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Freies Netz Süd orientiert sich weiter Richtung neonazistischer Kleinstpartei

Die Demonstration in Wunsiedel, von der Szene „Heldengedenken“ genannt, brachte eine weitere Entwicklung ans Tageslicht. Das Freie Netz Süd (FNS) bekannte sich zum wahrscheinlich ersten Mal im „real life“ zur neonazistischen Kleinstpartei „Der Dritte Weg“. Die Führungsfiguren könnten damit schon die Plattform für die Zeit nach einem eventuellen Verbot des FNS gefunden haben. Bei der Kleinstpartei „Der Dritte Weg“ handelt es sich um die jüngste Gründung im rechtsextremen Bereich. Sie wurde Ende September gegründet und hat somit noch an keiner Wahl teilgenommen. Die Gründungmitglieder sollen dabei auf dem gesamten Bundesgebiet gekommen sein. Parteivorsitzender ist der ehemalige NPD-Kommunalpolitiker Klaus Armstroff aus Weidenthal in Rheinland-Pfalz. Die „Partei“ besitzt ein rudimentäres 10-Punkte-Programm und bietet an Werbemitteln zur Zeit nur Internetbanner zum Verlinken an. Das Freie Netz Süd berichtete mit einiger Verspätung über die Gründung und verlinkt auf der Homepage direkt zur Seite. Ein großer Teil der Artikel wird nun auf der Parteiseite erstveröffentlicht und vom Freien Netz Süd auf deren Seite übernommen. In Wunsiedel setzt man diese Hinwendung zur neuen Organisation sichtbar fort. Das Themenbanner mit dem Konterfei des Kriegsverbrechers Erich Priebke enthielt bereits die Unterschrift „Der Dritte Weg“. Getragen wurde es von Roy Asmuß, zurzeit Verantwortlicher der Internetseite des FNS und weiteren bekannten Aktivisten. Dem folgte ein weiteres Banner der Partei mit der Selbstcharakterisierung als „National – Revolutionär – Sozialistisch. Lediglich ein Banner trug noch die Aufschrift Freies Netz Süd in Form der URL.

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Keine Blumen für Stürzenberger, kein Feuer in Obermenzing: Selbstmitleid mit System – die rechte Opferrolle

In der Münchner Neonaziszene tummeln sich verurteilte Terroristen, mutmaßliche Unterstützer des NSU und anderer rechtsterroristischer Organisationen. Erst vor Kurzem richtete sich eine noch immer ungeklärte Serie von kleineren, aber durchaus brisanten Anschlägen gegen Menschen, die sich für Demokratie und Menschenrechte einsetzen. Doch zwei verdrehte Randnotizen, die die Szene – mehr oder weniger geschickt – zu Staatsakten stilisiert hat, sollen das Bild wieder zurechtrücken: “Gewaltbereite Muslime und Linksextremisten” vereint mit “dem Staat” gegen die geborenen Opfer von Rechtsaußen. Aus Sachbeschädigung wird ein Brandanschlag “Sachbeschädigung durch Graffiti” – wenig spektakulär titelt die bayerische Polizei auf ihrer Homepage über ein so genanntes “Anarchozeichen”, das offensichtlich in der Nacht vom 24. auf den 25. Oktober in einer Immobilie an der Carl-Hanser-Str. in München-Obermenzing angebracht wurde. Schmierereien mit einer Größe von 1,50 x 2m schaffen es in der Regel nicht in die Presseberichte der Millionenmetropole, doch in der Carl-Hanser-Str. befindet sich bekanntlich eine Mietimmobilie der bayerischen Neonaziszene, die die Bewohner selbst als das “braune Haus” bezeichnen. NSU-Angeklagte und mutmaßliche Unterstützer, verurteilte Terroristen und Nazigrößen aus ganz Deutschland gehen hier ein und aus. Bei der bayernweiten, aber bislang gänzlich ergebnislosen Razzia gegen das Freie Netz Süd (FNS) spielte das “braune Haus” eine zentrale Rolle: Die Ermittler mussten sich mit Gewalt Zutritt zum Haus verschaffen, indem die Bewohner sich regelrecht verschanzten. Kein normales Haus also. Diese Umstände machten den Fall offensichtlich für die Pressestelle der Münchner Polizei erwähnenswert. Der Staatsschutz ermittelt. In der lokalen Neonaziszene hat man solche Aktionen bereits erwartet. Die Randnotiz aus dem Polizeipressebericht ist dem FNS jedoch anscheinend nicht spannend genug und so haben deren “Redakteure” das Ganze ein wenig aufpoliert. Was nicht passt, wird passend gemacht. Propagandistisch eben. Unter der reißerischen Überschrift “Antifa-Brandanschlag auf Nationalisten-WG” veröffentlicht die Website des FNS am 27.10. ihre etwas eigene Interpretation des Vorfalls. Anders als im Polizeibericht sei inzwischen auch noch ein zweites Graffiti aufgetaucht, an einer Holzgartenlaube. Hier sorgt man sich zunächst um eine “Rechtschreibchwäche” (sic!) der “Brandstifter”, ein Bild belegt einen Schreibfehler. Daran erfreuen sich die Seitenbetreiber des FNS, die sonst, was Orthographie betrifft, regelmäßig ein stark ausgeprägtes Toleranzverständnis beweisen. Die Brandstiftung aus der Überschrift findet im weiteren Text ebenfalls zeilenweise Erwähnung. Dem Bericht zufolge seien die “schlafenden Anwohner” nur knapp dem Flammentod entgangen. Angeblich wäre eine angekokelte “Zeitung” im Inneren der Laube gefunden worden. Von den “Brandstiftern” dorthin gelegt, um das Gebäude in Brand zu stecken. Die Realität offenbart jedoch Zweifel an der Logik dieser Version. Wer sprüht auf ein Gartenhaus “Na(z)is raus”, um dieses Gartenhaus danach anzuzünden? Die sich in der Opferrolle seit jeher beheimatet fühlenden Neonaziaktivisten jedoch scheinen sich ihrer Rolle dankend angenommen zu haben.

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