Category Archives: Revisionismus

Mahnmal geschändet – Justiz erhebt Anklage gegen Nazis

Beharrlichkeit und kriminaltechnische Fleißarbeit haben sich ausgezahlt. Schon bald werden die mutmaßlichen Schänder des jüdischen Mahnmals in Bad Berleburg und des jüdischen Friedhofs in Siegen vor Gericht stehen. Die Staatsanwaltschaft im hessischen Limburg hat knapp neun Monate nach der Tat gegen zwei junge, erwachsene Männer Anklage vor dem Schöffengericht Dillenburg erhoben. (…) Herrchen wirft den beiden Tatverdächtigen vor, in der Nacht zum 9. November 2013, dem geschichtsträchtigen 75. Jahrestag der Reichspogromnacht, an sieben Stellen in Siegen-Wittgenstein und dem benachbarten Lahn-Dill-Kreis Transparente mit der Aufschrift „Die ewige Lüge lebt weiter“ aufgehängt zu haben. Damit haben die Täter den Völkermord der Nazis an der jüdischen Bevölkerung geleugnet und eine politische Straftat begangen. (…) Neben dem Spruchband hing an einem Zaun auch das frisch abgezogene Fell eines Wildschweins. Der Kopf des Tieres war am Davidstern des Denkmals befestigt worden. Diesem Wildschwein kommt eine Schlüsselrolle bei den erfolgreichen Ermittlungen zu: „Wir konnten dessen Herkunft anhand der Abschussmarke vom jüdischen Ehrenmal bis in das Jagdrevier zurück verfolgen, in dem es geschossen wurde“, erläutert Herrchen.

via der westen: Mahnmal geschändet – Justiz erhebt Anklage gegen Nazis

Nach „Thiazi“-Vergangenheit: Kita feuert Erzieherin

Erst eine Antifa-Recherche brachte den Stein ins Rollen. Nicola Brandstetter soll im Thiazi-Forum, dem ehemals größten deutschen Neonazi-Portal, als Moderatorin aktiv gewesen sein. Nach der Veröffentlichung verlor sie ihren Posten als CDU-Kommunalpolitikern, als Erzieherin durfte sie dennoch weiter tätig war. Jetzt trennte sich auch die Kita von ihr. Menschenfeindliches Gedankengut hätte dort nichts verloren. Nicola Brandstetter ist nicht länger als Erzieherin der christlichen Kita „Hasenbande“ in Brück (Landkreis Potsdam-Mittelmark) tätig. Am Montag teilte der Trägerverein „Elterninitiative Christliche Kita Brück e. V.“ in einer Pressemitteilung mit, dass „Frau Brandstetter per sofort und bis zum Ausscheiden aus der Kita von allen Diensten freizustellen.“ Dies sei nach Prüfung aller rechtlichen Belange entschieden worden. (…) Die ehemalige Moderatorin des Thiazi-Forums hatte sich gegenüber der „MAZ Online“ von rechtsradikalem und nationalsozialistischem Gedankengut distanziert. Laut Aussage der gebürtigen Österreicherin gehöre dies „einer Vergangenheit an, die ich hinter mir gelassen habe.“ Die ehemalige Erzieherin war zudem Beisitzerin der CDU Treuenbrietzen und kandidierte zur Kreistagswahl – ohne Erfolg. Als ihre Vergangenheit nun publik wurde, trat die 34-Jährige von ihrem Posten als Beisitzerin zurück. Hausdurchsuchung bei ehemaliger Erzieherin Im Rahmen der Ermittlungen gegen Thiazi kam es bei Brandstetter dem RBB zufolge auch zu einer Wohnungsdurchsuchung.

