Nazis bequem von zu Hause aus beim Arbeitgeber melden – Ein Tutorial

Youtuber Hans Fischer präsentiert als Freund des digitalen Widerstands ein kleines, aber effektives Tutorial, mit dem man bequem von Facebook aus Hassrednern in die Suppe kackt. Einfach über einschlägige Seiten nach Arschlöchern fischen, auf deren Profil den Arbeitgeber ausfindig machen und Arbeitgeber anschreiben. Über ein “Decken sich diese Ansichten mit ihren Unternehmenswerten?” hat man Arbeitgeber schnell in der Zange.

via schleckysilberstein: Nazis bequem von zu Hause aus beim Arbeitgeber melden – Ein Tutorial

Bewaffnete Männer dringen in Parchimer Flüchtlingswohnheim ein

Gestern Abend kam es erneut zu einem Übergriff auf ein Asylbewerberwohnheim in Mecklenburg-Vorpommern. In Parchim drangen zwei mit einem Messer bewaffnete Betrunkene in die Unterkunft ein. Die beiden Angreifer flüchteten vor dem Wachschutz, später wurden sie von der Polizei gestellt. Die Meldungen über Angriffe auf Flüchtlinge, ihre Unterkünfte und Unterstützer, aber auch gegen weitere engagierte Menschen, die sich menschenverachtendem Gedankengut in Mecklenburg-Vorpommern entgegenstellen, reißen nicht ab. Im Schatten der massiven Angriffe von Neonazis, unterstützt durch Hunderte Sympathisanten im sächsischen Heidenau, brennen an der Ostsee die Scheunen von bekannten Neonazi-Gegnern oder es werden Wohnheime von Asylbewerbern mit Böllern beworfen. Erst gestern wurde bekannt, dass zwei Männer wegen versuchten Mordes in U-Haft sitzen – die Staatsanwaltschaft wirft ihnen einen Brandanschlag auf ein von acht Flüchtlingsfamilien bewohntes Mehrfamilienhaus in Groß Lüsewitz bei Rostock vor. Betrunken und bewaffnet Einen Feuerwerkskörper stellten Polizisten gestern ebenfalls bei zwei Männern sicher, die sie kurz zuvor festgenommen hatten. Die beiden wegen Körperverletzung und Eigentumsdelikten polizeibekannten 29- und 31-Jährigen verschafften sich nach Polizeiangaben am Montagabend Zugang zu einer Flüchtlingsunterkunft in Parchim. Einer der Tatverdächtigen sei mit einem 20 cm langen Messer bewaffnet gewesen, teilte die Polizei mit. Eine spätere Blutprobe, bei der sie sich laut NDR außerdem „ausländerfeindlich“ geäußert haben sollen, stellte mehr als zwei Promille bei den Angreifern fest. Womöglich lag es auch an ihrem Alkoholpegel, dass die Betrunkenen von den sich im Außenbereich des Gebäudes aufhaltenden Asylbewerbern bemerkt wurden. Umgehend alarmierten die ängstlichen Bewohner den Wachschutz, woraufhin die bewaffneten Männer die Flucht ergriffen. Sie wurden später gestellt – nun erwartet sie ein Ermittlungsverfahren wegen Hausfriedensbruch und Verstoßes gegen das Waffengesetz.

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Landratsamt verhängt Versammlungsverbot #heidenau

