Category Archives: holocaust

Gedenkstele erinnert an Hilfe für KZ-Häftlingsfrauen bei Drewin

An eine ungewöhnliche Hilfsaktion für Häftlingsfrauen aus dem NS-Konzentrationslager Ravensbrück wird künftig bei Drewin (Kreis Mecklenburgische Seenplatte) erinnert. Neustrelitzer und der Freundeskreis der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück bei Fürstenberg (Brandenburg) haben eine Gedenkstele setzen lassen, die an diesem Freitag feierlich enthüllt wird, wie eine Sprecherin der Stadt Neustrelitz am Mittwoch sagte. Kurz vor Kriegsende 1945 hatten SS-Wachmannschaften Zehntausende Frauen aus dem Konzentrationslager Ravensbrück auf sogenannten Todesmärschen Richtung Nordwesten getrieben. Bei Drewin an der heutigen Bundesstraße 96 gelang am 28. April etwa 200 Frauen mehrerer Nationen die Flucht, erklärte Matthias Heyl von der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück, das als größtes Frauen-KZ der NS-Zeit gilt. Die Flüchtigen wurden teilweise von Einwohner Drewins und im nahe gelegenen Gut Bärenbruch versteckt oder mit Lebensmitteln versorgt.

via svz: Gedenkstele erinnert an Hilfe für KZ-Häftlingsfrauen bei Drewin

Adolf Hitler’s birthday celebrated in Milan

Supporters of Adolf Hitler in Milan emblazoned the city with posters of the German dictator over the weekend in honour of his 125th birthday. The posters were put up overnight on Saturday by members of the National Socialist Workers Movement, a neo-Nazi group that originated in the Lombardy town of Varese in 2002. In comments published in Il Messaggero, the group said the posters were a “simple gesture” to mark the birthday of “the greatest leader that Europe has known so far”. Hitler was born on April 20th 1889. “Every year, we feel it’s important to pay respect to a man who knew how to take a nation’s hand and guide it to rescue, until its tragic end.” Anti-semitic posters, featuring a stereotypical Jewish man holding a bunch of banknotes, also appeared across the city.

via thelocal.it: Adolf Hitler’s birthday celebrated in Milan

Kein Ustascha-Gruß in der C-Halle

Das geplante Konzert der nationalistischen kroatischen Band »Thompson« ist abgesagt. Marko »Thompson« Perković ist die Musik-Ikone der kroatischen nationalistischen Rechten. Nachdem er bereits 2006 und 2009 Konzerte in Berlin geben konnte, sollte er nun ein drittes Mal hier auftreten. Für den 26. April war ein Konzert seiner Ethno-Hardcore-Band »Thompson« in der Columbiahalle geplant. Nach Protesten und mehreren Medienberichten über die Hintergründe der Band kündigte der Veranstaltungsort inzwischen den Vertrag und sagte den Termin ab. Nur ein gegenteiliger Gerichtsbeschluss könne an dieser Entscheidung etwas ändern, teilte die C-Halle auf Facebook mit. Aktivisten des Bündnisses »Kein drittes Mal« hatten zuvor mit einer Kampagne die Aufmerksamkeit auf »Thompsons« politische Haltung gelenkt. (…) Sein Pseudonym »Thompson« wählte Perković nach der Bezeichnung der Maschinenpistole, mit der er im kroatischen Unabhängigkeitskrieg kämpfte. Sein Publikum heißt er regelmäßig mit dem Gruß »Za dom – spremni!« (»Für die Heimat – bereit!«) willkommen. Das war der offizielle Gruß der kroatischen Ustascha-Faschisten. Nach deren Machtübernahme im April 1941 hatten sie einen Vasallenstaat des Dritten Reichs errichtet. Die Ustascha sind verantwortlich für den Genozid an mehreren Hunderttausend Serben, Juden, Roma und antifaschistischen Kroaten. »Thompsons« Fans recken oft den rechten Arm in die Luft, kleiden sich in Schwarz und brüsten sich mit Ustascha-Symbolen. Perković selbst soll wiederholt ein Ustascha-Lied gesungen haben, in dem die »Fleischer« in den Vernichtungslagern Jasenovac und Stara Gradiška bejubelt werden – und die Flüsse voller serbischer Leichen. Laut einem Bericht der kroatischen Tageszeitung »Novi list« gab »Thompson« im Jahr 2004 auf seiner eigenen Website an, das Lied »im Widerstand gegen vampirische Kommunisten« gesungen zu haben.

