Category Archives: holocaust

Neo-Nazi Holocaust deniers ‘plan takeover’ of SSPX, claim anti-Fascist campaigners

Far-Right supporters of the disgraced rebel Catholic bishop Richard Williamson are planning a takeover of the ultra-traditionalist Society of St Pius X (SSPX), according to the anti-fascist magazine Searchlight. Williamson, a convicted Holocaust denier, had his excommunication lifted by Pope Benedict XVI along with that of the SSPX’s three other bishops as a prelude to possible reconciliation with Rome. But the unity plans fell apart after Williamson was exposed as a Holocaust denier – and after Bishop Bernard Fellay, the “moderate” leader of the SSPX, failed to grasp Pope Benedict’s olive branch. Williamson was eventually expelled from the SPPX – but now, according to Searchlight, his supporters are trying to wrest control of the body, alienated from Rome since the 1970s, from Fellay.

via telegraph: Neo-Nazi Holocaust deniers ‘plan takeover’ of SSPX, claim anti-Fascist campaigners

Vandalism at Poland’s Blonie cemetery destroys last traces of a Jewish past

Local police have yet to find clues as to who smashed the cemetery’s five remaining tombstones – the final vestiges of a once 1,200-strong community that was taken by the Nazis to the Warsaw Ghetto in 1941. The Jewish cemetery in the Polish town of Blonie, one of the smallest and most ancient in the country, was, to all intents and purposes, destroyed in April after vandals smashed its five remaining tombstones

via haaretz: Vandalism at Poland’s Blonie cemetery destroys last traces of a Jewish past

Inhaftierter SS-Wachmann: “Er nimmt seine Pistole und erschießt das Baby”

Hat der inhaftierte ehemalige SS-Soldat Hans Lipschis in Auschwitz Kinder ermordet? Die Zeitung “Die Welt” berichtet von der Video-Aussage eines KZ-Überlebenden, der von Gräueltaten eines SS-Wachmannes in Auschwitz erzählt. Bei dem SS-Wachmann könnte es sich um Hans Lipschis handeln. Darüber berichtet die Zeitung in ihrer Freitagsausgabe. Das Interview gab der gebürtige Slowake Miso Vogel im Jahr 1989 dem United States Holocaust Memorial Museum. Auf dessen Internetseite ist ein Teil davon online abrufbar. Vogel starb im November 2000. In dem Video-Interview sagt Vogel: “Sein voller Name ist Hans Lipsky. Er war ein SS-Aufseher in Auschwitz. Er arbeitete an den Eisenbahngleisen, wo die Transporte ankamen.” Vogel sagt überzeugt: “Er war ein Mörder. Er war ein Killer.” Der “Welt” liegt die volle Abschrift des Interviews vor. Sie lasse keinen Zweifel daran, dass Vogel mit Lipsky den SS-Wachmann Hans Lipschis meint, so “Die Welt”. Bei Lipsky könnte es sich um die amerikanische Aussprache des Namens Lipschis handeln. Vogel sah demnach mit eigenen Augen, wie “Hans Lipsky” ein Kind erschoss. “Ich erinnere mich an einen der Jungs, der ein kleines Kind hielt, ein kleines Baby, und er nimmt seine Pistole raus und erschießt das Baby in den Händen des Gefangenen.”

via swr: Inhaftierter SS-Wachmann: “Er nimmt seine Pistole und erschießt das Baby”

