Hass-Postings auf Facebook: Diversion für 25-Jährigen

Am Landesgericht Korneuburg ist am Dienstag ein Prozess gegen einen 25-Jährigen wegen Verhetzung mit dem Angebot auf eine Diversion gegen Erbringung gemeinnütziger Leistung vorerst eingestellt worden. Der Niederösterreicher bereute “im Prinzip”, die laut Anklage antisemitischen Postings auf der persönlichenFacebook-Seite von Außenminister Sebastian Kurz (ÖVP) getätigt zu haben. “Ich bereue es im Prinzip, aber ich war damals sehr empört, als die Juden Gaza bombardiert haben”, erklärte der Wirtschaftsingenieur. “Ich meinte aber nicht, dass alle Juden komplett ausradiert werden sollen”, betonte er. Laut Staatsanwalt Thomas Ernst hatte der Niederösterreicher folgenden Eintrag veröffentlicht: “Friede existiert erst dann wenn die juden komplett verschwinden!! 1950 hatten sie nicht mal ein Platz und jetzt sinds im Palästina und ermorden dort menschen um mehr fläche zu kriegen!! Hitler hat eindeutig zu wenig gemacht!!”. Falsche Wortwahl unter Frust Mit der Aussage, dass die “Juden komplett verschwinden”, habe er gemeint “aus dem Gaza-Streifen”. Daraufhin hielt ihm Richterin Anna Wiesflecker vor, dass er auch “Hitler hat eindeutig zu wenig gemacht” gepostet hat und dies in diesem Kontext als Verhetzung anzusehen ist. “Das war eine falsche Wortwahl. Ich habe das unter Frust geschrieben”, so der Angeklagte.
Leistet der Wirtschaftsingenieur nun innerhalb von sechs Monaten 100 Stunden gemeinnützige Arbeit und begleicht die Pauschalkosten, wird das Verfahren eingestellt. Der 25-Jährige bliebe somit ohne Vorstrafe.

via derstandard: Hass-Postings auf Facebook: Diversion für 25-Jährigen

Die fünf beliebtesten Lügen der Nazi-Verteidiger

Von Auschwitz bis Zweiter Weltkrieg: Rechtsextremisten und ihre Sympathisanten versuchen immer wieder, nachgewiesene Tatsachen über das Dritte Reich und den Holocaust kleinzureden. Wahrscheinlich gibt es jede Woche irgendwo in Deutschland Vorträge wie den von Dirk Helms in Stockelsdorf (Schleswig-Holstein): Keine 20 Zuhörer verfolgten, wie er am vergangenen Donnerstagabend über “Mut zu Deutschland” sprach. Es handelte sich um eine Veranstaltung der Alternative für Deutschland (AfD) – und Helms griff ganz tief in das Repertoire der Geschichtsfälscher. Laut dem Bericht der “Lübecker Nachrichten” sagte er unter anderem, die Gaskammer im KZ Dachau sei erst nach der Befreiung von den Alliierten gebaut worden. Offenbar kein Einzelfall: Martin Sichert, den zeitweiligen Vorsitzenden des Nürnberger Kreisverbandes, will AfD-Chef Bernd Lucke aus der Partei ausschließen lassen – wegen der Äußerung, im Zweiten Weltkrieg hätten “die zwei größten Massenmörder gesiegt”. Beide Vorfälle zeigen voneinander unabhängig, dass Rechtsextremisten und ihre Sympathisanten weiterhin mit den Fakten der deutschen Zeitgeschichte hadern – und darauf setzen, beim Publikum auf Verständnis zu stoßen. Ein kleiner Überblick, was der deutschen Öffentlichkeit bevorstehen könnte.

via welt: Die fünf beliebtesten Lügen der Nazi-Verteidiger

Das Braune Haus in Jena ist Geschichte!

