch dazu kam es nicht mehr. Im Internet diskutieren inzwischen Neonazis, ob Corelli den Namen “Nationalsozialistischer Untergrund” sogar geprägt hat. Auch in Mecklenburg-Vorpommern dürfte Corelli kein Unbekannter gewesen sein. Nach NDR Recherchen war er im inzwischen verbotenen Thiazi-Forum sehr aktiv, das er auch finanziell unterstützte.

via ndr: Spuren des NSU in Mecklenburg-Vorpommern

Dossier / Beiträge zu Rechts-Anwältin (RA) Nicole Schneiders: http://goo.gl/cbPp0


Dossier Rechtsterrorismus / articles about right-wing terrorism:
Nationalsozialistischer Untergrund – Uwe Böhnhardt, Uwe Mundlos, Beate Zschäpe. Polizistinnenmord, Rohrbombe, Thüringer Heimatschutz (THS)
Dossier: Kategorie NSUhttp://bit.ly/ths-nsu

Berliner Neonazi-Rapper Patrick Killat alias „Villain051“ – Rechte Propaganda vor Gedenkstätte

Neonazis – überwiegend aus dem Barnim – starteten am Sonntag Aktionen in mehreren Bundesländern. Der Berliner Rapper Patrick Killat alias “Villain051″ war der Anführer. Am Sonntag haben Neonazis in mehreren Bundesländern eine Propagandaaktion durchgeführt. Neben Brandenburg und Berlin waren auch Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt, Thüringen, Niedersachsen und Schleswig- Holstein betroffen. Dabei stellten die Neonazis schwarze Holzkreuze mit Zetteln auf, die an mehrere Tausend Deutsche erinnern sollen, die angeblich von Ausländern getötet worden sein sollen. Bereits im Vorfeld waren die Sicherheitsbehörden informiert, bei Facebook riefen die Neonazis den Sonntag zum „Volkstrauertag der Deutschen“ aus. Ausgegangen ist die Aktion vom Berliner Neonazi-Rapper Patrick Killat alias „Villain051“. Gemeinsam mit weiteren Neonazis aus dem Barnim stellte Killat schwarze Holzkreuze in verschiedenen Bundesländern, darunter auch in Brandenburg, auf. Die Aktion mit dem Titel „Schwarze Kreuze Deutschland“ baute dabei auch auf Neonazis aus den jeweiligen Orten und sollte ein Aktionstag fernab von verhinderbaren Demonstrationen sein. Die ausgesuchten Stellen für die Kreuze haben keinen strategischen Hintergrund, sondern sind wahllos gewählt worden, wie auch die Städte, in denen die Aktionen stattfanden. So finden sich mal Kreuze an Ortseingangsschildern, mal an Einkaufspassagen oder auch auf einfachen Wiesen. Nur wenige haben einen symbolischen Charakter, wie die Gedenkstätte Sachsenhausen (…) Der Berliner Rapper wurde von der Kameradschaft „Barnimer Freundschaft“, der NPD Barnim und der Partei „Die Rechte“ aus Berlin unterstützt. Unter den NPD-Mitgliedern befanden sich die Landesgeschäftsführerin und Bernauer Stadtverordnete Aileen Rokohl sowie der Barnimer NPD-Kreistagsabgeordnete Michael Zech. Die Gruppe ist bereits seit Längerem aktiv, etwa bei regelmäßigen Hetzaktionen gegen Asylbewerberheime wie in Zepernick. Bekannt wurde Patrick Killat im Januar durch eine Propagandaaktion gemeinsam mit dem rechten Liedermacher R.A.W. als Duo „A3stus“  vor dem Flüchtlingsheim in Berlin-Hellersdorf. Bei der Aktion mit Neonazis aus Barnim, darunter Michael Zech, wurde ein Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes rassistisch beleidigt.

via pnn: Berliner Neonazi-Rapper Patrick Killat alias „Villain051“ – Rechte Propaganda vor Gedenkstätte

