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NPD-Vize war eng mit Terrorzelle vernetzt

Wie vernetzt waren die NPD und die Terrorzelle “Nationalsozialistischer Untergrund” (NSU)? Nach ARD-Recherchen waren die Kontakte enger als bisher bekannt. Demnach hat der stellvertretende NPD-Bundesvorsitzende und Thüringer Landeschef

Frank Schwerdt

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über Jahre enge Kontakte zu mehreren mutmaßlichen Mitgliedern und Helfern der NSU. In einem Interview mit der ARD räumte Schwerdt ein, dass Uwe Mundlos, eines der mutmaßlichen NSU-Mitglieder, Ende der neunziger Jahre mindestens ein Mal als Fahrer für ihn tätig war. Auf einem der ARD vorliegenden Foto vom 17. Januar 1998 ist er außerdem mit der mutmaßlichen NSU-Terroristin Beate Zschäpe bei einer Demonstration in Erfurt zu sehen. Nur zehn Tage später tauchten Zschäpe, Mundlos und Böhnhardt in den Untergrund ab. Schwerdt gilt demnach zudem als politischer Ziehvater von Ralf Wohlleben, der in Untersuchungshaft sitzt und das Trio mit einer Waffe versorgt haben soll. Zugleich räumte Schwerdt ein, etwa drei Wochen nach dem Abtauchen der Zwickauer Zelle mit André K. in Berlin einen mutmaßlichen Helfer empfangen zu haben.

via tagesschau: NPD-Vize war eng mit Terrorzelle vernetzt

siehe auch: NPD-Funktionär soll Kontakt zu NSU-Terroristen gehabt haben. NPD-Funktionär soll Kontakt zu NSU-Terroristen gehabt haben
Der Vize-Vorsitzende der NPD, Frank Schwerdt (links im Bild) soll den NSU-Terroristen Uwe Mundlos als Fahrer beschäftigt haben. Wie stark ist die NPD mit der rechten Terrorzelle “Nationalsozialistischer Untergrund” (NSU) verbunden? Ein Medienbericht legt nun die Vermutung nahe, dass die Bande enger ist als bislang bekannt. Demnach arbeitete einer der mutmaßlichen NSU-Mörder als Fahrer für den Vize-Bundesvorsitzenden der NPD. Der stellvertretende NPD-Bundesvorsitzende Frank Schwerdt hat einem Medienbericht zufolge jahrelang Kontakte zu mehreren mutmaßlichen Mitgliedern und Helfern der Terrororganisation Nationalsozialistischer Untergrund unterhalten. In einem am Montagabend in den ARD-“tagesthemen” ausgestrahlten Interview räumte Schwerdt ein, dass Uwe Mundlos, einer der mutmaßlichen NSU-Mörder, Ende der 90er-Jahre mindestens ein Mal als Fahrer für ihn tätig gewesen sei. Auf einem der ARD vorliegenden Foto vom 17. Januar 1998 ist der langjährige NPD-Bundesgeschäftsführer zudem mit der mutmaßlichen NSU-Terroristin Beate Zschäpe bei einer Demonstration in Erfurt zu sehen. Nur zehn Tage später tauchten Zschäpe und Mundlos ab.

Dossier Rechtsterrorismus / articles about right-wing terrorism: Nationalsozialistischer Untergrund – Uwe Böhnhardt, Uwe Mundlos, Beate Zschäpe. Polizistinnenmord, Dönermord, Rohrbombe, Thüringer Heimatschutz (THS) – Dossier: Kategorie NSU – http://bit.ly/ths-nsu

BKA dementiert Vernichtung von Ermittlungsdaten

Das Bundeskriminalamt (BKA) hat den Vorwurf zurückgewiesen, es habe Ermittlungsdaten zur rechtsterroristischen Gruppe “Nationalsozialistischer Untergrund” (NSU) vernichten lassen. “Das BKA hat Beweismittel weder unterdrückt, noch manipuliert, noch vernichtet”, kommentierte BKA-Präsident Jörg Ziercke einen entsprechenden Bericht der “Bild am Sonntag”. Es handele sich um “absurde Spekulationen”. Das BKA schütze weder Neonazis noch Informanten aus der rechten Szene. Die Zeitung hatte berichtet, dass das BKA Ermittlungsdaten bei der Bundespolizei löschen ließ. Dabei soll es sich unter anderem um Datensätze gehandelt haben, die Spezialisten der Bundespolizei auf dem Mobiltelefon des mutmaßlichen Terror-Unterstützers André E. entschlüsselt hatten. E. gilt als wichtigster Helfer der Zelle, der zehn Morde zur Last gelegt werden. Sein Mobiltelefon war den Fahndern bei seiner Festnahme am 24. November in die Hände gefallen. Ziercke bestätigte zwar die Löschung der als Kopie bei der Bundespolizei vorhandenen Daten nach ihrem Auslesen, bekräftigte aber, dies sei ein normales Verfahren. Die Bundespolizei sei um Löschung gebeten worden, um die Datenbestände an einer Stelle zu konzentrieren. Dies sei in völligem Einvernehmen mit der Bundesanwaltschaft erfolgt. Der BKA-Chef betonte, dass alle sichergestellten Inhalte “weiterhin vollständig und unverändert für die Ermittlungen des Generalbundesanwalts und des BKA zur Verfügung” stünden. Zu fehlenden Angaben in der Ermittlungsakte erklärte das BKA, die Auswertung des Datenbestandes dauere noch an. Daher sei noch kein abschließender Bericht erstellt und in die Ermittlungsakte aufgenommen worden. Die Handy-Sicherstellung sei aber in der Akte vermerkt. Von einer Beweismittelunterdrückung könne keine Rede sein, betone Ziercke.

via tagesschau: BKA dementiert Vernichtung von Ermittlungsdaten

siehe auch: BKA ließ Ermittlungsdaten löschen. Das Bundeskriminalamt (BKA) hat nach einem Bericht der “Bild am Sonntag” sensible Ermittlungsdaten im Zusammenhang mit der Zwickauer Neonazi-Zelle bei der Bundespolizei löschen lassen. Nach Angaben der Zeitung handelt es sich unter anderem um Daten, die Spezialisten der Bundespolizei auf dem Handy des mutmaßlichen Terror-Unterstützers André E. entschlüsselt hatten. E. gilt als wichtigster Helfer der Zelle, der zehn Morde zur Last gelegt werden. Sein Mobiltelefon war den Fahndern bei seiner Festnahme am 24. November in die Hände gefallen; PE: BKA-Präsident Jörg Ziercke: “Absurde Spekulationen der Bild am Sonntag – Generalbundesanwalt und BKA handeln in voller Übereinstimmung.”. Die Bild am Sonntag berichtet in ihrer Ausgabe vom 12.02.2012, das BKA habe im Rahmen der Ermittlungen gegen Mitglieder und Unterstützer des Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU) Daten eines sichergestellten Mobiltelefons bei dem Beschuldigen André E. gelöscht sowie die Datenauswertung nicht zu den Ermittlungsakten genommen und damit der Justiz vorenthalten. Es wird der Eindruck erweckt, Beweismittel seien gezielt vernichtet und unterdrückt worden. Dieser Vorwurf ist absurd. Alle in der Berichterstattung der Bild am Sonntag vorgenommenen Mutmaßungen und getroffenen Schlussfolgerungen sind unzutreffend.

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BKA ließ Ermittlungsdaten löschen

Deutsch: Personenschützer vom BKA English: Bod...

