Kinderhospiz nimmt Spende von Neonazi nicht an und wird kritisiert

Das Kinderhospiz hat die Spende eines Neonazis abgelehnt. Die Mitarbeiter eines Kinderhospiz in Thüringen lehnten die 500-Euro-Spende eines Gasthaus-Betreibers ab, weil der ein bekannter Neonazi ist. Internetuser kritisieren dies. Ihrer Meinung nach ist es egal, wo das Geld herkommt, Hauptsache den Kindern wird geholfen. Das Hospiz untermauert gegenüber FOCUS Online seine Entscheidung deutlich. “Ich verstehe nicht, wie das Hospiz die Spende nicht annehmen kann”, lautet ein Facebook-Kommentar zu der Meldung, das Thüringer Kinderhospiz in Tambach-Dietharz habe die Geldspende eines Neonazis abgelehnt. Ein weiterer User schreibt: “Das Motiv war sozial, den Kindern wäre es doch egal gewesen, wo das Geld herkommt.” Zahlreiche Kommentare dieser Art finden sich zu der Meldung im Internet. Laute Kritik, die den Verein kalt lässt. “Ich gebe auf diese Kommentare gar nichts”, sagt Stephan Masch, Pressesprecher des Kinderhospiz. Man habe die Entscheidung einvernehmlich getroffen und stehe nun auch dazu. “Ein eindeutiges Zeichen dafür, das wir richtig gehandelt haben, ist für uns die Reaktion der betroffenen Eltern, deren Kinder bei uns im Hospiz behandelt werden”, so Masch weiter. Sie alle hätten sich klar für eine Ablehnung der Spende ausgesprochen – und damit hinter den Verein gestellt.

via focus: Kinderhospiz nimmt Spende von Neonazi nicht an und wird kritisiert

Wer spenden will: http://www.kinderhospiz-mitteldeutschland.de/jetzt-spenden.html

siehe auch: Kinderhospiz wehrt sich gegen Neonazi-Werbeaktion. Das Kinderhospiz in Tambach-Dietharz wehrt sich gegen die Aktion eines Südthüringer Neonazis. Der Gasthaus-Betreiber hatte ein Essen versteigert und wollte den Erlös an das Hospiz spenden. Dort lehnt man Spenden von “politisch extremistisch handelnden Gruppierungen” konsequent ab. Dem Rechtsextremen wurde Hausverbot erteilt. (…) Der Verein sehe sich außerstande, solche Spenden anzunehmen, erklärte der Sprecher. Zwar sei das Hospiz auf finanzielle Zuwendungen angewiesen, aber “bei der Spendenaktion handelt es sich unserer Auffassung nach um eine als politischer Akt in Szene gesetzte intendierte Spende”. Auch das geschäftliche Interesse, das hinter dem Spendenaufruf stecke, lehne der Verein ab. Die “menschenverachtende und unethische Geisteshaltung des o.g. Hauptakteurs” sei unvereinbar mit den Zielen des Trägervereins, dessen Hilfsangebot sich an Betroffene, “unabhängig von einer Glaubensrichtung, Herkunft, Hautfarbe oder auch Sexualität” richte. Das Hospiz nehme generell keine Spenden von politisch extremistisch handelnden Gruppierungen an. Der Verein habe nach anwaltlicher Rücksprache den Initiator der aktuellen Aktion darauf hingewiesen, solche Aktionen zu unterlassen.

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