Category Archives: Gewalt

Christopher Samba: Ex-Blackburn captain racially abused in Russia

Christopher Samba asked not to go out for the second half of Monday’s Moscow derby between Dynamo and Torpedo due to the racist abuse he was receiving. A Russian Football Union (RFU) representative confirmed racist chants had been directed at the former Blackburn and QPR defender. “I can confirm Samba felt offended with Torpedo fans and didn’t want to go on the pitch for the second half,” Dynamo vice-president Gennady Soloviev said. “That’s why he was replaced.” Dynamo won the game 3-1 and manager Stanislav Cherchesov said afterwards that Samba had been substituted because of a calf injury. The defender spent six years at Blackburn, making 185 appearances between 2006 and 2012. The Congo international left for Anzhi Makhachkala but returned to England in January 2013 to play 10 games in a loan spell with QPR. It is the second racist incident involving Samba after a fan in Moscow threw a banana at him in March 2012 while the defender was playing for another Russian side, Anzhi Makhachkala. Samba picked up the banana and threw it back into the stands.

viabbc: Christopher Samba: Ex-Blackburn captain racially abused in Russia

Zum Frieden gezwungen – Kiew gehen die Waffen aus

Die ukrainische Armee hat laut Präsident Petro Poroschenko im Krieg zwei Drittel ihrer Waffensysteme verloren. Das erklärt, warum Kiew praktisch zum Friedensschluss gezwungen ist.  Die ukrainischen Regierungstruppen haben im Verlauf ihrer Einsätze gegen die prorussischen Separatisten im Osten des Landes schwere Verluste an Material erlitten. «Es wurde zwischen 60 und 65 Prozent der Militärtechnik zerstört», beschrieb Präsident Petro Poroschenko am Sonntagabend im ukrainischen Fernsehen die Verluste an Panzern und schwerem Gerät. (…) Die Sicherheitszone könne nur im Fall einer kompletten Waffenruhe und bei einem synchronen Rückzug der Kampfverbände auf beiden Seiten umgesetzt werden, sagte Lisenko. Die Regierungstruppen hielten sich an die Feuerpause, wehrten sich aber weiter auch mit Waffen gegen Angriffe, sagte er. Mehrere Stellungen der «Anti-Terror-Operation» seien auch am Wochenende beschossen worden. Lisenko sprach von zwei getöteten Soldaten. Den Teilrückzug von Einheiten begründete er mit der Gefahr für Truppen, von den Kampfverbänden der Separatisten eingekesselt zu werden. Die seit zwei Wochen offiziell geltende Waffenruhe in den nicht anerkannten «Volksrepubliken» Donezk und Luhansk hält im Grossen und Ganzen, wie Medien berichten. Allerdings kommt es immer wieder zu Zwischenfällen, für die sich die Konfliktparteien gegenseitig die Schuld geben. Die Aufständischen in Donezk teilten mit, dass immer wieder Schüsse und Explosionen zu hören seien. Demnach hielten die ukrainischen Regierungstruppen weiter viele Stellungen mit Hilfe schwerer Artillerie unter Kontrolle.

via nzz: Zum Frieden gezwungen – Kiew gehen die Waffen aus

Kriminelles Neonazi-Portal

Vor dem Landgericht Rostock müssen sich ab Ende November vier Personen wegen Aktivitäten im Zusammenhang mit dem „Thiazi“-Forum verantworten. Am 28. November beginnt in Rostock der Prozess gegen vier Angeklagte, denen im Zusammenhang mit dem neonazistischen „Thiazi“-Forum die Bildung einer kriminellen Vereinigung vorgeworfen wird. Vor dem Landgericht Rostock müssen sich in über 30 Verhandlungstagen der 1981 geborene Erzieher, Klaus R. aus Barth, als  Hauptmoderator  „WPMP3“, die ein Jahr jüngere Technikerin des Forums, Daniela W. aus Untereisesheim sowie zwei Betreuer aus dem Musikbereich, darunter Dominik S. aus Karlsruhe, verantworten. Bis zu seiner Zerschlagung im 2012 hatten sich fünf Jahre lang mehr als 30 000 Benutzer auf dem bedeutendsten Neonazi-Portal getummelt. Den Ermittlungsbehörden zufolge wurden mindestens über drei Jahre hinweg in einem erheblichen Umfang Schriften und Tonträger mit strafrechtlich relevanten Inhalten öffentlich verbreitet. Immer wieder gingen von den mit Tarnnamen versehenen Usern auch Gewaltandrohungen aus.

