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Deutsch, weiblich, militant – Unterschätzte weibliche Neonazis

Zwanzig Prozent der Neonazis sind Frauen. Häufig werden sie übersehen und unterschätzt. Ihr unpolitisches Fremdbild nutzen sie bewusst aus. “Die Nazi-Braut galt als heißer Feger”, schrieb die Bild-Zeitung in diesen Tagen über Beate Zschäpe – ganz so, als ob jene Frau, die sich Anfang der 90er Jahre der militanten rechtsextremen Szene anschloss, keine politische Überzeugungstäterin sei. “In den Medien erscheint Beate Zschäpe als Mitläuferin oder Liebespartnerin der anderen beiden Tätern”, sagt Rena Kenzo vom Forschungsnetzwerk “Frauen und Rechtextremismus”. So würde in der Berichterstattung oft vernachlässigt, dass Zschäpe die Garage mietete, in der 1998 das “Sprengstofflabor” gefunden wurde. Dabei ist Zschäpe alles andere als ein Einzelfall in der rechtsextremen Szene. In den vergangenen Jahren erfuhren sowohl die NPD wie die Freien Kameradschaften oder die Autonomen Nationalisten erheblich Zulauf von Mädchen und Frauen. Jeder fünfte Neonazi ist weiblich – Tendenz steigend. (…) Michaela Köttig, Professorin an der Fachhochschule Frankfurt am Main, schätzt nicht nur die tatsächliche Zahl der rechtsextremen Straftäter für höher als in der offiziellen Statistik ausgewiesen, sie meint auch, dass der Beteiligung der Frauen höher liege. Die Rolle der Frauen bei Gewalt- und Straftaten werde heruntergespielt, weil man das nicht sehen wolle. “Wir können das ja jetzt live erleben”, ergänzt Kenzo

via taz: Deutsch, weiblich, militant – Unterschätzte weibliche Neonazis

siehe auch: Namhafte Politiker und engagierte Privatpersonen im Visier der Rechtsterroristen. 10.000 Personen standen offenbar im Visier der mutmaßlichen Rechtsterroristen des “Nationalsozialistischen Untergrunds”. Immer mehr der auf einem USB-Stick gefundenen Namen werden bekannt. Unter ihnen: Rainer Brüderle, Kurt Beck und Maria Böhmer. Aber auch Personen, die sich privat gegen Rechts engagieren, sind dabei; Gefährliche, sanfte Ideologinnen. Frauen in der Neonazi-Szene sind nicht weniger gewalttätig und fanatisch als Männer – in den Medien werden sie häufig lediglich als Mitläuferinnen angesehen. Für die Nachbarn war sie Susann Dienelt. Recht nett, etwas kumpelhaft und leicht zurückhaltend. Kurze Gespräche über den Gartenzaun. In Zwickau scheint den Anwohnern bei ihrer Nachbarin, Spitzname Lise, nichts aufgefallen. „Die hat keine rechten Sachen getragen“, heißt es zu der Frau mit den dunklen Locken und: „Sie machte einen ganz normalen Eindruck. Mochte Tiere“. Unauffällig und normal, so wollte Susann Dienelt alias Beate Zschäpe auch erscheinen. Mehr als 13 Jahre lebte die abgetauchte Rechtsextremistin aus Jena mit ihren engen Kameraden Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt in der Illegalität; Jagdszenen auf dem Weihnachtsmarkt. Der braune Terror aus Thüringen schreckt Politiker und Behörden auf, die Mordserie des jahrelang in Zwickau untergetauchten Neonazi-Trios ist erschütternd. Die thüringische Landtagsabgeordnete Katharina König erzählt im Gespräch mit t-online.de, wie die rechte Szene im Jena der 90er, zu der Beate Zschäpe, Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt gehörten, Angst und Schrecken verbreitete, wie sie selbst und eine Freundin zusammengeschlagen wurden, welche Ungereimtheiten sich bei dem Fall heute stellen und über ihre Empörung über den Verfassungsschutz. (…) Aber es war hellichter Tag, als Katharina König, Tochter einer Pfarrersfamilie, zusammengeschlagen wird – auf dem Rückweg von einem Fußballspiel. Niemand griff ein. “Die anderen Fußballfans liefen vorbei und guckten zu”, erinnert sie sich. Niemand habe das ernst genommen, die Vorfälle seien als “rivalisierende Jugendgruppen” abgetan worden. In diesem Umfeld seien Mundlos, Zschäpe und Böhnhardt zu verorten – “und zwar in der ersten beziehungsweise zweiten Reihe in Jena”, so König. Zu regelrechten Treibjagden kam es jedes Jahr auf dem Jenaer Weihnachtsmarkt – auf dem Zschäpe eine Freundin Königs zusammengeschlagen habe. (…) “Wenn man da erkannt wurde, ist man sofort zusammengeschlagen worden. Die haben einen geschnappt, zu viert, zu fünft, und haben auf einen eingeprügelt”. Danach sei M. mit gebrochenem Fuß ins JG gehumpelt. “Zschäpe war die Zuschlagende”, berichtet König. Damit war klar, dass die damals 21-Jährige nicht bloß eine “Nazi-Braut” war, Anhängsel eines Neonazis, sondern selbst “politisch entsprechend ideologisiert” war, schlussfolgert König.