Brandenburg veröffentlicht neuen “Extremographen”

Wo befinden sich Orts- und Kreisverbände der NPD, von Hass-Bands oder linksextremistischen autonomen Gruppen: Der “Extremograph Brandenburg” stellt auf einem großen Plakat extremistische Standorte und Strukturen dar und zeigt Entwicklungen auf. Nun ist er vom Verfassungschutz neu aufgelegt worden. Der Brandenburger Verfassungsschutz hat einen neuen “Extremographen Brandenburg” veröffentlicht. Auf dem großformatigen Plakat werden extremistische Standorte und Strukturen übersichtlich und auf einen Blick dargestellt, wie der Sprecher des Brandenburger Innenministeriums, Ingo Decker, am Sonntag in Potsdam mitteilte. Im Bereich des Rechtsextremismus dokumentiert der “Extremograph” den Angaben zufolge die Orts- und Kreisverbände der NPD sowie die Verteilung ihrer kommunalen Mandate. Ebenso werden neonationalsozialistische “Freie Kräfte”, Hass-Bands, Immobilien sowie das Gewaltpotenzial dargestellt. Beim Linksextremismus werden autonome Gruppen, die “Rote Hilfe” und die DKP abgebildet. Zudem zeigen Verlaufsdiagramme die Entwicklung politisch motivierter Gewaltstraftaten und extremistischer Personenpotenziale seit 1992. So würden auch langfristige Entwicklungstrends sichtbar. Der “Extremograph” zeigt beispielsweise, dass es 2011 fast so viele linksextremistische Gewaltstraftaten gab wie rechtsextremistische, dass seither aber die rechte Kriminalität angestiegen und die linke gesunken ist.

via rbb: Brandenburg veröffentlicht neuen “Extremographen”

Download “Extremograph Brandenburg” 2014 (PDF)

Blog “Politically Incorrect” – Die offene Gesellschaft und ihre Feinde

Wer steckt hinter “Politically Incorrect”, dem Blog der deutschen Islamhasser? Der stern traf die Macher des Hetzwerks, die sich von den Anschlägen in Norwegen recht unbeeindruckt zeigen. Das Sprachrohr der deutschen Islamhasser sieht aus, als würde es gleich ein paar Surfstunden draußen auf dem Lago Maggiore geben: schwarze Sonnenbrille, rotes Poloshirt, Bermudas, lässige Sandalen. Stefan Herre ist durchtrainiert und braun gebrannt, eigentlich ein Sonnyboy. Er duzt sein Gegenüber in weichem Kölsch, doch irgendwann sagt er, dass er nicht möchte, dass der Ort verraten wird, an dem man sich trifft. Er habe schon wieder Morddrohungen erhalten, im Grunde müsse er Personenschutz bekommen. Ob er denn schon bei der Polizei gewesen sei? Ja, nee, noch nicht. Stefan Herre, 45, sagt, seit den Anschlägen in Norwegen sei er ein gefragter Mann. So viele Journalisten wollten mit ihm reden, die Magazine, die Zeitungen. “Dabei bin ich doch bloß ein kleiner Blogger”, sagt er. Tatsächlich will man reden mit dem Mann, der ideologisch nicht so weit entfernt zu sein scheint von Anders Behring Breivik, dem Mörder von Oslo und Utøya. (…) Solche Plattformen schaffen den Raum, in dem dem Wahnsinn keine Grenzen mehr gesetzt werden. Früher, im Freundeskreis, bei Bier oder Wein, konnten sich Vernünftige und Verrückte, Aufgeklärte und Hardliner streiten, bis die Stimmung kippte. Spätestens dann mahnte einer, man solle doch die Kirche im Dorf lassen – und schenkte noch einmal nach. Das ist vorbei. Heute bleiben die Verrückten und Hardliner unter sich, man trifft sich im Internet, in Foren, Kommentarspalten und eben auf Blogs wie PI. Man bestärkt sich gegenseitig, klopft sich ideologisch auf die Schulter und ist stolz, zu denen zu gehören, die sagen, was viele nur dächten – und schon längst nicht mehr zu äußern wagten. Niemand hat geahnt, wie gefährlich solche Seiten werden können. Niemand hat gedacht, dass sie tatsächlich von irgendjemandem so ernst genommen werden könnten, dass er zur Tat schreitet. Doch Anders Breivik hat bewiesen, dass das Netz sehr wohl ein Hirn verdrehen kann. (…) PI hat sich zu einem dichten Netzwerk Gleichgesinnter entwickelt, Stürzenberger ist ein wichtiger Teil davon: Während Herre im Hintergrund die logistischen Fäden zieht und Mannheimer den ideologischen Überbau liefert, ist das ehemalige CSU-Mitglied der Mann für die Außendarstellung. Bis 2004 war er Pressesprecher der Strauß-Tochter Monika Hohlmeier, Ende Mai dieses Jahres ist er aus der CSU ausgetreten, weil er sich “angefeindet” fühlte: “In der CSU wurde ich mundtot gemacht. Ein Parteifreund hat mir gesagt, dass ohne die Stimmen der Muslime keine Wahlen zu gewinnen seien”, sagt Stürzenberger und schüttelt den Kopf.