via nd: Kein Ustascha-Gruß in der C-Halle

Fans am Konzert von Rechtsrocker Marko Perkovic im Ustascha Look

Elsässer, Jebsen und die Montagsdemos: Warum die neue “Friedensbewegung” so gefährlich ist

Eine Hippiefrau mit Wickelkopftuch war dabei. Einige Handwerker in Blaumännern und Cordhosen. Auch junge Männer in Skaterkluft, die ihre Arme demonstrativ kritisch vor ihrer Brust verschränkten. Ein bunter Pulk, der am zweiten Osterfeiertag zur Berliner „Montagsdemonstration“ auf den Potsdamer Platz gekommen war: Die Polizei sprach von 1000 Teilnehmern, die Organisatoren von mehr als 5000. Und viele von ihnen klatschten, als der Publizist Jürgen Elsässer die Bühne betrat. Sie klatschten weiter, als Elsässer über die „Endlösung der Russenfrage“ redete, die gerade in der Ukraine geplant werde. Sie klatschten und jubelten immer noch, als der Herausgeber eines angeblich zeitkritischen Magazins sich zu antisemitischen Verschwörungstheorien verstieg: „Das Verbrechen hat Anschrift und Telefonnummer. Und man kann doch durchaus auch einige Namen nennen. Wer gehört denn zu dieser Finanzoligarchie? Die Herren Rockefeller, Rothschild, Soros, Chodorkowski, das englische und das saudische Königshaus. Und warum soll es Antisemitismus sein, wenn man darüber spricht, wie diese winzig kleine Schicht von Geldaristokraten die Federal Reserve benutzen, um die ganze Welt ins Chaos zu stürzen?“ Applaus für antisemitische Parolen Was das alles mit Frieden und der derzeitigen Gemengelage in der Ukraine zu tun hat, blieb unklar. Einige NPD-Mitglieder um den Landesvorsitzenden Sebastian Schmidtke waren jedenfalls auch im Publikum dabei und spendeten dankbar Applaus. Es war der Punkt, an dem die Veranstaltung ins Absurde hätte abdriften müssen. Doch die Menschen blieben und hörten weiter zu. Geeint durch ein gemeinsames Feindbild: die gesellschaftlichen Eliten in diesem Land. Im Netz ist die „Montagsdemo“ schon ein Massenphänomen. Vordergründig soll es bei den regelmäßig in mehreren deutschen Städten stattfindenden Demonstrationen um den Frieden in Europa gehen. Manche sagen, die aktuellen „Montagsdemos“ seien die derzeit populärsten „Friedensdemonstrationen“ in Deutschland. “Montagsdemo” ist längst ein Netzphänomen In der Woche vor Ostern rief eine Facebook-Seite, die unter dem Namen „Anonymous“ firmiert, deren Herkunft aber unklar ist, zu einem Shitstorm gegen deutsche Nachrichtenseiten auf, weil die „Montagsdemos“ bisher kaum in den Medien kaum Beachtung gefunden hätten. Etliche der fast eine halbe Million Fans folgten dem Aufruf. Außerdem erlangte die „Montagsdemo“ auch in Bevölkerungskreisen Bekanntheit, die bisher kaum Kontakt zu politischen Sektierern und Verschwörungstheoretikern hatten. Um die Mechanismen zu verstehen, die für den Erfolg der „Montagsdemonstrationen“ verantwortlich sind, lohnt ein Blick auf jenes Youtube-Video, das alles in Gang gebracht hat. Veröffentlicht wurde es von dem ehemaligen rbb-Moderator Ken Jebsen, der 2011 von seinem Sender entlassen wurde, nachdem er behauptet hatte zu wissen, „wer den Holocaust als PR“ erfunden habe. (…) Am erschreckendsten ist aber, dass bei „KenFM“ die ukrainische Bevölkerung keine Rolle spielt. All die politischen Gegensätze, das Miteinander und Gegeneinander von Nationalisten und Pro-Europäern, die Hoffnungen der Idealisten, die (bisweilen dilettantischen) Bemühungen der Übergangsregierung, eine neue Ordnung aufzubauen – das interessiert Jebsen nicht. Die Ukraine ist für ihn ein Schachbrett, auf dem ein Konflikt zwischen Nato und Russland stattfindet. Die ukrainische Bevölkerung besteht dem folgend aus politischen Zombies, die nach Belieben manipuliert vom Ausland werden können. Logischerweise war die Revolution in Kiew vom Westen gelenkt und ein Versuch seitens der USA und ihrer Verbündeten, kapitalistische Interessen zu verteidigen. Wahrscheinlich ist das der Kern der „Friedensbewegung“ von Potsdamer Platz: Es geht nicht um andere. Wahrscheinlich geht es noch nicht einmal um Frieden. Es geht vor allem um uns. Gefährlicher Cocktail Die derzeit so populäre Wut auf Führungseliten in Politik, Wirtschaft und Medien, gemischt mit dem schlechten Gewissen vieler Menschen wegen des moralischen Versagens westlicher Nationen im „Krieg gegen den Terror“. Begleitet von Kriegsangst, Verschwörungstheorien und einem Schuss Bewegungshype: Fertig ist der Cocktail, der gerade all jene besoffen macht, die sich allzu aufgeklärt fühlen. Die Rechten und Neuen Rechten haben das längst erkannt. Viele Montagsdemonstranten noch nicht. Das macht die Situation so gefährlich.

