Anzeigen wegen SS-Symbolen

Am Loibacher Feld bei Bleiburg und am Ulrichsberg sollen verbotene Embleme von Verbänden der Waffen-SS verwendet worden sein, es wurden Anzeigen eingebracht. Die Behörden müssen diese nun prüfen. Eingebracht wurden die Sachverhaltsdarstellungen nach dem Abzeichengesetz vom Dokumentationsarchiv des Österreichischen Widerstandes (DÖW), Verbänden der Widerstandskämpfer und NS-Opfern. Der Grund: Auf dem Loibacher Feld bei Bleiburg, am Ulrichsberg bei Klagenfurt sowie in der oststeirischen Gemeinde Feldbach sollen verbotene Embleme von Verbänden der Waffen-SS und SS-ähnliche Symbole montiert beziehungsweise getragen worden sein. Ustascha- und SS-Symbole in Bleiburg Als besonders brisant schätzt das Dokumentationsarchiv des Österreichischen Widerstandes die jährliche Gedenkveranstaltung auf dem Loibacher Feld bei Bleiburg ein. Dort treffen sich jeweils Anfang Mai tausende Kroaten, darunter oft hochrangige Politiker Kroatiens, um der Opfer eines Massakers am Ende des Zweiten Weltkrieges zu gedenken. Das Treffen gilt auch als Anziehungspunkt für Anhänger der faschistischen kroatischen Ustascha und des während des Zweiten Weltkriegs von ihr geführten „Unabhängigen Staates Kroatien“ (NDH), in Wahrheit ein Vasallenstaat NS-Deutschlands. Ustascha-Symbole werden in Bleiburg zur Schau gestellt und deren Lieder gesungen. Beides ist in Kroatien selbst verboten. Das Emblem der Ustascha war ein großes U mit Granate und Sahovnica. „Die Sahovnica, das Schachbrettmuster, bestimmt auch heute die Flagge Kroatiens“, heißt es in den Anzeigen. Aber im Unterschied zur heute offiziellen Sahovnica, die mit einem roten Quadrat links oben beginnt, steht bei der NDH-Sahovnica ein weißes Quadrat am Beginn. (…) Anzeigen gab es auch gegen „Organvertreter des Vereins Ulrichsberggemeinschaft UBG“ und gegen Tilo Berlin, vermutlich „Besitzer/Eigentümer der Örtlichkeit“, wie es unter Berufung auf „Presseberichte“ heißt. Auch an der Gedenkstätte Ulrichsberg, dem „Ehrenhain“, sind den entsprechenden Sachverhaltsdarstellungen zufolge militärische Abzeichen von Verbänden der Waffen-SS auf Tafeln angebracht, unter anderem des XV. SS-Kosaken-Kavallerie-Korps. Die berüchtigten Ulrichsbergtreffen haben stark an Bedeutung verloren, nachdem sich das Bundesheer 2009 zurückzog. Eine Anzeige gibt es auch in der Steiermark. In Feldbach seien SS-Symbole am Platz an der Rückseite der Pfarrkirche „Hl. Leonhard“ sowie in der nunmehrigen „Gedächtniskirche“ bzw. „Heldengedächtnisstätte“ zu finden. Bei ihnen handelt es sich um Armschilde und Mützenabzeichen der 14. Waffen-SS-Division, die im April 1943 im heutigen ukrainischen Lwiw (Lemberg) aufgestellt wurde und ebenfalls an Massakern beteiligt war. Die Sachverhaltsdarstellungen werden an das Landesamt für Verfassungsschutz weitergeleitet.

via orf: Anzeigen wegen SS-Symbolen

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