Category Archives: Kameradschaft

Flüchtlingsheime im MeckPomm – Naziaufmärsche „für Groß und Klein“

Hakenkreuze, Nazidemos gegen Flüchtlinge und eine überforderte Lokalpresse: In MeckPomm sind Asylsuchende besonderen Gefahren ausgesetzt. 350 Polizisten in Kampfmontur patrouillieren durch die Güstrower Altstadt. Junge Männer in Springerstiefeln und Bomberjacken führen ihre Kampfhunde an leer stehenden Geschäften vorbei. Auf der anderen Straßenseite schieben Ehepaare Kinderwagen über das Kopfsteinpflaster Richtung Marktplatz. Sie alle haben das gleiche Ziel: Die Initiative „Güstrow wehrt sich gegen Asylmissbrauch“ hat zu einer Versammlung aufgerufen. Was sich einen „Fackelumzug für Groß und Klein“ nennt und im Internet mit Fotos von leuchtenden Laternen bestückt ist, ist in Wahrheit ein Neonaziaufmarsch hinter der Tarnung eines Sankt-Martin-Umzugs. Treffen wie diese würden in vielen Gebieten Deutschlands Ausnahmezustand bedeuten. In den ländlichen, strukturschwachen Regionen Mecklenburg-Vorpommerns gehören sie zum Alltag. Einen Anlass finden die Rechtsextremen fast jedes Wochenende. Diesmal ist es eine Bustour, die Journalisten überregionaler Medien auf die Lebenssituation von Asylsuchenden aufmerksam machen will, die in den Flüchtlingsheimen in Neonazihochburgen wie Güstrow, Anklam und Ludwigslust untergebracht sind. (…) Auch meldet das Ministerium einen Anstieg von Naziparolen und Hakenkreuzen in der Öffentlichkeit. „Es ist zu erwarten, dass die rechtsextremistische Szene vor allem die steigenden Asylbewerberzahlen verstärkt für ihre Hasspropaganda und Provokationen nutzen wird“, sagt Innenminister Lorenz Caffier. Neu sind aber auch die subtileren Methoden, mit denen die Neonazis vorgehen. Der „Fackelumzug für Groß und Klein“ in Güstrow wurde von einer Frau angemeldet. Unter dem Motto „Kinder sind unsere Zukunft“ führen NPD-Frauen als besorgte Mütter mit Kinderwagen immer häufiger die ersten Reihen der Demonstranten an. „Frauen und Kinder sollen den Veranstaltungen einen harmlosen Anschein geben, die Szene profitiert davon“, sagt Stella Hindemith von „Lola für Ludwigslust“, die die Bustour organisiert hat. „Mit solchen familienfreundlichen Veranstaltungen kriegen sie auch Leute, die sonst nicht an der NPD interessiert sind.“ Orte mit wenig zivilgesellschaftlichem Engagement für Flüchtlinge seien für diese Propaganda besonders anfällig.

via taz: Flüchtlingsheime im MeckPomm – Naziaufmärsche „für Groß und Klein“

Beunruhigende Parallelgesellschaft – «Königreich Deutschland»

Sie zahlen keine Steuern und drucken ihr eigenes Geld: die sogenannten Reichsbürger. Bisher haben die Behörden das Phänomen belächelt – doch manche sehen die nationalistisch angehauchten Esoteriker inzwischen als Gefahr. Der König von Wittenberg ist ein Fan klarer Worte. «Steuern sind nur dafür da, Sie zu steuern», sagt Peter Fitzek und blickt selbstbewusst in die Runde. Sein Hemd ist mit einer Krone bestickt, am Revers klemmt ein Mikrofon. Es ist Tag der offenen Tür im «Königreich Deutschland», und wie immer lässt Fitzek seine Rede filmen. Niemandem soll entgehen, was er zu bieten hat: kostenlose Gesundheitsvorsorge, sichere Rente, keine Steuern. Der einzige Haken: Das Königreich Deutschland gibt es nicht, es existiert nur in Fitzeks Kopf. (…) Gerät die verschworene Gemeinschaft jedoch in Konflikt mit dem echten Staat, wird es schnell ungemütlich. Im Oktober 2010 streitet sich Fitzek – damals noch kein König – mit einer Wittenberger Rathaus-Mitarbeiterin und verletzt sie dabei am Arm. Als ihn das Amtsgericht daraufhin wegen vorsätzlicher Körperverletzung verurteilt, kommt es erneut zum Eklat: Fitzeks Anhänger versuchen den Richter «festzunehmen», da dieser gar nicht das Recht habe, ein souveränes Staatsoberhaupt zu verurteilen. In einer Wittenberger Grundschule hat der Monarch Hausverbot, weil er dort zwei Lehrerinnen bedroht hat. Er habe den «unmoralischen Sexualkundeunterricht» der Pädagoginnen stoppen wollen, sagt Fitzek heute. Noch einmal werde er so etwas aber nicht tun, beteuerte er kürzlich in einem Interview mit dem Mitteldeutschen Rundfunk. Solche Dinge fielen in die Zuständigkeit der «Neuen Deutschen Garde», einer Truppe aus älteren Kampfsportlern, die sich als Polizei des neuen Staates versteht. (…) Reichsbürger glauben, die Bundesrepublik sei kein legitimer Staat, sondern lediglich eine Firma der Alliierten. Sie sprechen von der «BRD GmbH», die immer noch unter Kontrolle der Siegermächte stehe – eine absurde Vorstellung. Trotzdem boomt die Szene, der sogar einige Prominente angehören. Der Sänger Xavier Naidoo macht kein Hehl daraus, dass für ihn Deutschland «kein richtiges Land» ist. Besonders deutlich wird das bei einem Interview im ARD-Frühstücksfernsehen vor drei Jahren. Auf die Frage, ob er sich frei fühle, antwortet der Sänger: «Nein, wir sind nicht frei, wir sind immer noch ein besetztes Land.» Anfang Oktober 2014 tritt Naidoo bei einer Veranstaltung der Berliner Reichsbürger auf. Im Publikum: Verschwörungstheoretiker, Kapitalismus-Kritiker – und Rechtsextreme wie der Berliner NPD-Vorsitzende Sebastian Schmidtke. Inzwischen ist sogar Naidoos Heimatstadt Mannheim das Engagement ihres einstigen Vorzeigebürgers peinlich. Man werde die weitere Zusammenarbeit überprüfen, heisst es. Der Sänger, der sein Engagement bei den Reichsbürgern mit künstlerischer Freiheit rechtfertigt, kooperiert mit der Stadt seit längerem bei Werbeaktionen.

via nzz: Beunruhigende Parallelgesellschaft – «Königreich Deutschland»

Bedrohung durch Rocker und Neonazis in Saalfeld-Gorndorf: Polizei ermittelt gegen Tatverdächtige wegen illegaler Ceska-Pistole Waffen-Beschaffer Renaldo B.

