Category Archives: holocaust

Lawyer: Nazi war suspect dies as extradition OK’d

An 89-year-old Nazi war crimes suspect has died, the night before a judge ruled that he should be extradited to Germany to face trial, his lawyer said Wednesday. Johann Breyer died Tuesday night at a Philadelphia hospital, attorney Dennis Boyle said Wednesday, the same day that U.S. Magistrate Timothy Rice approved the extradition request. The ruling would still have been subject to a final U.S. government review. Breyer was hospitalized Saturday. His lawyer said his health had deteriorated but he didn’t know the cause of death.

via yahoo: Lawyer: Nazi war suspect dies as extradition OK’d

siehe auch: Beitrag im Tagesspiegel über Johann Breyer (30.6.2014): Was tat Johann Breyer in Auschwitz?. In Deutschland könnte es noch einen NS-Prozess geben. Johann Breyer, früher Wachmann in Auschwitz, sitzt nun in den USA in Haft. Eine Rekonstruktion der Geschichte seines Lebens.  (…) Ermittler des Office of Special Investigations, einer auf das Aufspüren von NS-Verbrechern spezialisierten Abteilung im US-Justizministerium, finden heraus, dass Johann Breyer, der sich nun John nennt, bei der Einreise gelogen hat. Er wird zur Befragung gebeten und muss unter Eid aussagen. Wahrscheinlich geht er mit einem mulmigen Gefühl zum Gespräch. „Das sind schlimme Erinnerungen. Ich habe versucht, diese Dinge zu vergessen.“ Außerdem will er nicht, dass seine Kinder und Enkel denken, er sei ein Kriegsverbrecher. Er habe doch niemandem etwas getan. „Ich war genauso unschuldig wie die Menschen drinnen (im Lager).“ Nach diesem Satz erinnert ihn der US-Ermittler daran, dass Millionen Menschen ermordet wurden. Doch Breyer reagiert mit erschreckender Selbstgerechtigkeit – und redet nur von seinem Schicksal, dem langen Wachdienst und dem Hof, den er zurücklassen musste. Von Mitleid mit den Ermordeten oder gar von Reue kein Wort. „Ich war ein Opfer der Deutschen wie viele andere.“ Zwischen Mai und Oktober 1944 kamen 158 Züge in Auschwitz an, aus Ungarn, Berlin und Theresienstadt. Der Vorwurf der Staatsanwälte in Weiden: Beim Massenmord an den Juden, die in diesen Zügen waren, half auch Johann Breyer

Mosse-Erben fordern Raubkunst zurück

Zwei Objekte aus dem Ägyptischen Museum stehen unter Raubkunstverdacht. Die Erben fordern sie nun zurück. Die Liste ist lang und prominent. 411 Einzelobjekte hat die US-Anwaltskanzlei aus San Francisco aufgelistet, darunter u. a. 176 Gemälde (Liebermann, Corinth, Böcklin), 55 Plastiken und 32 Grafiken. Die Werke gehörten zur Sammlung des Verlegers Rudolf Mosse (1843-1920), bis die Nazis sie zerschlugen, galt sie als eine der bedeutendsten ihrer Zeit. Laut einem Bericht der “Berliner Zeitung” fordern die Anwälte der Mosse-Erben nun die Kunstwerke zurück, betroffenen sind Städtische Sammlungen in Köln, Karlsruhe und auch Berlin. Zwei Objekte der Mosse-Sammlung lagern heute im Ägyptischen Museum: Ein Opferbecken aus Kalkstein für Wasserspenden (31,5 cm lang, 20,5 cm breit) und ein Eingeweidekrug aus Alabaster (26 cm hoch). Die Objekte sind rund zweieinhalbtausend Jahre alt und seit 1970 im Besitz des Museums. Seit Juni führt sie die Raubkunst-Datenbank Lost Art auf, allerdings ohne Abbildungen. Die Stiftung Preußischer Kulturbesitz verhandelt bereits mit den Nachfahren des Verlegers über die Rückgabe von NS-Raubkunst, man stehe mit den Anwälten der Familien bei ihrem Restitutionsverfahren in direktem Kontakt, so die Stiftung. Weitere Angaben wollte die Stiftung mit Hinweis auf das laufende Verfahren nicht machten. Auch dass die beiden äußerst wertvollen Objekte aus dem Ägyptischen Museum Gegenstand der Verhandlungen sind, wurde nicht bestätigt. Dass der Anspruch der Erben berechtigt, wird von Kunstrechtsexperten jedoch kaum bezweifelt. Bereits nach Kriegsende war die Enteignung der Mosse-Familie als Unrecht anerkannt worden.