via huffingtonpost: Elsässer, Jebsen und die Montagsdemos: Warum die neue “Friedensbewegung” so gefährlich ist

siehe auch: Montagsdemos – Brauner Sumpf vereint?. LechtsStattRinks – Berlin am extrem rechten Rand gelandet – rechts-populäre Redner statt offene Bühne von unten – NPD und Stiefelnazis klatschen Beifall – Angriff auf Potsdamer Abkommen. Die Ostermontagsquerfront Bezüglich der Diskussion um die sogenannten „Montags-demonstrationen“ trennt sich immer mehr die Spreu vom Weizen. Warfen die InitiatorInnen früher noch ein schein-heiliges „Nicht rechts – nichts links“ in den Ring, so positionieren sie sich bei ihrer zentralen Kundgebung in Berlin am Ostermontag eindeutig am extrem rechten Rand der Gesellschaft. Neben Lars Mährholz und KenFM, über deren Wirken schon genügend berichtet wurde, sprechen Andreas Popp und Jürgen Elsässer. Zu Andreas Popps Aktivitäten berichteten wir in unserem Artikel rechte Friedensbewegung AfD PdV & Holocaust; #Attac warnt vor rechten #Montagsdemonstrationen – Neurechte Bewegung orientiert sich an NSDAP-Forderungen. Seit einigen Wochen finden in immer mehr Städten so genannte Montagsdemonstrationen statt, oft auch unter dem Namen “Friedensbewegung 2014″. Jutta Ditfurth und das Weblog Spiegelfechter haben bereits darauf aufmerksam gemacht, dass diese Veranstaltungen von rechten Ideologen organisiert und maßgeblich bestimmt werden.

Rabbi Tries To Squelch ‘Register Jews’ Story — But It Won’t Die

Ukraine Minister Accuses Russian in Donetsk Drama. Dispute Wont’ Die: A woman arrives at a synagogue in the restive Donetsk region of eastern Ukraine. A Ukrainian rabbi whose congregation was the target of an anti-Semitic leaflet that drew global media interest and condemnation from the U.S. government believes it was a hoax and wants to put the matter to rest. But five days after the incident in the restive eastern city of Donetsk, Ukraine’s prime minister, anxious to maintain U.S. support against Russia, issued a statement accusing Moscow and told a U.S. TV channel he would find the “bastards” responsible. Following earlier Russian allegations of anti-Semitism aimed at the new Ukrainian leadership, the rabbi’s call for an end to the furore seems unlikely to prevent mutual accusations over minority rights continuing to inflame the conflict. On Monday evening, as Jews left a synagogue after a Passover service, masked men handed out fliers purported to be from pro-Russian separatists who seized the regional authority building in Donetsk and styled themselves as its government. In an echo of the Holocaust which devastated Ukraine’s Jews, it ordered all Jews to register with them or face deportation.

