Rechtsextreme Parallelwelt

Der völkische „Sturmvogel“ ist mit seinem Sommerlager für Kinder und Jugendliche nach Südschweden ausgewichen. Endlose Wälder und unzählige Seen: Das ist Smaland in Südschweden. Völlig ungestört sollte das Sommerlager des rechtslastigen „Sturmvogels – Deutscher Jugendbund“ dort stattfinden.  Die rund 40 Kinder und Jugendlichen hatten am Abend des 23. Juli die Fähre  von Rostock nach Trelleborg genommen und waren dann mit dem Zug weiter in die Region Markaryd gefahren. In einer Gegend, in der viele Deutsche Ferienhäuser besitzen, es aber nur wenige Einwohner gibt, errichteten sie unter Anweisung ihrer Anführer die dunklen Zelte. Militärrucksäcke und Isomatten wurden ausgepackt und die grün-schwarze Sturmvogel-Uniform übergestreift.  Danach verlief das Sommerlager wie üblich: Frühsport, Morgenappell, Wanderungen, Gesänge, Geländespiele.  Die Rechercheure der antirassistischen Zeitschrift EXPO aus Stockholm wurden auf die Aktivitäten aufmerksam. In der Bundesrepublik Deutschland wird der „Sturmvogel“, anders als seine Vorläufer „Wiking-Jugend“ und „Heimattreue Deutsche Jugend“, nicht vom  Verfassungsschutz beobachtet, obwohl zahlreiche der Eltern und jungen Anführer tief in das rechtsextreme Netzwerk verwoben sind.  Das Brandenburger Amt hat aber Kenntnis davon, dass in den Lagern eine „rechtsextreme Parallelwelt“ existiere.

via bnr: Rechtsextreme Parallelwelt

siehe auch: Sommerlager für deutsche Rechte – Gestählt in Schweden. In der Abgeschiedenheit Südschwedens richtet die rechte Splittergruppe „Sturmvogel“ für Kinder und Jugendliche ein Sommerlager aus.Beim Morgenappell stehen die Mädchen und Jungen in ihren grünen Uniformen stramm. Nach Geschlechtern getrennt, müssen sie sich aufreihen. Vorher war schon Frühsport. Im späteren Tagesverlauf ziehen sie, deutsche Lieder singend, durch die Natur. Immer dabei, eine Fahne: ein schwarzer Vogel auf weiß-rotem Grund. Seit einer Woche richtet der rechte „Sturmvogel – Deutscher Jugendbund“ in der schwedischen Kommune Markaryd sein Sommerlager aus.
Das Camp liegt in einer idyllischen Region. Nur wenige Menschen leben hier, dafür gibt es unzählige Seen und Wälder. Auch viele Deutsche haben hier kleine Häuser gekauft. Die Ruhe und das Untersichsein kommt den „Sturmvögeln“ um ihre Bundesspitze, Dietlind B. und Michael Z., sehr entgegen. Laut ihrem Gründungsflugblatt wollen sie mit ihrer Jugendarbeit ein „Vorleben“ vermitteln, das gegen den „Ungeist“ aufbegehrt, „der unser Volk derzeit jeden Atemzug verpestet“. Sie positionieren sich darin als „volkstreu eingestellte Deutsche“. Mit der Fähre Rostock-Trelleborg reisten die rund 40 Teilnehmer in Begleitung von einigen Betreuern aus Thüringen und Hessen nach Südschweden. Am Fähranleger wunderte sich eine türkische Familie über die altmodisch gekleidete Gruppe mit Armeerucksäcken. Der „Sturmvogel“ entstand aus der militanten „Wiking Jugend“ (WJ). „Er ist eine radikale Abspaltung“, sagt der Rechtsextremismusexperte Gideon Botsch vom Moses Mendelssohn Zentrum in Potsdam, der zur sogenannten bündischen Jugend forscht. 1987 gründete sich die Gruppe nach einem internen Streit. Der ehemalige WJ-Bundesfahrtenführer Rudi Wittig wurde erster Bundesführer des „Sturmvogel“. Nur wenige Jahre später verbot das Bundesinnenministerium die WJ – der „Sturmvogel“ blieb davon unberührt; German far-right children’s camp in Sweden. The school-age children are drilled for a week. Wearing uniform-style outfits and sporting traditional hairstyles, they take part in flag ceremonies, physical exercise and other activities at a remote location in the forested Småland province. Expo and Kvällsposten have documented the German organization “Sturmvogel” and their camp week in Sweden. The red-and-white banner is blazoned with a black bird of prey. Beneath the banner children stand at attention, all of them blond with traditional hairstyles, wearing uniform-style outfits bearing the red-white-black symbol.(…) Expo and Kvällsposten have documented the German organization “Sturmvogel” and its camp week in Sweden.

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