„Wochenblick“ mit Verstrickungen zu FPÖ und rechtsextremer Szene

Das Blatt nennt seine Geldgeber nicht, engagiert einen Gründer der Identitären Bewegung
profil berichtet in seiner aktuellen Ausgabe über Verstrickungen zwischen der FPÖ und der oberösterreichischen Zeitung „Wochenblick“, die im Frühjahr gegründet wurde und angeblich „unabhängig“ ist. Die Betreiber wollen zwar ihre Geldgeber nicht nennen, doch profil-Recherchen zeigen ein Naheverhältnis. Gleich mehrere Mitarbeiter waren oder sind bei der FPÖ aktiv, angefangen beim Geschäftsführer des Blatts, Norbert Geroldinger, bis 2010 freiheitlicher Parteiobmann im Brunnenthal. Redakteur Walter Höferl kandidierte 2012 für die FPÖ Krems, sein Sohn Alexander leitet das freiheitliche Kommunikationsbüro. „Wochenblick“-Grafiker Mario Schaumberger war Landesgeschäftsführer des Ring Freiheitlicher Jugend (RFJ) Oberösterreich, Redaktionskollegin Nicole Di Bernardo ist bis heute Bundes-Vizeobfrau des RFJ. Besonders pikant: Mit Johannes Schüller schreibt ein Vertreter der neurechten Szene für den „Wochenblick“. Schüller gilt als Mitbegründer der rechtsextremen Identitären Bewegung in Deutschland, in einem seiner Texte rief er dazu auf, sich nicht vom „Nazivorwurf“ zu distanzieren.

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