via forward: Rabbi Tries To Squelch ‘Register Jews’ Story — But It Won’t Die

Braunau: Farbattacke und Nazi-Aufkleber vor Demo und Hitlers Geburtstag

Unbekannte attackierten den Mahnstein vor Hitlers Geburtshaus in Braunau mit einen “Farbbeutel”. “Der angerichtete Schaden ist zum Glück nicht groß, der blaue Fleck konnte beseitigt werden”, sagt Bürgermeister Johannes Waidbacher (VP). MitarbeiterInnen de Stadtamt sei es gelungen die Farbe zu entfernen, nachdem PolizistInnen die Spuren gesichert und kriminaltechnisch ausgewertet hatten. Die Attacke erfolgte wenige Tage vor der alljährlichen Demonstration “Schöner Leben ohne Nazis!” in Braunau. “Bereits am Dienstag wurden am Busbahnhof neben der Hauptschule einschlägige Aufkleber mit Parolen wie „NS-Zone“ oder „Deutschland Multikulti – wir bleiben braun!“ entdeckt. Sie waren mit dem Schriftzug „Nationale Sozialisten Deutschland“, dem Logo der bayrischen Neonazi-Kameradschaft „Freies Netz Süd“ markiert”, berichtet der Kurier.

via stoppt die rechten: Braunau: Farbattacke und Nazi-Aufkleber vor Demo und Hitlers Geburtstag

siehe auch: Farbattacke und braune Pickerl vor Demo und Hitlers Geburtstag Mahnmal vor dem Geburtshaus wurde geschändet. Der Verfassungsschutz ermittelt. Die Inschrift „Für Frieden, Freiheit und Demokratie – nie wieder Faschismus – Millionen Tote warnen“ am Mahnstein vor Hitlers Geburtshaus in Braunau dürfte Ewiggestrigen ein Dorn im Auge sein. Wie am Montag bekannt wurde, haben Unbekannte in der Nacht zum Mittwoch das Denkmal mit einer „Farbbombe“ geschändet. „Der angerichtete Schaden ist zum Glück nicht groß, der blaue Fleck konnte beseitigt werden“, sagt Bürgermeister Johannes Waidbacher (VP). Nachdem Polizisten die Spuren gesichert und kriminaltechnisch ausgewertet hatten, sei es Mitarbeitern des Stadtamts gelungen, die Farbe zu entfernen.

On April 19, 1943, the Jews of the Warsaw Ghetto took up arms to fight for their dignity and freedom. We draw inspiration from their courage and from all who find the inner certitude to resist hatred and bigotry.

The Warsaw Ghetto Uprising (Yiddish: אױפֿשטאַנד אין װאַרשעװער געטאָ; Polish: powstanie w getcie warszawskim; German: Aufstand im Warschauer Ghetto) was the 1943 act of Jewish resistance that arose within the Warsaw Ghetto in German-occupied Poland during World War II, and which opposed Nazi Germany’s final effort to transport the remaining Ghetto population to Treblinka extermination camp. The most significant portion of the rebellion took place from 19 April, and ended when the poorly armed and supplied resistance was crushed by the Germans, who officially finished their operation to liquidate the Ghetto on 16 May. (wikipedia)

Erinnerung an Befreiung des KZ Buchenwald

In der KZ-Gedenkstätte Buchenwald bei Weimar haben am Freitag rund 200 Teilnehmer einer Gedenkstunde an die Befreiung des damaligen Konzentrationslagers vor 69 Jahren erinnert. Sie nahmen an einem Rundgang des Gedenkens teil und legten Blumen unter anderem am Krematorium nieder. Unter den Teilnehmern waren ehemalige Häftlinge des NS-Konzentrationslagers. Die aus Ungarn stammende Holocaust-Überlebende Éva Pusztai mahnte, die Geschichte des Holocaust nicht zu verfälschen. Sie kritisierte auch Tendenzen in ihrem Heimatland, den eigenen Anteil an den Holocaust-Verbrechen zu verschweigen. “Doch es gibt eine geschichtliche Wahrheit. Und wir müssen alles in unserer Macht Stehende tun, dass sie nicht unterdrückt und nicht vergessen wird”, sagte sie. Pusztai hat die Konzentrationslager Auschwitz und Buchenwald überlebt.