Linksfraktion legt historische Studie zur NS-Vergangenheit von Abgeordneten vor

Mehr als 68 Jahre nach dem Zusammenbruch des Nazi-Regimes hat die Linksfraktion eine Studie zur NS-Vergangenheit von Landtagsabgeordneten vorgelegt. Erste Exemplare liegen Fraktionen und Medien vor. Der Oldenburger Historiker Klaus-Peter Klausch hat jetzt im Auftrag der Linksfraktion den Mantel über der NS-Geschichte vieler Ex-Saar-Landtagsabgeordneter gelüftet. In einer Auflage von 1000 Exemplaren, wie Linksfraktionssprecherin Claudia Kohde-Kilsch der SZ sagte, ist die Studie von Klausch „Braune Spuren im Saar-Landtag“ nun bei den Linken im Landtag vorrätig. Erste Exemplare erreichten kurz vor Pfingsten die anderen Fraktionen und die Medien. Linksfraktionschef Oskar Lafontaine schreibt im Vorwort der 23-Seiten-Studie, er habe 1970, als er erstmals für die SPD in den Saar-Landtag einzog, nicht gewusst, wie viele seiner Kollegen früher in der NSDAP waren. „Mit dieser Broschüre soll die Lücke, wenn auch spät, geschlossen werden“, so Lafontaine. 1970 befanden sich unter den 58 Abgeordneten noch 13 Ex-NSDAP-Mitglieder, ein Anteil von 22,4 Prozent, wie Klausch berichtet. Ausgerechnet die SPD-Fraktion habe mit einem Anteil von 24 Prozent, sechs von 25 Abgeordneten, den höchsten Anteil Ex-Mitglieder der Hitler-Partei in ihren Reihen gehabt.

via sarrbrücker zeitung: Linksfraktion legt historische Studie zur NS-Vergangenheit von Abgeordneten vor

Anklage gegen Betreiber von Nazi-Internetplattform

Vier Betreiber der größten deutschsprachigen rechtsextremen Internetplattform „Thiazi-Forum“ müssen sich in Kürze vor der Staatsschutzkammer des Landgerichts Rostock verantworten. Unter den Verdächtigen ist eine Frau aus Untereisesheim. Die Hausfrau und Mutter galt als Hauptbeschuldigte im Verfahren. Wie berichtet, hatte das Bundeskriminalamt (BKA) die mutmaßliche Betreiberin im Juni 2012 bei einer Razzia in ihrer Wohnung in Untereisesheim festgenommen. Bei den weiteren Verdächtigten handelt es sich um drei Männer aus dem Raum Rostock, aus Sachsen-Anhalt sowie aus Karlsruhe. Weitere Einzelheiten wollte die Staatsanwaltschaft nicht nennen. Nach Angaben der Rostocker Staatsanwaltschaft vom Mittwoch lautet die Ende April erhobene Anklage auf Bildung einer kriminellen Vereinigung in Tateinheit mit gemeinschaftlich begangener Volksverhetzung in Hunderten Fällen.

via : Anklage gegen Betreiber von Nazi-Internetplattform

siehe auch: Betreiber eines Nazi-Forums angeklagt. Die Rostocker Staatsanwaltschaft hat Anklage gegen die mutmaßlichen Betreiber des ehemals größten deutschen rechtsextremen Internetforums “Thiazi” erhoben. (…) Die Plattform habe Diskussionsforen zu verschiedenen Themen geboten, in denen registrierte Benutzer ihre Beiträge veröffentlichen und insbesondere volksverhetzende Inhalte hochladen konnten. Zudem seien rechtsextreme oder auch als jugendgefährdend eingestufte Lieder, Liedtexte und Musikalben zum Download ins Netz gestellt worden. Erstmaliger Ermittlungserfolg Das Ermittlungsverfahren hatte bundesweit für große Aufmerksamkeit gesorgt. Erstmals war es nach Angaben der Rostocker Staatsanwaltschaft deutschen Behörden gelungen, die Betreiber einer großen rechtsextremen Plattform zu identifizieren. Das auf einem ausländischen Server betriebene Forum sei vollständig mit allen Daten gesichert und vom Netz genommen worden; Volksverhetzung: Anklage gegen Betreiber eines rechtsextremen Internetforums. Die Staatsanwaltschaft Rostock hat Anklage erhoben gegen vier Betreiber der rechtsextremen Internetplattform “Thiazi-Forum”. Ihnen wird vorgeworfen, eine kriminelle Vereinigung gegründet und Volksverhetzung betrieben zu haben. (…) Bei den Verdächtigten handele es sich um drei Männer und eine Frau. Einer der Tatverdächtigen soll ein 30-jähriger Pädagoge aus Mecklenburg-Vorpommern sein. Zwei weitere Angeklagte stammen aus Baden-Württemberg, der vierte aus Sachsen-Anhalt. Weitere Einzelheiten über die Verdächtigen wollte die Staatsanwaltschaft nicht nennen; Anklage gegen „Thiazi“-Forum-Betreiber. Pädagoge soll mit drei weiteren Angeschuldigten kriminelle Gruppe im Internet gegründet haben. (…) Unter anderem steht als Hauptinitiator der 30-jährige Erzieher Klaus R. aus dem mecklenburgischen Barth im Verdacht, das „bedeutendste rechtsextremistische Internetforum“ mit mehr als 30 000 registrierten Benutzern organisiert zu haben. (…) Die Auswertungen der Ermittler dauern noch an, eine Vielzahl weiterer Tatverdächtiger konnte bereits identifiziert werden, gegen sie wurden gesonderte Ermittlungsverfahren eingeleitet.