via bnr: Kriminelles Neonazi-Portal

„Pro NRW“-Funktionär bei Hool-Treffen

„Hooligans gegen Salafisten“ nennt sich eine Gruppe größtenteils rechter „Fußballanhänger“. Eines ihrer Treffen löste die Polizei am Sonntag in Essen auf. Mit dabei war ein führender „pro NRW“-Funktionär. Dominik R. fungiert bei der rechtspopulistischen Partei als stellvertretender Vorsitzender. Im Mai wurde er in den Mönchengladbacher Stadtrat gewählt. Bei Veranstaltungen seiner Partei tauchte er des Öfteren mit weiteren Anhängern des heimischen Bundesligisten Borussia auf. In Essen gehörte er zu den rund 80 Teilnehmern des Hool-Treffens, darunter „offenbar zahlreiche gewaltbereite Personen“, wie die Polizei berichtete: „Ein Großteil ist als Gewalttäter aus der Fußballszene bekannt.“ Sie hatten sich an verschiedenen Stellen in der Ruhrgebietsstadt versammelt, um von dort zum Hauptbahnhof zu ziehen. Unterwegs provozierten sie die Polizeibeamten mit Rufen wie „Setzt schon ‘mal Eure Helme auf“ oder „Holt die Knüppel raus“. Wie die „Rheinische Post“ berichtete, wurde R. von Polizeibeamten abgeführt, weil er die Angabe seiner Personalien verweigert habe.

via bnr: „Pro NRW“-Funktionär bei Hool-Treffen

Hooligan-Krawalle in Köln: “Bis der Erste auf der Strecke bleibt”

Sechs Menschen verletzt – das war die Bilanz der Bundesligapartie zwischen Köln und Mönchengladbach. Es hätte noch schlimmer kommen können. Doch zumindest während des Spiels ließen sich die Fans von den Hooligans nicht provozieren.. Sportlich ist das 0:0 zwischen dem 1. FC Köln und Borussia Mönchengladbach schnell erzählt. Doch die Ausschreitungen rund um das Spiel werden die Verantwortlichen länger beschäftigen. 93 Personen hat die Polizei in Gewahrsam genommen, sechs Personen wurden leicht verletzt, darunter vier Einsatzkräfte. Dass es trotz aller Bemühungen wieder Krawalle gab rund um das Derby, sorgte bei Kölns Präsident Werner Spinner für Frust: “Wir können und wollen für diese Personen keine Verantwortung übernehmen und lassen uns mit ihnen nicht gemein machen”, erklärte Spinner in einem Statement auf der Vereinshomepage. In einer spontanen Äußerung nach dem Spiel hatte Präsident Spinner von “bekloppten Heinis” gesprochen. Wen er damit meinte, zeigt ein im Netz kursierendes Video, das die enorme Gewaltbereitschaft der Hooligans zeigt. Ein Beteiligter schlägt darin mit einem Verkehrspoller auf einen am Boden liegenden Mann ein. Selbst in Foren, in denen sich auch gewaltbereite Fußballfans austauschen, finden sich entsetzte Stimmen. “Dauert auch nicht mehr lange, bis der erste auf der Strecke bleibt”, schreibt ein User. (…) Verabredungen zwischen rivalisierenden Fans sind typisch für die Hooliganszene, die trotz der rohen Gewaltanwendung für einen strengen Kodex steht. Der besagt: keine Waffen, keine Angriffe auf Unbeteiligte. Eigentlich. Vermummte attackieren friedliche Zuschauer Denn auf der gegenüberliegenden Seite des Stadions spielten sich Szenen ab, die nicht zu diesem Kodex passen. Dort, wo sich die Wege von Gladbacher und Kölner Fans im Anreisestrom kurz vor dem Anpfiff kreuzten, mischten sich Vermummte mit rot-weißen Sturmhauben unter die friedlichen Anhänger. Augenzeugen berichteten von Flaschen- und Böllerwürfen. “Ohne Rücksicht auf Verluste” seien Gewalttäter auf Unbeteiligte losgegangen, sagte Polizeisprecher Carsten Möllers. Er gibt sich keinen Illusionen hin: “Solange es Leute gibt, für die das Fußballspiel nur eine Bühne ist, werden wir solche Auseinandersetzungen nie gänzlich verhindern können.”