via mdr: Erinnerung an Befreiung des KZ Buchenwald

siehe auch: Gedenken an Selbstbefreiung und Befreiung. Mit Vorträgen, Podiumsgesprächen und Führungen auf dem ehemaligen Lagergelände ist am Wochenende in Thüringen der Befreiung der Konzentrationslager Buchenwald bei Weimar und Mittelbau-Dora nahe Nordhausen gedacht worden. Mehrere hundert Schüler und Studenten, Angehörige und andere Interessierte nutzten das Programmangebot, das die »Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora« und das »Internationale Komitee Mittelbau-Dora und Kommandos« unter der Schirmherrschaft des Thüringer Kultusministeriums organisiert hatten. Auch Holocaust-Überlebende besuchten die ehemaligen Lager. Einen Schwerpunkt bildete dieses Jahr die Rolle Ungarns bei der Ermordung der ungarischen Juden. Das KZ Buchenwald, 1937 auf dem Ettersberg bei Weimar errichtet, gehörte zu denen des faschistischen Lagersystems mit den zahlreichsten Opfern. Zu Tausenden wurden hier Juden, sowjetische Kriegsgefangene und politisch Verfolgte, Sinti und Roma, Homosexuelle, »Arbeitsscheue« und andere erschlagen und erschossen – oder sie starben an Hunger bzw. wegen der brutalen Arbeitsbedingungen im Lager. Vor knapp 70 Jahren, im August 1944, wurde auch Ernst Thälmann, bis zu seiner Verhaftung durch das Naziregime 1933 Vorsitzender der KPD, in Buchenwald ermordet.; Ehemalige Häftlinge erinnern an Widerstand im KZ. Vor 69 Jahren befreiten US-Streitkräfte das Konzentrationslager Buchenwald und seine Außenlager. Zeitzeugen haben am Wochenende in Weimar an die Opfer und tapferen Widerständler erinnert. Sie mahnen: Die Nazi-Ideologie ist noch nicht tot. Überlebende Häftlinge des Konzentrationslagers Buchenwald haben am Sonntag bei einer Gedenkveranstaltung in Weimar an die Opfer des Nazi-Terrors und den Widerstand in dem Lager erinnert. Anlässlich des 69. Jahrestags der Befreiung von Buchenwald stellte der Zeitzeuge Bertrand Herz in seiner Rede die Verantwortung der nachfolgenden Generationen heraus. Das Bewusstsein für die Geschichte und das Gedenken dürfe nicht mit dem letzten Zeitzeugen enden, sagte der Präsident des Internationalen Komitees der Buchenwald-Überlebenden. Zusammen mit den anderen Rednern berichtete Herz von der großen Solidarität und der wichtigen Arbeit des geheimen Widerstands im Lager, der ihm und vielen anderen Deportierten damals das Leben gerettet habe. Floréal Barrier, Überlebender und Vorsitzender des Häftlingsbeirats KZ Buchenwald, mahnte an, die Erinnerung an die Gräuel des Nazi-Regimes wachzuhalten. «Die nazistische Ideologie ist noch lange nicht tot. In vielen Ländern wird sie unter dem trügerischen Schleier der politischen Respektabilität getarnt», warnte Barrier laut Redemanuskript. Rund 600 Menschen waren auf den ehemaligen Appellplatz in der heutigen Gedenkstätte gekommen, um den Reden und Erinnerungen der Überlebenden zuzuhören. Im Lager Buchenwald waren zwischen 1937 und 1945 mehr als 250 000 Menschen inhaftiert, 56 000 starben.

Bilder: Jahrestag der Befreiung der KZ´s Buchenwald und Mittelbau-Dora

North London Collegiate School Teacher Tells Jewish Pupil She’ll Send Her To Gas Chambers

The parents of a Jewish student at prestigious school in London have voiced their outrage after their daughter was told by a teacher she would be sent “to one of your gas chambers” for jumping the lunch queue. The anti-semitic comment came at the North London Collegiate School, one of Britain’s leading independent day schools for girls. According to reports, the 17-year-old’s father – who wished to remain anonymous – said the incident happened in January, when his daughter cut in front of the lunch queue at school and entered the dining room. He told the Mail on Sunday: “A teacher was passing by and she rushed up to my daughter and said, ‘Don’t do that or I’ll have to send you to the back of the queue or to one of your gas chambers.’” The female teacher has reportedly apologised to the student, but the school has refused to explain what disciplinary action has been taken.

via huffington post: North London Collegiate School Teacher Tells Jewish Pupil She’ll Send Her To Gas Chambers