Das Thiazi-Forum war lange Jahre das größte deutschsprachige Neonazi-Forum – am 14.06.2012 beendete eine bundesweite Razzia sowie mehrere Festnahmen bis auf weiteres dessen braune Hetze.

Unser Dossier biete die bisherigen Artikel / Texte zum Thiazi.forum: Artikel zu / articles about thiazi / thiazi-forum at http://bit.ly/thiazi

Sinti-und-Roma-Gedenkstätte – Ort der Erinnerung entsorgt

In Wiesbaden lässt eine Schule eine Gedenkstätte für Sinti und Roma still und heimlich abbauen. Nach Protesten wird behauptet, sie habe nie existiert. Sinto Alexander Meyer ist fassungslos: „Ich dachte, Gedenkstätten seien für die Ewigkeit.“ Doch nicht an der Krautgartenschule im Wiesbadener Stadtteil Kostheim. Dort ist eine Gedenkstätte entfernt worden, die an Meyers Mutter Maria Theresia Lehmann erinnerte. Lehmann lebte früher in Kostheim und wurde von den Nationalsozialisten deportiert. Bis Februar war die Gedenkstätte, die seit sieben Jahren existierte, einer von etwa hundert Orten, die das Dokumentationszentrum der Sinti und Roma in Heidelberg auf seiner Website vorstellt. Doch seit Kurzem ist der Eintrag gelöscht. Darum gebeten hat das Landesschulamt in Wiesbaden mit einem Schreiben vom 7. Februar 2013. Die Gedenkstätte gebe es nicht mehr. Es war eine kleine Glasvitrine mit Fotos von Maria und ihrer Familie, die in der Eingangshalle der Schule hing. Sie erzählte von Maria Theresias Schicksal. Sie wurde am 16. Mai 1940 mit elf Jahren von den Nazis aus Kostheim verschleppt. Morgens um halb drei stand die Polizei vor der Tür und holte sie, ihre Eltern, die vier Brüder und die Schwester ab. Wie alle Sinti-Familien aus der Region, fast einhundert Personen, wurde die Familie zunächst im Polizeigefängnis eingesperrt. Dort fotografierte man sie und stempelte ihnen eine Nummer auf den Arm. Am selben Vormittag noch brachte man die Familie nach Stuttgart in das Zuchthaus Hohenasperg zu „rassenbiologischen Untersuchungen“. Eine Woche später erfolgte der Abtransport in Lager nach Polen. Die Mai-Deportationen markierten den Beginn der systematischen Vernichtung der deutschen Sinti und Roma. Maria gehörte zu den wenigen, die überlebte. Nur nicht die Kinder belasten Die Gedenkstätte wurde nach langer Diskussion an der Schule eingerichtet. Damals gab es sogar den Vorschlag, die neu gebaute Schule nach Maria zu benennen. Doch Eltern und Lehrerkollegium entschieden mehrheitlich, man dürfe Kinder nicht mit dem grauenvollen Schicksal des Mädchens belasten.

via taz: Sinti-und-Roma-Gedenkstätte – Ort der Erinnerung entsorgt

anm dokmz: Wer sich vor Ort informieren oder nachfragen will – die Krautgartenschule hat natürlich eine “Homepage” mit Anschrift, Telefon und Mailadresse. Betrieben wird sie über den Bildungsserver im “Bildungsland Hessen” – und Ewiggestrig ist auch der Internetauftritt, der im Jahr 2010 steckengeblieben ist. Nicht nur im Bezug auf das Internet scheinen hier einige Menschen bildungsfern zu sein….

