Antisemitischer Brief kursiert in Grunewald

Der Charlottenburg-Wilmersdorfer Bürgermeister Reinhard Naumann erstattet Anzeige wegen eines gefälschten Rundschreibens, das Unbekannte in seinem Namen verfasst haben. Kurz vor den Berliner Wahlen haben Unbekannte in Grunewald einen gefälschten Brief in Umlauf gebracht, mit dem offensichtlich Ressentiments gegen Juden geschürt werden sollen. Außerdem wollen die Autoren wohl auch dem Charlottenburg-Wilmersdorfer Bürgermeister Reinhard Naumann (SPD) schaden. Das Schreiben ähnelt einem Wahlkampfbrief und wirkt auf den ersten Blick, als habe Naumann es verfasst. Der Briefkopf enthält ein Foto des Bürgermeisters. In seinem Namen schreiben die Verfasser, das Bezirksamt wolle den Grunewalder Hagenplatz nach der israelischen Stadt Or-Yehuda umbenennen und dabei auch den Bau einer Synagoge genehmigen. Die Verfasser behaupten, Muslime könnten zwangsweise umgesiedelt werden Die „Sicherheitslage“ erfordere es, Anwohner dort zu fragen, ob sie bereit seien, „freiwillig und zu besonders günstigen Konditionen ihre Immobilien an Israelis zu veräußern“. Außerdem gebe es die „Möglichkeit einer Umsetzung bei Mietern mit Migrationshintergrund aus dem Nahen Osten“. Deren Wohnungen könnten zwangsweise entmietet werden. „Alles frei erfunden“ Naumann weist sämtliche Behauptungen als „frei erfunden“ zurück und hat bereits Anzeige erstattet. Wie viele Exemplare des Hetzbriefs verteilt wurden, blieb am Freitag zunächst unklar. Als Erste hatten zwei Anwohnerinnen das Bezirksamt alarmiert.

via tagesspiegel: Antisemitischer Brief kursiert in Grunewald

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