Revision abgelehnt – Bischof Williamson muss zahlen

Seit er den Holocaust in einem Fernsehinterview geleugnet hat, steht der britische Bischof Williamson im rechten Abseits. Jetzt bestätigte das OLG Nürnberg die Geldstrafe, die schon das Amtsgericht Regensburg verhängt hatte. Der Holocaust-Leugner Bischof Richard Williamson hat versucht, sich gegen eine Geldstrafe zu wehren. Vergeblich. Denn das OLG Nürnberg hat seine Revision nun abgelehnt – der Bischof muss zahlen. Williamson ist vor Gericht kein Unbekannter. Der britische Holocaust-Leugner Richard Williamson hat vor Gericht in letzter Instanz verloren. Das Oberlandesgericht Nürnberg hat seine Revision verworfen, wie ein Gerichtssprecher am Freitag sagte. Damit sei das Urteil des Amtsgerichts Regensburg vom Januar 2013 rechtskräftig, das Williamson zur Zahlung von 1800 Euro verpflichtet hatte. Der ehemalige Bischof der erzkonservativen Piusbruderschaft hatte 2008 in einem nahe Regensburg geführten Fernsehinterview den NS-Massenmord an sechs Millionen Juden und die Existenz von Gaskammern abgestritten. Seit Jahren beschäftigt sich die deutsche Justiz mit dem Fall. Viermal wurde der heute 74-Jährige verurteilt, drei Mal legte er erfolgreich Rechtsmittel ein. Nun hat das OLG Nürnberg einen Schlussstrich gezogen. Trotzdem ist eine Ende noch nicht in Sicht: “Wir werden unserem Mandanten dringend empfehlen, Verfassungsbeschwerde einzulegen”, sagte Williamsons Anwalt Andreas Geipel in München. (…) Der Fall hatte auch deshalb für Schlagzeilen gesorgt, weil die katholische Kirche fast zeitgleich zur Veröffentlichung der Interviewaussagen die Exkommunikation von Williamson und weiteren Bischöfen der ultrakonservativen Bruderschaft aufgehoben hatte. Erst im Oktober 2012 schlossen die Piusbrüder ihren ehemaligen Bischof aus.

via sz: Revision abgelehnt – Bischof Williamson muss zahlen

Extrem rechte Verlegerin Margarete Walendy verurteilt

Am 27. März 2014 endete vor dem Bielefelder Landgericht der Berufungsprozess wegen Volksverhetzung gegen die Verlegerin Margarete Walendy mit einer Verurteilung zu einer Geldstrafe in Höhe von 3.000 Euro. Berufungsprozess nach Freispruch vor dem Amtsgericht Die 82-jährige war im Dezember 2012 angeklagt worden, als Verlegerin der Zeitschrift „Historische Tatsachen“ den Holocaust leugnende Texte verbreitet zu haben. Der damalige Prozess vor dem Amtsgericht Bad Oeynhausen zog sich bis zum 11. Juni 2013 und endete mit einem Freispruch. (nrwrex berichtete) In der Urteilsbegründung argumentierte die Amtsrichterin, dass für den Tatbestand der Verbreitung volksverhetzender Texte mindestens drei Personen die Zeitschrift erhalten müssten, in diesem Fall jedoch nur eine Person nachweislich das Machwerk erhalten habe – nämlich diejenige, die dann auch Anzeige erstattet hatte. Dass die Zeitschrift „Historische Tatsachen“, die 1974 von Udo Walendy gegründet wurde, nicht über knapp 40 Jahre bestehen würde, wenn sie keine LeserInnen hätte, fand keine Berücksichtigung. Die Staatsanwaltschaft ging daraufhin in Berufung und verwies darauf, dass bei Hausdurchsuchungen am 6. Juli 2011 in den Vlothoer und der Mönchengladbacher Wohnungen des Ehepaars Walendy insgesamt 92 Exemplare der „Historischen Tatsachen“ Nr. 101 sichergestellt worden seien. Darüber hinaus seien weitere 40 Exemplare mit volksverhetzendem Inhalt der in gesamte Bundesrepublik vertriebenen Zeitschrift im Jahre 2011 sichergestellt worden Holocaustleugnung Nach Ansicht des Landgerichts wurde in der Ausgabe 101 in dem Artikel „Did Six Million Really Die? The Truth At Last“ eines britischen Autors mit dem Pseudonym „Richard Harwood“, der Massenmord an den Jüdinnen und Juden in den NS- Vernichtungslagern Belzec und Treblinka verharmlost. Der Artikel war aber nicht unbedingt eine Ausnahme. Die „Historischen Tatsachen“ publizieren regelmäßig geschichtsrevisionistische Thesen und bestreiten die deutsche Kriegsschuld. Udo Walendy, der nicht nur Gründer der Zeitschrift und des sie herausgebenden „Verlags für Volkstum und Zeitgeschichtsforschung“ war, wurde bereits 1997 wegen Volksverhetzung zu einer Haftstrafe von 14 Monaten verurteilt. Damals war er der Landesvorsitzende der nordrhein-westfälischen NPD. Nach dem Urteil übernahm seine Frau Margarete die Leitung des Verlags.

via nrw rechtsaußen: Extrem rechte Verlegerin Margarete Walendy verurteilt

Is Vilnius Police Criminal Division Harassing Veteran Holocaust Researcher?

