Category Archives: Revisionismus

Hungary: Jewish Nobel laureate not “Hungarian enough” for the ultra-right

Imre Kertész, a Hungarian author with Jewish roots who is a Nobel laureate, will receive the Order of St. Stephen, Hungary’s highest state honor, today. The Fascist party “Movement for a Better Hungary” (Jobbik), is opposed to his receiving it and has written an open letter on the subject to Hungarian President János Áder.  The decoration is being much discussed in the Hungarian press; to illustrate the situation in Hungary, we can quote, for example, the web portal Index.hu, which has published a commentary calling Kertész a “clown of the Holocaust”. Kertész will receive the medal together with the inventor of the famous Rubik’s Cube, Ernö Rubik. Kertész not “Hungarian enough” for Jobbik In its open letter, Jobbik criticizes the decision to award Hungary’s highest honor to Kertész, as the author has allegedly “questioned Hungarian-ness in the past.” In an interview for the newspaper Die Welt, Kertész said anti-Semites and right-wing radicals have a big say in Hungary and are incapable of acknowledging Hungary’s share of the blame for the transport of Jewish people to the concentration camps during the Holocaust. This comment, of course, was not a “questioning of Hungarian-ness”, but an allusion to the rising influence of Fascists there, precisely those from the Jobbik party. Kertész is also being criticized by some intellectuals for accepting the honor, albeit from a different position than Jobbik’s. Should the Nobel laureate accept the state honor, then according to Hungarian author Rudolf Ungváry he will be “absolving” the conservative right-wing government of Hungarian Prime Minister Viktor Orbán. According to Index.hu, accepting the award will mean Kertész is just Orbán’s underling, as it would be taken as implying approval of the Hungarian Government’s move this year to begin construction of a controversial memorial in the center of Budapest on the 70th anniversary of the occupation of Hungary by Germany, an idea that critics of Orbán interpret as an effort to push the responsibility of Hungary’s wartime leaders for the deportations of the Jews into the background.

via romea.cz: Hungary: Jewish Nobel laureate not “Hungarian enough” for the ultra-right

Jüdischer Friedhof in Gröbzig – Anlage erneut geschändet

Der jüdische Friedhof in Gröbzig wurde erneut geschändet. Vermutlich in der Nacht zu Sonntag hebelten die Täter die Friedhofstür auf und hinterließen antisemitische Schmierereien sowie Zeichen verfassungswidriger Organisationen. Marion Mendez, die Leiterin des Museum-Synagoge Gröbzig, ist entsetzt. Innerhalb nicht mal eines Jahres ist es auf dem jüdischen Friedhof erneut zu einer Schändung gekommen. Die Nachricht erreichte die Museumsleiterin im Urlaub und macht sie fassungslos. Vermutlich in der Nacht zum Sonntag muss es passiert sein. „Noch dazu am Sabbat“, einem Ruhetag, den das Judentum am siebenten Wochentag begeht. Mendez spricht von antisemitischen Schmierereien und davon, dass die Täter offenbar sehr gewaltbereit waren. Denn die Tür zum Friedhof wurde aus den Angeln gehoben. Hakenkreuze sollen im Eingangsbereich entdeckt worden sein. Sie habe die Jüdische Gemeinde Sachsen-Anhalt bereits informiert, sagt die Leiterin des Museums.

via mz-web: Jüdischer Friedhof in Gröbzig – Anlage erneut geschändet

Xavier Naidoo sagt, dass Deutschland “gar kein richtiges Land” ist

Auf der Montagsdemo in Mannheim hat Sänger Xavier Naidoo verschwörungstheoretischen Unsinn von sich gegeben. “Hat Deutschland ‘ne Verfassung?”, fragte er, “ist Deutschland noch besetzt?” Und: “Tut der (die) NSA gar nichts Verbotenes, sondern darf er (sie) das sogar, weil die Deutschen ihm (ihr) das per Gesetz erlauben, weil wir eigentlich gar kein richtiges Land sind und immer noch besetzt?”

