Category Archives: Kameradschaft

Bizarrer Nazi-Roman soll NSU-Plan verraten

In den USA haben die “Turner-Tagebücher” von William Pierce traurige Berühmtheit erlangt. In rechten Kreisen gelten sie als Kult. Im NSU-Prozess könnte der Roman eine entscheidende Rolle spielen. Hat das NSU-Trio seine Serie von zehn Morden und zwei Sprengstoffanschlägen allein geplant und ausgeführt oder gab es eine übergeordnete Struktur mit einem strategischen Plan? Die Ermittler gehen bisher davon aus, dass das Trio die Taten allein beging. Das aber will das Oberlandesgericht (OLG) München im Prozess gegen Beate Zschäpe und vier Mitangeklagte jetzt offenbar kritisch hinterfragen. Denn das Gericht hat vor der Sommerpause ein ungewöhnliches Beweismittel in den NSU-Prozess eingeführt, das ab der nächsten Sitzung am 4. September im Prozess erörtert wird – einen Roman, der auf mehrfache Weise mit dem NSU verknüpft ist. Verblüffend sind vor allem personelle Verflechtungen zwischen dem Autor und dem NSU-Umfeld, die eine ganz andere Vermutung nahelegen könnten: dass nämlich das Trio in eine weit verzweigte, womöglich internationale Struktur eingebunden gewesen sein könnte. Der Titel des Romans lautet “Die Turner-Tagebücher”. Verfasst hat ihn der Gründer der amerikanischen Nazi-Organisation “National Alliance” (NA), William Pierce. Der Held der Geschichte beschreibt in Ich-Form seinen Kampf gegen das “System”, das von Juden beherrscht sei. Er schließt sich einer kleinen Zelle “arischer” Kämpfer an, die sich nach und nach mit weiteren Zellen zu einer mächtigen Untergrundorganisation verbindet. Am Ende gewinnt sie ihren “Rassenkrieg” mit einer Serie nuklearer Explosionen und der Zerstörung der “Zentren des Systems”, New York und Tel Aviv In rechtsextremen Kreisen in Amerika und Europa gilt das Werk als Kult. Schon mehrfach soll es Terroristen zu ihren Taten inspiriert haben, etwa den amerikanischen Rassenfanatiker Timothy McVeigh, der 1995 ein Regierungsgebäude in Oklahoma in die Luft sprengte und dabei 168 Menschen tötete. Auch beim “Nationalsozialistischen Untergrund” um Beate Zschäpe sieht das Bundeskriminalamt “gewisse Parallelen” zu den “Turner-Tagebüchern”, wie es in einer BKA-Analyse heißt. Dazu gehöre das Prinzip des “führerlosen Widerstands”, die Geldbeschaffung durch Banküberfälle und die auch im Roman geschilderte willkürliche Ermordung von Imbissbetreibern, im Roman als “Orientalen mit dunklen, gekräuselten Haaren” beschrieben. Außerdem seien deutsche Übersetzungen auf den Computerfestplatten der beiden mitangeklagten NSU-Helfer Ralf Wohlleben und André E. gefunden worden.

via hajo funke: Bizarrer Nazi-Roman soll NSU-Plan verraten

Dossier / Beiträge zu Rechts-Anwältin (RA) Nicole Schneiders: http://goo.gl/cbPp0


Dossier Rechtsterrorismus / articles about right-wing terrorism:
Nationalsozialistischer Untergrund – Uwe Böhnhardt, Uwe Mundlos, Beate Zschäpe. Polizistinnenmord, Rohrbombe, Thüringer Heimatschutz (THS)
Dossier: Kategorie NSUhttp://bit.ly/ths-nsu

