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„Die Rechte“ will erneut marschieren [update]

Dortmunds Polizeipräsident Gregor Lange hat eine kurzfristig für den morgigen Samstag angekündigte Neonazi-Demonstration verboten. Die Worch-Partei „Die Rechte“ (DR) hatte die Demo angemeldet. Sie sollte durch die Nordstadt, einen Stadtteil mit hohem Migrantenanteil, führen. „Ich gehe davon aus, dass durch den jetzt angemeldeten Aufzug in Dortmund erneut ein Klima der Angst und der Einschüchterung erzeugt werden soll“, begründete Lange das Verbot. Er stützt sich konkret auf die Erfahrungen, die die Polizei in der vorigen Woche machte. Am 1. Mai waren rund 490 Neonazis bei einer „Die Rechte“-Demo mit „Deutschland den Deutschen – Ausländer raus!“-Parolen durch den Stadtteil Westerfilde gelaufen. In diesem Zusammenhang seien zahlreiche Strafanzeigen erstattet worden, berichtete Lange. Gegen wie viele Neonazis ermittelt wird, steht noch nicht fest. In einem Bericht an den Landtag verwies das NRW-Innenministerium am Mittwoch darauf, dass derzeit noch Fotos und Videoaufnahmen von der Veranstaltung ausgewertet würden. Bei der „nationalen Maidemonstration“ waren der „Rechte“-Chef Christian Worch, der DR-Landesvorsitzende in NRW Dennis Giemsch, DR-Stadtrats-„Spitzenkandidat“ Siegfried Borchardt, die beiden „parteifreien“ Neonazis Sven Skoda und Dieter Riefling sowie Maria Fank, Vorstandsmitglied der NPD-Frauenorganisation „Ring Nationaler Frauen“ (RNF), als Redner aufgetreten.

via bnr: „Die Rechte“ will erneut marschieren

Neonazis planen Aufmarsch in der Nordstadt +++ Letztes Update, Fr, 9. Mai, 20:31 Uhr +++ Das Verbot ist gekippt, die Nazis werden zwar nicht laufen, aber eine Kundgebung abhalten.
10. Mai – Voraussichtlicher Treffpunkt: 17:00 Uhr  Kirchplatz vor der Sankt Joseph-Kirche in der Münsterstraße / Ecke Priorstraße.
Zielort (Kundgebung der Nazis): 18:00 Uhr – Straßenecke Münsterstraße / Mallinckrodtstraße (Platz gegenüber der Fußgängerzone).

Twitter: BlockaDO

Neonazi-Partei Die Rechte nicht politikfähig

Klatsche für die Neonazi-Partei Die Rechte. Nach eigenen Angaben scheiterte die Truppe von Christian Worch bei der Sammlung der Unterstützungsunterschriften zur Europawahl. Auf seiner Webseite rechnet der Bundesverband mit den eigenen Mitgliedern ab, die offensichtlich nicht zum Laufen gebracht werden konnten. Da kommen die Kommunalwahlen in Nordrhein-Westfalen gerade recht, hoffen die Neonazis in ihrer Hochburg doch auf „vorzeigbare Ergebnisse“. Die von dem vorbestraften Neonazi Christian Worch gegründete Partei Die Rechte (DR) wird am 25. Mai nicht zur Europawahl antreten. Die Splittergruppierung, die bundesweit ca. 500 Anhänger umfasst, schaffte es nach eigenen Angaben nicht, die 4.000 benötigten Unterstützungsunterschriften zu sammeln. Dem auf der altbackenen Webseite des Bundesverbandes veröffentlichten Zwischenstand zufolge überzeugten die Neonazis nur knapp ein Viertel der erforderlichen Personen, sie mit ihrem Namen zu unterstützen. Hobbypolitiker nicht kampagnenfähig Das Debakel hatte sich bereits vor einigen Tagen angedeutet, als DR-Chef Worch seine Fußtruppen mit mahnenden Worten, und mit Stift und Formular bewaffnet, zurück auf die Straße treiben wollte. Doch der Appell verpuffte wirkungslos, weshalb sich der gefängniserfahrene Neonazi die eigenen Anhänger vorknöpft.