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Das Bundeskriminalamt (BKA) hat nach einem Bericht der “Bild am Sonntag” sensible Ermittlungsdaten im Zusammenhang mit der Zwickauer Neonazi-Zelle bei der Bundespolizei löschen lassen. Nach Angaben der Zeitung handelt es sich unter anderem um Daten, die Spezialisten der Bundespolizei auf dem Handy des mutmaßlichen Terror-Unterstützers André E. entschlüsselt hatten. E. gilt als wichtigster Helfer der Zelle, der zehn Morde zur Last gelegt werden. Sein Mobiltelefon war den Fahndern bei seiner Festnahme am 24. November in die Hände gefallen. BKA bestätigt Löschaktion Dass die Daten auf Betreiben des BKA vernichtet wurden, gehe aus dem Mail-Verkehr zwischen den beiden Polizeibehörden hervor, der “Bild am Sonntag” nach eigenen Angaben vorliegt. Ein BKA-Sprecher bestätigte dem Blatt die Löschaktion und erklärte: “Um in diesem sensiblen Verfahren eine Dislozierung der vorhandenen Asservate in verschiedenen Behörden zu vermeiden, wurde seitens BKA die Bundespolizei gebeten, als Kopie vorhandene Handy-Daten zu vernichten.” Der Verdacht der Beweisunterdrückung steht allerdings auch im Raum. Nicht ausgeschlossen, dass das BKA Informanten im Umfeld der Neonazi-Zelle schützen wollte. “Hier handelt es sich um einen gravierenden Vorgang, der unverzüglich aufgeklärt werden muss. Es darf nicht einmal der Verdacht entstehen, dass etwas verheimlicht werden sollte”, zitiert die Zeitung den Vorsitzenden des Bundestagsinnenausschusses, Wolfgang Bosbach.

via tagesschau: BKA ließ Ermittlungsdaten löschen

siehe auch: Schweizer im Zusammenhang mit Neonazi-Morden verhaftet. Ermittlungen wegen Waffenlieferung. Im Zusammenhang mit der Mordserie einer Neonazi-Zelle in Deutschland ist in der Schweiz eine weitere Person festgenommen worden. Der Schweizer aus dem Berner Oberland ist am Freitag von einem Berner Haftrichter in Untersuchungshaft gesetzt worden. Michael Fiechter, Sprecher der Kantonspolizei Bern, bestätigte einen Bericht von «Tages-Anzeiger» und «Bund», wonach gegen den Verhafteten wegen Verdachts auf Unterstützung einer kriminellen Organisation ermittelt werde; Neonazi-Trio: BKA ließ Ermittlungsdaten löschen. Bundesinnenminister Friedrich fordert Erklärung. Das Bundeskriminalamt hat Ermittlungsdaten im Zusammenhang mit dem Zwickauer Neonazi-Trio bei der Bundespolizei löschen lassen. Es handele sich um die Handy-Daten eines mutmaßlichen Terror-Unterstützers, berichtete eine Zeitung. Nach Angaben der “Bild am Sonntag” handelt es sich unter anderem um Daten, die Spezialisten der Bundespolizei auf dem Handy des mutmaßlichen Terror-Unterstützers André E. entschlüsselt hatten. E. gilt als wichtigster Helfer der Zelle, der zehn Morde zur Last gelegt werden. Sein Mobiltelefon war den Fahndern bei seiner Festnahme am 24. November in die Hände gefallen; Bundeskriminalamt ließ wichtige Daten löschen. Dass die Zusammenarbeit der Behörden im Fall des Neonazi-Terrortrios große Schwächen aufwies, war bereits bekannt. Doch nun belegen brisante E-Mails, dass das Bundeskriminalamt erst kürzlich wichtige Daten löschen ließ; Warum ließ das BKA Nazi-Ermittlungsdaten löschen? Polizeihauptkommissar Jens B. hatte es eilig. Heimlich begab sich der Computerexperte im Referat 55 der Bundespolizei am 8. Dezember vergangenen Jahres nach Dienstschluss an seinen Arbeitsplatz in Swisttal bei Bonn. In dem zu dieser Uhrzeit meist verwaisten Gebäude wurde der Spezialist für die Auswertung von Handy-Daten dennoch beobachtet, wie er systematisch Daten löschte. Die Nacht-und-Nebel-Aktion ist keine Lappalie. Denn der Bundespolizist Jens B., der normalerweise Daten zu Ermittlungszwecken sichert, vernichtete an diesem Abend in der Datenbank seiner Dienststelle Handy-Daten des derzeit bedeutendsten Kriminalfalls Deutschlands: die beispiellose Mordserie an acht Türken, einem Griechen und einer Polizistin, die dem Neonazi-Trio Uwe Böhnhardt, Uwe Mundlos und Beate Zschäpe zur Last gelegt wird (…) André E. war Frontmann der rechtsextremen „Weißen Bruderschaft Erzgebirge“. Er hatte dem Neonazi-Trio unter anderem Wohnungen und Bahncards besorgt. E. gilt als zentrale Figur des rechten Netzwerks. Beate Zschäpe hatte ihn als Ersten angerufen, unmittelbar nach dem Tod ihrer beiden Kumpane am 4. November. Auf dem Handy von André E. finden sich vermutlich Hinweise darauf, wer dem Neonazi-Trio auf der Flucht vor der Polizei geholfen hat. Umso erstaunlicher ist es, dass die ausgewerteten Handy-Daten bisher nicht in das Ermittlungsverfahren eingebracht wurden, also der Justiz nicht zur Verfügung stehen. In der Ermittlungsakte zu André E., die BILD am SONNTAG vorliegt, tauchen diese wichtigen Beweismittel jedenfalls erst gar nicht auf.

Dossier Rechtsterrorismus / articles about right-wing terrorism: Nationalsozialistischer Untergrund – Uwe Böhnhardt, Uwe Mundlos, Beate Zschäpe. Polizistinnenmord, Dönermord, Rohrbombe, Thüringer Heimatschutz (THS) – Dossier: Kategorie NSU – http://bit.ly/ths-nsu

Mordverdacht gegen rechte Terroristin

Welche Rolle spielte Beate Zschäpe bei den Morden der rechtsextremistischen Terrorgruppe NSU? Nach Erkenntnissen der Ermittler wohl eine größere als bislang vermutet. Eine Haftverschonung käme deshalb nicht in Frage. Nach jüngsten Erkenntnissen der Bundesanwaltschaft in Karlsruhe hat sich der Verdacht gegen Beate Zschäpe erhärtet: “Aufgrund der weiteren Ermittlungen sind wir überzeugt, dass sie die terroristische Vereinigung NSU mitbegründet und sich auch bis zum Ende an ihr beteiligt hat”, erklärte der Sprecher der Bundesanwaltschaft Marcus Köhler am Samstag (14.01.2011). Weitere Details der Beteiligung von Beate Zschäpe an den rechtsextremistisch motivierten Morden ergeben sich aus einer Stellungnahme der Bundesanwaltschaft. Das ARD-Fernsehmagazin “Panorama” und die “Süddeutsche Zeitung” zitieren aus dem vertraulichen Papier, mit dem die Karlsruher Behörde auf den Antrag der Anwälte von Zschäpe auf Aufhebung des Haftbefehls reagiert. (…) Außerdem geht die Bundesanwaltschaft davon aus, dass die Frau die Pläne ihrer beiden mutmaßlichen Komplizen, Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos, gekannt hatte. Sie sei von Anfang an dabei gewesen, über vieles informiert worden und habe dabei eine extrem rechte Gesinnung an den Tag gelegt, heißt es in der “Süddeutschen Zeitung”. Die Ermittler schilderten unter anderem, dass Beate Zschäpe anwesend war, als der Mitbeschuldigte Holger G. eine Waffe lieferte. Außerdem habe sie in telefonischem Kontakt zu ihren mutmaßlichen Mittätern gestanden, als diese in München einen Mord verübten.

via dw-world: Mordverdacht gegen rechte Terroristin

siehe auch: Ermittlungspannen beim Neonazitrio – Einen Tag zu spät. In einem Schreiben des sächsischen Innenministers steht, dass die Festnahme von zwei NSU-Mitgliedern im Jahr 2000 verpatzt wurde. Damals hatten sie erst einen Mord begangen. Ein mobiles Einsatzkommando der Polizei stand bereit, ab 15 Uhr des 30. Septembers 2000; Beate Zschäpe, Frau an der Seite der Killer. Beate Zschäpe wird durch neue Ermittlungen stark belastet: Die Bundesanwaltschaft prüft, den Vorwurf der besonders schweren Brandstiftung auf versuchten Mord zu erweitern. Zudem gehen die Strafverfolger mittlerweile fest davon aus, dass Zschäpe in die Mordtaten der mit ihr zusammenlebenden Neonazis Mundlos und Böhnhardt eingeweiht war. (…) Aus Sicht der Ermittler hat Zschäpe nicht mitgeschossen, sie soll aber die treue Frau an der Seite der Killer gewesen sein – von Anfang an dabei, extrem rechts und, wahrscheinlich, über vieles im Bilde. Die in der Öffentlichkeit aufgekommenen Zweifel, ob man ihr am Ende wird nachweisen können, was man ihr vorwirft, beantworten die Ermittler so: Zschäpe soll noch viel tiefer verstrickt gewesen sein. Die Ermittler prüfen sogar, den von den Zschäpe-Anwälten angefochtenen Haftbefehl, der mit dem Verdacht auf schwere Brandstiftung begründet wird, sogar noch um den Vorwurf des versuchten Mordes erweitern zu lassen.