Neonazis ziehen vor Gericht

Einen Monat nach dem Verbot des bayerischen Neonazi-Netzwerks „Freies Netz Süd“ will die Szene jetzt die Verbotsverfügung des Innenministeriums juristisch anfechten lassen. Mehr als ein Jahr nach der Razzia gegen das „Freie Netz Süd“ (FNS) hat das bayerische Innenministerium die Neonazi-Vereinigung am 23. Juli dieses Jahres als Nachfolgeorganisation der 2004 verbotenen Fränkischen Aktionsfront (FAF) auflösen lassen. (bnr.de berichtete) Im Zuge dieser Maßnahme wurde aber nicht nur die Vereinigung verboten und ihr gesamtes Vermögen beschlagnahmt, sondern auch der „Final Resistance“-Versand und die Immobilie in Oberprex im Landkreis Hof „zugunsten des Freistaates Bayern eingezogen“. Nach Ansicht des Ministeriums habe das FNS seit seiner Gründung Ende 2008/Anfang 2009 vor allem die „aggressiv-kämpferischen verfassungsfeindlichen Bestrebungen“ der FAF fortgeführt und eine „klare Wesensverwandtschaft zum historischen Nationalsozialismus“ aufgewiesen. Außerdem sei bei der Auswertung der internen Konzeptpapiere des größten bayerischen Neonazi-Netzwerks auch eine „tief im Nationalsozialismus verwurzelte Ideologie und gewaltbereite Ausrichtung des ‚Freien Netz’ Süd’ und seiner Anhänger“ deutlich geworden. Rund einen Monat später kündigt die Szene jetzt ein juristisches Vorgehen gegen die Verbotsverfügung an. Auf dem rechtsextremen Internet-Portal „Altermedia“ teilte der Neonazi Roy Asmuß im Namen der „Klägergruppe“ mit, dass gegen die „unrechtsstaatlichen Maßnahmen, Zwangsenteignungen und Beschlagnahmungen vor den zuständigen Gerichten“ geklagt werden solle. Denn „der neueste negative Höhepunkt der Verbotsmaschinerie gegen alles Nationale“, heißt es dort, werde „nicht unbeantwortet bleiben“.

via bnr: Neonazis ziehen vor Gericht

Christian Schmidt: Mit Joseph Goebbels und Alfred Rosenberg Demokraten zum Teufel jagen

Lange Zeit war es nicht ganz klar, ob es überhaupt einen real existierenden NPD-Kreisverband gibt. Die Pankower NPD-Webseite lief (und läuft) unter der presserechtlichen Verantwortung des einstigen Landesvorsitzenden Uwe Meesen, und von etwaigen lokalen Parteimandatsträgern war seitens der NPD nirgends etwas zu hören oder zu lesen. Das hat sich nun geändert. Auf der NPD-Kundgebung gegen Flüchlingheime am vergangenen Sonnabend wurde der 1989 geborene Christian Schmidt als Vorsitzender des NPD-Kreisverbandes Pankow vorgestellt. Auf dem Titelbild seines Facebook-Auftritts prangt eine düstere Grafik mit der skurrilen Aufschrift DIE DEMOKRATEN BRINGEN UNS DEN VOLKSTOD! Was für sich genommen wie ein Ausschnitt aus dem Satiremagazin “Titanic” erscheint, ist tatsächlich die Parole “Widerstandsbewegung in Südbrandenburg”, einer Nazivereinigung, die 2012 verboten wurde, als sie sich daran machte, eine militärisch organisierte “Sturmabteilung” aufzubauen. Brandenburgs damaliger Innenminister Dietmar Woidke erklärte seinerzeit dazu: “Sie haben an einer neuen SA gearbeitet”. Und: “Sie riefen zum Widerstand gegen die Demokratie auf und priesen einen nationalen Sozialismus, der sich an der Ideologie der NSDAP orientiert.” Widerstand gegen die Demokratie und Orientierung an der Ideologie der NSDAP – damit ist auch Christian Schmidt ziemlich treffend charakterisiert. Bei einem Blick auf seiner Facebookseite wird schnell klar, wer seine Heroen sind. Da finden sich zum Beispiel Zitate von Hitlers Propagandaminister Joseph Goebbels, natürlich stets zustimmend kommentiert. Noch mehr aber hat es ihm offenbar Alfred Rosenberg angetan. Rosenberg, der nicht nur der Chefideologe der NSDAP war, sondern als “Reichsminister für die besetzten Ostgebiete” einer der Hauptverantwortlichen für die Ghettoisierung der osteuropäischen Juden und deren systematische Ermordung war, taucht bei Schmidt immer wieder auf. Nicht nur mit zum Teil ellenlangen Zitaten – auch das Foto einer Seite aus dem von Rosenberg herausgegebenen und kommentierten Parteiprogramm der NSDAP hat wird von Schmidt stolz auf seinem Facebookaccount präsentiert.  Aktiv bei “Freien Nationalisten Berlin Mitte” und „Natio­naler Wider­stand Berlin“ Nachweisbar sind Schmidts Aktivitäten in der organisierten Nazi-Szene spätestens seit 2010, da machte er mehrfach als Angehöriger der “Freien Nationalisten Berlin Mitte” auf sich aufmerksam: Etwa im Mai 2010 bei einem Übergriff auf eine Gruppe Jugendlicher an Bahnhof Friedrichstraße. Im Juni des selben Jahres ist er dabei, als die Polizei mehrere Personen stoppte, die mit Teleskopschlagstöcken, Pfefferspray, und zwei Teppichmesser bewaffnet offenbar auf dem Weg ins alternative Kulturzentrum KUBIZ waren. Nach der Selbstauflösung der Gruppe wechselte Schmidt in das Na­zi­netz­werk „Natio­naler Wider­stand Berlin“ (NW-Berlin) über – einer führenden Köpfe dort war der heutige NPD-Landesvorsitzende Sebastian Schmidtke.