Renaldo B. (hier an unserem Infostand am 30.8.2014 mit mehreren Neonazis) übergab die Ceska-Schusswaffe an Steffen Richter. Am 30. August wurden Katharina König und weitere Unterstützer bei einem LINKE-Infostand von mehreren Neonazis und Rockern bedroht, von denen einer komplett vermummt und mit einer Metallkette ausgerüstet war. Bis ca. zehn Personen könnten an diesem Vorfall beteiligt gewesen sein, die Polizei hat mindestens vier Tatverdächtige ermittelt und der Fall wurde an die besondere Aufbauorganisation “Zesar” beim LKA Thüringen abgegeben. “Inzwischen wissen wir, dass gegen maßgebliche Akteure dieser Bedrohungsaktion ein Parallelverfahren läuft, sie sollen illegal eine Ceska-Schusswaffe angeschafft bzw. untereinander verkauft haben. Mit einer Waffe vom selben Hersteller wurde auch die NSU-Mordserie begangen”, informiert Katharina König, Sprecherin für Antifaschismus der Fraktion DIE LINKE im Thüringer Landtag. Das Informationsportal “blick nach rechts” (bnr) berichtete am 1. Oktober 2014 über ein Verfahren der Staatsanwaltschaft Gera wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz. Dieses geht u.a. auf Ermittlungen der “Sonderkommission Feuerball” zurück, welche im Jahr 2010 über einen mutmaßlich geplanten Brandanschlag auf ein u.a. von Katharina König mitbenutzen Reisebus ermittelte. In Folge der Ermittlungen hätten sich über Jahre zwei Personen herauskristallisiert: der ehemalige Saalfelder NPD-Direktkandidat Steffen Richter und der Saalfelder Rocker Renaldo B. Richter soll in einer Vernehmung gestanden haben, von Renaldo B. die Ceska angeboten bekommen zu haben. B., der zeitweise Anhänger von zwei “Hells-Angels” Unterstützer-Clubs in Saalfeld war, habe später bei der Befragung durch Polizisten geäußert, dem ehemaligen NPD-Kandidaten die Ceska, Modell CZ 1924 mit Munitionsgröße 9 mm, weitergegeben zu haben, um damit 500 Euro Schulden auszugleichen. Im Jahr 2011 hätten die Ermittler dann Hinweise erhalten, wonach Steffen Richter die Waffe für 1.000 Euro inklusive Munition in der Neonazi-Szene zum Verkauf anbiete.

via haskala: Bedrohung durch Rocker und Neonazis in Saalfeld-Gorndorf: Polizei ermittelt gegen Tatverdächtige wegen illegaler Ceska-Pistole

#nohogesa #hogesa Krawalle in Köln Chronik eines angekündigten Exzesses

Auf den Gewaltexzess von Hooligans aus ganz Deutschland am vergangenen Sonntag war die Polizei nicht ausreichend vorbereitet. Sie hat die radikale Szene unterschätzt – und Hinweise auf Ausschreitungen offenbar ignoriert. (…) Schon seit längerer Zeit hatten sich die aus ganz Deutschland angereisten Hooligans über das Internet organisiert – mit dem Ziel, „etwas gegen Salafisten zu tun“. Zunächst geschah dies in einem nichtöffentlichen Internetforum mit dem Titel: „Deutsche, die sich was trauen“. Rund 120 Teilnehmer hetzten dort unter Ausschluss der Öffentlichkeit gegen alles Muslimische in Deutschland. Als das Internetforum Anfang des Jahres von Unbekannten gehackt und Inhalte daraus veröffentlicht wurden, flogen die Initiatoren der Gruppe auf: Sie kamen aus dem Hooliganmilieu in Baden-Württemberg, von wo aus am Sonntag viele Gewalttäter nach Köln gereist waren. Die Polizei nahm Online-Hinweise nicht ernst Erst nachdem das Hooligan-Netzwerk öffentlich wurde, entschlossen sich deren Teilnehmer als Initiative „Hooligans gegen Salafisten“ auf die Straße zu gehen – in Essen, Mannheim und Frankfurt. In Dortmund demonstrierten Ende September schließlich 350 Hooligans und wurden von der Polizei eher mit Gelassenheit beobachtet. Für die Hooligans waren die Treffen eine Form der Selbstvergewisserung – eine Antwort auf die Frage, ob die Zusammenkunft von gewaltgeneigten Fans aus ursprünglich verfeindeten Lagern gelingen kann. Schon bei diesen Treffen war klar, dass die Hooligans mehr wollten. Das sprachen einige der Hooligans in Dortmund laut aus, später auch im Internet, für jedermann lesbar. Bis zu den Ausschreitungen in Köln bekannten sich allein in dem sozialen Netzwerk Facebook rund 40.000 Nutzer zu der Initiative, 7000 Nutzer zeigten Interesse, an der Demonstration in Köln teilzunehmen. Am Donnerstag vor der Demonstration wurde die Gruppe von Facebook geschlossen. Über interne Foren läuft die Kommunikation seither trotzdem weiter. Die für gewöhnlich gut informierten Antifa-Gruppen warnten, dass Köln vor dem seit Jahren größten Aufmarsch von Rechtsextremen in Westdeutschland stehe. Die Polizei verwies diese Hinweise in das Reich der Propaganda und bereitete sich auf eine Demonstration mit 1000 bis 1500 Teilnehmern vor – mit ebenso vielen Polizisten. Zur gleichen Zeit ging die Polizei in Nordrhein-Westfalen noch davon aus, dass es bundesweit nur vierhundert rechtsextreme und gewaltbereite Fußballfans gebe, wie ein Mitte Oktober von der zentralen Informationsstelle Sporteinsätze CIS in Düsseldorf veröffentlichter Bericht festgestellt hatte. Dieser Wert hatte sich aus der CIS-Datei der bundesweit polizeilich erfassten Rechtsextremen ergeben.