via bz berlin: Mosse-Erben fordern Raubkunst zurück

Hans Landauer: Letzter Spanienkämpfer aus Österreich ist tot

Bis ins hohe Alter erforschte Landauer die Biografien seiner Kameraden im Spanischen Bürgerkrieg Ein großer Chronist der österreichischen Beteiligung am Spanischen Bürgerkrieg ist tot. Hans Landauer starb am 19. Juli im Alter von 93 Jahren in seiner Heimatgemeinde Oberwaltersdorf. Er war der letzte noch lebende Spanienkämpfer aus Österreich. 1937 zog Landauer im Alter von 16 Jahren aus, um sich mit den Interbrigaden den aufständischen Truppen rund um General Francisco Franco entgegenzustellen. Als Pensionist widmete er sich seit 1983 im Dokumentationsarchiv des Österreichischen Widerstands (DÖW) seiner Spanienkämpfersammlung. Über 1.380 österreichische Freiwillige hat er Dossiers angelegt. Deren Kurzbiografien brachte er auch 2003 in Buchform heraus. Es war nicht die erste Publikation dieser Art, aber die umfassendste und kompetenteste. Landauer selbst war Melder in der MG-Kompanie des Österreicher-Bataillons 12. Februar der XI. Brigade. Der Name seiner Einheit erinnerte an die Februarkämpfe 1934. Sein Freiheitstraum endete in Paris, wo er im November 1940 verhaftet wurde. Nach einem Aufenhalt im Wiener Gefangenenhaus Rossauerlände landete er im Juni 1941 im KZ Dachau, wo er Dank der Solidarität seiner Mithäftlinge überlebte.

via derstandard.at: Hans Landauer: Letzter Spanienkämpfer aus Österreich ist tot

siehe auch: Hans Landauer (1921 – 2014). Der ehemalige Spanienkämpfer, Zeitzeuge und jahrzehntelange ehrenamtliche Mitarbeiter des DÖW Hans Landauer starb in der Nacht vom 19. auf den 20. Juli 2014 im Alter von 93 Jahren. Das DÖW, die Vereinigung österreichischer Freiwilliger in der Spanischen Republik 1936-1939 und die KZ-Gemeinschaft Dachau verlieren mit ihm einen unersetzlichen Weggefährten. Die Trauerfeier findet am Freitag, den 25. Juli 2014 um 15.00 Uhr auf dem Friedhof Oberwaltersdorf statt. Auf Wunsch des Verstorbenen ist von von Blumen- und Kranzspenden abzusehen. (…) Nach seiner Rückkehr nach Österreich war Hans Landauer im Polizeidienst tätig – zunächst in Österreich, später auf Zypern und im Libanon. Ab 1983 ehrenamtlicher Mitarbeiter des DÖW, baute er hier die in ihrer Art herausragende Spezialsammlung Spanien-Dokumentation auf, die vielfältigste Unterlagen (Kopien amtlicher Dokumente, Fotos, Briefe, Zeitungsartikel, autobiographische Texte) über die Beteiligung von ÖsterreicherInnen am Spanischen Bürgerkrieg enthält. Waren zu Beginn seiner Tätigkeit Dokumente über rund 50 ehemalige Spanienkämpfer in den allgemeinen Beständen des DÖW vorhanden, umfasst die Spanien-Dokumentation nunmehr Quellenmaterial über rund 1400 ÖsterreicherInnen im Spanischen Bürgerkrieg. Diese Sammlung wurde von Hans Landauer, solange es seine Gesundheit erlaubte, selbst betreut. Aktiv tätig war er auch für die Vereinigung österreichischer Freiwilliger in der Spanischen Republik 1933-1939, die er lange leitete, sowie für die KZ-Gemeinschaft Dachau.