via stern: Blog “Politically Incorrect” – Die offene Gesellschaft und ihre Feinde

artikel von 16. April 2012 – und leider immer noch aktuell

Frühere Neonazi-Aktivistin in Treuenbrietzen enttarnt

Auch die etablierten Parteien sind vor rechtem Gedankengut nicht sicher – diese Erfahrung muss nun die CDU in Treuenbrietzen machen. Nach Angaben eines Antifa-Netzwerks steht die Kommunalpolitikerin Nicola Brandstetter im Verdacht, ein führendes Neonazi-Forum unterstützt zu haben. Anfang der Woche musste die Beisitzerin des CDU-Stadtverbandes ihren Hut nehmen. Jahrelang hatte sie eine doppelte Existenz geführt. (…) Die Vorwürfe gegen Nicola Brandstetter wiegen schwer, denn die eigentlich aus Österreich stammende Erzieherin soll eine führende Rolle im Internet-Forum ‘Thiazi.net’ gespielt haben. Laut einer Dokumentation des Freiburger Antifa-Netzwerks galt ‘Thiazi’ seit seiner Gründung 2007 als eines der bundesweit wichtigsten Portale der Neonazi-Szene. Wie die Antifa-Aktivisten schreiben, soll die heute 34-Jährige unter dem Pseudonym “Prometheusfunke” insgesamt 1.500 Beiträge auf ‘Thiazi’ veröffentlicht haben. Das daraus hervorgehende Menschenbild lasse “keine Zweifel an ihrer nationalsozialistischen Überzeugung”, heißt es weiter. So habe sich Brandstetter immer wieder offen rassistisch geäußert, zum Beispiel im Zusammenhang mit ihrem früheren Wohnort in Rheinland-Pfalz, wo sie laut rbb-Informationen für die Kindertagesstätte ‘Pusteblume’ tätig war. (…) Als das ‘Thiazi’-Forum nach einer Welle von Razzien 2012 abgeschaltet wurde, geriet auch Brandstetter in den Fokus der Ermittlungsbehörden. Laut Staatsanwaltschaft Rostock stand die Erzieherin im Verdacht, mit ‘Thiazi” eine kriminelle Vereinigung unterstützt zu haben. Wie die Behörde dem rbb am Donnerstag bestätigte, fand im Zuge der Ermittlungen “auch eine Durchsuchung der Wohnung der Frau Brandstetter statt”. Wegen der noch als “gering” anzusehenden Schuld sei das Verfahren gegen Zahlung einer Geldbuße vorläufig eingestellt worden. Allerdings sei es noch nicht gänzlich abgeschlossen, weil die verhängten Auflagen noch nicht erfüllt seien. (…) Dass die CDU-Politikerin trotz ihres christlichen Weltbildes einen fremdenfeindlichen und rechtsradikalen Hintergrund hat, hat in Treuenbrietzen für großes Erschrecken gesorgt. Der vom Christlichen Elternverein geführte Kindergarten im benachbarten Brück will dennoch an Brandstetter festhalten. “Das ist nicht unsere Nicola, von der wir da erfahren mussten”, sagte die Vereinschefin laut ‘MAZ online” am Mittwoch. Solange die Erzieherin sich an die Grundsätze des Vereins halte, sehe sie aber keinen Anlass, etwas zu unternehmen