via faz: Krawalle in Köln Chronik eines angekündigten Exzesses

Fotogalerie: Hooligan-Demonstration in Köln

Beiträge zu #HoGeSa / #NoHoGeSa unter http://bit.ly/nohogesa

siehe auch: “Hooligans gegen Salafisten” in Köln #hogesa #nohogesa. „Hier sind nicht nur Nazis!“ – über die rechtsradikalen Hooligan-Ausschreitungen in Köln. Es deutete sich bereits im Vorfeld an, dass die Demonstration der „Hooligans gegen Salafisten“ (HoGeSa), einem losen, vereinsüberschreitenden Zusammenschluss von Hooligans und Fußballfans sowie verschiedenen rechten Akteur_innen, nicht einfach nur eine Veranstaltung „gegen Salafismus“ werden sollte. Auf Facebook kündigten über 7000 Personen ihr Kommen an, rund 5000 waren es dann tatsächlich – was wohl etwas mehr als erwartet, aber dann doch nicht vom Himmel gefallen war. Die Polizei hingegen ging von etwa 1500 Personen aus und richtete ihr Konzept, wie auch immer das aussah, nach dieser Personenzahl aus. Dass diese Demonstration in offener Gewalt und der wohl größten Machtdemonstration der extremen Rechten der letzten Jahre endete, war zumindest ein Stück weit vorhersehbar. Bereits Stunden vor Veranstaltungsbeginn zeichnete sich ein erschreckendes Bild: große Gruppen von aggressiven und aufgedrehten Hooligans und Neonazis liefen ohne sichtbare Polizeipräsenz ungestört im Bahnhofsgebäude herum. Reisende, darunter viele Migrant_innen oder als links Identifizierte, wurden beleidigt, bedroht und bedrängt. Dass es nicht bereits hier zu schlimmeren Vorfällen kam, scheint purer Zufall zu sein.: Sicherheitsbehörden versagen gegen rechte Gewalt. “Trotz aller Warnungen haben die Sicherheitsbehörden das Gewaltpotential und die rechtsextreme Orientierung der Hooligans vollkommen unterschätzt. Das ist ein weiteres Kapital in der Geschichte des staatlichen Versagens beim Kampf gegen Neonazis”, kommentiert Ulla Jelpke (MdB Die Linke und VVN-BdA-Aktivistin) die Ausschreitungen am Rande der Demonstration der Gruppierung “Hooligans gegen Salafismus” am Wochenende. Jelpke weiter: “Seit den 80er Jahren sind die engen Verbindungen zwischen der Hooligan-Szene und dem gewaltbereiten Rechtsextremismus bekannt. Auch in den vergangenen Jahren gab es von engagierten Journalisten und antifaschistischen Initiativen immer wieder Warnungen vor Neonazis in der Hooligan-Szene. Doch statt auf diese Erkenntnisse zu vertrauen, hat sich der Innenminister von Nordrhein-Westfalen durch Beschwichtigungen der Hooligans im Vorfeld der Demonstration in die Irre führen lassen. Bund, Länder und Vereine sind nun gefordert, ihre Anstrengungen hinsichtlich der Prävention rechtsextremer Mobilisierung im Umfeld des Fußballs zu erhöhen, um der rechtsextremen Hooligan-Szene den Nährboden zu entziehen.”

CDU: Polizei wusste früh von den 4000 Randalierern in Köln. Hat die Polizei im Umgang mit der Hooligan-Gewalt am Sonntag in Köln alles richtig gemacht? Die Opposition im Landtag sagt, das Aufgebot an Beamten sei “leichtfertig gering” gewesen. Wie viele Randalierer kommen würden, habe die Polizei schon am Donnerstag gewusst. Nach den gewalttätigen Krawallen von Hooligans in Köln hat die CDU-Opposition schwere Vorwürfe gegen Innenminister Ralf Jäger (SPD) erhoben. „Trotz 49 verletzten Polizisten gab es nur 17 Festnahmen. Das ist ein klares Missverhältnis“, kritisierte der CDU-Innenexperte Peter Biesenbach gegenüber dieser Zeitung die aus seiner Sicht zu geringe Polizeistärke. Nach Informationen Biesenbachs wusste die Polizeiführung durch die Beobachtung der sozialen Netzwerke bereits am Donnerstagabend, dass rund 4000 Hooligans nach Köln zur Demonstration gegen den Salafismus kommen würden; Nach Hooligans-Ausschreitungen in Köln: Polizei gesteht Fehler ein. Nach den Ausschreitungen von Hooligans in Köln räumte die Bundespolizei am Dienstag (28.10.2014) auf WDR-Nachfrage ein, dass sie personell nicht in der Lage war, die Hooligans auf ihrer Rückreise in den Zügen zu begleiten um andere Reisende zu schützen. Dabei ist die Begleitung von Hooligans nach einem Bundesligafußballspiel Standard für die Polizei. So aber reisten die Hooligans in Gruppen zwischen 30, 50 oder sogar 100 Personen nach den Krawallen am Sonntag (26.10.2014) in Köln unbewacht nach Hause. Zeugen berichten vor allem aus den Fern- und Regionalzügen über schwere Randale, Pöbeleien und Angriffe auf ausländische Mitbürger. (…) Ein junger Polizist, der anonym bleiben möchte, sagte dem WDR jedoch, dass die Lage am Sonntag völlig eskaliert sei. Die Kollegen hätten sich schlicht überfordert gefühlt. “Wir waren absolut überrascht von dem Ansturm. Es herrschte das reinste Chaos”, sagt er. “Wir waren absolut in Unterzahl, das war ein Beamter auf drei Demonstranten, das war definitiv zu wenig.” Die Sicherheit der Bürger “war zu keinem Zeitpunkt wirklich gewährleistet.”; Hooligan-Krawalle: Neonazis im Propaganda-Rausch. Hooligan-Demo in Köln: Neue “Volksfront”. Die rechtsextreme Szene feiert die gewaltsamen Anti-Salafisten-Proteste von Köln als Machtdemonstration. Schwächelnde Neonazi-Parteien wie “Die Rechte” hoffen auf neuen Zulauf. Weitere Aufmärsche sind geplant. Mancher scheint noch immer wie im Rausch. Von einem “Fanal des Aufbruchs” ist auf einer einschlägigen Internetplattform die Rede. Endlich hätten “echte Männer Gesicht für unser deutsches Vaterland gezeigt”, heißt es an anderer Stelle. Und einer prophezeit: “Köln war nicht das Ende, Köln war der Anfang!”. Die rechtsextreme Szene feiert die Gewaltproteste von Köln als Machtdemonstration. Fast 5000 Menschen waren am Sonntag auf der Straße – es ist lange her, dass sich in Deutschland ein Mob dieser Stärke durch eine Metropole bewegen und dabei offen rassistische Parolen grölen, Polizisten, Journalisten und politische Gegner angreifen konnte. Für viele braune Aktivisten muss das wie ein Befreiungsschlag wirken (…) Die Sicherheitsbehörden gehen davon aus, dass unter den Teilnehmern des aus der Fußball-Hooligan-Szene initiierten Bündnisses der Gewalt rund 500 bekannte Rechtsextremisten waren. Dass sich eine so große Zahl zusammenfindet, ist an sich schon ungewöhnlich. Dass sie aber unbehelligt in einer viel größeren Gruppe mitmarschieren können, noch viel ungewöhnlicher. Rechtsextreme Gruppierungen haben nun eine Hoffnung: Die Proteste von Köln, der angebliche Kampf gegen gewaltbereite Salafisten sollen ihnen aus der Isolation und damit auch aus der politischen Bedeutungslosigkeit helfen – und neuen Zulauf verschaffen. Besonders eine rechtsextreme Truppe, die frische Kräfte gut gebrauchen kann, tat sich als wohlwollender Begleiter der Kölner Proteste hervor: Die vor zwei Jahren gegründete Partei “Die Rechte” des Hamburger Neonazis Christian Worch war laut Beobachtern mit etlichen Mitgliedern und Sympathisanten vor Ort. Vorneweg Siegfried Borchardt, genannt “SS-Siggi”, “Rechte”-Vorsitzender in Dortmund und Ex-Stadtrat, auch der wegen Körperverletzung verurteilte Matthias Drewer wurde gesichtet, Kreischef in Wuppertal, genauso NRW-Landesvize Michael Brück. In dessen Versandhandel “Antisem” gibt es alles, was der gemeine Neonazi so braucht: Zwille, Stahlkugeln, Reizgas, Sturmhaube; “SS-Siggi” und Alt-Hooligans haben großen Einfluss. Lange war es ruhig um die Hooliganszene, aber 2012 führte ein Treffen zu einem Wiedererstarken der gewaltbereiten Schläger. Die Demonstration am Sonntag in Köln könnte erst der Anfang gewesen sein. Besoffene Schläger, die Nazi-Parolen brüllen und nur auf Randale mit der Polizei aus sind, die Ausländer anpöbeln und auf Journalisten einprügeln. So präsentierten sich sogenannte Fußballfans am Wochenende in Köln. Die Demonstration von Hooligans gegen Salafisten zeichnete ein düsteres Bild der Fanszenen. (…) Während die Ultras sich zum allergrößten Teil innerhalb demokratischer Normzusammenhänge bewegen, schaffen Hooligans sich ganz bewusst rechtsfreie Räume, in denen sie ohne Zugriff der Polizei agieren können und in denen nur noch das Recht des Stärkeren regiert. Ihr Highlight ist nicht die stimmungsvolle Choreografie in der Kurve, sondern die verabredete Massenkeilerei auf der “grünen Wiese”. Ihre Trophäen sind die Narben am eigenen und die Verwüstungen am Körper des Gegners. Und stets ist jemand dabei, der das blutige Spektakel mit der Kamera dokumentiert, um den Erfolg der eigenen Gruppe im Internet zu verbreiten. Bereits Anfang der Achtziger traten die Hooligans erstmals in Erscheinung. Ihren kommerzialisierungskritischen Fanatismus trugen sie schnell außerhalb der Stadien. Sie pflegten einen ausgeprägten Männlichkeitskult und nutzten die Vereinszugehörigkeit nurmehr als Vehikel zur Gewaltanwendung. In den Achtzigern formierten sich die ersten Hooligangruppen mit Verbindungen in die rechtsnationale Szene. Prominentester Vertreter dieser rechten Alt-Hooligans ist der Mitbegründer der Borussenfront, Siegfried Borchardt, in Fachkreisen nur als “SS-Siggi” bekannt.