In Heidenau sind für dieses Wochenende alle öffentlichen Versammlungen unter freiem Himmel verboten worden. Begründet wurde das mit einem polizeilichen Notstand. Eine Woche nach den schweren Ausschreitungen von Rechtsradikalen in Heidenau gilt dort für dieses Wochenende ein öffentliches Versammlungsverbot. Das Landratsamt Sächsische Schweiz-Osterzgebirge hat zwischen Freitag 14 Uhr und Montag 6 Uhr alle öffentlichen Versammlungen unter freiem Himmel untersagt – im gesamten Gebiet der Stadt. Das Versammlungsverbot wurde mit einer Überforderung der Polizei, einem sogenannten polizeilichen Notstand begründet. “Danach sind die zur Verfügung stehenden Polizeikräfte nicht in der Lage, der prognostizierten Lageentwicklung gerecht zu werden”, hieß es in einer Mitteilung des Landratsamtes vom Donnerstagabend. Für Freitagnachmittag war ein Willkommensfest für Flüchtlinge geplant. Parallel dazu wollten auch rechte Gegner der Flüchtlingsunterkunft erneut auf die Straße gehen: Die Bürgerinitiative Heidenau hatte im Internet zu einer Demonstration aufgerufen. Sie wird dabei von anderen rechten Gruppen wie der Bürgerwehr Freital und der Meißener Initiative Heimatschutz unterstützt.

via zeit: Landratsamt verhängt Versammlungsverbot

siehe auch: Polizei probt den Notstand in Heidenau. Demonstrationen für Flüchtlinge in Berlin geplant / Bürgermeister von Heidenau: Rechtsextreme nicht mehr zu erreichen / Kritik an Bausewein-Vorschlag zu Flüchtlingskindern hält an / EU trifft sich zu Westbalkan-Konferenz Update 19.30 Uhr: Flüchtlingsfest in Heidenau unsicher Eine Woche nach den schweren Ausschreitungen von Neonazis in Heidenau hat die Polizei Schwierigkeiten, an diesem Wochenende geplante Kundgebungen in der Stadt abzusichern. Auch ein Willkommensfest für die Flüchtlinge in der betroffenen Unterkunft steht auf der Kippe. Wie das Landratsamt in Pirna am Donnerstagabend mitteilte, ist die sächsische Polizei nach eigenen Angaben mit den ihr zur Verfügung stehenden Kräften nicht in der Lage, die Versammlungen abzusichern. In diesem Fall spreche man von einem polizeilichen Notstand. Parallel zu dem Fest wollen auch rechte Gegner der Unterkunft an diesem Freitag auf die Straße gehen.

Ausrüstung für Flüchtlingsfeinde

Braune Marketing-Idee oder ein Beitrag zur neonazistischen Aufrüstung Ost? Einen „Heidenau-Rabatt“ bietet ein Versandhandel der Szene aus dem Ruhrgebiet an. Belohnt werden sollen mit dem Rabatt die „couragierten Volksgenossen“, die mit ihrem „starken Widerstand“ ein „Zeichen gegen Asylmissbrauch“ setzen würden: „Heidenau ist durch seine mutigen Bewohner, die sich nicht mit der Errichtung eines Asylheims abfinden wollen, in aller Munde“, heißt es beim „Antisem“-Versand des Dortmunder „Die Rechte“-Funktionärs Michael Brück. Für den „starken Widerstand“ räumt er allen Bestellern aus der Sächsischen Schweiz einen Preisnachlass an. Sturmhauben bekommen sie für die Hälfte des Preises. Pfefferspray kostet sie statt sechs nur vier Euro. Und wer aus der Region rund um Heidenau eine Zwille bestellt, die nach Brücks Meinung ohnehin „in keinem deutschen Haushalt fehlen sollte“, erhält obendrauf noch 50 Stahlkugeln gratis. Man wolle, so Brücks Versand, „politische Strukturen in der Region – mit unseren bescheidenen Mitteln – unterstützen“.