via spon: Hooligan-Krawalle in Köln: “Bis der Erste auf der Strecke bleibt”

Jailed GD MP shown teaching kids how to give the Nazi salute [Video]

With weeks to go before Golden Dawn much-anticipated trial starts, fresh evidence has emerged exposing the party’s Nazi roots. Footage released by Kathimerini on Sunday shows GD number two Christos Pappas instructing young children how to chant “Heil Hitler” and give the Nazi salute. Pappas, in jail awaiting trial on charges of setting up and running a criminal organization, can be heard urging a young boy holding a Nazi flag and wearing a swastika armband to yell “Heil Hitler.”

via ekathimerini: Jailed GD MP shown teaching kids how to give the Nazi salute [Video]

Bochum: Antisemitische Sprayereien auf dem jüdischen Friedhof

In der Nacht zum 21.09.2014 wurden zwei Männer festgenommen, denen die Polizei das Sprühen von Hakenkreuzen auf den Grabsteinen des jüdischen Friedhofs in Bochum-Wattenscheid anlastet.
Die beiden Männer aus Hagen (43) und Bochum (23) sind der Polizei einschlägig bekannt. Einer gestand nach ihrer vorläufigen Festnahme die Tat.

via linksunten: Bochum: Antisemitische Sprayereien auf dem jüdischen Friedhof

Unbekannte sprühen Nazi-Symbole auf

Auf ein Buswartehäuschen und auf die alte Leichenhalle in Windeck-Schladern haben bislang Unbekannte am Wochenende Nazi-Symbole gesprüht. Die Polizei ermittelt. Es ist nicht der erste Vorfall dieser Art in der Gemeinde. Am Wochenende wurden von Anwohnern in Schladern wieder mehrere Nazischmierereien entdeckt. An einem Buswartehäuschen, auf der Straße und sogar auf die alte Leichenhalle am Waldfriedhof sprühten Unbekannte SS-Runen, Hakenkreuze und andere Nazisymbole. Die Polizei war schnell vor Ort und die strafbaren Symbole sind auch wieder entfernt worden.

via rundschau online: Unbekannte sprühen Nazi-Symbole auf

Polizei in Essen stuft die “Hooligans gegen Salafisten” als Gewalttäter ein

Bei der Randale am Sonntagabend in der Essener Innenstadt, die einen Großeinsatz der Polizei auslöste, mischten auch einschlägig bekannte Personen aus der Essener Fußball-Fan-Szene mit. Beim Marsch durch die Innenstadt provozierten und bedrohten die “Hooligans gegen Salafisten” die Einsatzkräfte. Am Tag nach der bizarren Hooligan-Randale in der Essener Innenstadt bemühten sich Polizei und Staatsschutz, die Hintergründe dieses Protestes zu erhellen. Fest steht: Bei den genannten „Hooligans gegen Salafisten“ handelt es sich um ein neuartiges Phänomen. „Es ist das erste Mal, dass sie hier in dieser Form aufgetreten sind“, bestätigt ein Polizeisprecher. Und fügt hinzu: „Einige gehören zur Essener Hooligan-Szene und sind einschlägig bekannt.“ Der martialische Aufmarsch der in Schwarz gekleideten und zum Teil vermummten Randalierer beschert Essen nach der Anti-Israel-Demo im Juli abermals eine zweifelhafte bundesweite Aufmerksamkeit. Denn es handelt sich um einen Personenkreis, dessen Nähe zu Rechtspopulisten und Neonazis unübersehbar ist. „Insgesamt zeigten sich die 15- bis 48-Jährigen extrem aggressiv. Ein Großteil ist als Gewalttäter aus der Fußballszene bekannt“, so die Polizei.