Das Magazin „DMZ Zeitgeschichte“ und die Verherrlichung der Waffen-SS am Zeitschriftenkiosk

Zu den in den Regalen der Bahnhofsbuchhandlungen unter der Rubrik „Geschichte“ angebotenen Zeitschriften hat sich 2012 mit „DMZ Zeitgeschichte“ ein neues Angebot gesellt, dessen Titel allgemein und unverfänglich klingt. Doch bereits mit seinem Namen täuscht es die Passanten, denn das Heft widmet sich nicht den vielfältigen Bereichen der Zeitgeschichte, sondern konzentriert sich auf ein einziges Thema. Dieses behandelt es zudem nicht aus einer populärwissenschaftlichen, sondern aus einer für Rechtsextremisten typischen Sicht. Die „DMZ Zeitgeschichte“ beschäftigt sich fast ausschließlich mit der Verherrlichung der Waffen-SS. Die einseitige Ausrichtung auf die nationalsozialistische Streitmacht der seit 2012 erscheinenden Zeitschrift „DMZ Zeitgeschichte“ verwundert allerdings angesichts des verlegerischen Hintergrundes nicht, denn das Heft ist ein Seitenprojekt der „Deutschen Militärzeitschrift“ (DMZ). Bei ihr handelt es sich um ein 1995 entstandenes Magazin, das nach einer 2003 erfolgten Insolvenz vom Kieler Verleger Dietmar Munier übernommen wurde. Munier wiederum ist einer der wichtigsten Akteure der rechtsextremistischen Publizistik, der ein Zeitschriften- und Verlagsgeflecht um seinen „Arndt-Verlag“ und seinen Versandhandel „Lesen & Schenken“ betreibt. (…) Insgesamt lenkt die Zeihschrift durch ihre Berichterstattung davon ab, dass es sich bei der Waffen-SS nicht um eine Streitmacht wie andere auch handelte, sondern um eine vom Nationalsozialismus durchdrungene Parteiarmee der NSDAP, die als Instrument in einem rassistischen Vernichtungskrieg diente. Somit verherrlicht sie einerseits die Truppe und präsentiert andererseits insbesondere jungen Rechtsextremisten ein historisches Ideal für deren eigene Lebensgestaltung. Dietmar Munier hat mit der „DMZ Zeitgeschichte“ sein publizistisches Angebot erweitert.

via endstation rechts: Das Magazin „DMZ Zeitgeschichte“ und die Verherrlichung der Waffen-SS am Zeitschriftenkiosk

Historiker und Sozialpädagoge Ernst Klee gestorben

Der Historiker, Sozialpädagoge und Theologe Ernst Klee ist im Alter von 71 Jahren gestorben. Wie der S. Fischer Verlag am Samstag mitteilte, starb Klee nach langer schwerer Krankheit in seiner Frankfurter Wohnung. Klee kämpfte über Jahrzehnte als Aufklärer für die Aufarbeitung der NS-Zeit. Nüchtern und akribisch setzte er sich vor allem mit den Gräueltaten auseinander, die Behinderte und seelisch Kranke im Nationalsozialismus erleiden mussten. Internationales Renommee erwarb sich Klee bereits 1983 mit seinem Buch «Euthanasie im NS-Staat. Die Vernichtung lebensunwerten Lebens», in dem er bis dahin weitgehend unbekanntes Archivmaterial zu diesem Themenkomplex erschloss. 1997 erschien sein Buch «Auschwitz, die NS-Medizin und ihre Opfer», das die Rolle der Medizin in der Zeit beleuchtet