Heute haben Neonazis wohl die letzten Überbleibsel aus dem “Braunen Haus” in der Jenaischen Str. 25 in Jena geräumt. Damit scheint es so, als wäre das ehemalig überregional agierende NPD-Schulungszentrum, Treffpunkt und Rückzugsraum für Neonazis und ihre Kameradschaften nun final geschlossen und von den Neonazis selber aufgegeben. Bereits seit dem 26.August 2009 war das Gebäude bauaufsichtlich gesperrt und nur noch für Reparatur oder Renovierungsmaßnahmen zugänglich. Auch die umliegenden Anwohner meldeten, dass es nur noch selten zu Veranstaltungen oder Treffen im Garten käme. Den letzten medialen Wirbel machte das “Braune Haus” im Juni 2012, als es wegen Verdacht der Vorbereitung von “staatsgefährdenden Gewalttaten” von der Polizei durchsucht wurde. Überraschend war diese Entwicklung jedoch nicht, bereits im Februar 2011 ersteigerten zwei Neonazis das Gebäude Burg 19 in Kahla. Seitdem verlagern sich die Aktivitäten des Freien Netzes, aber auch von Kampagnen wie “Solidarität mit Wolle” immer mehr in die thüringische Provinz.

via jg-stadtmitte: Das Braune Haus in Jena ist Geschichte!

Neonazi-Liederabend in Karlsruhe

Offenbar getarnt als „Geburtstagsfeier“ ging in einer Karlsruher Sportsbar am vergangenen Samstag ein Konzert mit Liedermachern der extrem rechten Szene über die Bühne. Die Kneipe gilt als Treffpunkt von Neonazis und Hooligans; der Staatsschutz hat sie nach eigenen Angaben seit einiger Zeit im Visier. Ja, man habe das Geschehen im Auge gehabt, bestätigte ein Polizeisprecher einer lokalen Nachrichtenseite. Rund 30 Personen seien vor Ort gewesen, Ausschreitungen habe es keine gegeben. Einen Grund zur Entwarnung wollte er indes nicht geben: „Wir werden das weiter im Blick behalten. Auch wenn die Veranstaltung friedlich verlief, könnte sich darüber hinaus eine gefährliche Entwicklung ergeben.“ Die Rede ist von einem Liederabend der Neonazi-Szene, der am vergangenen Samstag in einer als Hooligan-Treffpunkt bekannten Kneipe in Karlsruhe stattgefunden hat. Offenbar, um dem Treffen einen unverfänglicheren Charakter zu verleihen, sei die Veranstaltung als Geburtstagsfeier getarnt gewesen. Nicht der erste Vorfall – mindestens ein weiterer Musikevent soll in der in der Innenstadt gelegenen Lokalität in der Vergangenheit geplant gewesen sein, berichten Beobachter. Erinnerungen werden wach In der „Sports- bzw. Lifestylebar“ verkehren diesem Bericht zufolge regelmäßig Personen, die dem „Hooligans gegen Salafisten“ (HoGeSa)-Netzwerk angehören sollen.

via endstation rechts: Neonazi-Liederabend in Karlsruhe

Ukraine’s Oligarchs: A Who’s Who Guide

This is part 1 of VICE News’ guide to Ukraine’s oligarchs. Shark tanks, underground swimming pools, deluxe cars, a Qatari prime minister as a next-door neighbor and friends in diamond-dealing Russian mafia gangs: Ukraine’s oligarchs, notorious for their dodgy deals and criminal associates, are a hardy bunch born from the ruins of the Soviet Union, and they know how to live in style. But now, as Ukraine finds itself center stage in a geopolitical tug-of-war between East and West, its elite class are facing the toughest challenge of their careers as they attempt to navigate the crisis with all their assets intact. Our who’s-who guide to Ukraine’s oligarchs brings you the down low on who’s setting up a private army, who’s doing double-cross backroom deals, and who looks set to go from hero to zero.