“Hooligans gegen Salafisten” in Köln #hogesa #nohogesa

„Hier sind nicht nur Nazis!“ – über die rechtsradikalen Hooligan-Ausschreitungen in Köln. Es deutete sich bereits im Vorfeld an, dass die Demonstration der „Hooligans gegen Salafisten“ (HoGeSa), einem losen, vereinsüberschreitenden Zusammenschluss von Hooligans und Fußballfans sowie verschiedenen rechten Akteur_innen, nicht einfach nur eine Veranstaltung „gegen Salafismus“ werden sollte. Auf Facebook kündigten über 7000 Personen ihr Kommen an, rund 5000 waren es dann tatsächlich – was wohl etwas mehr als erwartet, aber dann doch nicht vom Himmel gefallen war. Die Polizei hingegen ging von etwa 1500 Personen aus und richtete ihr Konzept, wie auch immer das aussah, nach dieser Personenzahl aus. Dass diese Demonstration in offener Gewalt und der wohl größten Machtdemonstration der extremen Rechten der letzten Jahre endete, war zumindest ein Stück weit vorhersehbar. Bereits Stunden vor Veranstaltungsbeginn zeichnete sich ein erschreckendes Bild: große Gruppen von aggressiven und aufgedrehten Hooligans und Neonazis liefen ohne sichtbare Polizeipräsenz ungestört im Bahnhofsgebäude herum. Reisende, darunter viele Migrant_innen oder als links Identifizierte, wurden beleidigt, bedroht und bedrängt. Dass es nicht bereits hier zu schlimmeren Vorfällen kam, scheint purer Zufall zu sein. Gegen 15.00 Uhr war dann der Breslauer Platz derart gefüllt, dass die Polizei den Kundgebungsbereich auf die umliegenden Straßen ausweiten musste. Dicht an dicht drängten sich Demonstrant_innen aus den unterschiedlichsten rechten Milieus. Das Spektrum reichte von extrem rechten Hooligan-Gruppen, etwa der „Borussenfront“ und rechtsradikalen Parteien wie der NPD oder „Der 3. Weg“, über neurechte Gruppierungen, wie der Bewegung der „Identitären“ bis hin zu organisierten Neonazis, wie z.B. Mitgliedern der Gruppe „Freies Netz Hessen“. Auch zu sehen waren migrantische Rechte, Zugehörige der Partei „Die Rechte“, wie der unter dem Namen „SS-Siggi“ bekannt gewordene Siegfried Borchhardt, und Mitglieder von Pro-Gruppen. Diese krude Zusammensetzung ignorierend, fühlte sich dennoch jemand berufen von der Bühne verlautbaren zu lassen, dass „hier nicht nur Nazis“ seien. Es folgten einige wahllose Redebeiträge in denen die Sorge vor einer Scharia in Deutschland und Enthauptungen in Europa kundgetan wurden. Dann betrat unter lautstarkem Jubel mit der Rechtsrockband „Kategorie C“ der langersehnte Special Guest die Bühne und gab den eigens für den Anlass gedichteten Song „Hooligans gegen Salafisten“ sowie andere Klassiker, wie „So sind wir“ und „HaHoHe“, inklusive der Zeile „Fußball ist Fußball und Politik bleibt Politik“, zum Besten. Das Letzteres nicht so ganz stimmt wurde dann im weiteren Verlauf deutlich. Einträchtig unter wehenden „Klaget nicht, kämpft“- und Deutschlandfahnen gröhlte das Publikum neben den etwas einfältigen Liedtexten rassistische Parolen und zeigte hier und da auch mal einen Hitlergruß. (…) Die Verschärfung des antimuslimischen Rassismus wird also nicht nur durch das Aufkommen des Salafismus begünstigt, sondern gerade auch durch extrem-rechte Erscheinungen. So wird der Kampf gegen den Islam unter dem Deckmantel des Kampfes gegen den Salafismus zum einenden Band zwischen sich gemäßigt gebenden Rassist_innen, der extremen Rechten und sich sonst möglichst unpolitisch gebenden Fußballfans. Daraus wird vor allem die extreme Rechte deutlich gestärkter hervorgehen, als derzeit vorstellbar ist – genauso wenig, wie die Auswirkungen, die das auf für sie als minderwertig empfundenes Leben haben wird. Wie es mit der HoGeSa weitergeht, ist dahingehend derzeit unklar. Eine Demoankündigung für Hamburg und Berlin, im Rahmen der rechten „Friedensmahnwache“, hat bereits über 3000 Zusagen auf Facebook. Was bereits seit einigen Wochen immer offensichtlicher wurde bestätigte sich in Köln: die „Hooligans gegen Salafisten“ sind eine stramm rechte, rassistische und antimuslimische Mobilisierung, die Neonazis und Hooligans im Kampf um das „deutsche Volk“ vereint. Dass sie damit ein Ergebnis einer durchweg rassistischen Gesellschaft ist, die nicht müde wird ihre Feindschaft mit dem Islam hervorzuheben und muslimische Menschen ausgrenzt, macht die Empörung der bürgerlichen Parteien und Gesellschaft nur noch absurder. Letztendlich ist der Antrieb der „HoGeSa“ kaum ein anderer als derjenige, der durch rassistische Mobilisierung gegen Geflüchtete, gegen den Bau einer Moschee oder den Wahlerfolgen der „Alternative für Deutschland“ seinen Ausdruck findet: Rassismus und Nationalismus.