Da kamen sie aus aller Welt
mit einem roten Stern am Hut.
Im Manzanares kühlten sie
Dem Franco das zu heiße Blut.
Das waren Tage der Brigade Elf
Und ihrer Freiheitsfahne.
“Brigada International!”
ist unser Ehrenname.

24 Uhr: Erschießung der Widerstandskämpfer um Stauffenberg

Als Oberst Claus Schenk Graf von Stauffenberg am 20. Juli 1944 vom Flughafen in Berlin-Rangsdorf startet, hat er eine Mission: Adolf Hitler mittels einer Bombe in seinem Führerhauptquartier “Wolfsschanze” zu töten. Doch der Tag läuft nicht nach Plan. Ein historischer Rückblick im Ticker-Format.

via tagesspiegel: 24 Uhr: Erschießung der Widerstandskämpfer um Stauffenberg

Nacht-und-Nebel-Aktion: Denkmal der deutschen Besatzung errichtet

Die ungarische Regierung wählte ausgerechnet den 70. Jahrestag des Attentats vom 20. Juli 1944 auf Adolf Hitler, um in einer Nacht-und-Nebel-Aktion das Denkmal der deutschen Besatzung auf dem Budapester Freiheitsplatz fertigzustellen, gegen das seit 104 Tagen kontinuierlich protestiert wird. Etwa 200 Menschen protestierten am Sonntag. Das Denkmal von Bildhauer Péter Párkányi-Raab im neuen Fidesz-Monumentalstil (s.u.) zeigt den deutschen Reichsadler, der sich auf den Ungarn symbolisierenden Erzengel Gabriel stürzt. Im Vergleich zum Entwurf gibt es mehrere Neuerungen: Auf dem Tympanon befindet sich eine Aufschrift (“Denkmal der Opfer der deutschen Besatzung”); der Reichsadler trägt einen Ring mit der Aufschrift “1944″ am Fuss; der Engel hält einen Reichsapfel mit apostolischem Doppelkreuz und verweist somit auf das “tausendjährige christliche Ungarn”. Eben dieser “christliche” ungarische Staat hatte seine jüdische Bevölkerung seit 1920 zunehmend diskriminiert, entrechtet, enteignet, 1941 Tausende und 1944 Hunderttausende deportiert und an die Nazis ausgeliefert. Unter anderem dieses Denkmals wegen boykottieren die ungarischen jüdischen Gemeinden das Holocaust-Gedenkjahr der Regierung. In der Nacht zum Sonntag waren die beiden Bronzestatuen auf den großräumig abgesperrten Platz angeliefert und montiert worden, bewacht von einer Hundertschaft der Polizei.

via pusztaranger: Nacht-und-Nebel-Aktion: Denkmal der deutschen Besatzung errichtet

Botschafter der Erinnerung in Auschwitz: Bewegende Spurensuche zum Leben und Sterben der Sinti und Roma

