Landtagswahl: SPD gewinnt in Mecklenburg-Vorpommern, AfD vor CDU

Protestwahl in Mecklenburg-Vorpommern: Die SPD wurde zwar stärkste Partei, aber der große Sieger ist die AfD. Die Rechtspopulisten kamen aus dem Stand auf den zweiten Platz und überholten die schockierte CDU. Die SPD gewinnt die Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern. Debakel für die CDU: Sie kommt nur auf den dritten Platz. Die AfD triumphiert und rangiert vor der Union auf Platz zwei. Die Grünen müssen um den Einzug in das Parlament bangen. Sieg für die SPD bei den Landtagswahlen in Mecklenburg-Vorpommern: Aus der Abstimmung ging die Partei von Regierungschef Erwin Sellering am Sonntag ersten Hochrechnungen zufolge als stärkte Kraft hervorgegangen – gefolgt von der AfD auf Platz zwei. Die SPD kommt laut den Hochrechnungen für ARD und ZDF auf 30,0 bis 30,3 Prozent. Die AfD erreicht aus dem Stand 21,1 beziehungsweise 21,5 Prozent und überflügelt damit die mitregierende CDU, die mit 19,3 bis 19,4 Prozent ihr historisch schlechtestes Landesergebnis einfährt. Die Rechtspopulisten sind damit in neun Landesparlamenten vertreten. Rund ein Jahr vor der Bundestagswahl geht damit die Erfolgsserie der AfD weiter.

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Wahlergebnisse

siehe auch: Wahl in Mecklenburg-Vorpommern – Realitätsflucht ist die neue Volkskrankheit. In Mecklenburg-Vorpommern, so muss man das Wahlergebnis lesen, fehlt die Gewissheit, dass sich nichts verändert. AfD-Wähler aber verändern. Und zwar konstante Koordinaten, ohne zu realisieren, dass sie am Ende dafür selbst bezahlen müssen. Von null auf mehr als 21 Prozent! Es ist durchaus eindrucksvoll, wie scheinbar mühelos die AfD als zweitstärkste Partei in den Schweriner Landtag einzieht. Und das, obwohl die Rechtspopulisten landespolitische Themen im Wahlkampf weitgehend ausgespart haben. Es ging um Flüchtlinge, Islam und das Versprechen, wieder “Politik für das eigene Volk” zu machen – das reichte für den politischen Katapult-Start. Da fragt man sich, wovor muss man eigentlich mehr Angst haben soll? Vor der “Alternative für Deutschland” oder vor ihrem so genannten “eigenen Volk”? (…) Es wäre nicht das erste Mal, dass eine Partei die Demokratie benutzt, um sie dann abzuschaffen. Weit hergeholt? Dann wäre es doch nur konsequent, wenn sich die AfD von allen neonazistischen demokratiegefährdenden Strömungen nicht nur verbal sondern tatsächlich abgrenzen würde. Realitätsflucht die neue Volkskrankheit Stattdessen wähnt sich die “Alternative” unangreifbar in ihrer unredlichen Selbstermächtigung, sich angeblich als einzige Partei auf “das Volk“ berufen zu können. Auf diesem Ticket fahren ihre Führungsfiguren und erklären Unwahrheiten zu Wahrheiten und umgekehrt. Auch die AfD Mecklenburg-Vorpommern hat die Wählermanipulation zur Meisterschaft gebracht, in dem sie dort Angst und Schrecken verbreitete, obwohl nur wenige Flüchtlinge in dem dünn besiedelten Bundesland leben. Auch deshalb glauben dort nach einer “Tagesthemen”-Umfrage von Infratest-Dimap 46 Prozent aller Wähler, für Flüchtlinge mehr getan wird als für die Bevölkerung. “Die Bürger wollen nicht, dass unser Land zu einem Kalifat gemacht wird”, schwadronierte Leif Erik Holm. Er hätte genauso gut sagen können: Die Bürger wollen nicht, dass Ihnen ein Meteorit auf den Kopf fällt. Dahinter können sich alle versammeln und schon ist man der einzige, der das Volk versteht. Mithilfe dieser Übertreibungen verfestigt die Partei das Gefühl ihrer Anhänger, zu den abgehängten Ohnmächtigen zu gehören. Es ist, als sei Realitätsflucht die neue Volkskrankheit.

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