A bemused Vilnius film director finds a letter from the police department’s criminal investigations unit concerning his work in Holocaust Studies. Saulius Beržinis is founder and director of the Independent Holocaust Archive of Lithuania, housed in a bucolic setting on the outskirts of Vilnius. Defending History confirmed today that renowned documentary film maker and Holocaust researcher Saulius Beržinis, founding director of the Independent Holocaust Archive of Lithuania (IHAL), has been the latest recipient of a letter from police on account of his work documenting the alleged Nazi collaboration of various Lithuanian “1941 freedom fighters” who allegedly collaborated with the Nazi regime and in the murder of their civilian Jewish-citizen neighbors in the days, weeks and months following 22 June 1941. The letter demands he turn over a “list” of criminals which it was never his, nor the Archives’ intention, to produce or comment upon. Over the years, the Holocaust specialist has won the confidence of groups worldwide for his willingness to seek out and tell the unvarnished truth, among them the Wiesenthal Center’s Israel office. The March 19th letter to IHAL’s director, letterheaded “Vilnius District Senior Police Commission, Vilnius City First Police Commission, Police Criminal Division” is reproduced below (followed by translation into English).

via defendinghistory: Is Vilnius Police Criminal Division Harassing Veteran Holocaust Researcher?

Polish men party in concentration camp

Three men in their 30s sneak into Majdanek to drink, sleep on prisoners’ wooden bunks and take pictures for Facebook.   Three Polish men held a party at the Majdanek concentration and extermination camp last Saturday and posted the photos on Facebook.  The three men with shaved heads in their thirties snuck into the concentration camp by the city of Lublin in Poland, where the Nazis murdered some 200,000 people, including 80,000 Jews.  They took photos while drinking heavily beside the sleeping boards where the camp’s inmates used to sleep.  The three entered one of the huts, pulled out bottles of alcohol and soft drinks, and ate potato chips while resting on the bunks.  The photos show two of the men joyfully smoking while in the background loom the crowded booths in which the starving and exhausted prisoners were held before they were sent to the gas chambers and crematoria.  The men uploaded their photos to Facebook, but attentive Polish Internet users reported the pictures to the Israeli organization Mi’ma’amakim (from the depths), that turned to the Polish police asking to remove the photos.

via ynetnews: Polish men party in concentration camp

Ende des Spanischen Bürgerkrieges vor 75 Jahren – Der Kampf endet, der Terror dauert an

Eine brutal geführte Auseinandersetzung, die Zahl ihrer Opfer war enorm: Am 1. April 1939 endet der Spanische Bürgerkrieg mit dem Sieg der Nationalisten. Das Datum markiert zugleich den Beginn der Franco-Diktatur. In der setzt sich die Verfolgung des “inneren Feindes” unvermindert fort. “Am heutigen Tag haben die nationalen Truppen ihre letzten militärischen Ziele erreicht. Die rote Armee ist entwaffnet und besiegt. Der Krieg ist beendet.” Am 1. April 1939 unterzeichnete General Francisco Franco den letzten Heeresbericht des Spanischen Bürgerkrieges. Damit endeten die fast drei Jahre währenden Kämpfe zwischen dem republikanischen Lager und den Putschisten um Franco. Es war ein grausam geführter Krieg und die Zahl seiner Opfer war immens. Etwa eine halbe Million Menschen wurden in dem Konflikt getötet – und zwar nicht nur in direkten Kampfhandlungen zwischen Soldaten, sondern auch bei Luftangriffen auf Zivilisten, politischen “Säuberungen” und in Folge von Kriegsgerichtsurteilen. Zahllose Menschen wurden verwundet. Zu Kriegsende sind zudem etwa eine halbe Million Spanier ins Ausland geflohen – aus Furcht vor Repressalien der siegreichen Faschisten. 200 000 von ihnen sollten dauerhaft im Exil bleiben. (…) Entscheidend für den Verlauf des Krieges wurde daher das Engagement der späteren Achsenmächte Deutschland und Italiens. Die unterstützten das nationalistische Lager massiv mit Truppen und Kriegsgerät. Wie wirksam und zugleich brutal der Einsatz der deutschen Legion Condor in Spanien war, zeigte sich beim völkerrechtswidrigen Angriff auf Guernica: Gemeinsam mit italienischen Verbänden legte die deutsche Luftwaffe die baskische Stadt am 26. April 1937 in Schutt und Asche. (…) Der 1. April 1939 markiert das Ende des Spanischen Bürgerkrieges und zugleich den Beginn der Franco-Diktatur. Sie sollte erst Jahrzehnte später enden, mit dem Tode Francos im Jahr 1975. Wie sehr die Bürgerkriegsgeschichte auch noch diesen Zeitraum bestimmte, wie sehr die Spaltung in die “Zwei Spanien” nicht nur weiterwirkte, sondern noch zementiert wurde, ist erst in jüngerer Zeit wirklich deutlich geworden.