via aib: “Hooligans gegen Salafisten” in Köln

siehe auch: #Gewalt-Exzesse – Neue „Anti-Salafisten-Demos“ geplant #nohogesa #hogesa. Nach den Krawallen gewaltbereiter Hooligans und Neonazis in Köln fragt sich die Politik, ob ähnliche Veranstaltungen künftig verhindert werden können. Bei Facebook rufen zwei Gruppierungen derweil zu neuen Demos auf. Die Gruppierung „Hooligans gegen Salafisten“, die am Wochenende in Köln durch ihre hohe Gewaltbereitschaft aufgefallen ist, hat für den 15. November eine Kundgebung „gegen den islamistischen Terror“ angemeldet.; Köln: Rechtsstaat kapituliert vor rechtem Mob (Fotos). An die 5000 Menschen, hauptsächlich Neonazis und Hooligans, haben sich in Köln versammelt, um unter dem Motto “Hooligans gegen Salafisten” zu demonstrieren. Aus dem Demonstrationszug wurde schnell ein Gewaltaufmarsch eines rechten Mobs. Polizei, Journalisten und Anwohner wurden immer wieder angegriffen und gejagt. Steine, Flaschen und Fäuste flogen. Die Polizei konnte nur das schlimmste verhindern. Zum Schluss war sie nicht einmal in der Lage oder nicht willens, die Landfriedensbrecher festzusetzen. (…)  Der Rechtsstaat hat vor dem rechten Mob kapituliert; HoGeSa: Die alte Garde meldet sich zurück. Mit ihrer Demonstration in Köln haben rechtsradikale Hooligans ein Comeback in der überraschten Öffentlichkeit gefeiert. Der Innenminister von NRW blamiert sich nach Kräften, während die “Hooligans gegen Salafisten” neue Demos planen. Sie orientieren sich dabei an einem Konzept aus Großbritannien. Die Reaktionen bei den Anhängern der “Hooligans gegen Salafisten” auf die Demonstration in Köln sind geteilt. Einerseits freut man sich über die vielen Teilnehmer und die große Aufmerksamkeit, andererseits fühlen sich viele von den Medien zu Unrecht in die rechte Ecke gestellt. Einige ärgern sich über die Teilnahme vieler Neonazis an dem Aufmarsch unter dem Motto “In den Farben getrennt, in der Sache vereint”. Die “Hooligans gegen Salafisten” sind keine feste und einheitliche Gruppierung – auch nicht politisch. Doch die Organisatoren orientieren sich offenkundig an dem Konzept der English Defense League. Die EDL wurde vor einigen Jahren von Hooligans gegründet und lässt sich ideologisch der rassistischen Islamkritik einordnen, die an verschiedene politische Milieus anknüpfen kann. Ähnlich wie Anders Breivik sieht man das eigene Land in einem Abwehrkampf gegen eine Islamisierung und will nun auch selbst Hand anlegen. Dementsprechend marschierte die EDL beispielsweise vor Geschäften auf, in denen Halal-Produkte angeboten werden. Über die EDL konnten nicht nur ideologische Fanatiker, sondern auch aktionsorientierte Hooligans oder Stammtischrassisten erreicht werden. Das Bemerkenswerte an der EDL und auch an den HoGeSa ist, dass keine feste Organisationsstruktur existiert. Damit ist die Gruppierung kaum zu greifen und schwer einzuschätzen. Die Kommunikation und Mobilisierung läuft über das Netz, auch Verbote von Aktionen könnten so ins Leere laufen. Das Angebot ist sehr niedrigschwellig und damit attraktiv für Leute, die sich nicht kontinuierlich binden wollen (…) Nun sind die alten Hools zurück. Die politische Verortung als rechtsradikal und rassistisch haben die “HoGeSa” durch den Auftritt in Köln nachhaltig bestätigt. Parolen wie “Ausländer raus!” oder “Hier marschiert der Nationale Widerstand” schallten aus dem Demozug, die rechte Hoolband “Kategorie C” liefert den pathetischen Soundtrack. Mehrere Kollegen berichteten von Angriffen und Drohungen gegen Journalisten, so wie sie von Neonazi-Aufmärschen bekannt sind. Die Kundgebung war von einem Funktionär der Partei Pro NRW angemeldet worden. Zudem beteiligten sich wie erwähnt Funktionäre rechtsextremer Parteien aus mehreren Bundesländern an der Demonstration – beispielsweise aus NRW, Hessen, Sachsen-Anhalt oder Thüringen.

Fotogalerie: Hooligan-Demonstration in Köln

Beiträge zu #HoGeSa / #NoHoGeSa unter http://bit.ly/nohogesa

Vettelschoß – Nazi-Kampfsport-Veranstaltung am 25. Oktober 2014

Am Samstag, dem 25. Oktober 2014, fand in Vettelschoß (Verbandsgemeinde Linz im Landkreis Neuwied) ein überregionales Neonazi-Kampfsport-Event statt. Angereist waren mindestens 100 Neonazis aus mehreren Bundesländern, unter anderem aus Baden-Württemberg, Hessen, Niedersachsen und NRW. Dies dürfte bereits das zweite Neonazi-Kampfsport-Event in Vettelschoß sein. Der „Ring der Nibelungen“ – eine Veranstaltung von Neonazis für Neonazis Die Veranstaltung wurde im Geheimen organisiert: Auf dem Flyer mit dem Motto Ring der Nibelungen gaben die Veranstalter nicht bekannt, wer sie sind und wo genau das Event stattfindet. Als Veranstaltungsort gaben die Organisatoren nur „Raum Hessen“ an, tatsächlich liegt Vettelschoß in Rheinland-Pfalz an der Landesgrenze zu NRW. Für das Event wurden „Boxen-K1-MMA“ angekündigt. Insbesondere MMA (Mixed Martial Arts, „gemischte Kampfkünste“) sind bei Neonazis in den letzten Jahren sehr beliebt. Die Veranstaltung richtete sich nicht an ein breites Publikum, sondern nur an eine ausgewählte Szene: Der Flyer wurde in Social Networks nicht weit verbreitet. Anmeldungen zur der Veranstaltung waren nur über eine anonyme Email-Adresse möglich. Hammerskins als Veranstalter? Hinter der Veranstaltung dürfte das Chapter Westwall der Hammerskins stecken. Die Hammerskins sind ein neonazistisches Netzwerk, das in Deutschland führende Strukturen im Südwesten aufweist. Exponierte Hammerskins wie beispielsweise Malte Redeker aus Ludwigshafen betreiben Kampfsport. Vor einigen Tagen suchte ein Neonazi aus Ludwigshafen über Facebook noch Boxer für das Event.

via infobüro: Vettelschoß – Nazi-Kampfsport-Veranstaltung am 25. Oktober 2014

Demo in Dresden bleibt friedlich – Teilnehmerzahl weit unter Erwartungen #hogesa #nohogesa