via prenzlberger stimme: Christian Schmidt: Mit Joseph Goebbels und Alfred Rosenberg Demokraten zum Teufel jagen

Witness: Anti-Racist Skins Murdered in 1998 ‘Because of Hate’

The tragedy of racial hatred was on full display in a federal courtroom here Monday as the prosecution rested its case against a pair of alleged neo-Nazis. They are accused of the ambush murders of two anti-racist skinheads 16 years ago in the desert on the outskirts of the city. Melissa Hack, herself a neo-Nazi at the time of the killings, testified against her brother, Ross, the alleged mastermind of the ambush, as their mother and other relatives looked on from the back of the courtroom. “My family is very upset with me,” Melissa Hack, a defendant in the case before she pleaded guilty last May and agreed to testify, told the court in a voice that went from whisper to wail during her more than two hours on the stand. “They don’t believe me because they think the FBI is trying to frame my entire family.” The truth, she said, is that she knowingly lured the anti-racists – “our enemies” – to their deaths on a remote patch of sand and dirt where Ross Hack, his co-defendant Leland Jones, 33, and two other white supremacists shot to death Lin “Spit” Newborn, 24, and Daniel Shersty, 20, in the late night desert darkness of July 3, 1998. (…) Jones and the Hacks were arrested and charged by federal authorities in 2012, 14 years after the murders. Until now, Melissa Hack’s former boyfriend, John Butler, 43, a meth addict and neo-Nazi, was the only person tried in the slayings. He was arrested about 10 days after the killings. He was eventually convicted and was brought to court last week from prison, where he has been since 2001, serving two life sentences. He testified that Jones and Ross Hack, armed with pistols, fired the first shots. The trial began in dramatic fashion on Aug. 20 with Ross Hack’s former live-in girlfriend, Mandie Abels, 36, testifying that she helped Melissa Hack lure the men into the desert, promising them a night of partying. Both women said that the ambush was Ross Hack’s idea, a way for white power skinheads to strike a blow against their bitter enemies, the SHARPs, for Skinheads Against Racial Prejudice, a loosely organized movement to which Newborn, who was black, and Shersty, who was white, claimed allegiance. For decades, racist and anti-racist skinheads have battled in the streets, often violently, though rarely has it come to a double murder like the Shersty-Newborn slaying. Anti-racist skins argue correctly that the skinhead movement was not initially about race, and they blame their racist counterparts, labeled pejoratively as “boneheads,” for hijacking their pro-working class movement. Another reason Newborn was marked for death, Melissa Hack testified Monday, was that her brother believed Newborn was sleeping with the girlfriend of a fellow white supremacist, Daniel Hartung.

via splcenter: Witness: Anti-Racist Skins Murdered in 1998 ‘Because of Hate’

National Socialists, Militia, Klan, and Tea Parties Respond to Murder of Michael Brown