via huff: Xavier Naidoo sagt, dass Deutschland “gar kein richtiges Land” ist

siehe auch: Wirres Deutschland – Xavier Naidoo und die Montagsdemos haben sich endlich gefunden. Manchmal fügen sich die Teile des Puzzles einfach zusammen. Da gibt es diese Person, bei der man ob ihrer furchtbaren Musik schon immer eine Ahnung hatte, dass da irgendwas nicht stimmen kann. Und dann sind da diese montäglichen Veranstaltungen, wo sich Deppen treffen, um sich die Welt mit ihren Verschwörungstheorien zu einem James-Bond-Film spannend zu reden. Und irgendwann (nämlich letzten Montag in Mannheim) kommt dann alles zusammen. Xavier Naidoo tritt bei der Montagsmahnwache auf. Endlich könnte man nun sagen, es ist zusammengekommen, was zusammen gehört. Kartoffel-R’n’B mit der Kartoffelverschwörung. Man möchte den Bildschirm anschreien, wenn man dieses Video anschaut. Nur kann man sich nicht entscheiden, warum. Ist es die Musik? Oder sind es die Behauptungen von Xavier? Nein, Xavier, Deutschland ist kein besetztes Land und obwohl über dem Zwei-plus-Vier-Vertrag nicht in Buntstift „Friedensvertrag“ drüber steht, damit auch du es raffst, so ist er doch essentiell genau das: der Friedensvertrag, der die Nachkriegszeit in Deutschland beendet hat. Natürlich ist das nicht das erste Mal, dass Naidoo mit seiner Reichsbürgerideologie auffällt.

Unbekannte schänden Denkmal für Opfer des Faschismus in Waren

In Waren an der Müritz haben unbekannte Neonazis den Todestag von Hitler-Stellvertreter Rudolf Heß genutzt, um das Denkmal für die Opfer des Faschismus zu schänden. Außerdem wurden in der Stadt mehrere schwarze Holzkreuze sowie zwei Transparente mit entsprechenden Botschaften angebracht. Die Polizei hat Ermittlungen wegen der Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen aufgenommen. „R. Hess“, „R. Hess 17.08.1987“ und „unvergessen“. Mit diesen Slogans waren fünf schwarze Holzkreuze versehen, die Unbekannte nachts in Waren an der Müritz aufgestellt hatten. Wahrscheinlich wollten die Täter mit ihrer Aktion an Rudolf Heß, den „Stellvertreter des Führers“ erinnern, der sich 1987 im Spandauer Kriegsverbrechergefängnis das Leben genommen hatte. (…) Mit dem Schriftzug „R. Hess“ schändeten vermutlich die gleichen Täter das örtliche Denkmal für die Opfer des Faschismus. Die beiden „S“ hatten die Schmierfinke als Runen geschrieben und damit direkten Bezug auf die „Schutzstaffel“ (SS) genommen, die 1945 als verbrecherische Organisation verboten worden war. Außerdem stellen Polizeibeamte zwei Transparente sicher, auf welche die Schriftzüge „BRD = Volkstod“ und „Rudolf Hess Es war Mord“ [sic!] gepinselt worden waren.

via endstation rechts: Unbekannte schänden Denkmal für Opfer des Faschismus in Waren

Friedhof in München: Grab von ukrainischem Nationalisten Bandera verwüstet

Kreuz umgestoßen, Blumen umgekippt, Erde umgegraben: Mitten in der Ukraine-Krise ist in München das Grab des umstrittenen ukrainischen Nationalisten und Separatistenführers Stepan Bandera beschädigt worden. Unbekannte haben das Grab des umstrittenen ukrainischen Politikers Stepan Bandera in München verwüstet. Der oder die Täter rissen ein menschengroßes Kreuz vom Sockel des Grabmals auf dem Münchner Waldfriedhof, wie eine Sprecherin der Polizei bestätigte. Zudem wurden Blumenvasen umgeworfen und Graberde entnommen. (…) Bandera lebte von 1909 bis 1959 und gilt heute als eine der schillerndsten Figuren der ukrainischen Geschichte. Im aktuellen Konflikt zwischen Russland und der Ukraine ist er eine besondere Reizfigur. Im Zweiten Weltkrieg kämpfte er als Anführer ukrainischer Nationalisten gegen die sowjetische Herrschaft, Historiker werfen ihm dabei die Zusammenarbeit mit den Nationalsozialisten vor. Seine Verbände sollen auch an einem Massaker an Juden und Kommunisten 1941 im westukrainischen Lemberg (Lwiw) beteiligt gewesen sein. Allerdings saß Bandera später auch mehrere Jahre im Konzentrationslager Sachsenhausen, nachdem er sich gegen die Nazis gewendet und einen unabhängigen ukrainischen Staat ausgerufen hatte.