via derwesten: Polizei in Essen stuft die “Hooligans gegen Salafisten” als Gewalttäter ein

Ein gruseliges Bild mentaler Verwahrlosung

Ein Zeuge im NSU-Prozess erzählt von wilden Kleinkriminellen-Zeiten im Jeaner Milieu Anfang der Neunziger – und seinen Begegnungen mit dem späteren NSU-Terroristen Uwe Böhnhardt. Der große, schwere Mann schlurft in den Gerichtssaal und redet mit klagender Stimme. Er ist erst 37 und sieht deutlich älter aus, derzeit unterzieht er sich der Behandlung in einer Suchtklinik. Möglicherweise sind das die Spätfolgen einer brachialen Jugend. Was der Zeuge am Montag im NSU-Prozess am Oberlandesgericht München berichtet, erschreckt. Die Aussage zeichnet ein gruseliges Bild von der mentalen Verwahrlosung junger Ostdeutscher in den ersten Jahren nach der Wiedervereinigung. „Wir waren ’ne Clique“, sagt der Mann, „wir haben gemeinsam verschiedene Straftaten begangen, Autodiebstähle, Einbrüche“. Der Zeuge hatte sich im Jenaer Plattenbauviertel Winzerla einer trinkenden, prügelnden, autoknackenden Jugendgang angeschlossen, die in engem Kontakt zu einem ähnlichen Trupp im Stadtteil Lobeda stand. „Wenn ich nachts nach Lobeda gegangen bin und sah ein Auto, das mir gefiel, habe ich es genommen, fertig“, sagt er. Und er berichtet von illegalen Rennen. Kriminalität, Alkohol, Gewalt waren die Koordinaten im Leben des Zeugen und weiterer junger Männer, die für den NSU-Prozess von besonderer Bedeutung sind. Einer der Kumpel aus Lobeda war damals Uwe Böhnhardt, der später zum rechtsextremen Terroristen und Mörder mutierte (…) Eine weitere Figur aus der Jenaer Doppelclique war Enrico T. Ihn verdächtigt die Bundesanwaltschaft, er sei an der Beschaffung der Pistole Ceska 83 beteiligt gewesen. Mit der Waffe töteten Böhnhardt und Mundlos die neun Migranten. Damals in Jena sei ihm Enrico T. merkwürdig vorgekommen, sagt der Zeuge, „seine Art war so schleimig, übernett, überfreundlich“. Und er habe bei ihm Waffen gesehen, „da lagen Revolver“ auf einem Tisch, zwei oder drei Stück.

via tagesspiegel: Ein gruseliges Bild mentaler Verwahrlosung

Dossier / Beiträge zu Rechts-Anwältin (RA) Nicole Schneiders: http://goo.gl/cbPp0


Dossier Rechtsterrorismus / articles about right-wing terrorism:
Nationalsozialistischer Untergrund – Uwe Böhnhardt, Uwe Mundlos, Beate Zschäpe. Polizistinnenmord, Rohrbombe, Thüringer Heimatschutz (THS)
Dossier: Kategorie NSUhttp://bit.ly/ths-nsu

Propagandaschlacht auf Facebook: Kiews Verteidigungsminister erntet Spott für Bericht über Atomschlag