via endstation rechts: Ausrüstung für Flüchtlingsfeinde

Hamburg: Autonome enttarnen verdeckte Ermittlerin

Zum zweiten Mal innerhalb eines Jahres fliegt in Hamburg eine verdeckte Ermittlerin auf. Unter dem Namen „Maria Block“ hatte sich die Polizistin in linke Kreise eingeschlichen – mit fragwürdigen Methoden. Zehn Monate, nachdem in der Hamburger alternativen Szene die verdeckte Ermittlerin „Iris Schneider“ aufgeflogen ist, haben Aktivisten erneut eine Polizistin enttarnt, die sich unter falscher Identität in linke Kreise eingeschlichen hatte. Im Internet wurde ein 20 Seiten umfassendes Dossier veröffentlicht, das alle Aktivitäten der Beamtin, die in der Szene demnach zwischen 2009 und 2012 als „Maria Block“ bekannt war, detailliert auflistet. Dem Papier zufolge hat die Polizistin sich unter anderem in antirassistischen Gruppen engagiert, linke Kongresse mit vorbereitet und autonome Protestaktionen gegen die Innenministerkonferenz 2010 und einen Naziaufmarsch 2012 mit organisiert. Mehrfach sei sie ins europäische Ausland gereist, etwa zu einem antirassistischen Camp in Brüssel und zu einer UN-Klimakonferenz in Kopenhagen. Über die Jahre habe sie in der Szene Freundschaften und „mindestens ein sexuelles Verhältnis“ unterhalten, so die anonymen Autoren. Ein Sprecher der Hamburger Polizei bestätigte gegenüber der Frankfurter Rundschau lediglich, dass es sich bei der enttarnten Frau um eine Polizistin handele.

via fr: Hamburg: Autonome enttarnen verdeckte Ermittlerin

„Flüchtlinge vergewaltigen deutsche Kinder“ — Wie Rassisten versuchen, Stimmung gegen alle Nicht-Deutschen zu machen