via spon: Friedhof in München: Grab von ukrainischem Nationalisten Bandera verwüstet

30 Rechtsradikale halten Polizei in Willebadessen in Atem

Gruppe bezeichnete sich als “Volksangehörige des Freistaats Preußen”. Der Einsatz für die Polizei begann harmlos: Zunächst verständigt worden war sie am vergangenen Samstag, weil in Eissen, einem zur Stadt Willebadessen (Kreis Höxter) gehörenden Dorf, zwei Fahrzeuge mit selbst gefertigten Kennzeichen durch den Ort fuhren. Die Polizei entdeckte die Autos wenig später an einem Eissener Wohnhaus in der Agissenstraße. Als jedoch Beamte die Wagen näher überprüfen wollten, sahen sie sich plötzlich einer Gruppe von etwa 30 Personen gegenüber, die äußerst aggressiv eingestellt waren. Die Gruppe bezeichnete sich selbst gegenüber der Polizei als “Volksangehörige des Freistaats Preußen”. Die Personen wurden von Beobachtern vor Ort als rechtsradikal beschrieben. Die Polizei erklärte, dass es sich um eine Gruppierung gehandelt habe, die die Existenz des deutschen Staates ablehne und seine Organisationen nicht anerkenne.

via nw-news: 30 Rechtsradikale halten Polizei in Willebadessen in Atem

Alte Kameraden – Hitlers Elite beim Kaffeekränzchen

In Hannover treffen sich Mitglieder der Ordensgemeinschaft der Ritterkreuzträger. An der Vernetzung zwischen Alt und Jung arbeitet ein Bremer Rechtsextremist. Alle zwei Monate kommt die örtliche Sektion der „Ordensgemeinschaft der Ritterkreuzträger“ (ODR) in einer Kaffeestube in der hannoverschen Innenstadt zusammen. Hartmut Weeke, der zu den Zusammenkünften einlädt, will auf Nachfrage eigentlich gar nichts mit den Ritterkreuzträgern zu tun haben. Er habe sich nur um die Witwen der verstorbenen Kameraden gekümmert, man treffe sich nun zum netten Plausch. Dass Weeke der Sektionsleiter der ODR ist, verrät er nicht. 7.318 Soldaten, darunter 438 Waffen-SS-Angehörige, hatten ab 1939 als besondere Auszeichnung das Ritterkreuz erhalten, über dessen Verleihung Adolf Hitler persönlich entschied. Die „Ordensgemeinschaft“ wurde 1954 zur „Pflege und Förderung der Tradition echten Soldatentums“ gegründet. (…) Gräueltaten der Waffen-SS? „Manchmal“, sagt Weeke, „kann man das widerlegen.“ Und: „Der Ami war nicht anders.“ Diese Ansichten finden sich auch im Mitteilungsblatt der ODR, in dem auch Bücher rechtsextremer Verlage angekündigt werden. In der aktuellen Ausgabe, in der einem SS-Hauptsturmführer gedacht wird, beschwert sich etwa ein Ritterkreuzträger, dass Deutschland den gefallenen Soldaten nicht ausreichend gedenkt. Für die „menschliche und politische Katastrophe des Krieges“ trügen die Deutschen „keinesfalls allein die Verantwortung“. „Deutsche Streitkräfte führten den Krieg mit den gleichen Methoden wie die anderen“. (…) Die Zusammenarbeit von jungen und alten Kameraden vorantreiben, das hat sich das Magazin Ein Fähnlein des Bremer Rechtsextremisten Henrik Ostendorf vorgenommen. Ostendorf war Geschäftsführer des NPD-Verlags, setzte sich für den NS-Kriegsverbrecher Erich Priebke ein. Außerdem vertreibt er Soldatenbiografien, auch Schriften von SS-Mitgliedern.