Das war dann doch zu viel der Propaganda: Der ukrainische Verteidigungsminister behauptete, Luhansk sei von russischen Atomgranaten getroffen worden. Auch aus den eigenen Reihen musste er sich Belehrungen über Waffentechnik gefallen lassen. “Der ukrainische Verteidigungsminister ist scheinbar nicht mehr bei Sinnen”, schreibt der Moskauer Außenpolitiker Alexej Puschkow auf Facebook. Moskaus Verteidigungsministerium wettert, der ukrainische Verteidigungsminister leide unter “Verfolgungswahn”. Der Grund für die heftige Reaktion: Minister Walerij Geletej hatte laut einem Bericht der Nachrichtenagentur dpa über einen mutmaßlichen Angriff im Konfliktgebiet Luhansk gesprochen. Dabei seien russische Atomwaffen eingesetzt worden. Konkret hatte Geletej im Gespräch mit Journalisten behauptet, der Flughafen der ostukrainischen Stadt sei möglicherweise mit nuklearen Gefechtsköpfen von einem Granatwerfer des Typs “2S4 Tjulpan” beschossen worden. Nicht nur in Russland, auch im eigenen Land wurde er dafür scharf kritisiert: Ein Mitarbeiter des Kiewer Innenministeriums, Anton Geraschtschenko, machte sich öffentlich Sorgen, dass sich die Ukraine vor aller Welt lächerlich mache.

via spon: Propagandaschlacht auf Facebook: Kiews Verteidigungsminister erntet Spott für Bericht über Atomschlag

Kiews zweifelhafter Umgang mit der Wahrheit

Über Falschmeldungen aus Moskau wundert sich inzwischen niemand mehr. Doch auch die Ukraine nimmt es im Konflikt mit den Separatisten mit Wahrheit und Pressefreiheit offenbar nicht so genau. Was Petro Poroschenko Anfang September verkündete, sorgte im Westen für Verwunderung und ließ den Kreml aufhorchen: Einige Nato-Staaten würden bald “Präzisionswaffen” in die Ukraine liefern, sagte Poroschenko in einem “BBC”-Interview. Militärhilfe bekäme Kiew von den USA, Frankreich, Norwegen und Polen, ergänzte Poroschenkos Berater Juri Lutsenko auf seiner Facebook-Seite. Die Nato-Länder dementierten umgehend. Polen liefere keine Waffen an Kiew, erklärte soeben Premierministerin Ewa Kopacz, und auch Washington werde sich an einer Aufrüstung nicht beteiligen, machte Präsident Obama klar. Die Abmachungen seien eben geheim, spekuliert die Presse in Kiew, und würden deshalb offiziell bestritten. Wieso aber spricht Poroschenko selbst dann öffentlich von Waffen-Deals? Wahrscheinlicher ist: Poroschenko will Zuversicht im Volk stiften und Moskau drohen. In einem Konflikt, in dem die Rollen zwischen Gut und Böse klar verteilt schienen, wirft Kiews zweifelhafter Umgang mit der Wahrheit Fragen auf. Es zeigt sich immer deutlicher: Nicht nur der Kreml verbreitet im Ringen um die Ostukraine Propaganda. Auch die Ukraine kämpft mit allen Mitteln um die öffentliche Meinung, streut bewusst Desinformationen und Halbwahrheiten – und konnte sich bisher noch stets der Unterstützung aus dem Westen sicher sein. Im August behauptete der ukrainische Militärsprecher Andrej Lysenko, die Armee hätte einen russischen Militärkonvoi in der Ostukraine zerstört. Beweise lieferte er nicht. Anfang September schrieb die regierungsnahe Website Euromaidanpress, Russland habe die Stadt Lugansk annektiert und verteile dort russisches Geld und russische Pässe. Man berief sich auf eine deutsche Bundestagsabgeordnete, die angeblich vor Ort war. Auf Nachfrage der “Welt am Sonntag” erklärt diese: “Ich war nie in Lugansk.” (…) Viele Militärnachrichten kommen von Dmitri Timtschuk, einem ukrainischen Ex-Militär, den auch westliche Medien häufig zitieren. Timtschuk betreibt in Kiew das “Zentrum für Gegeninformation” und berichtet meist sehr detailliert über die Kämpfe in der Ostukraine. Woher allerdings Timtschuk seine Informationen bezieht, ist unklar. Die Vermutung liegt nahe, dass Timtschuk von Kiew benutzt wird, um Informationen an die Öffentlichkeit zu lancieren. “Nachrichten sind in bewaffneten Konflikten ein Mittel zur Kriegsführung”, sagt Dušan Reljić, Büroleiter der Stiftung Wissenschaft und Politik in Brüssel. Journalisten seien nicht in der Lage, Militärinformationen zu prüfen, erklärt Reljić. “Sie machen sich mitschuldig, wenn sie Erklärungen der Regierung einfach so übernehmen.” Ähnlich wie in Russland verbreiten die meisten Zeitungen und TV-Sender in der Ukraine eine patriotische Grundstimmung. Russischsprachige Bürger werden aber nicht verunglimpft. Darin unterscheidet sich die ukrainische von der russischen Propaganda, die Kremlkritiker gerne als “Faschisten” brandmarkt. Die Presse würde zudem ihre Leser verärgern, denn auflagenstarke Blätter wie Segodnja oder Fakty sowie Zeitschriften wie Novoe Vremja oder Focus erscheinen auf russisch