via endstation rechts: Nach „Thiazi“-Vergangenheit: Kita feuert Erzieherin

FPÖ lässt Grazer NS-Gedenktafeln abmontieren

Gedenktafeln, die an den Naziterror in Graz gemahnen, werden auf Anordnung des FP-Stadtrates abmontiert. Bürgermeister Siegfried Nagl akzeptiert die Entscheidung. Grüne, SP und KP protestieren  Zehn Tafeln sind es, die dem Grazer FPÖ-Chef Mario Eustacchio ein Dorn im Auge sind – und die er jetzt endlich entfernt wissen will. Es sind jene zehn Installationen, die seit 2010 an mehreren Plätzen in Graz an die Zeit des Naziterrors gemahnen. Mit Texten, Bilddokumenten und historischen Momentaufnahmen von jenen Plätzen, auf denen die Tafeln – sie sind etwas größer als die üblichen städtischen Werbe-Dreieckständer – aufgestellt sind. Das Land Steiermark hatte dieses Projekt “63 Jahre danach” 2008 beim deutschen, in Irland lebenden Konzeptkünstler Jochen Gerz in Auftrag gegeben, der sich seit Jahren künstlerisch dem Thema “Erinnerungskultur” – zuletzt auch bei den Wiener Festwochen – widmet. Ende Juli sollen die Mahntafeln abmontiert werden. Das Straßenamt, das Stadtrat Eustacchio untersteht, hat einen entsprechenden Abrissbescheid erlassen. Er handle “nur nach formalen Kriterien”, argumentiert Eustacchio. Es seien nur “temporäre Kunstwerke”, “die Möblierung des öffentlichen Stadtraumes mit zeitgenössischen Kunstobjekten stößt auch an ihre formalen Grenzen. Aus Behördensicht ist eine weitere Verlängerung nicht mehr möglich”

via derstandard: FPÖ lässt Grazer NS-Gedenktafeln abmontieren

Nacht-und-Nebel-Aktion: Denkmal der deutschen Besatzung errichtet

Die ungarische Regierung wählte ausgerechnet den 70. Jahrestag des Attentats vom 20. Juli 1944 auf Adolf Hitler, um in einer Nacht-und-Nebel-Aktion das Denkmal der deutschen Besatzung auf dem Budapester Freiheitsplatz fertigzustellen, gegen das seit 104 Tagen kontinuierlich protestiert wird. Etwa 200 Menschen protestierten am Sonntag. Das Denkmal von Bildhauer Péter Párkányi-Raab im neuen Fidesz-Monumentalstil (s.u.) zeigt den deutschen Reichsadler, der sich auf den Ungarn symbolisierenden Erzengel Gabriel stürzt. Im Vergleich zum Entwurf gibt es mehrere Neuerungen: Auf dem Tympanon befindet sich eine Aufschrift (“Denkmal der Opfer der deutschen Besatzung”); der Reichsadler trägt einen Ring mit der Aufschrift “1944″ am Fuss; der Engel hält einen Reichsapfel mit apostolischem Doppelkreuz und verweist somit auf das “tausendjährige christliche Ungarn”. Eben dieser “christliche” ungarische Staat hatte seine jüdische Bevölkerung seit 1920 zunehmend diskriminiert, entrechtet, enteignet, 1941 Tausende und 1944 Hunderttausende deportiert und an die Nazis ausgeliefert. Unter anderem dieses Denkmals wegen boykottieren die ungarischen jüdischen Gemeinden das Holocaust-Gedenkjahr der Regierung. In der Nacht zum Sonntag waren die beiden Bronzestatuen auf den großräumig abgesperrten Platz angeliefert und montiert worden, bewacht von einer Hundertschaft der Polizei.

via pusztaranger: Nacht-und-Nebel-Aktion: Denkmal der deutschen Besatzung errichtet