via taz: Alte Kameraden – Hitlers Elite beim Kaffeekränzchen

Verurteilung wegen Äußerung zu Roma

Das Berufungsgericht bestätigt die Geldstrafe gegen einen französischen Parlamentarier, wegen seiner Äußerungen gegen die Roma. Der Anwalt kündigt Einspruch beim Kassationsgericht an. Ein französisches Berufungsgericht hat die Verurteilung eines Abgeordneten und Bürgermeisters wegen einer Äußerung zu den Morden an den Roma und Sinti während der NS-Diktatur bestätigt. Gilles Bourdouleix wurde am Dienstag wegen “Verherrlichung von Verbrechen gegen die Menschlichkeit” zu einer Geldstrafe von 3000 Euro verurteilt. Sein Anwalt kündigte daraufhin an, Einspruch beim Kassationsgericht einzulegen. Der langjährige Bürgermeister des Dorfes Cholet hatte im Juli 2013 bei einem Streit mit Roma und Sinti, die illegal auf einem Feld seiner Gemeinde campierten, gesagt, Hitler habe “vielleicht nicht genügend von ihnen getötet”. Ein Journalist der Zeitung “Le Courrier de l’Ouest” nahm den Satz auf, die Zeitung veröffentlichte die Aufnahme im Internet. Im Januar wurde er für die Äußerung zu einer Geldstrafe von 3000 Euro auf Bewährung verurteilt. Höhere Strafe Das Berufungsgericht im westfranzösischen Angers verschärfte die Strafe gegen den Politiker am Dienstag noch, da diesmal die Geldstrafe ohne Bewährung verhängt wurde. Die Menschenrechtsliga, die Zivilpartei war, äußerte sich zufrieden über das Urteil. Bourdouleix’ Anwalt Pierre Brossard sagte, das Gericht habe sich milde gezeigt, doch seinen Mandaten nicht für unschuldig erklärt.

via tageblatt: Verurteilung wegen Äußerung zu RomaVerurteilung wegen Äußerung zu Roma

Sachbeschädigung auf Jüdischen Friedhof in Sondershausen

Der Polizei wurde ein Sachbeschädigung am Jüdischen Friedhof gemeldet. Dazu gibt es folgende Meldung der Landespolizeiinspektion Nordhausen, verbunden mit der Bitte um sachdienliche Hinweise (…) Die eingesetzten Polizeibeamten stellten fest, dass unbekannte Täter den Friedhofszaun auf etwa drei Meter Länge beschädigt und einen Grabstein umgestoßen haben. Eine unmittelbare Absuche des Waldgebietes und der angrenzenden Wohngebiete blieben erfolglos. Ein Fährtenhund wurde eingesetzt und am Tatort wurden Spuren gesichert.

via nnz online: Sachbeschädigung auf Jüdischen Friedhof in Sondershausen

Unbelehrbar: Tochter von Nazi-Bestie Himmler wird 85

Gudrun B., die Tochter von Heinrich Himmler, feiert am Freitag ihren 85. Geburtstag. Mit der Presse spricht sie nicht – schlechte Erfahrungen. Sehr viel gesprächiger ist sie im Kreis des SS-Veteranenvereins, in dem sie sich engagiert. Reichsführer-SS, Chef von Gestapo und Polizei, KZ-Kontrolleur, Hauptverantwortlicher für den Holocaust, Herr über Leben und Tod: Nur der „Führer“ war im Dritten Reich noch mächtiger – und genauso grausam und gnadenlos wie Heinrich Himmler. Eine, die das noch immer ganz anders sieht und ihn glühend verehrt, ist seine in München lebende Tochter Gudrun. Am Freitag wird sie 85 Jahre alt und sieht keinen Grund, ihre Meinung zu ändern. Im Süden der Stadt, in Fürstenried, lebt Gudrun B. seit vielen Jahren mit einem Mann an ihrer Seite, der bei der NPD im Landesvorstand saß und publizistisch braunes Gedankengut verbreitet. Das ist ganz in ihrem Sinn. „Meine Ehre ist Treue“, den Wahlspruch, der schon für ihren Vater und die SS das Credo war, hält sie mit unbeugsamer Beharrlichkeit am Leben. (…) Sehr viel gesprächiger ist Gudrun B. im Kreis des SS-Veteranenvereins „Stille Hilfe für Kriegsgefangene und Internierte“, der jahrzehntelang als „gemeinnützig“ anerkannt war. Selbst grausamste NS-Täter werden von ihr und ihren Gesinnungsgenossen zu Opfern stilisiert, denen man helfen muss. Die Tochter Heinrich Himmlers ist das prominenteste Mitglied des Vereins, ihr hören alle andächtig zu. Auf bloßes Reden ist ihre Aktivität allerdings nicht beschränkt. (…) „Püppi“, wie sie von ihrem Vater genannt wurde und „Nazi-Prinzessin“ von der Bevölkerung, begleitete Himmler mehrfach bei offiziellen Anlässen. Auch beim Besuch im KZ Dachau war sie dabei und notierte voller Begeisterung: „Heute haben wir das Konzentrationslager in Dachau besucht. Wir schauten uns so viel an, wie wir konnten. Wir sahen die Gartenarbeiten. Wir sahen die Birnbäume. Wir sahen all die Bilder, die Häftlinge gemalt hatten. Wunderbar.“