The Ferguson rebellion is now the sharpest and most volatile domestic racial battle of the year, during a period of conflict and political polarization at home and wars abroad.  Given the intensity of this fight, it is noteworthy that white nationalists have had so little to say, and even less influence to display. Tens of thousands of well-meaning Americans have gathered in New York City, Portland and elsewhere, all calling for justice for 18-year old Michael Brown, the unarmed black youth shot six times—twice in the head—by Ferguson, Missouri Police Officer Darren Wilson.  Brown was apparently standing with his hands in the air at the time of the shooting, according to his friend that was nearby.  Brown’s friend will contravene the assertions by Officer Wilson that Brown had assaulted him prior to the shooting. Ferguson has been the site of continual protests and marches since the shooting on August 9.  These protest have been heightened by the fact that Ferguson is a community in transition, now 68% black and with a police department that is 95% white. Similarly, black people are barely represented on city councils and other elected bodies. These marches have been mostly by Ferguson’s black residents, but some white people have joined the call for justice on the streets. When these protests were first met by a militarized police response, they broke into an open street rebellion, complete with vandalism and looting.  As of this writing, both the street protests and the rioting are continuing. The Ferguson rebellion is now the sharpest and most volatile domestic racial battle of the year, during a period of conflict and political polarization at home and wars abroad.  Given the intensity of this fight, it is noteworthy that white nationalists have had so little to say, and even less influence to display. David Duke, who made his fortune as a youthful ambulance chaser, putting himself into the middle of every racial conflict, has had nothing-zero-nada-to say about Ferguson on his website as of January 18.  Duke’s buddy, Don Black, runs Stormfront.org website, the largest gathering place for various kinds of national socialists, neo-Nazis and others overwrought by racism, anti-Semitism and bigotry.  On Stormfront.org a “what to do” discussion about Ferguson has reached no conclusion.  One poster offered a murderous suggestion, in obvious jest, of course.  Another blamed everything on the MSM (mainstream   media).  But no one had anything potentially strategic or enlightening to argue about the case.

via irehr: National Socialists, Militia, Klan, and Tea Parties Respond to Murder of Michael Brown

Neugewählte Thüringer NPD-Mandatsträger in 98 Fällen vorbestraft

Zur Kommunalwahl 2014 zogen 50 der neonazistischen Szene zuzurechnenden Personen als Mandatsträger für die NPD bzw. das “Bündnis Zukunft Hildburghausen” in Thüringer Kommunalparlamente ein. “Mit dem Einzug von NPD-Mandatsträgern hat sich auch die Anzahl der offiziell vorbestraften Neonazis in den Kommunalparlamenten vervielfacht”, resümiert Katharina König, Sprecherin für Antifaschismus der Linksfraktion, im Hinblick auf nun vorliegende Antworten der Landesregierung auf Kleine Anfragen. “Waren es bei der Kommunalwahl 2009 noch zehn von 25 extrem rechten Mandatsträgern, die in 39 Fällen verurteilt wurden, so sind es mit jetzigem Stand 20 von 50 Mandatsträgern, die zusammen auf 98 Verurteilungen kommen, darunter 36 Körperverletzungen oder gefährliche Körperverletzungen, aber auch Landfriedensbrüche, Herbeiführen einer Sprengstoffexplosion oder unerlaubter Umgang mit Explosivstoffen sowie unerlaubter Besitz einer verbotenen Waffe und mehrfache Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen”, informiert König. 34 Straftaten wurden laut Statistik auch klar als “politisch rechts motiviert” eingeordnet. So gab es u.a. in neun Fällen Haftstrafen, in 22 Fällen eine Freiheitsstrafe, deren Vollstreckung zur Bewährung ausgesetzt wurde, in 49 Fällen eine Geldstrafe. “Hier offenbart sich erneut, dass die NPD keine demokratische Partei ist, sondern ein Sammelbecken für neonazistische Gewaltstraftäter und Anhänger einer menschenverachtenden Ideologie, die grundsätzlich auf Ausgrenzung und Diskriminierung basiert und immer wieder auch in gewalttätigen Übergriffen Ausdruck findet”, so die Abgeordnete.