Eine Demonstration der Gruppe „Pegida“ in Dresden ist am Montagabend friedlich verlaufen. Die Beteiligten zogen vom Altmarkt über den Dr.-Külz-Ring zum Postplatz und weiter bis zum Neumarkt. Die Teilnehmerzahl blieb dabei aber weit hinter den Erwartungen der Veranstalter. Statt der angemeldeten 1000 Menschen kamen weniger als die Hälfte. Anwesende erlebten eine weitere sogenannte „Montagsdemo“. Zwar gaben sich die Veranstalter bewusst unpolitisch, Teilnehmer wurden vorab gebeten, bei Neonazis beliebte Kleidermarken wie „Thor Steinar“ daheim zu lassen. Hinter der Fassade wurde aber das rechte Weltbild vieler Teilnehmer sichtbar. Die Abkürzung der Gruppe Pegida selbst steht für „Patriotische Europäer gegen Islamisierung des Abendlandes“. „Die Affen holen doch das Viehzeug rein“, echauffierte sich ein Teilnehmer lautstark, Journalisten wurden als Zecken beleidigt, die wenigen Gegendemonstranten bepöbelt. In den Wortbeiträgen wurde eine muslimische Unterwanderung des „christlich-jüdischen Deutschlands“ konstruiert, wurden eine Einschränkung des Asylrechts oder der Entzug der Staatsbürgerschaft für „Gewaltbereite“ gefordert.

via dnn online: Demo in Dresden bleibt friedlich – Teilnehmerzahl weit unter Erwartungen

Beiträge zu #HoGeSa / #NoHoGeSa unter http://bit.ly/nohogesa

Die Einzelfallpartei—Ein AfD-Gründungsmitglied „zieht ihren Hut“ vor den #HoGeSa -Hools #nohogeso

Tatjana Festerling ist Gründungsmitglied der AfD für den Bezirk Hamburg-Mitte. Und natürlich ist sie kein Hooligan. Das hat sie aber nicht daran gehindert, als Beobachterin, wie sie selbst sagt, am vergangenen Sonntag nach Köln zu fahren und an der HoGeSa-Demo teilzunehmen, einer Veranstaltung von „Hooligans“, die angeblich gegen Salafisten demonstrieren wollten, und die sich schnell zu einem dumpf-nationalen gewalttätigen Besäufnis mit rechtsradikalen Parolen (die man genauso auch auf einer NPD-Demo hören kann), Hitlergrüßen und 44 verletzten Polizisten entwickelte.  Davon hat Tatjana Festerling nichts mitbekommen. Sie schreibt (auf einer fragwürdigen Website, auf der Klimaskeptiker und Bildungsplangegner zur Wort kommen und die auf Bannern für die rechtskonservative Preußische Allgemeine wirbt), dass alles ganz anders war als das, was die „Systempresse“ berichtet. Und nicht nur das, Festerling zieht ihren Hut „vor den Hools, vor Euch. Vor dem, was Ihr in sechs Wochen auf die Beine gestellt habt! Für das Überwinden Eurer eigenen Gesetze und des Freund-Feindbildes, für das Gemeinsam-sind-wir-stark gegen den echten Feind der Freiheit, den Salafismus.“ Festerlings Standpunkt ist in dem Punkt ähnlich wie der von Beatrix von Storch, ihrer EU-Abgeordneten, die am Sonntagabend zunächst auf Facebook gefragt hatte, ob sie für die Salafisten sein „müsse”, wenn es um Hooligans gegen Salafisten geht. Von Storch hat ihren Post gestern zwar geändert, aber trotzdem beweisen die beiden Damen hier Unverständnis und Relativierung gegenüber extremistischem Gedankengut. Gegen Salafismus zu sein, bedeutet nicht, dass man für Nazi-Hools ist. Und gewaltbereite Hooligans schlecht zu finden, heißt noch lange nicht, dass man ein Salafist ist. An einigen Stellen ihres Berichts fragt man sich, ob Festerling eine andere Demo besucht hat als alle anderen: „Eure Parolen waren nicht originell, aber schnell zu merken und in keinster Weise rassistisch, rechtsextrem oder Gewalt auffordernd: 1. Wir wollen KEINE – SalafistenSCHWEINE! 2. Wir sind das Volk!“ Was ist mit „Frei! Sozial! National!“ oder „Hier marschiert der Nationale Widerstand“? Der „nationale Widerstand“ marschiert auf NPD-Demos mit genau den gleichen Parolen. Und dann wäre da noch „Heute schächten sie Schafe und Rinder / Morgen vielleicht schon Christenkinder“ aus dem offiziellen „Hooligans gegen Salafismus“-Themesong. Ist Frau Festerling nicht aufgefallen

via vice: Die Einzelfallpartei—Ein AfD-Gründungsmitglied „zieht ihren Hut“ vor den HoGeSa-Hools

Beiträge zu #HoGeSa / #NoHoGeSa unter http://bit.ly/nohogesa

Polizist nennt bei Domian #HoGeSa-Demonstranten “rechten Mob”, der schlimmer als jede NPD-Demo ist (Video) #nohogesa

Ein junger Polizist meldet sich bei Domian und berichtet von seinen Eindrücken im Einsatz bei der #HoGeSa-Demonstration in Köln. Der 19jährige Beamte bezeichnet die Demonstranten als “rechten Mob [...] rechter geht gar nicht”, widerspricht vehement der offiziellen Darstellung, die Polizeistrategie sei aufgegangen, sagt, dass die Veranstaltung mit dem Wissen, das man im Vorfeld hatte, gar nicht erst hätte stattfinden dürfen und fühlt sich von der Politik im Stich gelassen. So kritisiert er auch die Personalpolitik der Polizei NRW. Im Verlauf des Gespräches äußert er sich auch noch zu der schwierigen Situation, in der sich viele Polizisten tagtäglich befinden, in der sie den Einsatz von Gewalt haargenau abwägen müssen. Ein paar Zitate: Ich finde die NPD-Demonstrationen im Gegensatz dazu ganz harmlos, auch was die Äußerungen angeht. (…) Er erhebt zudem noch schwere Vorwürfen gegen seine Vorgesetzten und spekuliert, weshalb nicht mehr Polizisten bei der Demonstration eingesetzt wurden: Beantragt ein Land für eine Veranstaltung Amtshilfe durch Bereitschaftspolizisten aus anderen Bundesländern, muss das beantragende Land die vollen Kosten übernehmen.

via indub.io: Polizist nennt bei Domian #HoGeSa-Demonstranten “rechten Mob”, der schlimmer als jede NPD-Demo ist (Video)