via tz: Unbelehrbar: Tochter von Nazi-Bestie Himmler wird 85

Auf Plakaten in der Felsberger Altstadt wird Israel mit SS verglichen – Keine Straftat

Sie sind nicht zu übersehen – und bergen reichlich Zündstoff: An einem Haus an der Ortsdurchfahrt in der Felsberger Altstadt hängen seit einigen Tagen Plakate mit Parolen wie „Israel Rassisten wie die SS”. Rechtlich ist daran zwar nichts zu beanstanden – aber einige Felsberger reagieren verärgert auf die Plakate. So gaben der Mädchentreff und das Evangelische Jugendzentrum in Felsberg am Mittwoch eine gemeinsame Presseerklärung heraus: „Das ist Volksverhetzung“, heißt es darin über die Parolen, und weiter: „Wir bitten die Verantwortlichen, die Plakate zu entfernen.“ Auch die Stadt hat reagiert: „Ich habe das an die Polizei weitergegeben“, sagte Stadtrat Hans Poth. Die Polizei beschlagnahmte die Plakate und gab sie an die Staatsanwaltschaft weiter – aber die habe keinen Straftatbestand feststellen können, sagte Polizeisprecher Markus Brettschneider. Die Plakate gingen zurück an den Hauseigentümer, und der hängte sie wieder auf.

via hna: Auf Plakaten in der Felsberger Altstadt wird Israel mit SS verglichen – Keine Straftat