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Freund mordender Nazis lebte in Regensburg

Tino Brandt aus Thüringen ist ein unbelehrbarer Faschist. Auch in der Oberpfalz versuchte er, braune Propaganda zu verbreiten. (…) Die Legasthenie, die massiven Probleme mit der Rechtschreibung sind direkt ein menschlicher Zug an diesem Tino Brandt. Alles andere, was man von ihm weiß, ist, dass er sein ganzes bisheriges Leben damit verbracht hat, für den Nationalsozialismus zu werben und gegen alles zu hetzen, was nicht in dieses mörderische Schema passt. Nach seinem Gastspiel in Bayern avanciert er zum Anführer des „Thüringer Heimatschutzes“. Völlig unbehindert von staatlichen Verfolgungsbehörden baut Tino Brandt eine Nazitruppe auf – maßgeblich mit von der Partie: Uwe Mundlos, Uwe Böhnhardt und Beate Zschäpe. Dem Zwickauer Mördertrio werden zwischen 2000 und 2007 zehn Morde und zwei Sprengstoffanschläge mit dutzenden Verletzten zugerechnet.

via mittelbayerische: Freund mordender Nazis lebte in Regensburg

siehe auch: Bereits in 90-er Jahren wurde gegen Tino Brandt ermittelt. Bereits während seiner Lehrausbildung in Regensburg wurde Tino Brandt vom Verfassungsschutz überwacht. Ein Informationsaustausch mit den Thüringer Kollegen wurde bestätigt. Der Thüringer Neonazi Tino Brandt wurde schon frühzeitig vom bayrischen Verfassungsschutz überwacht. Dies geht aus einer Anfrage hervor, die die Grünen-Landtagsabgeordnete Maria Scharfenberg an das Innenministerium stellte.

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Zwickauer Terrorzelle – Ausschuss untersucht Ermittler-Pannen

Uwe Mundlos und Beate Zschäpe: Jahrelang mordeten sie. Welche Fehler machten die Behörden bei den Ermittlungen zu den Neonazi-Morden? Antworten soll jetzt ein Untersuchungsausschuss liefern, auf den sich die Bundestagsfraktionen nach langem Hin und Her endlich geeinigt haben. Das Versagen der Sicherheitsbehörden im Kampf gegen den Rechtsterrorismus soll aufgeklärt werden: Am Freitag haben die Parlamentarischen Geschäftsführer aller fünf Bundestagsfraktionen der Einrichtung eines Untersuchungsausschusses zugestimmt. Zudem solle es eine Expertenkommission geben, sagte Unions-Fraktionsgeschäftsführer Peter Altmaier in Berlin. Sie werde aus jeweils zwei Vertretern von Bund und Ländern bestehen. Der elfköpfige Ausschuss solle noch im Januar mit der Arbeit beginnen und auch einen Sonderermittler einsetzen können, sagte Altmaier. Den Vorsitz des Gremiums werde die SPD übernehmen. Ziel sei, die Vorgänge rund um die Zwickauer Terrorzelle möglichst zügig aufzuarbeiten. “Wir legen gemeinsam Wert auf eine schnelle, umfassende und gründliche Aufarbeitung der Vorgänge”, sagte Altmaier. Der Zwickauer Neonazi-Zelle werden zehn Morde in ganz Deutschland vorgeworfen. Die am 4. November tot aufgefundenen Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt gelten als Haupttäter. Beate Zschäpe, die in Untersuchungshaft sitzt, soll gemeinsam mit ihnen den “Nationalsozialistischen Untergrund” (NSU) gegründet haben.

via spon: Zwickauer Terrorzelle – Ausschuss untersucht Ermittler-Pannen

siehe auch: Pannen mit System. Die Liste der “Pannen” des Verfassungsschutzes in Thüringen im Zusammenhang mit der Terrorgruppe NSU ist lang, so lang, dass es nicht nach Versäumnissen, sondern nach System aussieht. Dafür, dass der VS Teil des Problems und nicht der Lösung ist, sprechen weitere Vorfälle. Es war nicht irgendjemand, der im Jahr 2005 in Pößneck vor mehr als 1000 Neonazis auftrat: Michael “Lunikoff” Regener, Frontmann der verbotenen Rechtsrockgruppe Landser stand im Schützenhaus auf der Bühne – und das, obwohl der Bundesgerichtshof die Band kurz zuvor als kriminelle Vereinigung eingestuft und eine mehrjährige Gefängnisstrafe für Regener bestätigt hatte; Bundestag untersucht NSU. Die Fraktionen im Bundestag haben sich auf einen Untersuchungsausschuss zu den Neonazi-Morden geeinigt. Zuvor hatte der Unions-Innenexperte Uhl einen Ausschuss abgelehnt. Zuvor hatte sich der Innenexperte der Unions-Bundestagsfraktion, Hans-Peter Uhl, gegen einen Untersuchungsausschuss ausgesprochen. Ein solches Gremium auf Bundesebene sei ein “Kampfinstrument” der Opposition gegen die Regierung und gehe am Ziel der Aufklärung vorbei, sagte der CSU-Politiker am Freitag im Deutschlandfunk. Die SPD-Fraktion hatte einen Untersuchungsausschuss und eine Bund-Länder-Expertenkommission vorgeschlagen. Dieses zweigleisige Konzept stößt aber bei Grünen und Linken auf Kritik. Sie fordern zwar seit langem ebenfalls einen Untersuchungsausschuss, befürchten aber, dass dessen Arbeit mit dem SPD-Modell behindert wird. In der FDP gibt es Sympathien für einen Untersuchungsausschuss und eine Kommission.

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Ab in den Süden – zum Terror-Drill?

Wo lernten die Nazi-Terroristen ihr Handwerk? Wer suchte ihre Opfer aus? Wer hat endlich Antworten? Thüringens Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht (CDU) hat einen Brief vom Chef der Landstag-Linksfraktion bekommen. In ihrer Regierungserklärung und auch bei diversen persönlichen Unterredungen, so lobt Bodo Ramelow, habe Lieberknecht versprochen, die Aufklärung der grausamen Verbrechen des »Nationalsozialistischen Untergrunds« (NSU) mit Nachdruck und ohne Ansehen der Person voranzutreiben. Doch dieses Bestreben könnte scheitern, fürchtet der von Geheimdienstschnüffelei selbst betroffene Oppositionsführer. Aufklärung fordernde Politiker in Bund und Ländern werden »föderal« gegeneinander ausgespielt. Nicht nur gegenüber dem Abgeordneten Bodo Ramelow beklagten sich Thüringer Polizisten, die mit den Untersuchungen zu der sogenannten Zwickauer Zelle betraut sind, dass ihnen Leute aus den »Diensten« auf »den Füßen herumstehen«. Klar, dass der Landes- wie der Bundesverfassungsschutz ein gesteigertes Interesse haben, als erste zu wissen, was die Kriminalisten über Verwicklungen des Inlandgeheimdienstes in die rechtsextremistische Terrorzelle ermitteln. Dass der Militärische Abschirmdienst (MAD) in Erfahrung bringen möchte, ob die Terroristen über Sprengstoff aus Bundeswehr-Depots verfügen und wer sich als Reservist »fit« hält, macht auch noch Sinn. Was aber interessiert den Bundesnachrichtendienst (BND)?

Offiziell hat der Auslandsgeheimdienst bislang nichts zu tun mit Neonazi-Terroristen, die in Deutschland Banken überfallen und zehn Menschen ermordet haben sollen. Wofür es übrigens bislang keinen gerichtsfesten Beweis gibt. Die Ceska-Pistole, die bei den in Eisenach angeblich durch eigene Hand zu Tode gekommenen Rechtsterroristen Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos gefunden wurde, kann nur als Indiz gewertet werden. Sie ist bei acht Morden benutzt worden. Von wem? Die Untersuchungsgefangene Beate Zschäpe, Dritte im Terror-Bund, schweigt. Eine Bekenner-DVD, gleichfalls nur Indiz, verweist auf die beiden Toten. Doch an den Tatorten gibt es keine Spuren, die diese These stützen. Verschwommen ist das Motiv der Morde. Das Bundeskriminalamt (BKA) verweist auf rassistischen Wahn und Ausländerfeindlichkeit. Das klingt wahrscheinlich, erklärt aber nicht den gewaltigen Aufwand, den die mutmaßlichen Mörder jedes Mal betrieben haben. Sie fuhren für die Hinrichtungen Hunderte Kilometer, scheuten kaum Kosten, überließen nichts dem Zufall. So verhalten sich für gewöhnlich Auftragskiller, die für das Organisierte Verbrechen arbeiten oder die Drecksarbeit von Geheimdiensten erledigen. Wie man unter anderem aus Erinnerungen des Top-Terroristen Carlos weiß, ist das ein einträglicher Job. Die Aufklärung solcher Netzwerke ist nicht nur eine Nummer zu groß für Thüringer Verfassungsschützer oder Ermittler des Erfurter Landeskriminalamtes. (…) Nachdem der Generalbundesanwalt die Ermittlungen – sehr zu Recht – an sich gezogen hat, obliegt ihm die Deutungshoheit. Nur er und das BKA können Spekulationen beenden. Durch Fakten. Dazu gehört eine schlüssige Antwort auf die Frage, wie und wo sich die Täter die für derartige »Morde im Nahbereich« notwendige Kaltblütigkeit antrainiert haben. Der BND könnte einen Beitrag zur Aufklärung leisten. In Südafrika lebt ein Dr. Claus Nordbruch. Er ist Jahrgang 1961, stammt aus Deutschland, war Leutnant bei der Bundeswehr, wanderte 1986 aus und ist nach seinem Selbstverständnis »Referent, freier Journalist und vor allem Autor von Fach- und Sachbüchern«. Nordbruch unterstützt die rassistische Vereinigung »Hilfskomitee Südliches Afrika«, ist ein Waffenfanatiker, kann Fallschirm springen und tauchen. Ab und an hält er Vorträge in Deutschland, erhält einen Preis vom rechten Rand und lädt »Freie Kameraden« in seine neue Heimat ein – zu Feldarbeit und militärischem Drill. Es gibt ein Foto, das zeigt ihn 2001 mit Tino Brandt, dem Verfassungsschutzspitzel, der den Thüringer Heimatschutz (THS) aufgebaut hat, in Rudolstadt. Zwei Jahre zuvor waren Andreas Kapke, ein THS-Hauptakteur und sein Kumpan Mario Brehme in ein Flugzeug gestiegen. In Sofia war ein Treff mit den international gesuchten Beate Zschäpe, Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt geplant. Gemeinsam wollte man mit Bulgarian Airlines nach Kapstadt fliegen.