via rbb: Frühere Neonazi-Aktivistin in Treuenbrietzen enttarnt

siehe auch: CDU trennt sich von Ex-Neonazi-Autorin. Die Kommunalpolitikerin Nicola Brandstetter soll vor ihrem Umzug im Jahr 2011 nach Treuenbrietzen (Potsdam-Mittelmark) tief in neonazistische Kreise verstrickt gewesen sein. Entsprechende Veröffentlichungen der Internet-Plattform „Inforiot“ führten am Montag zum Rücktritt Brandstetters von ihrem Posten als Beisitzerin im CDU-Stadtverband Treuenbrietzen. Die Vorwürfe wiegen schwer. Nicola Brandstetter soll vor ihrem Umzug im Jahr 2011 nach Treuenbrietzen tief in neonazistische Kreise verstrickt gewesen sein. Entsprechende Veröffentlichungen der Internet-Plattform „Inforiot“ führten am Montag zum Rücktritt Brandstetters von ihrem Posten als Beisitzerin im CDU-Stadtverband Treuenbrietzen

Moderationsstruktur thiazi.net (Quelle: Inforiot)

Als „Platz-Hirsch“ getarnt: Rechte betreiben Kuschel-Propaganda an sächsischen Schulen

Der Plüsch-Hirsch winkt, tänzelt durch ein Klassenzimmer, wird von der Lehrerin freudig begrüßt: Was wie ein nettes Video daherkommt, ist in Wahrheit eine Werbekampagne von den Jungen Nationaldemokraten (JN), der Nachwuchs- und Rekrutierungsorganisation der rechtsextremen NPD. Als „Platz-Hirsch“ getarnt, versuchen die Kameraden momentan, sich sachsenweit Zugang in Schulen zu verschaffen. Während die Rechtsextremen unter anderem in Oschatz, Wurzen und Riesa scheiterten, konnten sie sich im vogtländischen Reichenbach als vermeintliche Schülersprecher in eine Berufsschule schleichen. Die JN, die mit dem Video offiziell gegen die Droge Crystal mobilisieren will, feiert sich im Internet für den gelungenen Coup – und nimmt dafür auch Ermittlungen wegen Hausfriedensbruchs sowie weitere juristische Konsequenzen in Kauf. Das Tückische an dem Video ist außerdem: In seiner Machart ähnelt es den berüchtigten Panther-Videos des Nationalsozialistischen Untergrunds, in denen sich die NSU-Terroristen ihrer Taten rühmten. (…) Dass es sich bei der JN-Aktion um keinen braunen Streich, sondern um gezielte Propaganda handelt, liegt auf der Hand. Laut dem rechtsextremen Nachwuchs wird gegen die Verbreitung des verheerenden Crystals mobil gemacht – dabei wird allerdings verschwiegen, dass zahlreiche Kameraden bereits wegen Drogendelikten ins Visier von Staatsanwälten gerieten und auch schon verurteilt wurden. In Thüringen saß beispielsweise der Inhaber der Neonazi-Modemarke Ansgar Aryan und des angeschlossenen Versandhandels NordicTex wegen Drogenhandels viereinhalb Jahren in Haft. In Sachsen wurden im vergangenen Jahr drei Neonazis aus dem Umfeld von NPD-Landesvize Maik Scheffler wegen Drogenhandels verurteilt. Die Kameraden aus Delitzsch und Eilenburg (Nordsachsen) sollen dank der Partydroge Crystal 300.000 Euro kassiert haben

