Frau berichtet von Entführung aus Burbacher Flüchtlingsheim

Eine Albanerin soll angeblich für zwei Tage aus der Burbacher Flüchtlingsunterkunft verschleppt worden sein. Die Staatsanwaltschaft ermittelt. Das beschuldigte Security-Unternehmen bestreitet die Vorwürfe. Das DRK als Betreiber des Heims sagt, man habe “keine Kenntnis” gehabt. Eine Frau wird betäubt und verschleppt. Was wie die Handlung eines Krimis klingt, soll sich Ende Februar in der Burbacher Flüchtlingsunterkunft ereignet haben. Zumindest behauptet das eine Frau aus Albanien, die damals als Flüchtling in der Unterkunft gelebt hat. Ein Mitarbeiter des Wachdienstes sei zu ihr auf das Zimmer gekommen und habe sie eingeladen, mit den Kollegen etwas zu trinken. “Nach etwa drei Gläsern habe ich das Bewusstsein verloren”, erzählt sie dem WDR. Ihr Name soll geheim bleiben, sagt sie. Sie habe Angst vor der Rache des Wachmannes Der Albaner Armando Milloshi ist zur selben Zeit auch in Burbach untergebracht. Was er uns erzählt, passt zu der Schilderung der Frau. “Ich habe gesehen, wie sie zusammen Wodka getrunken haben. Die Frau ist dann plötzlich zusammengebrochen. Ich wollte noch hinlaufen und ihr helfen, aber die Wachleute haben mich zurückgehalten. Die Frau wurde dann in einen Mercedes getragen, der sehr schnell weg fuhr.” Schwierige Sachlage Die Staatsanwaltschaft Siegen ermittelt in dem Fall. Mehr als fünf Monate später lässt sich aber kaum noch beweisen, ob sich das alles tatsächlich so zugetragen hat. Viele Flüchtlinge von damals haben die Einrichtung längst wieder verlassen, sollte es KO-Tropfen gegeben haben, sind sie nicht mehr nachweisbar. Erst vor sechs Tagen hat die mutmaßlich entführte Frau eine ausführliche Aussage bei der Staatsanwaltschaft Siegen gemacht. “Die Frau hat einen Beschuldigten benannt und einen konkreten Vorfall beschrieben”, so Oberstaatsanwalt Johannes Daheim. “Das, was sie uns gesagt hat, gibt jetzt Veranlassung für weitere Ermittlungen, die in den nächsten Tagen erfolgen.”Wurde die Frau sexuell missbraucht? Sicherheitskräfte (hinten) laufen auf dem Gelände des Flüchtlingsheim der ehemaligen Siegerland-Kaserne am 29.09.2014 in Burbach (Nordrhein-Westfalen) während Wäsche zum Trocknen über einem Zaun hängt. Security am Burbacher Flüchtlingsheim Ganze zwei Tage lang sei sie nicht bei Bewusstsein gewesen, erzählt uns die mutmaßlich Entführte. “Als ich wieder zu mir gekommen bin, war ich komplett nackt”, sagt sie. “Ich war nicht in der Flüchtlingsunterkunft, sondern in einem anderen Haus. Bei mir im Zimmer waren vier Männer. Einer davon war der Security-Mann, der mich zum Trinken eingeladen hat. Was sie mit mir gemacht haben, als ich bewusstlos war, weiß ich nicht.”

via wdr: Frau berichtet von Entführung aus Burbacher Flüchtlingsheim

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