via nd: Ab in den Süden – zum Terror-Drill?

siehe auch: Geheimdienst dementiert Vorwürfe zu Fahndungspannen. Der Thüringer Verfassungsschutz will von Banküberfällen des rechtsextremen Terror-Trios nichts gewusst haben. In der Erfurter Staatskanzlei wird sich am Dienstag mit diesem Fall genauer auseinandergesetzt. Die Erklärung ist kurz und eindeutig. „Das Thüringer Landesamt für Verfassungsschutz hatte vor November 2011 zu keinem Zeitpunkt Kenntnis von den Banküberfällen der Zwickauer Terrorzelle.“ Damit reagierte das Landesamt auf Berichte, wonach es informiert gewesen sei, dass das rechtsextreme Terrortrio auch Banküberfälle begangen hat

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Verfassungsschutz war detailliert über Zwickauer Zelle informiert

Deutsch: Logo des deutschen "Bundesamtes ...Hinweise auf Verstecke, Berichte von geplanten bewaffneten Überfällen: Verfassungsschützer wussten bis 2001 genau über die Aktivitäten der untergetauchten Neonazis Zschäpe, Mundlos und Böhnhardt Bescheid. Das geht aus einem Geheimbericht hervor, der dem SPIEGEL vorliegt. Der Verfassungsschutz war wesentlich besser über die Aktivitäten von Beate Zschäpe, Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt im Untergrund informiert als bislang bekannt. So hatten die Beamten schon im Frühjahr 1999 verlässliche Hinweise, dass sich das Trio in Chemnitz versteckt hielt. Sie wussten auch, dass es bewaffnete Überfälle plante. Das räumt das Bundesamt für Verfassungsschutz in einem amtlich geheimgehaltenen Untersuchungsbericht ein, der dem SPIEGEL vorliegt. (…) Dem Geheimbericht zufolge war der Verfassungsschutz den Neonazis mehrmals auf der Spur, versäumte es aber zuzugreifen. Bei den Ermittlern “verdichteten sich spätestens seit Mitte März 1999 die Informationen, dass sich die Gesuchten im Raum Chemnitz aufhalten sollen”, heißt es in dem Untersuchungsbericht. Die im Frühjahr 2000 gestartete “Operation Terzett” der Verfassungsschützer aus Thüringen und Sachsen führte die Fahnder sogar bis zu einer Wohnung in der Bernhardstraße in Chemnitz, in der zwei mutmaßliche Unterstützer wohnten und die Uwe Böhnhardt und Beate Zschäpe besuchten. Bericht belastet früheren NPD-Politiker Ralf Wohlleben Aus dem Untersuchungsbericht geht auch hervor, dass die Verfassungsschützer schon früh Hinweise darauf hatten, dass das Trio im Untergrund kriminell aktiv war. Dabei belastet der Bericht den derzeit in Untersuchungshaft sitzenden Rechtsextremisten Ralf Wohlleben schwer.

via spon: Verfassungsschutz war detailliert über Zwickauer Zelle informiert

siehe auch: Anwalt erreicht offenbar Hafterleichterung für Zschäpe. Der Verteidiger der mutmaßlichen Neonazi-Terroristin Beate Zschäpe hat offenbar Hafterleichterungen für ihre Mandantin durchsetzen können. Laut einem Bericht des MDR soll in Tschäpes Zelle künftig das Licht nicht mehr dauernd brennen; Die Fahnder griffen nicht zu. Ein Untersuchungsbericht zeigt, dass die Sicherheitsbehörden den Terroristen des “Nationalsozialistischen Untergrunds” früh auf den Fersen waren. Die Sicherheitsbehörden haben bei den Ermittlungen gegen das Neonazi-Trio offenbar stärker versagt als bislang bekannt. Laut Spiegel war der Thüringer Verfassungsschutz (VS) bis 2001 gut über Machenschaften und Pläne von Uwe Böhnhardt, Uwe Mundlos und Beate Zschäpe informiert, sorgte aber nicht dafür, dass sie festgenommen wurden. (…) Im Frühjahr 2000 führte laut Spiegel die “Operation Terzett” des VS aus Thüringen und Sachsen zu einem Haus in der Chemnitzer Bernhardstraße, in dem zwei mutmaßliche Unterstützer wohnten. Auch an anderen Orten sollen die Untergetauchten um die Jahrtausendwende laut Bericht gesichtet worden sein – ohne dass Ermittler zugriffen. Von den kriminellen Machenschaften des Trios soll der VS auch früh gewusst haben. Mit Geld aus Banküberfällen organisierte es das Leben im Untergrund und plante seine Morde. Im April 2001 soll der Neonazi und V-Mann Tino Brandt dem VS berichtetet haben, dass der NPD-Funktionär Ralf Wohlleben Geldspenden aus der Szene für die drei ablehnte, weil sie “schon so viele Sachen/Aktionen gemacht hätten”. Zu der Zeit hatte das Trio mit seiner Mordserie schon begonnen. Insgesamt fielen ihm zehn Menschen zum Opfer; Bei Neonazi-Fahndung völlig versagt. Deutsche Verfassungsschützer wussten angeblich bis 2001 ganz genau über die Aktivitäten des Zwickauer Terror-Trios Zschäpe, Mundlos und Böhnhardt Bescheid. Dies geht aus einem Geheimbericht hervor.

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Anwalt erreicht offenbar Hafterleichterung für Zschäpe

Der Verteidiger der mutmaßlichen Neonazi-Terroristin Beate Zschäpe hat offenbar Hafterleichterungen für ihre Mandantin durchsetzen können. Laut einem Bericht des MDR soll in Tschäpes Zelle künftig das Licht nicht mehr dauernd brennen. (…) Bisher sei das Licht angeschaltet geblieben, da Zschäpe als selbstmordgefährdet gegolten habe. Diese Gefahr sehe er nicht, sagte Heer dem Sender. Zschäpe habe zuletzt mit der Dauerbeleuchtung “zu kämpfen” gehabt. Außerdem sei sie “massiv in ihrer Intimsphäre betroffen”, da sie sich nicht unbeobachtet habe waschen oder zur Toilette gehen können. “Kein faires und rechtstaatliches Verfahren” Zschäpe sitzt seit dem 13. November in Untersuchungshaft. Sie soll zusammen mit ihren Zwickauer Mitbewohnern Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos die Terrorzelle Nationalsozialistischer Untergrund gegründet haben

via stern: Anwalt erreicht offenbar Hafterleichterung für Zschäpe

siehe auch: Musik des Hasses. Bereits 2010 tauchte die Mordserie des Zwickauer Terrortrios in Liedtexten auf, in Chemnitz wurde der „Dönerkiller“-Song produziert und ein verdächtiger Freund organisierte Treffen europäischer Neonazis wie das „Fest der Völker“: Das Umfeld von Uwe Böhnhardt, Uwe Mundlos und Beate Zschäpe war gut vernetzt mit Skinhead-Bands. Der damalige NPD-Chef Udo Voigt war da und auch Holger Apfel, der mittlerweile sein Nachfolger ist. Zum „Pressefest“ der NPD-Zeitung Deutsche Stimme kamen im August 2006 etwa 7000 Rechtsextremisten nach Dresden – wohl vor allem, weil die NPD szenebekannte Bands auftreten ließ; Anwalt erreicht Hafterleichterung für Beate Zschäpe. Teilerfolg für die Verteidigung: Die Haftbedingungen von Beate Zschäpe werden gelockert, das berichtet der Mitteldeutsche Rundfunk. Das Licht in der Zelle der mutmaßlichen Terroristin müsse nicht mehr 24 Stunden am Tag brennen. Ihre Anwälte fordern weiterhin das Ende der Untersuchungshaft.

