Attacke auf Journalisten in #Bautzen

Polizei meldet erneut rechten Auflauf in der Stadt / Verfassungsfeindliche Symbole und volksverhetzende Parolen / Kleine Protestaktion von Linken am Donnerstagabend In Bautzen haben nach den rassistischen Ausschreitungen der vergangenen Tage einige Dutzend Linke vor allem aus Dresden und Leipzig protestiert – wie die Polizei meldete, »stellten sich ihnen die auf dem Platz anwesenden rund 300 Einheimischen lautstark entgegen«. Die Deutsche Presse-Agentur schreibt über den abendlichen Auflauf auf dem zentralen Platz der sächsischen Stadt: »Es handelte sich überwiegend um Einheimische, etliche von ihnen waren augenscheinlich der rechten Szene zuzuordnen.« Bei der Polizei hieß es: Auf dem Kornmarkt waren auch wieder »zahlreiche junge Männer auszumachen, die augenscheinlich dem rechten Spektrum zuzuordnen waren«. Ein freier Fotojournalist sprach von einer gefährlichen Stimmung. »Ich unterbreche die Berichterstattung. Es ist zu gefährlich«, twitterte er am späten Abend. Rechtsradikale hätten »versucht den linken Block zu stürmen«, so der Reporter. Die linke Protestdemonstration sei von den Rechten mit Rufen wie »Antifa aufs Maul« bedroht worden. In der Umgebung des Kornmarktes seien »enorm viele rechte Kleingruppen« unterwegs. »Es ist zu wenig Polizei da«, so der Fotojournalist. Wieder wurden mehrere rechte Straftaten verübt, die Polizei sprach von mehreren Fällen, in denen verfassungsfeindliche Symbole gezeigt sowie rechte volksverhetzende Parolen gerufen worden seien. Auch ein Angriff auf einen filmenden Journalisten wurde gemeldet, die Polizei ermittelt wegen Körperverletzung gegen einen 30-Jährigen Bautzener. Zuvor war ein offenbar von Rechten angemeldeter Aufmarsch im Zentrum der Stadt abgesagt worden. Der parteilose Bürgermeister von Bautzen, Alexander Ahrens, war auf den Platz gekommen und lieferte sich teils heftige Redegefechte mit Anwohnern. Interessant ist die Bilanz der örtlichen Polizei. »Die unschönen Szenen, wie sie an den vergangenen Abenden am Kornmarkt zu sehen waren, gab es heute nicht«, sagte Uwe Kilz vom Bautzener Revier – trotz des rechten Aufmarschs, der Parolen, der gewaltvollen Stimmung .

via nd: Attacke auf Journalisten in Bautzen

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