Recherchen vorgestellt – Verein wirft Berliner AfD Verbindungen in die rechte Szene vor

Unterhält die AfD in Berlin ein Netzwerk mit persönlichen Verbindungen zu Neonazis, Bärgida-Aktivisten, Burschenschaftlern und so genannten Identitären? Das wirft ihr der Berliner Verein “apabiz” vor und sammelt entsprechende Indizien. AfD-Spitzenkandidat Pazderski weist diesen Vorwurf wiederholt zurück. Die Berliner AfD hat wiederholt Vorwürfe bestritten, Verbindungen zur rechten Szene zu haben. Der Verein “apabiz” in Berlin-Kreuzberg versucht, das zu widerlegen und hat am Dienstag Recherchen vorgestellt, wonach die Partei ein weitmaschiges Netzwerk zu rechtskonservativen Gruppen bis hin zu neonazistischen Akteuren unterhalten soll. In dem online abrufbaren Dokument veröffentlicht der Verein die Klarnamen von AfD-Mitgliedern, die Verbindungen zu rechten Gruppen haben oder gleich selbst Mitglieder dieser Gruppen sein sollen. Laut diesem Dossier existiert ein ultrarechtes Netzwerk um die Berliner AfD mit mindestens zwölf Parteifunktionären – unter anderem bei der rechtslastigen “Bärgida”, der Deutschen Burschenschaft oder der vom Verfassungsschutz beobachteten “Identitären Bewegung”. Letztere hatte erst am Montag für Aufsehen gesorgt, als sie eine Radioeins-Livesendung massiv mit Sprechchören gestört hatte.     Die Recherchen des Vereins “Apabiz” über “personelle Verknüpfungen zu Neonazis und langjährigen extrem rechten Netzwerken”. AfD geht offiziell auf Distanz zu Rechten und “Identitären” Die AfD Berlin hat auch am Dienstag den Vorwurf, man unterhalte etwa Verbindungen zu Identitären, zurückgewiesen. “Wir haben uns sehr glaubwürdig von der identitären Bewegung distanziert. Wir haben gesagt, dass es mit der identitären Bewegung keine Zusammenarbeit gibt”, sagte ihr Landesvorsitzender und Spitzenkandidat für die anstehende Abgeordnetenhauswahl, Georg Pazderski, der rbb-Abendschau am Dienstag.
Doch der Kreuzberger Verein glaubt der Parteidarstellung nicht und versucht diese zu widerlegen, indem er einzelne Parteimitglieder genauer unter die Lupe nimmt: Zum Beispiel den AfD-Kandidat Jörg Sobolewski, der bei einer Störaktion der Identitären Bewegung in der BVV Reinickendorf mitgewirkt haben soll – offenbar unter einem Decknamen. Im Februar hielt Sobolewski eine Rede bei einer fremdenfeindlichen Demonstration in Lübben. Er ist Bundesvorsitzender des Dachverbandes Deutsche Burschenschaft, in dem mehrere Neonazis und NPD-Mitglieder organisiert sind.  Sobolewski kandidiert bei der Wahl zum Abgeordnetenhaus am 18. September. Ein anderer ist Vorstandsmitglied und Schatzmeister der Berliner AfD-Jugendorganisation, Jannik Brämer, der für die AfD in der BVV Charlottenburg-Wilmersdorf kandidiert. Laut Jentsch hat er als Aktivist der Identitären Bewegung auch an Demonstrationen teilgenommen. “Er ist dort auch Ordner, übernimmt also auch Funktionen”, so Jentsch.

via rbb: Recherchen vorgestellt – Verein wirft Berliner AfD Verbindungen in die rechte Szene vor

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