Fremdenfeindlicher Übergriff – Ein Besoffener hat diesem Syrer ins Gesicht geschlagen

In der Nacht auf Samstag wurde einem Mann aus Syrien auf offener Straße mit der Faust ins Gesicht geschlagen. Am Tag darauf zeigte das Opfer eine erstaunliche Reaktion. Zwei junge Asylbewerber, 24 und 21 Jahre alt, gingen Freitagnacht gegen 2.30 Uhr die Stettiner Straße in Pasewalk entlang, als sich ihnen jemand entgegenstellte. Dieser jemand war laut Polizeiangaben ein 23-jähriger alkoholisierter Jugendlicher aus Pasewalk, bei dem die Polizei später eine Alkoholwert von 2,2 Promille feststellte. Der Betrunkene soll den beiden Syrern “Was wollt ihr hier!” entgegen geschrien haben. Es folgte ein Streitgespräch, dann schlug der Betrunkene den 24-jährigen Syrer mit der Faust ins Gesicht. Die Polizei berichtet außerdem, dass ein junges Paar den beiden Asylbewerbern helfen wollte, allerdings von den dazugekommenen Bekannten des Tatverdächtigen verbal attackiert wurde. Anzeige wegen Körperverletzung Als die Polizeibeamten eintrafen, trennten sie die Beteiligten und stellten die Personalien von allen fest. Gegen den 23-Jährigen Tatverdächtigen wurde Anzeige wegen Körperverletzung erstattet.

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Das Neonazi-Netz hinter den Flüchtlingsangriffen

Die NPD triumphiert. Sie nutzt die Verunsicherung in der Nähe von Flüchtlingsheimen. Besonders gelingt das dort, wo Rechte kommunal verankert sind. Ein Plan, der in ganz Deutschland aufgehen könnte. Besser hätte es nicht laufen können, jedenfalls aus Sicht der Rechtsextremisten. Da war die Kanzlerin ins sächsische Heidenau gereist, um vor Ort klare Kante zu zeigen. Doch statt Beifall zu ernten, stieß Angela Merkel auf eine Wut, die sie bei ihren Auftritten noch nie erlebt hatte: “Blöde Schlampe”, “Volksverräterin”, schallte es ihr entgegen. (…) Dem Bundeskriminalamt liegen bis dato keine Informationen vor, dass es sich bei den Attacken um “vernetzte oder bundesweit gesteuerte Aktivitäten” handeln könnte. Wissenschaftler wie der Bielefelder Konfliktforscher Andreas Zick konstatieren aber längst eine gefährliche “Verbindung von Rechtspopulismus und Rechtsextremismus”. Stimuliert durch die ersten Wahlerfolge der rechtspopulistischen AfD im vergangenen Jahr, die anschließenden rassistischen Proteste von Pegida und begleitet von einer entfesselten Internethetze gegen alles – von Flüchtlingen über demokratische Politiker bis zur “Lügenpresse” –, wurde das Land von einer neuen fremdenfeindlichen Bewegung erfasst, die dezentral aufeinander zuläuft und immer häufiger gewaltsam eskaliert. Zunehmend hemmungslos gebärdet sich etwa die NPD. Offiziell distanziert sich die Partei zwar von der Gewalt. Aber die Agitation vor Ort ist ihr Nährboden, wenn nicht sogar mehr. “Die NPD muss sich die gewalttätigen Übergriffe anrechnen lassen”, sagt der oberste sächsische Verfassungsschützer Gordian Meyer-Plath mit Blick auf die jüngsten Geschehnisse in Heidenau, wo mehr als 30 Polizeibeamte verletzt wurden. “So etwas habe ich in Sachsen noch nicht erlebt.” Tatsächlich scheint es in Sachsen einen engen Zusammenhang zwischen der Präsenz der NPD vor Ort und den Ausschreitungen zu geben. Schaut man genau hin, zeigt sich der Zusammenhang: Demos gegen Flüchtlinge gibt es besonders häufig dort, wo die NPD im Stadt- oder Gemeinderat sitzt.

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Landkreis Mansfeld-Südharz Angriff auf Asylunterkunft in Helbra

In den letzten Wochen hat es vermehrt Angriffe auf Asylunterkünfte gegeben – auch in Sachsen-Anhalt. Jetzt ist ein weiterer Angriff dazugekommen: In Helbra im Landkreis Mansfeld-Südharz haben Unbekannte Steine auf das dortige Flüchtlingsheim geworfen. Verletzt wurden niemand. Die Polizei sucht noch nach den Tätern. In Helbra im Landkreis Mansfeld-Südharz haben Unbekannte Steine auf die Unterkunft geworfen. Wie die Polizei mitteilte, ereignete sich der Vorfall bereits in der Nacht zu Sonnabend.  Bei dem Angriff seien acht Männer über die Zäune vor dem Gebäude geklettert und hätten Steine gegen die Hausfassade geworfen. Dadurch seien Fassade und Fensterscheibe beschädigt worden

via mdr: Landkreis Mansfeld-Südharz Angriff auf Asylunterkunft in Helbra

Wörgl – Brandstifter fackelten fast das „Badl“ ab

Die Geschichte rund um das ehemalige Gasthaus Bad Eisenstein „Badl“ in Wörgl ist um ein Kapitel reicher: Nicht einmal eine Woche nachdem der Unternehmer Roland Ponholzer seine Pläne für das Areal präsentiert hat, wäre das historische Gasthaus beinahe in Flammen aufgegangen. Wie berichtet, will Ponholzer unter anderem das Gasthaus sanieren und ab Dezember 48 Betten für Flüchtlinge zur Verfügung stellen. Doch am Freitag gegen ein Uhr in der Früh schlugen plötzlich meterhohe Flammen aus dem Holzstapel, der aus dem Haus geräumt worden war. Die Feuerwehr Wörgl rückte sofort mit insgesamt sechs Fahrzeugen und rund 40 Mann zum Brandort aus. „Das Holz stand lichterloh in Flammen, wir konnten den Dachstuhl gerade noch retten“, schildert Feuerwehrkommandant Armin Ungericht.

