Compact-Veranstaltung: Islamfeinde vereint

Kurz vor dem Einzug der AfD in den Landtag von Mecklenburg-Vorpommern zeigt sich das rechtslastige Compact-Magazin in Schwerin und lud am Mittwoch zu einer Veranstaltung. Thema: der Islam als eine Gefahr für Europa. Von einer sogenannten „Distanzeritis“ zwischen der rechtspopulistischen Partei, Pegida und der Identitären Bewegung sagten sich die Beteiligten los. Als im März der Landtag in Sachsen-Anhalt neu gewählt wurde, führte das Compact-Magazin wenige Tage zuvor in Magdeburg einen Vortragsabend durch, es ging um die AfD. Geladen wurde auch der seinerzeitige Spitzenkandidat André Poggenburg. Nun – ein knappes halbes Jahr später – zog es den Verlag erneut in eine Landeshauptstadt. Diesmal nach Schwerin. Bei weitem nicht die einzige Parallele. Auf dem Podium sollte neben dem Chefredakteur Jürgen Elsässer erneut der AfD-Politiker André Poggenburg sitzen. Und zum wiederholten Male eröffnete Elsässer seine Rede mit dem Bekenntnis: „Mein Name ist Jürgen Elsässer, ich bin Deutscher und ich werde nicht zulassen, dass unser schönes Land vor die Hunde geht“ und erntete dafür frenetischen Applaus. AfD-Spitzenkandidat fehlt Einen kleinen, aber feinen Unterschied gab es dann  doch: Wer auf der Veranstaltung den Spitzenkandidaten der AfD Mecklenburg-Vorpommern, Leif-Erik Holm, erwartete, wurde enttäuscht. Der Grund für das Fehlen Holms auf dem gestrigen Treffen im Amedia Plaza Hotel war womöglich auch die Ankündigung von Martin Sellner, das derzeit wohl bekannteste Gesicht der vom Verfassungsschutz beobachteten Identitären Bewegung. Dafür nahm auf den Podium Holger Arppe Platz, immerhin auf Platz drei der Landesliste. Der wiederum ist bekennender Sympathisant der neurechten Bewegung und wies auch auf den „Gegenwind“ hin, den er angesichts der Ankündigung der Veranstaltung deutlich zu spüren bekommen hätte.

via endstation rechts: Compact-Veranstaltung: Islamfeinde vereint

siehe auch: AfD-Mann nach rechts offen. Bei einer Veranstaltung der rechtslastigen Zeitschrift „Compact“ macht sich ein Rostocker AfD-Kandidat für die „Identitäre Bewegung“ stark. Der Rostocker AfD-Landtagskandidat Holger Arppe hat bei einer Veranstaltung deutliche Sympathie für die rechtsextreme Identitäre Bewegung bekundet. Am Mittwochabend hatte das Compact-Magazin ins Schweriner Amedia Plaza Hotel zur Podiumsdiskussion unter dem Titel „Islam – Gefahr für Europa“ geladen. „Eine Veranstaltung, auf die ich mich sehr freue“, schrieb Arppe, der auf Listenplatz drei für die AfD antritt, bei Facebook: „Gemeinsam mit André Poggenburg werde ich bei diesem Vortragsabend die AfD vertreten.“ Wer noch angekündigt war, verschwieg er: Martin Sellner von der Identitären Bewegung (IB). Auf der Webseite von Compact, das der frühere Konkret-Redakteur und Junge Welt-Chefredakteur Jürgen Elsässer herausgibt, wurde der führende Aktivist der IB in Österreich und Deutschland dagegen als Redner mit aufgeführt. Kurz nach Veranstaltungsbeginn entschuldigte Elsässer vor den rund 40 Gästen allerdings Sellners Fehlen wegen Erkrankung.

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