Beiträge zu #HoGeSa / #NoHoGeSa unter http://bit.ly/nohogesa

#Gewalt-Exzesse – Neue „Anti-Salafisten-Demos“ geplant #nohogesa #hogesa

Nach den Krawallen gewaltbereiter Hooligans und Neonazis in Köln fragt sich die Politik, ob ähnliche Veranstaltungen künftig verhindert werden können. Bei Facebook rufen zwei Gruppierungen derweil zu neuen Demos auf. Die Gruppierung „Hooligans gegen Salafisten“, die am Wochenende in Köln durch ihre hohe Gewaltbereitschaft aufgefallen ist, hat für den 15. November eine Kundgebung „gegen den islamistischen Terror“ angemeldet. Gestartet werden soll an der Hamburger Sternschanze. Das bestätigte die Polizei am Dienstag. Der Mann, der die Demo angemeldet hat, ist der Polizei bislang nicht bekannt und wird auch nicht der Hooligan-Szene zugerechnet. Bei der Demonstration rechne der Anmelder mit 500 Teilnehmern, so ein Sprecher der Polizei.  Im Internet haben jedoch schon mehrere Tausend Menschen ihre Teilnahme angekündigt: Bei Facebook laden zwei Gruppierungen zu einer Demo unter dem Motto „Gemeinsam sind wir stark“ ein. Rund 5000 Teilnehmer haben bereits zugesagt, weitere 50.000 sind eingeladen. (…) Zu der Demonstration am Sonntag, die sich offiziell gegen radikal-islamische Salafisten richtete, waren rund 4800 Hooligans und Neonazis nach Köln gereist. Bei Straßenschlachten wurden fast 50 Polizisten verletzt und mehrere Polizeiautos demoliert. Anfang November soll in Berlin die nächste Demonstration der Hooligans geplant sein. Für die Veranstaltung zwei Wochen später in Hamburg haben linke Gruppen im Internet bereits Gegenaktionen angekündigt.

via handelsblatt: Gewalt-Exzesse – Neue „Anti-Salafisten-Demos“ geplant

siehe auch: Was #Hooligans und #Neonazis verbindet – #nohogesa #hogesa. Die Kölner Hooligan-Demo brachte dem #Verfassungsschutz zufolge verschiedene Strömungen aus der rechten und der Hooligan-Szene zusammen. Den Ton sollen Hooligans angeben, Rechtsextreme von außerhalb der Szene springen auf. Das Feindbild Salafismus beschert der Szene Experten zufolge eine neue “hohe Mobilisierungsfähigkeit”; Mitorganisator kommt aus Bremen. Einer der führenden Köpfe der Gruppe „Hooligans gegen Salafisten“, die für die Gewaltexzesse in Köln verantwortlich gemacht wird, ist ein Bremer. Nach Informationen des WESER-KURIER war er maßgeblich am bundesweiten Aufruf zur Demonstration in Köln beteiligt. Das hat inzwischen die Innenbehörde bestätigt. Sie kündigte an, die rechtsextreme Hooligan-Vereinigung noch mehr als bisher zu beobachten. Der Verfassungsschutz schließt nicht aus, dass die Gruppe auch eine Demonstration in Bremen plant. In Hamburg ist eine Kundgebung der Vereinigung für November angekündigt. (…) Derweil wird in der Bremer Bürgerschaft über Hooligans und Rechte aus Bremen diskutiert, die Teil des HoGeSa-Netzwerks sind und zu der Demonstration nach Köln gereist sind. Kristina Vogt, Vorsitzende der Fraktion Die Linke in der Bürgerschaft, verlangt Auskunft über die Bremer Beteiligung an der Veranstaltung. “Die Innenminister müssen die Ausschreitungen jetzt schnell gemeinsam reflektieren. Uns interessiert auch die offensichtlich tragende Rolle von Bremer Nazis innerhalb des HoGeSa-Netzwerks”, so Vogt.  Sicher ist, dass die Bremer Band “Kategorie C” an der Veranstaltung teilgenommen hat. Im Internet kursieren zahlreiche Videos eines Auftritts der Gruppe vor den Demonstrationsteilnehmern; Brunotte: HoGeSa mit Strukturen in Niedersachsen – Entschlossen gegen Nazi-Propaganda in Stadien. In Niedersachsen organisieren sich Neo-Nazis und Fußball-Hooligans als rechtsextremistische Gewalt-Gruppe: „Es gibt keinen Zweifel mehr, dass die Gruppe HoGeSa (Hooligans gegen Salafismus), die verantwortlich für die Krawalle von Köln am Sonntagabend ist, auch in unserem Bundesland eine Struktur und sogar einen regional Verantwortlichen hat. Beim gewalttätigen Aufmarsch in Köln am Sonntag wollten sich nach Erkenntnissen des Niedersächsischen Verfassungsschutzes offenbar auch Aktivisten aus Niedersachsen beteiligen”, erklärt der SPD-Landtagsabgeordnete Marco Brunotte, Sprecher der Fraktion für Fragen des Verfassungsschutzes. Auf eine mündliche Anfrage von Brunotte antwortet das Innenministerium des Landes Niedersachsen: „Der niedersächsischen Verfassungsbehörde liegen Erkenntnisse über Vernetzungen niedersächsischer Rechtsextremisten mit Hooligans und der Gruppierung HoGeSa in den sozialen Netzwerken vor.” Die Kommunikation zwischen den Mitgliedern und Aktivisten erfolge insbesondere auch in geschlossenen WhatsApp-Gruppen; Innensenator Henkel will Hooligan-Demo verbieten. Die Gruppierung „Hooligans gegen Salafisten“ (HoGeSa) hat für den 15. November neben Hamburg auch eine Demonstration in Berlin angemeldet. Nach den schweren Krawallen in Köln will Innensenator Frank Henkel (CDU) die geplante Kundgebung verbieten lassen. Am 15. November will die Gruppe „Hooligans gegen Salafisten“ (HoGeSa) auch in Berlin demonstrieren. Das Motto der Demonstration vor dem Brandenburger Tor lautet „Gegen Salafisten, Islamisierung, Flüchtlingspolitik“. Der Veranstalter erwartet nach Angaben der Polizei 1000 Teilnehmer. Nach den Krawallen in Köln am vergangenen Sonntag will Berlins Innensenator Frank Henkel (CDU) ein Verbot der Veranstaltung prüfen lassen. „Jetzt steht fest, dass sich das Zweckbündnis von Hooligans und Rechtsextremisten weitere Ziele ausgesucht hat“, erklärte Henkel am Dienstagvormittag. „Die im Internet verbreitete Drohung, dass Köln erst der Anfang war, nehme ich sehr ernst. Der Rechtsstaat muss alle Mittel ausschöpfen, damit sich die neue Dimension von Straßenmilitanz, die wir in Köln erlebt haben, nicht wiederholt.“

Fotogalerie: Hooligan-Demonstration in Köln

Beiträge zu #HoGeSa / #NoHoGeSa unter http://bit.ly/nohogesa

‘It’s hard being openly Jewish’

As ‘Hitler’ Twitter account gains more and more followers and Facebook page displays ‘list of Jews,’ Foreign Ministry and EU representatives discuss ways to combat anti-Semitism. “It’s hard being openly Jewish in Europe today,” Gideon Bachar, the Director of the Department for Combating Anti-Semitism and Holocaust Remembrance in the Foreign Ministry, said Monday. An experts’ meeting on the topic of fighting anti-Semitism and racism conducted in Jerusalem today led to various estimates as to the future of the Jewish community in Europe and links between radical Islam and anti-Semitism. “Anti-Semitism is like Ebola,” Bachar said. “It’s a virus. It constantly accumulates mutations. It changes all the time, adapts itself to the situation, and is transnational. The rise in anti-Semitism is a danger to civilization and to democracy in general.” The meeting was attended by Yad Vashem representatives, the State Attorney’s Office, the Association of Israeli Students and European Union representatives. (…) Ido Daniel, Program Director at Israeli Students Combating Anti-Semitism, displayed during the meeting a photo of a French Facebook page with names, pictures and information about Jewish residents, including their place of prayer and the parks where they take their children. He also showed the attendees a faux Adolf Hitler Twitter account, with more than 370,000 followers, that has since been suspended. “The man tweeted a picture of Birkenau and wrote: ‘It’s a great day at work today,'” Daniel read out the sentence

via ynetnews: ‘It’s hard being openly Jewish’