Der Jugendring und die Botschafter der Erinnerung haben eine Gedenkstättenfahrt nach Auschwitz gemacht. Schweigend geht Petra Rosenberg durch die Lagerstraße. Kopfschüttelnd, fassungslos. Vor den Resten von Baracke 23 in Birkenau bleibt sie stehen. Der Baracke ihres Vaters. Die dunkle Sonnenbrille – die sie trotz des regnerischen Himmels trägt – verdecken ihre Tränen. Wortlos drückt sie Tassilo, der zufällig neben ihr steht. Der junge Dortmunder ist einer von mehr als 40 „Botschaftern der Erinnerung“, die sie auf ihre erste Reise nach Auschwitz begleiten. Sprecherin des Verbandes deutscher Sinti und Roma erstmalig am Ort des Schreckens (…) Durch den „Zug der Erinnerung“, der das Schicksal der deportierten Juden während der NS-Zeit thematisiert hat, hat die Erinnerungsarbeit in Dortmund einen neuen Schub bekommen. 7000 Menschen sahen in Dortmund die Ausstellung, als der Zug für drei Tage in der Ruhr-Metropole Station machte. Mehr als 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer fuhren dann noch mit zum Abschluss der Aktion, als der Zug nach Auschwitz kam. Daraus entstand zwei Jahre später das vom Jugendring initiierte Programm „BotschafterInnen der Erinnerung“ unter Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Ullrich Sierau. Über 200 Jugendliche haben daran bereits teilgenommen, sich mit den Schicksalen der Opfer der NS-Zeit beschäftigt, ihre Biographien erforscht und sich in verschiedenen Ländern – darunter Polen, Holland und Israel – auf Spurensuche gemacht. Der Schwerpunkt 2014/15 widmet sich dem Schicksal der Sinti und Roma. Auf ihrer Fahrt nach Polen spürten sie dem Leben und Sterben von Dortmundern nach, die die Nazis als „Zigeuner“ abstempelten, deportierten und größtenteils ermordeten.

via nordstadtblogger: Botschafter der Erinnerung in Auschwitz: Bewegende Spurensuche zum Leben und Sterben der Sinti und Roma

Festnahmen nach rechtsextremem Vorfall in Gedenkstätte Buchenwald

In der Gedenkstätte Buchenwald bei Weimar ist es am Freitag zu einem Vorfall mit einem vermutlich rechtsextremen Hintergrund gekommen. Wie die Polizei mitteilte, waren sieben Personen auf der Gedenkstätte unterwegs und riefen rechte Parolen. Einer von ihnen zeigte den Hitler-Gruß. Schließlich setzten sie sich in ein Auto und fuhren davon. Die Polizei konnte alle in der Nähe festnehmen.

via lvz online: Festnahmen nach rechtsextremem Vorfall in Gedenkstätte Buchenwald

On This Day: Spanish Civil War begins after the generals’ failed coup

JULY 18, 1936: The Spanish Civil War – one of Europe’s bitterest conflicts in which brothers were pitted against one another and 500,000 died – began on this day in 1936. The left-leaning government of the Republic armed its citizens 24 hours after Spain’s right-wing military leaders launched a coup in a bid to seize power in a single day. The rebels, who called themselves Nationalists, failed to take any major cities, except Seville on the south coast. But this allowed General Francisco Franco, who won the war and went on to rule Spain as a dictator for 36 years, to cross the Straits of Gibraltar from Morocco. Thousands joined him in a bid to wipe out the ‘Red’ Republic, which had existed since voters abolished the monarchy in 1931, and restore ‘Christian civilisation’. Meanwhile, supporters of the Republic believed they were fighting for the survival of democracy against fascist tyranny. Thousands of left-wing citizens, including trade unionists and teachers, took arms and the International Brigade of foreign volunteers, including 4,000 Britons, helped them. Yet, compared to Franco’s forces they were ill disciplined, badly equipped – and they struggled to hold the Nazi Germany-backed Nationalists back. By November, the Generalissimo’s troops were able to attack Madrid and so launched one of the longest sieges in history. Forces loyal to the Republic, which grew from liberal democracy into a revolutionary, anti-Catholic state backed by the Soviet Union, lost 100,000 lives in this initial battle.   But they held on to the capital, which saw streets everywhere decorated with banners bearing the slogan ‘No pasaran’ (they shall not pass).