EU-Parlament: Im Zweifel auch mit Neofaschisten

Der Europäischen Volkspartei droht Ungemach. Der Einzug von Alessandra Mussolini spaltet die Fraktion. Ein Südtiroler ist deshalb Gast bei der ÖVP-Delegation. „Am Ende werden uns diese Bürokraten in die EVP aufnehmen“, sagte Alessandra Mussolini 2008 in einem Interview mit der italienischen Tageszeitung „La Repubblica“. Sie sollte recht behalten. Heute sitzt die Enkelin des Duce, die sich nie von der Gewaltherrschaft ihres Großvaters distanziert hat und gern mit starken Worten gegen Muslime, Zuwanderer und Homosexuelle auftritt, in der größten Fraktion des Europaparlaments, der Europäischen Volkspartei. Sie ist über die Liste von Silvio Berlusconis Forza Italia bei den vergangenen Europawahlen zum zweiten Mal in ihrer politischen Karriere in das EU-Parlament eingezogen. Nachdem 2007, Mussolini war damals noch Mitglied der neofaschistischen Azione Sociale, eine gemeinsame EU-Fraktion mit der FPÖ und anderen rechten Kräften durch ihre Attacken gegen rumänische Zuwanderer („notorische Kriminelle“) zerbrochen ist, droht die Italienerin nun auch ihre neue politische Heimat, die Europäische Volkspartei, zu spalten. „Ich bin in der EVP wegen meines Namens unerwünscht“, klagte Mussolini bereits nach den ersten Sitzungen in Straßburg. Vor allem deutsche EVP-Abgeordnete hätten sich gegen ihre Einbindung ausgesprochen. (…) Bereits vor der Wahl hat es eine interne Debatte darüber gegeben, ob die Fraktion der Europäischen Volkspartei weiterhin mit den zunehmend EU-kritischen, nationalistischen Vertretern der Forza Italia und des ungarischen Fidesz zusammenarbeiten sollte. Doch beide Gruppen schienen für das Gesamtergebnis der Parteifamilie und damit auch für die Bestellung des EVP-Spitzenkandidaten Jean-Claude Juncker zum Kommissionspräsidenten von Bedeutung. Deshalb wurde die Kooperation fortgesetzt. 13 EU-Abgeordnete stellt letztlich die Forza Italia im neuen Europaparlament, zwölf der ungarische Fidesz. Ohne die Einbeziehung der beiden Parteien hätte die EVP statt 220 Abgeordneter heute also nur noch 195 und damit lediglich einen hauchdünnen Vorsprung vor den Sozialdemokraten mit 191 Abgeordneten. Nun ist aber die Juncker-Wahl geschlagen, und der Unmut über die neofaschistischen und nationalistischen Kräfte in den eigenen Reihen nimmt zu.

via diepresse.com: EU-Parlament: Im Zweifel auch mit Neofaschisten

Festnahmen nach rechtsextremem Vorfall in Gedenkstätte Buchenwald

In der Gedenkstätte Buchenwald bei Weimar ist es am Freitag zu einem Vorfall mit einem vermutlich rechtsextremen Hintergrund gekommen. Wie die Polizei mitteilte, waren sieben Personen auf der Gedenkstätte unterwegs und riefen rechte Parolen. Einer von ihnen zeigte den Hitler-Gruß. Schließlich setzten sie sich in ein Auto und fuhren davon. Die Polizei konnte alle in der Nähe festnehmen.

via lvz online: Festnahmen nach rechtsextremem Vorfall in Gedenkstätte Buchenwald

CA winemaker behind neo-Nazi website flees to Canada to escape FBI

The California owner of an anti-Semitic website registered in the United States, but written in Hungary, fled to Canada after the Federal Bureau of Investigations issued a warrant for his arrest this week. Béla Varga, owner of the kuruc.info domain, is charged with having threatened the life of lawyers who subpoenaed him regarding the hate site. The name of the domain, “kuruc,” has nativist roots, referring to a patriotic nationalist Hungarian movement that opposed the foreign reign of the Hapsburg Dynasty. Its English-language “About Us” page describes it as “a patriotic Hungarian conservative, right-wing nationalist, fact-finding news site.” Varga allegedly worked at Claar Cellars, “a medium-size Premium winery in the Columbia Valley, as well as Chateau Soverain. According to Patch.com, “Varga said he came to the U.S. in 1988, picking Healdsburg as home because he wanted to establish himself as a winemaker.” However, the exact nature of his employment — as well the degree that qualified him to work at these wineries — has recently come into question. As for the domain he acknowledged owning, a Budapest organization that monitors European extremism characterized kuruc.info as “the most active hate group operating in Hungary,” adding that it regularly publishes information about Jewish people that “qualifies as hate speech and [glorifies] fascist ideas.” It regularly targets those it refers to as Zionists, Israelis, Gypsies, and criminal immigrant elements, and frequently complains about the “so-called Hungarian Holocaust Museum, which was involved in massive embezzlement of millions of Hungarian taxpayers’ dollars.” The site also publishes material in which the gas chambers used to murder thousands of Jews are claimed to be “air defense shelters.”