Ermittlungen nach Hooligan-Krawall: “Eine wüste Schlägerei”

Körperverletzung, Verstoß gegen das Vermummungsverbot und Landfriedensbruch: Nach den Kölner Krawallen ermittelt die Polizei gegen Dutzende Gewalttäter. Justizminister Maas droht “mit allen Mitteln des Rechtsstaats”. So eine gewalttätige Nacht hat Köln seit Langem nicht erlebt: Dutzende Polizisten wurden bei Krawallen von Tausenden Hooligans verletzt – jetzt suchen die Behörden mit Hochdruck nach den Randalierern. Bislang seien 57 Strafanzeigen erstattet worden und weitere könnten folgen, sagte ein Sprecher der Kölner Staatsanwaltschaft. Die Polizei richte zudem eine Ermittlungsgruppe ein, um die zahlreichen Videoaufnahmen und Zeugenaussagen auszuwerten. Als Strafvorwürfe kommen demnach gefährliche Körperverletzung, Verstoß gegen das Vermummungsverbot und Landfriedensbruch infrage. In Köln hatten sich am Sonntag mindestens 4000 gewaltbereite Fußballfans gemeinsam mit Rechtsextremen zu einer Demonstration gegen Salafisten versammelt. Die Kundgebung war schon nach kurzer Zeit außer Kontrolle geraten – die Polizei ging daraufhin mit Wasserwerfern, Pfefferspray und Schlagstöcken gegen gewalttätige Randalierer vor. Bei den Ausschreitungen wurden mindestens 44 Beamte von Landes- und Bundespolizei verletzt, 17 mutmaßliche Gewalttäter kamen vorübergehend in Polizeigewahrsam. Organisator war die Vereinigung “Hooligans gegen Salafisten” (HoGeSa). Mindestens 4000 Menschen sollen an der Kundgebung teilgenommen haben – deutlich mehr, als die Veranstalter erwartet hatten. Die Polizei war den Hooligans zahlenmäßig weit unterlegen. Klar ist inzwischen, dass neben Hooligans aus der gewaltaffinen Fußballszene, von denen viele seit geraumer Zeit gegen Salafisten vorgehen, auch das rechtsextreme Milieu in die Auseinandersetzungen verwickelt war: Rechtsextremisten hätten sich der Bewegung angeschlossen, sie aber nicht gesteuert, sagte der Chef des nordrhein-westfälischen Verfassungsschutzes, Burkhard Freier, im WDR. Unter anderem seien Mitglieder der Parteien Die Rechte und NPD beteiligt gewesen.

via spon: Ermittlungen nach Hooligan-Krawall: “Eine wüste Schlägerei”

Demo in der Schanze angemeldet – Randalieren die #Nazi-Hooligans bald auch in Hamburg?

Unter dem Motto “Hooligans gegen Salafisten” lieferten sich am Sonntag Hooligans und Rechtsextremisten bei einer Demo in Köln Straßenschlachten mit der Polizei. Es flogen Steine, Flaschen und Böller, die Polizei setzte Wasserwerfer, Pfefferspray und Schlagstöcke ein. Jetzt könnten die “Hooligans gegen Salafisten” eine ähnliche Demo für Hamburg planen, die Hamburger Antifa ruft bereits zur Gegendemo. Als Termin für die Hamburger “HoGeSa”-Demo wird über Twitter und Facebook der 15. November kommuniziert, auf der offiziellen Internetseite der Bewegung findet sich noch kein entsprechender Hinweis. Die Hamburger Polizei bestätigt, dass für den 15. November eine Demo angemeldet wurde. Der Titel der Veranstaltung: “Europa gegen den Terror des Islamismus”.

via mopo: Demo in der Schanze angemeldetRandalieren die Nazi-Hooligans bald auch in Hamburg?

Verfassungsschutz: NPD-Landeschef war an Hooligan-Demo beteiligt

An der Hooligan-Demonstration in Köln, die am Sonntag mit Krawallen endete, waren auch Rechtsextreme aus Thüringen beteiligt. Nach Erkenntnissen des Verfassungsschutzes habe NPD-Landeschef Patrick Wieschke an dem Aufzug teilgenommen, teilte das Innenministerium am Montag auf Anfrage mit. Ob nun in Nordrhein-Westfalen auch gegen Thüringer Hooligans ermittelt werde, konnte das Ministerium noch nicht sagen.

via in südthüringen: Verfassungsschutz: NPD-Landeschef war an Hooligan-Demo beteiligt

Demos am 9. November in #Berlin – #Reichsbürger und #Hooligans demonstrieren vor dem #Reichstag

Der 9. November wird in diesem Jahr für Berlins Polizei ein schwieriger Tag. Mehrere rechtsextreme Gruppen wollen vor dem Reichstag demonstrieren. Und nach den jüngsten Krawallen in Köln wird nun auch in Hooligan-Kreisen nach Berlin mobilisiert. Unter dem Motto „Frieden jetzt!“ soll es am 9. November auf dem Platz der Republik vor dem Reichstag eine Kundgebung geben. Die entsprechende Anmeldung einer Privatperson liege vor, sagte ein Polizeisprecher der Berliner Zeitung. Zu der Kundgebung wird auf einer Anonymous-Seite von Facebook mobilisiert – jener Seite, auf der schon seit Frühjahr zu sogenannten Montagsdemos in mehreren deutschen Städten aufgerufen wird. Die Anonymous-Seite wirkt, als gehöre sie der Internet-Hackergruppe Anonymous. Tatsächlich wurde sie vor längerer Zeit von einem ihrer Administratoren gekapert. Von dort wird seitdem völkische Propaganda verbreitet, etwa mit dem Video „Nachricht an die deutsche Bevölkerung“. Es strotzt von Nationalismus, Volkstum und Verschwörungs-Rhetorik, wendet sich gegen Manipulation durch Medien und „Multi-Kulti-Wahnsinn“, gegen Chemtrails und die „CO2-Lüge“. “Köln war erst der Anfang” Angemeldet ist die Kundgebung in der Zeit von 11 bis 22 Uhr. Inhaltlich dürfte sie nicht weit weg sein von einer zweiten Kundgebung, die von sogenannten Reichsbürgern angemeldet wurde. Unter dem Motto „Wir sind das Volk“ wollen diese am selben Platz zur selben Zeit für „Heimat und Weltfrieden“ demonstrieren.

via berliner zeitung: Demos am 9. November in Berlin – Reichsbürger und Hooligans demonstrieren vor dem Reichstag

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