BKA untermauert seinen „Darknetreport“ mit dreizehn Jahre alten Daten

Zur Erklärung des Unterschiedes zwischen „Surfaceweb“ und „Deepweb“ verwendet das BKA eine dreizehn Jahre alte Studie als Datenquelle. Die Behörde fällt damit bereits zum zweiten Mal in dieser Woche durch die Verwendung von Zahlen auf, die sie nicht nachhaltig belegen kann. Die Debatte um das „Darknet“ und die Fehltritte der Behörden gehen weiter. Wir berichteten bereits über eine Aussage des Leiters der Abteilung Cyberkriminalität beim Bundeskriminalamt (BKA), Carsten Meywirth, der behauptete, dass bis zu einer Million Menschen in Deutschland illegale Einkäufe im „Darknet“ tätigen würden. Auf unsere kritische Nachfrage hin distanzierte sich das BKA von dieser Zahl, konnte aber auch nicht erklären, warum diese Behauptung von ihrem Beamten vor einem Jahr in die Welt gesetzt wurde. Für die eigenen Statistiken scheinen fragwürdige Daten jedoch durchaus tauglich zu sein. Heute stellte das BKA in Wiesbaden das „Bundeslagebild Cybercrime 2015“ vor, in dem auch das „Darknet“ thematisiert wird. Dabei präsentierte die Behörde auch eine Übersichtsgrafik, die den Unterschied zwischen dem „Surfaceweb“ und dem „Deepweb“ erklären soll. In dieser Grafik wird erwähnt, dass das „Deepweb“ 10-100 mal größer sei als das „Surfaceweb“. Das BKA bezieht sich bei dieser Behauptung jedoch auf eine Studie aus dem Jahr 2003, die sich wiederum auf Datensätze der Jahre 1999-2002 bezieht.

VIA NETZPOLITIK. BKA untermauert seinen „Darknetreport“ mit dreizehn Jahre alten Daten

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