via vicer: Ukraine’s Oligarchs: A Who’s Who Guide

Ukraine Used Cluster Bombs, Evidence Indicates

A casing carrying cluster munitions that landed in a shed. Press officers for the Ukrainian military denied that their troops had used cluster weapons in the conflict. The Ukrainian Army appears to have fired cluster munitions on several occasions into the heart of Donetsk, unleashing a weapon banned in much of the world into a rebel-held city with a peacetime population of more than one million, according to physical evidence and interviews with witnesses and victims. Sites where rockets fell in the city on Oct. 2 and Oct. 5 showed clear signs that cluster munitions had been fired from the direction of army-held territory, where misfired artillery rockets still containing cluster bomblets were found by villagers in farm fields. The two attacks wounded at least six people and killed a Swiss employee of the International Red Cross based in Donetsk. If confirmed, the use of cluster bombs by the pro-Western government could complicate efforts to reunite the country, as residents of the east have grown increasingly bitter over the Ukrainian Army’s tactics to oust pro-Russian rebels. Further, in a report released late Monday, Human Rights Watch says the rebels have most likely used cluster weapons in the conflict as well, a detail that The New York Times could not independently verify. The army’s use of cluster munitions, which shower small bomblets around a large area, could also add credibility to Moscow’s version of the conflict, which is that the Ukrainian national government is engaged in a punitive war against its own citizens. The two October strikes occurred nearly a month after President Petro O. Poroshenko of Ukraine signed a cease-fire agreement with rebel representatives. “It’s pretty clear that cluster munitions are being used indiscriminately in populated areas, particularly in attacks in early October in Donetsk city,” said Mark Hiznay, senior arms researcher at Human Rights Watch, in emailed comments after the report was completed. “The military logic behind these attacks is not apparent, and these attacks should stop, because they put too many civilians at risk.”

viua nyt: Ukraine Used Cluster Bombs, Evidence Indicates

siehe auch: Ukraine: Widespread Use of Cluster Munitions. Government Responsible for Cluster Attacks on Donetsk. It is shocking to see a weapon that most countries have banned used so extensively in eastern Ukraine. Ukrainian government forces used cluster munitions in populated areas in Donetsk city in early October 2014, Human Rights Watch said today. The use of cluster munitions in populated areas violates the laws of war due to the indiscriminate nature of the weapon and may amount to war crimes.
During a week-long investigation in eastern Ukraine, Human Rights Watch documented widespread use of cluster munitions in fighting between government forces and pro-Russian rebels in more than a dozen urban and rural locations. While it was not possible to conclusively determine responsibility for many of the attacks, the evidence points to Ukrainian government forces’ responsibility for several cluster munition attacks on Donetsk. An employee of the International Committee of the Red Cross (ICRC) was killed on October 2 in an attack on Donetsk that included use of cluster munition rockets.

Verbotene Jobbik-Bürgerwehr gründet sich neu, Verfahren gegen Neue Ungarische Garde eingestellt

Aktuelles von den Nachfolgeorganisationen der verbotenen Ungarischen Garde: Letzte Woche gründete sich die kürzlich verbotene Bürgerwehr “Schönere Zukunft” unbehelligt von der Polizei in der Budapester Innenstadt neu, und ein Verfahren gegen die “Neue Ungarische Garde” wurde aus formalen Gründen eingestellt. Tatsächlich treten ungarische Regierungspolitiker seit Jahren auf völkischen Großveranstaltungen auf, die von der Neuen Ungarischen Garde gesichert werden. Verbotene Bürgerwehr “Schönere Zukunft” gründet sich neu Die durch durch ihre Aufmärsche in Gyöngyöspata 2011 bekannt gewordene Jobbk-Bürgerwehr “Für eine schönere Zukunft” wurde am 8. Oktober von einem Gericht in Gyula in zweiter Instanz verboten. Laut Urteilsbegründung hatte der Vorsitzende in Kunhegyes und Devecser rassistische und ausgrenzende Ansprachen gegen Roma gehalten. Am 17. Oktober gründete sich die Bürgerwehr auf dem Budapester Erzsébet tér neu: Statt eines eingetragenen Vereins als “Magyarische Selbstverteidigungsbewegung” (Magyar Önvédelmi Mozgalom). Der Vorsitzende Attila László erklärte in seiner Rede, man nehme das Verbot zur Kenntnis, wolle sich jedoch nicht damit abfinden und werde die Arbeit nun in anderer Form fortsetzen. “Sollte die Situation es erfordern, sind wir bereit, mit angemessener physischer Kraft zu verteidigen, was uns, was den Magyaren gehört – unser ungarisches Vaterland”. (Video, s.u.) Auf der Veranstaltung mit etwa 100 Teilnehmern kam es zu einer kleineren Rangelei, als eine Passantin  dem Vorsitzenden der “Neuen Ungarischen Garde” József Ináncsi, der sich über “Zigeunerkriminalität” ausgelassen hatte, mit dem Ausruf “Faschisten!” das Redemanuskript aus der Hand riss. Die Frau wurde von den Ordnern (d.h. Gardisten) abgeführt  –  es fielen die Sätze “Was ist, Jüdin, passt dir was nicht?”, “Dreckige Jüdin!” – und der Polizei übergeben  (Népszava). Der Vorfall ist im Video von hir24 zu sehen; einige Teilnehmer begrüßen sich demonstrativ mit dem Gruss der Pfeilkreuzler (“Durchhalten, hoch lebe Szálasi!”), und auch ein  Tattoo mit SS-Runen darf nicht fehlen.

