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Hetze von Platz 788 – NPD-Europaabgeordneter Voigt präsentiert seine Truppe

Gestern stellte der frischgebackene NPD-Abgeordnete im Europaparlament, Udo Voigt, seinen zukünftigen Mitarbeiterstab vor. Mit dem bayerischen Landesvorsitzenden Karl Richter holte sich der frühere Bundesvorsitzende einen ständigen parteiinternen Unruheherd ins Boot. Olaf Rose, Kandidat auf Listenplatz zwei, blieb hingegen außen vor – wie alle Kader aus den NPD-„Hochburgen“ Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern. (…) In der konstituierenden Sitzung nahm Voigt auf Sitz 788 Platz, schräg vor ihm Marine Le Pen. Dort stimmte der 61-Jährige gegen den Sozialdemokraten Martin Schulz, den die Abgeordneten gestern erneut zu ihrem Präsidenten wählten. Eine ansonsten weitgehend ereignisarme Sitzung, hätte Voigt nicht am Rande seinen neuen Mitarbeiterstab präsentiert. Dieser freilich bietet wenig Überraschungen. Der rechtskräftig wegen Volksverhetzung verurteilte NPD-Mann versorgt vor allem langjährige Weggefährten mit neuen Arbeitsstellen. Als Referent wird von nun an der Landeschef der bayerischen NPD, Karl Richter, in Straßburg die Strippen ziehen. Der ehemalige Chefredakteur des Parteisprachrohres Deutsche Stimme hatte selbst ein Auge auf ein Abgeordnetenmandat geworfen, war bei den Delegierten allerdings durchgefallen. Mit einem Rundumschlag machte er sich Luft – wohl aber keine Freunde. Möglicherweise deshalb stellte der amtierende Parteivorsitzende Udo Pastörs ihm seinen Stuhl bei der Deutschen Stimme vor die Tür (…) Richter zur Seite steht mit Uwe Meenen ein „Kamerad“ aus der Bundeshauptstadt. Der gebürtige Würzburger war Voigt stets treu ergeben. Ähnlich wie sein neuer Chef hatte er nie Berührungsängste zur militanten Neonazi-Szene. Im Gegenteil: Auf deren Demonstrationen und Veranstaltungen ist der Berliner NPD-Vize gern gesehener Gast. (…) Florian Stein, Pressesprecher der Brandenburger NPD, wird auf Voigts Lohnzettel als „parlamentarischer Assistent“ geführt. Nach eigenen Angaben ist der Verwaltungswirt bereits seit 2003 im Besitz eines Parteiausweises und gehört derzeit mit Klaus Beier dem Kreistag Oder-Spree an. Vervollständigt wird die Runde der EU-Gegner von Bettina Bieder. Die 1980 geborene frühere Sekretärin in der Köpenicker Parteizentrale und enge Voigt-Vertraute soll sich bereits seit 13 Jahren zunächst ehren-, dann hauptamtlich für die NPD engagieren.

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Rechtsextreme planen Parteibüro in Lokal am Erfurter Herrenberg

Die Rechtsextremen haben ihren Treffpunkt am Erfurter Herrenberg längst szenetypisch dekoriert. Raumhohe Banner der NPD hängen in einem Hinterzimmer vom Restaurant Kammwegklause an der Wand. Durch die großen Fenster sind die Symbole vom Fußweg vor der Kneipe aus zu sehen. Selbst der Namenszug vom Lokal ist mit der von den Nationalsozialisten bevorzugten Runenschrift an den Beton über den Eingang gehämmert. In der ehemaligen Stadtteilkneipe ist offenbar die Bühne bereitet für Veranstaltungen der Neonazi-Partei. Tatsächlich wird im Internet ein Auftritt des ehemaligen NPD-Vorsitzenden Udo Voigt in der Kammwegklause angekündigt. Der Rechtsradikale will hier am 25. Januar sein Buch vorstellen. Am gleichen Tag soll am Herrenberg ein Bürgerbüro der Partei eröffnet werden, heißt es auf der Facebook-Seite der NPD Nordhausen weiter. Es werde “endlich ein Anlaufpunkt für patriotische Bürger geschaffen”.

via thüringer allgemeine:Rechtsextreme planen Parteibüro in Lokal am Erfurter Herrenberg