via haskala: Neugewählte Thüringer NPD-Mandatsträger in 98 Fällen vorbestraft

siehe auch: Gewalttäter und „Sozialschmarotzer“: Fast jeder Zweite NPD-Kommunalpolitiker in Thüringen rechtskräftig verurteilt. In ihrem Wahlkampf inszeniert sich die Thüringer NPD mit hohem Aufwand als bürgerliche, seriöse Kraft. Wer allerdings einen Blick hinter die Fassade wagt, erkennt bald die kriminelle Energie ihrer Anhänger und die tiefe Verstrickung der Partei ins neonazistische Milieu. Fast die Hälfte aller kommunalen Mandatsträger extrem rechter Parteien in Thüringen sind rechtskräftig verurteilt worden; aktenkundig sind u. a. 36 Körperverletzungsdelikte. „Sozialschmarotzer“ duldet die NPD-Führung ebenfalls in den eigenen Reihen: Elf Mal wurden „Kameraden“ wegen Leistungserschleichung verurteilt. 20 von insgesamt 50 Personen, die bei den Kommunalwahlen im Mai Mandate für extrem rechte Parteien und Wählervereinigungen in Thüringen errungen haben, wurden in den letzten Jahren rechtskräftig wegen verschiedener Delikte verurteilt. Allerdings traten die Verurteilten nicht nur ein Mal in Erscheinung – statistisch gesehen füllte jeder von ihnen gleich mehrere Gerichtsakten. Einer Antwort des Thüringer Justizministeriums auf eine Anfrage der Linken-Abgeordneten Katharina König, die ENDSTATION RECHTS. vorliegt (pdf-Datei), zufolge kommen die 20 Neonazis auf satte 98 Einträge. In neun Fällen wurden Freiheitsstrafen ohne Bewährung ausgesprochen, 22 weitere endeten mit Bewährung. Außerdem griffen die Richter 49 Mal auf Geldstrafen zurück, in 18 Fällen verhängten sie sogenannte Erziehungsmaßregeln bzw. Zuchtmittel. Die Liste des Ministeriums wird überraschenderweise nicht von „typischen“ rechtsextremistischen Straftaten angeführt. 16 Gerichtsverhandlungen wegen der Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen führten zu Verurteilungen, der Volksverhetzung wurden NPD-Kommunalpolitiker oder Personen des der Partei nahestehenden „Bündnisses Zukunft Hildburgshausen“ (BZH) in drei Fällen schuldig gesprochen. Zwei Fälle von Landfriedensbruch und drei Verstöße gegen das Versammlungsgesetz nahmen Polizeibeamte auf, die schließlich Konsequenzen nach sich zogen. (…) Interessanterweise haben nicht wenige Neonazis Delikte auf dem Kerbholz, die nach üblicher Lesart nicht in ihr Weltbild passen. Gleich elf Verfahren wegen der Erschleichung von Leistungen (§265a StGB) sowie zwei Steuerhinterziehungen verhandelten die Gerichte. Es ist nicht bekannt, ob die Führung der Thüringer NPD um den wegen Beihilfe zur Herbeiführung einer Sprengstoffexplosion vorbestraften Patrick Wieschke gedenkt, gegen „Sozialschmarotzer“ unter den eigenen Anhängern vorzugehen. Das gleiche gilt für Drogendealer: Zwei extrem rechte Mandatsträger wurden beim Handel mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge oder Beihilfe dazu erwischt und verurteilt.

Reichsbürger will Bürgermeister werden

Früher kandidierte er für die NPD, jetzt stellte er sich für die Bürgermeisterwahl als “Oberreichsanwalt” vor. Mit seiner Kandidatur sorgt der Rechtsextremist Steffen Peter für Aufregung in dem kleinen Ort Uetersen (Schleswig-Holstein). Nach Informationen des Hamburger Abendblattes sah sich der Wahlausschuss gezwungen die Berufsbezeichnung des 50-Jährigen in “Stahl- und Walzwerker” zu ändern, da “Oberreichsanwalt” nicht zulässig ist. Zur Kommunalwahl 2013 kandidierte Peter gemeinsam mit seiner Frau für die NPD im Kreis Pinneberg. Nach der Wahl soll er nach eigenen Angaben aus der NPD ausgetreten sein. Schon 2007 sind in Uetersen “Reichsbürger” mit mehren Veranstaltungen aufgefallen. Die selbsternannten “Reichsbürger” oder auch “Reichsregierungen” sind sektenartige Gruppen von Neonazis und Verschwörungstheoretikern. Die ersten Reichsregierungen haben sich in den 1980-er Jahren gegründet. Sie vertreten eine antisemitische und revisionistische Ideologie. Die Reichsbürger glauben das deutsche Grundgesetz sei eine “Fortsetzung des Krieges gegen das Reich” und sehen die Bundesregierung als von “den westlichen Siegermächten aufgezwungenes Statut der Fremdherrschaft über das Deutsche Volk”.