via pusztaranger: Verbotene Jobbik-Bürgerwehr gründet sich neu, Verfahren gegen Neue Ungarische Garde eingestellt

“heute show” im Bundestag – Überall Ungereimtheiten

Die Polit-Satire heute show bekommt keine Drehgenehmigung im Deutschen Bundestag. Bei der Sendung handele es sich um “keine politisch-parlamentarische Berichterstattung”, begründet der Pressesprecher des Bundestags die Absage. Auf eine Anfrage begründet der Deutsche Bundestag die Verweigerung der Drehgenehmigung ausführlich, das ZDF gibt sich einsilbig. (…) Auf der Facebook-Seite der ZDF-Sendung veröffentlichen Fans die Mail-Adresse der Pressestelle des Bundestags und fordern zu Protesten auf. “Vater Staat sollte lernen, mit Humor und eventuell indirekt geäußerter Kritik umzugehen”, ist dort noch eine im Verhältnis dezent geäußerte Kritik am Vorgehen des Bundestags. Die Begründung der verweigerten Drehgenehmigung Das Wesen der heute show und ihrer Macher hatte ZDF-Programmdirektor Norbert Himmler anlässlich des fünften Geburtstages der Sendung im Mai dieses Jahres so beschrieben: “Sie schaffen es, dass Politiker, Wähler und nicht zuletzt das ZDF sich über sich selbst zugleich ärgern und amüsieren können.” Nun hat die freitagabendliche Polit-Satire die Politiker offensichtlich so sehr verärgert, dass die Berliner Elite zurückschlägt. Am Freitagabend verkündete Welke, dass der Bundestag über seinen Pressesprecher Ernst Hebeker habe ausrichten lassen, dass der ZDF-Show keine Genehmigung erteilt werden könne, in der Lobby des Bundestags zu drehen. Denn bei der heute show, so wird Hebeker in der Sendung zitiert, handele es sich um “keine politisch-parlamentarische Berichterstattung”. “Fanpost” wird Hebeker vermutlich im Verlauf des Wochenendes eine Menge bekommen haben, weshalb eine Bitte von SZ.de um Stellungnahme auch erst am späten Montagnachmittag beantwortet wurde. Die Absage wird damit begründet, dass “die Absicht offenbar wurde, unter Verstoß gegen die hiesige Geschäftsordnung im Reichstagsgebäude eine Satire-Inszenierung aufzuzeichnen”. Zum einen habe die Produktionsfirma der heute show (Prime Productions) einen Protagonisten auf der Pressetribüne filmen wollen – was qua Beschluss des Ältestenrates von 2005 nur zur unmittelbaren politisch-parlamentarischen Berichterstattung erlaubt sei. Zum anderen habe laut der schriftlichen Erklärung aus dem Pressereferat des Bundestags eine “Ungereimtheit” darin bestanden, “dass Prime Productions den – regelmäßig mittwochs stattfindenden – Tagesordnungspunkt ‘Befragung der Bundesregierung’ als thematische Begründung nannte, die Drehgenehmigung aber für den Donnerstag beantragte”. Außerdem definiere das ZDF als Auftraggeber die heute show auf seiner Internetseite als “Kleinkunst/Kabarett”. Will wohl heißen: Kabarett und Politik, das geht nicht zusammen.

