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Tory adviser played host to world’s most notorious Holocaust denier

A special adviser to a Conservative cabinet minister played host to David Irving — the world’s most notorious Holocaust denier — at an event while a student in 2007. As chair of the Oxford Union, Luke Tryl, now an aide to the new education secretary Nicky Morgan, reaped a whirlwind of controversy after he invited Irving to a debate alongside then BNP leader Nick Griffin. ‘Historian’ Irving, whose Holocaust revisionism and denial has been comprehensively dismissed by academics, was invited on grounds of free speech — despite the credibility that the prestigious union and its links with the city’s university threatened to lend his views. In a 2000 legal case in which a judge ultimately branded Irving “a racist, an anti-Semite and an active Holocaust denier”, the court heard: “Irving has fallen so far short of the standards of scholarship customary amongst historians that he does not deserve to be called a historian at all.”

via politicalscrapbook: Tory adviser played host to world’s most notorious Holocaust denier

Wenn aus Tätern Opfer werden

Vor 70 Jahren besetzte die deutsche Wehrmacht Ungarn. In der staatlichen Gedenkpolitik werden die Magyaren als unschuldige Opfer stilisiert, ihre Beteiligung am Holocaust wird geleugnet. 2014 findet in Ungarn nicht nur das Holocaust- Gedenkjahr statt. Es ist auch genau 70 Jahre her, dass am 19. März 1944 Truppen der Wehrmacht Ungarn besetzten. Ungarn war jedoch auch zuvor alles andere als eine Insel der Unschuldigen, der Antisemitismus hatte bereits eine lange Tradition. Das erste Rassengesetz Europas mit der verharmlosenden Bezeichnung »Numerus Clausus« wurde 1920 in Ungarn verabschiedet (siehe Seite 5). Der antisemitische Rassenwahn führte bereits drei Jahre vor der deutschen Besetzung Ungarns zu einem Massaker, das als die bis dahin größte Mordaktion des Holocaust bezeichnet wird: Das mit dem nationalsozialistischen Deutschen Reich verbündete Ungarn deportierte im Sommer 1941 aus den Ostgebieten des Landes etwa 18 000 früher für staatenlos erklärte Juden und Jüdinnen in das von der Wehrmacht eroberte sowjetische Territorium bei Kamenez-Podolsk in der West­ukraine und überließ sie der SS, die die meisten ermordete. Um diese Zeit muss der Wille zur Vernichtung der Juden und Jüdinnen in Ungarn bereits existiert haben. Die seit 2010 amtierenden völkische Regierungskoalition in Ungarn sieht das anders. Sie weist jegliche Verantwortung von sich und schiebt sie ausschließlich den deutschen Nazionalsozialisten zu. Der Regierung ist die eigene Sicht der Geschichte so wichtig, dass sie sie eigens in der Verfassung festschrieb. Die Präambel der neuen Verfassung, die seit dem 1. Januar 2012 in Kraft ist, stellt eine Art Philosophie der Regierung dar und gibt für deren Kommunikation sowie die Erinnerungs- und Gedenkpolitik die Richtung vor. In ihr heißt es: »Wir rechnen die Wiederherstellung der am 19. März 1944 verlorenen staatlichen Selbstbestimmung unserer Heimat ab dem 2. Mai 1990, der Konstituierung der ersten frei gewählten Volksvertretung.« Nach dieser Auffassung sei in Ungarn 1944 mit der Besetzung durch Deutschland die Rechtskontinuität unterbrochen worden. Nach der verfassungsmäßigen Geschichtsauffassung kann also im Umkehrschluss alles, was nach dem 19. März 1944 passiert ist, so auch der Holocaust in Ungarn, nicht Ungarn angerechnet werden, während alles, was vorher geschah, nichts mit Hasskultur, mit Rassismus und Antisemitismus zu tun hatte und rechtmäßig war. (-…) Auch der internationale Protest gegen die Geschichtsfälschung nimmt zu. So hat der bekannteste Forscher des Holocaust in Ungarn, der US-Amerikaner Randolph L. Braham, sein ihm 2011 verliehenes Verdienstkreuz zurückgegeben. Währenddessen nimmt die antisemitische Hetze solche Ausmaße an, dass sich der Präsident der Jüdischen Glaubensgemeinde in Budapest, Peter Tordai, zu Wort meldete: »Ich möchte über die allgemein pessimistische Stimmung der Budapester Jüdinnen und Juden berichten. Unsere Rabbiner und Mitarbeiter in den Glaubensgemeinden berichten darüber, dass die Zahl derer, die die Gottesdienste besuchen, zurückgegangen sei, und zwar wegen der Angst, nach Sonnenuntergang auf die Straße zu gehen. In der Glaubensgemeinde wird unsere Zurückhaltung kritisiert, man meint, wir seien zu schwach. Man hat uns ermuntert, endlich Stellung zu beziehen (…). Ich bitte Sie, die Nachricht in allen Medien zu verbreiten: Im Jahre 2014 haben die ungarischen Jüdinnen und Juden das Gefühl, als seien sie in der Zeit zwischen 1938 und 1944.

via jungle: Wenn aus Tätern Opfer werden

Festakt mit Gänsehauterlebnis

Former symbol of the VVN

Image via Wikipedia

Die VVN-BdA feierte in Frankfurt am Main ihr 65-jähriges Jubiläum. Auch nach 65 Jahren denkt die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschisten (VVN-BdA) nicht an Ruhestand. Vor knapp 200 Gästen unter dem Motto »Fortsetzung folgt« präsentierte sich die VVN-BdA am Sonntag als Organisation, die noch heute dringend gebraucht wird. Ältester im Saal war der 104-jährige Hans Schwert, der als Widerstandskämpfer und Häftling des NS-Regimes nach wie vor einer jungen Generation seine Erfahrungen vermittelt. »Du bist mein Vorbild«, würdigte ihn die Ehrenvorsitzende und Auschwitz-Überlebende Esther Bejerano, deren Eltern im KZ ermordet wurden. Die 87-jährige reist durch die Republik und klärt über den Faschismus auf. Sie hatte erst Jahrzehnte nach dem Holocaust ihr Schweigen gebrochen und war durch Erlebnisse mit Neonazis in den 1970er Jahren zur VVN-Aktivistin geworden: »Die Polizei schützte Nazis und zerrte Antifaschisten in die Grüne Minna«. (…) Der bei der Verteidigung Madrids geprägte Schlachtruf »No pasarán« (Sie kommen nicht durch) sei angesichts von Neonazi-Aufmärschen bis heute aktuell geblieben, so Mergen, der ein »Gänsehauterlebnis« bei der Reise zu einer Gedenkveranstaltung in Spanien schilderte: Als der Taxifahrer erfuhr, dass Mergens Großväter vor Ort gegen Franco gekämpft hatten, wollte er von seinem Fahrgast keinen Cent annehmen. »Ihre Großväter haben schon bezahlt«, so die Begründung.

via nd: Festakt mit Gänsehauterlebnis

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