Marvin Frank und die Geschichte von den prügelnden Ausländern – #schauhin

Ein Streit um einen Parkplatz am Berliner Hauptbahnhof: hochgejazzt zum Akt herausragender Zivilcourage Die Facebook-Seite der NRWZ kennt einen besonders eifrigen Kommentator: Marvin Frank*. Am liebsten äußert er sich zum Thema Ausländer/Asylbewerber/Flüchtlinge. Tatsächlich äußert er sich nur zu diesem Thema. Das tut er gerne verbunden mit dem Vorwurf an uns, die Presse, die Medien, die Regierung, die Wahrheit zu unterdrücken, zu verfälschen, zu lügen. Auf seiner Facebookseite wirbt er schon mal für die – vom Verfassungsschutz, weil rechtsradikal, beobachtete – „Identitäre Bewegung“. (…) Die Pressestellen der Bundes- und der Berliner Polizei haben sich dann an die Arbeit gemacht und den Fall recherchiert. Was herausgekommen ist, hat nur entfernt mit dem zu tun, was Marvin Frank auf Facebook erzählt hat. Bei der Bundespolizei weiß zunächst Sprecher Thorsten Peters zunächst nichts von einer Schlägerei mit sexueller Belästigung, so wie sie Frank schildert, es liege keine derartige Anzeige vor. Der Polizist erkundigt sich bei den Beamten und erfährt, dass Bundespolizisten an jenem Sonntagnachmittag Ende August dazwischen gingen, als es vor dem Bahnhof eine Streiterei gab. „Die alarmierten Bundespolizisten haben schlichtend eingegriffen“, so Peters. Über die Gründe für den Streit sei nichts protokolliert. Das hätten die Kollegen der Berliner Polizei übernommen. „Stimmt“, sagt Kerstin Ziesmer von der Pressestelle der Berliner Polizei. „Da gab es eine Auseinandersetzung und es gibt mehrere wechselseitige Anzeigen wegen Beleidigung und Körperverletzung.“ Die Sache sei ziemlich verworren, die Clique um Frank sei wohl mit einem Autofahrer, einem gebürtigen Türken, der aber schon seit vielen Jahren in Berlin lebt, wegen einer Parklücke und eines Einparkversuchs in Streit geraten. Die einen hätten helfen wollen, der Autofahrer fand das nicht in Ordnung. Ein Missverständnis. Banal. Es wurde laut und schließlich handgreiflich.
„Das ganze hatte keinen Bezug zu Flüchtlingen oder Ausländern“, versichert Ziesmer, „da sind halt die Richtigen aufeinander gestoßen und dann hat es sich hochgeschaukelt.“ Es habe auch keine Festnahme im klassischen Sinn gegeben, vielmehr seien die Beteiligten von der Bundespolizei an die Berliner Kollegen vom Abschnitt 3 Alt-Moabit übergeben worden. Dort auf dem Revier hätten sich die insgesamt sechs Beteiligten gegenseitig mit Anzeigen wegen Beleidigung und Körperverletzung bedacht.

via nrwz: Marvin Frank und die Geschichte von den prügelnden Ausländern

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