via fr: Historiker und Sozialpädagoge Ernst Klee gestorben

siehe auch: Aufklärer über NS-Verbrechen – Ernst Klee ist tot. Der Frankfurter NS-Forscher Ernst Klee ist im Alter von 71 Jahren gestorben. Er hielt der Welt vor Augen, was Behinderte und seelisch Kranke in der Nazi-Zeit erleiden mussten – und zu welchen Untaten deutsche Ärzte fähig waren. Im Alter von 71 Jahren ist der Frankfurter Journalist, Autor und Filmemacher Ernst Klee gestorben. Psychiatriepatienten und Behinderte, Obdachlose und Ausländer – es waren die Menschen am Rand der Gesellschaft, für die sich Ernst Klee einsetzte. Der Mann, der in Frankfurt zur Welt kam und vor dem Beginn seiner wissenschaftlichen Laufbahn als Historiker, Sozialpädagoge und Theologe eine Lehre zum Heizungsbauer absolviert hatte, erzielte vor allem mit der Aufarbeitung der NS-Zeit eine breite, internationale Wirkung. Im Alter von 71 Jahren ist Ernst Klee nun gestorben. Er erlag in seiner Frankfurter Wohnung einer langen schweren Krankheit, wie der S. Fischer Verlag am Samstag mitteilte.

Delegierte ehrt Nazi-Einheit

Eine Regierungsdelegierte überreicht einem Mann in faschistischer Uniform die spanische Flagge. Er trat für die División Azul an. Diese kämpfte damals für Hitler. Ein Foto auf Facebook sorgt für Aufregung in Spanien. Das Bild zeigt María de los Llanos de Luna, die Delegierte der spanischen Zentralregierung in Katalonien, wie sie einem Mann in Uniform der spanischen Falange, der faschistischen Partei der Franco-Diktatur, die Hand reicht und eine Ehrenurkunde übergibt. Aufgenommen wurde die Szene am Samstag in einer Kaserne der spanische Polizeieinheit Guardia Civil in Sant Andreu de la Barca, unweit von Barcelona. Es war die Feier zum 169. Jahrestag der paramilitärischen Polizeitruppe Guardia Civil. Geladen waren verschiedene Traditionsverbände unter ihnen auch die „Bruderschaft der Kämpfer der División Azul“, in deren Name der Geehrte in faschistischer Uniform auftrat. Dutzend weiterer Teilnehmer hatten sich mit blauem Hemd und rotem Barett geschmückt. Unter ihnen mindestens zwei namhafte Mitglieder der rechtsradikalen, ausländerfeindlichen Plattform für Katalonien (PxC). Die katalanische Regierungspartei CiU fordert „aus Respekt vor den Opfern des Holocaust und der Nazi-Barbarei“ den „sofortigen Rücktritt“ der Regierungsdelegierte De Los Llanos de Luna. Mit Ausnahme der konservativen Volkspartei (PP) von Spaniens Ministerpräsident Mariano Rajoy und einer weiteren kleinen Formation, schließen sich alle Parteien des katalanischen Parlament dieser Forderung an. Die División Azul war eine Truppe von insgesamt 47.000 Freiwilligen aus dem Spanien von Diktator General Francisco Franco, die als Division 250 in der deutschen Wehrmacht von 1941 bis 1943 an der Ostfront rund um Stalingrad kämpften.

via taz: Delegierte ehrt Nazi-Einheit

Mahnmal für deportierte Juden, Sinti und Roma erneut zerstört

Erste Zerstörung zog 41.000 Euro teure, zum Großteil aus Spenden finanzierte Sanierung nach sich. Mitte März war das Denkzeichen Güterbahnhof für die deportierten Juden, Sinti und Roma nach einer 41 000 Euro teuren, zum Großteil aus Spenden finanzierten Sanierung wieder aufgestellt worden. Nun wurde es erneut zerstört. Die Stadt hat Anzeige erstattet. „Diese wiederholte Beschädigung des Denkzeichens Güterbahnhof stimmt mich sehr traurig und gibt auch Anlass zur Sorge“, sagte Oberbürgermeister Jochen Partsch, der sich nach Bekanntwerden des Schadens am Güterbahnhof einfand. Vor dem Hintergrund des NSU-Prozesses in München, der beleuchtet, wie aktiv der militante Rechtsterrorismushierzulande aktuell ist, sei es geboten, schnellstmöglich aufzuklären, „ob es sich um eine gezielte rechtsextremistische Zerstörung handelt oder aber um eine kriminelle Sachbeschädigung ohne politischen Hintergrund“. Das Denkmal müsse jetzt gemeinsam mit den Opfergruppen owie der Initiative Denkzeichen untersucht und es müsse überlegt werden wie es erneut restauriert werden kann. Partsch: „Mein Ziel ist es, einen würdigen und sicheren Ort für das Denkzeichen Güterbahnhof zu haben.“