via sz: “heute show” im Bundestag – Überall Ungereimtheiten

“Politisch motiviert” – #Hacker greifen Goldshop der #AfD an

Die AfD versucht, mit dem Verkauf von Goldbarren und -münzen ihre Parteikassen zu sanieren. Eine Millionensumme soll erlöst werden. Nun ist der Shop erst einmal vom Netz, stattdessen ermitteln Sicherheitsbeamte. Die AfD ist Ziel eines Hackerangriffs geworden. Ein Unbekannter habe sich Zugriff auf E-Mails verschafft und die Daten einer zweistelligen Zahl von Goldshop-Käufern vergangene Woche im Internet veröffentlicht, sagte Parteisprecher Christian Lüth. “Es saß jemand auf dem Server, der E-Mails mitlesen konnte.” Es seien mutmaßlich nicht nur einzelne Mails gelesen worden. “Wir gehen davon aus, dass das politisch motiviert war.” Die rechtskonservative Partei will mit dem Verkauf von Goldbarren und -münzen ihre Parteifinanzen sanieren. Sie hofft, zwei Millionen Euro zu erlösen.

via ntv: “Politisch motiviert” – Hacker greifen Goldshop der AfD an

siehe auch: Hacker greifen Gold-Shop der AfD an. Die AfD ist Ziel eines Hackerangriffs geworden. Unbekannte veröffentlichten Daten mehrere Kunden, die im Gold-Shop der Partei eingekauft hatten. Ein Unbekannter habe sich Zugriff auf E-Mails verschafft und die Daten einer zweistelligen Zahl von Goldshop-Käufern vergangene Woche im Internet veröffentlicht, sagte AfD-Sprecher Christian Lüth am Montag auf dpa-Anfrage.

NSU-Verbindung: Neonazi-Kader wohnte jahrelang in Bayreuther Burschenhaus

Die Bayreuther Burschenschaft Thessalia beherbergte elf Jahre lang einen Thüringer Neonazi-Kader. Er gilt als Intimus der Terrorzelle NSU. Jetzt wollen die Grünen im Stadtrat die Verbindung vom Volkstrauertag ausschließen. Einen Hehl aus ihrer Geisteshaltung hat die Bayreuther Burschenschaft “Thessalia zu Prag” nie gemacht: Auf ihrer Internetseite heißt es, es sei “selbstverständlich, daß nur Thessale werden kann, wer deutscher Herkunft ist, egal welchen Paß er trägt”. Dieser “Ariernachweis” ist jedoch fast eine Petitesse gegen die Nähe der Burschenschaft zum rechtsterroristischen NSU, der im Zuge der Ermittlungen nun öffentlich wird. Denn bis vor wenigen Jahren ging im Verbindungshaus der Thessalia auch ein Intimus des Rechtsterroristen-Trios um die in München angeklagte Beate Zschäpe ein und aus. Mario B. lebte zwischen 1997 und 2008 durchgehend in dem Haus am Wittelsbacher Ring unweit des Bayreuther Schlosses, bis einschließlich 2010 hatte er das Verbindungshaus als seinen Nebenwohnsitz gemeldet. Sechs Semester lang studierte er an der dortigen Uni Jura, bevor er das Studium abbrach. Aus “Prüfungsangst”, wie er in einer Vernehmung angab. Auch ohne Staatsexamen konnte B. sein Wissen aus Bayreuth für die extremistische Sache nutzen. Gemeinsam mit dem führenden Neonazi-Kader und V-Mann Tino Brandt führte er “Rechtsschulungen” und “Jungsturmbelehrungen” durch. Darin berieten sie ihre Gesinnungsgenossen im Umgang mit der Polizei und zum Verhalten bei Festnahmen und Vernehmungen. Zu Beginn seiner Studienzeit wurde B. auch dem harten Kern des sogenannten Thüringer Heimatschutzes zugerechnet, der Bericht des NSU-Ausschusses im Thüringer Landtag nennt ihn als “Führungskader”. 1998 flog B. laut Verfassungsschutz-Informationen gemeinsam mit dem Neonazi Andre K. nach Südafrika. Die Flugtickets für rund 3400 Mark buchte und bezahlte B. laut dem “Nordbayerischen Kurier” in einem Bayreuther Reisebüro. “Äußerster Rand der Gesellschaft” Andre K. gab im Münchner NSU-Prozess gegen die mutmaßliche Rechtsterroristin Beate Zschäpe zu, B. und er hätten am Kap einen Unterschlupf für Uwe Böhnhardt, Uwe Mundlos und Zschäpe gesucht.