via störungsmelder: Reichsbürger will Bürgermeister werden

Slowakei gedenkt des Widerstands gegen Nationalsozialismus

Mittelpunkt der Feierlichkeiten zum Jahrestag des slowakischen Nationalaufstandes ist das mittelslowakische Banská Bystrica, das einstige Zentrum des Aufstandes. Rund 10.000 Besucher aus dem In- und Ausland sollten am Freitag eintreffen. Unter den Gästen sind einige, die den Aufstand miterlebten. Auf 2000 schätzt das slowakische Verteidigungsministerium die Zahl der noch lebenden Partisanen. Im Mai, kurz vor dem Ende seiner Amtsperiode, lud der damalige Präsident Ivan Gasparovic den russischen Präsidenten Wladimir Putin zu der Feier ein. Zu dem Zeitpunkt kontrollierte Russland bereits die Krim, die EU sowie die USA hatten Sanktionen verhängt. Das Außenamt zog die Einladung nicht zurück, Putin lehnte selbst ab. An seiner Stelle sollte der russische Verteidigungsminister Sergej Schoigu kommen. Rechtsradikaler Kotleba unerwünscht Laut Protokoll eröffnet die Veranstaltung der Vorsitzende der Selbstverwaltungsregion – dieser ist allerdings unerwünscht. “Ich lade doch keinen Faschisten dazu ein, den antifaschistischen Aufstand zu feiern”, erklärte Stanislav Micev, der Leiter des Museums des Slowakischen Nationalaufstandes. Mit Marian Kotleba steht ein Rechtsradikaler an der Spitze der Region, der den Aufstand als einen “von Kommunisten geführten Kampf gegen das eigene Volk” bezeichnet und ihn als das “Ende des eigenständigen slowakischen Staates” kritisiert hatte. Auch wenn Kotleba Persona non grata ist, schloss er nicht aus, als Privatperson teilzunehmen. Acht Jahre zuvor hatte ihn noch die Polizei wegen versuchter Ruhestörung abgeführt, als er die Feier besuchen wollte.

via derstandard: Slowakei gedenkt des Widerstands gegen Nationalsozialismus

Nach Insolvenz: Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Sachsens AfD-Chefin Frauke Petry

Zwei Tage vor der Landtagswahl droht der rechtskonservativen Alternative für Deutschland (AfD) Ungemach. Die Staatsanwaltschaft Leipzig ermittle gegen Spitzenkandidatin Frauke Petry wegen des Verdachts der Insolvenzverschleppung, bestätigte der für Wirtschaftsstrafsachen zuständige Sprecher der Behörde, Oberstaatsanwalt Lutz Lehmann, gestern auf LVZ-Anfrage. Im Kern gehe es um den Vorwurf, Petry habe trotz Zahlungsunfähigkeit ihrer Firma Purinvent die Insolvenz zu spät gemeldet. Die Ermittlungen stützen sich laut Lehmann auf Paragraf 15 a Insolvenzordnung, weitere Details wie konkrete Namen oder das Aktenzeichen wollte der Oberstaatsanwalt nicht nennen

via lvz online: Nach Insolvenz: Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Sachsens AfD-Chefin Frauke Petry

Facebook takes down anti-Semitic group’s page after flyer outrage

Facebook has taken down the page of a white-power group responsible for anti-Semitic flyers distributed in Sydney after members of the public petitioned the social media site to act. Outraged members of the public have successfully campaigned for the Facebook page of white-power group Squadron 88 to be removed after the group caused outrage by distributing anti-Semitic flyers in Sydney. Sydney resident Josh Grimm first heard about the flyers after reading an SBS report on the issue this week. He found the group responsible for the flyers, Squadron 88, on Facebook, and was horrified. ‘When I saw the sort of material being posted on the Facebook page and that they had around 270 ‘likes’, I felt offended that their strong opposition to homosexuality, cultural and racial diversity and a particular hatred for the Jewish community was able to be pushed on to young impressionable minds over the social network,” he told SBS. (…) But despite the complaints, Facebook refused to take the page down. “Thank you for taking the time to report something that you feel may violate our community standards,” the website responded. ‘We reviewed the page you reported for containing hate speech or symbols and found it doesn’t violate our community standards.” (…) Both he and Ms Kubowicz encouraged more friends got on board and complain to Facebook about the page. As of yesterday (Wednesday) evening, it had been taken down. A spokesperson for Facebook today confirmed to SBS that the page had been removed for promoting hate speech and violating the site’s community standards. Ms Kubowicz said she was happy the page had been taken down and proud that a small amount of people could effect change. “I know it not a huge success because it doesn’t stop the offending but it does call it out,” she said. “I think it’s important to call out hatred and bigotry.” ‘Wake up white Australia’ The flyers, which called for action from “white Australia,” were delivered to mail boxes on a predominantly Jewish street in Bondi earlier this week. They stated that “Jews have been kicked out of countries 109 times throughout history” and called for Australians to “take a stand”.

via sbs.com.au: Facebook takes down anti-Semitic group’s page after flyer outrage