via dnn: Als „Platz-Hirsch“ getarnt: Rechte betreiben Kuschel-Propaganda an sächsischen Schulen

siehe auch: Demo in Dresden aufgelöst – Polizei schnappt Nazi-Hirsch am Landtag (…) Dort wollten sie offensichtlich eine Spontan-Demo abhalten. Die Polizei löste den braunen Spuk umgehend auf. Der Plüschhirsch musste sich außerdem sich seines Kostüms entledigen, nun sein wahres Gesicht zeigen.

anm dokmz: NPD-Drogenhirsch geschnappt. Die NPD hat ja zu Drogen im Allgemeinen und Crystal gerade in Sachsen ein gelinde gesagt eher “ambivalentes” Verhältnis – dazu demnächst mehr!

Innenminister Pistorius warnt vor Verbreitung von Judenhass

Neue Formen der Judenfeindlichkeit machen dem Verfassungsschutz in Niedersachsen Sorgen. Über moderne Medien nehmen Rechtsextremisten Einfluss auf Jugendliche. Der Nahostkonflikt schürt Ressentiments. Vor der Verbreitung von Judenhass unter jungen Leuten über das Internet hat Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius (SPD) gewarnt. Rechtsextremisten bedienten sich verstärkt moderner Medien, um ihr Gedankengut in die Köpfe von jungen Menschen zu bringen, sagte Pistorius am Mittwoch in Hannover bei einer Tagung des Verfassungsschutzes zu neuen Tendenzen im Antisemitismus. Nicht immer seien judenverachtende Einstellungen von Rechtsextremisten gleich als solche zu erkennen, etwa wenn sie verklausuliert in Musik steckten, meinte der Minister. Von den Experten beobachtet wird, dass die plumpe Leugnung des Holocausts durch Neonazis einem Relativieren und Aufrechnen deutscher Schuld mit Kriegszerstörungen in Deutschland weicht. Dies sei etwa in den antijüdischen Positionen der NPD zu beobachten, sagte der Rechtsextremismusexperte des niedersächsischen Verfassungsschutzes, Wolfgang Freter.

via abendblatt: Innenminister Pistorius warnt vor Verbreitung von Judenhass

CDU trennt sich von Ex-Neonazi-Autorin

Die Kommunalpolitikerin Nicola Brandstetter soll vor ihrem Umzug im Jahr 2011 nach Treuenbrietzen (Potsdam-Mittelmark) tief in neonazistische Kreise verstrickt gewesen sein. Entsprechende Veröffentlichungen der Internet-Plattform „Inforiot“ führten am Montag zum Rücktritt Brandstetters von ihrem Posten als Beisitzerin im CDU-Stadtverband Treuenbrietzen. Die Vorwürfe wiegen schwer. Nicola Brandstetter soll vor ihrem Umzug im Jahr 2011 nach Treuenbrietzen tief in neonazistische Kreise verstrickt gewesen sein. Entsprechende Veröffentlichungen der Internet-Plattform „Inforiot“ führten am Montag zum Rücktritt Brandstetters von ihrem Posten als Beisitzerin im CDU-Stadtverband Treuenbrietzen. Bei den Kommunalwahlen im Mai hatte die 1979 geborene Erzieherin für die CDU auf Kreisebene und als Stadtverordnete kandidiert. Nach Bekanntwerden der gegen die gebürtige Österreicherin erhobenen Vorwürfe wurde ihr der Rücktritt nahegelegt. „Dieser Schritt war zum Wohl des Stadtverbandes und dessen Mitglieder unvermeidbar“, teilte Anja Schmollack, Vorsitzende des Stadtverbandes sowie der Treuenbrietzener CDU-Fraktion, der MAZ mit. Brandstetter gehörte zu einer Gruppe von bundesweit 26 Personen, gegen die im Juni 2012 ermittelt wurde. In elf Bundesländern und in Großbritannien wurden Wohnungen durchsucht. 2013 wurde in Rostock Anklage gegen mehrere Personen erhoben. Alle standen im Verdacht der Bildung, beziehungsweise der Unterstützung einer kriminellen Vereinigung. Auch in Brandenburg gab es Durchsuchungen in Potsdam, Velten, Brandenburg/Havel und Prenzlau. Im Blickfeld der Ermittler stand auch Nicola Brandstetter, die seit zehn Jahren in Deutschland lebt. Das bestätigte Maureen Wiechmann, Sprecherin der Staatsanwaltschaft Rostock, am Dienstag auf Anfrage der MAZ. Das Verfahren gegen Brandstetter sei inzwischen „wegen vergleichsweise geringer Beteiligung“ gegen Zahlung einer Geldauflage eingestellt worden, so Wiechmann. Doch bestätigte die Rostocker Staatsanwältin zudem, dass Brandstetter den Ermittlungen zufolge mindestens zwischen 2009 und 2010 eine führende Rolle im Neonazi-Internet-Forum „Thiazi.net“ hatte.