via echo online: Mahnmal für deportierte Juden, Sinti und Roma erneut zerstört

NS-Kriegsverbrecher in Niedersachsen: Verbrechen nicht vergessen

Das niedersächsische Justizministerium will Verfahren gegen und Verurteilungen von NS-Kriegsverbrechern verstärkt nachgehen. Bisher konnte Alfred L. einen ruhigen Lebensabend genießen. Der ehemalige Wehrmachtssoldat ist zwar in Italien 2012 rechtskräftig wegen Massakern an der Zivilbevölkerung im Jahr 1944 verurteilt worden. Doch in Deutschland hat das Urteil keine Rechtskraft, es ist für den 88-Jährigen bisher folgenlos. Doch vielleicht ändert sich das demnächst, Ermittlungen gegen L. laufen auch in Deutschland. Und: Die niedersächsische Politik beschäftigt sich mit Ermittlungen gegen Menschen wie L. Am Mittwoch tagt der Rechtsausschuss des Landtags zu dem Thema, laut Tagesordnung geht es um die „zeitnahe Durchführung und den Abschluss“ der Ermittlungen gegen NS-Verbrechen. Das Justizministerium will auch ganz konkret über die Ermittlungen gegen jene Wehrmachtsdivision unterrichten, der L. angehörte: der Division „Hermann Göring“. Rückblende: Am frühen Morgen des 18. März 1944 umstellte die Division „Hermann Göring“ die Dörfer Susano, Costrignano und Monchio. Nach starkem Artilleriebeschuss rückte die Division mit gepanzerten Fahrzeugen vor. In Susano durchsuchen sie jedes Haus, jede Scheune und erschossen die Anwohner vor Ort, die jüngsten Opfer sind drei und sieben Jahren alt. Jedes Gebäude, jeder Stall wird auch in Costrignano durchkämmt, die Frauen jedoch in den Wald gejagt, die Männer auf einem Platz erschossen.

via taz: NS-Kriegsverbrecher in Niedersachsen: Verbrechen nicht vergessen

Ermittlungen gegen neun KZ-Wachmänner

Untätigkeit will sich die NS-Fahndungsstelle nicht nachsagen lassen. Fast 70 Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg hat sie weiter NS-Verbrecher im Visier. Von der neuen Ermittlungswelle gegen Nazi-Verbrecher in Deutschland werden immer mehr Details bekannt. Die Zentrale Fahndungsstelle in Ludwigsburg führt Vorermittlungen gegen neun mutmaßliche frühere KZ-Wachmänner in Baden-Württemberg. Das sagte gestern Fahndungsstellenleiter Kurt Schrimm. Vorermittlungen gibt es auch gegen neun mutmaßliche frühere Auschwitz-Wachleute in Bayern und gegen vier weitere aus Niedersachsen. Bundesweit recherchiert die seit 1958 tätige Behörde gegen 50 Verdächtige wegen Beihilfe zum Mord im Konzentrationslager Auschwitz. Die Betroffenen seien hauptsächlich aus den Jahrgängen 1923/1924 und am Leben, sagte Schrimm. Einer der Verdächtigen, Ex-Auschwitz-Wachmann Hans Lipschis (93), war vor acht Tagen in Aalen (Ostalbkreis) verhaftet worden

via neckar-chronik: Ermittlungen gegen neun KZ-Wachmänner

siehe auch: Neun Männer als Naziverbrecher im Visier. Ludwigsburger ermitteln. Von der neuen Ermittlungswelle gegen Naziverbrecher werden mehr Details bekannt. Die zentrale Fahndungsstelle in Ludwigsburg führt Vorermittlungen gegen neun mutmaßliche frühere KZ-Wachmänner in Baden-Württemberg, wie ihr Leiter Kurt Schrimm sagte. Bundesweit recherchiert die seit 1958 tätige Behörde gegen 50 Verdächtige wegen Beihilfe zum Mord im Konzentrationslager Auschwitz. Die Betroffenen seien hauptsächlich aus den Jahrgängen 1923/1924 und am Leben, sagte Schrimm. Einer der Verdächtigen, der ehemalige Wachmann Hans Lipschis (93), war am vergangenen Montag in seinem Haus in Aalen verhaftet worden.