via welt: Kiews zweifelhafter Umgang mit der Wahrheit

Schwedischer Rechtsradikaler „Lasermann“ – Schwedische Spur im NSU-Prozess

Die Morde des schwedischen rechtsradikalen Mörders „Lasermann“ weisen viele Parallelen zu den Morden des NSU auf. War der Schwede womöglich ein Vorbild für Mundlos und Böhnhardt? Zweiundzwanzig Jahre nach dem mysteriösen Mord an einer 68-jährigen Frau in Frankfurt am Main hat die Staatsanwaltschaft den Fall wieder aufgenommen. In den kommenden Tagen werden Ermittler einen in Österaker nördlich von Stockholm in Haft sitzenden tatverdächtigen Schweden vernehmen. Die neuerliche Untersuchung des bislang ungeklärten Mordfalls steht im Zusammenhang mit den Ermittlungen der Bundesanwaltschaft zur rechtsterroristischen Organisation „Nationalsozialistischer Untergrund“ (NSU). Bei dem Verdächtigen handelt es sich um den 61-jährigen John Ausonius. Er hatte zwischen August 1991 und Januar 1992 in Stockholm und Uppsala aus Fremdenhass auf zehn Migranten geschossen. Mehrere von ihnen wurden lebensgefährlich verletzt. Einen 34-jährigen Iraner, der in Schweden lebte, ermordete er mit einem Kopfschuss. Weil Ausonius auf einige seiner Opfer aus sicherer Deckung heraus mit einem Gewehr gefeuert hatte, das über eine Laser-Zieleinrichtung verfügte, nannte ihn die schwedische Presse den „Lasermann“. Parallelen zum NSU Das Bundeskriminalamt stieß 2012 im Zuge der NSU-Ermittlungen auf den Lasermann-Fall und machte Parallelen zwischen dem schwedischen Killer und dem NSU aus: Wie das Terrortrio hatte auch Ausonius im Untergrund gelebt und seine ausländischen Opfer willkürlich ausgewählt. Wie Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt hatte er Banken überfallen und als Fluchtfahrzeug wiederholt ein Fahrrad benutzt. Für die Taten hatte er stets Autos angemietet, auf einige seiner Opfer feuerte er mit einem Revolver mit Schalldämpfer. Der Lasermann aus Schweden könnte daher eine „mögliche Blaupause“ für das Handeln des NSU geliefert haben, mutmaßte das BKA in einer Analyse von 2012. Zumal Ausonius in einem „Field Manual“ der rechtsextremen Organisation Blood&Honour, aus deren Kreisen viele NSU-Unterstützer stammen, als Vorbild für den rechtsterroristischen „führerlosen Widerstand“ in Ländern wie Deutschland ausdrücklich erwähnt wurde. In den Fokus deutscher Ermittler war Ausonius bereits ein Jahr nach seiner Festnahme im Juni 1992 in Stockholm geraten. Es ging damals um den Mord an der Garderobenfrau Blanka Zmigrod im Frankfurter Westend. Sie war in der Nacht auf den 23. Februar 1992 auf ihrem Heimweg von der Arbeit mit einem Kopfschuss getötet worden. Der Täter hatte dem Opfer die Handtasche gestohlen und war mit einem Fahrrad geflohen.