via maz online: CDU trennt sich von Ex-Neonazi-Autorin

siehe auch: CDU-lerin in Neonazi-Netzwerk aktiv. Treuenbrietzen: CDU-Funktionärin war langjährige Moderatorin im “Thiazi”-Forum – einem Tummelplatz für militante Neonazis. Eine Brandenburger CDU-Funktionärin ist offenkundig tief in neonazistische Kreise verstrickt. Nicola Brandstetter ist Beisitzerin im CDU-Stadtverband in Treuenbrietzen (Landkreis Potsdam-Mittelmark) und trat bei den Kommunalwahlen im Mai für ihre Partei auf Kreisebene und für die Stadtverordnetenversammlung an. Nicola Brandstetter bei der CDU Treuenbrietzen – Bis 2012 Moderatorin im “Thiazi”-Forum. Nun ist bekannt geworden, dass Brandstetter jahrelang eine führende Rolle im Forum “Thiazi.net” inne hatte. Das Portal war seit seiner Gründung 2007, bis zu einer Razzienwelle und anschließender Abschaltung 2012 eine der bundesweit wichtigsten Vernetzungsinstanzen für die Neonaziszene. Brandstetter war seit der Anfangszeit als Moderatorin aktiv und schrieb insgesamt über 1500 Beiträge. Dies berichtet die “Autonome Antifa Freiburg” in einem gerade erschienenen Artikel. Nichts deutet darauf hin, dass sich Brandstetter seit den Durchsuchungen und der Forenabschaltung 2012 von der neonazistischen Szene gelöst hätte. (…) Im “Thiazi-net” äußerte sich Brandstetter weit weniger zurückhaltend. Unter ihrem Pseudonym “Prometheusfunke” schrieb sie im Jargon der Holocaustleugnung über den “Holoklaus”, der bedauerlicherweise als “schlimmstes Verbrechen aller Zeiten anerkannt” sei und beklagt, dass Hitler “weltweit als Bestie in Menschengestalt” betrachtet werden würde. Moderationsstruktur von “Thiazi.net” Zudem war Brandstetter um 2009 Koordinatorin der deutschen Übersetzung des Romans “Hunter” aus der Feder des US-Neonazis William Pierce. Sie war als Moderatoin für den “Thiazi.net”-Forenabschnitt zuständig, in dem die Übersetzung zusammengetragen wurde. Das Buch ist eine literarisch inszenierte, von derben Gewaltfantasien durchsetzte antisemitische Hetzschrift.