NPD-Spitzenpersonal: Gestörte Kameradschaft

Noch vor zwei Jahren putschten die eigenen Leute Udo Voigt von der NPD-Spitze, jetzt gelingt ihm die Rückkehr, als Spitzenkandidat für die Europawahl. Für Parteichef Udo Pastörs ist die Abstimmung ein herber Rückschlag. Am Ende sind es 22 Stimmen, die für Udo Voigt die Wahl entscheiden. Er ist neuer NPD-Spitzenkandidat für die Europawahl – für den Ex-Vorsitzenden kommt das Ergebnis, das für viele in der Führung der rechtsextremen Partei überraschend ist, einer Genugtuung gleich. Ist es doch aus Voigts Sicht eine Entschädigung für die Demontage im November 2011, als er von der NPD-Spitze geputscht wurde und Holger Apfel Platz machen musste. Eine Niederlage, die Voigt nicht verwunden hat. “Ich bin wieder da”, sagt der 61-Jährige, der zuletzt nur Bezirksverordneter in Berlin und Vizevorsitzender des dortigen Landesverbands war. Durchaus geschickt hat der rechtsextreme Hardliner in den vergangenen Monaten sein Comeback vorbereitet. Voigt gründete sogenannte Freundeskreise, in denen er seine Anhänger versammelt. In den vergangenen Wochen tingelte der Funktionär mit seinem Buch durch die Republik. Vordergründig, um es vorzustellen, aber natürlich trommelte er für seine Europa-Kandidatur. Genutzt hat Voigt sicher auch der Abgang seines Nachfolgers und Rivalen Apfel, dessen Umstände nach wie vor nicht geklärt sind – auch wenn die NPD-Führung die Affäre für beendet erklärt hat. (…) In der NPD ist zu hören, dass die Wahl eines neuen Parteichefs Ende des Jahres, eher Anfang 2015 stattfinden könnte. Für Pastörs bliebe somit mehr Zeit, sich an der Spitze zu bewähren. Pastörs spricht von einer “harten Hand”, welche die NPD brauche, in der “jede illegale Aktivität und Verfehlungen kompromisslos” geahndet würden. Nach außen gibt der vorbestrafte Rechtsextremist den starken Vorsitzenden, allerdings muss er erst einmal Wahlerfolge vorweisen – und da ist er ausgerechnet auf Voigt angewiesen, an dessen Sturz er damals maßgeblich mitwirkte. 1,8 Prozent will der Europa-Spitzenkandidat Voigt am 25. Mai erreichen – 0,5 Prozent mehr als bei der Bundestagswahl. Ein, zwei Vertreter könnte die rechtsextreme Partei nach Brüssel schicken, sofern sie die Dreiprozenthürde vor dem Bundesverfassungsgericht noch kippen kann. Die NPD will vor allem auf das Thema Zuwanderung setzen: Sie versucht mit Parolen über eine “Asylflut” Stimmung gegen Flüchtlinge zu machen. Hardliner Voigt wird wieder zu provozieren versuchen. Schon kündigt er an, Kontakt zu anderen rechtsextremen Parteien aufnehmen zu wollen – etwa der “Goldenen Morgenröte” in Griechenland, jener Partei, die zuletzt Schlagzeilen durch kriminelle Aktivitäten ihrer Mitglieder gemacht hat. Voigt scheint das wenig zu stören, obwohl ein Verbotsverfahren gegen die NPD läuft.

via spon: NPD-Spitzenpersonal: Gestörte Kameradschaft

siehe auch: Voigt ist Spitzenkandidat der NPD für Europawahl. Der frühere Parteichef hat in einer Kampfabstimmung um Listenplatz eins den Favoriten Udo Pastörs geschlagen. Der verzichtete anschließend völlig auf einen Listenplatz. Der ehemalige NPD-Vorsitzende schlägt den designierten: Auf dem Parteitag der NPD im thüringischen Kirchheim haben die Delegierten Udo Voigt zum Spitzenkandidaten für die Europawahl im Mai gewählt. Er setzte sich gegen den  Vorsitzenden Udo Pastörs durch, wie die Partei auf Facebook und Twitter mitteilte. Die Wahl hatte sich bis tief in die Nacht verzögert, weil Debatten über den unerwarteten Rücktritt des Vorsitzenden Holger Apfel und über die Finanzlage der Partei viel Zeit einnahmen. Auch gelang es der Partei am Samstag nicht, alle geplanten 15 Listenplätze zu besetzen. Zunächst wurden lediglich vier Kandidaten gewählt: Nach Voigt folgt auf Rang zwei Olaf Rose, die Plätze drei und vier erhielten Jens Pühse und Ariane Meise. Am Sonntagvormittag gab die Partei dann die Besetzung sieben weiterer Positionen bekannt.

NPD-Chef Apfel legt Ämter nieder

Der Chef der NPD, Holger Apfel, tritt zurück. Grund soll eine schwere Erkrankung sein. Apfels Vorgänger, Udo Voigt, erklärte, er wäre bereit, erneut das Amt zu übernehmen.  “Holger Apfel ist heute Vormittag krankheitsbedingt von seinem Amt als Parteivorsitzender und Vorsitzender der NPD-Fraktion im Sächsischen Landtag zurückgetreten. Das Parteipräsidium wird am kommenden Sonntag in einer Sondersitzung über notwendige Schritte beraten.” Diese Mitteilung hat die NPD am Vormittag veröffentlicht. Zuvor lagen entsprechende Informationen bereits dem NDR und Spiegel Online vor. Der NPD-Abgeordnete Jürgen Gansel sagte der SZ, es gehe “in Richtung Burn-out”. Allerdings ist aus gut informierten Kreisen zu vernehmen, dass es auch einen anderen Grund geben könnte.

via publikative: NPD-Chef Apfel legt Ämter nieder

anm dokmz: Der Relevanz entsprechend verzichten wir hier auf weitere Artikel über den braunen Apfel – das wesentliche ist gesagt.

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