via spon: NSU-Verbindung: Neonazi-Kader wohnte jahrelang in Bayreuther Burschenhaus

Dossier / Beiträge zu Rechts-Anwältin (RA) Nicole Schneiders: http://goo.gl/cbPp0


Dossier Rechtsterrorismus / articles about right-wing terrorism:
Nationalsozialistischer Untergrund – Uwe Böhnhardt, Uwe Mundlos, Beate Zschäpe. Polizistinnenmord, Rohrbombe, Thüringer Heimatschutz (THS)
Dossier: Kategorie NSUhttp://bit.ly/ths-nsu

Sachsen: AfD-Fraktion auf den Spuren der NPD

Die AfD sitzt im Landtag in Sachsen, während die NPD ihre Büros räumen musste. Zum Auftakt knüpft die AfD aber an Strategien der NPD an – ihre erste Anfrage beschäftigt sich nach eigenen Angaben mit dem Thema “Linksextremismus/Antifa”. “Premiere! Das ist unsere erste “kleine Anfrage”, die wir am Freitag auf den Weg gebracht haben” – mit diesen Worten stellt die AfD-Fraktion in Sachsen der Öffentlichkeit die offenbar erste parlamentarische Aktivität im Landtag von Sachsen vor. Und darin geht es nicht um die viel beschworene Familie, Bildung oder Wissenschaft, nicht um Wirtschaft oder Finanzen (alles Themen, die im Wahlkampf eine große Rolle spielten), sondern die AfD möchte die “Aktivitäten der extremen Linken/Antifa in Sachsen im September” abfragen (Themen, die sich im Wahlprogramm nicht einmal finden lassen). Das kann man natürlich machen, wir leben schließlich in einem freien Land (auch wenn nicht wenige AfD-Anhänger das wohl anders sehen), aber man muss sich dann eben auch die Einordnung gefallen lassen, dass die AfD damit exakt in die Fußspuren der NPD tritt. Die hatte sich in ihren Anfragen regelmäßig mit dem politischen Gegner beschäftigt. Der Wissenschaftler Michael Nattke hatte bereits 2009 für Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern die Aktivitäten der NPD-Fraktionen analysiert und kam zu dem Ergebnis, dass sich circa 17 % der NPD-Anfragen im sächsischen Landtag rund um die politischen Gegner der NPD drehten. Sowohl in Sachsen als auch in MV möchte sich die NPD mit Hilfe ihrer Anfragen als die Partei darstellen, die für Sicherheit, Recht und Ordnung eintritt. “Mittel gegen den Kampf gegen Linksextremismus” Auf der Facebook-Seite der AfD loben Anhänger die Anfrage. Viele Kommentatoren bezeichneten die Anfrage aber auch als peinlich.