via rawstory: CA winemaker behind neo-Nazi website flees to Canada to escape FBI

Frühere Neonazi-Aktivistin in Treuenbrietzen enttarnt

Auch die etablierten Parteien sind vor rechtem Gedankengut nicht sicher – diese Erfahrung muss nun die CDU in Treuenbrietzen machen. Nach Angaben eines Antifa-Netzwerks steht die Kommunalpolitikerin Nicola Brandstetter im Verdacht, ein führendes Neonazi-Forum unterstützt zu haben. Anfang der Woche musste die Beisitzerin des CDU-Stadtverbandes ihren Hut nehmen. Jahrelang hatte sie eine doppelte Existenz geführt. (…) Die Vorwürfe gegen Nicola Brandstetter wiegen schwer, denn die eigentlich aus Österreich stammende Erzieherin soll eine führende Rolle im Internet-Forum ‘Thiazi.net’ gespielt haben. Laut einer Dokumentation des Freiburger Antifa-Netzwerks galt ‘Thiazi’ seit seiner Gründung 2007 als eines der bundesweit wichtigsten Portale der Neonazi-Szene. Wie die Antifa-Aktivisten schreiben, soll die heute 34-Jährige unter dem Pseudonym “Prometheusfunke” insgesamt 1.500 Beiträge auf ‘Thiazi’ veröffentlicht haben. Das daraus hervorgehende Menschenbild lasse “keine Zweifel an ihrer nationalsozialistischen Überzeugung”, heißt es weiter. So habe sich Brandstetter immer wieder offen rassistisch geäußert, zum Beispiel im Zusammenhang mit ihrem früheren Wohnort in Rheinland-Pfalz, wo sie laut rbb-Informationen für die Kindertagesstätte ‘Pusteblume’ tätig war. (…) Als das ‘Thiazi’-Forum nach einer Welle von Razzien 2012 abgeschaltet wurde, geriet auch Brandstetter in den Fokus der Ermittlungsbehörden. Laut Staatsanwaltschaft Rostock stand die Erzieherin im Verdacht, mit ‘Thiazi” eine kriminelle Vereinigung unterstützt zu haben. Wie die Behörde dem rbb am Donnerstag bestätigte, fand im Zuge der Ermittlungen “auch eine Durchsuchung der Wohnung der Frau Brandstetter statt”. Wegen der noch als “gering” anzusehenden Schuld sei das Verfahren gegen Zahlung einer Geldbuße vorläufig eingestellt worden. Allerdings sei es noch nicht gänzlich abgeschlossen, weil die verhängten Auflagen noch nicht erfüllt seien. (…) Dass die CDU-Politikerin trotz ihres christlichen Weltbildes einen fremdenfeindlichen und rechtsradikalen Hintergrund hat, hat in Treuenbrietzen für großes Erschrecken gesorgt. Der vom Christlichen Elternverein geführte Kindergarten im benachbarten Brück will dennoch an Brandstetter festhalten. “Das ist nicht unsere Nicola, von der wir da erfahren mussten”, sagte die Vereinschefin laut ‘MAZ online” am Mittwoch. Solange die Erzieherin sich an die Grundsätze des Vereins halte, sehe sie aber keinen Anlass, etwas zu unternehmen