via berliner zeitung: Schwedischer Rechtsradikaler „Lasermann“ – Schwedische Spur im NSU-Prozess

Dossier / Beiträge zu Rechts-Anwältin (RA) Nicole Schneiders: http://goo.gl/cbPp0


Dossier Rechtsterrorismus / articles about right-wing terrorism:
Nationalsozialistischer Untergrund – Uwe Böhnhardt, Uwe Mundlos, Beate Zschäpe. Polizistinnenmord, Rohrbombe, Thüringer Heimatschutz (THS)
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Hooligans wollten in Essen gegen Salafisten demonstrieren

Überraschender Massenauflauf im Essener Stadtzentrum: Rund 80 Fußball-Hooligans haben sich am Sonntagnachmittag versammelt. Nach Polizeiangaben handelte es sich um gewaltbereite Problemfans. Die Polizei war mit starkem Aufgebot vor Ort und sprach Platzverweise aus. Eine große Zahl von Fußballfans hat sich am Sonntagnachmittag im Essener Stadtzentrum versammelt. Die Polizei sprach von rund 80 Personen aus der regionalen und überregionalen “Problemszene”. Das heißt: gewaltbereit. Die Teilnehmer gehören zu einer Gruppe, die sich “Hooligans gegen Salafisten” nennt.

via derwesten: Hooligans wollten in Essen gegen Salafisten demonstrieren

siehe auch: Polizei stoppt Hooligan-Demo gegen Salafisten in Essen. Eine Gruppe Hooligans aus ganz NRW wird auf einem Parkplatz in der Nähe des Essener Hauptbahnhofs eingekesselt. Großeinsatz für die Essener Polizei am Sonntagnachmittag: Eine große Gruppe von Hooligans aus dem ganzen Land hatte sich am Essener Hauptbahnhof getroffen, um gegen Salafisten zu demonstrieren. Die Polizei drängte die Gruppe in eine Seitenstraße und löste die Versammlung auf. Wenn ihre Klubs in den Arenen der Bundesliga aufeinandertreffen, sind sie erbitterte Feinde. Doch wenn es gegen Salafisten geht, stehen sie Seite an Seite. „Hooligans gegen Salafisten“ nennt sich eine aggressive Gruppierung, die am Sonntagabend einen spektakulären Großeinsatz der Polizei in der Essener Innenstadt auslöste. Zeugen berichteten, dass drei Dutzend dieser Hooligans vom Limbecker Platz aus durch die Innenstadt zogen. „Wir haben uns über Facebook und andere Kanäle verabredet“, sagte Sarah Genschur, die aus Warendorf nach Essen gekommen war.

Californian Charged With Hate Crime, Illegal Machine Guns

Charges of committing a religious hate crime and manufacturing machine guns have been filed against an oil field worker in the small central California community of Taft. Jack Alfred Dennis, 34, of Taft, posted a $42,500 bond and was released over the weekend after being arrested Sept. 12 by police who went to his place of employment, then served a search warrant at his home. Dennis has been charged with two counts of possessing machine guns, two counts of manufacturing machine guns and a fifth count of committing a religious hate crime, Taft Police Lt. Peter Aranda told Hatewatch this week. Police identified Dennis as a potential suspect after various community fund-raising signs produced by Westside Believers Fellowship, a church based in Taft, were defaced with anti-religious graffiti, Aranda said.” (…) Aranda said police seized two AK-47 assault rifles, illegally modified to fire fully automatic, a bolt-action rifle and multiple “parts and pieces” for various firearms, along with more than 300 rounds of high-powered ammunition.

via splcenter: Californian Charged With Hate Crime, Illegal Machine Guns

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