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Musik des Hasses

Bereits 2010 tauchte die Mordserie des Zwickauer Terrortrios in Liedtexten auf, in Chemnitz wurde der “Dönerkiller”-Song produziert und ein verdächtiger Freund organisierte Treffen europäischer Neonazis wie das “Fest der Völker”: Das Umfeld von Uwe Böhnhardt, Uwe Mundlos und Beate Zschäpe war gut vernetzt mit Skinhead-Bands. Der damalige NPD-Chef Udo Voigt war da und auch Holger Apfel, der mittlerweile sein Nachfolger ist. Zum “Pressefest” der NPD-Zeitung Deutsche Stimme kamen im August 2006 etwa 7000 Rechtsextremisten nach Dresden – wohl vor allem, weil die NPD szenebekannte Bands auftreten ließ. Als Gigi & die Stadtmusikanten spielten, sollen “schön viele ihre Ärmchen gehoben” haben – zum verbotenen Hitlergruß. So notierten es Verfassungsschützer aus Berichten begeisterter Besucher. Hunderte brüllten antisemitische Parolen wie “Eine U-Bahn bis nach Auschwitz”. Gigi, bürgerlich Daniel Giese aus Meppen, fiel später mit einem anderen Lied auf. (…) Gigis Musikanten sollten 2006 auch auf dem “Fest der Völker” in Jena spielen. Diese Treffs europäischer Neonazis organisierte der NPD-Funktionär Ralf Wohlleben mit Hilfe von André K., beide alte Freunde von Uwe Böhnhardt, Uwe Mundlos und Beate Zschäpe. Wohlleben sitzt unter dem Verdacht, das Trio unterstützt zu haben, in Untersuchungshaft. Auf seinen Festivals spielten Bands, die “Blood & Honour” (B&H) zuzurechnen waren. Zu diesem Netzwerk neonazistischer Skinhead-Bands zählte auch Gieses Band Stahlgewitter, ehe B&H im Jahr 2000 verboten wurde. (…) Auf Hammerskin-Konzerten sang auch Gigi. Seine CD “Adolf Hitler lebt” mit dem zynischen “Dönerkiller”-Song hat das Rechtsrock-Label PC Records in Chemnitz produziert, das Verfassungsschützer als “im wahrsten Sinne tonangebend” in der Hammerskin-Szene ansehen und dessen Betreiber Yves R. auf Wohllebens Neonazi-Festivals geworben hat. In die Chemnitzer Szene führt eine direkte Spur des untergetauchten Trios (…) Thomas G. aus Altenburg gilt neben Maik Scheffler, dem Landesvize der Sachsen-NPD, als führender Kopf der regionalen Hammerskins. Der vorbestrafte Neonazi ist gut bekannt mit Wohlleben und André K. Er hat auch gute Kontakte nach Zwickau, wo die Terrorzelle lebte. Einen Kern der dortigen Neonaziszene bildete die Band Eternal Bleeding aus Altenburg. Auch sie zählt zum Hammerskin-Netzwerk. Eine ihrer CDs wurde von der Ludwigshafener Firma Gjallarhorn Klangschmiede produziert. Deren Chef Malte R. gilt als oberster Hammerskin-Mann in der “Westmark” und ist mit den Kameraden im Osten gut vernetzt. Auf Fotos posiert er im Hammerskin-Shirt gemeinsam mit Thomas G. In einem von linken Aktivisten gehackten Internetforum des neonazistischen Aktionsbüros Rhein-Neckar chattete er auch mit Leuten aus dem Jenaer Umfeld des untergetauchten Trios. André K. war auf diesen Seiten dabei, aber auch Nicole S., die einst unter dem Vorsitzenden Wohlleben im Jenaer NPD-Kreisvorstand saß und den Verhafteten nun als Rechtsanwältin vertritt

via sz: Musik des Hasses

siehe auch: Selbstmord der Rechtsterroristen Mundlos und Böhnhardt – Rätselhafte letzte Sekunden im Wohnmobil. Als sich die Polizisten dem Caravan der Zwickauer Terrorzelle näherten, soll der Neonazi Uwe Mundlos zuerst seinen Komplizen Uwe Böhnhardt und dann sich selbst erschossen haben. Doch nun prüfen die Ermittler eine andere Variante. Neue Erkenntnisse deuten darauf hin, dass Mundlos seinen Komplizen versehentlich erschossen hat; Rechte Juristin gekündigt. Die Recherche der Kontext:Wochenzeitung über Juristen am rechten Rand hat zu heftigen Reaktionen geführt. Ein badischer CDU-Mann trennte sich von rechten Szeneanwälten. Seine Kollegin mit NPD-Vergangenheit durfte zunächst bleiben. Donnerstag Abend wurde auch der Juristin mit der braunen Vergangenheit gekündigt.

Dossier Rechtsterrorismus / articles about right-wing terrorism: Nationalsozialistischer Untergrund – Uwe Böhnhardt, Uwe Mundlos, Beate Zschäpe. Polizistinnenmord, Dönermord, Rohrbombe, Thüringer Heimatschutz (THS) – Dossier: Kategorie NSU – http://bit.ly/ths-nsu

Selbstmord der Rechtsterroristen Mundlos und Böhnhardt – Rätselhafte letzte Sekunden im Wohnmobil

Als sich die Polizisten dem Caravan der Zwickauer Terrorzelle näherten, soll der Neonazi Uwe Mundlos zuerst seinen Komplizen Uwe Böhnhardt und dann sich selbst erschossen haben. Doch nun prüfen die Ermittler eine andere Variante. Neue Erkenntnisse deuten darauf hin, dass Mundlos seinen Komplizen versehentlich erschossen hat. Im Fall der Zwickauer Terrorzelle gab es schon einige Wendungen und auch Irrungen, aber zumindest das Ende schien bislang klar zu sein. Die Geschichte ging so: Am Mittag des 4. November näherten sich zwei Polizisten in Eisenach einem Wohnmobil, in dem sich Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt versteckt hielten. Dann fielen Schüsse. Erst soll Mundlos seinen Komplizen Böhnhardt, dann sich selbst erschossen haben. Nach Feststellungen der Sonderkommission “Trio” kann es so gewesen sein, aber vielleicht war es auch anders. Kriminaltechniker haben die Schusswinkel bestimmt, die Lage der Waffen und der Hülsen im Wohnmobil analysiert, um den Handlungsablauf in dem Caravan zu rekonstruieren. Jetzt wollen die Ermittler nicht mehr ausschließen, dass Böhnhardt versehentlich von Mundlos erschossen wurde und dass dieser nach seinem Fehlschuss das Wohnmobil angezündet und dann sich selbst erschossen hat. Anders als es in frühen amtlichen Papieren steht, wurde Böhnhardt nicht durch einen aufgesetzten Schuss in die Schläfe getötet, sondern durch einen Schuss aus kurzer Entfernung, einem “relativen Nahschuss”.

via sz: Selbstmord der Rechtsterroristen Mundlos und Böhnhardt – Rätselhafte letzte Sekunden im Wohnmobil

siehe auch: Die Doppelgängerin der Nazi-Terroristin packt aus. Beate Zschäpe benutzte die Identität von Mandy Struck, die deshalb ins Visier der Fahnder geriet. Jetzt berichtet sie erstmals – und weiß von einer folgenschweren Panne. Vier Tage, nachdem die beiden Rechtsextremisten Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos tot in einem gemieteten Wohnmobil aufgefunden worden waren, tauchte der Name zum ersten Mal in den Medien auf: „Mandy Struck“. Fast alle Zeitungen druckten den Namen, der von Beate Zschäpe, dem dritten Mitglied des Terrortrios, als Deckname im Untergrund benutzt worden war.

