Verurteilter Neonazi hält AktienUnister: Kein Einfluss von Rechtsextremisten

Ein bekannter Neonazi ist Anteilseigner einer Tochterfirma des insolventen Leipziger Internetkonzerns Unister. Der Insolvenzverwalter hält das für “bedauerlich”. Einfluss auf den Geschäftsbetrieb soll der Mann aber nicht haben. Der insolvente Leipziger Internetkonzern Unister, der Reiseportale wie ab-in-den-urlaub.de und fluege.de betreibt, wehrt sich gegen den Verdacht, unter dem Einfluss von Rechtsextremisten zu stehen. In dem Unternehmen seien “keine vorbestraften Menschen mit rechtsextremer Biografie als Berater und Teilhaber aktiv”, erklärte Insolvenzverwalter Lucas Flöther. Zuvor hatte “Die Zeit” gemeldet, dass “zwei Österreicher mit Neonazi-Biografien” Einfluss bei Unister gewonnen hätten. Laut “Zeit” soll der frühere Republikaner Reinhard Rade zeitweise Besitzer der Loet Trading AG gewesen sein, die heute zweitgrößter Aktionär der Unister-Tochter Travel24 ist. Er soll sich das Vertrauen mehrerer Unister-Gesellschafter erworben haben. Laut “Zeit” gibt Rade an, er sei bei Unister als “Berater der Gesellschafter und Sonderbeauftragter der Geschäftsführung” tätig gewesen. Im Jahr 2015 soll Rade seine Anteile an seinen Freund und Geschäftspartner Hans Jörg Schimanek weiterverkauft haben, der in den 90er Jahren wegen “nationalsozialistischer Wiederbetätigung” in Österreich zu acht Jahren Haft verurteilt worden war. Dass Schimanek über seine Firma Travel24-Aktien hält, sei zwar “bedauerlich” habe aber keinen Einfluss auf den Geschäftsbetrieb, versicherte Flöther. Zudem gehe Unister rechtlich gegen die Loet Trading AG vor. Das Landgericht Leipzig habe die Firma bereits verurteilt, ihre Travel24-Aktien an den Konzern zurückzugeben. Möglicherweise habe Rade im Jahr 2013 zwischenzeitlich das Vertrauen der Geschäftsleitung bei Unister genossen, erklärte Flöther. “Die Wege trennten sich jedoch bald, nachdem der Geschäftsleitung dessen Gesinnung bekannt wurde. Unister distanziert sich zudem stets klar von rechtsradikalem Gedankengut”, betonte Flöther. In dem Konzern seien Mitarbeiter aus mehr als 30 Nationen beschäftigt.

via n-tv: Verurteilter Neonazi hält AktienUnister: Kein Einfluss von Rechtsextremisten

Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out / Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out / Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out / Change )

Google+ photo

You are commenting using your Google+ account. Log Out / Change )

Connecting to %s