Jubiläumsfeier für Geschichtsrevisionisten

Im thüringischen Guthmannshausen hat der „Verein Gedächtnisstätte“ sein 22-jähriges Jubiläum gefeiert. Rund 20 Jahre nach seiner Gründung fungiert der Verein als einigende Klammer der extrem rechten Szene. (…) Seitdem der rechtsextreme „Verein Gedächtnisstätte“ die Immobilie vom Land Thüringen erworben hat, geben sich dort unliebsame Besucher ein Stelldichein. Der 1992 im westfälischen Vlotho gegründete Verein ist Teil eines bundesweiten Netzwerks von Holocaust-Leugnern und Geschichtsrevisionisten. Schon gleich nach dem Wechsel vom sächsischen Borna in das neue Domizil am östlichen Teil des Thüringer Beckens hatte die Vereinsmitbegründerin Ursula Haverbeck, ehemals Vorsitzende des 2008 verbotenen „Collegiums Humanum“, über „Die Vertragsbrüche der Bundesregierung“ gesprochen, inzwischen findet fast einmal im Monat eine Veranstaltung mit Referenten aus der extremen Rechten oder dem rechten Rand statt. (…) Angeblich hat der Verein dem dreiköpfigen Team des Sicherheitsdienstes mehrere Ehrenamtliche zugeteilt, die ebenfalls das T-Shirt der Mitarbeiter tragen. Dazu gehört auch einer der aktivsten Neonazis in Thüringen, Michel Fischer, der im Shirt des Sicherheitsunternehmens einen Journalisten körperlich bedrängt und ihm in die Kamera greift, als er vom öffentlichen Teil der Straße das Herrenhaus filmen will. Fischer zeigt sich gern im T-Shirt der „Weisse Wölfe Terrorcrew Thüringen“ und wurde erst im vergangenen Monat wegen Körperverletzung verurteilt. (bnr.de berichtete) Etwa 80 Personen reisten Anfang August nach Gutmannshausen, um das 22-jährige Jubiläum des 1992 gegründeten Vereins zu feiern, sie kamen teils mit Kleinbussen und Wohnmobilen aus dem gesamten Bundesgebiet und Nachbarländern wie Österreich und Italien. Viele trugen Poloshirts mit Symbol und Schriftzug des Vereins „Gedächtnisstätte“, aus den Kofferräumen der Fahrzeuge wurden Kartons und Materialien in das Haus getragen. Für den Shuttleservice war Hartmut Klink aus Künzelsau zuständig, der mit seinem silbermetallic farbenen Kleinbus immer wieder Nachzügler abholte. Er ist der Ehemann der Vorsitzenden des völkischen und antisemitischen „Bundes für Gotteserkenntnis (Ludendorff) e.V.“ und in Guthmannshausen später für die „Eingangsmusik“ bei der Jubiläumsfeier zuständig. Immer wieder war von den Teilnehmern zu hören, es gehe doch nur um ein Gedenken an die deutschen Opfer des Zweiten Weltkriegs: „Im Gegensatz dazu, dass in Deutschland ja immer nur an andere Opfer gedacht wird“. (…) Für die personelle Ausgestaltung des Jubiläums griff der Verein auf bereits erprobte Referenten zurück, die schon in der Vergangenheit in Guthmannshausen gesprochen haben. So war der zweite Vereinsvorsitzende Albrecht Jebens am Samstag für die Gedichtrezitation zuständig. Das ehemalige CDU-Mitglied referierte schon bei der NPD und war im Vorstand der bundesweit größten rechtsextremen Kulturvereinigung „Gesellschaft für freie Publizistik“ (GFP) ebenso aktiv wie auch in der Geschäftsführung des „Studienzentrums Weikersheim“. Experten gilt Jebens als einer „der führenden Köpfe in der Grauzone zwischen Rechtskonservatismus und Rechtsextremismus“. Auch der 1931 geborene Paul Latussek gehörte am ersten Augustwochenende zu den Referenten auf dem Rittergut.

via bnr: Jubiläumsfeier für Geschichtsrevisionisten

siehe auch: Holocaust-Leugner unter sich in Thüringen. Im ehemaligen Rittergut Guthmannshausen haben sich am Wochenende Holocaust-Leugner aus ganz Europa getroffen. Was sie besprachen, kann der unbeteiligte Interessierte nur erahnen: “Fremde” wurden auf Abstand gehalten. Ungestört wollen sie sein, die Medien sind nicht erwünscht. Dafür sorgen stramme Männer einer Hamburger Security-Firma. Unter deren Fachleuten finden sich auch polizeibekannte Rechtsextremisten aus Thüringen. Das mag ein Zufall sein – wie das Unternehmen auf Anfrage behauptet. Ideologisch gesehen ist es kein Wunder. Denn die Herrschaften, die sich zwei Tage lang im ehemaligen Rittergut Guthmannshausen im Kreis Sömmerda treffen, haben ihr ganz eigenes Geschichtsbild. Unter dem Deckmantel des Gedenkens an die Opfer des Zweiten Weltkrieges agieren sie gegen den demokratischen Verfassungsstaat und transportieren geschichtsrevisionistisches Gedankengut – so formuliert es der Thüringer Verfassungsschutz. Der harmlos klingende Verein “Gedächtnisstätte e.V.” hat zu dem Treffen eingeladen. Holocaust-Leugner aus Deutschland, Österreich, Italien (Südtirol) und der Schweiz sind gekommen, um das 22-jährige Bestehen des rechtsextremistischen Vereins zu feiern und ein Denkmal einzuweihen.

Tory adviser played host to world’s most notorious Holocaust denier

A special adviser to a Conservative cabinet minister played host to David Irving — the world’s most notorious Holocaust denier — at an event while a student in 2007. As chair of the Oxford Union, Luke Tryl, now an aide to the new education secretary Nicky Morgan, reaped a whirlwind of controversy after he invited Irving to a debate alongside then BNP leader Nick Griffin. ‘Historian’ Irving, whose Holocaust revisionism and denial has been comprehensively dismissed by academics, was invited on grounds of free speech — despite the credibility that the prestigious union and its links with the city’s university threatened to lend his views. In a 2000 legal case in which a judge ultimately branded Irving “a racist, an anti-Semite and an active Holocaust denier”, the court heard: “Irving has fallen so far short of the standards of scholarship customary amongst historians that he does not deserve to be called a historian at all.”