Moderationsstruktur thiazi.net (Quelle: Inforiot)

Schaffende Kameraden

Erzieher, Krankenpfleger, Deeskalationstrainer, Anwalt – die Berufe deutscher ­Nazis sind vielfältig. »Ich lebe in einer ziemlich ländlichen Gegend, und hier im Ort gibt es bemerkenswerterweise keinen einzigen Schwarzen. (…) Wenn ich in die nächste größere Stadt fahre, ist das Bild schon wieder ein völlig anderes, und dort würde ich mein Kind auch um keinen Preis in die Kita schicken wollen«, bekannte eine Userin namens »Prometheusfunke« im »Thiazi-Forum«, das bis zu seiner Schließung 2012 zu den am stärksten frequentierten deutschsprachigen Naziforen gehörte. Die Userin wurde von Antifaschisten geoutet. Hinter dem Nickname steckt offenbar eine in Österreich geboren Frau, die zu der Zeit in ihrem damaligen Wohnort Münstermaifeld in Rheinland-Pfalz selbst eine Kindertagesstätte leitete. Die Moderatorin des »Thiazi-Forums« siedelte vor drei Jahren nach Treuenbrietzen in Brandenburg um. Dort ist sie mittlerweile Beisitzerin im Vorstand des CDU-Stadtverbands. Beruflich hat sie sich nicht verändert, sie arbeitet in einem Nachbarort in einer Kindertagesstätte. Auch der Gründer des »Thiazi-Forums« arbeitete in Mecklenburg-Vorpommern als Erzieher in einem städtischen Kinderhort. Auf dem Weg zur Arbeit legen Rechtsextreme ihre politischen Ansichten zwar nicht ab. Sie halten sich aber meist bedeckt, um unangenehme berufliche Konsequenzen zu vermeiden. Wenn überhaupt, verläuft die politische Betätigung am Arbeitsplatz zunächst subtil. Der Politikwissenschaftler Michael Kohlstruck vom Berliner Zentrum für Antisemitismusforschung bezeichnet dieses Vorgehen als eine »Samtpfötchenstrategie«, die darin bestehe, »zunächst den Akzent auf die Beziehungsarbeit zu legen, um auf dieser Basis dann um so erfolgreicher eine Sach- oder Inhaltsarbeit aufzubauen«. (…) Vor Gericht vertrat der Anwalt unter anderem zwei Mitglieder der »Skinheads Sächsische Schweiz«, den Bezirksschornsteinfegermeister aus Laucha, der wegen der Teilnahme an antisemitischen Veranstaltungen seine Zulassung ver­loren hatte, und einen Dresdener Neonazi, der eine Broschüre verbreitet hatte, in der ein Davidstern im Fadenkreuz zu sehen war. Nebenberuflich schult Jauch Mitglieder der Jungen Nationaldemokraten (JN) für den Fall einer Vorladung oder Verhaftung. Nach Recherchen von MDR und Zeit Online ist Jauch wie auch die bekannten Neonazis Thorsten Heise und Patrick Wieschke Gründungsmitglied des Vereins »Deutsch-russische Friedensbewegung im europäischen Geiste«. Der Verein hat nach Angaben des thüringischen Verfassungsschutzes das Ziel, »bislang nicht politisch Interessierte über unverfänglich erscheinende Vereinsbezeichnungen als Mitglieder zu gewinnen, sie nach und nach an rechtsextremistisches Gedankengut heranzuführen«.

via jungle: Schaffende Kameraden

Skandal um NPD-Kampagne – Warum darf dieser Nazi-Hirsch an unseren Schulen werben?