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Verfassungsschutz hatte über V-Mann Kontakt zu Zwickauer Zelle

Ein V-Mann lieferte dem Thüringer Verfassungsschutz in den neunziger Jahren nach Informationen des SPIEGEL Details über den Neonazi Uwe Böhnhardt. Der Mann stand mit Böhnhardt in direktem Kontakt. Wenig später warb die Zwickauer Terrorzelle offenbar um Mitstreiter. Der Verfassungsschutz hatte über einen V-Mann direkten Kontakt zu einem der untergetauchten thüringischen Neonazi-Terroristen. Im März 1999, mehr als ein Jahr nach seinem Verschwinden, meldete sich Uwe Böhnhardt bei dem rechtsextremen Aktivisten Tino Brandt, den das Thüringer Landesamt für Verfassungsschutz damals unter dem Decknamen “Otto” als Quelle führte. In einem Telefonat am 8. März 1999 gegen 18 Uhr bat Böhnhardt den V-Mann um Hilfe. Außerdem beschwerte sich der untergetauchte Rechtsextremist über die Unzuverlässigkeit anderer Helfer. So sei der Jenaer Neonazi André K. ein “Kameradenschwein”, schimpfte Böhnhardt, weil von dem Geld, das für das Trio gesammelt worden sei, nur ein Bruchteil angekommen sei. In dem Gespräch bot Tino Brandt den Neonazis offenbar auch weitere Hilfe bei der Beschaffung von Pässen an. Laut einem geheimen Gesprächsprotokoll des V-Manns soll Böhnhardt allerdings geantwortet haben, die Gruppe verfüge bereits über Pässe. Brandt war führender Kopf der rechtsextremen Gruppe Thüringer Heimatschutz, der auch Uwe Mundlos, Beate Zschäpe und Böhnhardt angehörten. Er wurde 2001 als V-Mann enttarnt. Böhnhardt avisierte dem V-Mann nach Informationen des SPIEGEL zudem den Anruf des Szene-Rechtsanwalts Hans-Günter Eisenecker, damals Bundesvize der NPD, Landesvorsitzender in Mecklenburg-Vorpommern und NPD-Justitiar. Wenn Eisenecker das Codewort “19 Uhr” benutze, solle Brandt umgehend einen anderen Unterstützer, Ralf Wohlleben, benachrichtigen. Der Anwalt starb im Jahr 2003. Unklar ist, warum es den Verfassungsschützern damals nicht gelang, Böhnhardt dingfest zu machen. Offenbar hatten es die Geheimen versäumt, eine Telefonüberwachung bei ihrem V-Mann einzurichten. Der berichtete den Verfassungsschützern seinerzeit zwar von dem Gespräch, aber mit zeitlicher Verzögerung – Böhnhardt blieb verschwunden. Er erschoss sich am 4. November 2011 gemeinsam mit Uwe Mundlos in einem Wohnwagen, nachdem sie eine Bank überfallen hatten und ihnen Polizisten auf die Spur gekommen waren.

via spon: Verfassungsschutz hatte über V-Mann Kontakt zu Zwickauer Zelle

siehe auch: Deutsches Neonazi-Netzwerk Jeder kennt jeden. nach der Entlarvung der Zwickauer Terror-Zelle wird deutlich: Dort, wo das Trio mordete, gibt es gewaltbereite Neonazi-Gruppen. Deutschlandweit scheint die rechte Szene besser vernetzt zu sein als bisher vermutet. Vor allem Kameradschaften stehen im Verdacht, gezielt gewaltbereite Jugendliche aufzunehmen. So fanden auch verurteilte Straftäter immer wieder den Weg zurück in rechtsextreme Kreise. Erstaunlich sind die guten Verbindungen vieler Gruppen zur NPD; V-Mann soll 1999 mit Neonazi-Trio telefoniert haben. Ein früher als V-Mann für den Thüringischen Verfassungsschutz tätiger Rechtsextremist soll einem “Spiegel”-Bericht zufolge 1999 auch persönlich mit einem Mitglied des untergetauchten Zwickauer Neonazi-Trios telefoniert haben. Der Rechtsterrorist Uwe Böhnhardt habe den V-Mann Tino B. am 8. März 1999 um Hilfe gebeten, berichtete das Magazin unter Berufung auf ein geheimes Gesprächsprotokoll des V-Manns. Dieser habe dem Verfassungsschutz aber erst “mit zeitlicher Verzögerung” von dem Gespräch mit dem damals bereits gesuchten Böhnhardt berichtet. B. war früher unter dem Decknahmen “Otto” als Informant für den Verfassungsschutz tätig. Er soll nach Abtauchen des Neonazi-Trios von Böhnhardt und seinen Mittätern Uwe Mundlos und Beate Zschäpe Spendensammlungen in der Szene organisiert und mit rechtsextremen Gesinnungsfreunden aus Jena in Kontakt gestanden haben, die nach früheren Berichten wiederum direkten Zugang zu den Terroristen gehabt haben sollen; Ermittler organisierte Spenden für rechte Szene – V-Mann hatte Kontakt zu Neonazi-Terrorist. Ein früher als V-Mann für den Thüringischen Verfassungsschutz tätiger Rechtsextremist soll 1999 auch persönlich mit einem Mitglied des untergetauchten Zwickauer Neonazi-Trios telefoniert haben; “Spiegel”: Terrortrio kontaktierte NPD-Funktionäre. Das Neonazi-Terrortrio soll nach einem Bericht des “Spiegel” nach seinem Untertauchen mehrere NPD-Funktionäre als Kontaktleute genutzt haben. Im März 1999 habe sich der 1998 untergetauchte Uwe Böhnhardt telefonisch beim Kopf des “Thüringer Heimatschutz” und späteren NPD-Landesvize Tino Brandt gemeldet, berichtete das Magazin. Für 1999 wird er als NPD-Landespressesprecher genannt. Böhnhardt habe um Geld gebeten und sich über die Unzuverlässigkeit anderer Helfer beschwert. Außerdem habe Böhnhardt einen Anruf des Rechtsanwalts und damaligen NPD-Bundesvize Hans-Günter Eisenecker angekündigt, der als Justiziar für die Partei gearbeitet habe. Wenn Eisenecker das Codewort “19 Uhr” benutze, solle Brandt den Jenaer Neonazi Ralf Wohlleben kontaktieren.

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Neonazi-Terror – Verdächtiger im Erzgebirge gefasst

Garagenkomplex in Johanngeorgenstadt mit der “Brigade Ost”: Bei dem festgenommenen Matthias D. soll es sich um einen der mutmaßlichen örtlichen Führer dieser Neonazi-Gruppe handeln. Ein weiterer mutmaßlicher Unterstützer der Zwickauer Terrorzelle ist in Sachsen festgenommen worden. Unterdessen geht die Diskussion über ein NPD-Verbot weiter. Doch das Verfahren könnte an der Zahl der V-Leuten scheitern: Nach einem Medienbericht sollen es 130 sein. Ein Spezialeinsatzkommando der Polizei in Sachsen hat am Sonntag den 36-jährigen Matthias D. wegen mutmaßlicher Unterstützung der Zwickauer Neonazi-Terrorzelle festgenommen. Er soll für die Mitglieder des Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU) – Uwe Böhnhardt, Uwe Mundlos und Beate Zschäpe – nach deren Untertauchen zwei Wohnungen in Zwickau angemietet haben. Die Ermittler haben damit inzwischen vier mutmaßliche Unterstützer der Terrorgruppe gefasst. Matthias D. sei am frühen Sonntagmorgen an seinem Wohnhort im sächsischen Erzgebirgskreis festgenommen worden, teilte die Bundesanwaltschaft am Sonntag in Karlsruhe mit. Dem Vernehmen nach soll es sich bei dem Ort um Johanngeorgenstadt handeln. (…) Nach „Spiegel“-Informationen stufen die Ermittler im Fall der Zwickauer Zelle inzwischen sieben Personen als Beschuldigte ein. Festgenommen wurden neben Matthias D. bereits Holger G., Andre E. und der Ex-NPD-Funktionär Ralf Wohlleben. Sie alle sollen die Gruppe in der einen oder anderen Form unterstützt haben – sei es mit Wohnungen, um unentdeckt zu bleiben, oder sogar mit Waffen.