via rbb: Frühere Neonazi-Aktivistin in Treuenbrietzen enttarnt

siehe auch: CDU trennt sich von Ex-Neonazi-Autorin. Die Kommunalpolitikerin Nicola Brandstetter soll vor ihrem Umzug im Jahr 2011 nach Treuenbrietzen (Potsdam-Mittelmark) tief in neonazistische Kreise verstrickt gewesen sein. Entsprechende Veröffentlichungen der Internet-Plattform „Inforiot“ führten am Montag zum Rücktritt Brandstetters von ihrem Posten als Beisitzerin im CDU-Stadtverband Treuenbrietzen. Die Vorwürfe wiegen schwer. Nicola Brandstetter soll vor ihrem Umzug im Jahr 2011 nach Treuenbrietzen tief in neonazistische Kreise verstrickt gewesen sein. Entsprechende Veröffentlichungen der Internet-Plattform „Inforiot“ führten am Montag zum Rücktritt Brandstetters von ihrem Posten als Beisitzerin im CDU-Stadtverband Treuenbrietzen

Moderationsstruktur thiazi.net (Quelle: Inforiot)

CDU trennt sich von Ex-Neonazi-Autorin

Die Kommunalpolitikerin Nicola Brandstetter soll vor ihrem Umzug im Jahr 2011 nach Treuenbrietzen (Potsdam-Mittelmark) tief in neonazistische Kreise verstrickt gewesen sein. Entsprechende Veröffentlichungen der Internet-Plattform „Inforiot“ führten am Montag zum Rücktritt Brandstetters von ihrem Posten als Beisitzerin im CDU-Stadtverband Treuenbrietzen. Die Vorwürfe wiegen schwer. Nicola Brandstetter soll vor ihrem Umzug im Jahr 2011 nach Treuenbrietzen tief in neonazistische Kreise verstrickt gewesen sein. Entsprechende Veröffentlichungen der Internet-Plattform „Inforiot“ führten am Montag zum Rücktritt Brandstetters von ihrem Posten als Beisitzerin im CDU-Stadtverband Treuenbrietzen. Bei den Kommunalwahlen im Mai hatte die 1979 geborene Erzieherin für die CDU auf Kreisebene und als Stadtverordnete kandidiert. Nach Bekanntwerden der gegen die gebürtige Österreicherin erhobenen Vorwürfe wurde ihr der Rücktritt nahegelegt. „Dieser Schritt war zum Wohl des Stadtverbandes und dessen Mitglieder unvermeidbar“, teilte Anja Schmollack, Vorsitzende des Stadtverbandes sowie der Treuenbrietzener CDU-Fraktion, der MAZ mit. Brandstetter gehörte zu einer Gruppe von bundesweit 26 Personen, gegen die im Juni 2012 ermittelt wurde. In elf Bundesländern und in Großbritannien wurden Wohnungen durchsucht. 2013 wurde in Rostock Anklage gegen mehrere Personen erhoben. Alle standen im Verdacht der Bildung, beziehungsweise der Unterstützung einer kriminellen Vereinigung. Auch in Brandenburg gab es Durchsuchungen in Potsdam, Velten, Brandenburg/Havel und Prenzlau. Im Blickfeld der Ermittler stand auch Nicola Brandstetter, die seit zehn Jahren in Deutschland lebt. Das bestätigte Maureen Wiechmann, Sprecherin der Staatsanwaltschaft Rostock, am Dienstag auf Anfrage der MAZ. Das Verfahren gegen Brandstetter sei inzwischen „wegen vergleichsweise geringer Beteiligung“ gegen Zahlung einer Geldauflage eingestellt worden, so Wiechmann. Doch bestätigte die Rostocker Staatsanwältin zudem, dass Brandstetter den Ermittlungen zufolge mindestens zwischen 2009 und 2010 eine führende Rolle im Neonazi-Internet-Forum „Thiazi.net“ hatte.

