Studie findet heraus: Anonyme Nutzer kommentieren weniger aggressiv

Klarnamenpflicht wird immer wieder als Allheilmittel gegen Hate Speech angepriesen.  Dass nicht-anonyme Nutzer sogar aggressiver kommentieren, haben Wissenschaftler der Universität Zürich herausgefunden. Die Wissenschaftler Katja Rost, Lea Stahel und Bruno S. Frey haben in der Studie „Digital Social Norm Enforcement: Online Firestorms in Social Media“ den Zusammenhang von Anonymität, Klarnamen und Online-Aggression im Internet beleuchtet. Hierfür untersuchten sie 532.197 Kommentare aus 1.612 Online-Petitionen aus den Jahren 2010-2013 auf der deutschen Petitionsplattform openpetition.de. Grob umrissen benutzten die Autoren von der Universität Zürich folgende Methodik: Für die Studie definierten sie, was als Online-Aggression gelten sollte. Dazu gehörte ein Satz von 1,481 Schimpfwörtern, die übermäßige Nutzung von Großbuchstaben oder Ausrufezeichen und einige Variablen mehr. Auf der Petitionsplattform können die User angeben, ob sie ihren Namen anzeigen lassen wollen oder nicht. So konnten die Wissenschaftler erfassen, ob ein User anonym oder nicht-anonym auf der Plattform auftrat.

via netzpolitik: Studie findet heraus: Anonyme Nutzer kommentieren weniger aggressiv

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