Braune Hassmusik im Aufwind

Rechtsrock und Neonazi-Liedermacher spielen immer noch eine bedeutende Rolle in der rechtsextremen Szene. Im ersten Halbjahr 2016 ist die Zahl der Konzerte gegenüber dem Vorjahreszeitraum um mehr als die Hälfte angestiegen.Das Bundesinnenministerium hat in den ersten sechs Monaten dieses Jahres bundesweit mindestens 98 Rechtsrock-Konzerte, Auftritte von Neonazi-Liedermachern und musikalische Darbietungen im Rahmen von Veranstaltungen der Parteien NPD und „Die Rechte“ (DR) registriert. Dies geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine kleine Anfrage der Bundestagsfraktion der Partei „Die Linke“ hervor. Damit erhöht sich die Zahl der Hassmusik-Auftritte gegenüber dem ersten Halbjahr 2015 um mehr als die Hälfte, im Vergleich zum ersten Halbjahr 2014 verdoppelte sie sich fast. Zudem stehen noch die Nachmeldungen für die ersten sechs Monate 2016 aus, so dass sich die Zahl noch erhöhen dürfte. Demnach fanden zwischen Januar und Juni dieses Jahres 98 Veranstaltungen mit Musik aus der braunen Szene statt, darunter 40 Rechtsrock-Konzerte, 49 Neonazi-Liederabende sowie neun Auftritte von Rechtsrock-Bands und Neonazi-Liedermachern auf Veranstaltungen von NPD und DR. Bei fast der Hälfte der knapp 70 Konzerte und Liederabende im ersten Halbjahr fehlen Angaben zum jeweiligen Ort, den Bands und Liedermachern, weil „die rechtsextremistische Szene daraus Rückschlüsse auf den Erkenntnisstand der Sicherheitsbehörden ziehen und ihre weitere Vorgehensweise gezielt danach ausrichten könnte, heißt es in der Antwort der Bundesregierung.

via bnr: Braune Hassmusik im Aufwind

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