via sz: Ende des Spanischen Bürgerkrieges vor 75 Jahren – Der Kampf endet, der Terror dauert an

Teufelspakt für die Ukraine

Schon in den Weltkriegen setzte sich Deutschland für die Unabhängigkeit des Landes ein. Das macht Russland misstrauisch. Man muss kein “Russlandversteher” sein, wie er so gerne karikiert wird (siehe ZEIT Nr. 13/14), und schon gar keine Sympathie für Putins gewaltsame Inbesitznahme der Krim hegen, um sich über die deutsche Empörung zu wundern. Die Krim war nie integraler Bestandteil der Ukraine, sie ist ihr erst 1954 in einer selbstherrlichen Geste von Nikita Chruschtschow zugeschlagen worden, und er konnte dies umso leichter tun, als die Ukraine wie auch die übrigen Teilrepubliken der Sowjetunion eher den Charakter von Verwaltungseinheiten hatten, die mit einer nationalen Identität mehr oder weniger künstlich ausgestattet worden waren. (…) Im Falle der Ukraine hat das Missverständnis allerdings einen Vorlauf von gut hundert Jahren und enthält ein politisches Gift, vor dessen Freisetzung sich die Deutschen fürchten sollten. Die ersten Helden einer ukrainischen Unabhängigkeit, die noch heute von Angehörigen der Orangenen Revolution verehrt werden, waren nämlich Helden von deutschen Gnaden. Daran zu erinnern ist keine historische Feintuerei; es begründet vielmehr das russische Misstrauen, auch in der heutigen Unabhängigkeit der Ukraine eine westliche Machination zu sehen. Stepan Bandera, dem 2008 ein monumentales Denkmal in Ternopil errichtet wurde, war ein Kollaborateur der Wehrmacht, der zur Vorbereitung des deutschen Einmarschs die Loslösung der Ukraine von der Sowjetunion betreiben sollte. Dass er später die Unabhängigkeit seiner Heimat auch gegen die Deutschen durchsetzen wollte und dafür bis 1944 im KZ Sachsenhausen inhaftiert wurde, steht auf einem anderen Blatt. Aber zuvor hatte seine Organisation Ukrainischer Nationalisten (OUN) gut siebentausend Zivilisten, vor allem Juden und Kommunisten, umgebracht. Auf einen Terror ganz anderer Größenordnung konnte sein Vorläufer Simon Petljura zurückblicken, als er 1924 ins Pariser Exil ging. Während der anderthalb Jahre, die er Ende des Ersten Weltkriegs Regierungschef einer unabhängigen Ukraine war, wurden gut fünfzigtausend Juden erschlagen, wie Alexander Solschenizyn geschätzt hat. Die Petljura-Milizen wussten, dass sie die Gesetze, die ihr Chef zum Schutz der Juden erlassen hatte, ignorieren konnten. Es ist nicht sicher, ob es sich um bodenständigen Antisemitismus handelte; in der Zeit, in der die Ukraine noch der Roten Armee trotzte, wurden die Juden vor allem als Bolschewisten gesehen und gehasst. Trotzdem verblüfft die Selbstverständlichkeit, mit der in Kiew 2009 eine Straße nach ihm benannt wurde und Denkmäler dort wie in seiner Heimatstadt Poltawa an ihn erinnern.

via zeit: Teufelspakt für die Ukraine

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