Anschlag im Donbass

Chef der »Volksrepublik Lugansk« überlebt Explosion. Regierung in Kiew bestreitet Urheberschaft. Der Chef der international nicht anerkannten »Volksrepublik Lugansk« (VRL), Igor Plotnizkij, hat am Samstag einen Anschlag überlebt. Die offenbar ferngezündete Sprengladung explodierte gegen acht Uhr morgens Ortszeit, als Plotnizkij im Auto von seiner Wohnung ins Büro fuhr. Der Politiker wurde ebenso verletzt wie sein Fahrer und sein Personenschützer. Alle drei kamen ins Krankenhaus; Plotnizkij wurde am Sonntag morgen nach Hause entlassen. Zuvor hatte in ein Vertreter des ukrainischen Militärgeheimdienstes gegenüber einem Kiewer Radiosender behauptet, Plotnizkijs Verletzungen seien lebensbedrohlich. Plotnizkij beschuldigte den ukrainischen Geheimdienst SBU und die »hinter ihm stehenden Dienste der USA«, für den Anschlag verantwortlich zu sein. Ihr Ziel sei es, eine Wiederaufnahme der Kämpfe zu provozieren. Der SBU bestätigte lediglich die Tatsache des Anschlags. Die im allgemeinen gut über Kiewer Interna informierte Webseite antifa­shist.com erklärte, die Tat gehe auf das Konto des ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko ohne amerikanische Rückendeckung. Ein Sprecher der ukrainischen Präsidialverwaltung erklärte, die Ukraine habe mit dem Anschlag nichts zu tun, weil dieser »völlig unlogisch« sei und »kein einziges Problem löse«. Man kann das als Eingeständnis lesen, dass sich Kiew »logische« und zweckdienliche Anschläge im Rahmen seiner »Antiterroroperation« vorbehält.

via jw: Anschlag im Donbass

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