Swedes throw stinky fish at calm neo-Nazi rally

After Saturday’s violence in Malmö the Party of the Swedes held three meetings in other parts of Sweden which police said passed without incident, although some threw portions of fermented herring. The right-wing party of the Swedes (Svenskarnas parti) were greeted with the foul smelling fish in Gothenburg after a Facebook group pledged to give them a “sour welcome.”  A large police attendance was in force in Gothenburg for the meeting which was held at 2pm. The authorities estimated that around 2,300 people showed up in the Götaplatsen square to protest, but unlike in Malmö there were few signs of trouble. Demonstrators attempted to drown out the speech of Stefan Jacobsson by chanting and whistling. The protesters were divided into pens although many chose to stand outside the enclosures to avoid being trapped. Police said the meeting in Gothenburg passed without major incident as did other rallies held by the party in Halmstad and Vänersborg.

via thelocal: Swedes throw stinky fish at calm neo-Nazi rally

Rumäniens neue rechtsradikale Partei – Hetze gegen Ungarn und Homos

Der ehemalige Sozialdemokrat Bogdan Diaconu hat eine rechtsradikale Partei gegründet. Er will die Republik Moldau mit Rumänien vereinigen. „Es reicht!“ Unter diesem Titel veröffentlichte der rumänische Parlamentsabgeordnete Bogdan Diaconu vergangene Woche ein politisches Pamphlet, in dem er seinen Austritt aus der regierenden Sozialdemokratischen Partei (PSD) bekannt gab. Er begründete seinen Schritt damit, dass der Demokratische Verband der Ungarn aus Rumänien (UDMR) an der Regierung beteiligt sei. In seinem von rechtsradikalen Internetpublikationen veröffentlichten Text bezeichnet er die Interessenvertretung der ungarischen Minderheit als „extremistische Gruppierung“, als „einen Herd der Instabilität“ und als eine „Gefahr“ für die Existenz des einheitlichen rumänischen Nationalstaats. Gleichzeitig forderte er ein Verbot des Ungarnverbandes und dessen Ausschluss aus der Regierung. Diaconu kündigte zudem an, unter dem Namen Vereinigtes Rumänien (Partidul România Unita) eine eigene „national-demokratische“ Partei gründen zu wollen. In seinem Appell an alle, die „rumänisch denken und fühlen“, verkündet er, sich für soziale Gerechtigkeit einsetzen zu wollen, um den Ausverkauf des Landes an Ausländer – gemeint sind die Ungarn – zu stoppen. (…) In seinen Kolumnen, die er regelmäßig in der Bukarester Zeitung Adevarul, seinem Blog und auf Facebook veröffentlichte, fiel Diaconu insbesondere durch seine aggressiven nationalistischen, rassistischen und homophoben Tiraden auf. Internationales Aufsehen erregten im Juli einige seiner antiziganistischen Artikel, in denen er gegen die Ausstellung eines Romakünstlers im Bukarester Museum des rumänischen Bauern hetzte und sie als „nationale Schande“ bezeichnete, als „Unterwerfung der rumänischen Kultur durch einen monströsen Kitsch“. In weiteren Stellungnahmen attackierte er im Namen „der christlichen Traditionen des rumänischen Volkes“ den Museumsdirektor. Er warf ihm vor, das Museum in einen Hort der Schwulen und der Zigeunermusiker verwandelt zu haben.