via politicalscrapbook: Tory adviser played host to world’s most notorious Holocaust denier

Minister Balog: Es gab keine Deportationen von Roma aus Ungarn

Staatliche Geschichtsfälschung auf neuen Höhen: Ausgerechnet anlässlich des Roma-Holocaust-Gedenktages erklärte der für die Romaintegration zuständige Minister Zoltán Balog, aus Ungarn habe es keine Deportationen von Roma in die Vernichtungslager der Nazis gegeben. Kritiker sehen den Straftatsbestand der partiellen Holocaustleugnung erfüllt.  Ein guter Zeitpunkt für den Vorsitzenden des Zentralrats der Sinti und Roma in Deutschland Romani Rose, seinen ungarischen Verdienstorden zurückzugeben.. Als „Porajmos“ (dt. „das Verschlingen“) wird in Romanes der Genozid an den Sinti und Roma während der Zeit des Nationalsozialismus bezeichnet. Am 2. August 1944 wurden fast 3000 Sinti und Roma im KZ Auschwitz-Birkenau von den Nazis ermordet, darunter viele aus Ungarn.  Jedes Jahr am 2. August wird in Ungarn an die Opfer des Porajmos erinnert, auch von staatlicher Seite. Minister für Humanressourcen Zoltán Balog (Fidesz), der auch für die Romaintegration zuständig ist, erklärte anlässlich des Gedenktags im staatlichen Kossuth Radio, aus Ungarn habe es keine Deportationen von Roma in die Vernichtungslager der Nazis gegeben, und eine übertriebene Opfermentalität erzeuge Schizophrenie wie im Fall der jüdischen Holocaustüberlebenden und ihren Nachkommen. Die größte Tragödie für die Roma, so Balog, sei weniger der Holocaust, sondern dass sie ein “Volk ohne Geschichte” seien.  Im Kontext der Mordserie an Roma 2008/09, deren letzter Mord ausgerechnet am 2.August 2009 verübt wurde, sagte Balog “ironisch”,  “die Mörder besaßen offenbar einen Sinn für Stil, ihren Haß auf diese Volksgruppe auf diese Weise zu zeigen.”  Blog Vastagbőr erinnert in diesem Zusammenhang an geltendes Recht: “Wer vor großer Öffentlichkeit die Würde der Opfer des Holocaust verletzt, indem er die Tatsache des Holocaust leugnet, anzweifelt oder verharmlost, begeht eine Straftat und ist mit einer Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren zu belangen.” Das Roma-Pressezentrum (auf der schwarzen NGO-Liste der ungarischen Regierung), reagierte mit Zitaten aus Berichten von Holocaust-Überlebenden, die im Herbst 1944 von ungarischen Gendarmen zuerst in Komárom interniert und dann nach Auschwitz und andere Vernichtungslager deportiert wurden. Sie stammen aus dem vom Roma Pressezentrum 2000 herausgegebenen Band “Porrajmos”, auf Romanes, Ungarisch und Englisch (s.u.). Iván Andrassew weist in der Népszava darauf hin, dass der ungarische Staat keine Mittel für zivile Gedenkveranstaltungen des Roma-Holocaust bewilligt hatte, und das Denkmal der Deutschen Besatzung keine Aufschrift auf Romanes bekam.

via pusztaranger: Minister Balog: Es gab keine Deportationen von Roma aus Ungarn

Romanian watchdog outraged by ad for lampshade made of human skin

A Romanian watchdog on anti-Semitism complained to police about the sale online of an item advertised as a lampshade made of the skin of a Holocaust victim. The lampshade was advertised online by an unidentified individual from Targu Jiu, located 145 miles northwest of Bucharest, who priced the lapshade at $26,800, the Antena 1 news channel reported on Saturday. The Center for Monitoring and Combating Antisemitism in Romania, or MCA Romania, wrote a letter to the county’s police and to Romanian Police Chief Viorel Salvador Caragea to prevent “this despicable trade,” which MCA Romania said is “outrageous and macabre.”

via jta: Romanian watchdog outraged by ad for lampshade made of human skin

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