via publikative: Sachsen: AfD-Fraktion auf den Spuren der NPD

Ukip does deal with far-right, racist Holocaust-denier to save EU funding

The agreement with the Polish Congress of the New Right will save Nigel Farage’s European parliament grouping. Ukip has struck a deal with a Polish MEP whose far-right party leader casually uses racial slurs and questions the Holocaust following fears that its grouping in Europe would lose millions of pounds in taxpayers’ funds. Nigel Farage’s Europe of Freedom and Direct Democracy group recruited an MEP from the Congress of the New Right with the blessing of its controversial leader Janusz Korwin-Mikke, according to reports from Poland. The Polish MEP Robert Iwaszkiewicz is to join the EFDD’s ranks as an individual, which will restore the group, a Ukip spokesman said. The deal means that the EFDD group, set up by Farage, has 25 MEPs from seven countries, which should guarantee that Ukip will maintain about £1m a year in funding. The group received €2.6m (£2.1m) in 2013. Ukip accounts for 53.3% of the group. The deal is yet to be confirmed by the European parliament, after Iwaszkiewicz’s application was handed in this afternoon. Korwin-Mikke, whose party has two remaining MEPs and received 7.5% support in Poland during May’s European parliamentary elections, is one of the most outspoken figures within the far-right groupings of parliament.

via huardian: Ukip does deal with far-right, racist Holocaust-denier to save EU funding

Schulpolitischer Sprecher der CDU: “Homosexualität ist nicht normal”

Auch unter Schwarz-Grün ganz der Alte geblieben: Hans-Jürgen Irmer schürt seit Jahren Ressentiments gegen Lesben und Schwule, Muslime sowie Roma und Sinti. Im Koalitionsvertrag hatten sich Union und Grüne in Hessen darauf geeinigt, an den Schulen über sexuelle Vielfalt aufzuklären – doch Hans-Jürgen Irmer stellt sich quer. Den vor einem knappen Jahr ausgehandelten schwarz-grünen Koalitionsvertrag hatten selbst die LGBT-Aktivisten von QueerNet Hessen gelobt (queer.de berichtete) – doch nun muss sich zeigen, ob er die Tinte, mit der er geschrieben wurde, auch tatsächlich wert ist. Von dem Vorhaben, an den Schulen über sexuelle Minderheiten aufzuklären, will zumindest der bildungspolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Hans-Jürgen Irmer, nichts mehr wissen. Nachdem Hessens schwuler Grünen-Chef Klose Ende vergangener Woche in einem Interview mit HR-online die Umsetzung anmahnte, trat Irmer in der “Frankfurter Neuen Presse” sofort auf die Bremse. “Gut Ding will Weile haben. Innerhalb der beiden Regierungsparteien gibt es dazu derart unterschiedliche Grundsätze, dass dabei noch viel Klärungsbedarf besteht”, sagte der weit rechts stehende Abgeordnete, der auch stellvertretender CDU-Fraktionsvorsitzender ist. Er fügte hinzu: “Homosexualität ist nicht normal. Wäre sie es, hätte der Herrgott das mit der Fortpflanzung anders geregelt.”

via queer: Schulpolitischer Sprecher der CDU: “Homosexualität ist nicht normal”

