Blog Archives

#Militär drängt #Janukowitsch zur Entschärfung der Krise

Erstmals schaltet sich das ukrainische Militär in den politischen Machtkampf in #Kiew ein. Die #Armee ruft ihren Oberbefehlshaber, Präsident Janukowitsch, dringend dazu auf, die “Situation im Land zu stabilisieren”. Ein entführter Demonstrant wirft seinen Peinigern vor, ihn gekreuzigt zu haben. Im erbitterten ukrainischen Machtkampf hat sich erstmals die Armeeführung zu Wort gemeldet. Bei einer weiteren Eskalation der schweren Krise drohe die Spaltung des Landes, warnten die Militärs. “Die Soldaten und Angestellten des Verteidigungsministeriums rufen den Oberkommandeur der Streitkräfte (den Präsidenten) auf, im Rahmen der aktuellen Gesetze dringende Schritte zu ergreifen, um die Situation im Land zu stabilisieren und Einverständnis in der Gesellschaft zu erreichen”, hieß es in einer vom Verteidigungsministerium veröffentlichten Erklärung. (…) Menschenrechtler kritisierten indes, Polizeieinheiten hätten während der Straßenschlachten mit radikalen Regierungsgegnern absichtlich auch Journalisten und Ärzte angegriffen. Die Opposition beklagt zudem, dass etwa 30 Aktivisten verschleppt worden seien, angeblich von angeheuerten Schlägerbanden. Entführter Aktivist wurde offenbar gekreuzigt Ein entführter ukrainischer Demonstrant warf seinen Peinigern nach seiner Freilassung schwere Misshandlungen vor. “Sie haben mich gekreuzigt. Sie haben meine Hände durchstoßen”, sagte der 35-jährige Dmitro Bulatow am Freitag im Fernsehen. Er zeigte dabei die Wunden an seinen Handrücken. “Sie haben mein Ohr abgeschnitten, mein Gesicht zerschnitten. Es gibt keine einzige heile Stelle an meinem Körper. Aber Gott sei Dank bin ich am Leben.”

via sz: Militär drängt Janukowitsch zur Entschärfung der Krise

#Proteste in #Kiew – #Demonstranten fürchten Erstürmung des #Maidan

Die Demonstranten in Kiew rüsten sich für eine weitere #Eskalation der Lage. Die Protestierenden rechnen nicht mit einem #Kompromiss zwischen Präsident #Janukowitsch und der Opposition. Nun fahren #Schützenpanzer in der Innenstadt auf, auf den Dächern gehen #Scharfschützen in Stellung. Die Regierungsgegner auf dem Maidan in Kiew fürchten, dass die Sicherheitskräfte am Nachmittag den Unabhängigkeitsplatz stürmen. Man rechne mit einem bevorstehenden Angriff, sagte eine Augenzeugin SPIEGEL ONLINE. Entsprechende Warnungen seien auch über die ukrainischen Medien verbreitet worden. Die Lage sei aber zur Stunde unklar. Angeblich habe das Verteidigungsministerium einen Sturm dementiert. Derzeit halten sich etwa 15.000 Menschen auf dem Platz in der Innenstadt auf. Schützenpanzer der Miliz seien aufgefahren. Die Barrikaden in der Gruschewska-Straße seien inzwischen geräumt worden. Auf den Dächern in der Innenstadt sollen Scharfschützen der Sicherheitskräfte Stellung bezogen haben. (…) Die Stimmung ist aufgeheizt. Auf dem Maidan brennen Reifen, dunkle Rauchwolken stehen über der Innenstadt. Demonstranten bauen Barrikaden aus Zäunen, Schnee und Steinen. Sie schützen sich mit Holzschilden, einige reißen Steine aus dem Pflaster. Andere werfen nach Angaben von Augenzeugen Molotow-Cocktails in Richtung der Polizei, diese schleudert die Geschosse zurück in die Menge. Die Beamten sollen vereinzelt mit Gummigeschossen auf Demonstranten zielen. Zudem soll es erste Festnahmen geben, berichtete der Fernsehsender Rosija 24. (…) Die eskalierende Gewalt war auch Thema eines Krisentreffens am Mittwochnachmittag. Präsident Janukowitsch und seine Berater sprachen mehr als drei Stunden lang mit Vertretern der Opposition, darunter Vitali Klitschko, Ex-Wirtschaftsminister Arseni Jazenjuk und der Nationalist Oleh Tjahnibok. Konkrete Ergebnisse sind bisher nicht bekannt, die Oppositionsvertreter verließen das Präsidialamt schweigend. Der Staatschef sprach in einer Erklärung von “einer ersten Etappe”. Zuvor hatte Janukowitsch seine Landsleute davor gewarnt, den Rufen von “politischen Radikalen” Beachtung zu schenken. “Ich bin gegen Blutvergießen, gegen die Anwendung von Zwang und gegen die Anstachelung zu Feindschaft und Gewalt”, erklärte der Präsident. Rechte der Demonstranten eingeschränkt Eine Sondereinheit der Polizei hatte am Morgen die Barrikaden der Regierungsgegner vor dem Dynamo-Stadion gestürmt. Dabei hatten die Milizionäre Tränengas und Blendgranaten eingesetzt. Dutzende Oppositionelle seien festgenommen worden, hieß es. Die Demonstranten leisteten Widerstand und bewarfen die Polizei mit Brandsätzen und Steinen. Nach kurzer Zeit zogen sich die Milizionäre zunächst zurück.

via spon: Proteste in Kiew: Demonstranten fürchten Erstürmung des Maidan

Follow

Get every new post delivered to your Inbox.

Join 795 other followers