via yahoo: On This Day: Spanish Civil War begins after the generals’ failed coup

CA winemaker behind neo-Nazi website flees to Canada to escape FBI

The California owner of an anti-Semitic website registered in the United States, but written in Hungary, fled to Canada after the Federal Bureau of Investigations issued a warrant for his arrest this week. Béla Varga, owner of the kuruc.info domain, is charged with having threatened the life of lawyers who subpoenaed him regarding the hate site. The name of the domain, “kuruc,” has nativist roots, referring to a patriotic nationalist Hungarian movement that opposed the foreign reign of the Hapsburg Dynasty. Its English-language “About Us” page describes it as “a patriotic Hungarian conservative, right-wing nationalist, fact-finding news site.” Varga allegedly worked at Claar Cellars, “a medium-size Premium winery in the Columbia Valley, as well as Chateau Soverain. According to Patch.com, “Varga said he came to the U.S. in 1988, picking Healdsburg as home because he wanted to establish himself as a winemaker.” However, the exact nature of his employment — as well the degree that qualified him to work at these wineries — has recently come into question. As for the domain he acknowledged owning, a Budapest organization that monitors European extremism characterized kuruc.info as “the most active hate group operating in Hungary,” adding that it regularly publishes information about Jewish people that “qualifies as hate speech and [glorifies] fascist ideas.” It regularly targets those it refers to as Zionists, Israelis, Gypsies, and criminal immigrant elements, and frequently complains about the “so-called Hungarian Holocaust Museum, which was involved in massive embezzlement of millions of Hungarian taxpayers’ dollars.” The site also publishes material in which the gas chambers used to murder thousands of Jews are claimed to be “air defense shelters.”

via rawstory: CA winemaker behind neo-Nazi website flees to Canada to escape FBI

Sachsenhausen

Jews arrested during Kristallnacht stand under guard before being deported to the Sachsenhausen concentration camp. The SS established the Sachsenhausen concentration camp as the principal concentration camp for the Berlin area. Located near Oranienburg, north of Berlin, the Sachsenhausen camp opened on July 12, 1936, when the SS transferred 50 prisoners from the Esterwegen concentration camp to begin construction of the camp. PRISONERS IN THE CAMP In the early stage of the camp’s existence the SS and police incarcerated mainly political opponents and real or perceived criminal offenders in Sachsenhausen. By the end of 1936, the camp held 1,600 prisoners. Between 1936 and 1945, however, Sachsenhausen also held Jews, homosexuals, Jehovah’s Witnesses, “asocials” (among these prisoners were Roma and Sinti), and, later, Soviet civilians. Prominent figures interned in Sachsenhausen included Pastor Martin Niemöller, former Austrian chancellor Kurt von Schuschnigg, Georg Elser, Herschel Grynszpan, and Joseph Stalin’s son, Iakov Dzhugashvili.

via holocaust encyclopedia: Sachsenhausen

Ehrengrab aberkannt

Während seiner jüngsten Sitzung am Donnerstagabend ist nun auch der Ältestenausschuss der Landeshauptstadt Wiesbaden dem Beschluss des Magistrats gefolgt, das Ehrengrab des SS-Mannes und ehemaligen Wiesbadener Oberbürgermeister Erich Mix abzuerkennen. Die Mitglieder hätten mit deutlicher Mehrheit für die Aberkennung gestimmt, heißt es. Die Aberkennung einer städtischen Ehre ist ein Novum in der Landeshauptstadt. Doch wie es nun tatsächlich mit dem Grab weitergeht, ist noch immer unklar. (…) Denn mit dem Beschluss von Magistrat und Ältestenausschuss enden die finanziellen Zuwendungen der Stadt für das Grab. Seit 1971, seit dem Tod des SS-Mannes, war sie für Pflege und Unterhalt aufgekommen. Wie hoch der finanzielle Aufwand war, lässt sich nicht exakt berechnen. Derzeit gibt es 25 Ehrengräber, 16 historische und fünf erhaltenswerte Grabstätten in Wiesbaden. Für deren Unterhalt gibt die Stadt pro Jahr etwa 23 000 Euro aus. Die Mitglieder des Ältestenausschusses folgten am Donnerstag auch dem Magistratsbeschluss, mit einer Tafel auf die Nazi-Vergangenheit von Erich Mix hinzuweisen. Darüber wurde dem Vernehmen nach kontrovers diskutiert. Thematisiert wurde während der Sitzung auch ein Beitrag des ehemaligen Wiesbadener Oberbürgermeisters und Richter am Bundesverfassungsgericht Hans-Joachim Jentsch.