Laut „Spiegel“ wird auch Mandy S. aus Sachsen als Beschuldigte geführt.

via berliner morgenpost: Neonazi-Terror – Verdächtiger im Erzgebirge gefasst

siehe auch: Noch mehr Beschuldigte. Die Bundesanwaltschaft verdächtigt einen weiteren Mann und eine weitere Frau, den „Nationalsozialistischen Untergrund“ unterstützt zu haben. Außerdem soll der frühere NPD-Kader Wohlleben bis kurz vor seiner Verhaftung mit der Terrorgruppe kommuniziert haben – die Ermittler tüfteln noch an seinen aufwändig verschlüsselten Computerdateien. Die Zahl der mutmaßlichen Helfer der rechtsextremen Terrorgruppe „Nationalsozialistischer Untergrund“ (NSU) steigt immer weiter; Matthias D. soll Wohnungen besorgt haben. Der Kreis der mutmaßlichen Unterstützer der Zwickauer Terrorzelle wird größer. Am Sonntagmorgen wurde ein weiterer mutmaßlicher Terrorhelfer im sächsische Erzgebirgskreis von einem Sondereinsatzkommando festgenommen. Der 36-jährige Matthias D. soll der dreiköpfigen Neonazi-Gruppe NSU zwei Wohnungen vermietet haben. Zudem gibt es eine weitere Beschuldigte. (…) Matthias D. war bereits vor einigen Wochen in Pressemeldungen als Hauptmieter der Wohnung in Zwickau genannt worden, die Zschäpe im November nach dem Tod der anderen beiden NSU-Mitglieder Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos anzündete. Jetzt wurde von der Bundesanwaltschaft ermittelt, dass Matthias D. nicht nur diese Wohnung anmietete. Vielmehr hatte er bereits im Jahr 2001 dem Trio eine andere Wohnung in Zwickau untervermietet. Zweite Beschuldigte soll Mandy S. sein Der “Spiegel” berichtete zudem über eine weitere Beschuldigte namens Mandy S. Sie soll die drei mutmaßlichen Terroristen nach deren Untertauchen im Februar 1998 für mehrere Monate in der Wohnung ihres damaligen Freundes Max B. in Chemnitz einquartiert haben; Polizei nimmt Unterstützer der Zwickauer Zelle fest. Der Zugriff erfolgte am frühen Sonntagmorgen. Die Polizei in Sachsen hat einen weiteren mutmaßlichen Unterstützer der Zwickauer Zelle festgenommen. Der Mann soll dem Neonazi-Trio Wohnungen besorgt haben. Im Zusammenhang mit der Zwickauer Terrorzelle hat es eine weitere Festnahme gegeben. Die Bundesanwaltschaft teilte am Sonntag mit, dass sie Matthias D. an seinem Wohnort im Erzgebirge festnehmen ließ. Es habe bereits seit dem 8. Dezember ein Haftbefehl gegen den 36-Jährigen vorgelegen. Zudem durchsuchten Beamte des Bundeskriminalamts (BKA) drei Wohnungen im Landkreis Erzgebirge. Darunter die von D. und die einer weiteren möglichen Unterstützerin. Die Bundesanwaltschaft verdächtigt D., die Terrorzelle NSU in zwei Fällen unterstützt zu haben. Er soll dem Trio Uwe Böhnhardt, Uwe Mundlos und Beate Zschäpe zwei Wohnungen in Zwickau als dauerhafte Unterkunft überlassen haben. Eine Wohnung soll er im Mai 2001 angemietet haben, die andere im März 2008. Um keinen Verdacht zu erregen, soll er ab Juni 2003 mit Uwe Böhnhardt schriftliche Untermietverträge auf einen Aliasnamen des NSU-Mitglieds geschlossen haben. Er soll der Zwickauer Zelle dadurch geholfen haben, ein Leben im Untergrund zu führen und Terroranschläge verüben zu können; Weiterer Unterstützer der Neonazi-Zelle festgenommen. Wegen Beihilfe zu Neonazi-Morden haben die Behörden einen weiteren Verdächtigen festgenommen. Ein Medienbericht nennt indes erstmals Zahlen zu V-Männern in der NPD. Ein Sondereinsatzkommando der Polizei in Sachsen hat einen Mann wegen mutmaßlicher Unterstützung der Zwickauer Neonazi-Terrorzelle festgenommen. Der 36-Jährige wurde an seinem Wohnort im Erzgebirge gefasst.

siehe auch: Bundesanwaltschaft: Festnahme eines weiteren mutmaßlichen Unterstützers der terroristischen Vereinigung “Nationalsozialistischer Untergrund (NSU)”. Die Bundesanwaltschaft hat heute am frühen Morgen (11. Dezember 2011) aufgrund eines Haftbefehls des Ermittlungsrichters des Bundesgerichtshofs vom 8. Dezember 2011 den 36-jährigen deutschen Staatsangehörigen Matthias D.  an seinem Wohnort im Erzgebirgskreis (Sachsen) durch ein Sondereinsatzkommando des Landeskriminalamts Sachsen festnehmen lassen. Zudem durchsuchen Beamte des Bundeskriminalamts mit Unterstützung sächsischer Polizeikräfte in diesem Landkreis drei Wohnungen, darunter die des Beschuldigten und die einer weiteren möglichen Unterstützerin. Der Beschuldigte ist dringend verdächtig, in zwei Fällen die terroristische Vereinigung „Nationalsozialistischer Untergrund (NSU)“ unterstützt zu haben (§ 129a Abs. 1 Nr. 1, Abs. 2 Nr. 2, Abs. 5, § 53 StGB). Nach dem gegenwärtigen Stand der Ermittlungen bildeten die am 4. November 2011 verstorbenen Uwe B. und Uwe M. gemeinsam mit der Beschuldigten Beate Z. die terroristische Vereinigung „Nationalsozialistischer Untergrund (NSU)“ (vgl. Pressemitteilung Nr. 37/2011 vom 13. November 2011). Zweck der Vereinigung war es vor allem, aus einer fremden- und staatsfeindlichen Gesinnung heraus Mitbürger ausländischer Herkunft und Repräsentanten staatlicher Hoheitsgewalt zu töten. Durch die Taten wollte die sogenannte Zwickauer Zelle ein Klima der Angst und Verunsicherung in weiten Teilen der Bevölkerung schaffen. Die Gruppierung soll in den Jahren 2000 bis 2006 neun Morde an Mitbürgern türkischer und griechischer Herkunft (sogenannte Ceska-Morde) und den Mordanschlag auf zwei Polizisten in Heilbronn vom 25. April 2007 verübt haben. Zudem soll sie für die Sprengstoffanschläge vom 19. Januar 2001 und vom 9. Juni 2004 in Köln verantwortlich sein. Um den Finanzbedarf der Vereinigung zu decken, sollen ihre Mitglieder Banken überfallen haben.

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Neuer Verdacht gegen Zwickauer Neonazi-Mörder

Mehr als ein Jahrzehnt mordeten die Mitglieder der rechtsextremistischen Zwickauer Terrorzelle unerkannt – jetzt kommen immer neue Einzelheiten über ihr Leben im Untergrund ans Licht. Ermittlungspannen werden aufgedeckt. Die Politik streitet darüber, wie Licht ins Dunkel kommen soll. Die Fahnder verfolgen weitere Spuren ins Saarland. Die Behörden prüfen, ob das Neonazi-Trio nicht nur mit dem Anschlag auf die Wehrmachtsausstellung 1999 in Saarbrücken zu tun haben könnte, sondern auch mit einer Serie von Brandstiftungen in Völklingen. Die Politik streitet weiter darüber, wie Ermittlungspannen im Umfeld der Bande aufgeklärt werden sollen. Medienberichten zufolge soll eine türkisch-islamische Gemeinde in Völklingen ein Exemplar der DVD mit Bildern von Taten der Terrorgruppe Nationalsozialistischer Untergrund (NSU) erhalten haben, die wohl das mutmaßliche Mitglied Beate Zschäpe verschickt hat. «Wir verfolgen viele Spuren – dazu gehört auch diese», sagte eine Sprecherin der Bundesanwaltschaft der dpa. Das Bundeskriminalamt ermittele. Die «Frankfurter Allgemeinen Zeitung» hatte berichtet, die Angriffe auf Häuser von Einwanderern, bei denen zwischen 2006 und September 2011 20 Menschen verletzt wurden, könnten mit den Neonazis Zschäpe, Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos in Verbindung gebracht werden. Der Berliner «Tagesspiegel» berichtete jedoch, auf der DVD deute nichts auf eine Beteiligung an der Völklinger Brandserie. Sicherheitskreise gingen eher von den Taten «eines Feuerteufels oder eines rechtsextremen Einzeltäters aus der Region» aus. Diese ist nach früheren Berichten eine Hochburg von Rechtsextremisten. Es spreche wenig dafür, dass die Neonazis aus Jena oder Zwickau nach Völklingen gefahren seien, um Kinderwagen in Hausfluren anzuzünden, hieß es weiter. (…) Nach «Spiegel»-Informationen hat der inzwischen inhaftierte Holger G. der Zwickauer Zelle bei der Beschaffung von Waffen geholfen. 2001 oder 2002 soll er vom ebenfalls verhafteten Ex-NPD-Funktionär Ralf Wohlleben eine Schusswaffe erhalten haben, mit dem Auftrag, diese zu Mundlos nach Zwickau zu bringen. Diese NPD-Verbindung gilt als Ansatz für ein Verbot der rechtsextremen Partei.