via maz online: CDU trennt sich von Ex-Neonazi-Autorin

siehe auch: CDU-lerin in Neonazi-Netzwerk aktiv. Treuenbrietzen: CDU-Funktionärin war langjährige Moderatorin im “Thiazi”-Forum – einem Tummelplatz für militante Neonazis. Eine Brandenburger CDU-Funktionärin ist offenkundig tief in neonazistische Kreise verstrickt. Nicola Brandstetter ist Beisitzerin im CDU-Stadtverband in Treuenbrietzen (Landkreis Potsdam-Mittelmark) und trat bei den Kommunalwahlen im Mai für ihre Partei auf Kreisebene und für die Stadtverordnetenversammlung an. Nicola Brandstetter bei der CDU Treuenbrietzen – Bis 2012 Moderatorin im “Thiazi”-Forum. Nun ist bekannt geworden, dass Brandstetter jahrelang eine führende Rolle im Forum “Thiazi.net” inne hatte. Das Portal war seit seiner Gründung 2007, bis zu einer Razzienwelle und anschließender Abschaltung 2012 eine der bundesweit wichtigsten Vernetzungsinstanzen für die Neonaziszene. Brandstetter war seit der Anfangszeit als Moderatorin aktiv und schrieb insgesamt über 1500 Beiträge. Dies berichtet die “Autonome Antifa Freiburg” in einem gerade erschienenen Artikel. Nichts deutet darauf hin, dass sich Brandstetter seit den Durchsuchungen und der Forenabschaltung 2012 von der neonazistischen Szene gelöst hätte. (…) Im “Thiazi-net” äußerte sich Brandstetter weit weniger zurückhaltend. Unter ihrem Pseudonym “Prometheusfunke” schrieb sie im Jargon der Holocaustleugnung über den “Holoklaus”, der bedauerlicherweise als “schlimmstes Verbrechen aller Zeiten anerkannt” sei und beklagt, dass Hitler “weltweit als Bestie in Menschengestalt” betrachtet werden würde. Moderationsstruktur von “Thiazi.net” Zudem war Brandstetter um 2009 Koordinatorin der deutschen Übersetzung des Romans “Hunter” aus der Feder des US-Neonazis William Pierce. Sie war als Moderatoin für den “Thiazi.net”-Forenabschnitt zuständig, in dem die Übersetzung zusammengetragen wurde. Das Buch ist eine literarisch inszenierte, von derben Gewaltfantasien durchsetzte antisemitische Hetzschrift.

Moderationsstruktur thiazi.net (Quelle: Inforiot)

Twitter Sure Does Have a Lot of Nazi and Holocaust Jokes for the Germany-Brazil Game!

Five first-half goals for Germany left Brazil stunned and teary-eyed in today’s World Cup semifinal and it only got worse from there. But for the amateur comedians of the internet, German dominance can mean only one thing: time for some Holocaust jokes.

via nymag: Twitter Sure Does Have a Lot of Nazi and Holocaust Jokes for the Germany-Brazil Game!

siehe auch: Brazil-Germany Game Leads To Offensive Nazi Twitter “Jokes,” Ugh. It’s pretty much impossible to miss the insanity occurring at this insane semi-final soccer game right now. Germany has defeated Brazil 7-1, which was obvious soon after Germany scored five goals within the first 30 minutes of the game. So yeah, it’s an intense time in the World Cup, one may say. Yup, the biggest World Cup blowout of all time, it’s true. But, does that really excuse that “Nazi” is trending on Twitter? (…)  #WorldCup is trending, and so is “Brazil” and “Neymar.” It is even appropriate to perhaps crack a few jokes here and there about the Brazil soccer team getting destroyed in the game, or even throw in a joke or two about not exactly wanting to be in Brazil tonight. But, making Nazi jokes is cruel, unnecessary, and just outright ridiculous.