Budapester Tragödien

Im EU-Land Ungarn marschiert die extreme Rechte auf. Vergessen sind die Schrecken der dreißiger und vierziger Jahre, als der Donaustaat ein Verbündeter des “Dritten Reiches” war. Autonome Gewalttäter, Glatzen, Wirrköpfe marschieren die rechten Ränder Europas überall ab. Doch in den meisten Staaten halten Regierungen, Rechtsregeln und Bürgerinitiativen die Extremisten in Quarantäne. Ungarn schafft das nicht mehr. Das Land hat in den sozialen Verwerfungen nach der radikalen Marktöffnung 1989 den Glauben an die emanzipatorische Kraft der Zukunft verloren. Seine Menschen versuchen, verlorene Arbeitsplätze und fehlendes Know-how durch Nationalismus zu ersetzen, ein besseres Los von einer Vergangenheit zu ersehnen, die schon einmal in ein noch größeres Verhängnis führte. Hinter der vom Staat geförderten Maskerade des Patriotismus prägt ein alter, kompensatorischer Rassenhass immer offener das Gesicht des EU-Staates. Namenslisten von Erstsemestern mit Zusätzen wie “Hakennase” und “hässlicher Judenkopf” machten kürzlich an Budapests berühmter Eötvös-Loránd-Universität die Runde. Kommilitonen, die sich zur rechtsextremen Jobbik-Partei bekennen, hatten sie angefertigt. Jeder dritte Student will laut einer Umfrage demnächst Jobbik wählen. Im Parlament forderte Ende vergangenen Jahres ein Jobbik-Abgeordneter, alle in Ungarn lebenden Juden sollten zwecks Überwachung möglicher staatsfeindlicher Aktivitäten registriert werden. (…) Die Erinnerung an die Schrecken der Horthy-Zeit scheint wie ausgelöscht. Mehr als zwei Jahrzehnte, von 1920 bis 1944, herrschte der Admiral über Ungarn – nach dem Untergang der k.u.k. Doppelmonarchie. Damals hatte es in Ungarn die kurzen Zwischenspiele zunächst einer bürgerlichen und dann einer Räte-Regierung gegeben. Die rief der Siebenbürger Béla Kun aus, der Ende 1918 aus russischer Gefangenschaft als Anhänger der Bolschewiki zurückgekehrt war. Die Kommissare dieser Diktatur waren – wie Kun – in der Mehrheit Juden, die allerdings im Namen der Arbeiterklasse auch jüdischen Groß-Besitz verstaatlichten. Ihr Kampf gegen die sozialen Kriegsfolgen und die ausländischen Gebietsforderungen an Ungarn endete mit blutiger Repression und Tribunalen. Die Räte herrschten nur 133 Tage. Doch diese Tage reichten dem nun folgenden autoritären Ständestaat Horthys, den Liberalismus für das nächste Vierteljahrhundert ebenso zum Feind zu erklären wie den “Judeobolschewismus” – eine Schmähung, die heute wieder die Runde macht. Dem “roten Terror” ließen rechtsradikale Gruppen und Horthys neu formierte Nationalarmee den noch weit schlimmeren “weißen Terror” folgen, gegen reale und vermeintliche Kommunisten, gegen Juden und Bauern. So wurden Hunderte von ihnen im Wald von Orgovány ermordet. Auch dieses Verbrechen ist manchem noch heute für eine zynische Pointe gut: So attackierte 2011 der Publizist und Parteifreund Orbáns Zsolt Bayer in der regierungstreuen Zeitung Magyar Hírlap den berühmten Pianisten András Schiff und den deutsch-französischen Europaparlamentarier Daniel Cohn-Bendit wegen ihrer Kritik an Ungarn. Und resümierte ganz allgemein, dass zu wenig “Linke” vernichtet worden seien: “Leider ist es nicht gelungen, einen jeden bis zum Hals im Wald von Orgovány zu verscharren.”