Dossier Rechtsterrorismus / articles about right-wing terrorism: Nationalsozialistischer Untergrund – Uwe Böhnhardt, Uwe Mundlos, Beate Zschäpe. Polizistinnenmord, Dönermord, Rohrbombe, Thüringer Heimatschutz (THS) – Dossier: Kategorie NSU – http://bit.ly/ths-nsu

anm dokmz: einer der letzten braunen Kommentare in unserem Blog kam von “alraune 19″ und sagte u.a.:  Was ihr habt, ist die Macht! Und die wird euch früher oder später genommen, Und dann gnade euch Gott! deutsch, weiblich, militant eben….

Namhafte Politiker und engagierte Privatpersonen im Visier der Rechtsterroristen

Polizei

Image by Libertinus via Flickr

10.000 Personen standen offenbar im Visier der mutmaßlichen Rechtsterroristen des “Nationalsozialistischen Untergrunds”. Immer mehr der auf einem USB-Stick gefundenen Namen werden bekannt. Unter ihnen: Rainer Brüderle, Kurt Beck und Maria Böhmer. Aber auch Personen, die sich privat gegen Rechts engagieren, sind dabei. Schon am Mittwoch war bekannt geworden, dass die Bundestagsabgeordneten Hans-Peter Uhl (CSU) und Jerzy Montag (Grüne) auf dem USB-Stick gelistet sind, den die Ermittler in der abgebrannten Wohnung in Zwickau fanden. Neben den Namen enthält die Liste in vielen Fällen auch private Adresse und Telefonnummer. Unklar ist, zu welchem Zweck die Neonazis die Daten sammelten. Mehrere Innenpolitiker wehren sich gegen die medial verbreitete Bezeichnung “Todesliste”, es gebe bislang keinerlei Hinweise darauf, dass die Datensätze mit konkreten Attentatsplänen in Verbindung ständen. Stattdessen sei es wahrscheinlicher, dass es sich bei den Daten um eine allgemeine Sammlung politischer Gegner handelt. (…) Außerdem habe die mutmaßliche Terrorgruppe auch Namen und Daten von Personen gesammelt, die sich in Kirche, Vereinen oder an der SPD-Basis gegen Rechtextremismus engagieren. Auch türkische und jüdische Einrichtungen seien gelistet

via störungsmelder: Namhafte Politiker und engagierte Privatpersonen im Visier der Rechtsterroristen

siehe auch: 400 Polizeibeamte ermitteln – BKA-Chef Ziercke weist Vorwürfe zurück. Bundesweit Erschütterung über immer neue Erkenntnisse um die Zwickauer Zelle und die braune Mordserie. Nach der Enttarnung der Terrorgruppe „Nationalsozialistischer Untergrund“ (NSU) ermitteln rund 400 Polizeibeamte aus Bund und Ländern im Fall. Bundesweit Erschütterung über immer neue Erkenntnisse um die Zwickauer Zelle und die braune Mordserie. Nach der Enttarnung der Terrorgruppe „Nationalsozialistischer Untergrund“ (NSU) ermitteln rund 400 Polizeibeamte aus Bund und Ländern im Fall. Dies sagte der Präsident des Bundeskriminalamtes (BKA), Jörg Ziercke, dem „Focus“ laut Vorabmeldung vom Sonnabend. Den Vorwurf eines Total-Versagens der Sicherheitsbehörden wies Ziercke zurück; Verfassungsschutz führte drei V-Leute im Umfeld des Terror-Trios. Neue Erkenntnisse bei den Ermittlungen zur Zwickauer Terrorzelle: Nach SPIEGEL-Informationen hatte der Verfassungsschutz mindestens drei V-Leute in die Umgebung des Neonazi-Trios eingeschleust. Auch der Kreis der Unterstützer war offenbar größer als zunächst angenommen. Der Thüringer Verfassungsschutz hat nach SPIEGEL-Informationen Ende der neunziger Jahre mindestens drei V-Leute im Umfeld der Neonazis Uwe Mundlos, Uwe Böhnhardt und Beate Zschäpe geführt. Neben dem Kopf des Thüringer Heimatschutzes, Tino B., Deckname Otto, gehörte zu den Informanten des Geheimdienstes auch der Chef der Thüringer Sektion der Organisation Blood & Honour.

Dossier Rechtsterrorismus / articles about right-wing terrorism: Nationalsozialistischer Untergrund – Uwe Böhnhardt, Uwe Mundlos, Beate Zschäpe. Polizistinnenmord, Dönermord, Rohrbombe, Thüringer Heimatschutz (THS) – Dossier: Kategorie NSU – http://bit.ly/ths-nsu

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