„Prohlis soll leuchten“

Ein Brandanschlag auf eine geplante Asylunterkunft in Dresden-Prohlis hat für drei Männer harte Konsequenzen. Sie müssen für mehr als zwei Jahre ins Gefängnis.
zurück. Für ihren Brandanschlag auf eine geplante Asylunterkunft in Dresden müssen drei Männer ins Gefängnis. Das Landgericht Dresden verurteilte die 33 bis 35 Jahre alten Deutschen wegen Brandstiftung am Mittwoch zu Freiheitsstrafen zwischen zwei Jahren und fünf Monaten sowie drei Jahren und sechs Monaten. Sie hatten in der Nacht zum 7. Oktober 2015 mit einem vierten Komplizen Molotow-Cocktails auf eine leer stehende Schule im Dresdner Stadtteil Prohlis geworfen – wenige Tage bevor dort die ersten Flüchtlinge einziehen sollten. Zwei der Beschuldigten hatten den Anschlag aus fremdenfeindlichen Motiven zum Prozessauftakt gestanden. Sie sagten, dass sie die Asylbewerberunterkunft aus „Furcht vor dem Ungewissen“ und „Angst vor vielen Männern“ hatten verhindern wollen. Alle drei sind zum Teil erheblich vorbestraft, wenn auch nicht einschlägig. Der Vorsitzende Richter Joachim Kubista sagte, auf den ersten Blick sei nicht erkennbar, was die drei Angeklagten miteinander verbinde. Arbeiter Dirk S. (33) wohne in der Nachbarschaft der Unterkunft und habe sich über die geplante Nutzung gestört. Hausmeister Robert H. (34) sei als einziger klar der rechtsradikalen Szene zuzuordnen. Er hatte aber offenbar vor der Tat keinen Bezug zu Dirk S. Kurz vor der Tat habe er H. bei einer Demonstration vor der Schule getroffen. Dort sei man überein gekommen, dass etwas passieren müsse. „Prohlis soll leuchten“, zitierte Kubista einen Satz, der in einem Chat der Männer gefallen sei. Und schließlich Raschid S. (35), der in Radebeul geboren wurde und einen algerischen Vater hat. Bei ihm seien keine rechtsradikalen Tendenzen erkennbar, so der Richter. Er sei wohl in die Sache hineingeschlittert, weil er in der Nacht vor dem Anschlag bei Dirk S. Drogen kaufen wollte. Alle Angeklagten eine jedoch, dass sie vielfach vorbestraft seien und zur Tat unter Bewährung standen. Dirk S. erhielt eine deutlich mildere Strafe als die beiden Mitangeklagten

via sz online: „Prohlis soll leuchten“

Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out / Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out / Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out / Change )

Google+ photo

You are commenting using your Google+ account. Log Out / Change )

Connecting to %s