Legida-Rundgang in Leipzig am Montagabend abgesagt

Nach acht Wochen Pause wollte die fremden- und islamfeindliche Initiative Legida am Montag erneut in Leipzig aufmarschieren. Doch der Veranstalter sagte den Rundgang spontan ab, weil zu wenig Teilnehmer vor Ort waren. Bewacht von einem großen Polizei-Aufgebot und kritisch beäugt von zahlreichen Gegendemonstranten hat Legida am Montagabend seine achtwöchige Sommerpause beendet. Der ursprünglich geplante Aufzug der Rechtspopulisten vom Naturkundemuseum zum Nordplatz und retour fiel allerdings ins Wasser – mangels Teilnehmer. Nach Angaben der Forschungsgruppe „Durchgezählt“ hatten sich lediglich zwischen 180 und 220 Menschen zur Legida-Kundgebung vor dem Naturkundemuseum eingefunden. Schon bei den jüngsten Protestmärschen hatte die fremden- und islamfeindliche Initiative nur wenige Sympathisanten um sich scharen können. Auf der Gegenseite nahmen etwa 400 Personen an sechs Demonstrantionen und Kundgebungen unter anderem von „Leipzig nimmt Platz“ und “A Monday Without You” teil. Ein Teil der Gegendemonstranten zog auf der früheren Legida-Strecke um den Westring, ein andere war vom Rabet aus zur Stephanstraße gelaufen, wo Legida-Mitorganisator Arndt Hohenstädter seine Kanzler betreibt. Vor dem Gebäude mit der Kanzlei des Anwaltes in der Stephanstraße 8 sollte ursprünglich auch eine weitere rechte Kundgebung stattfinden. Dazu hatten sich am Montag aber keine Teilnehmer eingefunden. Nach achtwöchiger Pause hatte Legida am 5. September wieder zu einem Spaziergang aufgerufen. Der fiel aber wegen der geringen Teilnahme aus. Auch bei den Gegendemonstrationen waren weniger Teilnehmer als bei den vergangenen Veranstaltungen dabei.  Eine erste Konsequenz aus der geringen Zahl von Mitstreitern zogen die Legida-Veranstalter am Montag noch an Ort und Stelle: Sie sagten ihren geplanten Marsch zum Nordplatz ab – nach eigenen Angaben weil sie nicht mit Äpfeln beworfen werden wollten, laut Polizei aber eher angesichts der geringen eigenen Resonanz. Stattdessen beschränkte sich Legida auf eine Kundgebung vor dem Naturkundesmuseum mit zahlreichen Redebeiträgen mit immer den gleichen Theman. Die Redner gingen dieses Mal vor allem mit Leipzigs Polizeipräsident Bernd Merbitz mehrfach hart ins Gericht, Stephane Simon echauffierte sich unflätig über den Werdegang des 60-Jährigen, Madeleine Feige forderte, Merbitz solle den “roten Straßenterror beenden”.

via lvz: Legida-Rundgang in Leipzig am Montagabend abgesagt

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