Frauenfußballturnier – Homophobe Fangesänge bei Olympia

Beim Frauenfußball-Turnier sorgen Fans mit homosexuellenfeindlichen Sprechchören für Unmut. Das Fußballturnier der Olympischen Sommerspiele in Brasilien wird durch homophobe Sprechchöre der Zuschauer überschattet. Wie die Tageszeitung “Los Angeles Times” berichtet, waren derartige Rufe in den Frauenfußballspielen zwischen den USA und Neuseeland und Kanada und Australien am letzten Mittwoch zu hören. Unter anderem wurde die offen lesbische kanadische Torhüterin Stephanie Labbé mit “Bicha”-Rufen beschimpft. Das Wort wird insbesondere als abwertender Begriff für Schwule genutzt und wird normalerweise mit “Stricher” oder “Schwuchtel” übersetzt. Nach Angaben von brasilianischen Medien wurde dieser Begriff bislang nur in Stadien bei Männer-Spielen gerufen. In den Teams sind neben Labbé weitere offen lesbische Spielerinnen aktiv (Mehr zum Team LGBT). Die amerikanische Trainerin Jill Ellis ist seit 2013 mit einer Frau verheiratet. Nach dem Spiel empörte sich die lesbische Mittelfeldspielerin Megan Rapinoe über die Zuschauer und erklärte, diese Sprüche seien “persönlich verletzend”. (…) Auch Kanadas Trainer John Herdman kritisierte die homophoben Gesänge: “Ich bin in England aufgewachsen und so etwas gewohnt. Das ist die ekelhafte Seite des Spiels”, sagte Herdman laut der “National Post”. Insbesondere in lateinamerikanischen Stadien haben homophobe Fangesänge in den letzten Jahren zugenommen. So hat die FIFA vergangenes Jahr Geldstrafen gegen mehrere Verbände verhängt, darunter Mexiko, Peru und Argentinien, weil sich Fans bei den WM-Qualifikationsspielen der Männer homophob verhalten hatten (queer.de berichtete). In den spanischsprachigen Ländern skandieren Fans meist “Puto”, das Äquivalent zum portugiesischen “Bicha”.

via queer: Frauenfußballturnier – Homophobe Fangesänge bei Olympia

siehe auch: Meet the record number of out LGBT Olympians competing in the 2016 Rio games. This year’s Olympic games will feature a record number of out LGBT athletes.
In Beijing 2008, just 12 openly LGBT athletes competed, with Australian diver Matthew Mitcham – who went on to win gold – being the only gay man. Eight years later, however, and there are an estimated 42 LGBT athletes set to compete in Rio. This is nearly double the 23 openly LGBT athletes who took part in the London 2012 games. The LGBT athletes come from 13 different countries, spanning 6 continents, with the highest number coming from Great Britain – including Tom Bosworth, Tom Daley, Nicola Adams and married couple Helen and Kate Richardson-Walsh. Outsports –  with the aid of Olympic and LGBT historian Tony Scupham-Bilton – have put together an extensive list of the out and proud athletes going for the gold as the Games kick off this weekend.

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