Holocaust memorial in Athens defaced

A Holocaust Memorial was defaced in the Greek capital Athens with graffiti threatening the Jewish community, the European Jewish Press reports. The monument, erected in 2010, commemorates the 80 000 Greek Jews who were murdered by the Nazis during the Holocaust. It is near the Beit Shalom synagogue and the Jewish community’s offices. The graffiti included a purported quote from the Talmud, saying Jews who convert should be put to death, and threats that the synagogue in Athens would be destroyed. “Regretfully, 70 years after the end of World War 2, which left millions of victims of bigotry, racism, Nazism and anti-Semitism behind, there are people beyond redemption aiming at terrorizing us by molesting the memory of our brothers, victims of the Holocaust,” said a statement by the Jewish community. “They will not succeed in intimidating us,” the statement said.

via sofiaglobe: Holocaust memorial in Athens defaced

A Concentration Camp Poster For Your Home, On Sale at Walmart

Walmart has always had a knack for building its reputation as a soul-crushing corporation. Nevertheless, it is still shocking to find that they are selling a poster with an image of the gate of one of the Holocaust’s most notorious concentration camps — Dachau. The description reads “Gate with inscription Arbeit Macht Frei, Dachau Concentration Camp, Dachau” and mentions that the poster “would make a great addition to your home or office.” That’s right – because why wouldn’t you want to be constantly reminded of the Shoah every time you enter one of your favorite rooms? Heeb reports that some concerned customers complained to Walmart customer service and got some unintentionally humorous responses.

via forward: A Concentration Camp Poster For Your Home, On Sale at Walmart

siehe auch: Why Is Walmart Selling This Charming Poster Of A Concentration Camp? ***UPDATED: They’re Not, Anymore***. We all know that if you’re looking to buy cheesy motivational picture of people sailing, or climbing up a sheer cliff face, the back pages of SkyMall magazine are a pretty safe bet. But where do you go if you’re in the market for an inspirational picture of a famous Nazi death camp? (…) True to their word, Walmat has “released the nazi related propaganda” and the offending poster has been removed from their website. We received the following message from a member of the Walmart media relations team: “We were horrified to see that this item was on our site. We sincerely apologize, and worked quickly to remove it. The item was sold through a third-party seller on our marketplace. We have shared our disappointment with them and have learned they are removing the publisher of this item entirely from their inventory.”

Streit um Agnes Miegel Denkmal in Bad Nenndorf

Noch erinnert ein Denkmal an die ostpreußische Schriftstellerin Agnes Miegel in Bad Nenndorf, wo sie die letzten Jahre ihres Lebens verbracht hat. Doch es mehren sich die Stimmen, die ein solches öffentliches Gedenken für nicht angebracht halten, weil sie Miegel für eine NS-Schriftstellerin halten. Gegen diese Einschätzung wehrt sich die Agnes-Miegel-Gesellschaft, für die die Dichterin zeitlebens dem Gedanken der Humanität verpflichtet war. Beschluss gegen Bürgerbefragung Der Bad Nenndorfer Rat hat nun die Entfernung des Denkmals aus dem Kurpark beschlossen, wogegen sich die Agnes-Miegel-Gesellschaft mit einer Bürgerbefragung wehrt.