via endstation rechts: Neonazi-Partei Die Rechte nicht politikfähig

siehe auch: Entzauberte „Rechte“. Es sollte die erste große Bewährungsprobe für die vor knapp zwei Jahren gegründete Neonazi-Partei „Die Rechte“ werden. Doch Christian Worch & Co. haben ihre Kandidatur bei der Europawahl in den Sand gesetzt. 4000 Unterschriften hätte „Die Rechte“ bis Montag um 18.00 Uhr für ihre Kandidatur sammeln und beim Bundeswahlleiter abgeben müssen. Doch das Ziel wurde offenbar weit verfehlt. Das hat vor allem zwei Gründe: an der Parteispitze organisatorische Unfähigkeit und an der Basis das Unvermögen der jetzt in der „Rechten“ aktiven Neonazis, vom einst in ihren „Kameradschaften“ erlernten Modus umzuschalten auf ernsthafte Parteiarbeit.  Unfreiwillig komisch klang es, als Worch seine „Kameraden“ am vorigen Donnerstag, nur vier Tage vor Abgabeschluss der Unterlagen, wissen ließ: „Die ersten 1000 sind geschafft!“ 3000 Unterschriften, „plus ein nötiger Überhang von ungefähr 10 Prozent, weil nicht alle von den Behörden anerkannt werden“, würden noch fehlen, schrieb er, als hätte man noch jede Menge Zeit. Viel spricht dafür, dass man sich bei der „Rechten“ schlicht verrechnet beziehungsweise nicht ins Wahlgesetz geschaut hatte.

Entzauberte „Rechte“

Es sollte die erste große Bewährungsprobe für die vor knapp zwei Jahren gegründete Neonazi-Partei „Die Rechte“ werden. Doch Christian Worch & Co. haben ihre Kandidatur bei der Europawahl in den Sand gesetzt. 4000 Unterschriften hätte „Die Rechte“ bis Montag um 18.00 Uhr für ihre Kandidatur sammeln und beim Bundeswahlleiter abgeben müssen. Doch das Ziel wurde offenbar weit verfehlt. Das hat vor allem zwei Gründe: an der Parteispitze organisatorische Unfähigkeit und an der Basis das Unvermögen der jetzt in der „Rechten“ aktiven Neonazis, vom einst in ihren „Kameradschaften“ erlernten Modus umzuschalten auf ernsthafte Parteiarbeit.  Unfreiwillig komisch klang es, als Worch seine „Kameraden“ am vorigen Donnerstag, nur vier Tage vor Abgabeschluss der Unterlagen, wissen ließ: „Die ersten 1000 sind geschafft!“ 3000 Unterschriften, „plus ein nötiger Überhang von ungefähr 10 Prozent, weil nicht alle von den Behörden anerkannt werden“, würden noch fehlen, schrieb er, als hätte man noch jede Menge Zeit. Viel spricht dafür, dass man sich bei der „Rechten“ schlicht verrechnet beziehungsweise nicht ins Wahlgesetz geschaut hatte. Und auch nicht in einen Terminplan des Bundeswahlleiters mit einer Übersicht der einzuhaltenden Fristen, der parteipolitischen Newcomern das Leben erleichtert – vorausgesetzt, sie nutzen ihn. Mit dem falschen Datum geplant Doch in Worchs Partei hatte offenbar kein Verantwortlicher einen Blick auf diesen Terminkalender geworfen – oder niemand den Vorsitzenden darüber informiert, dass Gefahr drohte. Einem Bericht der Tageszeitung „TAZ“ vom 10. Februar zufolge ging Worch jedenfalls davon aus, dass seine Partei noch bis zum 4. April ihre Unterschriften abgeben könne. Nicht nur Worch plante mit dem falschen Datum. Der „Rechte“-Kreisverband Hamm, angeführt von Bundesvorstandsmitglied Sascha Krolzig, der wegen seines Jura-Studiums parteiintern als juristisch bewandert gilt, berichtete am 14. Februar über seinen „ersten Infostand für Kommunal- und Europawahlen“. Für die Europawahl müssten „bis Anfang April“ Unterschriften gesammelt werden, hieß es in der Meldung. Der baden-württembergische Landesverband beriet am 22. Februar darüber, „wie man am effektivsten Unterstützungsunterschriften sammelt“. Doch dafür war es – eine Woche vor Fristablauf – längst zu spät.

via bnr: Entzauberte „Rechte“

siehe auch: „Die Rechte“ und EU-Wahl. Zu wenig Anhänger. Groß angekündigt, nun gescheitert: Die Neonazi-Partei „Die Rechte“ wird nicht zur Europawahl antreten. Die rechte Szene setzt nun voll auf die NPD. Der Spitzenkandidat war bereits gekürt, der Wahlkampf breit angekündigt. Daraus wird nun nichts: Die neu gegründete Neonazi-Partei „Die Rechte“ scheitert mit einem Antritt zur Europawahl. Bis Montagabend mussten Parteien, die bisher nicht in Parlamenten vertreten sind, 4.000 Unterstützerunterschriften einreichen für die Wahl Ende Mai. Die „Rechte“ verfehlte dies deutlich: Vier Tage vor Fristende hatte sie erst 1.000 Unterschriften zusammen. Ein Sprecher des Bundeswahlleiters bestätigte, dass die Partei am Montag nicht mal mehr einen Wahlvorschlag einreichte. „Wir haben es nicht geschafft“, räumte „Rechte“-Chef Christian Worch in einer Mitteilung ein. „Ein wenig hat uns das verwundert.“ Zähle die Partei doch 500 Mitglieder, die nur je acht Unterschriften hätten sammeln müssen.

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