Burbacher Flüchtlingsheim: Ein Sumpf aus Rassismus und Kriminalität?

In der Erstaufnahmeeinrichtung Burbach im Kreis Siegen-Wittgenstein wird seit 2 Monaten wegen eines K.O.-Tropfen-Angriffs ermittelt. Dieser steht beispielhaft für ein Klima organisierter sexueller Ausbeutung und Angriffe, von dem Zeugen übereinstimmend berichten – „wie im Puff“ solle es in Burbach zugegangen sein. Eine Recherche der in der EAE eingesetzten BEWA-Securitys fördert einen rechten Konsens zutage. „Meine Ehre heißt Treue“ ist eine Losung der SS, ihre Verwendung ist als Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen in Deutschland unter Strafe verboten. Dass sich Neonazis solche Parolen heimlich zusenden und sich freuen, dürfte keine bahnbrechende Neuigkeit sein. Wenn aber Sicherheitsmitarbeiter, die in Unterkünften für Geflüchtete tätig sind, diese und weitere Sprüche, wie bei der SS garniert mit Totenkopf, auf ihrer öffentlich einsehbaren Facebook-Seite teilen, sollte man, sollte die Republik hellhörig werden. Wie zunächst durch die Ruhrbarone und seit heute auch durch das WDR berichtet (Nachtrag: Langfassung Lokalzeit Südwestfalen (Video)), weitet sich in Burbach derzeit der Skandal um systematische sexuelle Ausbeutung nach und nach aus. Seit dieser Woche ermittelt die Staatsanwaltschaft Siegen-Wittgenstein gegen mehrere bekannte Hauptverdächtige des Angriffs mit K.O.-Tropfen auf eine alleinreisende Asylbewerberin. Weiterhin geprüft wird die Eröffnung eines Verfahrens wegen vertuschender Tätigkeiten im Sinne der Vortäuschung von Straftaten. Bei den Schikanen gegen einen Hauptzeugen soll Sven W. beteiligt gewesen sein. Er ist der Sicherheitsmann, der sich auf Facebook mit der SS-Losung brüstet – neben Werbung für den Siegener Chapter des „Gremium MC“, dem größten deutschen Outlaw-Motorclub, oder Beschwörungen von Ehre, Treue und Männlichkeit, die der kahlrasierte Mann sonst noch so teilt.

via ruhrbarone: Burbacher Flüchtlingsheim: Ein Sumpf aus Rassismus und Kriminalität?

siehe auch: Frau berichtet von Entführung aus Burbacher Flüchtlingsheim. Eine Albanerin soll angeblich für zwei Tage aus der Burbacher Flüchtlingsunterkunft verschleppt worden sein. Die Staatsanwaltschaft ermittelt. Das beschuldigte Security-Unternehmen bestreitet die Vorwürfe. Das DRK als Betreiber des Heims sagt, man habe “keine Kenntnis” gehabt. (…) Das Sicherheitsunternehmen bestreitet die Vorwürfe. In einer schriftlichen Stellungnahme gegenüber dem WDR heißt es: “Uns liegen bislang keine Informationen vor, die die von Ihnen erhobenen Vorwürfe bestätigen könnten, im Gegenteil. Sämtliche bis heute durchgeführten intensiven Recherchen haben (soweit uns bekannt) keine hinreichenden Verdachtsmomente ergeben. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass diese Recherchen noch nicht abgeschlossen sind, und wir uns daher zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht näher äußern.” An einer Aufklärung der Vorwürfe sei man aber sehr interessiert. Das DRK will nichts gewusst haben Armando Milloshi erzählt uns, er habe einem Sozialbetreuer von dem Vorfall berichtet. Weil die Unterkunft vom DRK betrieben wird, habe sich der Betreuer auch an den DRK-Landesverband in Münster gewandt, so sagt er. Warum hat das DRK den Vorfall nicht sofort der Polizei gemeldet? Auf WDR-Anfrage teilt der DRK-Landesverband Westfalen mit, man habe “keine Kenntnis” von den Vorfällen gehabt. Erst im Juni habe das DRK von der angeblichen Entführung erfahren. Der Sozialbetreuer droht damals damit, sich ans Fernsehen zu wenden, wenn nichts passiert. Daraufhin bekommt er vom DRK eine Abmahnung. Darin heißt es: “Sie haben sich an einen TV-Sender gewandt, um betriebsinterne Gegebenheiten öffentlich machen zu wollen.“

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