#NPD baut mit Geld der verhassten #EU ihre #Infrastruktur aus

Die Wahl von Udo #Voigt ins #Europaparlament verschafft der NPD ein wenig Luft. Am Samstag eröffnete der Ex-Bundeschef ein „Bürgerbüro“ in der Berliner Parteizentrale – und leistet damit seinen Beitrag, die angespannte Kassenlage zu entlasten. Voigt nutzte den Anlass auch, um einen neuen Mitarbeiter vorzustellen: einen früheren Staatssekretär aus den letzten Tagen der DDR. Die Gelegenheit, dem tristen Parteialltag zu entfliehen, wollten sich am vergangenen Samstag 70 NPD-Anhänger (Parteiangabe) nicht entgehen lassen. Sogar die Geschäftsstelle in der Seelenbinderstraße im Berliner Bezirk Köpenick soll vorher auf Vordermann gebracht worden sein. Und in der Tat, die Fassade erstrahlt in einem hellen gelb, die sonst dort zu sehenden Schmierereien wurden übermalt. Hinter der schweren Eisentür zeigten sich die anwesenden Funktionäre und Unterstützer in Sektlaune. Der Grund: Ihr langjähriger Vorsitzender Udo Voigt eröffnete bei Schnittchen und Kartoffelchips sein „Bürgerbüro“ in der Bundeshauptstadt. Finanziert wird die neue Anlaufstelle aus den Mitteln der Europäischen Union, das von der NPD verhasste und bekämpfte „EU-System“ stopft durch die Hintertür deren Kassenlöcher. Seit Mai sitzt Voigt für seine Partei als einziger Abgeordneter im Europaparlament in Straßburg, zuvor hatte er sich in einer Kampfabstimmung gegen den amtierenden Parteichef Udo Pastörs durchgesetzt. Rund 4.300 Euro stehen ihm zusätzlich zu seinen Diäten als steuerfreie Kostenpauschale zu, außerdem überweist ihm die EU fast 22.000 Euro zur Einstellung von Personal. Geleitet wird das Büro von seiner langjährigen Wegbegleiterin Bettina Bieder.(…) Seinen Gästen, unter denen sich der Berliner Landesvorsitzende Sebastian Schmidtke, dessen Kollege Claus Cremer aus Nordrhein-Westfalen oder die umtriebige RNF-Aktivistin Maria Fank befanden, stellte Voigt seine Mannschaft vor. Neben Bieder und Richter gehören hierzu der Pressesprecher der brandenburgischen NPD, Florian Stein (parlamentarischer Mitarbeiter), Uwe Meenen (persönlicher Referent) und Frank Rohleder, der mit den von ihm maßgeblich vorangetriebenen „Freundeskreise Udo Voigt“ erst das Comeback des wegen Volksverhetzung vorbestraften Spitzenkaders ermöglicht hatte. Die beiden Letztgenannten gehören seit Jahren zu den engsten Vertrauten von Voigt, der die NPD von 1996 bis 2011 führte, und mit seiner strategischen und ideologischen Neuausrichtung die 1964 gegründete Organisation zurück in die Erfolgsspur führte. Neue, alte und versteinerte Gesichter Darüber hinaus konnte Voigt ein mehr oder weniger neues Gesicht präsentieren. Zwar gehörte Kersten Radzimanowski bereits seit einigen Jahren der NPD an und kandidierte schon für die Partei zur Landtagswahl in Brandenburg 2009, doch flog der zeitweilige freie Autor des NPD-Blattes Deutsche Stimme meist unter dem Radar. Damit dürfte nun Schluss sein, nicht zuletzt wegen seiner Vergangenheit. Der ehemalige CDU-Politiker gehörte als Staatssekretär im Außenministerium der letzten DDR-Regierung an.

via endstation rechts: NPD baut mit Geld der verhassten EU ihre Infrastruktur aus

… unser Nazi in Brüssel ….

Russischer Politiker will finnische Briefmarken verbieten

Witali Milonow gilt als einer der homophobsten Politiker Russlands und als einer der Erfinder des Homo-“Propaganda”-Gesetzes. Jetzt fordert der 40-Jährige wegen schwuler Briefmarken einen Postkrieg gegen Finnland. Der St. Petersburger Stadtrat Witali Milonow hat die russische Post aufgefordert, finnische Briefe und Pakete zurückzusenden, sollten sie mit Sonderbriefmarken der Tom-of-Finnland-Serie frankiert sein. Die Marken waren Anfang September von der finnischen Post herausgegeben worden und bilden homoerotische Motive des bekannten finnischen Künstlers aus den Siebzigerjahren ab (queer.de berichtete). Bislang sind mit diesen Marken frankierte Postsendungen problemlos in Russland angekommen (queer.de berichtete). Milonow erklärte am Samstag nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Tass, dass die Marken gegen das russische Gesetz gegen homosexuelle “Propaganda” verstießen. “Homosexuelle Propaganda ist in unseren Land verboten. Ich verlange deshalb von der russischen Post, meine Anregung ernst zu nehmen. Außerdem fordere ich unsere Nachbarn aus Finnland auf, diese Marken nicht auf Sendungen nach Russland zu verwenden.”

via queer.de: Russischer Politiker will finnische Briefmarken verbieten

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