Tankstellen-Geschichte erfunden – #schauhin #völkisch #lügenfresse

Alois N. hat gelogen. Das gibt er auch zu – am Telefon, wo ihn der Kurier erreicht hat. Die Geschichte mit den drei Asylbewerbern, die an einer Bayreuther Tankstelle einfach hinten ins Auto einer Frau einstiegen und forderten, sie solle sie nach Weidenberg fahren, ist vermutlich falsch. Dennoch stellte er die Geschichte online, auf Facebook, wo sie über 900 Mal geteilt wurde. Inklusive Verleumdung des Kuriers. Die Sache an der Tankstelle, das habe „die Nachbarin erzählt“. Deren Name? Wisse er nicht. Die wiederum habe es „vom Mann der Frau“ mit dem Auto. Sein Name? Wisse er nicht. Die Tankstelle? Wisse er nicht. „Wahrscheinlich die Shell.“ Die beim Bordell? „Ja bestimmt.“ Sogar eine Landtagsabgeordnete habe das erzählt. Deren Name? Wisse er nicht. Auch beim Kurier sei der Mann nicht gewesen, räumt Alois N. ein. Warum er diese Geschichte dennoch im Internet auf Facebook verbreite? „Weil das in unserem Land nicht so weitergehen kann. Wir sind doch nicht deren Sklaven.“ Wen er damit meint, sagt er nicht. Außerdem sei es „doch bekannt“, dass die Presse keine schlechten Nachrichten „über Ausländer“ verbreiten dürfe. N., der in der Region Bayreuth lebt, hat versprochen, innerhalb einer Stunde die erfundene Geschichte aus dem Netz zu nehmen. Entschuldigen dafür wollte er sich dafür zunächst nicht. Die Polizei Oberfranken bestätigt, dass der in dem Facebook-Post beschriebene Vorfall „nie polizeilich angezeigt“ worden sei. Auch eine solche Reaktion von Polizisten, wie sie im Text beschrieben, sei „abstrus“. Kein Polizist würde so handeln. Jürgen Stadter, Sprecher der Polizei Oberfranken, kennt die Geschichte „auch aus anderen Städten“ Deutschlands.

via nordbayerischer kurier: Tankstellen-Geschichte erfunden

siehe auch: Hetzjagd auf Asylbewerber: Erfundene Geschichte aus Bayreuth geistert durch Facebook. Alois N. aus Bayreuth hat in sämtlichen Netzwerken einen beispiellose Hetzjagd auf Asylbewerber losgetreten. Er berichtet über drei “Asylanten”, welche eine Frau dazu nötigten, sie nach Weidenberg zu fahren. Auch die hinzugerufene Polizei soll nicht geholfen, sondern die Männer gar noch unterstützt haben. Nach Recherchen von Reporter24 und dem Norbayerischen Kurier, fing die Story an zu bröseln. Dass Alois N. gelogen hat, das gibt er auch am Telefon und in einer Facebooknachricht zu. Der Kurier und auch Reporter24 haben sich auf die Suche nach dem Hetzer aus Bayreuth gemacht. Der bekennende Ausländerfeind ist AfD Wähler und postet regelmäßig Hassparolen und Hetze im Internet. Die nachstehende Geschichte mit den drei Asylbewerbern ist falsch. Auch bei der Polizei wurde ein solcher Fall nie vorgetragen.

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