via taz: Rumäniens neue rechtsradikale Partei – Hetze gegen Ungarn und Homos

Bandidos-Rocker soll NPD-Chef werden

Vize-NPD-Chef Sascha Roßmüller soll den Bundesvorsitz der rechtsextremistischen Partei übernehmen. Roßmüller ist Mitglied der Motorradgang Bandidos, die sich selbst zu den gewaltbereiten Clubs zählt. Die rechtsextremistische NPD könnte bald einen Vorsitzenden in schwarzer Motorradkluft haben: Nach Informationen der “Welt” haben sich führende Parteimitglieder dafür ausgesprochen, dass der Parteivize der Rechtsextremisten, Sascha Roßmüller, den Vorsitz übernimmt. Der bisherige Amtsinhaber Udo Pastörs hat intern seinen Verzicht angekündigt und kandidiert demnach nicht mehr. Der 42-jährige Roßmüller ist seit Jahren Mitglied der berüchtigten Motorradgang Bandidos in Straubing (Bayern), die sich in den vergangenen Jahren einen Rockerkrieg mit dem Club Gremium MC geliefert haben. Der NPD-Mann gehört der Clubführung als Secretary, eine Art Büroleiter, an (…) Roßmüller beschäftigt den Freistaat Bayern schon seit Jahrzehnten. Besonders übel stieß den Behörden auf, dass der bekennende Rechtsextremist seit 2008 Mitinhaber der Sicherheitsfirma Taranis ist und eine Zeit lang sogar über einen Waffenschein verfügte. Auf Nachfrage des SPD-Landtagsabgeordneten Florian Ritter hin unterzog das Landratsamt Straubing Roßmüller 2012 einer Überprüfung. Dabei merkten dann auch die Beamten, dass der Unternehmer seit 2009 dem Regensburger Chapter der Bandidos angehört, die sich selbst zu den “Onepercentern”, also den gesetzlosen und gewaltbereiten Clubs zählen. So kam es Weihnachten 2010 in Straubing zu einer gewalttätigen Auseinandersetzung unter Mitgliedern der rivalisierenden Bandidos und des MC Gremium. Bei denen war Roßmüller nach eigener Auskunft vorher, bevor er zu den Bandidos wechselte. “Roßmüller ist gefährlich, weil er gewaltbereit scheint und strategisch denken kann”, sagte Ritter der “Welt”. In seiner Sicherheitsfirma beschäftigte Roßmüller zeitweise die Bandidos-Bosse aus Regensburg und München. Nach eingehenden Recherchen entzog das Landratsamt die Erlaubnis wieder, dagegen klagte Roßmüller erfolglos.

via welt: Bandidos-Rocker soll NPD-Chef werden

siehe auch: Sascha Roßmüller: Dieser gefährliche Mann soll neuer NPD-Chef werden. An der Spitze der NPD deutet sich ein Wechsel an: Der bisherige Parteivorsitzende Udo Pastörs, bekannt als völkischer Hardliner, soll amtsmüde sein und auf eine weitere Amtszeit verzichten, berichtet die “Welt”. Der neue Chef der rechtsextremen Partei soll auch schon feststehen: Sascha Roßmüller, bayerischer Parteivize und gewaltbereiter Stratege. Viel ist nicht bekannt über den Mann aus Niederbayern – doch die Dinge, die über ihn bisher an die Öffentlichkeit gedrungen sind, sagen viel über sein gefährliches Weltbild aus

Golden Dawn: Members of controversial Greek far-right political party to visit Australia

European Parliament MPs from the controversial Greek far-right political party Golden Dawn are set to visit Australia, the group’s local spokesman says. The party’s Australian representative told the ABC that the two men, both former army officers, would address events in Melbourne and Sydney in October. Golden Dawn has been strongly criticised in Europe for its use of pseudo-Nazi imagery and its violence against immigrants, who it partly blames for Greece’s economic malaise. The party’s leader and other MPs were arrested last year and charged with membership of a criminal organisation after a party member stabbed a left-wing activist to death outside an Athens cafe. Some have subsequently been released. In his first media interview, the party’s Australian representative, Ignatius Gavrilidis, said MEPs (Members of the European Parliament) Eleftherios Synadinos and Georgios Epitideios were planning to come to Australia to raise funds and increase awareness among Greek-Australians. He said the party had between 60 and 70 “activists” in Australia, but thousands of “supporters” in the large Greek community here, a figure he said was gleaned from social media use.

via yahoo: Golden Dawn: Members of controversial Greek far-right political party to visit Australia

Far-right ‘Russian Jihad’ fighters cross into Ukraine

Since the beginning of the conflict between Ukraine and pro-Russian separatists in the east of the country, Moscow has repeatedly denied sending troops or weapons to help the rebels. Nevertheless, many Russian fighters have crossed the border into Ukraine to fight what they call “Kiev’s fascist junta”. Recruited by far-right nationalist movements, these men are ideologically driven to fight what has been nicknamed “the Russian Jihad”. FRANCE 24 joined a group of these would-be fighters as they headed for the combat zone. ‘Russian imperialist nationalists’ Evgeny Mazepin is a recruiter for the self-styled “Russian Volunteer battalion”. He works out of an office in the city of Voronezh, 500km south of Moscow and 150km from the Ukrainian border. “Ideologically we are all Russian imperialist nationalists, descendants of the White Guard,” he explains, in reference to the anti-communist forces that waged a civil war against the Bolsheviks in the years immediately after the 1917 Russian Revolution.

via france24: Far-right ‘Russian Jihad’ fighters cross into Ukraine

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