via tt.com: Wörgl – Brandstifter fackelten fast das „Badl“ ab

Berlin-Hellersdorf – Elfjähriger Junge fremdenfeindlich beleidigt

Als ein elfjähriger Junge spielte in einer Gruppe asylsuchender Kinder in der Kastanienallee in Hellersdorf, als ein Mann ihn fremdenfeindlich beleidigte. Ein 31 Jahre alter Mann soll Freitag einen elfjährigen Jungen in Hellersdorf fremdenfeindlich beleidigt haben. Bisherigen Ermittlungen zufolge spielte der Junge russischer Abstammung in Begleitung eines 24-jährigen Betreuers mit weiteren asylsuchenden Kindern auf einem Spielplatz in der Kastanienallee Ecke Senftenberger Ring. Als er mit einem anderen Kind in Streit geriet, soll ein 31-Jähriger unbeteiligter Mann den Elfjährigen fremdenfeindlich beleidigt haben.

via tagesspiegel:Berlin-Hellersdorf – Elfjähriger Junge fremdenfeindlich beleidigt

Rechte bedrohen Heidenaus Bürgermeister

Heidenau in Sachsen kommt nicht zur Ruhe: Nach dem Flüchtlingsheim ist nun der Bürgermeister in den Fokus der Rechtsextremisten gerückt. Die ostdeutschen Ministerpräsidenten warnen vor falschen Schlüssen. Der Bürgermeister von Heidenau in Sachsen, Jürgen Opitz, wird wegen seines Engagements für Flüchtlinge von Rechtsextremen mit Gewalt bedroht. „Meine Frau hat am Donnerstag einen Zettel im Briefkasten gefunden, als sie die Zeitung herausholen wollte: Konkrete Gewaltandrohung. Es gibt Möglichkeiten, sich schützen zu lassen. Die nehme ich jetzt in Anspruch“, sagte der CDU-Politiker der Zeitung „Sonntag-Express“. Er lasse sich aber nicht unterkriegen. „Ich werde weiter gegen Rassismus sprechen und werde mich weiter dafür einsetzen, dass die Heidenauer Solidarität mit den Asylbewerbern zeigen und sich ordentlich benehmen. Ich habe keine Angst.“

via faz: Rechte bedrohen Heidenaus Bürgermeister

Haftbefehle nach Brandanschlag auf Flüchtlingsunterkunft

Nach dem Brandanschlag auf eine Asylbewerber-Unterkunft in Salzhemmendorf (Landkreis Hameln-Pyrmont) ist gegen alle drei Tatverdächtigen Haftbefehl erlassen worden. “Den Personen wird gemeinschaftlicher versuchter Mord in Tateinheit mit schwerer Brandstiftung vorgeworfen”, teilte Kathrin Söfker, Sprecherin der Staatsanwaltschaft Hannover, am Samstagabend mit. Bereits am Freitagabend hatte die Polizei einen 24-Jährigen, wenig später einen 30-Jährigen aus dem kleinen Ort bei Hameln sowie eine 23-Jährige aus der Region Hannover festgenommen. Das Trio soll einen brennenden Molotow-Cocktail in die Wohnung einer Flüchtlingsfamilie geworfen haben. Die Mutter und ihre drei Kinder hatten Glück im Unglück und entgingen nur knapp einer Katastrophe. Die mutmaßlichen Brandstifter sitzen laut Staatsanwaltschaft in Untersuchungshaft.

via ndr: Haftbefehle nach Brandanschlag auf Flüchtlingsunterkunft

siehe auch: Rassistischer Anschlag in Niedersachsen – Drei Verdächtige festgenommen. Nach dem Brandanschlag in Salzhemmendorf verhaftete die Polizei zwei Männer und eine Frau. Erste Geständnisse sollen vorliegen. Der Polizei ist bei dem Brandanschlag in Salzhemmendorf ein schneller Ermittlungserfolg gelungen. Am Freitagabend nahmen Beamte zwei Männer und eine Frau fest. Erste Geständnisse gab es schon am Abend, sagte Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD), der den Anschlag als „versuchten Mord“ bezeichnete. Die aktive Mithilfe aus der Bevölkerung der kleinen Gemeinde zwischen Hameln und Hildesheim führte mit zu dem Ermittlungserfolg.
In der Nacht zum Freitag sollen die Männer im Alter von 24 und 30 Jahren und die Frau, 23 Jahre alt, den Anschlag auf die ehemalige Schule verübt haben. In dem betroffenen Gebäde wohnen 40 Personen – darunter 29 Asylsuchende aus Pakistan, Syrien, Irak, Elfenbeinküste und Simbabwe. (…) Der Polizeisprecher weiß von keiner rechten Szene Nach Auswertungen von Spuren und Aussagen konnte die Polizei zwei Männer, beide aus Salzhemmendorf, und eine Frau aus Springe festnehmen. Von Anfang an war die Polizei von einem „fremdenfeindlichen Hintergrund“ ausgegangen. Petersen sagte in diesem Zusammenhang, dass vor Ort und in der Region keine „rechte Szene“ bestehe. Nach den Festnahmen schränkte er allerdings ein, dass der 24-Jährige Verdächtige wegen Sachbeschädigung, Körperverletzung und politisch motivierten Einzeltaten polizeibekannt sei. Auch der 30-Jährige sei wegen Sachbeschädigung und Diebstahls bereits aufgefallen.