Rassismus an Polizeischule: Aufklärung gefordert

An der Eutiner Polizeischule sollen sich angehende Polizisten fremdenfeindlich geäußert haben. Die Vorwürfe wegen fremden- und frauenfeindlicher Postings im Kommunikationsdienst WhatsApp und Übergriffen in einer Schulklasse der Polizei in Eutin sorgen nun im Landtag von Schleswig-Holstein für Ärger. “Der Innenminister tut alles, um das öffentliche Vertrauen in die Selbstreinigungskräfte des Apparats zu erschüttern”, sagte der Abgeordnete der Piratenfraktion im Kieler Landtag, Patrick Breyer.
Auf eine Anfrage Breyers zu den Details der Aufarbeitung hatte die Landesregierung nur ausweichend geantwortet. Weder wolle man sich zur konkreten Zahl der eingeleiteten Disziplinarverfahren äußern, noch wolle man mitteilen, welche Vorwürfe gegen einzelne Nachwuchskräfte der Polizei erhoben werden, heißt es in der NDR Info vorliegenden Antwort des Innenministeriums. Dabei hatten die Rassismus-Vorwürfe landesweit die Menschen empört: In einer nicht-öffentlichen WhatsApp-Gruppe hatten einige Schüler offenbar Sätze wie “Wenn ich einen Kanacken als Streifenpartner hätte, würde ich ihn am Ortsrand aussetzen” gepostet. Auch der Wunsch “einmal mit einer Maschinenpistole eine Moschee zu besuchen” soll geäußert worden sein. Zwei Schüler werden vorerst nicht übernommen Nach langer öffentlicher Debatte hatte Schleswig-Holsteins Innenministerium im Juni wissen lassen, dass zumindest zwei Polizeischülern wegen dieser Vorfälle am 1. August die Übernahme in den Polizeidienst verweigert wird.

via ndr: Rassismus an Polizeischule: Aufklärung gefordert

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