via zeit: Budapester Tragödien

Bücherverbrennungen vor 75 Jahren: Kultur auf dem Scheiterhaufen

“Ich übergebe der Flamme…”: Am 10. Mai 1933 trugen Anhänger der Nazis, darunter viele Studenten, auf dem Berliner Opernplatz Bücher unliebsamer Autoren zusammen, um sie zu symbolisch zu verbrennen. Am 10. Mai 1933 warfen Studenten und SA-Leute in ganz Deutschland johlend Bücher unliebsamer Dichter und Denker in die Flammen. Und bald sollte Heinrich Heines Warnung eintreten: “Wo man Bücher verbrennt, verbrennt man am Ende auch Menschen.” (…) Wie in der Reichshauptstadt, so loderten an diesem Tag an vielen Orten in Deutschland die Scheiterhaufen. In erster Linie ereignete sich das in den Universitätsstädten. Rücksichtslos wurde die deutsche Literatur von allem “gesäubert”, – wie es damals hieß – was den neuen Herren nicht genehm war. Hundertausende von Büchern wurden im Rahmen dieser Aktion, die sich über mehrere Wochen hinzog, verbrannt. Darunter Werke von Heinrich Mann, Ernst Glaeser, Erich Kästner, Emil Ludwig Cohn und Erich Maria Remarque, um nur einige zu nennen.

via einestages: Bücherverbrennungen vor 75 Jahren: Kultur auf dem Scheiterhaufen

siehe auch: Dieter Graumann: Wo man Bücher verbrennt … 80 Jahre nach dem 10. Mai 1933 müssen wir wachsam bleiben. Tausende Touristen flanieren in diesen schönen Maitagen in Berlin auf dem Boulevard Unter den Linden. Manch einer wird sicher auch den Bebelplatz überqueren. Vielleicht bleibt auch einmal jemand stehen an der unauffälligen Glasscheibe, die in den Boden eingelassen ist. Der Blick fällt auf unterirdische Bücherregale: Sie sind leer. Vor genau 80 Jahren, am 10. Mai 1933, ließen die nationalsozialistischen Machthaber mithilfe der Deutschen Studentenschaft überall im Land Bücher verbrennen. Werke berühmter Autoren gingen in Flammen auf: von Heinrich Heine und Sigmund Freud, von Thomas und Heinrich Mann, von Bertolt Brecht und Erich Kästner, von Kurt Tucholsky und Alfred Kerr, um nur einige zu nennen. Viele jüdische Schriftsteller waren darunter, sehr viele sogar. Mahnmal An die Bücherverbrennung in Berlin, damals hieß der Platz noch Opernplatz, erinnert das Mahnmal mit den leeren Regalen. Auch Reichspropagandaminister Joseph Goebbels nahm an dem grausigen Schauspiel teil. Er hatte die Kampagne »Wider den undeutschen Geist« in Gang gesetzt. Erich Kästner erinnerte sich später: »(Ich) sah unsere Bücher in die zuckenden Flammen fliegen und hörte die schmalzigen Tiraden des kleinen abgefeimten Lügners.«

siehe auch: Liste der verbrannten Bücher (Wikipedia)Wikipedia: Bücherverbrennung in Deutschand 1933

8. Mai, der Jahrestag der Befreiung Deutschlands von nationalsozialistischen Diktatur

Millionen Menschen fielen dem Wahnsinn und stumpfsinnigen Hass der Mörder zum Opfer, unzählige verloren Familienmitglieder, Freundinnen und Freunde, geliebte Menschen. Heute jedoch müssen wir wieder sehen, wie die geistigen Nachfolger dieser schlimmsten Pest der Menschheitsgeschichte ihre verblendete, hasserfüllte und menschenverachtende “Ideologie” auf die Straße und an an die Menschen zu bringen versuchen. Wir müssen sehen, das Nazis auch weiterhin in Deutschland morden. Nicht mit uns!

Wir Gedenken der Opfer des Naziregimes, wir danken den Befreiern und wir sagen: Kein Fußbreit dem Faschismus, in keiner Form, zu keiner Zeit! Faschismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen.

via verdi jugend bayern: 8. Mai, der Jahrestag der Befreiung Deutschlands von nationalsozialistischen Diktatur

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