via fr: Ehrengrab aberkannt

Der Sandstein des Anstoßes

Die Petrusgemeinde will, dass der Sandsteinquader am Kriegerehrenmal entfernt wird – und erntet dafür Unverständnis. In einem offenen Brief mahnt die Petrusgemeinde an, dass der Sandsteinquader beim 1936 von den Nationalsozialisten umgestalteten Kriegerehrenmal direkt neben der Kirche entfernt wird. Der Quader mit der Inschrift “Den Kämpfern für Deutschland” symbolisiere die menschenverachtende Ideologie der Nazis. Seit Lokalhistoriker Hansjörg Noe in Erinnerung gerufen hat, dass in dem Quader zur Einweihung unter anderem Hitlers Machwerk “Mein Kampf” versenkt wurde, verbiete es sich für eine christliche Gemeinde, dort weiterhin Feierlichkeiten zum Volkstrauertag abzuhalten. Die Reaktionen auf den Vorstoß sind nicht nur positiv.

via badische zeitung: Der Sandstein des Anstoßes

Frühere Neonazi-Aktivistin in Treuenbrietzen enttarnt

Auch die etablierten Parteien sind vor rechtem Gedankengut nicht sicher – diese Erfahrung muss nun die CDU in Treuenbrietzen machen. Nach Angaben eines Antifa-Netzwerks steht die Kommunalpolitikerin Nicola Brandstetter im Verdacht, ein führendes Neonazi-Forum unterstützt zu haben. Anfang der Woche musste die Beisitzerin des CDU-Stadtverbandes ihren Hut nehmen. Jahrelang hatte sie eine doppelte Existenz geführt. (…) Die Vorwürfe gegen Nicola Brandstetter wiegen schwer, denn die eigentlich aus Österreich stammende Erzieherin soll eine führende Rolle im Internet-Forum ‘Thiazi.net’ gespielt haben. Laut einer Dokumentation des Freiburger Antifa-Netzwerks galt ‘Thiazi’ seit seiner Gründung 2007 als eines der bundesweit wichtigsten Portale der Neonazi-Szene. Wie die Antifa-Aktivisten schreiben, soll die heute 34-Jährige unter dem Pseudonym “Prometheusfunke” insgesamt 1.500 Beiträge auf ‘Thiazi’ veröffentlicht haben. Das daraus hervorgehende Menschenbild lasse “keine Zweifel an ihrer nationalsozialistischen Überzeugung”, heißt es weiter. So habe sich Brandstetter immer wieder offen rassistisch geäußert, zum Beispiel im Zusammenhang mit ihrem früheren Wohnort in Rheinland-Pfalz, wo sie laut rbb-Informationen für die Kindertagesstätte ‘Pusteblume’ tätig war. (…) Als das ‘Thiazi’-Forum nach einer Welle von Razzien 2012 abgeschaltet wurde, geriet auch Brandstetter in den Fokus der Ermittlungsbehörden. Laut Staatsanwaltschaft Rostock stand die Erzieherin im Verdacht, mit ‘Thiazi” eine kriminelle Vereinigung unterstützt zu haben. Wie die Behörde dem rbb am Donnerstag bestätigte, fand im Zuge der Ermittlungen “auch eine Durchsuchung der Wohnung der Frau Brandstetter statt”. Wegen der noch als “gering” anzusehenden Schuld sei das Verfahren gegen Zahlung einer Geldbuße vorläufig eingestellt worden. Allerdings sei es noch nicht gänzlich abgeschlossen, weil die verhängten Auflagen noch nicht erfüllt seien. (…) Dass die CDU-Politikerin trotz ihres christlichen Weltbildes einen fremdenfeindlichen und rechtsradikalen Hintergrund hat, hat in Treuenbrietzen für großes Erschrecken gesorgt. Der vom Christlichen Elternverein geführte Kindergarten im benachbarten Brück will dennoch an Brandstetter festhalten. “Das ist nicht unsere Nicola, von der wir da erfahren mussten”, sagte die Vereinschefin laut ‘MAZ online” am Mittwoch. Solange die Erzieherin sich an die Grundsätze des Vereins halte, sehe sie aber keinen Anlass, etwas zu unternehmen