Dieser braune Plüschhirsch tingelt gerade durch sächsische Schulen. Doch Vorsicht: Es ist eine Aktion der rechtsradikalen NPD-Jugend. Jetzt schleichen sich die Neonazis schon im Plüschkostüm verkleidet in unsere Schulen! Kaum zu glauben: Dieser possierliche „Platzhisch – der Schülersprecher“, wie er sich auf dem weißen T-Shirt selbst nennt, ist eine Aktion der NPD-Nachwuchsorganisation „Junge Nationaldemokraten“. Seit Montag tourt der Hirsch durch Sachsen: Wurzen, Oschatz, Riesa, Reichenbach… Das angeblich edle Ziel: Schüler vor Drogen zu bewahren. Doch tatsächlich steckt dahinter vor allem rechte Propaganda!

via Bild: Skandal um NPD-Kampagne – Warum darf dieser Nazi-Hirsch an unseren Schulen werben?

siehe auch: NPD-Nachwuchs sucht nach Karrierealternativen – Nazi-Plüschhirsch an sächsischen Schulen unterwegs. Der JN ist nichts zu doof – nicht mal ein Platzhirsch. Der übrigens in der Begleitpublikation ankündigt, dass er bald platzt. Das wär doch was. Schüler*innen in Sachsen bot sich in den letzten Tagen in ihrem Unterricht folgendes Bild: Ein Plüschtier tingelt durch das Schulgebäude, posiert für Erinnerungsfotos mit den Kindern und teilt fleißig Umarmungen aus. Währenddessen laufen seine Begleiter durch die Tischreihen und wollen über die Gefahren der Droge „Crystal Meth“ informieren. Was auf den ersten Blick wie eine naiv-alberne Anti-Drogenkampagne wirkt, ist in Wirklichkeit die neueste Wahlkampfidee der Jungen Nationaldemokraten. Im Mittelpunkt dieser Kampagne steht „Platzhirsch – der Schülersprecher“. Ein Plüschkostüm mit der Attitüde eines spätabendlichen Geniestreichs vom letzten JN-Sommerfest. Nun gut, die Landtagswahlen in Sachsen stehen vor der Tür, die NPD-Fraktion ist arm an Hoffnungsträgern, da bastelt man sich den perfekten Rechtsextremen doch lieber selbst. Der besitzt ein dickes braunes Fell, trägt Hirschgeweih und Schweinsnase und wirbt mit „Frei.Wild“-affinem T-Shirt-Design um junge Mainstreamgegner*innen. Die Aktion scheint sogar vom Erfolg gekrönt, ein Video im Netz zeigt die Aktion in der Klasse und sogar die freudige Offenheit einer Lehrerin – vielerorts scheint die Tarnung offenbar zumindest zeitweise zu funktionieren. Anti-Drogen-Kampagne? Das Thema ist hierbei perfide nach dem Aspekt der geräuschlosen Kontaktaufnahme gewählt. Die JN Sachsen spricht von einer groß angelegten „Anti-Drogen-Tour“, dabei geht es doch nur um die Verbreitung der üblichen Wahlkampfzeitschriften in Schülerkreisen

Twitter Sure Does Have a Lot of Nazi and Holocaust Jokes for the Germany-Brazil Game!

Five first-half goals for Germany left Brazil stunned and teary-eyed in today’s World Cup semifinal and it only got worse from there. But for the amateur comedians of the internet, German dominance can mean only one thing: time for some Holocaust jokes.

via nymag: Twitter Sure Does Have a Lot of Nazi and Holocaust Jokes for the Germany-Brazil Game!

siehe auch: Brazil-Germany Game Leads To Offensive Nazi Twitter “Jokes,” Ugh. It’s pretty much impossible to miss the insanity occurring at this insane semi-final soccer game right now. Germany has defeated Brazil 7-1, which was obvious soon after Germany scored five goals within the first 30 minutes of the game. So yeah, it’s an intense time in the World Cup, one may say. Yup, the biggest World Cup blowout of all time, it’s true. But, does that really excuse that “Nazi” is trending on Twitter? (…)  #WorldCup is trending, and so is “Brazil” and “Neymar.” It is even appropriate to perhaps crack a few jokes here and there about the Brazil soccer team getting destroyed in the game, or even throw in a joke or two about not exactly wanting to be in Brazil tonight. But, making Nazi jokes is cruel, unnecessary, and just outright ridiculous.

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