via zeit.de: Neuer Verdacht gegen Zwickauer Neonazi-Mörder

siehe auch: Nazi-Trio sollte zum Aussteigen bewegt werden. Mit milderen Strafen wollte der Verfassungsschutz das mörderische Nazi-Trio zum Ausstieg überreden. Doch der Plan scheiterte. Offenbar waren die drei in mehr Attentate verstrickt als bisher angenommen. Der Thüringer Verfassungsschutz wollte das Jenaer Neonazi-Trio 1999 mit einem Ausstiegsangebot aus dem Untergrund holen, behauptet der damalige Anwalt von Uwe Böhnhardt, Gerd Thaut. Doch die Staatsanwaltschaft habe sich geweigert, den drei ein Jahr zuvor untergetauchten Bombenbauern im Gegenzug eine mildere Strafe zu versprechen, sagte er dem Nachrichtenmagazin „Focus“. Böhnhardt, Uwe Mundlos und Beate Zschäpe waren 1998 untergetaucht, nachdem ihre vier selbstgebauten Rohrbomben entdeckt worden waren. Thaut berichtete, ein Verfassungsschutz-Mitarbeiter habe im März 1999 seine Kanzlei aufgesucht und – angeblich im Auftrag von Behörden-Chef Helmut Roewer – vorgeschlagen, die Drei nicht wegen Bildung einer terroristischen Vereinigung zu belangen, sondern nur wegen Sprengstoffbesitzes; Neuer Verdacht gegen Zwickauer Neonazi-Mörder. Mehr als ein Jahrzehnt mordeten die Mitglieder der rechtsextremistischen Zwickauer Terrorzelle unerkannt – jetzt kommen immer neue Einzelheiten über ihr Leben im Untergrund ans Licht. Ermittlungspannen werden aufgedeckt. Die Politik streitet darüber, wie Licht ins Dunkel kommen soll; Spuren ins Saarland. Die Ermittler prüfen, ob unaufgeklärte Anschläge im Saarland mit der NSU im Zusammenhang stehen. Dort wurden immer wieder Häuser von Migranten angezündet. Zehn Brandstiftungen und ein Sprengstoffanschlag im Saarland sind möglicherweise vom “Nationalsozialistischen Untergrund” (NSU) verübt worden. In den letzten fünf Jahren brannten in der 40.000-Einwohner-Stadt Völklingen immer wieder Wohnhäuser, in denen überwiegend türkischstämmige Migranten, aber auch Araber und Afrikaner lebten. 20 Menschen wurden dabei verletzt. Im März 1999 hatte es außerdem einen Bombenanschlag auf die Wehrmachtausstellung in Saarbrücken gegeben. Die Taten sind bis heute nicht aufgeklärt. Das Bundeskriminalamt prüft, ob die NSU dafür verantwortlich ist. Anlass sind Indizien, über die mehrere Zeitungen übereinstimmend berichteten: Die türkisch-islamische Gemeinde in Völklingen hatte ein Exemplar der Bekenner-DVD erhalten, die von der mutmaßlichen Terroristin Beate Zschäpe verschickt wurde. Sie wurde nach Angaben eines Vertreters der Gemeinde in der “Tagesschau” allerdings nicht per Post verschickt und enthält keine konkreten Hinweise auf die Taten im Saarland. Die Brandanschläge fanden an Tagen statt, die für Neonazis eine besondere Bedeutung haben, etwa Hitlers Geburtstag.

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Mordanschläge und Banküberfälle durch eine rechtsterroristische Tätergruppierung in Deutschland

Die Bundesanwaltschaft und das Bundeskriminalamt bitten um Mithilfe bei der weiteren Aufklärung einer Serie von Schwerverbrechen. Sie begann im Jahr 2000 mit einem Mordanschlag in Nürnberg und setzte sich bis zum Jahr 2006 mit Morden an insgesamt acht türkischen/türkischstämmigen Geschäftsinhabern und einem griechischen Geschäftsinhaber in Deutschland fort. Im Januar 2001 und im Juni 2004 fanden in Köln Sprengstoffanschläge auf ein Lebensmittelgeschäft bzw. vor einem Friseursalon statt, bei denen über 20 Personen zum Teil schwer verletzt wurden. Im April 2007 wurde in Heilbronn eine 22-jährige Polizistin erschossen und ihr Kollege lebensgefährlich verletzt. Daneben kam es im gesamten Zeitraum, zuletzt am 04.11.11 in Eisenach, zu einer Reihe von bewaffneten Banküberfällen im Bundesgebiet. Nach den derzeitigen Erkenntnissen ist für die Taten eine rechtsterroristisch ausgerichtete Gruppierung verantwortlich. Bei den bislang bekannten Mitgliedern der Gruppe handelt es sich um den 38-jährigen Uwe Mundlos und den 34-jährigen Uwe Böhnhardt, die sich am 04.11.2011 in Eisenach nach einem Banküberfall in einem Wohnmobil selbst töteten, sowie die 36-jährige Beate Zschäpe, die sich am 08.11.2011 den Polizeibehörden stellte und u. a. wegen Verdachts der Bildung einer terroristischen Vereinigung in Untersuchungshaft genommen wurde.

via BKA: Mordanschläge und Banküberfälle durch eine rechtsterroristische Tätergruppierung in Deutschland

siehe auch: Ermittler bitten Öffentlichkeit um Hilfe. BKA und Bundesanwaltschaft wollen erstmals öffentlich über die Ermittlungen gegen die Thüringer Terrorzelle informieren. Mit einem Fahndungsplakat wollen sie die Bürger offenbar um Unterstützung bitten. Zum ersten Mal seit Beginn ihrer Ermittlungen zur Thüringer Neonazi-Terrorzelle will die Bundesanwaltschaft die Öffentlichkeit umfassend über den Stand der Ermittlungen informieren. Generalbundesanwalt Harald Range und der Präsident des Bundeskriminalamtes, Jörg Zierke, haben zu einer Pressekonferenz in Karlsruhe eingeladen. Bei der Suche nach Helfern der Terrorgruppe wollen die Ermittler nach Informationen der „Tageszeitung“ die Öffentlichkeit um Unterstützung bitten. Heute werde ein Fahndungsplakat veröffentlicht, schreibt das Blatt.; Bundesweite Mordserie zum Nachteil von acht türkischen/türkischstämmigen und einem griechischen Opfer. Im Zeitraum von September 2000 bis April 2006 wurden in Nürnberg, München, Hamburg, Rostock, Dortmund und Kassel acht türkische/türkischstämmige und ein griechischer Kleingewerbetreibende/r erschossen, wobei in allen Fällen eine Pistole der Marke Ceska mit Schalldämpfer eingesetzt wurde; BKA will offizielles Fahndungsplakat veröffentlichen. Böhnhardt, Mundlos, Zschäpe: Die Gesichter des mutmaßlichen “Zwickauer Terror-Trios” geistern seit Wochen durch die Nachrichtenseiten. Nun will das BKA die Bevölkerung auch offiziell um Unterstützung bitten. Am Donnerstag soll ein Fahndungsplakat veröffentlicht werden; Fahndung mit schlechtem Gewissen. Mit immensem Aufwand versuchen Generalbundesanwalt und BKA Lücken in der Aufklärung des rechten Terrors zu schließen. Aus dem gewaltigen Fahndungsdruck spricht das schlechte Gewissen. Die Aufarbeitung kommt um Jahre zu spät und soll wiedergutmachen, was nicht wiedergutzumachen ist. Die Hilflosigkeit im Umgang mit der rechtsextremistischen Terrorzelle “Nationalsozialistischer Untergrund” hat einen roten Rahmen. “Das Bundeskriminalamt bittet um Ihre Mithilfe”, steht oben auf dem soeben präsentierten NSU-Fahndungsplakat, ebenfalls in Rot, darunter sind ein paar Fotos von Uwe Mundlos, Uwe Böhnhardt und Beate Zschäpe zu sehen. Das Wort “Fahndung” ist dort ebenfalls zu lesen, aber Mundlos ist tot, Böhnhardt ebenfalls, und Zschäpe sitzt im Gefängnis. Das BKA bittet um Hinweise, wer die drei – nur zum Beispiel – im vergangenen Jahrzehnt auf einem Campingplatz an der Ostsee gesehen hat, oder, wie sie auf einem Fahrrad die Straße hinunterradelten. Um die vielen Lücken in der Aufklärung der beispiellosen Mordserie zu schließen, auch, um weiterer Helfer habhaft zu werden.

Dossier Rechtsterrorismus / articles about right-wing terrorism: Nationalsozialistischer Untergrund – Uwe Böhnhardt, Uwe Mundlos, Beate Zschäpe. Polizistinnenmord, Dönermord, Rohrbombe, Thüringer Heimatschutz (THS) – Dossier: Kategorie NSU – http://bit.ly/ths-nsu

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