via rbb: Frühere Neonazi-Aktivistin in Treuenbrietzen enttarnt

siehe auch: CDU trennt sich von Ex-Neonazi-Autorin. Die Kommunalpolitikerin Nicola Brandstetter soll vor ihrem Umzug im Jahr 2011 nach Treuenbrietzen (Potsdam-Mittelmark) tief in neonazistische Kreise verstrickt gewesen sein. Entsprechende Veröffentlichungen der Internet-Plattform „Inforiot“ führten am Montag zum Rücktritt Brandstetters von ihrem Posten als Beisitzerin im CDU-Stadtverband Treuenbrietzen. Die Vorwürfe wiegen schwer. Nicola Brandstetter soll vor ihrem Umzug im Jahr 2011 nach Treuenbrietzen tief in neonazistische Kreise verstrickt gewesen sein. Entsprechende Veröffentlichungen der Internet-Plattform „Inforiot“ führten am Montag zum Rücktritt Brandstetters von ihrem Posten als Beisitzerin im CDU-Stadtverband Treuenbrietzen

Moderationsstruktur thiazi.net (Quelle: Inforiot)

Philadelphia Judge Denies Former Nazi Guard Bail

The main gate of the Nazi concentration camp Auschwitz I in Poland, where Johann “Hans” Breyer served as a Nazi guard. The main gate of the Nazi concentration camp Auschwitz I in Poland, where Johann “Hans” Breyer served as a Nazi guard.  A former Nazi camp guard, who is awaiting extradition to Germany, has been denied bail by a judge in Philadelphia, though his defense lawyers argued that the 89-year-old was in failing health. Lawyers said Johann “Hans” Breyer had heart disease and dementia, and had suffered a stroke in recent years. But on Tuesday, U.S. Magistrate Judge Timothy Rice denied the bail request. “German authorities hope to try Breyer on accessory-to-murder charges for his guard service at the Auschwitz death camp in 1944. Breyer told The Associated Press in 2012 that he was forced to work there as an SS guard but never took part in the mass killing of Jews and others.” As NPR’s Scott Neuman , Breyer was arrested and later charged with 158 counts of accessory to murder — one for each trainload of victims brought to Auschwitz between May 1944 and October 1944.

via npr: Philadelphia Judge Denies Former Nazi Guard Bail

Man under US deportation order for ties to Nazi police in WWII dies in Michigan at age 93

A man under a deportation order for serving in a Nazi-controlled police force during World War II has died in Michigan at age 93 after years of denials that he shot at Jews. John Kalymon of Troy died at his suburban Detroit home on June 29. He had pneumonia, prostate cancer and dementia, son Alex Kalymon told The Associated Press. “The last two years he had no idea about anything about his life,” the son said Wednesday. “He was just struggling to live and his mind wasn’t there.” A federal appeals court last year upheld a deportation order against Kalymon, but the U.S. couldn’t find a country that would take him. In Munich, Germany, prosecutors this year filed an arrest warrant against him for being an accessory in war crimes. They planned to send a doctor to the U.S. to determine if Kalymon was fit to face trial, but the exam never happened. There is no dispute that Kalymon served in the Nazi-sponsored Ukrainian Auxiliary Police in Lviv, which was part of Poland at the time. He said he did nothing more than light guard duty and never shot Jews.

via usnews: Man under US deportation order for ties to Nazi police in WWII dies in Michigan at age 93

Follow

Get every new post delivered to your Inbox.

Join 772 other followers