via ndr: Streit um Agnes Miegel Denkmal in Bad Nenndorf

siehe dazu auch: Post von der Agnes-Miegel-Gesellschaft. Über den Versuch, Vergangenheit zu verbiegen und KritikerInnen mundtot zu machen. Eine Replik (dokmz). Manche wünschen uns mundtot – aktuell offenbar der Pressesprecher der Agnes-Migel-Gesellschaft (AGM). Worum geht es bei seinem Ansinnen? In unserem News- und Pressearchiv haben wir am 17.November 2013 mit einem Textauszug auf den Artikel „Miegel-Statue erregt Anstoß“ des Fachinformationsdienstes blick nach rechts (bnr) verwiesen (Link), in dem es um den Streit wegen der Entfernung eines Denkmal der (gelinde gesagt: umstrittenen) Dichterin Agnes Miegel in Bad Nenndorf ging. Am 3.1. erhielten wir eine Mail von Detlef Suhr, Pressesprecher der Agnes-Miegel-Gesellschaft (AMG), mit einem Mailanhang – darin die Aufforderung, Textauszug und Verweis bis zum 13.01. zu löschen – er wirft uns (wie dem bnr) üble Nachrede, Verleumdung und die Verunglimpfung des Andenkens Verstorbener vor und droht rechtliche Schritte wie die Information sämtlicher Bundestagsfraktionen an; weitere Beiträge bei dokmz; Verwaltungsgericht Gelsenkirchen: Prozess um die Agnes-Miegel-Straße ist eingestellt (3.6.2014). Im Prozess um die Umbenennung der Agnes-Miegel-Straße, gewidmet einer umstrittenen Dichterin aus der Nazi-Zeit, haben sich die Stadt Schwerte und der Kläger am Dienstag vor dem Gelsenkirchener Verwaltungsgericht geeinigt: Das Verfahren wurde eingestellt. Jedoch zu ganz klaren Bedingungen. Wir haben beide Seiten im Video befragt. Der Kläger aus Schwerte, der sich gegen eine Umbenennung der Agnes-Miegel-Straße in Kleine Feldstraße gesperrt hatte, hat eingelenkt und seine Klage zurückgezogen. Andreas Pap, Vertreter der Stadt, stimmte zu. Daraufhin hat der Richter des Verwaltungsgerichtes Gelsenkirchen das Verfahren eingestellt – jedoch zu ganz klaren Bedingungen. Auflage: Ausschuss muss Bürgerantrag prüfen Demnach hat sich der Kläger nur aus einem Grund auf den Deal eingelassen: Die Stadt Schwerte hat zugesagt, dass der zuständige Ausschuss des neuen Stadtrates sich mit einem Bürgerantrag gegen die Umbenennung auseinandersetzen wird, den der Kläger noch stellen will.

Athens Holocaust memorial defaced with threats against Jews

Vandals have defaced the Holocaust Memorial in Athens, writing threats against the Jewish community on it. The incident occurred Friday and police were immediately called to the scene, where they took fingerprints and opened an investigation, said Victor Eliezer, the secretary general of the Central Board of Jewish Communities in Greece. The graffiti included a purported quote from the Talmud, saying Jews who convert should be put to death, and threats that the synagogue in Athens would be destroyed. “Regretfully, 70 years after the end of World War II, which left millions of victims of bigotry, racism, Nazism and anti-Semitism behind, there are people beyond redemption aiming at terrorizing us by molesting the memory of our brothers, victims of the Holocaust,” said a statement from the Jewish community issued on Monday.

via jta: Athens Holocaust memorial defaced with threats against Jews

Community comes together to clean-up Jewish cemetery hit by racist vandals

More than 100 people from different walks of life came together to help restore Blackley Jewish Cemetery to its former glory. A defiant community has rallied around to clean up a Jewish cemetery targeted in a racist vandalism attack. More than 100 people from different walks of life came together to help restore Blackley Jewish Cemetery after dozens of headstones were pushed over and daubed with swastikas. The show of unity came as two teenage boys were arrested over the sickening attack. Harry Johnston, who helped organise Sunday’s clear-up, said it was a ‘heartwarming’ event to be involved in. He added: “These people have done a sterling job. We’ve had people from all different walks of society here – including Muslims, Christians and volunteers from Greater Manchester Police. (…) Mr Johnston, from the North Manchester Jewish Cemeteries Trust (NMJCT) charity, said organisers had only expected around 20 people to show up – so were overwhelmed by the turn out. He added that so many people came that there was not enough cleaning equipment to go round – so the work had to be done in shifts. The volunteers cleaned up the grounds of the cemetery, on Rochdale Road in Blackley, and cleared away items that had been dumped there including a refrigerator, a settee and a mattress.

via manchestereveningnews: Community comes together to clean-up Jewish cemetery hit by racist vandals

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