Brandstiftung Altena: Staatsanwalt fordert sechs Jahre Haft

Im Prozess um die Brandstiftung in einer Flüchtlingsunterkunft in Altena wurden am Freitag (02.09.2016) die Plädoyers gehalten. Der Staatsanwalt forderte für den angeklagten ehemaligen Feuerwehrmann Dirk D. sechs Jahre Haft und für den mitangeklagten Marcel N. vier Jahre. Der Staatsanwalt stuft die Tat als gemeinschaftliche schwere Brandstiftung ein. Er meint, dass es nach den Ausführungen des Brandsachverständigen keine Hinweise auf versuchten Mord gebe. Das Gericht hatte vor Beginn des Prozesses mitgeteilt, dass es eine Verurteilung wegen Mordversuchs für möglich halte, obwohl die Staatsanwaltschaft die beiden Männer aus Altena nur wegen schwerer Brandstiftung angeklagt hatte. Sie sollen auf dem Dachboden einer Flüchtlingsunterkunft Feuer gelegt haben. Alle sieben Bewohner kamen unverletzt aus dem Haus. Verteidiger fordert dreieinhalb Jahre Der Staatsanwalt schloss in seinem Plädoyer außerdem aus, dass die Brandstiftung politisch motiviert war. Die Bilder und WhatsApp-Nachrichten auf den Handys der Angeklagten, die unter anderem Bilder von Hitler und Hakenkreuze zeigten, reichten seiner Meinung nach nicht aus, um Rechtsradikalismus zu belegen. Der Anwalt der Nebenklage sieht das anders: Er forderte in seinem Plädoyer das Gericht auf, die beiden wegen siebenfachen versuchten Mordes zu verurteilen. Die Brandstiftung zeige Mordmerkmale wie Heimtücke und niedere Beweggründe.

via wdr: Brandstiftung Altena: Staatsanwalt fordert sechs Jahre Haft

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