Am Montag tauchte ein öffentlicher Post auf Facebook auf, der schnell die Runde in „asylkritischen” Kreisen machte und mittlerweile fast 10.000 mal geteilt wurde. Eine Person namens Gregor Stein postete drei Fotos und schreibt: „Keine 10 Minuten im Wasser… Paarungswillige “Flüchtlings?”-Meute bildet Willkommenskulturring um kleines deutsches Mädchen(höchstens 10 Jahre alt) und fangen an zu grabbeln, bevor unsere Herrenrunde lautstark eingreifen musste…” Zwei der Fotos sind identisch, eines davon zeigt nur einen anderen eingezoomten Bildausschnitt. Das dritte Foto scheint etwas weiter entfernt aufgenommen worden zu sein und scheint dieselbe Situation zu zeigen. Was dort aber genau zu sehen ist, weiß man nicht. Mehrere männliche Personen in der Nähe eines Mädchens im Wasser. Tatsächlich wirken die Fotos, gerade auch, nachdem man den Text liest, bedrohlich. Es könnte sein, dass das Mädchen in der Mitte Angst hat. Es könnte aber auch eine vollständig aus dem Zusammenhang gerissene Situation sein, die nichts mit dem geschriebenen Text zu tun hat. (…) Paarungswillig ist kein Wort, dass man normalerweise für Menschen benutzt. In diesem Zusammenhang suggeriert Stein, dass man es hier mit einer enthemmten, tierischen (wie er schreibt) „Meute” zu tun hat, die eben nur noch wenig mit „normalen” Menschen gemeinsam hat. Den Wortteil „Flüchtlings” setzt er in Anführungszeichen und versieht ihn mit einem Fragezeichen. Das könnte mehrere Bedeutungen haben. Ist Stein unsicher, dass es sich bei den Männern um Flüchtlinge handelt? Oder denkt er vielleicht eher, dass sich die Männer lediglich als Flüchtlinge ausgeben, beziehungsweise die Bezeichnung Flüchtling irreführend ist, weil es vielleicht „Wirtschaftsflüchtlinge” sind. Es könnte auch sein, dass Stein in seiner Argumentation Webseiten wie Metapedia, PI-News oder Netzplanet folgt, die das Wort „Flüchtling” als Propagandabegriff verstehen und glauben, dass es eine „Einwanderungsindustrie” gibt, deren Ziel es ist, möglichst viele Menschen aus anderen Regionen nach Europa und speziell nach Deutschland zu bringen, um die Bevölkerung zu destabilisieren und am Ende eine neue Weltordnung einzuführen.  (…) Die ganze Situation ist doch eher fragwürdig. Sollte es tatsächlich zu einem sexuellen Überbegriff gekommen sein, wäre es dann nicht wichtiger gewesen, sofort einzugreifen und das Mädchen aus einer bedrohlichen Situation zu retten, statt es zu fotografieren? Und was war die Konsequenz? Stein schreibt: „Unsere Herrenrunde [musste] lautstark eingreifen […] …” Aber was heißt das genau? Auf meine Anfrage bei der Pressestelle der Polizei erfahre ich, dass man seit dem 12. August von diesem Facebook-Post weiß und tatsächlich Ermittlungen aufgenommen hat. „Betroffene haben sich bisher bei der Polizei Berlin nicht gemeldet.” Außer dem eigentlichen Post gibt es also keine Erkenntnisse, weder von sexuellen Übergriffen, noch von einer Schlägerei oder irgendeinem Zwischenfall. Was ist mit den Eltern des Mädchens oder anderen Begleitpersonen?
Genauso sieht es in den Restaurants und Biergärten rund um die Seen in Weißensee aus. Niemand weiß von einem sexuellen Übergriff. Die Mitarbeiter, mit denen ich telefoniere, sagen, dass sich solche Vorfälle normalerweise sehr schnell herumsprechen. Gregor Stein hat leider nicht auf meine Kontaktanfrage reagiert, um die Geschichte genauer zu erläutern. Aber wer ist dieser Typ eigentlich? Kein Unbekannter. Stein gehört zum Pegida-Umfeld und ist in diesem Video zu sehen, als er zusammen mit der ehemaligen Pegida-Ikone Kathrin Oertel und anderen versucht, an einem Demonstrationszug der alten Friedensbewegung teilzunehmen. Dabei trägt er ein Transparent, auf dem Links- und Rechtsextremismus gleichgesetzt werden. Die anderen Teilnehmer hindern die Gruppe mit „Nazis raus”-Rufen daran. Ansonsten gehört Stein auch zu „Endgame”, einer relativ abstrusen Gruppe (Engagierte Demokraten gegen die Amerikanisierung Europas), die aus den Trümmern der Montagsmahnwache und unter Pegida-Einflüssen entstanden ist. Steins persönliches Facebook-Profil ist dann auch dementsprechend unangenehm. Antifeministische Comics, auf denen zu sehen ist, dass „hässliche” Frauen (Feministinnen), eigentlich nur Familien zerstören wollen. Fotos von der „Wahlalternative 2017″, einer neuen Partei, die von ehemaligen AfD-Mitgliedern gegründet worden sein soll, denen die Mutterpartei zu links war und die Anja Reschke für ihren Flüchtlingskommentar kritisieren. Geteilte Beiträge der rechtsextremen „Identitären Bewegung”, Videos von Ken Jebsen und ein Menge „asylkritischer” Beiträge, die dem gleichen Muster folgen wie Steins Post vom Badesee.

via vice: „Flüchtlinge vergewaltigen deutsche Kinder“ — Wie Rassisten versuchen, Stimmung gegen alle Nicht-Deutschen zu machen

wir sagens einfacher: Gregor Stein ist eine Lügen-Fresse!

PS: Großes Mimimi – auf seinem FB-Profil (gregor.stein.549) kündigt er an: “Aufgrund massiver Diffamierungsversuche gegen meine Person, unzählige Bildmeldungen wegen “Nacktheit”, sowie jetzt sogar die Nahelegung der Polizei, den Artikel besser zu löschen, wird der Beitrag heute von mir entfernt werden.” – der Rest der Erklärung so ist hahnebüchend blöde, dass selbst er ihn wahrscheinlich nicht glaubt…